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Arbeitsmaterial

Berufsschule - duale Berufsausbildung

Kaufmann für Büromanagement / Kauffrau für Büromanagement

2025

 

Impressum

Das Arbeitsmaterial ist ab 1. August 2025 freigegeben.

Das Arbeitsmaterial basiert auf dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Kauf-mann für Büromanagement und Kauffrau für Büromanagement (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 27.09.2013 i. d. F. der Bildungsministerkonferenz vom 20.03.2025) und der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement (BüroMKfAusbV) vom 25.02.2025 (BGBl. I Nr. 62).

 

Das Arbeitsmaterial wurde durch das

Sächsischen Bildungsinstitut

Dresdner Straße 78 c

01445 Radebeul

 

unter Mitwirkung von

Toralf Götze Leipzig
Verona Blechschmidt Werdau
Daniela Hanschmann Dresden
Ilona Hochmuth Chemnitz
Corina Kunzmann Werdau
Ines Lux Riesa
Beate Mitscherling Bautzen

 

im Jahr 2015 erarbeitet.

 

Eine teilweise Überarbeitung des Arbeitsmaterials erfolgte 2020 und 2025 durch das 

 

Landesamt für Schule und Bildung

Standort Radebeul

Dresdner Straße 78 c

01445 Radebeul

 

https://www.lasub.smk.sachsen.de/

 

HERAUSGEBER

Sächsisches Staatsministerium für Kultus 

Carolaplatz 1

01097 Dresden

https://www.smk.sachsen.de

Vorbemerkungen

Die Verfassung des Freistaates Sachsen fordert in Artikel 101 für das gesamte Bildungswesen:

„(1) Die Jugend ist zur Ehrfurcht vor allem Lebendigen, zur Nächstenliebe, zum Frieden und zur Erhaltung der Umwelt, zur Heimatliebe, zu sittlichem und politischem Verantwortungsbewusstsein, zu Gerechtigkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zu beruflichem Können, zu sozialem Handeln und zu freiheitlicher demokratischer Haltung zu erziehen.“

Das Sächsische Schulgesetz legt in § 1 fest:

„(2) Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht eines jeden jungen Menschen auf eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage.

(3) Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. …“

Für die Berufsschule gilt gemäß § 8 Abs. 1 des Sächsischen Schulgesetzes:

„Die Berufsschule hat die Aufgabe, im Rahmen der Berufsvorbereitung, der Berufsausbildung oder Berufsausübung vor allem berufsbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln und die allgemeine Bildung zu vertiefen und zu erweitern. Sie führt als gleichberechtigter Partner gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben und anderen an der Berufsausbildung Beteiligten zu berufsqualifizierenden Abschlüssen.“

Neben diesen landesspezifischen gesetzlichen Grundlagen sind die in der „Rahmenvereinbarung über die Berufsschule“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12. März 2015 in der jeweils geltenden Fassung) festgeschriebenen Ziele umzusetzen.

Kurzcharakteristik des Bildungsganges

Anlass der Neuordnung ist die Anpassung des dreijährigen Ausbildungsberufes Kaufmann für Büromanagement und Kauffrau für Büromanagement mit dem Ziel der Verstetigung der Erprobungsverordnung bezüglich abweichender Ausbildungs- und Prüfungsbestimmungen und deren Zusammenführung mit deren Grundverordnung. Technologische, wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen erforderten die Neuordnung, die der veränderten beruflichen Praxis und Entwicklung Rechnung tragen soll. Aufgrund dessen sind die aktuellen Standardberufsbildpositionen aufgenommen sowie die Kompetenzorientierung und das Kompetenzverständnis verstärkt worden. Auch in Zukunft vermittelt die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement eine umfassende, bereichsübergreifende und kaufmännisch fundierte Kernqualifikation entlang betrieblicher Geschäftsprozesse. Zudem verfügen die Kaufleute für Büromanagement über mindestens zwei vertiefte Qualifikationen in den Bereichen: Auftragssteuerung und -koordination, kaufmännische Steuerung und Kontrolle, kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen, Einkauf und Logistik, Marketing und Vertrieb; Personalwirtschaft, Assistenz und Sekretariat, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement, Verwaltung und Recht sowie öffentliche Finanzwirtschaft.

 

Digitale Prozesse und Strukturen verändern die Arbeitswelt grundlegend, sodass eine Anpassung des Spektrums der beruflichen Handlungskompetenzen erforderlich ist, beispielsweise hinsichtlich des Umgangs mit großen Datenmengen, der Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sowie kollaborativer asynchroner digitaler Arbeitsweisen.

 

Kaufleute für Büromanagement sind in Unternehmen der Industrie, des Handels und des Handwerks sowie in der öffentlichen Verwaltung oder bei Verbänden tätig. Sie werden eingesetzt

- in Verwaltungsabteilungen, 

- in der Öffentlichkeitsarbeit, 

- in kaufmännischen Abteilungen, 

- in der Kundenbetreuung, 

- im Veranstaltungsmanagement.

 

Sie übernehmen im Wesentlichen organisatorische und kaufmännisch-verwaltende Aufgaben. Er oder sie erledigt den internen und externen Schriftverkehr, entwirft Präsentationen, beschafft Büromaterial, überwacht Termine, bereitet Sitzungen vor und organi­siert Dienst­reisen. Zu den weiteren Aufgabenfeldern gehören die Unterstützung der Personaleinsatzplanung, die Betreuung von Kunden, die Auftragsabwicklung, das Rechnungswesen, Marketing und Vertrieb, die Öffentlichkeitsarbeit, das Veranstaltungsmanagement sowie die Personalwirtschaft. Im öffentlichen Dienst unterstützt er oder sie Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit der Verwaltung, hilft bei der Antragstellung, klärt Anliegen und Zuständigkeiten und wirkt bei der Aufstellung des Haushalts- und Wirtschaftsplanes mit.

 

Die berufliche Tätigkeit als Kaufmann und Kauffrau für Büromanagement erfordert eine hohe Kommunikationsfähigkeit, Organisationsgeschick, Kunden- und Serviceorientierung sowie eine selbstständige und strukturierte Arbeitsweise. Eigeninitiative, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit sind ebenso gefragt wie ein sicheres Auftreten und Verhandlungsgeschick. Durch die zunehmende Digitalisierung im Büroalltag sind zudem Kenntnisse im Umgang mit digitalen Systemen, Selbstorganisation und Lernbereitschaft essenziell. Kaufleute für Büromanagement reflektieren das eigene Entscheiden und Handeln, wobei sie konstruktiv mit Feedback umgehen.

 

Im Rahmen der Ausbildung zum Kaufmann und zur Kauffrau für Büromanagement werden insbesondere folgende berufliche Qualifikationen erworben:

 

Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren

- bürowirtschaftliche Abläufe planen, organisieren und durchführen

- Informations- und Kommunikationssysteme anwenden

- Termine und Geschäftsreisen koordinieren

- Beschaffungsvorgänge bearbeiten

- Kunden- und serviceorientiertes Handeln

 

Wertströme erfassen, Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten

- Geschäfts- und Leistungsprozesse bearbeiten und überwachen

- Rechnungen erstellen und prüfen

- Buchführungs- und Controllingaufgaben durchführen

- Zahlungsvorgänge bearbeiten

 

Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen

- bei der Personalverwaltung und -abrechnung mitwirken

- Personalbeschaffung und -entwicklung unterstützen

- arbeitsrechtliche Vorschriften anwenden

 

Kunden akquirieren und binden

- Marketingstrategien entwickeln und umsetzen

- bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen mitwirken

- Markt- und Zielgruppenanalysen durchführen

 

Die Realisierung der Bildungs- und Erziehungsziele der Berufsschule ist auf den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz gerichtet. Diese entfaltet sich in den Dimensionen von Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie in Methoden- und Lernkompetenz. Den Ausgangspunkt des Unterrichts und des Lernens der Schülerinnen und Schüler bilden berufliche Handlungen. Diese Handlungen sollen im Unterricht didaktisch reflektiert als Lernhandlungen gedanklich nachvollzogen oder exemplarisch ausgeführt, selbstständig geplant, durchgeführt, überprüft, ggf. korrigiert und schließlich bewertet werden. Damit fördern sie ein ganzheitliches Erfassen der beruflichen Wirklichkeit und integrieren technische, sicherheits­technische, ökonomische, ökologische und rechtliche Aspekte, nutzen die berufs­praktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und berücksichtigen soziale Prozesse, z. B. der Interessenklärung oder der Konfliktbewältigung.

 

Der KMK-Rahmenlehrplan des Ausbildungsberufes ist vor diesem Hintergrund nach Lernfeldern strukturiert. Die Stundentafel des Bildungsganges gliedert sich in den Pflichtbereich mit dem berufsübergreifenden Bereich und dem berufsbezogenen Bereich sowie den Wahlbereich.

 

Die Lernfelder der sächsischen Stundentafel sind mit den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplanes identisch.

 

Für die vom Blockunterricht abweichenden Organisationsformen ist die Stundentafel für den berufsbezogenen Bereich basierend auf der VwV Stundentafeln bbS in der jeweils geltenden Fassung von den Schulen in eigener Verantwortung anzupassen.

 

Die Struktur der Lernfelder orientiert sich in Aufbau und Zielsetzung an Arbeits- und Geschäftsprozessen in Wirtschaft und Verwaltung. Die Zielformulierungen innerhalb der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes beschreiben den Qualifikationsstand und die Kompetenzen am Ende des Lernprozesses. Ergänzt durch die Inhalte umfassen sie den Mindestumfang zu vermittelnder Kompetenzen. 

 

Auf Grund der sich schnell entwickelnden beruflichen Anforderungen sind die Inhalte weitgehend offen formuliert. Diese Struktur fördert und fordert die Einbeziehung neuer Entwicklungen und Tendenzen in den Unterricht.

 

Die Lernfelder sind logisch angeordnet und bauen spiralcurricular aufeinander auf. Das Lernfeld 1 dient als übergeordnetes Lernfeld der umfassenden Kompetenz­entwicklung im Sinne einer lösungsorientierten Projektbearbeitung, die insbesondere im Lernfeld 13 genutzt werden kann. Die Lernfelder 2 bis 12 orientieren sich an den betrieblichen Handlungsfeldern. Die unterrichtliche Umsetzung der Buchführung im Lernfeld 6 zielt auf den Erwerb grundlegender buchhalterischer Kompetenzen ab. Zur Förderung der in den Lernfeldern 6 und 10 formulierten Kompetenzen empfiehlt sich die Anwendung eines reduzierten Industriekontenrahmens. Die Umsetzung sowie die zeitliche Abfolge der Lernfelder sind unter Beachtung des spiralcurricularen Aufbaus im Lehrerteam abzustimmen. 

 

Darüber hinaus sind weitere Verknüpfungen zwischen den Lernfeldern möglich. Kommunikative und fremdsprachliche Kompetenzen werden integrativ in den Lernfeldern entwickelt.

 

Die schreibtechnischen Kompetenzen werden zu gleichen Teilen durch Betrieb, Schule und Eigenengagement erworben. Der Schwerpunkt liegt am Beginn der Ausbildung.

 

Die Ausbildung wird durch die gestreckte Abschlussprüfung in zwei Ausbildungsphasen gliedert. Die Abgrenzung zwischen den Ausbildungsjahren ist hinsichtlich der zeitlichen Planung in der Ausbildungsordnung und in Bezug auf die Prüfungen einzuhalten.

 

Die Ausgestaltung und Umsetzung der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes ist in den Schulen vor Ort zu leisten. Die Lernfelder sind für den Unterricht durch Lernsituatio­nen, die exemplarisch für berufliche Handlungssituationen stehen, zu untersetzen. Die Branchenvielfalt sollte dabei Berücksichtigung finden. Lernsituationen konkretisieren die Vorgaben des Lernfeldes und werden mittels curri­cularer Analyse aus diesen abgeleitet.

 

Der berufsbezogene Unterricht knüpft an das Alltagswissen und an die Erfahrungen des Lebensumfeldes an und bezieht die Aspekte der Medienbildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie der politischen Bildung ein. Die Lernfelder bieten umfassende Möglichkeiten, den sicheren, sachgerechten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit traditionellen und digitalen Medien zu thematisieren. Sie beinhalten vielfältige, unmittelbare Möglichkeiten zur Auseinander­setzung mit globalen, gesellschaftlichen und politischen Themen, deren sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie Bezüge zur eigenen Lebens- und Arbeitswelt. Die Umsetzung der Lernsituationen unter Einbeziehung dieser Perspektiven trägt aktiv zur weiteren Lebensorientierung, zur Entwicklung der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler, zum selbstbestimmten Handeln und damit zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei. 

 

Inhalte mit politischem Gehalt werden mit den damit in Verbindung stehenden fachspezifischen Arbeitsmethoden der politischen Bildung umgesetzt. Dafür eignen sich u. a. Rollen- und Planspiele, Streitgespräche, Pro- und Kontra-Debatten, Podiumsdiskussionen oder kriterienorientierte Fall-, Konflikt- und Problemanalysen. 

 

Für Inhalte mit Anknüpfungspunkten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung eignen sich insbesondere die didaktischen Prinzipien der Visionsorientierung, des Vernetzenden Lernens sowie der Partizipation. Vernetztes Denken bedeutet hier die Verbindung von Gegenwart und Zukunft einerseits und ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen des eigenen Handelns andererseits.

 

Die Digitalisierung und der mit ihr verbundene gesellschaftliche Wandel erfordern eine Vertiefung der informatischen Bildung. Ausgehend von den Besonderheiten des Bildungsganges begründet der Charakter der beruflichen Qualifikationen einen permanenten Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie berufsbezogener Software, die zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz erforderlich sind.

 

Unter Beachtung digitaler Arbeits- und Geschäftsprozesse ergibt sich die Notwendigkeit einer angemessenen Hard- und Softwareausstattung und entsprechender schulorganisatorischer Regelungen. Bis zu 25 % der Unterrichts­stunden des berufsbezogenen Unterrichtes in jedem Ausbildungsjahr können für den anwendungsbezogenen gerätegestützten Unterricht genutzt werden, wobei eine Klassenteilung möglich ist. Die konkrete Planung obliegt der Schule.

 

Die Ausprägung beruflicher Handlungskompetenz wird durch handlungsorientierten Unterricht gefördert. Dabei werden beispielhafte Aufgabenstellungen aus der beruflichen Praxis im Unterricht aufgegriffen. Das Lernen erfolgt in vollständigen Hand­lungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler das Vorgehen selbstständig planen, durchführen, überprüfen, gegebenenfalls korrigieren und schließlich bewerten. 

 

Dieses Unterrichten erfordert vielfältige Sozialformen und Methoden, insbesondere den Einsatz komplexer Lehr-/Lernarrangements wie Projektarbeit oder kooperatives Lernen. Des Weiteren ist eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den beteiligten Lehrkräften des berufsübergreifenden und berufsbezogenen Bereiches sowie der in einem Lernfeld unterrichtenden Lehrkräfte notwendig. 

 

Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Lern- und Arbeitstechniken anzuwenden und selbstständig weiterzuentwickeln sowie Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und zu bewerten. Darüber hinaus ist bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein zu entwickeln, dass Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstständigen und lebenslangen Lernen wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben sind.

Stundentafel

Unterrichtsfächer und Lernfelder Wochenstunden in den Klassenstufen
1 2 3
Pflichtbereich 37 37 37
Berufsübergreifender Bereich 13 13 13
Deutsch/Kommunikation 3 3 3
Englisch 4 4 4
Gemeinschaftskunde 3 2 2
Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik 2 2 2
Sport 1 2 2
Berufsbezogener Bereich 1 24 24 24
1 Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren 3 - -
2 Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren 6 - -
3 Aufträge bearbeiten 6 - -
4 Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen 9 - -
5 Kunden akquirieren und binden - 6 -
6 Werteströme erfassen und beurteilen - 6 -
7 Gesprächssituationen gestalten - 3 -
8 Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen - 6 -
9 Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten - - 6
10 Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern - - 6
11 Geschäftsprozesse darstellen und optimieren - - 3
12 Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren - - 3
13 Ein Projekt planen und durchführen - - 3
Wahlbereich2 2 2 2
 
  • 1
    Es obliegt den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung, in welchen Lernfeldern des berufsbezogenen Bereiches in den Klassenstufen 2, 3 und ggf. 4 unter Beachtung der personellen und sächlichen Ressourcen der Unterricht um jeweils drei Wochenstunden erhöht wird.
  • 2
    Der Wahlbereich steht den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung zur Vertiefung der berufsbezogenen Inhalte sowie weiteren Spezialisierung und Förderung zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Fach Sport im Wahlbereich der Klassenstufe 1 anzubieten, ist ebenso gegeben.

Hinweise zur Umsetzung

In diesem Kontext wird auf die Handreichung „Umsetzung lernfeldstrukturierter Lehr­pläne“ (LaSuB 2022) verwiesen.

Diese Handreichung bezieht sich auf die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes in den Schul­arten Berufsschule, Berufsfachschule und Fachschule und enthält u. a. Ausführungen

  1. zum Lernfeldkonzept,
  2. zu Aufgaben der Schulleitung bei der Umsetzung des Lernfeldkonzeptes, wie
    • Information der Lehrkräfte über das Lernfeldkonzept und über die Ausbildungsdokumente,
    • Bildung von Lehrerteams,
    • Gestaltung der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen,
  3. zu Anforderungen an die Gestaltung des Unterrichts, insbesondere zur
    • kompetenzorientierten Planung des Unterrichts,
    • Auswahl der Unterrichtsmethoden und Sozialformen

sowie das Glossar.

Darüber hinaus wird die Verwendung der Handreichung „Operatoren in der beruflichen Bildung“ (LaSuB 2021) empfohlen. Das Material unterstützt die Standardisierung von Operatoren in Aufträgen und Aufgaben sowie die Transparenz in den Anforderungen bei der Umsetzung von beruflichen Handlungssituationen im Unterricht und bei der Leistungsbewertung.

Sächsische Lehrkräfte können in der dynamischen Lehrplandatenbank ergänzend zu den Lehrplänen und Arbeitsmaterialien auf eine vielfältige Auswahl von Dokumenten und Web-Links sowohl für die Unterrichtsgestaltung als auch für das Selbstlernen der Schülerinnen und Schüler zurückgreifen. 

Ansicht der Dynamischen Lehrplandatenbank

Die Verfügbarkeit dieser Materialien in den Lehrplänen, Arbeitsmaterialien und Stundentafeln ist durch ein Symbol gekennzeichnet, welches sich rechts neben den Lehrplanzielen und -inhalten oder Lernfeldern befindet. Das Materialangebot ist ausschließlich nach der Anmeldung im Schulportal für sächsische Lehrkräfte abrufbar. Es wird sukzessive erweitert.

Ein wichtiges Unterstützungsmaterial stellen die verknüpften curricularen Analysen und exemplarischen Lernsituationen dar. Die Mitglieder der sächsischen Lehrplankommissionen leiten aus dem Rahmenlehrplan detaillierte curriculare Analysen ab, die die im Rahmenlehrplan festgelegten Kompetenzen konkretisieren. Die zu entwickelnden Teilkompetenzen sowie die zu unterrichtenden Inhalte der Lernfelder sind präzisiert und mit Zeitrichtwerten versehen.

Auf der Grundlage der curricularen Analysen werden didaktisch aufbereitete exemplarische Lernsituationen entwickelt. Ausgangspunkte dieser Lernsituationen sind geeignete Aufträge und Handlungsergebnisse unter Beachtung der Abläufe von Arbeits- bzw. Geschäftsprozessen. 

Für die Lernfelder, die Kompetenzbeschreibungen zum berufsbezogenen Fremdsprachenerwerb enthalten, haben die Lehrplankommissionen Hinweise zur Umsetzung entwickelt, die ebenfalls in der Lehrplandatenbank zur Verfügung gestellt werden.

Hinweise zum berufsbezogenen Englisch

Berufsbezogenes Englisch bildet die Integration der Fremdsprache in die Lernfelder ab. Der Englischunterricht im berufsübergreifenden Bereich gemäß den Vorgaben der Stundentafel und der Unterricht im berufsbezogenen Englisch stellen eine Einheit dar. Es werden gezielt Kompetenzen entwickelt, die die berufliche Mobilität der Schülerinnen und Schüler in Europa und in einer globalisierten Lebens- und Arbeitswelt unterstützen.

Der Englischunterricht orientiert auf eine weitgehend selbstständige Sprachverwendung mindestens auf dem Niveau B1 des KMK-Fremdsprachenzertifikats[1], das sich an den Referenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GeR) orientiert. Dabei werden die vorhandenen fremdsprachlichen Kompetenzen in den Bereichen Rezeption, Produktion, Mediation und Interaktion um berufliche Handlungssituationen erweitert. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollten motiviert werden, sich den Anforderungen des Niveaus B2 zu stellen.

Grundlage für den berufsbezogenen Englischunterricht bilden die in den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplans formulierten fremdsprachlichen Aspekte. Der in den Lernfeldern integrativ erworbene Fachwortschatz wird in vielfältigen Kommunikationssituationen angewandt sowie orthografisch und phonetisch gesichert. Relevante grammatische Strukturen werden aktiviert. Der Unterricht strebt den Erwerb grundlegender interkultureller Handlungsfähigkeit mit dem Ziel an, mehr Sicherheit im Umgang mit fremdsprachigen Kommunikationspartnern zu entwickeln. Damit werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, im beruflichen Kontext erfolgreich zu kommunizieren.

Der Unterricht im berufsbezogenen Englisch ist weitgehend in der Fremdsprache zu führen und handlungsorientiert auszurichten. Dies kann u. a. durch Projektarbeit, Gruppenarbeit und Rollenspiele geschehen. Dazu sind die Simulation wirklichkeitsnaher Situationen im Unterricht, die Nutzung von Medien und moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Einüben und Anwenden von Lern- und Arbeitstechniken eine wesentliche Voraussetzung. 

Vertiefend kann berufsbezogenes Englisch im Wahlbereich angeboten werden. Empfehlungen dazu werden in den berufsgruppenbezogenen Modulen des Lehrplans Englisch für die Berufsschule/Berufsfachschule gegeben.

Die Teilnahme an den Prüfungen zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen Niveau B1 oder Niveau B2 in der beruflichen Bildung in einem berufsrelevanten Bereich kann von den Schülerinnen und Schülern in Abstimmung mit der Lehrkraft für Fremdsprachen individuell entschieden werden.

Die Niveaubeschreibung des KMK-Fremdsprachenzertifikats weist folgende Anforderungen in den einzelnen Kompetenzbereichen aus:

Rezeption:  Gesprochenen und geschriebenen fremdsprachigen Texten Informationen entnehmen

Hör- und Hörsehverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen Texten in berufstypischen Situationen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen, wenn deutlich und in Standard­sprache gesprochen wird. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexere berufstypische Texte global, selektiv und detailliert verstehen, wenn in natürlichem Tempo und in Standardsprache gesprochen wird, auch wenn diese leichte Akzentfärbungen aufweist. 

Leseverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen berufstypischen Texten zu teilweise weniger vertrauten Themen aus bekannten Themenbereichen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexe berufstypische Texte, auch zu wenig vertrauten und abstrakten Themen aus bekannten Themenbereichen, global, selektiv und detailliert verstehen. 

Produktion:  Fremdsprachige Texte erstellen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufstypische Texte zu vertrauten Themen verfassen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufstypische Texte aus bekannten Themenbereichen verfassen. 

Mediation:  Textinhalte in die jeweilige Sprache übertragen und in zweisprachigen Situationen vermitteln

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können fremdsprachlich dargestellte berufliche Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch wiedergeben. Sie können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel in deutscher Sprache dargestellte Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache übertragen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können den Inhalt komplexer fremdsprachlicher berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch sowohl wiedergeben als auch zusammenfassen. Sie können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel den Inhalt komplexer berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen in deutscher Sprache sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache sowohl übertragen als auch zusammenfassen. 

Interaktion:  Gespräche in der Fremdsprache führen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um vertraute Themen geht, in der Fremdsprache weitgehend sicher bewältigen, sofern die am Gespräch Beteiligten kooperieren, dabei auch eigene Meinungen sowie Pläne erklären und begründen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um komplexe Themen aus bekannten Themenbereichen geht, in der Fremdsprache sicher bewältigen, dabei das Gespräch aufrechterhalten, Sachverhalte ausführlich erläutern und Standpunkte verteidigen. 

 

[1] Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung unter https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/1998/1998_11_20-Fremdsprachen-berufliche-Bildung.pdf 

Unterstützungsmaterialien

1. Ausbildungsjahr – Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement

Lernfeld 1 Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren 40 Ustd.
Lernfeld 2 Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren 80 Ustd.
Lernfeld 3 Aufträge bearbeiten 80 Ustd.
Lernfeld 4 Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen 120 Ustd.

2. Ausbildungsjahr – Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement

Lernfeld 5 Kunden akquirieren und binden 80 Ustd.
Lernfeld 6 Werteströme erfassen und beurteilen 80 Ustd.
Lernfeld 7 Gesprächssituationen gestalten 40 Ustd.
Lernfeld 8 Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen 80 Ustd.

3. Ausbildungsjahr – Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement

Lernfeld 9 Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten 80 Ustd.
Lernfeld 10 Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern 80 Ustd.
Lernfeld 11 Geschäftsprozesse darstellen und optimieren 40 Ustd.
Lernfeld 12 Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren 40 Ustd.
Lernfeld 13 Ein Projekt planen und durchführen 40 Ustd.

Lernfeld 1

Lernfeld 1: Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, ihre Rolle innerhalb des Betriebs aktiv zu gestalten und ihren Betrieb adressatengerecht zu präsentieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler klären ihren Verantwortungsbereich im Betrieb und identifizieren sich mit ihrer Rolle als Auszubildende und als zukünftige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerin, die auf unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen basieren. 

Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich in ihrem Ausbildungsbetrieb und erkunden ihre Stellung als Auszubildende im Unternehmen.

4 Ustd.

Ausbildungsbetrieb im öffentlichen Dienst und Privatwirtschaft

Sie ermitteln in dem ihnen zugeteilten Einsatzbereich:

Vorgesetzte

Ausbildende

Kolleginnen und Kollegen

andere Auszubildende

interne Kommunikationswege

Dokumentenmanagement

Ausbildungsplan

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner 

Sie nehmen die besonderen rechtlichen Grundlagen des Auszubildenden im Vergleich zum Arbeitnehmenden wahr.

Sie unterscheiden die Lernorte Berufsschule sowie Ausbildungsbetrieb und identifizieren die Kammer bzw. Landesdirektion Sachsen als eine für Ihre Berufsausbildung zuständige Stelle.

Sie analysieren ihre Position im Betrieb mit den Erwartungen und An­forderungen, die an sie gestellt werden, und gleichen diese mit ihren eigenen Vorstellungen ab.

IHK/HWK/LDS

Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihre eigenen Rechte und Pflichten, informieren sich über Inhalte und Regelungen der Ausbildungsverträge sowie ihre Mitbestimmungsrechte durch die Jugend- und Auszubildendenvertretung

Die Schülerinnen und Schüler leiten aus den relevanten gesetzlichen Grundlagen ihre Rechte und Pflichten ab. Sie werden sich ihrer Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag bewusst.

6 Ustd.

BBiG

Arbeit mit Gesetzestexten

Sie vergleichen ihre eigene Ausbildungssituation mit den rechtlichen Grundlagen.

Sie wägen ab, in welchen Fällen sie sich an die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bzw. den Betriebsrat oder Personalrat wenden.

Sie erkunden ihre Mitbestimmungsrechte durch die JAV.

