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Fortbildung im Detail

 

Die maximale Teilnehmerzahl ist noch nicht erreicht.C05167: Das Kaßberg-Gefängnis; Haftanstalt in zwei Diktaturen, Drehscheibe für den Häftlingsfreikauf und außerschulischer Lernort
am 27.09.2018Anmeldeschluss: 16.08.2018  

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Ansprechpartner inhaltlich: Brandl-Bennewitz, Sabine; +49 371 5366-421
Ansprechpartner organisatorisch: Buschbeck, Jennifer; +49 371 5366-423

Beschreibung

Das Kaßberg-Gefängnis war ein Ort der Repression in zwei unterschiedlichen Diktaturen: Von 1933 bis 1945 diente es als Gestapo-Untersuchungshaftanstalt, von 1945 bis 1952 nutzte es der sowjetische Staatssicherheitsdienst NKWD und ab 1952 war es die größte Untersuchungshaftanstalt des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in der DDR. Von ganz besonderer Bedeutung war die Nutzung des Gefängnisses als Drehscheibe für den Häftlingsfreikauf aus der DDR, in dessen Rahmen mehr als 33.000 politische Häftlinge gegen Bezahlung von der Bundesrepublik Deutschland freigekauft wurden. Nahezu alle Freigekauften verbrachten die Wochen vor ihrem Abtransport nach Gießen im Kaßberg-Gefängnis, von wo aus die Transporte in den Westen starteten. Bedingt durch die Geschichte des Kaßberg-Gefängnisses in den verschiedenen Diktaturperioden unterschiedlicher ideologischer Prägung ist es ein einzigartiger außerschulischer Lernort für Demokratiebildung. Am historischen Ort kann Jugendlichen das Wesen kollektivistisch- diktatorischer Herrschaftsformen und deren Konsequenz für das Individuum im Unterschied zu freiheitlich verfassten Gesellschaften verdeutlicht werden. Im Rahmen einer halbtägigen Fortbildung sollen Lehrkräfte sich mit der Geschichte des Kaßberg-Gefängnisses vertraut machen und, begleitet durch Zeitzeugen, eine biografische Dimension der Repressionsgeschichte erschließen. Im Anschluss sollen Konzepte zur Didaktisierung, z.B. von Zeitzeugenbiografien unter Einbeziehung der Ausstellung „Der Kaßberg und seine Gesichter, erarbeitet werden.


Ziele

Die Teilnehmer haben Hintergründe zur Geschichte des Repressionsortes erfahren.

Sie haben sich die biografischen Dimensionen der Nutzungsperioden erschlossen.

Sie entwickelten erste Konzepte zur unterrichtlichen Umsetzung.


Inhalte

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  • Rundgang durch das Gefängnis mit historischer Einordnung
  • ·
  • Zeitzeugengespräche
  • ·
  • Ausstellung „Der Kaßberg und seine Gesichter
  • mit Videoclip·
  • Didaktisierungsmöglichkeiten im Rahmen des Unterrichts bzw. von Projekten zur politisch-historischen Bildung

Zielgruppe

Lehrkräfte in den Fächern Geschichte, Gemeinschaftskunde Ethik und Deutsch an Förderschulen, Oberschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen


Hinweise

Treffpunkt ist am Haupteingang des Historischen Lernortes Kaßberg-Gefängnis, Kaßbergstraße 17 in 09112 Chemnitz. Anschließend wird die Veranstaltung am Karl-Schmitt-Rottluff-Gymnasium, Hohe Straße 25 in 09112 Chemnitz fortgesetzt.


Veranstaltungstermine

am von bis
27.09.2018 13:00 17:30

Anmeldeschluss

16.08.2018

Dozenten

Name von
Dozenten-Team, k.A.

Veranstaltungsort

  • Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium, Hohe Straße 25, 09112 Chemnitz Route zum Veranstaltungsort planen
     
  • Kaßberg-Gefängnis, Kaßbergstraße 17, 09112 Chemnitz Route zum Veranstaltungsort planen
     

Direktlink auf diese Veranstaltungsdetailansicht: https://www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen/detail/C05167