BetrVerfG, SächsPersVG

Sie informieren sich über geltendes Recht (Berufsbildungsgesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz) und das für sie geltende Tarifrecht.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen, welche rechtliche Grundlage in der jeweiligen Situation zur Anwendung kommt.

Sie filtern für die Situation notwendige Informationen aus Gesetzestexten.

Sie setzen sich mit dem für sie geltenden Tarifrecht als Teil des Kollektivarbeitsrechts auseinander. 

4 Ustd.

BBiG, JArbSchG

TVöD, TVL, TVG

Sie analysieren tarifvertragliche Regelungen und eruieren den Tarifvertrag, der für ihr Ausbildungsverhältnis Gültigkeit besitzt.

Fallbeispiele

Ebenso erkunden sie Möglichkeiten beruflicher Fort- und Weiterbildung.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine berufliche und persönliche Perspektive sowie Zielvorstellungen für ihr künftiges Arbeitsleben. 

1 Ustd.

BERUFENET- Bundesagentur für Arbeit, IHK, HWK

Sie informieren sich über Angebote sowie Unterstützungsmöglichkeiten zur beruflichen Fort- und Weiterbildung.

Stipendien, Aufstiegs-BAföG

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren und bewerten Informationen und deren Quellen zur Darstellung ihres Betriebes, auch mit digitalen Medien, und überprüfen die Validität der Informationen.

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren und bewerten Informationen sowie deren Quellen zur Präsentation ihres Betriebes einschließlich der Nutzung digitaler Medien.

1 Ustd.

Gemeinschaftskunde

Sie schätzen die Glaubwürdigkeit dieser Informationen ein.

Landeszentrale für politische Bildung, „Informationsmündigkeit“

Sie stimmen sich hinsichtlich der Eignung von Kriterien zur Auswahl von Informationen und Quellen aus verschiedenen Medien ab, z. B.

interne Berichte

interne Richtlinien

betriebseigene Veröffentlichungen

Aktualität

DSGVO

Objektivität

Verständlichkeit 

sachliche Richtigkeit

Verfügbarkeit

Urheberrecht

Datenschutz

Zielgruppenbezug

Sie wählen kriteriengeleitet geeignete Informationen für die Präsentation ihres Betriebes aus.

Vergleichskriterien für Betriebe

Sie erschließen das Leistungsspektrum ihres Betriebes, die eingesetzten betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren, auch unter Berücksichtigung von Aspekten der Nachhaltigkeit.

Die Schülerinnen und Schüler untersuchen das angebotene Leistungsspektrum ihres Betriebes.

2 Ustd.

Angebotsprofil

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren die in ihrem Betrieb eingekauften und verkauften Güter und Dienstleistungen.

Sie ermitteln die eingesetzten betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren, auch im Hinblick auf nachhaltige Aspekte.

Rat für Nachhaltige Entwicklung Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit

Sie analysieren die Ziele ihres Betriebes sowie dessen Stellung in der arbeitsteiligen Wirtschaft und innerhalb des erweiterten Wirtschaftskreislaufes.

Sie erschließen sich aus dem Unternehmensleitbild die Ziele des Betriebes:

3 Ustd.

Gemeinschaftskunde

ökonomische Ziele

ökologische Ziele

sachliche Ziele

soziale Ziele

Sie analysieren die Ziele der verschiedenen Interessengruppen ihres Betriebes. 

Sie untersuchen unterschiedliche Formen der Arbeitsteilung:

internationale

volkswirtschaftliche

berufliche

betriebliche 

Sie vollziehen den erweiterten Wirtschaftskreislauf nach und ordnen ihren Betrieb in der Volkswirtschaft ein.

Sie identifizieren Abhängigkeiten von anderen Betrieben, Haushalten und Kreditinstituten innerhalb des Wirtschaftskreislaufes.

Sie erfassen ihre Stellung innerhalb des Aufbaus des Betriebes und die wesentlichen Arbeits- und Geschäftsprozesse des Betriebes sowie ihren eigenen Handlungsrahmen (Vertretungsvollmachten).

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren im bestehenden Organigramm ihres Betriebes Zuständigkeiten sowie Verantwortungsbereiche und ordnen ihre Stelle ein.

2 Ustd.

Aufbau- und Ablauforganisation

Sie unterscheiden Abteilungen sowie Stellenarten,

z. B.

Instanzen/leitende Stellen,

Stabsstellen,

ausführende Stellen.

Sie machen sich mit dem Konzept der Geschäftsprozesse vertraut und erkennen die wesentlichen Arbeits- und Geschäftsprozesse des Betriebes.

Sie machen sich die rechtliche Bedeutung von Vertretungsvollmachten bewusst und leiten die Folgen für ihre eigenen Aufgaben und Kompetenzbereiche ab.

LF 4 Textverarbeitung, z. B. i. V., i. A.

BGB, HGB

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln auf der Grundlage von Rechten und Pflichten ihre Kompetenzen im Betrieb weiter und initiieren eine zielorientierte, auf ständiger Weiterentwicklung basierende Einstellung zum lebenslangen Lernen als engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre Kenntnisse über Rechte und Pflichten in ihrem Arbeitsalltag an, indem sie beispielsweise Verantwortung übernehmen und sich aktiv an Projekten beteiligen.

integrativ

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine berufliche und persönliche Perspektive sowie Zielvorstellungen für ihr künftiges Arbeitsleben und leiten daraus die situationsbezogene Notwendigkeit zum lebenslangen Lernen ab.

Sie hinterfragen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten und gleichen identifizierte Defizite durch Eigeninitiative aus.

Sie setzen sich realistische Ziele.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen ihr Leistungsvermögen kritisch ein und setzen sich realistische Ziele zur persönlichen Leistungssteigerung.

integrativ

SMARTe Ziele 

LF 5

Lernjournal

Sie gehen komplexe Aufgaben planvoll und strukturiert an.

Präsentation des Betriebes

Sie wählen für ihre Ergebnisse eine Präsentationsform, auch digital, und berücksichtigen dabei die Rahmenbedingungen und Präsentationsregeln sowie die Vorschriften zum Datenschutz und zum Urheberrecht.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über mögliche Präsentationsformen, auch digital, und ermitteln die Voraussetzungen für ihre Präsentation:

1 Ustd.

technische Ausstattung

Adressatenkreis

räumliche Gegebenheiten

persönliche Fähigkeiten

zeitlicher Rahmen

Sie wählen eine geeignete Präsentationsmöglichkeit unter Berücksichtigung der Voraussetzungen aus.

Sie stellen den Schutz personenbezogener Daten sicher, indem sie diese bspw. anonymisieren. Dies gilt insbesondere für betriebsinterne Informationen.

DSGVO

BDSG

Sie nutzen zur Verwertung freigegebenes Material unter Verwendung geeigneter Lizenzen.

Creative Commons

Zur Reflexion und Bewertung von Präsentationen erstellen sie einen Kriterienkatalog.

Die Schülerinnen und Schüler sammeln mögliche Kriterien zur Bewertung der Präsentation und stimmen diese ab.

2 Ustd.

Bewertungsbogen

Die Schülerinnen und Schüler werden ihrer Rolle im Betrieb gerecht.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich ihre Stellung in der betrieblichen Struktur bewusst und integrieren sich situations- und rollengerecht aktiv ins Unternehmen.

1 Ustd.

Sie beachten und nutzen die gesetzlichen und vertraglichen Regelungen

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, gesetzliche und vertragliche Vorgaben einzuhalten und anzuwenden:

3 Ustd.

JArbSchG

BBiG

BGB

Tarifvertrag

Ausbildungsvertrag

Sie fordern bei Bedarf ihre vertraglichen Rechte und die Einhaltung der Ausbildungsordnung an entsprechender Stelle ein.

Sie erledigen ihre Aufgabenstellungen selbstständig und sind bereit mit Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen den eigenen Handlungsbedarf für erforderliche Tätigkeiten im Rahmen ihrer Aufgaben.

1 Ustd.

Selbstmanagement

Sie bearbeiten ihre Aufgaben überwiegend selbstständig. Sie nutzen dafür die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen und Ressourcen.

Sie erledigen Arbeitsaufträge bei Bedarf gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen, indem sie aktiv zuhören, transparent kommunizieren sowie hilfsbereit agieren.

Sie nehmen anstehende Arbeiten aufmerksam wahr und erledigen diese unaufgefordert und eigenverantwortlich.

Sie beobachten ihre Arbeitsumgebung aufmerksam, identifizieren zu erledigende Aufgaben und bearbeiten diese eigenverantwortlich, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.

1 Ustd.

Eigeninitiative

Sie präsentieren ihren Betrieb mediengestützt.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen ihre Präsentation gewissenhaft, fristgerecht und mediengestützt.

Sie überprüfen vorbereitend die technische Ausstattung und stellen sicher, dass alle Daten in den richtigen Formaten vorliegen. 

4 Ustd.

Präsentationstechniken

Sie präsentieren ihren Betrieb adressatengerecht und mit Hilfe geeigneter Medien.

Sie reagieren souverän auf Fragen und stellen ggf. ergänzende Materialien bereit. 

Sie wenden Arbeitsstrategien (Informationsbeschaffungsstrategie, Elaborationsstrategie) an und finden für einfache und komplexe Anforderungen selbstständig Lösungen.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren eigene Herausforderungen und leiten planvoll ihren Handlungsspielraum ab.

2 Ustd.

Advance Organizer

Mindmaps

Sie verwenden verschiedene Quellen zur Informationsbeschaffung 

Fachliteratur

Online-Ressourcen 

Datenbanken

Sie verknüpfen Informationen, zeigen Zusammenhänge auf und entwickeln selbstständig Lösungen für komplexe Problemstellungen. 

Sie stellen sich schwierigen Situationen und kämpfen gegen innere Widerstände an.

Die Schülerinnen und Schüler bewältigen ihre Herausforderungen mit geeigneten Maßnahmen. 

integrativ

Aktionspläne 

Sie identifizieren und reflektieren innere Widerstände für ein besseres Verständnis ihrer Emotionen und Gedanken.

Angst vor Misserfolg 

Selbstzweifel 

Überforderung

Sie agieren auch bei Widerständen zielorientiert, sind motiviert und bereit diese zu meistern.

Sie zeigen Durchhaltevermögen, um längerfristige Ziele zu erreichen.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene Strategien zur längerfristigen Zielerreichung.

integrativ

Selbstmanagement

Sie entwerfen tägliche oder wöchentliche Routinen und halten sie konsequent ein.

Sie entwickeln eine aufgeschlossene Haltung gegenüber allen Anforderungen.

Sie beurteilen ihre eigene Rolle und das eigene Handeln vor dem Hintergrund der für sie veränderten Rahmenbedingungen sowie die Reaktion der anderen kritisch.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Arbeitsergebnisse und ihre eigene Arbeitsweise sowie die im Team kritisch.

1 Ustd.

Feedbackkultur

Sie nehmen die Reaktionen ihrer Kolleginnen und Kollegen wahr und konstruktiv entgegen. Sie erkennen Unterschiede im Handeln und in der Einschätzung der Arbeitsergebnisse als Teil der Teamdynamik.

Sie kontrollieren kontinuierlich ihre Arbeitsergebnisse und bessern diese selbstständig und eigenverantwortlich nach.

Die Schülerinnen und Schüler finden Unterstützungssysteme und  -instrumente, die zur eigenständigen Lösung des Problems beitragen können.

integrativ

Checklisten

Sie entwickeln Strategien zur Kontrolle ihrer Arbeitsergebnisse.

Sie beurteilen bei der Reflexion des Arbeitsergebnisses, inwieweit die Hilfestellung zur Lösung des Problems beigetragen hat.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten ihre Präsentation mit Hilfe des Kriterienkataloges.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen ihre Präsentation anhand eines Bewertungsbogens kritisch ein.

1 Ustd.

Kommunikation

Feedbackkultur

Die Schülerinnen und Schüler sind empathisch und nehmen die Reaktionen und die Stimmung der Adressaten auf, um die eigene Leistung einzuschätzen.

Sie vergleichen ihre Eigenbewertung mit den Rückmeldungen anderer.

Sie leiten ggf. Änderungen im eigenen Verhalten oder der Präsentation ab.

Selbst- und Fremdkritik

Sie hinterfragen die eigene Einstellung, respektieren die Vorstellungen anderer und ziehen Schlussfolgerungen für ihr zukünftiges Handeln.

Die Schülerinnen und Schüler prüfen kritisch die eigene Haltung zu Ressourcen, gesundheitlicher Vorsorge, Stellenwert der Arbeit im eigenen Leben. 

integrativ

Sie nehmen wahr, dass Menschen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven haben, akzeptieren die Unterschiede in der Meinungsbildung und diskutieren ihre Erkenntnisse.

Sie nehmen konstruktives Feedback an und beachten dies bei zukünftigen Präsentationen.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen Feedback an, und leiten Schlussfolgerungen für künftige Präsentationen ab.

integrativ

Feedbackregeln

Stärken-Schwächen-Profil

Lernfeld 1 Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
1.1
Sich mit der eigenen Rolle im Betrieb auseinandersetzen
24 Ustd.
1.2
Den eigenen Betrieb präsentieren
16 Ustd.
Lernsituation
1.1
Sich mit der eigenen Rolle im Betrieb auseinandersetzen
24 Ustd.
Auftrag

In Ihrem Betrieb haben Auszubildende mit der Ausbildung zum/zur Kaufmann/ Kauffrau für Büromanagement begonnen. Als Mitarbeiter erhalten Sie den Auftrag, diese mit den Rechten und Pflichten als Auszubildende/r und den geltenden rechtlichen Regelungen der Berufsausbildung vertraut zu machen. Berücksichtigen Sie dabei auch die Mitbestimmungsrechte durch die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV), das Tarifvertragsrecht und Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung. Erstellen Sie dafür Informationsmaterial und führen Sie eine Informationsveranstaltung durch.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
1.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

14

Teilaufgaben ableiten

Bedeutung des rechtlichen Rahmens der Berufsausbildung erfassen

Berufsausbildungsvertrag Fallbeispiele

Sich über Inhalt und Regelungen im Berufsausbildungsvertrag informieren

BBiG

Rechtliche Grundlagen der Berufsausbildung und geltendes Tarifrecht zusammentragen

BBiG

JArbSchG

Ausbildungsordnung

Tarifvertrag

Differenzierung Öffentlicher Dienst (ÖD)/Privatwirtschaft

Rechte und Pflichten Auszubildender aus relevanten rechtlichen Grundlagen ableiten

Gesetzestexte

Eigene Ausbildungssituation mit den rechtlichen Grundlagen abgleichen

Mitbestimmungsrechte durch die JAV erkunden

BetrVerfG

SächsPersVG

Möglichkeiten beruflicher Fort- und Weiterbildung eruieren

IHK, HWK 

Bundesagentur für Arbeit, Stipendien, Aufstiegs-Bafög

Realistische Ziele setzen

SMART-Methode

Lernjournal

Kriterien für die Erstellung des Informationsmaterials vereinbaren

Bewertungsbogen

Deutsch/Kommunikation

Umfang der Informationsveranstaltung festlegen

Präsentationsform auswählen

1.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Inhalte für das Informationsmaterial strukturieren

9

Gruppenarbeit

Informationsmaterial im Team erstellen

Sich mit Anderen rational und verantwortungsbewusst auseinandersetzen und verständigen

berufsbezogene Informationsverarbeitung

Deutsch/Kommunikation

berufsbezogenes Englisch

Informationsmaterial präsentieren

Plenum

Präsentation

1.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Informationsmaterial beurteilen

1

Bewertungsbogen

Präsentation des Informationsmaterials einschätzen

Plenum

Beobachtung

Arbeitsprozess und -ergebnisse im Team reflektieren

Konstruktive Kritik äußern und begründen

Selbst- und Fremdkritik

Feedbackregeln

Feedback annehmen

Feedbackregeln

Schlussfolgerungen für zukünftige Präsentationen ableiten

Stärken-Schwächen-Profil

Lernsituation
1.2
Den eigenen Betrieb präsentieren
16 Ustd.
Auftrag

In der Abteilung Marketing arbeiten Sie daran, Ihren Betrieb in der Öffentlichkeit wirksamer darzustellen. Ihnen wird die Aufgabe übertragen, Ihren Betrieb zum Tag der offenen Tür vorzustellen. Erstellen Sie eine Präsentation für diesen Anlass.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
1.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

4

Erforderliche Informationen über den Betrieb recherchieren

Ausbildungsbetrieb

Vergleichskriterien für Betriebe

Firma

Rechtsform

Unternehmensgeschichte

Unternehmensziele

Struktur

Unternehmensgegenstand

Besonderheiten

Sich zum Schutz personenbezogener und betriebsinterner Daten informieren

DSGVO

BDSG

Vor- und Nachteile verschiedener mediengestützter Präsentationsformen gegenüberstellen

Vortrag

Film

Audio

Animation

Eine mediengestützte Präsentationsform auswählen

Sich mit Urheberrecht im Rahmen von Präsentationen vertraut machen

Lizenzen

Bewertungskriterien für die Präsentation diskutieren, gewichten und festlegen

Bewertungsbogen

1.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Informationen für die Präsentation auswählen und strukturieren

6

Partnerarbeit

Gruppenarbeit

DSGVO

betriebsinterne Richtlinien

Selbstständig, zielgerichtet und im Team arbeiten

Präsentation adressatengerecht entwickeln

Zur Verwertung freigegebenes Martial unter Verwendung geeigneter Lizenzen nutzen

UrhG

Creative-Commons-Lizenzen

Technische Ausstattung vorbereitend prüfen und Funktionsfähigkeit sicherstellen 

Präsentationsregeln für die gewählte Präsentation beachten

Den Betrieb mittels mediengestützter Präsentation vorstellen

Präsentationstechniken

berufsbezogenes Englisch

Auf Fragen souverän reagieren und ergänzende Materialien einsetzen

1.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Präsentation kritisch einschätzen

6

Bewertungsbogen

Rückmeldungen anderer reflektieren, Meinungen respektieren und ggf. Änderungen des eigenen Verhaltens ableiten

Plenum

Feedbackregeln

Anwendung der Präsentationsregeln einschätzen und Optimierungsvorschläge unterbreiten

Stärken/Schwächen Profil

Lernfeld 2

Lernfeld 2: Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, ihre Arbeitsprozesse im Büro eigenverantwortlich und effizient zu planen und zu gestalten sowie gesundheitliche und rechtliche Aspekte, auch im Umgang miteinander, zu berücksichtigen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler zeigen die Bereitschaft, die komplexen Herausforderungen ihres Aufgabenbereichs engagiert und verantwortungsbewusst zu bewältigen.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über typische Büroprozesse und Arbeitsvorgänge ihres Aufgabenbereiches. 

1 Ustd.

Ausbildungsbetrieb

Sie machen sich bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten mit den Auswirkungen ihres Handelns für den Aufgabenbereich und das Unternehmen vertraut. Ableitend daraus entwickeln sie Engagement und Verantwortungsbewusstsein für ihr eigenes Handeln.

Sie analysieren die Anforderungen an die Gestaltung ihrer jeweiligen Arbeitsprozesse sowie ihres Arbeitsplatzes und Arbeitsraumes.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren, welche Vorschriften und Gesetze für ihren Arbeitsplatz im Büro relevant sind

1 Ustd.

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Vorschriften Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Sie zerlegen ihre Arbeitsprozesse in Teilprozesse und erkennen notwendige Anforderungen für die Gestaltung der Arbeitsprozesse, des Arbeitsplatzes sowie des Arbeitsraumes.

Flussdiagramm

Kanban-Methode

Sie überprüfen ihre digitale Schreibfertigkeit, soweit sie für die Erledigung ihrer Aufgaben angemessen ist.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen und prüfen ihre eigene digitale Schreibfertigkeit beim Erstellen von Notizen für die Erarbeitung ihrer Aufgaben sowie die Dokumentation ihrer Ergebnisse. 

2 Ustd.

Online-Schreibtrainer 

KI-Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anforderungen an bürowirtschaftliche Abläufe.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Anforderungen an typische bürowirtschaftliche Abläufe, z. B.

1 Ustd.

Abläufe organisieren und Termine planen

Sitzungen und Besprechungen organisieren

ein- und ausgehende Informationen bearbeiten

Dokumente und Schriftstücke aufbewahren

Sie erkunden gesetzliche Vorschriften zur Gestaltung des Arbeitsplatzes und -raumes sowie ergonomische und ökologische Erfordernisse.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Anforderungen an ihren Arbeitsraum

4 Ustd.

Einzelbüro

Gruppenbüro

Großraumbüro

Sie recherchieren die gesetzlichen Vorschriften für Mindestanforderungen an die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und in ihrem Arbeitsraum.

ArbSchG

ArbStättV

DGUV 

Sie ermitteln die ergonomischen Anforderungen an ihre Büroarbeitsplätze.

Sie diskutieren die Notwendigkeit und Möglichkeiten des Umweltschutzes am Arbeitsplatz. 

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung ihrer Gesundheit.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen psychischen und physischen Belastungen an ihrem Arbeitsplatz auseinander, z. B.

3 Ustd.

Termindruck

Arbeitsumfang

Kommunikationsprobleme

Bevorzugung/Ablehnung

Dabei untersuchen sie mögliche gesundheitliche Folgen dieser Belastungen.

Sie leiten ab, auf welche Bereiche bei der Arbeitsraum- und Arbeitsplatzgestaltung sie direkt gesundheitsförderlichen Einfluss nehmen können und bei welchen sie ihre Rechte als Arbeitnehmende einfordern müssen. 

Sie erkennen Über- und Unterforderungen und die Bedeutung eines ausgewogenen Arbeits- und Privatlebens.

Work-Life-Balance

Arbeitszeitmodelle

Sie entwickeln Strategien zur Bewältigung von Belastungen am Arbeitsplatz (Stress, Burnout) und Konflikten (Mobbing).

Die Schülerinnen und Schüler erkunden Möglichkeiten der Stress- bzw. Konfliktbewältigung zur Gesunderhaltung und priorisieren diese nach persönlicher Passfähigkeit

4 Ustd.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Sport

Entspannungstechniken

Stressbewältigung

Ernährung

Mediation

Sie beziehen betriebliche Angebote und Einrichtungen ein

Ruhe- und Fitnessräume

Betriebssport

Bürogymnastik

Kommunikationstrainings

und treffen persönliche Entscheidungen zur Umsetzung. 

Sie planen unter ergonomischen, ökologischen und ablauforganisatorischen Aspekten die Gestaltung ihres Arbeitsplatzes (Büroraumkonzepte, Homeoffice, mobiles Arbeiten).

Die Schülerinnen und Schüler gestalten unter Berücksichtigung von Büroraumkonzepten, Homeoffice sowie mobilem Arbeiten in ihrem Einflussbereich ihren Arbeitsplatz

4 Ustd.

Arbeitsbedingungen

Umgebungsfaktoren

Lichtverhältnisse

Raumtemperatur

Lärmeinwirkungen

Sie achten auf die Arbeitssicherheit und die Erhaltung ihrer Gesundheit (Bewegung, Ernährung, Stressregulation, Suchtprävention).

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über für sie geltende Arbeitsschutzvorschriften sowie Unfallverhütungsvorschriften und verhalten sich entsprechend.

4 Ustd.

ArbSchG

JArbSchG

ArbZG

Sie achten auf die Erhaltung ihrer Gesundheit

Berufsgenossenschaft

Bewegung

Ernährung

Stressregulation

Suchtprävention

Nichtraucherschutz

Die Schülerinnen und Schüler strukturieren ihre Arbeitsprozesse effizient. Dabei identifizieren sie mögliche Störungen, Zeitdiebe und Zeitfallen und schalten diese aus.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich für ihre Tätigkeiten ein Zeitlimit. 

2 Ustd.

Sie planen und kontrollieren die Einhaltung selbstständig, reflektieren und ziehen Schlussfolgerungen für ihre Arbeitsweise.

Sie erstellen Checklisten für ihre Arbeitsabläufe im Team und nutzen weitere Methoden des Zeitmanagements (ABC-Analyse, Eisenhower-Prinzip) sowie Techniken des Selbstmanagements (Selbstbeobachtung, Zielklärung und -setzung, Selbstkontrolle).

Die Schülerinnen und Schüler wenden im Team Methoden des Zeitmanagements an

4 Ustd.

To-do-Listen

ABC-Analyse

Eisenhower-Prinzip

Sie setzen Techniken des Selbstmanagements ein

Selbstreflexion

Selbstbeobachtung

Selbstvertrauen

Zielklärung und -setzung

Selbstkontrolle

Die Schülerinnen und Schüler gestalten ihren Arbeitsplatz und -raum und beachten dabei die Auswirkungen auf ihre Leistungsfähigkeit sowie ihre Resilienz, auch als Team.

Die Schülerinnen und Schüler gestalten ihren Arbeitsplatz und Arbeitsraum nach ergonomischen Gesichtspunkten im Team in Bezug auf

ArbStättV

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)

Schreibtische

DGUV

Bürostühle

Tastaturen

PC-Mäuse

Sie berücksichtigen bei der Gestaltung die Auswirkungen auf

Leistungsfähigkeit

Resilienz

Die Schülerinnen und Schüler koordinieren und überwachen Termine und erstellen digitale Terminpläne unter Berücksichtigung verschiedener Terminarten.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren verschiedene Terminarten, die in ihren Arbeitsbereichen zu überwachen sind.

4 Ustd.

Sie recherchieren Hilfsmittel zur Planung und Überwachung von Terminen

Terminplaner 

Kalender

Terminmappe

Plantafel

Terminkartei

Sie koordinieren Termine mit allen Beteiligten und verwenden dabei digitale Terminpläne.

Sie berücksichtigen bei der Terminfestlegung die Bedürfnisse aller Beteiligten.

Sie bereiten Sitzungen und Besprechungen, auch in digitalen Formaten, vor, begleiten die Durchführung und geben bei Bedarf einfache Auskünfte in einer fremden Sprache.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten digitale sowie Präsenzsitzungen und Besprechungen mit Hilfe einer selbst entworfenen Checkliste vor

8 Ustd.

Raumskizze

Anforderungen der Teilnehmenden

Termin

Ort und Veranstaltungsraum

Kosten

Tagesordnung

Teilnehmende

Verpflegung

Tisch- und Sitzordnung

Technische Ausstattung, Hilfsmittel

Dokumentenmappe für Teilnehmende 

Sie geben bei Bedarf einfache Informationen dazu in einer fremden Sprache weiter.

Sie bereiten Sitzungen und Besprechungen nach, dokumentieren diese, insbesondere in Form von Protokollen.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen aus ihren Notizen während der Veranstaltung anschließend ein Protokoll

6 Ustd.

Deutsch/Kommunikation Textarten

DIN 5008

Verlaufsprotokoll

Ergebnisprotokoll

Dabei setzen sie digitale Medien ein und erschließen sich selbstständig die hierzu notwendigen Funktionen.

Die Schülerinnen und Schüler verwenden zur Bearbeitung ihrer Aufgaben digitale Medien.

2 Ustd.

Grundoperationen der Textverarbeitung

Registerkarten

Zeichenformatierungen

Sie optimieren ihre Schreibfertigkeit durch eigenverantwortliches Schreibtraining.

Die Schülerinnen und Schüler setzen ihr Schreibtraining eigenständig und planvoll um.

2 Ustd.

Online-Schreibtrainer 

Sie festigen ihre Schreibfertigkeiten und erkennen dabei ihre Defizite, die sie selbstständig beheben.

Assistierte Ausbildung flexibel (AsA flex)

betriebliche Unterstützung

Die Schülerinnen und Schüler bereiten eingehende Informationen zur innerbetrieblichen Weitergabe auf.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die verschiedenen Arten eingehender Informationen

2 Ustd.

Briefpost

E-Mail

Telefon

Gespräche

Sie fertigen Gesprächsnotizen an und leiten diese innerbetrieblich weiter.

LF4 Textverarbeitung

interne Mitteilung

Sie bearbeiten die eingehende digitale und analoge Post

Ablauf Posteingang

Post entsprechend Vollmacht empfangen

Post vorsortieren

Post öffnen

Anlagen kontrollieren

Posteingangsbuch

Posteingangsstempel setzen

Post weiterleiten

Sie sortieren die ausgehenden Informationen und entscheiden sich jeweils für die zweckmäßigste und ressourcenschonende Versandart unter Berücksichtigung von Sicherheit, Vertraulichkeit, Schnelligkeit, Kosten und Rechtsverbindlichkeit.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln mögliche Versandarten

2 Ustd.

Briefpost

E-Mail

Sie vergleichen verschiedene Dienstleistende hinsichtlich ihrer Versandleistungen und unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte

Kosten

Zustellungsdauer

Diskretion

Sicherheit

Rechtsverbindlichkeit

Sie bereiten den Ausgang der digitalen und der Briefpost vor

Ablauf Postausgang

Postausgangsbuch

auf Vollständigkeit kontrollieren

Schriftstücke falzen, kuvertieren, adressieren und wiegen

Versendungsform wählen

Frankieren 

Die Schülerinnen und Schüler wählen zweckmäßige Systeme für eine normgerechte Ordnung und Aufbewahrung von Schriftstücken und elektronischen Dokumenten und verwenden gezielt Speichermedien, auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

Die Schülerinnen und Schüler wählen für die geordnete, sachgerechte sowie nachhaltige Aufbewahrung des Schriftgutes ein geeignetes Ablagesystem aus

8 Ustd.

revisionssichere Archivierung Dokumentenmanagementsysteme (DMS)

Registraturarten

elektronische Archivierung

Sie nutzen unterschiedliche Ordnungssysteme

Aktenplan

alphabetisch

numerisch

alphabetisch-numerisch

chronologisch

farblich

symbolisch

Sie realisieren die Datensicherheit und Datenpflege.

Die Schülerinnen und Schüler sichern und aktualisieren die Datenbestände unter Beachtung der DSGVO 

3 Ustd.

Schriftgutverwaltung 

Sie achten auf die Einhaltung der gesetzlichen und betrieblichen Vorschriften für die Dauer der Aufbewahrung der Schriftstücke und Daten sowie die Vorschriften zum Datenschutz. 

Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen die betrieblichen und gesetzlichen Vorgaben bei der Aufbewahrung des Schriftgutes. 

4 Ustd.

HGB

Abgabenordnung (AO)

DSGVO

Wertigkeitsstufen

Ausbildungsbetrieb

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ im Team auch unter Nutzung digitaler Medien, und berücksichtigen bei Entscheidungen die Notwendigkeit von Kompromissen.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten lösungsorientiert und gemeinschaftlich im Team.

2 Ustd.

Phasen der Teamarbeit

virtuelle Teams

Sie kommunizieren dafür auch mittels digitaler Medien.

Videokonferenzen

digitale Workspaces

Online-Plattformen

Sie realisieren Entscheidungen im Team, auch auf der Grundlage von Kompromissen.

Regeln erfolgreicher Teamarbeit

Konfliktprävention

Sie vertreten gegenüber anderen überzeugend ihre Meinung, entwickeln ihre Kommunikationsfähigkeit (verbale und nonverbale Kommunikationstechniken) und ihr Selbstbewusstsein (Selbstwirksamkeit, realistisches Selbstbild).

Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren unter bewusster Beachtung der verbalen und nonverbalen Kommunikationstechniken. 

1 Ustd.

Kommunikationsregeln Deutsch

LF 7

Sie nehmen die Körpersprache des Gesprächspartners wahr und überdenken ihre eigene Körpersprache

Selbstwirksamkeit

Selbstbildabgleich mit Fremdbild

Sie verhalten sich im Umgang miteinander kooperationsbereit und wertschätzend und sind für Aspekte der Inklusion sensibilisiert.

Die Schülerinnen und Schüler treten im Umgang miteinander kooperativ und wertschätzend auf.

integrativ

Sie machen sich mit inklusiver Arbeitskultur vertraut und verinnerlichen deren Bedeutung.

UN-Behinderten-rechtskonvention

SGB IX

Sie interessieren sich für die Verschiedenheit der Teammitglieder und sehen darin Potenziale für ihre eigene Weiterentwicklung und die des Betriebes.

Die Schülerinnen und Schüler beachten die Individualität der einzelnen Teammitglieder.

1 Ustd.

Inklusion

Interkulturalität

Sie erkennen in der Verschiedenheit der Teammitglieder nützliche Entwicklungsmöglichkeiten für sich selbst und ihren Betrieb. 

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen selbstkritisch ihr Verhalten im Team, die Gestaltung ihres Arbeitsplatzes und -raumes sowie ihre Arbeitsprozesse.

Die Schülerinnen und Schüler prüfen ihr Teamverhalten selbstkritisch und nehmen bei Bedarf Veränderungen vor. 

1 Ustd.

Sie vergleichen ihren Arbeitsraum und Arbeitsplatz sowie ihre Arbeitsprozesse mit den gesetzlichen oder betrieblichen Vorgaben.

ArbStättV

BGM

Sie tragen gegebenenfalls ihre Forderungen an geeigneter Stelle angemessen vor und sorgen bei Bedarf für Anpassungen. 

Achtsamkeit

Sie nehmen die Wirkung von Veränderungen im Arbeitsraum und am Arbeitsplatz auf ihren Körper wahr

verbesserte Körperhaltung

Konzentrationsfähigkeit

Sie reflektieren ihren Beitrag zum Erfolg des Betriebes und zur Gestaltung eines angenehmen Betriebsklimas.

Die Schülerinnen und Schüler realisieren ihre eigene Wirkung auf das Betriebsklima und ihren Anteil am Betriebserfolg. 

integrativ

Selbsteinschätzung

Sie hinterfragen den Beitrag, den sie selbst erbringen können, um ein gelingendes Miteinander im Betrieb zu gewährleisten.

Die Schülerinnen und Schüler formulieren Vorschläge zur fachlichen Problemlösung und vertreten im Team sachlich ihre Meinung.

integrativ

Sie schätzen ihre positiven und negativen Beiträge sowie deren Auswirkungen zur Teambildung ein.

Dabei respektieren sie die Wertvorstellungen ihrer Kolleginnen und Kollegen.

Die Schülerinnen und Schüler akzeptieren und beachten die verschiedenen Wertvorstellungen ihrer Teammitglieder bei der Zusammenarbeit.

integrativ
Lernfeld 2 Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
2.1
Arbeitsplatz und Arbeitsraum gestalten sowie mögliche Arbeitszeitmodelle aufzeigen
25 Ustd.
2.2
Bürowirtschaftliche Abläufe analysieren und Termine überwachen
20 Ustd.
2.3
Sitzungen und Besprechungen vorbereiten und protokollieren
20 Ustd.
2.4
Dokumente und Schriftstücke aufbewahren
15 Ustd.
Lernsituation
2.1
Arbeitsplatz und Arbeitsraum gestalten sowie mögliche Arbeitszeitmodelle aufzeigen
25 Ustd.
Auftrag

Die Auswertung der Krankenstatistik im Büro zeigt, dass die Ausfallzeiten von Mitarbeitern die überwiegend an Bildschirmarbeitsplätzen tätig sind zugenommen haben. Sie erhalten den Auftrag ein Musterbüro unter gesundheitsförderlichen Gesichtspunkten zu gestalten und die Anforderungskriterien zu dokumentieren. Zeigen Sie dabei auch die Möglichkeiten für eine flexible Gestaltung von Arbeitszeit und -ort auf. Präsentieren Sie das von Ihnen entwickelte Musterbüro und die Anforderungen an seine Einrichtung.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

8

Unterrichtsgespräch

Sich einen Überblick über die Anforderungen an den Arbeitsraum verschaffen

Einzelbüro

Gruppenbüro

Großraumbüro

Einflussfaktoren auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit zusammentragen und systematisieren

Brainstorming

Arbeitsplatz

Arbeitsraum

Arbeitszeit

Gesetzliche Vorschriften für Mindestanforderungen an Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und im Arbeitsraum recherchieren 

www.gesetze-im-internet.de

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) 

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Vorschriften Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) 

Ergonomische Anforderungen an PC-Arbeitsplätze im Büro erkunden und ökologische Erfordernisse beachten

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

ArbStättV

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Umgebungsfaktoren zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit selbstständig ermitteln

Gruppenarbeit

ArbStättV

Bildschirmarbeit (ASR A6)

Berufsgenossenschaft

Raumgestaltung

Licht

Raumklima

Lärm

Psychische und physische Belastungen am Arbeitsplatz und deren gesundheitliche Folgen zusammentragen

Möglichkeiten der Stress- bzw. Konfliktbewältigung erkunden

Zu Flexibilitätsmöglichkeiten am Arbeitsplatz recherchieren

Work-Life-Balance

Arbeitszeitmodelle

mobiles Arbeiten

Kriterien für die Gestaltung des Musterbüros festlegen

Anforderungskatalog

Form der Präsentation festlegen

2.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Arbeitsaufgaben in der Gruppe verteilen

15

Gruppenarbeit

Informationen strukturieren

Kriterien für die Gestaltung des Musterbüros dokumentieren

Anforderungskatalog

Deutsch/Kommunikation

Ergonomie

Umgebungsfaktoren

Arbeitszeitmodelle

ökologische Aspekte

Musterbüro im Team nach ergonomischen Gesichtspunkten gestalten und visualisieren

digitale Medien

Schreibtische

Bürostühle

Bildschirme

Tastaturen

PC-Mäuse

Möglichkeiten der Stress- bzw. Konfliktbewältigung priorisieren und umsetzen

Möglichkeiten für eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit sowie des Arbeitsplatzes aufzeigen

Diskussion

Eigene Interessen entwickeln und äußern

Kommunikationsregeln

Ergebnisse präsentieren

Musterbüro

Anforderungskatalog

2.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Feedback einholen und geben

2

Diskussion

Feedbackkultur

Begründete Kritik akzeptieren

Ergebnisse einschätzen

Anforderungskriterien Musterbüro

Sich die positive Wirkung von gesundheitsförderlichen Veränderungen im Arbeitsraum und am Arbeitsplatz bewusst machen

Selbsteinschätzung

Konsequenzen für die Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes, der Arbeitszeit, des Arbeitsortes sowie für das Teamverhalten im Ausbildungsbetrieb ableiten

Achtsamkeit

Lernsituation
2.2
Bürowirtschaftliche Abläufe analysieren und Termine überwachen
20 Ustd.
Auftrag

Der Informationsfluss in Ihrem Arbeitsbereich funktioniert nicht reibungslos und Termine werden nicht eingehalten. Die Mitarbeitenden geben Zeitdruck sowie organisatorische Mängel als Ursachen an. Sie erhalten den Auftrag, die bürowirtschaftlichen Arbeitsprozesse in Ihrem Arbeitsbereich zu analysieren sowie Optimierungsmöglichkeiten abzuleiten und umzusetzen. Erstellen Sie eine Checkliste und einen digitalen Terminplan zur übersichtlichen Darstellung bürowirtschaftlicher Abläufe.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

8

Unterrichtsgespräch

Terminbegriff und -arten eruieren

feste Termine

variable Termine

Hilfsmittel zur Planung und Überwachung von Terminen recherchieren

Ausbildungsbetrieb

Terminplaner 

Kalender

Terminmappe

Plantafel

Terminkartei

Störungen im Arbeitsablauf sowie Zeitdiebe ermitteln

Brainstorming

Methoden des Zeitmanagements im Team erkunden

Gruppenarbeit

To-do-Listen

ABC-Analyse

Eisenhower-Prinzip

Sich einen Überblick über typische Büroprozesse und Arbeitsvorgänge verschaffen

Ausbildungsbetrieb

Sich mit den Auswirkungen des eigenen Handelns für den Aufgabenbereich und den Betrieb vertraut machen

Ausbildungsbetrieb

Anforderungen an typische bürowirtschaftliche Abläufe zusammentragen

Arten eingehender und ausgehender Informationen recherchieren

Techniken des Selbstmanagements identifizieren 

Selbstreflektion
Selbstvertrauen

Selbstbeobachtung

Zielklärung

Zielsetzung

Selbstkontrolle

Kriterien für die Checkliste konsistenter Arbeitsprozesse im Büro festlegen

Bewertungsbogen

2.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Checkliste für bürowirtschaftliche Abläufe anfertigen

10

berufsbezogene Informationsverarbeitung

Methoden des Zeitmanagements im Team anwenden

Techniken des Selbstmanagements einsetzen

Tagesziele dokumentieren

Zeitlimit für die Tätigkeiten setzen

Einhaltung der Tagesziele selbstständig kontrollieren

Termine mit allen Beteiligten koordinieren 

Digitalen Terminplan erstellen

Unter Beachtung der Kommunikationstechniken auch über digitale Medien kommunizieren

Deutsch/Kommunikation

LF 7

Teamarbeit

Konfliktprävention

Informationsfluss im Betrieb berücksichtigen

LF4 Textverarbeitung

interne Mitteilung

Briefpost

E-Mail

Telefon

Gespräche

Die eingehende digitale und die Briefpost bearbeiten

Ablauf Posteingang

Den Postausgang der analogen und digitalen Post vorbereiten

Ablauf Postausgang

Versanddienstleister hinsichtlich Leistungen, Kosten und Ökologie vergleichen

2.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Checkliste sowie digitalen Terminplan vorstellen und auswerten

2

Bewertungskriterien

Optimierungsmöglichkeiten für sich und das Team aufzeigen

Plenum

Konstruktive Kritik äußern und begründen

Kommunikationsregeln

LF 7

Individualität der Teammitglieder erkennen und daraus Potentiale für den Betrieb ableiten

Inklusion

Interkulturalität

Begründete Kritik akzeptieren

Schlussfolgerungen für das eigene Termin- und Zeitmanagement ziehen

Selbstkritik

Lernsituation
2.3
Sitzungen und Besprechungen vorbereiten und protokollieren
20 Ustd.
Auftrag

Sie sind im Sekretariat der Geschäftsleitung eingesetzt und erhalten den Auftrag, die nächste Sitzung der Abteilungsleitung vorzubereiten. Erstellen Sie dafür eine Checkliste. Formulieren Sie die Einladungsschreiben an die Teilnehmenden und planen Sie die Vorbereitung des Veranstaltungsraumes. Protokollieren Sie die Sitzung. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

8

Rahmenbedingungen ermitteln

Brainstorming

Mindmap

Termin

Ort und Veranstaltungsraum

Kosten

Medien

Tagesordnung

Teilnehmende

Verpflegung

Phasen der Veranstaltung bestimmen

Gruppenarbeit

LF 12

Vorbereitung

Durchführung

Nachbereitung

Inhalt der Checkliste festlegen

Inhalt von Einladungsschreiben besprechen

Deutsch/Kommunikation Textarten

Verpflegung organisieren

Arten von Protokollen recherchieren

Deutsch/Kommunikation Textarten

DIN 5008

Geeignete Protokollart auswählen und vorbereiten

berufsbezogene Informationsverarbeitung

Wesentliche Informationen in der Fremdsprache aufbereiten

berufsbezogenes Englisch

2.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Digitale Checkliste für die Veranstaltung erstellen

10

Kollaboration, auch digital berufsbezogene Informationsverarbeitung

Verantwortlichkeiten und Termine festlegen

Einladungsschreiben formulieren und ausfertigen

Serienbrief 

Dokumentenvorlage 

Deutsch/Kommunikation 

berufsbezogenes Englisch 

Veranstaltungsraum vorbereiten

Raumskizze

Forderungskatalog

Sitzordnung

Medienausstattung

Arbeitsmaterialien

Verpflegung

Dokumentenmappe für Teilnehmende erstellen

Protokoll unter Verwendung digitaler Medien erstellen

Deutsch/Kommunikation Textarten

DIN 5008

Mitschrift, Notizen

Mitschnitte

Verlaufsprotokoll

Ergebnisprotokoll

Digitale Schreibfertigkeit trainieren und überprüfen

Online-Schreibtrainer

KI-Kompetenzen

2.3.3 Bewerten/
Reflektieren

Ergebnisse vorstellen

2

Bewertungskriterien

Checkliste

Einladungsschreiben

Protokoll

Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen

Diskussion, Plenum

Konstruktive Kritik äußern und begründen

Feedbackregeln

Begründete Kritik akzeptieren

Lernsituation
2.4
Dokumente und Schriftstücke aufbewahren
15 Ustd.
Auftrag

Sie arbeiten im kaufmännischen Bereich eines neu gegründeten Unternehmens. Die Verwaltung und Aufbewahrung von Schriftstücken und Daten müssen geplant werden. Sie erhalten den Auftrag, Vorschläge zur Schriftgutaufbewahrung zu unterbreiten. Berücksichtigen Sie dabei gesetzliche und betriebliche Vorgaben, unterschiedliche Ordnungssysteme, Datensicherheit sowie Aspekte der Nachhaltigkeit. Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.4.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Arbeitsauftrag analysieren

8

Notwendigkeit der Schriftgutaufbewahrung aufzeigen

Gesetzliche und betriebliche Bestimmungen der Schriftgutaufbewahrung recherchieren und berücksichtigen

HGB

Abgabenordnung (AO)

Ausbildungsbetrieb

DSGVO

Wertigkeitsstufen

Verwaltung von Schriftgut strukturieren

HGB

AO

Ein für die geordnete, sachgerechte sowie nachhaltige Aufbewahrung des Schriftgutes geeignetes Ablagesystem auswählen

revisionssichere Archivierung 

Dokumentenmanagementsysteme (DMS)

Registraturarten

elektronische Archivierung

Ordnungssysteme unterscheiden

Dokumentenmanagementsysteme (DMS)

Sich vertraut machen mit

Ablageorten

Ablagetechniken

Aktenarten

Aktenplan

Ordnungshilfsmitteln

Aufbewahrungsfristen

Datensicherheit und Datenschutz thematisieren

DSGVO

Maßnahmen der Datenpflege und -sicherung festlegen

revisionssichere Archivierung

Präsentationsformen abstimmen

Kriterien für die Bewertung der Vorschläge festlegen

LF 1 Bewertungsbogen 

2.4.2 Entscheiden/
Durchführen

Schriftgut und Daten im Betrieb sichten und ordnen

5

Ausbildungsbetrieb

Unterschiedliche Ordnungssysteme nutzen

Aktenplan

alphabetisch

numerisch

alphabetisch-numerisch

chronologisch

farblich

symbolisch

Datenbestände unter Beachtung der DSGVO sichern und aktualisieren

Schriftgutverwaltung

Vorschläge zur Schriftgutaufbewahrung und fortwährenden Datensicherung entwerfen

Gruppenarbeit

Mindmap

Poster

Geeignete Vorschläge auswählen und begründen

Wirtschaftlichkeit

Nachhaltigkeit 

Präsentationsunterlagen erstellen

berufsbezogene Informationsverarbeitung

Handout

Ergebnisse präsentieren

2.4.3 Bewerten/
Reflektieren

Vorschläge zur Schriftgutaufbewahrung und Datensicherung beurteilen

2

Bewertungsbogen

Feedback einholen und geben

Deutsch/Kommunikation

LF 1

Umgang mit eigenem Schriftgut und eigenen Daten reflektieren

Datenschutz

Nachhaltigkeit

Lernfeld 3

Lernfeld 3: Aufträge bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Anfragen zu beantworten, Angebote zu erstellen und Aufträge anzunehmen sowie störungsfreie Prozesse fachgerecht auszuführen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Geschäftsprozess der Auftragsbearbeitung und ihren Verantwortungsbereich sowie ihre Befugnisse in diesem Prozess.

Die Schülerinnen und Schüler erkunden vorbereitend einen Prozess der Auftragsbearbeitung mittels Sichtung der Materialien eines bereits abgeschlossenen Geschäftsprozesses.

7 Ustd.
3.2

Aufträge im Betrieb

Sie analysieren den Geschäftsprozess der Auftragsbearbeitung und grenzen dabei ihren Verantwortungsbereich sowie ihre Befugnisse ab.

LF 1
Handlungsvollmachten

Sie nutzen zur Ergebnissicherung einfache Modelle für die Darstellung von Geschäftsprozessen mit zeitlicher und sachlogischer Abfolge.

Modelldarstellung

Sie sind bereit, mit anderen zusammenzuarbeiten und nehmen Kunden als wichtige Partner wahr.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Stammdaten vorhandener Kundinnen und Kunden. 

1 Ustd.
3.2

Kundendatenbank

Sie tauschen sich im Team über die Kundenstruktur im Betrieb aus und machen sich die Bedeutung der Kundinnen und Kunden im Rahmen ihrer Aufgaben bewusst.

Sie erschließen sich die Struktur von büroüblichen Applikationen.

Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich die Struktur büroüblicher Applikationen und machen sich ggf. mit betriebseigenen Anwendungen vertraut. 

5 Ustd.
3.3

Sie informieren sich über Zugriffsrechte auf die im Betrieb verwendeten Programme. 

Einzel- und Netzwerkarbeitsplatz

Sie unterscheiden dabei zwischen Intranet und Internet.

Sie grenzen Betriebssysteme, Branchen-, Standardsoftware und ERP-Programme sowie deren Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete voneinander ab.

Die Schülerinnen und Schüler sondieren die betrieblichen Rahmenbedingungen für die Erstellung von Angeboten.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Angebotsarten

5 Ustd.
3.2

unverlangtes Angebot

verlangtes Angebot

Sie informieren sich über rechtliche Wirkung 

Freizeichnungsklausel

Willenserklärung in Ab-/Anwesenheit

verbindlich, unverbindlich 

Widerruf

und Inhalte von Angeboten, z. B. 

Ware oder Dienstleistung

Preis

Menge

Qualität

Liefer- und Zahlungsbedingungen

Sie unterbreiten Angebote, die die betrieblichen Vorgaben und Möglichkeiten berücksichtigen.

Sie informieren sich über die Formulierung und normgerechte Gestaltung von Texten des internen und externen Schriftverkehrs.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Schriftstücke des internen und externen Schriftverkehrs mit ihren Bestandteilen.

Sie recherchieren Festlegungen zum Corporate Design des Betriebes.

10 Ustd.
3.1

Mitteilungen
Vordrucke 
Rundschreiben
Geschäftsbriefe
Briefvorlagen
DIN 5008
Deutsch/Kommunikation

Sie festigen ihre Schreibfertigkeit weitestgehend selbstständig.

Online-Schreibtrainer

Sie erarbeiten sich dabei Grundoperationen wie z. B.

markieren, kopieren, ausschneiden, einfügen, löschen

suchen, ersetzen, Änderungen verfolgen

Seitenansicht 

Formatierungszeichen einblenden

Sie informieren sich über Zeichen-, Absatz- und Dokumentformatierung des Textverarbeitungsprogrammes

LF 4

normgerechte Hervorhebungen

Absatz und Ausrichtung

Tabellengestaltung

Formatvorlagen

automatische Aufzählung und Nummerierungen 

Silbentrennung

Tabulator

Dokumentvorlagen

Ausrichtung, Ränder, Kopfzeile, Fußzeile, Seitennummerierung

Die Schülerinnen und Schüler organisieren eine fachgerechte und kundenorientierte Abwicklung von Aufträgen.

Sie berücksichtigen dabei die Interessen des Betriebes, unterschiedliche Bedürfnisse der Kunden und die Aspekte der Nachhaltigkeit.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Realisierbarkeit eines Auftrags und berücksichtigen im betrieblichen Interesse die Kundenwünsche weitestgehend. 

7 Ustd.
3.2

Lieferfähigkeit, Lieferwilligkeit
Kundenorientierung

Sie erstellen bei Annahme des Auftrags die erforderlichen Dokumente, halten dabei gesetzliche Fristen ein und erfassen die Aufträge mithilfe des Warenwirtschaftssystems. 

DIN 5008
Deutsch/Kommunikation
BGB
Arbeiten mit Datenbanken

Sie beachten bei der Auftragsabwicklung Aspekte der Nachhaltigkeit

digitale Auftragsverwaltung

Transportoptimierung

Die Schülerinnen und Schüler führen mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms (Aufbau und Formatierung von Tabellen, Einsatz einfacher Funktionen und Formeln sowie Zelladressierungen) einfache Preisberechnungen durch.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln Preise für betriebliche Waren und Dienstleistungen mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms

4 Ustd.
3.2

interne Preislisten
LF 2
Rabatt, Skonto, Nachlass
Verpackungs-, Beförderungskosten

Aufbau und Formatierung von Tabellen

Einsatz einfacher Funktionen und Formeln

Zelladressierungen

Anlegen und Benennung von Tabellenblättern

Sie erschließen sich grundlegend die Benutzeroberfläche und führen notwendige Berechnungen durch.

Dabei wenden sie kaufmännische Rechenarten (Dreisatz, Prozentrechnen) sicher an.

Die Schülerinnen und Schüler wenden bei der Erstellung von Angeboten Dreisatz- und Prozentrechnung an. Sie nutzen diese Rechenarten auch in anderen kaufmännischen Zusammenhängen.

2 Ustd.
3.2

verminderter und vermehrter Grundwert
kaufmännisches Rechnen

Sie prüfen ihre Ergebnisse auf Plausibilität und machen sich die Bedeutung der präzisen Berechnung und Dokumentation im kaufmännischen Kontext bewusst.

Sie formulieren verlangte und unverlangte Angebote.

Die Schülerinnen und Schüler formulieren normgerecht und im Rahmen der rechtlichen Voraussetzungen verlangte sowie unverlangte Angebote.

3 Ustd.
3.2

UWG  
AGB
Freizeichnungsklauseln
Angebotsfristen
DIN 5008

Sie reagieren sachgerecht auch auf fremdsprachliche Anfragen und Aufträge und organisieren und überwachen die Auftragsabwicklung, erstellen alle nötigen Dokumente (Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung).

Die Schülerinnen und Schüler erstellen für die Auftragsabwicklung

4 Ustd.
3.2

computergestützter Unterricht

Auftragsbestätigungen

Lieferscheine

Ausgangsrechnungen

Sie versenden die Ware bzw. führen die Dienstleistung ordnungsgemäß aus.

Liefervereinbarungen
Versandvorschriften

Sie antworten auf Anfragen und Aufträge von Kundinnen und Kunden sachgerecht auch in einer Fremdsprache.

berufsbezogenes Englisch

Sie überwachen den Zahlungseingang und reagieren auf Störungen während der Auftragsabwicklung adäquat.

Dabei berücksichtigen sie relevante rechtliche Normen sowie die Gestaltungsaspekte des kaufmännischen Schriftverkehrs (Formatierung, Normen) und das Corporate-Design des Betriebes.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen alle Unterlagen unter Beachtung der Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung im kaufmännischen Schriftverkehr

9 Ustd.
3.1

DIN 5008
EN 16931
HGB

Formatierung

Normen

Sie berücksichtigen die Vorgaben des betriebseigenen Corporate-Designs.

Bei der Kommunikation mit Kunden setzen sie die Leistungskomponenten von Textverarbeitungsprogrammen zum bedarfsgerechten und effizienten Entwickeln und Gestalten von Formularen, Verwenden von Textbausteinen und Einbinden von Objekten ein.

Die Schülerinnen und Schüler verfassen und gestalten Schriftstücke mittels eines Textverarbeitungsprogramms.

10 Ustd.
3.1

DIN 5008
Deutsch/Kommunikation

Sie setzen Leistungskomponenten wie Vordrucke und Vorlagen als Hilfsmittel effizient ein.

Formulardatenbank

Sie verwenden Textbausteine zur Entwicklung von Formularen und binden Objekte in Schriftstücke zielführend ein.

Künstliche Intelligenz 

Sie vervielfältigen Schriftstücke (Kopieren, Drucken, Scannen) und nutzen Dateiformate auch unter Beachtung nachhaltiger Gesichtspunkte.

Die Schülerinnen und Schüler vervielfältigen im Rahmen der Auftragsbearbeitung Schriftstücke mittels

6 Ustd.
3.1

Kopieren

Drucken

Scannen

Sie reflektieren ihr Handeln unter Berücksichtigung nachhaltiger Gesichtspunkte.

Sie arbeiten mit unterschiedlichen Dateiformaten unter Berücksichtigung situationsangemessener Schutzmechanismen wie

Leseschutz 

Schreibschutz

Überarbeitungsschutz 

Entnahmeschutz

Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren ziel- und kundenorientiert, bei Bedarf auch in einer fremden Sprache, und berücksichtigen interkulturelle Unterschiede.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren Bedürfnisse und Erwartungen der Kundinnen und Kunden, kommunizieren ziel- und kundenorientiert und reagieren adäquat. 

Sie passen ihre Kommunikation an die jeweilige Zielgruppe an, z. B.:

2 Ustd.
3.3

Deutsch/Kommunikation

Ansprache

Verständlichkeit 

Wortwahl

Sie berücksichtigen dabei sowohl die formellen Anforderungen des Betriebes als auch die individuellen Wünsche der Kundinnen und Kunden aufgrund interkultureller Unterschiede.

Sie kommunizieren geschäftlich auch in einer Fremdsprache.

Dabei nutzen sie analoge und digitale Kommunikationssysteme situationsgerecht und ressourcenschonend.

Die Schülerinnen und Schüler setzen gezielt analoge und digitale Kommunikationsmittel ein und berücksichtigen die jeweiligen Anforderungen an Technik, Etikette und Situation.

1 Ustd.
3.3

E-Mail
Videokonferenzen
Künstliche Intelligenz
DSGVO

Sie kontrollieren den Erfolg ihrer betrieblichen Tätigkeit in Hinblick auf Effizienz, Qualität und Kundenzufriedenheit.

Die Schülerinnen und Schüler erfassen zur Kontrolle ihrer betrieblichen Tätigkeit die Kundenreaktionen und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten für die zukünftige Auftragsbearbeitung hinsichtlich 

2 Ustd.
3.2

Feedback 
LF 5 Fragebögen

Effizienz

Qualität

Kundenzufriedenheit

Sie reflektieren ihre Arbeitsweise und die Nutzung der eingesetzten Kommunikationssysteme. 

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Arbeitsweise bezüglich

1 Ustd.
3.3

Checklisten
SMART-Ziele
LF 2 Zeitmanagement 

verwendeter Kommunikationssysteme

eingesetzter Ressourcen 

erreichter Ziele 

Sie leiten daraus Verbesserungen ab.

Ausgehend von Diskrepanzerfahrungen beim Vergleich von tatsächlichem und erwartetem Verhalten im Umgang mit Kunden überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihre Rolle als Dienstleister.

Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Einhaltung betriebsinterner und branchen-übergreifender Regeln, Normen und Standards. 

1 Ustd.
3.2

Schriftstücke

Kundengespräche

Dabei schätzen sie ihre Rolle als Dienstleister kritisch ein. 

Selbst- und Fremdkritik

Kritikfähigkeit

Sie überdenken dabei, inwiefern sie ihrer Rolle gerecht werden und Regeln und Normen einhalten.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Strategien zur kontinuierlichen Verbesserung der Dienstleistungsqualität ihres Betriebes

Kundenorientierung

Lernfeld 3 Aufträge bearbeiten
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
3.1
Texte im internen und externen Schriftverkehr formulieren und normgerecht gestalten
35 Ustd.
3.2
Die Auftragsabwicklung organisieren und Angebote kalkulieren
36 Ustd.
3.3
Kommunikationssysteme situationsgerecht nutzen
9 Ustd.
Lernsituation
3.1
Texte im internen und externen Schriftverkehr formulieren und normgerecht gestalten
35 Ustd.
Auftrag

In Ihrem Betrieb verfolgt die Büroleitung das Ziel, die Schriftstücke zu standardisieren. Sie erhalten den Auftrag, alle bei der Auftragsabwicklung notwendigen Dokumente als Muster zu erstellen bzw. zu entwickeln. Achten Sie bei der Erstellung der Schriftstücke auf eine sprachlich und sachlich korrekte Formulierung sowie auf die normgerechte Gestaltung. Fertigen Sie eine Dokumentenmappe zur Vorlage bei der Büroleitung an.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
3.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

10

Schriftstücke des internen und externen Schriftverkehrs mit ihren Bestandteilen unterscheiden

Mitteilungen
Vordrucke 
Rundschreiben
Geschäftsbriefe
Briefvorlagen
DIN 5008
Deutsch/Kommunikation

Festlegungen zum Corporate Design des Betriebes recherchieren

Sich Grundoperationen erarbeiten

markieren, kopieren, ausschneiden, einfügen, löschen

suchen, ersetzen, Änderungen verfolgen

Seitenansicht

Formatierungszeichen

Sich über die Zeichen-, Absatz- und Dokumentenfunktion des Textverarbeitungsprogrammes informieren

normgerechte Hervorhebungen

Absatz und Ausrichtung

Tabellengestaltung

Formatvorlagen

automatische Aufzählung und Nummerierung

Silbentrennung

Tabulator

Dokumentvorlagen

Ausrichtung, Ränder, Kopfzeile, Fußzeile, Seitennummerierung

Inhalt der Dokumentenmappe festlegen

LF 4

Bewertungskriterien diskutieren, gewichten und fixieren

Bewertungsbogen

3.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Unterlagen unter Beachtung der Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung im kaufmännischen Schriftverkehr erstellen 

20

Gruppenarbeit
DIN 5008
EN 16931
HGB

Formatierung

Normen

Vorgaben des betriebseigenen Corporate Designs berücksichtigen

Schriftstücke mittels eines Textverarbeitungsprogramms verfassen und gestalten

DIN 5008
Deutsch/Kommunikation

Leistungskomponenten wie Vordrucke und Vorlagen als Hilfsmittel effizient einsetzen

Formulardatenbank

Textbausteine zur Entwicklung von Formularen verwenden

Künstliche Intelligenz 

Objekte in Schriftstücke zielführend einbinden

Schriftstücke im Rahmen der Auftragsbearbeitung vervielfältigen mittels

Kopieren

Drucken

Scannen

Mit unterschiedlichen Dateiformaten unter Berücksichtigung situationsangemessener Schutzmechanismen arbeiten

Leseschutz

Schreibschutz

Überarbeitungsschutz

Entnahmeschutz

Schreibfertigkeit weitestgehend selbstständig festigen 

Online-Schreibtrainer

Entscheidungen im Erarbeitungsprozess treffen und begründen

Dokumentenmappe zur Vorlage bei der Büroleitung zusammenstellen

3.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Dokumentenmappe hinsichtlich der Anforderungen einschätzen

5

Bewertungsbogen

Handeln unter Berücksichtigung nachhaltiger Gesichtspunkte reflektieren

Notwendigkeit der permanenten Überarbeitung der Dokumentenmappe ableiten

Kritik der Büroleitung entgegennehmen und sachgerecht auffassen

Feedbackkultur

Lernsituation
3.2
Die Auftragsabwicklung organisieren und Angebote kalkulieren
36 Ustd.
Auftrag

Sie sind in der Abteilung Vertrieb Ihres Betriebes eingesetzt und werden beauftragt, eine Checkliste für die Auftragsabwicklung zu entwickeln. Bereiten Sie zur Angebotserstellung die Angebotskalkulation unter Nutzung eines Tabellenkalkulationsprogrammes vor und entwerfen Sie einen Standardbrief für ein Angebot.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
3.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

13

Vorbereitend einen Prozess der Auftragsbearbeitung mittels Sichtung der Materialien eines bereits abgeschlossenen Geschäftsprozesses erkunden

Aufträge im Betrieb

Den aktuellen Geschäftsprozess der Auftragsbearbeitung analysieren und dabei Verantwortungsbereiche sowie Befugnisse abgrenzen

LF 1 Handlungsvollmachten

Sich einen Überblick über Stammdaten vorhandener Kundinnen und Kunden verschaffen

Kundendatenbanken

Sich im Team über die Kundenstruktur des Betriebes austauschen

Sich die Bedeutung der Kundinnen und Kunden im Rahmen ihrer Aufgabe bewusst machen 

Angebotsarten unterscheiden

unverlangtes Angebot 

verlangtes Angebot

Die rechtliche Wirkung von Angeboten recherchieren

verbindlich, unverbindlich

Freizeichnungsklausel
Willenserklärung in Ab-/Anwesenheit

Widerruf

Sich über die Inhalte von Angeboten informieren

Waren und Dienstleitungen

Preis

Menge

Qualität

Liefer- und Zahlungsbedingungen

Anforderungen an einen Standardbrief vertiefen

LS 3.1

Bewertungskriterien für Checkliste, Angebotskalkulation und Standardbrief festlegen

Bewertungsbogen

Sich grundlegend die Benutzeroberfläche des Tabellenkalkulationsprogramms erschließen

3.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Checkliste erarbeiten

20

Fachliteratur
Ausbildungsbetrieb

Lieferwilligkeit

Lieferfähigkeit

Angebotserstellung

Versandalternativen

Ausgangsrechnung

Zahlungsabwicklung

LF 4

Optimierungsmöglichkeiten

Kundenreaktionen

Weitergabe an Buchhaltung

LF 6

Preise für betriebliche Waren und Dienstleistungen mithilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms ermitteln

interne Preislisten
LF 2
Rabatt, Skonto, Nachlass
Verpackungs-, Beförderungskosten

Aufbau und Formatierung von Tabellen

Einsatz einfacher Funktionen und Formeln

Zelladressierungen

Anlegen und Benennung von Tabellenblättern

Notwendige Berechnungen vornehmen

Dreisatz- und Prozentrechnung bei der Erstellung von Angeboten anwenden

verminderter und vermehrter Grundwert
Kaufmännisches Rechnen

Verlangte und unverlangte Angebote normgerecht und unter Beachtung der rechtlichen Voraussetzungen formulieren

UWG 
AGB
Freizeichnungsklauseln 
Angebotsfristen 
DIN 5008

Realisierbarkeit eines Auftrags überprüfen

Lieferfähigkeit, Lieferwilligkeit

Auf Anfragen und Aufträge von Kundinnen und Kunden sachgerecht und auch in einer Fremdsprache antworten

Aufträge mittels Warenwirtschaftssystem betriebsintern erfassen und organisieren

Arbeiten mit Datenbanken

Erforderliche Dokumente bei Annahme des Auftrags für die Auftragsabwicklung erstellen und dabei gesetzliche Fristen einhalten

computergestützter Unterricht
DIN 5008
Deutsch/Kommunikation
BGB

Auftragsbestätigungen

Lieferscheine

Ausgangsrechnungen

Kundenwünsche im Rahmen des betrieblichen Interesses weitestgehend realisieren

Kundenorientierung
Deutsch/Kommunikation

Bei der Auftragsabwicklung Aspekte der Nachhaltigkeit beachten

digitale Auftragsverwaltung

Transportoptimierung

Selbstständig und zielgerichtet arbeiten

3.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Ergebnisse der Angebotskalkulation auf Plausibilität prüfen

3

Sich die Bedeutung der präzisen Berechnung und Dokumentation im kaufmännischen Kontext bewusst machen

Zur Kontrolle der betrieblichen Tätigkeit die Kundenreaktionen erfassen

Arbeitsergebnisse beurteilen

Bewertungsbogen

Optimierungsmöglichkeiten für zukünftige Auftragsbearbeitung diskutieren hinsichtlich

Feedback 
LF 5 Fragebögen

Effizienz

Qualität

Kundenzufriedenheit

Einhaltung betriebsinterner und branchenübergreifender Regeln, Normen und Standards prüfen

Schriftstücke
Kundengespräche

Rolle als Dienstleister kritisch einschätzen

Selbst- und Fremdkritik
Kritikfähigkeit

Lernsituation
3.3
Kommunikationssysteme situationsgerecht nutzen
9 Ustd.
Auftrag

Sie sind in Ihrem Betrieb in der Abteilung Vertrieb eingesetzt und erhalten von der Abteilungsleitung den Auftrag, ein bereits erstelltes Sonderangebot für die Stammkunden zu versenden. Vergleichen Sie die möglichen Kommunikationssysteme miteinander. Offerieren Sie den Stammkundinnen und Stammkunden das Angebot per E-Mail.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
3.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

6

Zwischen Intranet und Internet unterscheiden und Kommunikationssysteme recherchieren

Internet
Fachliteratur
Gruppenarbeit

Brief

E-Mail

Fax

Telefon

Video-, Internettelefonie
Komforttelefon
Telefonanlage

Sich die Struktur büroüblicher Applikationen erschließen

Sich ggf. mit betriebseigenen Anwendungen vertraut machen

Kommunikationssysteme gegenüberstellen

Plenum

Kosten

Zeit

Erreichbarkeit

Eignung

Sich über Zugriffsrechte zu den im Betrieb verwendeten Programmen informieren

Betriebssysteme, Branchen-, Standardsoftware und ERP-Programme sowie deren Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete voneinander abgrenzen

Kriterien zur Erstellung der E-Mail erkunden

DIN 5008

Nachrichtenformat

Formulierung

Formatierung

Signatur

Dateiformat

Dateigröße

E-Mailanhänge vorbereiten

Textbaustein

Formular

Objekte

Bewertungskriterien festlegen

Bewertungsbogen

Formulierung

Normgerechtigkeit

Vollständigkeit

Sich einen Überblick über die Stammdaten vorhandener Kundinnen und Kunden verschaffen 

Kundendatenbank

3.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Kontaktgruppe der Stammkundinnen und -kunden aktualisieren

2

berufsbezogene Informationsverarbeitung

E-Mail sach- und adressatengerecht erstellen

Deutsch/Kommunikation

Kriterien zur Erstellung der E-Mail berücksichtigen

Kommunikation an die jeweilige Zielgruppe anpassen

Ansprache

Verständlichkeit

Wortwahl

Bedürfnisse und Erwartungen der Kundinnen und Kunden identifizieren und darauf adäquat reagieren

Sowohl die formellen Anforderungen des Betriebes als auch die individuellen Wünsche der Kundinnen und Kunden auch aufgrund kultureller Unterschiede berücksichtigen

Geschäftlich ziel- und kundenorientiert in einer Fremdsprache kommunizieren

berufsbezogenes Englisch

Gezielt digitale Kommunikationsmittel einsetzen und Anforderungen an Technik, Etikette und Situation berücksichtigen

E-Mail
Videokonferenzen
Künstliche Intelligenz
DSGVO

Sonderangebot als Datei anfügen

E-Mail kontrollieren und versenden

3.3.3 Bewerten/
Reflektieren

E-Mail einschätzen

1

Bewertungsbogen

Arbeitsweise und Kommunikation reflektieren hinsichtlich

Checklisten
SMART-Ziele
LF 2 Zeitmanagement 

erreichter Ziele

eingesetzter Ressourcen

verwendeter Kommunikationssysteme

Konstruktive Kritik bezüglich der Arbeitsweise und Kommunikation annehmen und daraus Verbesserungen ableiten

Kritikfähigkeit

Strategien zur kontinuierlichen Verbesserung der Dienstleistungsqualität entwickeln sowie diskutieren

Kundenorientierung

Lernfeld 4

Lernfeld 4: Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Beschaffungsprozesse zu planen, durchzuführen und zu überwachen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler definieren ihren Verantwortungsbereich bei der Durchführung von Beschaffungs- und Lagerhaltungsprozessen.

Die Schülerinnen und Schüler grenzen in ihrem Betrieb die Beschaffung von der Lagerhaltung ab. 

3 Ustd.

Sie verschaffen sich einen Überblick über die Aufgaben der Beschaffung und Lagerhaltung. 

Sie machen sich mit dem Warenwirtschaftssystem (WWS) ihres Betriebes vertraut.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Bedarf an betriebsnotwendigen Gütern und beachten dabei das ökonomische Prinzip sowie Aspekte des nachhaltigen Wirtschaftens.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über: 

3 Ustd.

Beschaffungsobjekt

Mengenplanung

Zeitplanung

Bezugsquellenplanung

Sie eruieren betriebliche Regelungen, wie der Bedarf ermittelt wird, z. B. 

Erreichen des Meldebestands

Sichtkontrolle

Sie wenden die betrieblichen Regelungen bei der Bestimmung des qualitativen und quantitativen Bedarfs an und berücksichtigen das ökonomische Prinzip sowie ökologische Kriterien.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Sie recherchieren Bezugsquellen unter Verwendung verschiedener Kommunikationswege und Datenquellen.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Beschaffungsrichtlinien ihres Betriebes und bestehende Rahmenverträge mit Lieferanten.

2 Ustd.

Sie recherchieren potentielle Lieferanten für die zu beschaffenden Güter und Dienstleistungen unter Verwendung analoger und digitaler Kommunikationswege.

Sie nutzen dabei interne sowie externe Bezugsquellen und erweitern gegebenenfalls den Datenbestand.

Lieferantendatei

Artikeldatei

Sie informieren sich über die Inhalte von Angeboten.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die wesentlichen Bestandteile eines Angebots:

2 Ustd.

Art, Güte und Beschaffenheit der Ware

Menge

Preis und Preisnachlässe

Liefer- und Zahlungsbedingungen

Erfüllungsort und Gerichtsstand

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Eigentumsvorbehalt

Sie erkunden Geltungsbereich und Inhalte von AGB.

BGB

Sie leiten Vor- und Nachteile der Nutzung von AGB aus betrieblicher Perspektive ab.

Beispiele von AGB

Sie unterscheiden die Arten von Eigentumsvorbehalten:

Besitz, Eigentum

einfacher

erweiterter

verlängerter

Sie identifizieren rechtliche und ökonomische Handlungsspielräume sowie betriebliche Vorgaben bei Konflikten in Kaufvertragsstörungen.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren nach Zustandekommen des Kaufvertrages Vertragsstörungen:

8 Ustd.

einseitiger und zweiseitiger Handelskauf

Nicht-Rechtzeitig-Lieferung

Nicht-Rechtzeitig-Zahlung

Schlechtleistung

Annahmeverzug

Sie recherchieren verschiedene Arten von Sachmängeln:

offene

versteckte

Sie bestimmen ihre Pflichten und Rechte bei Schlechtleistung:

BGB

vorrangige

nachrangige

Sie informieren sich über die Voraussetzungen der Nicht-Rechtzeitig-Lieferung:

BGB

HGB

gültiger Kaufvertrag

Fälligkeit

Verschulden

Sie ermitteln die Rechte des Gläubigers bei Nicht-Rechtzeitig-Lieferung: 

BGB

HGB

Nachlieferung

Rücktritt

Schadensersatz

Ersatz vergeblicher Aufwendungen

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die erforderlichen Bestell- und Lieferzeitpunkte sowie die optimale Bestellmenge.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die betrieblichen Regelungen zu Bestell- und Lieferzeitpunkten sowie zur optimalen Bestellmenge.

8 Ustd.

Beschaffungsdauer

Lagerfähigkeit

Preisentwicklung

Sie bestimmen unter Beachtung verschiedener Kriterien den Zeitpunkt der Bestellung:

Bestellrhythmusverfahren

Bestellpunktverfahren

Just-in-Time-Lieferung

Just-in-Sequence-Lieferung

Anhand recherchierter Bestell- und Lagerkosten berechnen sie die optimale Bestellmenge. 

Tabellenkalkulation

Sie erstellen mit einem Tabellenkalkulationsprogramm Diagramme und nutzen diese für ihre Entscheidung.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Diagrammarten und deren Einsatzmöglichkeiten:

12 Ustd.

Tabellenkalkulation

Linien-, Balken-, Säulen- und Kreisdiagramm 

Sie entwerfen Diagramme für Entscheidungen im Beschaffungsbereich.

Bestellpunktverfahren

Sie stellen die optimale Bestellmenge in einer geeigneten Diagrammart dar.

Tabellenkalkulation

Sie gestalten und formatieren das Diagramm:

Diagramm- und Achsentitel

Legende, Datenbeschriftung

Achsenskalierung

Sie werten Daten für ihre Entscheidung zur optimalen Bestellmenge aus. 

Stellungnahme

Diagramm

Sie wählen kriterienorientiert Möglichkeiten der Lagerung aus.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Tätigkeiten der Warenannahme und Kriterien der Lagerung der Waren.

4 Ustd.

WWS

Grundsätze der Lagerhaltung

Sie planen kriterienorientiert die Lagerorganisation.

Lagerarten

Die Schülerinnen und Schüler schreiben mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms Anfragen norm- und sachgerecht.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die rechtliche Wirkung und die Inhalte einer Anfrage:

6 Ustd.

allgemeine Anfrage

bestimmte Anfrage

Sie formulieren für zu beschaffende Sachgüter und Dienstleistungen Anfragen.

Textverarbeitung

DIN 5008

Sie erarbeiten mittels Serienbrief das effektive Verfassen gleichlautender Anfragen an mehrere Anbieter.

Sie bewerten und vergleichen eingehende Angebote nach quantitativen und qualitativen Kriterien mit Hilfe der Nutzwertanalyse und setzen dafür ein Tabellenkalkulationsprogramm ein.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die einzelnen Schritte der Bezugskalkulation und der Nutzwertanalyse.

4 Ustd.

Sie erstellen ein Bezugskalkulationsschema für einen quantitativen Angebotsvergleich mittels Tabellenkalkulationsprogramm.

Sie übernehmen aus den vorliegenden Angeboten die jeweiligen Listeneinkaufspreise, Preisnachlässe sowie Bezugskosten in das Bezugskalkulationsschema und berechnen den Bezugspreis. 

Sie bestimmen für die Nutzwertanalyse qualitative Vergleichskriterien, z. B.

qualitativer Angebotsvergleich

wirtschaftliche, soziale, ökologische Kriterien

Qualität

Lieferzeit

Service

Transportwege

Fairtrade

Sie erstellen rechnerbasiert eine Nutzwertanalyse-Tabelle mit den Vergleichskriterien und deren Gewichtung.

Tabellenkalkulation

Sie bewerten im Rahmen der Nutzwertanalyse die Angebote anhand der gewichteten Kriterien und ermitteln das Ergebnis.

Tabellenkalkulation

Sie werten die Ergebnisse der rechnerbasierten Bezugskalkulation und der Nutzwertanalyse aus und treffen die Entscheidung für einen Lieferanten.

Sie reflektieren ihr Vorgehen und erkennen, dass sie bei einer anderen Kriteriengewichtung zu einem abweichenden Ergebnis kommen.

Dabei nutzen sie notwendige Funktionen wie WENN, ZÄHLENWENN, SUMMEWENN und SVERWEIS.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die erstellten Tabellen zum Angebotsvergleich und identifizieren Verbesserungsmöglichkeiten.

2 Ustd.

Sie informieren sich über den Aufbau und die Funktionsweise von:

WENN-Funktion

SVERWEIS-Funktion

ZÄHLENWENN

SUMMEWENN

Sie implementieren diese Funktionen in die Tabellen zum quantitativen und qualitativen Angebotsvergleich.

Sie bestellen auch online Sachgüter und Dienstleistungen bei ausgewählten Lieferanten und schließen Verträge (Kaufvertrag, Mietvertrag, Werkvertrag, Dienstvertrag) unter Beachtung von Nutzen und Risiken ab.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über das Zustandekommen von Verträgen:

20 Ustd.

Kaufvertrag 

BGB

Antrag

HGB

Annahme

Sie analysieren Aufbau und Inhalte einer Bestellung, z. B. 

Deutsch/Kommunikation 

Dank für das Angebot 

Bestellungsformulierung 

Spezifikation der Ware Art/Menge/Güte

Preis

Lieferbedingungen

Zahlungsbedingungen

Sie recherchieren die wesentlichen Bestandteile von Kaufverträgen, Mietverträgen, Werkverträgen sowie Dienstverträgen und grenzen diese voneinander ab.

BGB

Vertragspartner

Gegenstand

Rechte und Pflichten

Sie bestellen Sachgüter und Dienstleistungen auch online und informieren sich über die rechtlichen Besonderheiten von Fernabsatzverträgen.

BGB

Dabei beachten sie Rechtsnormen und deren Wirkung (Nichtigkeit, Anfechtung, Eigentum, Besitz) sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Ursachen, die zur Nichtigkeit von Verträgen führen wie Mangel:

8 Ustd.

BGB

LS 4.1

Geschäftsfähigkeit

in der Person 

Besitz, Eigentum

in der Form

AGB

im Inhalt

Sie identifizieren Mängel, die zur Nichtigkeit führen.

Fallbeispiele

Sie bestimmen die Gründe und Fristen für eine Anfechtung:

BGB

Irrtum

arglistige Täuschung

widerrechtliche Drohung

Sie ermitteln eigene fehlerhafte Willenserklärungen. 

Sie erklären form- und fristgerecht die Anfechtung gegenüber ihren Vertragspartnern.

Textverarbeitung

Sie wenden die Gesetzmäßigkeiten zur Nichtigkeit und Anfechtung an. 

BGB

Bei Bestellungen und Vertragsformulierungen nutzen sie auch ein Textverarbeitungsprogramm.

Die Schülerinnen und Schüler formulieren und gestalten Bestellungen mit einem Textverarbeitungsprogramm.

8 Ustd.

Sie schreiben Texte normgerecht nach den Schreib- und Gestaltungsregeln:

8 Ustd.

DIN 5008

LF 3

Sonderzeichen einfügen

Seitennummerierung durchführen

Hinweis auf Folgeseite/Seitenumbruch vornehmen

Kopf- und Fußzeile als Autotext einfügen

Fußnoten erstellen, löschen, ändern

Spalten einrichten und gestalten

horizontale Linien einfügen

umfangreichere Tabellenbearbeitungen durchführen

Symbole einfügen

Farben verwenden

Sie stimmen mit Lieferanten Vertragsinhalte ab und passen dabei ihre Ausdrucksweise der Art des Mediums an.

Deutsch/Kommunikation

Geschäftsbrief

E-Mail

Telefonat

Sie entwerfen und gestalten Verträge im Rahmen ihres Verantwortungsbereiches unter Verwendung eines Textverarbeitungsprogramms.

Sie nutzen Vordruckmasken und binden Tabellen in Texte ein.

Corporate Identity

Die Schülerinnen und Schüler überwachen und prüfen den Wareneingang, lagern die Waren sachgerecht ein und nehmen Dienstleistungen ab.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen ordnungsgemäß gelieferte Ware an.

6 Ustd.

Sie prüfen bei Anlieferung in Anwesenheit des Frachtführers die Ware:

Beschaffenheit der Verpackung

Begleitpapiere

Sie lassen sich während der Annahme festgestellte Mängel vom Frachtführer bestätigen und verweigern bei erheblichen Schäden die Annahme der Ware.

Sie lagern die Waren sachgerecht ein.

Sie kontrollieren bei Dienstleistungen die sachgerechte Durchführung.

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren Rechnungen und veranlassen die situationsgerechte Bezahlung (Skontonutzung, Bezahlsysteme).

Die Schülerinnen und Schüler definieren ihren Verantwortungsbereich bei der Rechnungsprüfung.

5 Ustd.

Sie organisieren ihren Arbeitsplatz für die analoge und digitale Rechnungsprüfung:

E-Rechnungen 

Bestellungen

Lieferscheine

fehlerfreie Rechnungen

fehlerhafte Rechnungen

Sie überprüfen die Eingangsrechnung auf Vollständigkeit.

Sie vergleichen die Positionen der Eingangsrechnung mit denen der Bestellung und des Lieferscheins.

Sie prüfen rechnerisch die Positionen der Eingangsrechnung, z.B.

§ 14 UStG

Skonto

Rabatt

Mehrwertsteuer

Sie klären aufgetretene Unstimmigkeiten mit dem Lieferanten.

Sie informieren sich über mögliche Bezahlsysteme und Zahlungsarten sowie deren Vor- und Nachteile im Betrieb.

Sie wählen eine geeignete Zahlungsart aus und zahlen entsprechend den Zahlungsbedingungen unter Ausnutzung betrieblicher Vorteile.

Sie entwickeln, auch im Team, geeignete Lösungsvorschläge bei identifizierten Vertragsstörungen (Nicht-Rechtzeitig-Lieferung und Schlechtleistung) und kommunizieren bei deren Umsetzung sach- und normgerecht mit den Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern.

Die Schülerinnen und Schüler vereinbaren im Team das Vorgehen bei Nicht-Rechtzeitig-Lieferung in Abhängigkeit vom Kaufgegenstand, der wirtschaftlichen Situation des Vertragspartners und der Dringlichkeit der Verfügbarkeit der nicht rechtzeitig gelieferten Ware:

4 Ustd.

BGB

HGB

Deckungskauf

konkreter Schaden

abstrakter Schaden

Konventionalstrafe

Sie nehmen ihre Rechte wahr und beachten deren Voraussetzungen. Dabei kommunizieren sie sach- und normgerecht mit den Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern. 

Nachfristsetzung

Fixtermin

Sie rügen schriftlich und sachlich angemessen bei Vorliegen einer Schlechtleistung unter Einhaltung der Rügefrist und machen ihre Rechte geltend.

Textverarbeitung

DIN 5008

Verjährung

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Beschaffungsprozesse hinsichtlich nachhaltiger Wirkungen und zeigen begründete Möglichkeiten ihrer Optimierung auf.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und beurteilen den Beschaffungsprozess hinsichtlich ökologischer Gesichtspunkte und zeigen begründete Möglichkeiten der Optimierung auf. 

3 Ustd.

BNE

Vertragsformulare

Die Schülerinnen und Schüler durchdenken ihr Verhalten in Beschaffungs- und Lagerhaltungsprozessen und prüfen Verbesserungsmöglichkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler unterbreiten Vorschläge zur Verbesserung der Beschaffung und Lagerhaltung im Betrieb. Dabei berücksichtigen sie insbesondere ökonomische Aspekte.

4 Ustd.

Deutsch/Kommunikation

Sie reflektieren ihre Mitverantwortung für Menschen und Umwelt im Zusammenhang mit Beschaffungs- und Lagerhaltungsprozessen.

Die Schülerinnen und Schüler sind sich ihrer sozialen und ökologischen Mitverantwortung bewusst, sie reflektieren ökologische Aspekte der Beschaffung und Lagerhaltung:

integrativ

BNE

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Berufsgenossenschaften

Vermeidung von Verpackungsmaterial

VerpackG

umweltgerechte Herstellung und Entsorgung von Verpackungsmaterial

KrWG

ArbSchG

Wiederverwendung von Verpackung

Reduzierung von Transportwegen

Energiequellen

Schutzbekleidung

Lernfeld 4 Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 120 Ustd.
Lernsituationen
4.1
Die Beschaffung betriebsnotwendiger Güter planen
25 Ustd.
4.2
Sachgüter und Dienstleistungen bestellen
30 Ustd.
4.3
Verträge gestalten und abschließen
30 Ustd.
4.4
Wareneingangs- und Rechnungsprüfung durchführen und Zahlungen veranlassen
15 Ustd.
4.5
Vertragsstörungen identifizieren und Lösungsvorschläge mit Vertragspartnern kommunizieren
20 Ustd.
Lernsituation
4.1
Die Beschaffung betriebsnotwendiger Güter planen
25 Ustd.
Auftrag

In Ihrem Betrieb wurde die Erweiterung der Produktpalette beschlossen. Sie erhalten von Ihrem Vorgesetzten den Auftrag, dafür den Bedarf an betriebsnotwendigen Gütern zu ermitteln, Bezugsquellen zu recherchieren und mögliche Lieferanten auszuwählen. Sie erstellen auf Basis eines Angebotsvergleiches eine Empfehlung zur Lieferantenauswahl und fassen Ihr Ergebnis in einer internen Mitteilung an die Geschäftsleitung zusammen. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

10

Betriebliche Situation in Bezug auf die Problemstellung betrachten

Brainstorming

Bedarfsermittlung

Beschaffungsprozesse im Betrieb beschreiben

Vergabevorschriften der öffentlichen Hand

Konkrete Arbeitsabläufe zur Bedarfsermittlung recherchieren

Ausbildungsbetrieb

Warenwirtschaftssystem

Mögliche Bezugsquellen erfassen

interne und externe Bezugsquellen

Arbeitsschritte für den quantitativen und qualitativen Angebotsvergleich eruieren

Bezugskalkulationsschema

Tabellenkalkulationsprogramm

Vergleichskriterien der qualitativen Angebotsauswahl formulieren

Nutzwertanalyse

wirtschaftliche, soziale, ökologische Kriterien

Form und Inhalte einer internen Mitteilung festlegen

LF 3

Textverarbeitung

Vorlagen

Deutsch/Kommunikation

4.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Bezugsquellen strukturieren

12

Lieferantendatei

intern

extern

Allgemeine und bestimmte Anfragen formulieren

Textverarbeitung

DIN 5008

Serienbrief

LF 3

Angebote einholen

Entscheidungswerttabelle erstellen

Nutzwertanalyse

Kriteriengewichtung

Tabellenkalkulationsprogramm

Angebot auswählen und mit Anbieter verhandeln

Deutsch/Kommunikation

Entscheidungen treffen und begründen

Interne Mitteilung formulieren und gestalten

LF 3

Textverarbeitung

Vorlagen

4.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Im Arbeitsprozess getroffene Entscheidungen beurteilen

3

Deutsch Kommunikation

Arbeitsprozess analysieren und Vorschläge zur Optimierung unterbreiten und diskutieren

Reflektion 

Sich der Notwendigkeit von Angebotsvergleichen bewusst werden

Bedeutung interner Kommunikation ableiten

Lernsituation
4.2
Sachgüter und Dienstleistungen bestellen
30 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, die optimale Bestellmenge und den günstigsten Bestellzeitpunkt für einen festgelegten Jahresbedarf einer Ware zu ermitteln. Lösen Sie anschließend beim bereits ausgewählten Lieferanten die Bestellung aus.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

13

Sich zu den Rahmenbedingungen des ausgewählten Angebots informieren

Angebotsinhalte

LS 4.1

Kosten und deren Berechnung im Zusammenhang mit der Bestellung recherchieren

LS 4.3

Bestellkosten

Lagerkosten

Gesamtkosten

Möglichkeiten zur Ermittlung der optimalen Bestellmenge eruieren

Alternativen der Bestellzeitplanung aufzeigen

Betriebliche Regelungen

Bestellzeitpunktkriterien

Bestellpunktverfahren

Bestellrhythmusverfahren

Just-in-Time-Lieferung

Just-in-Sequence-Lieferung

Wege der Bestellauslösung unterscheiden

analoge/digitale Systeme

Warenwirtschaftssystem

LS 3.3

Diagrammarten klassifizieren

Tabellenkalkulation

Liniendiagramm

Balkendiagramm

Säulendiagramm

Kreisdiagramm

Sich mit Einsatzmöglichkeiten von Diagrammen zur Veranschaulichung vertraut machen

Diagrammgestaltung

Trends

absolute Werte

Struktur eines Gesamtwertes

4.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Bestell- und Lagerkosten ermitteln

15

Tabellenkalkulation

Optimale Bestellmenge mittels Tabellenkalkulationsprogramm berechnen

Geeignete Diagrammart für die Ergebnisdarstellung auswählen 

Ergebnis grafisch veranschaulichen

Layout

Diagrammtitel

Formatierung

Achsentitel

Legende

Datenbeschriftung

 Achsenskalierung

Diagramm inhaltlich auswerten und optimale Bestellmenge begründen

Stellungnahme im Textfeld

Deutsch/Kommunikation

Bestellzeitpunkt mit Hilfe des Bestellpunkt- oder Bestellrhythmusverfahrens bestimmen

Daten auswerten und interpretieren und dabei Vor- und Nachteile beider Verfahren aufzeigen

Betriebliche Voraussetzungen ermitteln 

Bestellzeitpunktkriterien

Lagerkapazität

 Lagerbedingungen

Rahmenbedingungen des ausgewählten Lieferanten berücksichtigen und ggf. Abstimmungen vornehmen

Bestellweg auswählen 

analog oder digital

LS 3.3

Bestellung auslösen

Textverarbeitung

Deutsch/Kommunikation

DIN 5008

4.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Ergebnisse vorstellen und beurteilen

2

Bedeutung der optimalen Bestellmenge reflektieren

Mögliche Entscheidungen im Team diskutieren

Bestellzeitpunktkriterien Plenum

Beschaffungsdauer

Lagerfähigkeit der Waren

Preisentwicklung

Lernsituation
4.3
Verträge gestalten und abschließen
30 Ustd.
Auftrag

In Ihrem Betrieb wird in zwei Monaten eine Managerschulung durchgeführt werden. Sie sind mit der Vorbereitung dieser Veranstaltung beauftragt. Zunächst sind Moderatorenkoffer und Flipcharts zu bestellen. Es soll ein Raum an den Veranstalter vermietet werden. Die Verpflegung der Teilnehmenden übernimmt ein Cateringunternehmen. Für ein Motivationstraining konnte ein externer Referent gewonnen werden. Als Assistent bzw. Assistentin der Geschäftsleitung erhalten Sie die Aufgabe, die Verträge zur Absicherung der Veranstaltung zu gestalten und abzuschließen.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

10

Sich über das Zustandekommen von Verträgen informieren

BGB

HGB

Antrag

Annahme

Vertragsarten recherchieren

Gruppenarbeit

Kaufvertrag

BGB

Mietvertrag

Vertragspartner

Werkvertrag

Gegenstand

Dienstvertrag

Rechte und Pflichten

Aufbau und Inhalte des Kaufvertrages eruieren

Angebot

Bestellung

Art, Menge, Güte der Ware

LS 4.1

Preis

LS 4.2

Lieferbedingungen

 Zahlungsbedingungen

Erfüllungsort

Gerichtsstand

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Eigentumsvorbehalt

Relevante Vertragspartner recherchieren und auswählen

Rechtliche Besonderheiten bei Fernabsatzverträgen berücksichtigen

BGB

LS 4.2

Vorhandene Vertragsformulare beschaffen und sich damit vertraut machen

Ausbildungsbetrieb

Vordruckmasken

4.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Vertragspartner kontaktieren

15

LF 3

Geschäftsbrief

Rollenspiel

E-Mail

Telefonat

Ausdrucksweise der Art des Mediums anpassen

Deutsch/Kommunikation

Vertragsinhalte abstimmen

Verträge entwerfen

exemplarisch Textverarbeitung

Deutsch/Kommunikation

Vertragsformulare ausfüllen

Bürobedarf bestellen

analog oder digital

Verträge an Vertragspartner versenden

analog oder digital

Bestellbestätigung und gegengezeichnete Verträge prüfen

LS 4.5

Dokumente ablegen

LS 2.4

4.3.3 Bewerten/
Reflektieren

Merkmale der Vertragsarten gegenüberstellen

5

Gruppenarbeit

Visualisierung

Zustandekommen der abgeschlossenen Verträge reflektieren

Vorteile der Nutzung von Formularen verdeutlichen

Rechtssicherheit

Zeitersparnis

Lernsituation
4.4
Wareneingangs- und Rechnungsprüfung durchführen und Zahlungen veranlassen
15 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, in Ihrem Betrieb den Wareneingang einer Lieferung zu überwachen, die Eingangsrechnung zu kontrollieren und die Zahlung zu veranlassen. Sie führen dafür die Wareneingangs- und Rechnungsprüfung durch. Wählen Sie eine geeignete Zahlungsart aus und weisen Sie die Zahlung an. Veranschaulichen Sie Ihr Vorgehen in einer ereignisgesteuerten Prozesskette (EPK), die neuen Mitarbeitenden künftig als Hilfsmittel vorliegen wird.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.4.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

7

Vorgehensweise bei der Wareneingangs- und Rechnungsprüfung recherchieren

Ausbildungsbetrieb

Arbeitsschritte zusammentragen und visualisieren

analog oder digital

Flipchart

Pinnwand

Karten

Sich einen Überblick über die Waren-annahme und Lagerung verschaffen

Begleitpapiere

Mängelanzeige

Möglichkeiten der Lagerhaltung

Sachgerechte Einlagerung der Waren vorbereiten

Grundsätze der Lagerhaltung

Sich mit dem Warenwirtschaftssystem (WWS) vertraut machen

Eigenen Verantwortungsbereich bei der Rechnungsprüfung recherchieren

Arbeitsplatz organisieren

digital und analog

 Bestellungen 

Lieferscheine

fehlerfreie Rechnungen

fehlerhafte Rechnungen

Sich über die Pflichtangaben in Rechnungen informieren

§ 14 UStG

E-Rechnung

Mögliche Bezahlsysteme und Zahlungsarten im Betrieb erkunden und vergleichen

Sich mit Zahlungsbedingungen vertraut machen

Skonto

Veranschaulichung in Form einer Ereignisgesteuerten Prozesskette recherchieren und vorbereiten

4.4.2 Entscheiden/
Durchführen

Wareneingangskontrolle vornehmen

6

Äußere Verpackung

Bestellung und Lieferung

Partnerarbeit

Waren körperlich abnehmen

äußere Warenprüfung

Warenbegleitpapiere des Frachtführers auf Vollständigkeit und Richtigkeit prüfen

Warenlieferung unverzüglich auf erkennbare Mängel kontrollieren und ggf. Mängel dokumentieren

Deutsch/Kommunikation

Annahme

Annahme unter Vorbehalt

Annahmeverweigerung

Angemessen mit dem Frachtführer kommunizieren

Deutsch/Kommunikation

Wareneingangsmeldung erstellen und an Einkaufsabteilung weiterleiten

Eingangsrechnung sachlich und rechnerisch prüfen

analog und digital

Fehlerhafte Rechnung beim Lieferanten anzeigen und korrigierte Rechnung anfordern

Deutsch/Kommunikation

Zahlungsbedingungen berücksichtigen

Skonto

Geeignete Zahlungsart auswählen und Zahlung anweisen

Ereignisgesteuerte Prozesskette erstellen

Textverarbeitung

LF 2

LF 11

4.4.3 Bewerten/
Reflektieren

Ereignisgesteuerte Prozesskette vorstellen

2

analog oder digital

Arbeitsprozess und -ergebnisse diskutieren und beurteilen

Plenum

Deutsch/Kommunikation

Mitverantwortung im Zusammenhang mit Beschaffungs- und Lagerhaltungsprozessen reflektieren

ökologische und ökonomische Aspekte

Lernsituation
4.5
Vertragsstörungen identifizieren und Lösungsvorschläge mit Vertragspartnern kommunizieren
20 Ustd.
Auftrag

Sie sind in der Einkaufsabteilung Ihres Betriebes eingesetzt. Bei der Neuausstattung mit Büromöbeln wurde festgestellt, dass ein Möbellieferant nicht vertragsgemäß geliefert hat. Sie erhalten den Auftrag, die Rechtsfolgen und Fristen zu prüfen sowie geeignete Maßnahmen für Ihren Betrieb zu ermitteln. Bereiten Sie für Ihre Abteilungsleitung auf der Grundlage der gesetzlichen und betrieblichen Regelungen eine Mängelrüge vor.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.5.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

10

Rechtsfolgen von Vertragsstörungen recherchieren

 

BGB

LS 4.1

 Nichtigkeit

Geschäftsfähigkeit

Anfechtbarkeit

Ursachen identifizieren, die zur Nichtigkeit bzw. Anfechtbarkeit von Verträgen führen

Fristen der Anfechtung ermitteln

Vertragsstörungen eruieren

Nicht-Rechtzeitig-Lieferung

Schlechtleistung

Mängelarten unterscheiden

Rechte und Pflichten bei Schlechtleistung zusammentragen

Vorgehen festlegen

Gesetzliche und betriebliche Regelungen für eine Mängelrüge erfassen

Ausbildungsbetrieb

Bewertungskriterien für die Mängelrüge bestimmen

Bewertungsbogen

Plenum

Inhalt

 Form

4.5.2 Entscheiden/
Durchführen

Vertragsstörung identifizieren

8

Brainstorming

Plenum

Rechte und Pflichten ableiten

BGB

HGB

Vertragspartner kontaktieren

Mit dem Vertragspartner sach- und normgerecht kommunizieren

Deutsch/Kommunikation

Maßnahmen festlegen

Gruppenarbeit

vorrangig

nachrangig

Geltende Fristen beachten

BGB

Mängelrüge formulieren

Textverarbeitung

Deutsch/Kommunikation

DIN 5008

LS 3.1

4.5.3 Bewerten/
Reflektieren

Mängelrüge einschätzen

2

Bewertungsbogen

Im Arbeitsprozess getroffene Maßnahmen beurteilen

Kritik und Selbstkritik

Plenum

Möglichkeiten der Optimierung aufzeigen

Sich rechtliche Folgen der Nichteinhaltung von Fristen bewusst machen

Verjährung

Diskussion

Eigenes Verhalten bei der Bearbeitung von Vertragsstörungen reflektieren

Lernfeld 5

Lernfeld 5: Kunden akquirieren und binden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, den Einsatz von Preis- und Kommunikationspolitik für die Kundengewinnung und -bindung zu nutzen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren anhand der Daten der Marktforschung (Primär- und Sekundärforschung) und der Kundendaten die aktuelle Marktsituation (Kundenstruktur, Konkurrenz, konjunkturelle Lage) zum Leistungsangebot des Betriebes.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Aufgaben der betrieblichen Marktforschung vertraut und unterscheiden Primärforschung und Sekundärforschung als Arten der Marktforschung.

8 Ustd.
5.1

Sie grenzen die Marktforschungsbereiche

betriebseigene Statistiken

Marktanalyse

Marktbeobachtung

Marktprognose

voneinander ab.

Die Schülerinnen und Schüler untersuchen wesentliche Gegenstände der betrieblichen Marktforschung:

Kundinnen und Kunden

betriebsinterne Datenbank

Wettbewerb

Konjunktur

Sie grenzen Kundentypen, Kundenbedürfnisse und Kaufmotive betriebsbezogen voneinander ab.

ABC-, Bestands- und Neukunden

Sie eruieren das Verhalten der Marktakteure in den konjunkturellen Phasen und ordnen dieses vor dem Hintergrund der aktuellen Situation ein.

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die aktuelle Marktsituation und stellen das Produkt- und Leistungsangebot ihres Betriebes anhand der gewonnenen Daten aus der Marktforschung dieser gegenüber.

Grafiken Marktsituation

Sie gestalten auf der Basis vorgegebener Elemente einen Fragebogen mit den Anwendungsmöglichkeiten (Formulargestaltung) mit Hilfe digitaler Medien.

Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich den inhaltlichen sowie formalen Aufbau eines Fragebogens.

7 Ustd.
5.1

exemplarischer Fragebogen

Anschreiben mit Einleitung und Vorstellung

Hauptteil mit Forschungsinteresse

soziodemografische Angaben

Abschluss

Die Schülerinnen und Schüler ordnen unterschiedliche Fragetypen den jeweiligen Fragestellungen zu

Eisbrecherfragen

geschlossene und offene Fragen

Alternativ- und Mehrfachauswahlfragen

Filterfragen

Filterfragen

Nominalfragen, Skalenfragen, metrische Fragen

Sie gestalten mediengestützt einen adressatengerechten Fragebogen. 

Gruppenarbeit

Sie verwenden dabei vorgegebene Elemente

LF 3

Dropdownlisten

Antwortfilter

Kontrollkästchen

Kontrollfragen

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich darüber, auf welchem Markt (Käufer- und Verkäufermarkt) sich ihr Betrieb befindet.

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren zur Unterscheidung von Käufer- und Verkäufermarkt und ordnen ihren Betrieb ein.

4 Ustd.
5.1

Sie identifizieren dazu Marktgleichgewicht, Angebots- oder Nachfrageüberhang auf dem Markt. 

Sie leiten daraus die absatzpolitischen Ziele und Möglichkeiten der Preisfestsetzung auch mithilfe von Modellen (vollständige Konkurrenz) ab.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen dazu das Modell der vollständigen Konkurrenz.

4 Ustd.
5.2

Sie leiten aus der festgestellten Marktsituation des Betriebes absatzpolitischen Ziele ab und ermitteln Möglichkeiten der Preisfestsetzung

statische Preisstrategien

dynamische Preisstrategien

Sie nehmen Kundinnen und Kunden als wichtige Partner wahr, ermitteln den spezifischen Nutzen von Produkten und Dienstleistungen für diese und gestalten Kundenbeziehungen.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen Kundenorientierung als wichtigen Bestandteil des Marketings.

6 Ustd.
5.2

Sie identifizieren aufgrund der vorhandenen Marktdaten 

Reflexion des eigenen Kaufverhaltens

Wertvorstellungen sowie

vorherrschende Kaufmotive 

der Kundinnen und Kunden und ermitteln diese betriebsbezogen.

Sie unterscheiden Grund- und Zusatznutzen ihrer Produkte und Dienstleistungen und stellen das Alleinstellungsmerkmal heraus.

Sie leiten daraus Möglichkeiten zur Gestaltung von Kundenbeziehungen ab.

Sie identifizieren Wettbewerbsstrategien, um die absatzpolitischen Ziele des Betriebes zu erreichen.

Die Schülerinnen und Schüler legen absatzpolitische Ziele für ihren Betrieb fest

10 Ustd.
5.2

Absatzsteigerung

Marktanteilssteigerung/-sicherung

Erhöhung des Bekanntheitsgrades

Imagesteigerung

Erhöhung der Kundenbindung

Sie wählen aufgrund der gegebenen Marktsituation die für den Betrieb adäquate Wettbewerbsstrategie aus.

Kostenführerschaft

Differenzierung

Nischenstrategie

Im Rahmen einer Werbeplanung treffen die Schülerinnen und Schüler Entscheidungen zur Zielgruppe sowie zum Streugebiet und zur Streuzeit. 

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren das zu erwartende Entscheidungsverhalten der Zielgruppe. Sie berücksichtigen dabei soziodemografische, geografische und verhaltensbezogene Merkmale.

5 Ustd.
5.3

Sie erstellen einen Werbeplan und treffen in diesem Rahmen Entscheidungen zu

Gruppenarbeit
Projektarbeit
Checkliste Werbeplan

Werbeziel

Werbegegenstand

Werbeetat

Streukreis

Streugebiet

Streuzeit

Werbebotschaft

Werbemittel

Werbeträger

Werbeerfolgskontrolle

Sie planen dabei den möglichen Einsatz von sozialen Netzwerken zur Optimierung der Unternehmensprofilbildung und der Erhöhung der Kundenzufriedenheit.

Die Schülerinnen und Schüler erkunden Möglichkeiten eines Unternehmensauftritts in sozialen Netzwerken zur Unternehmensprofilierung und der Erhöhung der Kundenzufriedenheit. 

Sie fertigen dazu die entsprechende Planung an.

3 Ustd.
5.3

Vertiefung GK LB 4

Lebensweltbezug

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Markt- und Wettbewerbssituation ihres Betriebes und entwickeln innerhalb eines Marketingkonzeptes einen Mix aus Preis- und Kommunikationspolitik. Bei der Festlegung der Preise berücksichtigen sie die Kunden-, Konkurrenz- und Kostensituation ihres Betriebes.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln auf der Basis der Markt- und Wettbewerbssituation einen Mix aus Preis- und Kommunikationspolitik.

12 Ustd.
5.3

LF 6, 10

Kostenkalkulation 

Sie bestimmen die Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Marktsituation.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen dazu die Möglichkeiten der Preispolitik

Preisstrategien

Preisgestaltung

Preisdifferenzierung

Konditionenpolitik

Sie unterscheiden Instrumente der Kommunikationspolitik, z. B. 

Public Relations

Sales Promotion

Sponsoring

Product Placement

Direct-Marketing

Absatzwerbung

Printmedien, Social Media

Sie wählen zielorientiert preis- und kommunikationspolitische Instrumente für ihr Marketingkonzept aus.

Sie formulieren einen Werbebrief als Serienbrief an ihre Kundinnen und Kunden und gestalten diesen und weitere Werbemittel mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms.

Die Schülerinnen und Schüler formulieren und gestalten einen Werbebrief unter Verwendung digitaler Medien.

4 Ustd.
5.4

Projektarbeit

Sie entwerfen dabei ein Serienbriefhauptdokument und verknüpfen es mit einer Adresstabelle durch Seriendruckfelder.

Deutsch/Kommunikation

Sie verfassen einen Post in den sozialen Medien.

Lebensweltbezug

Bild-KI

Zur Gewinnung ausländischer Kundinnen und Kunden verfassen sie einen Brief auch in einer Fremdsprache und unter Berücksichtigung der interkulturellen Vielfalt.

Zur Kontaktaufnahme nutzen sie effiziente und kundenorientierte Kommunikationswege im Rahmen der Kommunikationspolitik unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Schülerinnen und Schüler formulieren einen Brief in einer Fremdsprache und berücksichtigen dabei interkulturelle Unterschiede, wie Herkunft/Region, Religion, Gepflogenheiten.

4 Ustd.
5.4

Interkulturelle Bildung

Sie nutzen Möglichkeiten der Kommunikation, z. B.

Kundendialog

Microtargeting

Newsletter per Mail

Influencing in sozialen Medien

Sie beachten rechtliche Rahmenbedingungen zu Datenschutz und Datensicherheit.

DSGVO

Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen wirtschaftliche, rechtliche und ethische Grenzen der Werbung und artikulieren dabei eigene Wertvorstellungen. Sie respektieren die Wertvorstellung anderer.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Algorithmen der sozialen Netzwerke in Bezug auf Werbemaßnahmen auseinander. 

Sie stellen dabei Nutzen und Risiken für den Betrieb und andere gegenüber.

6 Ustd.
5.4

Gruppenarbeit

Sie berücksichtigen bei ihrer Werbeplanung die Einhaltung rechtlicher Vorgaben und antizipieren mögliche ethische Einsprüche.

Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)

Deutscher Werberat

Sie entscheiden aufgrund ethischer Standards über die Eignung von Werbemaßnahmen

kritische Eigenreflexion 

Stereotype, Ressentiments

sexualisierte Werbung 

Wahrheitsgehalt von Werbebotschaften 

Alkohol-/Nikotinwerbung 

Werbung für Kinder

Wirksamkeit und Einfluss von Influencern

Fake News

Sie dokumentieren, präsentieren und beurteilen ihre Ergebnisse. 

Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Erfolg der angewendeten Marketingmaßnahmen für den Betrieb. 

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihr Vorgehen und präsentieren ihre Ergebnisse mediengestützt. Sie schätzen ihre Präsentation anhand zuvor aufgestellter Kriterien ein.

4 Ustd.
5.4

kollaboratives Arbeiten online 

Bewertungsbogen

Sie kontrollieren den Werbeerfolg und beurteilen das Ergebnis mithilfe quantitativer und qualitativer Kenngrößen

LS 5.1 Fragebogen

Steigerung des Umsatzes

Veränderung des Marktanteils

Veränderung der Imagewahrnehmung

Steigerung des Bekanntheitsgrades

Veränderung der Kundenzufriedenheit

Sie reflektieren ihre Vorgehensweise beim Einsatz von Marketinginstrumenten zur Kundenbindung und -gewinnung. Sie beurteilen die ökonomischen Wirkungen von Marketingmaßnahmen und deren Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Entscheidungsprozess und den von ihnen geplanten Einsatz der preis- und kommunikationspolitischen Maßnahmen hinsichtlich Kundenbindung und -gewinnung. 

Sie berücksichtigen Informationen aus der Werbeerfolgskontrolle.

1 Ustd.
5.4

Plenum

Sie schätzen zusätzlich mögliche Auswirkungen auf gesellschaftliche Prozesse ein. Sie erkennen sowohl positive als auch negative Auswirkungen der Kommunikationspolitik auf die Gesellschaft.

Wertebildung

Bedürfnisweckung

Sie erfassen zudem auch die zunehmende Vereinnahmung des öffentlichen Raumes und die potentielle Beeinflussung der Werbetreibenden auf die Medien.

Medienwirksamkeit

Die Schülerinnen und Schüler schätzen ein, inwiefern die ausgewählten Maßnahmen der Verantwortung des Betriebes für unterschiedliche Interessengruppen gerecht werden.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die umgesetzten Marketing-Maßnahmen kritisch hinsichtlich der Einhaltung ethischer Standards und rechtlicher Vorgaben.

1 Ustd.
5.4

Sie diskutieren mögliche Anpassungen des gewählten Marketing-Mix und unterbreiten Vorschläge zur Optimierung.

Sie verstehen die Bedeutung des Marketings für den ökonomischen Erfolg des Betriebes.

5.1
Lernfeld 5 Kunden akquirieren und binden
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
5.1
Die aktuelle Marktsituation analysieren
20 Ustd.
5.2
Absatzpolitische Ziele für den Betrieb festlegen
20 Ustd.
5.3
Preis- und Kommunikationspolitik innerhalb eines Marketingkonzeptes entwickeln
20 Ustd.
5.4
Werbemittel gestalten und aktuelle Kommunikationswege nutzen
20 Ustd.
Lernsituation
5.1
Die aktuelle Marktsituation analysieren
20 Ustd.
Auftrag

Die Umsatzstatistik Ihres Betriebes weist für die vergangenen Monate rückläufige Absatzzahlen aus. Sie werden von der Geschäftsleitung beauftragt, die aktuelle Marktsituation zum Produkt- und Leistungsangebot des Betriebes zu analysieren. Erfassen Sie das Verhalten der Kundinnen und Kunden sowie der Konkurrenz vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunkturlage. Erstellen Sie für die Planung des künftigen Produkt- und Leistungsangebotes einen Fragebogen in Form eines Formulars zur Kundenbefragung.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
5.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

10

Sich mit den Aufgaben der betrieblichen Marktforschung vertraut machen

Primär- und Sekundärforschung als Arten der Marktforschung unterscheiden

Gruppenarbeit

Marktforschungsbereiche voneinander abgrenzen

betriebseigene Statistiken

Marktanalyse

Marktbeobachtung

Marktprognose

Sich über Kundentypen, Kundenbedürfnisse und Kaufmotive informieren

Sich den inhaltlichen sowie formalen Aufbau eines Fragebogens zur Kundenbefragung erschließen

Anschreiben mit Einleitung und Vorstellung

Hauptteil mit Forschungsinteresse 

soziodemografische Angaben

Abschluss

Unterschiedliche Fragetypen den jeweiligen Fragestellungen zuordnen

Eisbrecherfragen

geschlossene und offene Fragen

Alternativ- und Mehrfachauswahlfragen

Filterfragen

Nominalfragen, Skalenfragen, metrische Fragen

Zur Unterscheidung von Käufer- und Verkäufermarkt recherchieren

Sich mit Marktgleichgewicht sowie Angebots- und Nachfrageüberhang vertraut machen

Modell der vollständigen Konkurrenz beschreiben 

Verhalten der Marktakteure in den konjunkturellen Phasen eruieren

Kriterienkatalog für den Fragebogen erstellen

Gruppenarbeit
Bewertungsbogen

5.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Wesentliche Gegenstände der betrieblichen Marktforschung untersuchen

8

Kundinnen und Kunden

betriebsinterne Datenbank

Wettbewerb

Konkurrenz im eigenen Segment 

Konjunktur

Betriebsbezogen Kundentypen, Kundenbedürfnisse und Kaufmotive ermitteln

ABC-, Bestands- und Neukunden

Betrieb in Käufer- oder Verkäufermarkt einordnen

Aktuelle Marktsituation beschreiben und Marktgleichgewicht, Angebots- oder Nachfrageüberhang identifizieren

Grafiken Marktsituation 

Verhalten der Kundinnen und Kunden in den konjunkturellen Phasen diskutieren und vor dem Hintergrund der aktuellen Situation einordnen

Adressatengerechten Fragebogen mediengestützt gestalten

Gruppenarbeit

Vorgegebene Elemente verwenden

LF 3

Dropdownlisten

Antwortfilter

Kontrollkästchen

Kontrollfragen

5.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Fragen aus dem Formular kritisch beurteilen

2

Gruppendiskussion
Kriterienkatalog

Produkt- und Leistungsangebot des Betriebes anhand der gewonnenen Daten aus der Marktforschung der aktuellen Marktsituation gegenüberstellen

Grafiken Marktsituation

Bedeutung der Marktforschung für das Produkt- und Leistungsangebot des Betriebes ableiten

Eigene Arbeit und Arbeit im Team reflektieren

Feedbackkultur
Deutsch/Kommunikation

Lernfeld 6

Lernfeld 6: Werteströme erfassen und beurteilen

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Werteströme im Betrieb prozessbegleitend zu erfassen und ordnungsgemäß zu dokumentieren sowie die Auswirkungen auf den Betriebserfolg zu beurteilen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren mit den Kategorien Güter, Geld und Information systematisch Werteströme ihres Betriebes anhand von Belegen, die im Rahmen der Geschäftsprozesse entstehen.

Die Schülerinnen und Schüler sichten vorliegende Buchungsbelege und differenzieren zwischen Eigen- und Fremdbelegen.

6 Ustd.
6.1

Eingangsrechnungen

Ausgangsrechnungen

Sie identifizieren anhand der Belege entsprechende betriebliche Werteströme von Waren und Geld. Sie unterscheiden dabei Wertezu- und -abflüsse.

2 Ustd.
6.3

Sie machen sich die Bedeutung der Dokumentation von Werteströmen im Unternehmen bewusst. 

Kassenbuch

Sie unterscheiden den Aufbau sowie die Ordnungskriterien von Inventar und Bilanz. 

Differenzierung Inventur

Handelsgesetzbuch (HGB)

Sie informieren sich über die rechtlichen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Buchführung (Handelsgesetzbuch, Abgabenordnung, Umsatzsteuergesetz).

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren geltende Vorschriften für eine ordnungsmäßige Buchführung und analysieren die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB).

4 Ustd.
6.2

Buchführungspflicht

HGB

Abgabenordnung (AO)

Sie setzen sich mit den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) auseinander.

2 Ustd.
6.3

LF 2 Dokumentenmanagementsysteme (DMS)

Sie verschaffen sich einen Überblick über die umsatzsteuerpflichtigen betrieblichen Geschäftsvorfälle, sowohl für den Regelsteuersatz als auch für den ermäßigten Steuersatz.

Umsatzsteuergesetz (UStG)

Sie realisieren die Bedeutung der Einhaltung von rechtlichen Vorschriften für den Betrieb:

Handelsgesetzbuch

Abgabenordnung

Umsatzsteuergesetz

Die Schülerinnen und Schüler strukturieren zeitliche und organisatorische Abläufe zur Bearbeitung der Belege unter Berücksichtigung der betrieblichen Rahmenbedingungen.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Ablaufplanung der Belegbearbeitung vor:

4 Ustd.
6.3

E-Rechnung

Belegprüfung 

Belegsortierung

Belegnummerierung 

Vorkontierung

Belegbuchung

Belegablage

LF2 Wertigkeitsstufen, DMS

Sie unterscheiden das Grundbuch als zeitliche Ordnung und das Hauptbuch als sachliche Ordnung von Belegbuchungen.

Nebenbücher

Sie differenzieren zwischen Kontenrahmen, hier dem reduzierten Industriekonterahmen (IKR), und Kontenplan als betriebliches Organisationsmittel bei der Dokumentation der Werteströme im Betrieb.

Die Schülerinnen und Schüler kontieren Eingangsrechnungen von Sachgütern und Dienstleistungen und dokumentieren die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren vier Arten der Wertveränderung einer Bilanz und machen sich grundlegend mit dem Erstellen von Buchungssätzen vertraut.

8 Ustd.
6.3

Sie verschaffen sich einen Überblick, wie auf Bestands- und Erfolgskonten gebucht wird. Sie unterscheiden dabei Grund- und Hauptbuch.

Sie analysieren Eingangsrechnungen und ordnen die Beträge den richtigen Konten zu. 

Sie nutzen das aufwandsrechnerische Verfahren beim Einkauf von Handelswaren und buchen Ausgangsrechnungen aus deren Verkauf.

Die Schülerinnen und Schüler buchen vorliegende Eingangsrechnungen für den Einkauf von Dienstleistungen, Anlagevermögen und Handelswaren sowohl im Grundbuch als auch im Hauptbuch. 

4 Ustd.
6.4

E-Rechnung

Buchhaltungssoftware

Sie verwenden bei der Buchung des Wareneinkaufs das aufwandsrechnerische Verfahren. 

Die Schülerinnen und Schüler buchen vorliegende Ausgangsrechnungen zum Verkauf von Handelswaren im Grund- und Hauptbuch.

Sie buchen die notwendigen Zahlungen unter Berücksichtigung von Skonto.

Die Schülerinnen und Schüler kontieren Zahlungsein- und -ausgänge.

2 Ustd.
6.4

analog und digital 

Sie buchen die Inanspruchnahme von Skonto beim Wareneinkauf.

Sie führen Stornobuchungen (Rücksendung) durch.

Die Schülerinnen und Schüler buchen Rücksendungen von Waren an Lieferanten.

2 Ustd.
6.4

Sie erfassen buchhalterisch Wertminderungen von Anlagegütern.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln anhand von Belegen die Anschaffungskosten für allgemein verwendbare Anlagegüter und deren Nutzungsdauer.

8 Ustd.
6.5

AfA-Tabellen

Sie berechnen die jährlichen linearen Abschreibungsbeträge und buchen diese Wertminderungen im Grund- und Hauptbuch.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Sie berücksichtigen die Umsatzsteuer und erstellen Umsatzsteuervoranmeldungen.

Die Schülerinnen und Schüler grenzen Vorsteuer und Umsatzsteuer voneinander ab.

6 Ustd.
6.2

Sie buchen Vorsteuer und Umsatzsteuer.

Sie ermitteln buchhalterisch Zahllast bzw. Vorsteuerüberhang und führen die Umsatzsteuervoranmeldung durch.

Elster-Software

www.bundesfinanzministerium.de

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die Ergebnisse aus der Finanzbuchhaltung mit den tatsächlichen Bestandswerten und klären den Korrekturbedarf.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen anhand vorliegender Inventurlisten ein Inventar. 

4 Ustd.
6.6

HGB

AO

Sie ermitteln die vorläufigen Schlussbestände der Bestandskonten und vergleichen die Ergebnisse mit den tatsächlichen Inventurbeständen.

Sie identifizieren die Ursachen für mögliche Inventurdifferenzen und realisieren buchhalterische Korrekturen in Bestands- sowie Erfolgskonten.

Sie reflektieren kritisch mögliche Fehlerquellen im Buchungsprozess.

Prozesskontrolle

Sie ermitteln den Erfolg des Betriebes und beurteilen dessen Auswirkungen für die Bilanz.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren die Zusammenhänge zwischen Erfolgskonten, Gewinn- und Verlustkonto sowie Eigenkapitalkonto.

6 Ustd.
6.6

Sie entnehmen aus einer vorliegenden Gewinn- und Verlustrechnung den Erfolg des Betriebes und bestimmen dessen Auswirkungen auf das Eigenkapital.

Sie berechnen die Eigenkapitalrentabilität des Betriebes und bewerten mit den gewonnenen Daten die Wirtschaftlichkeit des Betriebes.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die Eigenkapitalrentabilität des Betriebes und vergleichen diese mit dem aktuellen Bankzinssatz am Kapitalmarkt.

10 Ustd.
6.6

www.bundesbank.de

Sie schätzen die Attraktivität der innerbetrieblichen Kapitalanlage ein.

Sie beurteilen die Wirtschaftlichkeit des Betriebes anhand des Verhältnisses zwischen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen.

Zeitvergleich

Branchenvergleich

Sie arbeiten konzentriert, verantwortungsbewusst und sorgfältig.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Arbeitsweise selbstständig.

4 Ustd.
6.3

Selbstkritik

Fehlerdokumentation

Sie führen Kontierungen mit besonderer Konzentration und Sorgfalt durch.

2 Ustd.
6.4

Selbstreflektion

Lernbereitschaft

Sie übernehmen für ihr Arbeitsergebnis Verantwortung und ziehen Schlussfolgerungen aus ihren Fehlern.

Die Schülerinnen und Schüler durchdenken ihre Tätigkeiten in der Finanzbuchhaltung hinsichtlich Genauigkeit, Vollständigkeit und Korrektheit.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Bedeutung einer ordnungsmäßigen Buchführung für betriebliche Entscheidungen, Nachweise und potenzielle externe Prüfungen.

2 Ustd.
6.5

Deutsch/Kommunikation

Fallbeispiele intern und extern

Sie nehmen bereitwillig Kritik an und setzen Anregungen konstruktiv um. 

2 Ustd.
6.6

Feedbackkultur

In der retrospektiven Konfrontation mit dem Geleisteten hinterfragen sie ihre Konzentrationsfähigkeit und ergreifen bei Bedarf Maßnahmen, diese zu verbessern.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich rückblickend mit ihren Leistungen auseinander und reflektieren ihre Konzentrationsfähigkeit.  

2 Ustd.
6.6

Lernstrategien

Selbstkontrolle

Sie hinterfragen ihre Affinität zu Buchführungstätigkeiten und passen ggf. das eigene Arbeitsverhalten an.

Selbstreflektion

Lernfeld 6 Werteströme erfassen und beurteilen
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
6.1
Güter- und Geldströme im Betrieb anhand von Belegen unterscheiden
6 Ustd.
6.2
Umsatzsteuervoranmeldung vorbereiten
10 Ustd.
6.3
Das System der doppelten Buchführung im Betrieb nutzen
20 Ustd.
6.4
Buchungen von Handelswaren unter Berücksichtigung von Skonti und Rücksendungen vornehmen
10 Ustd.
6.5
Die Wertminderung von Anlagegütern buchhalterisch ermitteln
10 Ustd.
6.6
Den Jahresabschluss erstellen und den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebes bewerten
24 Ustd.
Lernsituation
6.3
Das System der doppelten Buchführung im Betrieb nutzen
20 Ustd.
Auftrag

Sie sind im Bereich der Finanzbuchhaltung Ihres Betriebes eingesetzt und unterstützen die Buchhalterin bei der ordnungsmäßigen Bearbeitung aller Geschäftsfälle. Ihr Arbeitsauftrag umfasst die Belegvorbereitung, Kontierung, Buchung sowie die geordnete Aufbewahrung aller Buchungsbelege. Sie übernehmen für die Abrechnungsperiode die vollständige Belegbearbeitung und erstellen das Grund- und Hauptbuch zur ordnungsmäßigen Dokumentation aller Geschäftsvorfälle.“

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
6.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

6

Rechtliche Anforderungen an eine ordnungsmäßige Buchführung eruieren

HGB
AO
GoB
GoBD

Belege und deren Daten als Grundlage jeder Buchung identifizieren

LS 6.1
Eingangsrechnungen

Ablaufplanung der Belegbearbeitung vornehmen

Belegprüfung

Belegsortierung

Belegnummerierung

Vorkontierung

Belegbuchung

Belegablage

LF 2

Struktur von Inventar und Bilanz recherchieren

HGB
AO

Bestandskonten und Erfolgskonten voneinander abgrenzen

Reduzierten Industriekontenrahmen bereitlegen

Kontenplan

Bücher der Buchführung unterscheiden

analog und digital
Betrieb
Nebenbücher
Kassenbuch

Grundbuch

Hauptbuch

Arten der Wertveränderung einer Bilanz recherchieren

Prinzip der doppelten Buchführung

Buchungsregeln dokumentieren

Schema Buchungsregeln

Sich mit dem Erstellen von Buchungssätzen vertraut machen

aktive und passive Bestandskonten

Aufwands- und Ertragskonten

Notwendigkeit von Hilfskonten herausarbeiten

Eröffnungsbilanzkonto

Schlussbilanzkonto

Belege des Betriebes bereitlegen und Belegbearbeitung vorbereiten

LS 6.1 
Eingangsrechnungen
E-Rechnung

6.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Reduzierten Industriekontenrahmen einsetzen

10

Belege auf sachliche und rechnerische Richtigkeit überprüfen

Gruppenarbeit
Eingangsrechnungen
E-Rechnung

Belege zeitlich und sachlich sortieren 

Sammelbuchung

Belege vorkontieren

Kontierungsstempel
digitale Kontierung

Belege chronologisch im Grundbuch buchen

Papierform oder digital 

Buchungen ins Hauptbuch übertragen

Papierform oder digital
ohne Abschlussbuchungen
LS 6.6

Gewissenhaft und konzentriert arbeiten

Fehlerdokumentation

Belege digital oder in Papierform aufbewahren

LS 2.4

Aufbewahrungsfrist

LF 2 Wertigkeitsstufen

Aufbewahrungsarten

DMS

Grundbuch und Hauptbuch visualisieren

Papierform oder digital

6.3.3 Bewerten/
Reflektieren

Grundbuch und Hauptbuch auf Vollständigkeit und Korrektheit prüfen

4

Vier-Augen-Prinzip
Selbstkritik
Fehlerdokumentation

Notwendigkeit einer ordnungsmäßigen Buchführung für betriebliche Entscheidungs- und Nachweiszwecke reflektieren

Fallbeispiele intern und extern

Eigene Selbstständigkeit, Konzentrationsfähigkeit sowie Affinität zur Buchführung hinterfragen

Kritik und Selbstkritik

Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Arbeitsweise ableiten

Selbstreflektion
Checkliste

Lernfeld 7

Lernfeld 7: Gesprächssituationen gestalten

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, in Gesprächssituationen mit Geschäftspartnern angemessen und sachgerecht zu handeln.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler erfassen die unterschiedlichen Anforderungen, die Gesprächssituationen (Beratung, Beschwerde, Reklamation) mit sich bringen.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Gesprächssituationen nach ihrem Anlass mit den jeweiligen Anforderungen in ihrem Betrieb. 

2 Ustd.
7.1

LF 4
Deutsch/Kommunikation
Gesprächsarten

Beratung

Beschwerde

Reklamation

Sie zeigen Bereitschaft und Flexibilität, Gespräche engagiert und verantwortungsbewusst zu führen.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit unterschiedlichen Gesprächssituationen auseinander. 

1 Ustd.
7.1

Sie zeigen Verantwortung für ihren Aufgabenbereich und wenden dabei für eine erfolgreiche Kommunikation Erfahrungen und Kenntnisse auch aus anderen Lebensbereichen an.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen mögliche Konflikte und deren Ursachen in Gesprächssituationen.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren unterschiedliche Verhaltensweisen in Gesprächen anhand ihrer Merkmale. 

2 Ustd.
7.1

Sie benennen Konfliktanlässe und leiten persönliche sowie sachbezogene Konflikte oder Mischformen ab.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Möglichkeiten der Kommunikation mit Geschäftspartnern ihres Betriebes. 

Dazu schätzen sie die jeweilige Kommunikationssituation ein.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren die Möglichkeiten der Kommunikation mit an- sowie abwesenden Gesprächspartnerinnen und -partnern und verhalten sich entsprechend der Kommunikationsform.

2 Ustd.
7.1

persönliches Gespräch

Telefongespräch

Videokonferenz

Chatgespräch/User-Helpdesk

Sie recherchieren Techniken der Kommunikation sowie rechtliche und betriebliche Regelungen, wobei sie auch interkulturelle Besonderheiten ermitteln.

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Regeln der Gesprächsführung, wie z. B.:

2 Ustd.
7.1

Deutsch/Kommunikation

Aktives Zuhören

Ich-Botschaften

Sie machen sich mit Bindungsfristen unter Beachtung der Beweislast in der jeweiligen Gesprächsform vertraut.

LF 3
betriebsinterne Regelung
LF 4 Bindungsfristen Angebot gem. BGB

Sie informieren sich über interkulturell unterschiedliches Gesprächsverhalten.

interkulturelle Bildung

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die Wünsche, Emotionen und Interessen der Geschäftspartner durch aktives Zuhören und gezielte Fragestellung sowie durch die Analyse von Äußerungen und Verhalten.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Bedürfnisse ihrer Geschäftspartnerinnen und -partner mittels verschiedener Fragetechniken, wie z. B.:

2 Ustd.
7.1

kollaborative Mindmap

offene und geschlossene Fragen 

Entscheidungs-, Kontroll-, Suggestiv- und reflektierende sowie rhetorische Fragen

Informations- und Verständnisfragen

Lenkungsfragen

Sie analysieren Äußerungen und Verhalten, dabei nutzen sie auch ihre Kenntnisse über nonverbale Kommunikation.

Deutsch/Kommunikation

Die Schülerinnen und Schüler wählen die Kommunikationswege aus, definieren die situationsbezogenen Gesprächsziele und sammeln Argumente für die Gespräche.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten ein Gespräch vor, indem sie die Kommunikationswege wählen, Gesprächsziele formulieren und Argumente zusammentragen. 

1 Ustd.
7.1

Sie informieren sich über das Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun.

Plus-Minus-Technik

Sie argumentieren sachbezogen und/oder emotional auf der Beziehungsebene zur Erreichung gewünschten Gesprächsziels.

Sie achten auf eine positive Gesprächsatmosphäre zur Umsetzung ihrer Ziele.

Die Schülerinnen und Schüler sorgen für eine positive Gesprächsatmosphäre, z. B. durch Raumgestaltung und Bewirtung.

1 Ustd.
7.2

LF 2
Gesprächsregeln

Für einen verständnisvollen Umgang mit Geschäftspartnern entwickeln sie Strategien zur Konfliktbewältigung und -vermeidung.

Die Schülerinnen und Schüler achten auf die Vollständigkeit der Informationen auf der Sachebene und den angemessenen Ton auf der Beziehungsebene.

1 Ustd.
7.2

Sie wenden Strategien zur Vermeidung und Bewältigung von Konflikten an, wie z. B.:

LS 7.1

Aktives Zuhören

Empathie

Bedürfnisformulierung

Deeskalation

Kompromissbereitschaft

Moderation und Mediation

Sie berücksichtigen dabei die Wirkung der eigenen Persönlichkeit. Sie sind sich ihrer emotionalen Reaktionstendenz bewusst und passen diese bei Bedarf zielorientiert an.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Wirkung ihrer Verhaltensweisen auf die Gesprächspartnerinnen und -partner auseinander. Sie ziehen die notwendigen Schlüsse daraus und passen ihre Kommunikation entsprechend an.

1 Ustd.
7.2

Sie erstellen Kriterienkataloge zur Beurteilung von Gesprächssituationen, auch unter Berücksichtigung des gewählten Kommunikationsweges.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten wesentliche Kriterien, um den Verlauf eines Gespräches unter Berücksichtigung des Kommunikationsweges zu beurteilen.

2 Ustd.
7.2

Gesprächssituation 

Kommunikationsziel 

Argumentationsweise 

stilistische Mittel 

Kommunikationswirkung

Die Schülerinnen und Schüler nehmen Geschäftspartner als wichtige Partner wahr.

Die Schülerinnen und Schüler sind sich ihrer Rolle als Dienstleister gegenüber ihren Geschäftspartnerinnen und -partnern bewusst und agieren entsprechend.

1 Ustd.
7.2

Sie informieren und beraten diese auch in einer fremden Sprache.

Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre Fremdsprachenkenntnisse bei der Annahme von sowie der Beratung in Gesprächen an.

1 Ustd.
7.2

berufsbezogenes Englisch

Sie vertreten die Interessen des Betriebes und verhalten sich verantwortungsvoll den Geschäftspartnern und sich selbst gegenüber.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über das Leitbild und die Philosophie des Betriebes. 

3 Ustd.
7.1

betriebsinternes Leitbild

Sie identifizieren die zu berücksichtigenden Interessen des Betriebes sowie deren Prioritäten, z. B. 

LF 1 Betriebsziele

Gewinnmaximierung 

Kundengewinnung und Kundenbindung 

Imagewahrung des Betriebes 

Sie entscheiden sich situationsbezogen und betriebsinteressengeleitet für eine angemessene und notwendige Verhaltensweise und Wortwahl.

Sie realisieren eigene Bedürfnisse, Ziele und Emotionslagen sowie die der Geschäftspartnerinnen und -partner und ermöglichen eine Win-Win-Situation.

Sie artikulieren verständlich den Sachverhalt und reagieren situativ angemessen auf verbale und nonverbale Äußerungen der Geschäftspartner.

Die Schülerinnen und Schüler artikulieren den Sachverhalt und achten auf ihre Ausdrucksweise, wie z. B. 

2 Ustd.
7.2

Verwendung von Fachtermini

Wortwahl

Sprechtempo

Redundanzen

sowie strukturierte Darstellung, Modulation und ihre Aussprache.

Sie berücksichtigen die Gesprächsphasen der jeweiligen Gesprächssituationen.

Sie analysieren nonverbale Äußerungen der Geschäftspartnerinnen und -partner, wie. z. B.:

verschränkte Arme

abweisender Blick

Distanzverletzungen

Unsicherheit

Sie machen sich ihre Gefühle/Emotionen bewusst und lenken diese angemessen.

Vier-Ohren-Modell Schulz von Thun
Deutsch/Kommunikation

Sie nehmen eine authentische Körperhaltung ein.

Sie halten situationsangemessen Gesprächsregeln ein und berücksichtigen die Wirkung ihrer eigenen Persönlichkeit. 

Die Schülerinnen und Schüler setzen Gesprächsregeln um, wie z. B.:

1 Ustd.
7.2

Deutsch/Kommunikation

Aktives Zuhören

Nachfragen

Feedback

Wertschätzung

Authentizität 

Toleranz

Blickkontakt

Sie beobachten Reaktionen der Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner und schlussfolgern, inwiefern dies zielführend für das Gespräch ist.

Sie entwickeln ein Gespür für die emotionale Lage des Gesprächspartners und verwenden Techniken, mit den Emotionen sinnvoll umzugehen, ohne sich und anderen zu schaden.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Gefühle ihres Gegenüber mittels Anzeichen und Ausdrücken. 

Sie regulieren eigene Emotionen.

1 Ustd.
7.2

Training Mimik, Gestik in Gesprächssituationen

Sie zeigen Verständnis und Anteilnahme, nehmen die Situation ernst, wahren Distanz, reflektieren sich selbst und wägen ab, inwieweit ihr Verhalten für die Zielerreichung förderlich oder hinderlich ist.

Stressbewältigungstechniken

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen Beschwerden und Reklamationen auf Rechtmäßigkeit und berücksichtigen dabei betriebliche und gesetzliche Regelungen.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die betriebsinterne Vorgehensweise bei Beschwerden und Reklamationen.

3 Ustd.
7.2

LF 3, 4
Garantie, Gewährleistung, Kulanz nach BGB

Sie prüfen anhand einer Checkliste den Sachverhalt der Beschwerde auf objektive Fakten.

Sie stellen gezielte Fragen zur Klärung des Sachverhaltes.

Gesprächstechniken

Sie nutzen die zur Klärung des Sachverhalts erforderlichen Unterlagen, wie z. B.:

Lieferschein 

Bestellung 

Auftragsbestätigung 

Telefonnotizen 

E-Mails 

Fax, E-Fax

Sie zeigen Verständnis und Empathie für Beschwerden sowie Reklamationen und achten auf einen respektvollen Umgang.

Sie entscheiden, ob sie in der jeweiligen Gesprächssituation den Sachverhalt vollständig klären können und kommunizieren entsprechend angemessen.

Sie wägen die Interessen des Betriebes und die Bedürfnisse der Geschäftspartner gegeneinander ab.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren die Interessen der Geschäftspartnerinnen und -partner im Rahmen der Beschwerden und Reklamation und filtern deren Beweggründe.

2 Ustd.
7.2

emotional

rational 

berechtigter Grund

Sie entwickeln für beide Seiten akzeptable Lösungsmöglichkeiten.

betriebliche Kulanzregelungen

Sie agieren stets respektvoll und der Situation angemessen, auch wenn ihr subjektiv empfundenes Rechtsempfinden konträr zur betrieblichen Anweisung steht.

Frustrationstoleranz
unberechtigte Reklamation

Zu Geschäftspartnern bauen sie ein Vertrauensverhältnis auf, zeigen Einfühlungsvermögen und agieren selbstbewusst (realistisches Selbstbild, Reaktion auf Kritik).

Die Schülerinnen und Schüler initiieren eine positive Atmosphäre durch aufmerksames und sensibles Zuhören.

1 Ustd.
7.2

persönliche Äußerungen 

aktuelle Befindlichkeiten

Sie zeigen Mitgefühl und Betroffenheit für die Situation der Geschäftspartnerinnen und -partner.

Sie sind sich ihrer Stärken und Schwächen im Gespräch bewusst.

Sie agieren bei Kritik sachlich und grenzen sich von dieser persönlich ab.

Sie reflektieren ihre Einstellungen und vertreten diese auch bei Widerständen während des Gesprächs.

Stärken-Schwächen-Analyse

Sie nehmen eine selbstbewusste Körperhaltung ein.

Sie nutzen ihre Argumente entsprechend der Kundenbedürfnisse und begegnen überzeugend Kundeneinwänden. 

Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihre Argumente im Beratungsgespräch und bei der Entgegennahme von Reklamationen.

1 Ustd.
7.2

Sie wählen entsprechend den Kundenbedürfnissen die Argumente aus.

Sie setzen verschiedene Argumentationstechniken situativ ein, wie z. B.:

Einwandsvorwegnahme 

Einwandumkehr

Relativierung 

Polarisierung

Appell

Sie beziehen Zusatzangebote und Serviceleistungen des Betriebes in die Kundengespräche ein.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich in ihrem Entscheidungsrahmen über betriebliche Zusatzangebote und Service-leistungen. 

1 Ustd.
7.2

betriebseigene Serviceleistungen
Kulanz

Sie bieten diese ggf. zur Konfliktbewältigung an.

Sie erkennen Konfliktursachen in der Kommunikation und führen Konfliktgespräche (Eisbergmodell, gewaltfreie Kommunikation).

Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Konfliktebene und benennen die Interessen der Beteiligten. 

1 Ustd.
7.2

Sachebene
Beziehungsebene

Sie unterscheiden dabei Konfliktursachen und nehmen gedanklich auch die Perspektive der Gesprächspartnerinnen und -partner ein.

bewusst/unbewusst
sichtbar/unsichtbar

Sie führen Konfliktgespräche zielgerichtet.

Deutsch/Kommunikation

Eisbergmodell

gewaltfreie Kommunikation

Die Schülerinnen und Schüler wenden Strategien zur Lösung von möglichen Konflikten in Gesprächssituationen an. 

Sie entwickeln einen Leitfaden für den Umgang mit Kundinnen und Kunden in Konfliktsituationen im Rahmen des Beschwerdemanagements.

2 Ustd.
7.2

innerbetriebliche Leitfäden

Sie nutzen das Beschwerdemanagement als Instrument der Kundenbindung.

Sie identifizieren das Beschwerdemanagementsystem als ein Instrument der Kundenbindung.

LF 5

Sie zeigen im Umgang mit in- und ausländischen Kunden Empathie für kulturbedingte Besonderheiten.

Die Schülerinnen und Schüler zeigen im Umgang mit ausländischen Kundinnen und Kunden Empathie im Hinblick auf kulturbedingte Besonderheiten, wie. z. B.:

1 Ustd.
7.2

Begrüßung und Small Talk

Kommunikationsstil

Nonverbale Signale

Hierarchien und Status

Reaktion auf Konflikte und Kritik

Sie werten den Ablauf ihrer geführten Gespräche anhand des Kriterienkatalogs aus und nehmen Rückmeldungen konstruktiv an.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Checkliste für Gesprächsabläufe und schätzen anhand dieser ihr Gesprächsverhalten ein. 

1 Ustd.
7.2

Sie nehmen Feedback konstruktiv an.

Feedbackkultur

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren selbstkritisch ihr Verhalten in Gesprächssituationen und leiten daraus Konsequenzen für sich ab.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Verhalten selbstkritisch. 

1 Ustd.
7.2

Sie leiten Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Gesprächssituationen ab und diskutieren diese.

Lernfeld 7 Gesprächssituationen gestalten
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
7.1
Gespräche mit Geschäftspartnern vorbereiten
15 Ustd.
7.2
Gespräche führen und beurteilen
25 Ustd.
Lernsituation
7.1
Gespräche mit Geschäftspartnern vorbereiten
15 Ustd.
Auftrag

Sie sind im Kundenservice Ihres Betriebes tätig und erhalten von Ihrem Vorgesetzten den Auftrag, ein Verhandlungsgespräch zu Vertragskonditionen mit einem neuen potentiellen Großkunden vorzubereiten. Erstellen Sie dafür einen Leitfaden zur Gesprächsführung und stimmen Sie diesen mit Ihrem Vorgesetzen ab. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
7.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

10

Gesprächssituationen nach ihrem Anlass mit den jeweiligen Anforderungen im Betrieb unterscheiden

LF 4
Deutsch/Kommunikation
Gesprächsarten

Sich mit der Gesprächssituation auseinandersetzen und unterschiedliche Verhaltensweisen in Gesprächen anhand ihrer Merkmale identifizieren

Konfliktanlässe benennen und persönliche sowie sachbezogene Konflikte oder Mischformen ableiten

Möglichkeiten der Kommunikation mit an- und abwesenden Geschäftspartnern eruieren

persönliches Gespräch

Telefongespräch

Videokonferenz

Chatgespräch/User-Helpdesk

Regeln der Gesprächsführung recherchieren

Deutsch/Kommunikation

aktives Zuhören

Ich-Botschaften

Bedürfnisse der Geschäftspartner mittels verschiedener Fragetechniken identifizieren

kollaborative Mindmap

offene und geschlossene Fragen

Entscheidungsfragen

Kontrollfragen

Suggestivfragen

reflektierende Fragen

rhetorische Fragen

Informations- und Verständnisfragen

Lenkungsfragen

Sich über das Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun informieren

Plus-Minus-Technik

Zur Gesprächsvorbereitung Kommunikationswege wählen, Gesprächsziele formulieren und Argumente zusammentragen

Äußerungen und Gesprächsverhalten analysieren sowie Kenntnisse über nonverbale Kommunikation nutzen

Deutsch/Kommunikation

Sich mit Bindungsfristen unter Beachtung der Beweislast in der jeweiligen Gesprächsform vertraut machen

LF 3
betriebsinterne Regelung
LF 4 Bindungsfristen Angebot gem. BGB

Sich über das Leitbild und die Philosophie des Betriebes informieren

betriebsinternes Leitbild

Zu berücksichtigende Interessen des Betriebes sowie deren Prioritäten identifizieren, z. B.

LF 1 Betriebsziele 

Gewinnmaximierung

Kundengewinnung und Kundenbindung

Imagewahrung des Betriebes

Sich über interkulturell unterschiedliche Gesprächsverhaltensweisen informieren

interkulturelle Bildung

Struktur des Leitfadens zur Gesprächsführung abstimmen

Bewertungskriterien für den Leitfaden festlegen

Bewertungsbogen
Gruppenarbeit

7.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Arbeitsaufgaben verteilen

4

Gruppenarbeit

Leitfaden für Verhandlungsgespräch erstellen

Berufsbezogene Informationsverarbeitung

Sich situationsbezogen und betriebsinteressengeleitet für angemessene und notwendige Verhaltensweise und Wortwahl im Leitfaden entscheiden

Eigene Bedürfnisse, Ziele und Emotionslagen sowie die der Geschäftspartnerinnen und -partner realisieren und im Leitfaden Win-Win-Situationen aufzeigen

Sich unterschiedlichen Kommunikationssituationen öffnen und sich mit diesen im Leitfaden auseinandersetzen

Sachbezogene und auf der Beziehungsebene emotionale Argumentation zur Erreichung des gewünschten Gesprächsziels im Leitfaden unterscheiden

Mögliche Konflikte sowie deren Ursachen antizipieren und Argumentationsalternativen im Leitfaden abbilden

Im Team angemessen kommunizieren und kooperieren

Lösungsorientiert und im zeitlich definierten Rahmen selbstständig arbeiten

Verantwortung für den Aufgabenbereich zeigen und dabei Erfahrungen und Kenntnisse auch aus anderen Lebensbereichen für eine erfolgreiche Kommunikation im Team anwenden

Sich an Bindungsfristen halten und die Sicherung der Beweislast auch unter Einhaltung betriebsinterner Regelungen beachten

Leitfaden mit Vorgesetztem abstimmen

Partnerarbeit
Deutsch/Kommunikation

7.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Leitfaden im Team beurteilen

1

Bewertungsbogen

Ergebnisse diskutieren und Gemein­samkeiten festhalten

Plenum

Arbeitsergebnisse und Arbeit im Team kritisch reflektieren

Diskussion

Feedback annehmen und ggf. Leitfaden qualifizieren

Feedbackregeln

Konsequenzen für kundenorientierte Gespräche ableiten

Lernfeld 8

Lernfeld 8: Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, bei der Beschaffung, Verwaltung und Entwicklung von Personal sowie bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen mitzuwirken.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Personalbestand in quantitativer und qualitativer Hinsicht, um personalwirtschaftliche Entscheidungen vorzubereiten.

Die Schülerinnen und Schüler erfassen auf Grundlage der vorliegenden Personaldaten und -statistiken die Ist-Situation des Personalbestandes im Betrieb.

4 Ustd.
8.1

Tabellenkalkulationsprogramm

LF 4

Sie unterscheiden dabei quantitative Kriterien, wie z. B.

Gesamtbeschäftigtenzahl

Mitarbeiteranzahl pro Abteilung

Altersstruktur 

Anzahl der Auszubildenden

Die Schülerinnen und Schüler gliedern den Personalbestand nach qualitativen Kriterien, z. B. 

Schulabschluss 

Berufserfahrung

Dauer der Betriebszugehörigkeit

Auslandserfahrung

Fort- und Weiterbildungen

Sprachkenntnisse 

Dabei berücksichtigen sie die konjunkturelle Situation und gesamtwirtschaftliche Faktoren (Demografie, außenwirtschaftliche Entwicklungen) und gesellschaftliche Verantwortung (Inklusion, Migration).

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln innerbetriebliche Faktoren, die den Personalbedarf eines Betriebes beeinflussen, z. B. 

2 Ustd.
8.1

Absatzprogramm

Umsatzentwicklung

Mitarbeiterstruktur

Organisationsstruktur

Kapitalausstattung

Sie recherchieren außerbetriebliche Einflussfaktoren auf den Personalbedarf, wie z. B. 

Demografie

konjunkturelle Entwicklung

Konjunkturphasen

außenwirtschaftliche Entwicklungen

LF 5

rechtliche Rahmenbedingungen

technologische Entwicklungen

Inklusion

Migration

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei insbesondere mit dem Konjunkturverlauf auseinander. 

Sie informieren sich zu gesellschaftlichen Entwicklungen und machen sich die Verantwortung von Betrieben auf dem Arbeitsmarkt bewusst

Sicherung von Arbeitsplätzen

Umsetzung von Inklusion 

Integration von Menschen nichtdeutscher Herkunft 

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen den quantitativen und qualitativen Personalbedarf unter Berücksichtigung der betrieblichen Ziele.

Die Schüler und Schülerinnen ermitteln den quantitativen Personalbedarf.

2 Ustd.
8.1

Tabellenkalkulation

Kennzahlenmethode 

Stellenplanmethode

Sie führen die qualitative Personalbedarfsplanung aus.

Anforderungsprofil

Stellenbeschreibung

Sie unterscheiden Arten des Personalbedarfs, insbesondere

Ersatzbedarf

Zusatzbedarf

Neubedarf 

Minderbedarf

Sie eruieren mögliche Ursachen für den jeweiligen Personalbedarf im Betrieb.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln auf Basis der analysierten Personaldaten sowie der betrieblichen Ziele die Abweichung zwischen dem Ist-Personalbestand und dem geplanten Soll-Personalbestand. 

Sie informieren sich bei einer Unterdeckung über Wege der Personalbeschaffung (intern, extern), über die Kompetenzanforderungen sowie die organisatorische Einbindung neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden die interne und externe Personalbeschaffung.

2 Ustd.
8.1

Stellenausschreibung

Sie identifizieren mögliche Wege der internen Personalbeschaffung, z. B. 

analog und digital

Schwarzes Brett 

Intranet

Hausmitteilung

direkte Mitarbeiteransprache

Versetzung

Sie setzen sich mit Möglichkeiten der externen Personalbeschaffung auseinander, z. B. 

Online-Stellenbörse

Homepage

Private Arbeitsvermittlung

Headhunting

Printmedien

Bundesagentur für Arbeit

Personalleasing

College Recruiting

Bewerberdatenbanken

Sie verschaffen sich einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Personalbeschaffung

Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) 

Sächsisches Personalvertretungsgesetz (SächsPersVG)

Sie wägen die Vorteile und Nachteile der internen und externen Personalbeschaffung gegeneinander ab.

Kosten-Nutzen-Abwägung

Sie analysieren vorhandene Stellenbeschreibungen und leiten daraus die erforderlichen Qualifikationen und Kompetenzen der Mitarbeiter sowie deren Stellung im Betrieb ab.

Anforderungsprofil

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die rechtlichen Anforderungen (Gesetze, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen) beim Abschluss und der Beendigung von unterschiedlichen Arten eines Arbeitsvertrages.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren einen Arbeitsvertrag (AV) und leiten daraus dessen rechtliche Anforderungen ab:

2 Ustd.
8.2

BGB

Nachweisgesetz (NachwG)

Tarifverträge

Betriebsvereinbarungen

Formvorschriften

verpflichtende Inhalte des AV

Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Tarifbindung

Sie machen sich bewusst, dass Rang- und Günstigkeitsprinzip gelten.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren unterschiedliche Arten von Arbeitsverträgen mit ihren jeweiligen rechtlichen und inhaltlichen Besonderheiten

Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)

befristete AV

Fallbeispiele

unbefristete AV

Teilzeitarbeitsverträge

Sie unterscheiden verschiedene Formen der Beendigung von Arbeitsverhältnissen und deren rechtliche Grundlagen

4 Ustd.
8.4

BGB

Tarifverträge

Betriebsvereinbarungen

Arbeitsverträge

Kündigungsfristen

Vertragsablauf

Aufhebungsvertrag

ordentliche Kündigung

außerordentliche Kündigung

Sie informieren sich über die gesetzlichen Bestimmungen des sozialen Arbeitsschutzes (Mutterschutzgesetz) sowie über die Erfordernisse der Inklusion.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln auf Grundlage des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) die Rechte einer Mitarbeiterin während der Schwangerschaft und nach der Entbindung, z. B. 

2 Ustd.
8.2

besonderer Kündigungsschutz

Verbot schwerer Arbeiten

Beschäftigungsverbot

Sie eruieren die Rechte schwerbehinderter Arbeitskräfte und die Möglichkeiten der Inklusion im Betrieb

Sozialgesetzbuch IX (SGB IX)

AGG

Integrationsamt

Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe

besonderer Kündigungsschutz

Unterstützungsangebote

Die Schülerinnen und Schüler sondieren für die zu besetzenden Stellen Modelle der Arbeitsmodelle (Arbeitszeit, Arbeitsort) und berücksichtigen die Formen des betrieblichen Entgelts.

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren geeignete Arbeitszeitmodelle für zu besetzende Stellen, z. B.

2 Ustd.
8.2

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

feste Arbeitszeit

Gleitzeit

Schichtarbeit

Vertrauensarbeitszeit

Teilzeit

Jahresarbeitszeit

Lebensarbeitszeit

Jobsharing

Sie verschaffen sich einen Überblick über verschiedene Formen des Arbeitsortes, z. B. 

fester Büroarbeitsplatz

flexibler Büroarbeitsplatz

hybrides Arbeiten

Homeoffice

Remote Work

Coworking-Space

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden verschiedene Entgeltformen und leiten deren Vor- und Nachteile aus Sicht von Arbeitnehmern und Arbeitgebern ab

4 Ustd.
8.3

Provision

Zeitlohn

Leistungslohn

Prämienlohn

Beteiligungslohn

Sie organisieren den Ablauf des Auswahl- und Einstellungsverfahrens einschließlich der erforderlichen Arbeitspapiere und des Schriftverkehrs.

Die Schülerinnen und Schüler legen die Instrumente der Personalauswahl für die entsprechende Stelle fest, z. B.

2 Ustd.
8.1

Auswahltest

Vorstellungsgespräch

Assessment Center

Sie bereiten den Auswahlprozess vor, z. B. 

Ablaufplan

Bewertungskriterien

Dokumentation

Sie werten die Ergebnisse aus und laden ausgewählte Interessenten zu Vorstellungsgesprächen ein.

Textverarbeitung

DIN 5008

Sie bereiten die Durchführung dieser Bewerbungsgespräche vor

Gesprächsleitfaden

Zeitplan

Teilnehmende

Unterlagen

Die Schülerinnen und Schüler formulieren Stellenanzeigen auf der Grundlage einer vorliegenden Stellenbeschreibung, die auch Bewerberinnen und Bewerber im Ausland ansprechen.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen auf Basis einer vorhandenen Stellenbeschreibung und dem entsprechenden Anforderungsprofil passende Stellenanzeigen.

2 Ustd.
8.1

Textverarbeitung

AGG

Sie formulieren und gestalten die Stellenanzeige zielgruppenspezifisch, mediengerecht, barrierefrei und in fremder Sprache, um auch ausländische Bewerberinnen und Bewerber anzusprechen.

Corporate Design, LF 5

mehrsprachig

interkulturell

Zur Gewinnung von Mitarbeitenden wählen sie zielgruppenbezogen auch digitale Medien aus.

Die Schülerinnen und Schüler wählen zielgruppenadäquat auch digitale Medien für die Gewinnung von Mitarbeitenden aus, z. B.

1 Ustd.
8.1

Mobile Recruiting

Online-Jobportale

Online-Jobmessen

Soziale Netzwerke

Sie wirken bei der Durchführung von Auswahlverfahren mit und beachten dabei, dass die Arbeitsmarktsituation und arbeitsrechtliche Vorschriften (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) die Auswahlmöglichkeiten beeinflussen.

Die Schülerinnen und Schüler ordnen eingehende Bewerbungen offenen Stellen des Betriebes zu. 

2 Ustd.
8.1

Sie führen eine Analyse der Bewerbungsunterlagen durch und beachten arbeitsrechtliche Vorschriften, z. B. 

Nutzwertanalyse

LF 4

Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe

AGG

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

BetrVG

sowie die Situation des Arbeitsmarktes.

Sie formulieren Einladungsschreiben an ausgewählte Bewerberinnen und Bewerber zu Auswahlverfahren, z. B. 

Textverarbeitung

DIN 5008

Auswahltest

Vorstellungsgespräch

Assessment Center

Sie prüfen, ob bei personalrechtlichen Entscheidungen die Rechte der Arbeitnehmervertretung (Betriebsrat, Personalrat) eingehalten werden.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen getroffene Personalentscheidungen aus Sicht der Arbeitnehmervertretung ein

1 Ustd.
8.2

BetrVG

SächsPersVG

Betriebsrat

Personalrat

Sie wirken beim Erstellen von Arbeitsverträgen mit und berücksichtigen dabei arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Mindestinhalte eines Arbeitsvertrages.

Sie fertigen für einen neuen Mitarbeitenden einen Standard-Arbeitsvertrag an. 

2 Ustd.
8.2

BGB

NachwG

Tarifvertrag

Betriebsvereinbarung

Sie erstellen eine Checkliste mit den für die Neueinstellung notwendigen Unterlagen zur Anmeldung bei der Sozialversicherung und beim Finanzamt

Textverarbeitung

Personalfragebogen

Personalstammdaten

Sozialversicherungsausweis

Steueridentifikationsnummer

Krankenversicherungsbescheinigung

ELStAM

Urlaubsbescheinigung

ggf. Geburtsurkunden der Kinder

ggf. Arbeitserlaubnis

Die Schülerinnen und Schüler legen Personalakten an und führen diese unter besonderer Berücksichtigung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln typische Inhalte und Ablagestrukturen von Personalakten.

1 Ustd.
8.2

Haupt- und Nebenakte

Sie legen analoge oder digitale Personalakten an und nehmen weitere Unterlagen in diese Akten auf.

Sie führen analoge oder digitale Personalakten unter besonderer Berücksichtigung der Erfordernisse des Datenschutzes und der Datensicherheit.

LF 2

DSGVO

Sie nehmen ihre Rechte als Arbeitnehmer und Arbeitsnehmerinnen in Bezug auf ihre Personalakte wahr

Betriebsverfassungs-gesetz

DSGVO

Einsichtnahme

Gegendarstellung

Löschung

Berichtigung

Sie unterstützen die Planung des Personaleinsatzes und berücksichtigen dabei Arbeitszeitregelungen und Urlaubsansprüche.

Die Schülerinnen und Schüler tragen Informationen zur Personaleinsatzplanung zusammen und nehmen die Einsatzplanung vor, z. B. 

1 Ustd.
8.2

Tabellenkalkulation

HR-Systeme 

Urlaubsplanung

Dienstplanung

Schichtplanung

Kommunikationszeiten

Sie berücksichtigen bei der Personaleinsatzplanung das Arbeitszeitgesetz und das Bundesurlaubsgesetz.

Tarifvertrag

Betriebsvereinbarung

Sie berechnen und dokumentieren Arbeits- und Abwesenheitszeiten.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren die Erfassung von Arbeitszeiten im Betrieb.

1 Ustd.
8.2

Ausbildungsbetrieb

Sie differenzieren zwischen verschiedenen Arten der Abwesenheit, wie z. B.

Urlaub

Krankheit

Fortbildung

In Vorbereitung auf die Entgeltberechnung ermitteln und verwalten sie Arbeits- und Abwesenheitszeiten.

2 Ustd.
8.3

analog oder digital

Sie überwachen wichtige arbeitsrechtliche Fristen (Probezeit, Mutterschutz, Entgeltfortzahlung, Kündigung).

Die Schülerinnen und Schüler überwachen die Einhaltung von arbeitsrechtlichen Fristen

  • Probezeit
  • Entgeltfortzahlung
  • Kündigung
  • Mutterschutz
1 Ustd.
8.2

Fallbeispiele

BGB

Entgeltfortzahlungsgesetz

Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

MuSchG

Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG)

Sie berücksichtigen Beschäftigungsverbote und Kündigungsschutzfristen im Rahmen des Mutterschutzes.

Fallbeispiele

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln das Bruttoentgelt unter Berücksichtigung bestehender rechtlicher Ansprüche (Entgelttarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag) und berechnen das Nettoentgelt.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die rechtlichen Bestimmungen zur individuellen Ermittlung des Bruttoentgelts 

10 Ustd.
8.3

Rang- und Günstigkeitsprinzip

BGB

Entgelttarifvertrag 

Mindestlohngesetz (MiLoG)

Betriebsvereinbarung

Arbeitsvertrag 

Sie bestimmen aufgrund dieser Ansprüche das monatliche Bruttoentgelt.

Fallbeispiele

Vermögenswirksame Leistungen

Sie erfassen die Lohnsteuerklassen der Beschäftigten.

Sie recherchieren die Arten und Berechnungen der steuerlichen Abzüge

Lohnsteuer

Kirchensteuer

Solidaritätszuschlag 

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die aktuellen Beitragssätze zur Sozialversicherung für Beschäftigte und Arbeitgebende.

Beitragsbemessungs- und Pflichtversicherungsgrenze

Sie bestimmen die Sozialversicherungsbeiträge sowie steuerlichen Abzüge für Arbeitnehmer und Arbeitsnehmerinnen.

Sie berechnen computergestützt das Nettoentgelt.

Tabellenkalkulation

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Ideen zur Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbetreuung sowie zur Personalförderung als eine wichtige Aufgabe zur Erhaltung der Leistungsmotivation und zur Bindung an den Betrieb.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über Maßnahmen der individuellen Personalbetreuung.

1 Ustd.
8.2

Sie unterscheiden Formen der Personalförderung

Umschulung

Weiterbildung

Ausbildung

Fortbildung

Sie machen sich mit materiellen und immateriellen Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation vertraut.

Erfolgsbeteiligung

Mitbestimmung

Sie entwickeln arbeitsorganisatorische Vorschläge zur Steigerung der Mitarbeitermotivation 

Job Rotation

Job Enlargement

Job Enrichment

Teamarbeit

Sie schlagen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fortbildungsmaßnahmen vor, die lebenslanges Lernen ermöglichen und zur Sicherung des Arbeitsplatzes beitragen.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick zu aktuell und künftig benötigten Kompetenzen der Beschäftigten. 

Sie erfassen den Fortbildungsbedarf und recherchieren geeignete Fortbildungsmaßnahmen.

2 Ustd.
8.2

qualitative Personalbedarfsplanung

Sie diskutieren Vor- und Nachteile interner und externer Fortbildungsmaßnahmen.

Sie erstellen einen betrieblichen Fortbildungsplan.

Sie wirken bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen, dem Erstellen von Abmahnungen, Kündigungsschreiben und Arbeitszeugnissen mit.

Die Schülerinnen und Schüler erläutern Gründe für ordentliche und außerordentliche Kündigungen.

8 Ustd.
8.4

BGB

Personalfreisetzung

Sie formulieren situationsgerecht Abmahnungen und machen sich die arbeitsrechtliche Bedeutung bewusst.

Textverarbeitung

Fallbeispiele

Sie beachten den allgemeinen und besonderen Kündigungsschutz sowie die Einhaltung von Kündigungsfristen. 

BGB

KSchG

BBiG

MuSchG

BEEG

SGB IX

Sie beteiligen den Betriebsrat bei Kündigungen.

BetrVG

Die Schülerinnen und Schüler formulieren Kündigungsschreiben.

Textverarbeitung

Sie recherchieren die rechtliche Möglichkeit einer Kündigungs-schutzklage sowie die Instanzen der Arbeitsgerichtsbarkeit.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen einfachen und qualifizierten Arbeitszeugnissen. 

Sie beurteilen qualifizierte Arbeitszeugnisse anhand der darin enthaltenen Formulierungen.

Sie erstellen einfache und qualifizierte Arbeitszeugnisse unter Berücksichtigung der Rechte von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen.

Sie stellen die Unterlagen bei Beendigung der Beschäftigung zusammen und bereiten die notwendigen Abmeldungen vor.

Zwischenzeugnis

Textverarbeitung

Sie dokumentieren diese Maßnahmen und handeln bei der Durchführung umsichtig. 

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren geplante und durchgeführte Personalmaßnahmen in analoger oder digitaler Form.

1 Ustd.
8.2

DSGVO

Personalstammdaten

Personalakte

Die Schülerinnen und Schüler erstellen mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms Personalstatistiken und werten diese aus.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten quantitative und qualitative Personaldaten in Tabellen und Diagrammen auf, z. B.

2 Ustd.
8.1

Tabellenkalkulation

Personalkennzahlen

Mitarbeiteranzahl

Alter

Qualifikation

Fehlzeitenquote

Unfallquote

Fluktuation

Personalkosten

Sie ziehen Vergleichszahlen hinzu und leiten ggf. Trends ab

1 Ustd.
8.2

Personalcontrolling

Personalstruktur

Personalentwicklung

betriebseigene Daten der Vergangenheit

Daten der Branche 

Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihren Arbeitsprozess hinsichtlich eingehaltener Sorgfalt, Vertraulichkeit und Objektivität.

Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Qualität ihrer Arbeitsschritte hinsichtlich

1 Ustd.
8.2

Checkliste 

Sorgfältigkeit

DSGVO

Vertraulichkeit

Objektivität

Sie beurteilen ihre eigene Arbeitsweise sowie die Arbeitsprozesse im Team kritisch. 

2 Ustd.
8.4

Deutsch/Kommunikation

Feedbackkultur

Sie beurteilen ihr Auftreten und Verhalten gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und nehmen konstruktive Rückmeldungen selbstkritisch an.

Die Schülerinnen und Schüler stellen Beurteilungskriterien für das Auftreten und Verhalten gegenüber Mitarbeitenden auf.

1 Ustd.
8.1

innerbetrieblicher Beurteilungsbogen

Sie schätzen ihr Auftreten und Verhalten im Team kritisch ein.

Ein konstruktives Feedback nehmen sie selbstkritisch an und leiten Verbesserungsmöglichkeiten ab.

2 Ustd.
8.3

Selbst- und Fremdreflektion

Sie wenden bei der gegenseitigen Beurteilung die Regeln des Feedbacks an.

Deutsch/Kommunikation

Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen, inwieweit sie auf Problemstellungen im personalwirtschaftlichen Bereich sachgerecht reagieren und entwickeln Strategien, um Lösungsansätze aufzuzeigen.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Reaktionsspektrum in Problemsituationen hinsichtlich Angemessenheit und Sachlichkeit.

1 Ustd.
8.2

Selbst- und Fallanalyse

Sie identifizieren Potentiale und leiten Verbesserungsvorschläge für die Anwendung in künftigen Situationen ab.

2 Ustd.
8.4

standardisiertes Vorgehen

Hierbei vergegenwärtigen sie sich ihrer eigenen Position als Arbeitnehmerin, Arbeitnehmer im Betrieb und den daraus resultierenden Konfliktpotenzialen.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich ihre Rechte als Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen im Betrieb bewusst und versichern sich ihrer Ansprechpartner. 

2 Ustd.
8.3

BGB, ArbZG, BurlG, KSchG, BDSG, AGG, ArbStättV, BetrVG

Sie setzen sich mit den Auswirkungen ihrer Tätigkeit in der Personalabteilung auf sich selbst als Arbeitnehmende und auf das gesamte Team auseinander.

2 Ustd.
8.4

Fallbeispiele

Sie reflektieren ihre Doppelrolle mit den entsprechenden Konfliktpotentialen.

Lernfeld 8 Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
8.1
Personalbedarf ermitteln und die Personalbeschaffung organisieren
20 Ustd.
8.2
Das Personal verwalten sowie die Personaleinsatzplanung und Personalentwicklung unterstützen
20 Ustd.
8.3
Die Entgeltabrechnung durchführen
20 Ustd.
8.4
Bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen mitwirken
20 Ustd.
Lernsituation
8.4
Bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen mitwirken
20 Ustd.
Auftrag

Sie sind in der Personalabteilung eingesetzt und erhalten den Auftrag, die Freisetzung von Personal vorzubereiten. Erstellen Sie dazu eine zusammenfassende Übersicht mit den Optionen zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses und den jeweiligen arbeitsrechtlichen Grundlagen. Formulieren Sie die notwendigen Schriftstücke für den gewählten Weg der Personalfreisetzung. Bereiten Sie die erforderlichen Abmeldeprozesse vor. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
8.4.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

4

Unterrichtsgespräch

Möglichkeiten zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses recherchieren

BGB
Tarifverträge
Betriebsvereinbarungen
Arbeitsverträge
Kündigungsfristen

Vertragsablauf

TzBfG

Aufhebungsvertrag

ordentliche Kündigung

außerordentliche Kündigung

Außerordentliche und ordentliche Kündigung voneinander abgrenzen

Brainstorming

Anlässe einer ordentlichen Kündigung festhalten

Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung erläutern 

Geltende Rechtsnormen für eine Kündigung zusammentragen

BGB 
BBiG
SGB IX
KSchG
MuSchG
BEEG
TzBfG
Tarifvertrag

Möglichkeit der Kündigungsschutzklage sowie die Instanzen der Arbeitsgerichtsbarkeit recherchieren

Sich mit den Voraussetzungen für eine rechtswirksame Kündigung vertraut machen

Abmahnung

Kündigung

einfaches Arbeitszeugnis

qualifiziertes Arbeitszeugnis

Qualifizierte Arbeitszeugnisse beurteilen

Fallbeispiele

Betriebliche Unterlagen für den Austritt von Personal erkunden

Ausbildungsbetrieb

Notwendige Abmeldungen ermitteln

Ausbildungsbetrieb

Optionen zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen vorbereitend in einer Übersicht sammeln

analog oder digital

Struktur und Inhalt der Übersicht abstimmen

Bewertungskriterien festlegen

Bewertungsbogen

8.4.2 Entscheiden/
Durchführen

Übersicht zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen 

13

analog oder digital

Arbeitsrechtliche Regelungen berücksichtigen

Voraussetzungen

Formvorschriften

Inhaltsvorgaben

Fristen

Erforderliche Dokumente formulieren

Textverarbeitung
Deutsch/Kommunikation

Abmahnung

Kündigung

einfaches Arbeitszeugnis

qualifiziertes Arbeitszeugnis

Betriebliche Unterlagen für den Austritt von Personal zusammenstellen

Abmeldungen des Arbeitnehmers vorbereiten

Personalmaßnahme datenschutzkonform dokumentieren

analog oder digital

8.4.3 Bewerten/
Reflektieren

Übersicht zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen beurteilen

3

Bewertungsbogen

Konsequenzen bei Verstoß gegen das Arbeitsrecht diskutieren

Deutsch/Kommunikation
Fallbeispiele
Arbeitsgerichtsbarkeit

fehlende Abmahnung

Nichteinhaltung von Kündigungsfristen

Missachtung von besonderem Kündigungsschutz

Qualität der Arbeitsschritte prüfen

Checkliste

Sorgfältigkeit

Vertraulichkeit

Objektivität

eigene Arbeitsweise und Arbeitsprozesse im Team kritisch beurteilen

Selbstkritik
Feedbackkultur

Potentiale identifizieren und Verbesserungsvorschläge ableiten

sich mit den Auswirkungen ihrer Tätigkeit in der Personalabteilung auf sich als Arbeitnehmende und auf das Team auseinandersetzen

eigene Doppelrolle mit den Konfliktpotentialen reflektieren

Lernfeld 9

Lernfeld 9: Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die Liquidität ihres Betriebes zu sichern und Finanzierungsentscheidungen für Investitionen unter Berücksichtigung der Rechtsform des Betriebes vorzubereiten.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren mögliche Maßnahmen für den Betrieb, um liquide zu bleiben.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Geschäftsprozesse, die konkrete Auswirkungen auf die Zahlungsebene haben und damit die Liquidität beeinflussen. 

3 Ustd.
9.1

Auftragsannahme 

Rechnungserstellung 

Zahlungseingangsüberwachung

Mahnwesen 

Inkasso

Gläubigerforderung

Sie sondieren ihren Handlungsspielraum bei der Sicherung der Liquidität.

Sie eruieren dabei den Einfluss von

eingeräumten Kreditlinien

Zahlungszielen

Skonti

Rabatten 

Boni

Sie klären die Vorgaben für die Finanzierung von geplanten Anschaffungen des Betriebes und ihren jeweiligen Verantwortungsbereich.

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in ihrem Verantwortungsbereich geplante Anschaffungen des Betriebes und ermitteln den Finanzierungsbedarf. 

1 Ustd.
9.1

Dabei beachten sie betriebliche, zeitliche sowie Budgetvorgaben.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Möglichkeiten der anlassbezogenen Bonitätsprüfung sowie über die Erfassung von Zahlungsströmen.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich anhand der ihnen zur Verfügung stehenden betrieblichen Quellen einen Überblick über die aktuelle Liquiditätslage sowie über die zukünftigen Ein- und Auszahlungen des Betriebes. 

Dazu nutzen sie z. B.

3 Ustd.
9.1

Kundenhistorie
Kundenkartei
Wirtschaftsauskunfteien

Bankkonten 

Kassenbuch

Offene-Posten-Liste 

offene/unbezahlte Rechnungen 

Abbuchungstermine

Sie informieren sich zu Möglichkeiten der anlassbezogenen Bonitätsprüfung 

Zahlungswilligkeit, Zahlungsfähigkeit
betriebsinternes Scoring,
Rating

Bonitätsauskunft des Kreditinstituts

Selbstauskunft

Sie ermitteln Zahlungsstörungen und bestimmen eine liquiditäts- und kundenorientierte Reaktion darauf.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln offene Forderungen und analysieren mögliche Zahlungsstörungen, wie z. B.:

3 Ustd.
9.1

nicht rechtzeitige Zahlung

falsche oder unvollständige Zahlung

Zahlungsausfall

Rücklastschrift

Insolvenzanmeldung oder Zahlungsunfähigkeit des Kunden

Streitigkeiten über Rechnungsbetrag oder Leistung

LF 7, 4 Reklamation 

Sie veranlassen eine kundenorientierte sowie liquiditätssichernde Maßnahme, wie z. B. 

Zahlungserinnerung 

Ratenzahlungsvereinbarung

Mahnung

Sie nutzen bei Neukundenbestellungen die Möglichkeiten der anlassbezogenen Bonitätsprüfung.

Sie eruieren auch mit Hilfe digitaler Medien Alternativen der Finanzierung von Investitionen.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln unter Verwendung digitaler Medien unterschiedliche betrieblich realisierbare Möglichkeiten der Außen- und Innenfinanzierung für geplante Investitionen

12 Ustd.
9.3

Onlinerecherche

Lieferantenkredit 

Kontokorrentkredit

Darlehen 

offene Selbstfinanzierung

Beteiligungsfinanzierung

Factoring

Leasing

Dabei beachten sie verschiedene Bedingungen, wie z. B.

vorgegebenes oder geplantes Budget

ermittelter Kapitalbedarf 

Rechtsform des Betriebes

LF 1 Rechtsformen

Bonität des Betriebes und Sicherheiten 

Sie erkunden die Regelungen zur Vertretung, Geschäftsführung, Haftung und Gewinnverteilung in Abhängigkeit von der Rechtsform des Unternehmens (Einzelunternehmung, Kommanditgesellschaft, Gesellschaft mit beschränkter Haftung).

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Rechtsformen

6 Ustd.
9.3

BGB
HGB
GmbHG

Einzelunternehmung

Kommanditgesellschaft 

Gesellschaft mit beschränkter Haftung 

Sie eruieren die Gestaltung der Geschäftsführung, deren Vertretung, Haftungsbedingungen sowie Gewinnverteilung der Gesellschafter in den genannten Rechtsformen. 

Sie informieren sich über die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Beantragung von Krediten und deren Sicherungen.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Bedeutung von Sicherheiten im Kreditgeschäft sowie die betrieblichen Voraussetzungen zur Kreditbeantragung

8 Ustd.
9.4

Kreditfähigkeit

Kreditwürdigkeit

Kreditsicherheit

Sie unterscheiden 

Kontokorrentkredit

Kassenkredit öffentlicher Dienst

Fälligkeitsdarlehen

Online-Recherche bei Kreditinstituten

anhand der Merkmale Laufzeit, Zinssatz, Zeitpunkt der Tilgung.

Sie stellen die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Beantragung von Krediten mit den erforderlichen Dokumenten chronologisch dar.

Checkliste

Sie setzen sich mit Alternativen der Kreditsicherung auseinander:

einfacher, verlängerter, erweiterter Eigentumsvorbehalt

selbstschuldnerische Bürgschaft

Sicherungsübereignung

Lombardkredit

Grundpfandrecht

Die Schülerinnen und Schüler planen mit Budgets und ordnen die künftigen Einnahmen und Ausgaben des Betriebes nach deren Fälligkeit.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren das zur Verfügung stehende Budget für den geplanten Investitionszeitraum.

1 Ustd.
9.2

Sie stellen Verbindlichkeiten sowie Forderungen den liquiden Mitteln gegenüber und ermitteln eine Über- bzw. Unterdeckung. 

Dabei berücksichtigen sie die Fälligkeitsdaten sowie den Budgetrahmen.

fixe und variable Kosten
digitale Planungstools

Die Schülerinnen und Schüler treffen Maßnahmen, um einen Liquiditätsengpass zu vermeiden.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Liquiditätsvorschau mittels zeitlicher Gegenüberstellung geplanter Einnahmen und Ausgaben und identifizieren mögliche Zeiträume mit Liquiditätsengpässen.

2 Ustd.
9.2

grafische Darstellung

Sie ermitteln Maßnahmen zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen, z. B.:

Zahlungsziele bei Lieferanten

Skonti für Kundenzahlungen

konsequentes Mahnwesen

kurzfristige Finanzierungsmöglichkeiten

Abverkauf von Lagerbeständen

Sie unterscheiden zwischen langfristigen und kurzfristigen Maßnahmen.

Sie leiten geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Engpässen ein.

Sie überwachen den Liquiditätsstatus des Betriebes und sorgen für den Zahlungseingang durch die Kunden.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Einnahmen-/Ausgabenübersicht.

2 Ustd.
9.2

Tabelle, Grafik

Sie überwachen die Zahlungseingänge der Kundinnen und Kunden mit Hilfe der Offenen-Posten-Liste. Bei Zahlung unter Abzug von Skonto überprüfen sie rechnerisch den Skontoabzug.

Dazu veranlassen sie gegebenenfalls Bonitätsprüfungen und mahnen im Fall der Nicht-Rechtzeitig-Zahlung kaufmännisch unter der Beachtung von Kundenbeziehungen und berechnen Verzugszinsen.

Die Schülerinnen und Schüler leiten in Abhängigkeit betrieblicher Vorgaben bei Bedarf das kaufmännische Mahnverfahren ein, um offene Forderungen konsequent zu verfolgen. 

3 Ustd.
9.2

LF 4
Verpflichtungsgeschäft, Erfüllungsgeschäft
Fälligkeiten, Verzug
BGB

Sie formulieren im Rahmen des kaufmännischen Mahnverfahrens entsprechende Schreiben an Kundinnen und Kunden. Dabei kommunizieren sie sachlich angemessen und wertschätzend. 

Deutsch/Kommunikation

Sie berechnen Verzugszinsen, dafür ermitteln sie zu verwendende Zinssätze und Zinstage.

Prozentrechnung, 
LF 3 Dreisatz

Die Schülerinnen und Schüler wägen ab, ob aus Kulanzgründen bei Kunden alle Maßnahmen, die rechtlich möglich wären, tatsächlich eingeleitet werden.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden unter Berücksichtigung der Kundenhistorie über Kulanz bei Nicht-Rechtzeitig-Zahlung.

Sie schätzen die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen ein.

1 Ustd.
9.2

Kundenkartei

Sie beantragen den Erlass eines Mahnbescheides bei ausbleibendem Zahlungseingang.

Zivilprozessordnung (ZPO)
Mahngerichte
Vollstreckungsbescheid

Sie diskutieren potentielle Auswirkungen dieser Maßnahme auf die Kundenbeziehung.

Kundenwertigkeit

Sie wirken drohender Verjährung entgegen.

Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen die gesetzlichen Verjährungsfristen und recherchieren rechtliche sowie wirtschaftliche Folgen einer Verjährung. 

2 Ustd.
9.2

BGB

Sie wirken drohender Verjährung entgegen, z. B. durch 

Hemmung

Vereinbarung einer Abschlagszahlung 

Zustellung des Mahnbescheides

Die Schülerinnen und Schüler schlagen ausgehend von der Rechtsform ihres Unternehmens für geplante Investitionen Alternativen der Außen- und Innenfinanzierung (Lieferantenkredit, Kontokorrentkredit, Darlehen, Selbstfinanzierung, Beteiligungsfinanzierung) und mögliche Sicherheiten (einfacher, verlängerter und erweiterter Eigentumsvorbehalt, selbstschuld-nerische Bürgschaft, Sicherungsübereignung, Grundpfandrecht) vor.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren Möglichkeiten der Außen- und Innenfinanzierung für geplante Investitionen

10 Ustd.
9.3

BGB

Lieferantenkredit

Kontokorrentkredit

Darlehen

Selbstfinanzierung

Beteiligungsfinanzierung

Sie ermitteln situationsbezogen geeignete Sicherheiten

LS 9.4

einfacher, verlängerter, erweiterter Eigentumsvorbehalt

selbstschuldnerische Bürgschaft

Sicherungsübereignung

Lombardkredit

Grundpfandrecht

Sie formulieren und begründen einen Vorschlag zur Finanzierung für eine geplante Investition.

Sie bereiten die Beantragung von Krediten und deren Sicherungen vor.

Sie leiten die Beantragung von Krediten ein, indem sie entsprechende Formulare ausfüllen sowie angeforderte Dokumente und Unterlagen zusammenstellen.

1 Ustd.
9.4

Sie führen einfache Zinsberechnungen im Rahmen der Finanzierung durch und entscheiden über die Inanspruchnahme von Skonto.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die Zinsen für kurzfristige Kredite 

5 Ustd.
9.4

LF 3 Dreisatz

Kontokorrentkredit

Lieferantenkredit

Sie berechnen für die Entscheidung über die Inanspruchnahme von Skonto exemplarisch den gewährten Preisnachlass und vergleichen diesen mit der entsprechenden Zinsbelastung bei Inanspruchnahme eines kurzfristigen Bankkredits.

Finanzierungsgewinn/-verlust
Kontokorrentkredit

Sie berücksichtigen bei ihren Vorschlägen auch Leasing und Factoring als Alternativen.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Inanspruchnahme der kurzfristigen Finanzierungsalternativen Leasing und Factoring auseinander. 

6 Ustd.
9.3

LF 4 Eigentum
Leasingrate
direktes/indirektes Leasing

Sie stellen an einem betrieblichen Beispiel die Kosten der Kreditfinanzierung den Kosten der Leasingfinanzierung gegenüber und entscheiden sich situativ begründet für eine Alternative.

2 Ustd.
9.4

LS 9.3
Binnendifferenzierung: Vergleich weiterer Kriterien

Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Liquidität des Betriebes (Liquidität 2. Grades).

Die Schülerinnen und Schüler eruieren die Kennzahlen der Liquidität.

1 Ustd.
9.2

Sie berechnen die Kennzahl Liquidität 2. Grades auf der Grundlage relevanter Informationen. 

Einzugsbedingte Liquidität

Sie beziehen in die Bewertung der ermittelten Größe vergangenheitsbezogene Daten des Betriebes oder Branchendaten ein.

in- und externes Rechnungswesen

Sie schätzen ihre Vorschläge zur Finanzierung von Investitionen auf Realisierbarkeit in ihrem Betrieb ein.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die verschiedenen Möglichkeiten zur Finanzierung geplanter Investitionen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Liquiditätsstatus des Betriebes. 

6 Ustd.
9.3

Liquiditätsgrade
Investitionsvolumen
Investitionsgegenstand
Eigenkapital

Sie berücksichtigen dabei auch aktuelle konjunkturelle Entwicklungen.

LF 5 Konjunktur

Sie bewerten die Qualität ihrer Arbeitsergebnisse, bessern selbstständig nach und beurteilen den Arbeitsprozess hinsichtlich der Effektivität.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Bedeutung einer sorgfältigen und genauen Arbeitsweise für die Qualität des Arbeitsergebnisses.

Sie schätzen die Qualität der eigenen Arbeitsergebnisse sowie ihren Arbeitsprozess ein und leiten daraus Entwicklungspotenzial ab.

Selbstreflexion
Feedbackkultur

Sie reflektieren, dass sie mit ihrem sorgfältigen Handeln einen direkten Beitrag zur Liquiditätssicherung ihres Ausbildungsbetriebes leisten.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass ihre gewissenhafte Arbeitsweise bei der Erfassung der Liquiditätssituation für ihren Betrieb von Bedeutung ist.

Sie reflektieren ihre Erkenntnisse und setzen in ihrem Rahmen sinnvolle Änderungen im Forderungsmanagement um.       

Lernfeld 9 Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten
3. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
9.1
Zahlungsströme identifizieren und die Liquidität des Betriebes ermitteln
10 Ustd.
9.2
Liquidität des Betriebes sichern
14 Ustd.
9.3
Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen des Betriebes eruieren und vergleichen
40 Ustd.
9.4
Beantragung von Krediten und deren Sicherungen vorbereiten
16 Ustd.
Lernsituation
9.4
Beantragung von Krediten und deren Sicherungen vorbereiten
16 Ustd.
Auftrag

Ihr Betrieb plant die Investition in eine neue Produktionsanlage. Für den zu beantragenden Kredit bei der Hausbank sind Sicherheiten erforderlich. Sie erhalten den Auftrag, eine tabellarische Übersicht geeigneter Kreditsicherungen anzufertigen und Ihrer Leitung als Argumentationsgrundlage für das Gespräch mit der Hausbank vorzulegen.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
9.4.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

9

Sich über die Bedeutung von Sicherheiten im Kreditgeschäft sowie die betrieblichen Voraussetzungen zur Kreditbeantragung informieren

Kreditfähigkeit

Kreditwürdigkeit

Kreditsicherheit

Kontokorrentkredit und Fälligkeitsdarlehen anhand von Kreditmerkmalen unterscheiden

Kassenkredit öffentlicher Dienst
Online-Recherche bei Kreditinstituten

Laufzeit

Zinssatz

Zeitpunkt der Tilgung

Sich mit Alternativen der Kreditsicherung auseinandersetzen

einfacher, verlängerter, erweiterter Eigentumsvorbehalt

selbstschuldnerische Bürgschaft

Sicherungsübereignung

Lombardkredit

Grundpfandrechte

Grundsätzliche Vorgehensweise bei der Beantragung von Krediten recherchieren

Abläufe mit den erforderlichen Dokumenten chronologisch darstellen

Checkliste

9.4.2 Entscheiden/
Durchführen

Tabellarische Übersicht zu Kreditsicherungen erstellen

5

LF 4

Zinsen für kurzfristige Kredite ermitteln

LF 3 Dreisatz

Kontokorrentkredit

Lieferantenkredit

Gewährten Preisnachlass von Skonto exemplarisch für die Entscheidung berechnen

Finanzierungsgewinn/-verlust

Zinsbelastung bei Inanspruchnahme eines kurzfristigen Bankkredits mit Skonto vergleichen

Kontokorrentkredit

Kosten der Kreditfinanzierung den Kosten der Leasingfinanzierung für die geplante Investition gegenüberstellen

LS 9.3
Binnendifferenzierung: Vergleich weiterer Kriterien

Informationen für die Übersicht auswählen und entsprechend aufbereiten

Übersicht mit dem Vorgesetzten besprechen und die Konsequenzen der einzelnen Kreditsicherheiten für das Unternehmen erläutern

Deutsch/Kommunikation
Rollenspiel

Sich situativ für eine Alternative begründet entscheiden

9.4.3 Bewerten/
Reflektieren

Qualität der eigenen Arbeitsergebnisse und Gespräch mit dem Vorgesetzten einschätzen

2

Diskussion

Arbeitsprozess beurteilen und Entwicklungspotenzial ableiten

Feedbackkultur

Bedeutung einer sorgfältigen und genauen Arbeitsweise für die Qualität der Arbeitsergebnisse reflektieren

Selbstreflexion

Lernfeld 10

Lernfeld 10: Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Wertschöpfungsprozesse auf Grundlage der Daten der Kosten- und Leistungsrechnung zu analysieren, erfolgsorientiert zu steuern und zu beurteilen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren Kosten (Einzel- und Gemeinkosten, fixe und variable Kosten) und Leistungen in ihrem Betrieb. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Kostenarten des Betriebes.

Die Schülerinnen und Schüler erkunden die angebotenen Leistungen ihres Betriebes. 

Sie unterscheiden dabei zwischen Sachgütern und Dienstleistungen.

4 Ustd.
10.1

Ausbildungsbetrieb

Sie recherchieren mögliche Kosten, die beim betrieblichen Leistungsprozess im Betrieb entstehen, z. B. 

Kosten nach Entstehungsursache

Löhne

Gehälter

Werkstoffe

Waren

Abschreibungen

Sie differenzieren die Kostenarten nach ihrer kalkulatorischen Zurechenbarkeit zu den Kostenstellen 

Einzelkosten

Gemeinkosten

Sie identifizieren Kosten in Belegen und ordnen sie Einzel- oder Gemeinkosten zu.

Sie unterscheiden die Kostenarten nach ihrem Verhalten bei schwankender Produktionsauslastung

Beschäftigungsgrad

fixe Kosten

ggf. sprungfixe Kosten

variable Kosten

Sie stellen anhand von Beispielen verschiedener Produktionsauslastungen fixe und variable Kosten gegenüber und leiten daraus deren charakteristische Merkmale ab.

grafische Darstellung, Kostenverläufe 

Sie machen sich mit dem betriebswirtschaftlichen Zweck von 

Beispiele

Plan-Kosten

Ist-Kosten

Normal-Kosten

vertraut.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten alle Daten für die Durchführung der Kostenarten- sowie der Kostenstellenrechnung vor.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Finanzbuchhaltung (FiBu) als Informationsquelle für entstandene Kosten im Betrieb.

4 Ustd.
10.1

GuV-Rechnung

Sie machen sich bewusst, dass nicht alle Aufwendungen und Erträge der FiBu im Zusammenhang mit dem betrieblichen Leistungsprozess stehen.

Sie recherchieren Kriterien für die Abgrenzung zwischen betrieblichen und neutralen Aufwendungen sowie betrieblichen und neutralen Erträgen.

Abgrenzungsbereich
Ergebnistabelle

Sie thematisieren die buchhalterische Zuordnung des Unternehmerlohns in Einzelunternehmen und Personengesellschaften in Abgrenzung zu anderen Unternehmensformen.

LF 6
Privatentnahmen 

Sie setzen sich vergleichend mit der tatsächlichen Wertminderung der Anlagegüter sowie deren bilanzieller Abschreibung auseinander

linear

degressiv

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln das Betriebsergebnis mit Hilfe der Ergebnistabelle. Dazu grenzen sie Aufwendungen und Erträge ab und berücksichtigen kalkulatorische Kosten (kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Abschreibungen).

Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Aufwendungen und Erträge aus der GuV-Rechnung in eine Ergebnistabelle und ermitteln das Gesamtergebnis des Rechnungskreises I.

4 Ustd.
10.1

LF 6
Grundkosten

Sie grenzen dabei neutrale Aufwendungen und neutrale Erträge aus der Finanzbuchhaltung ab.

Sie berechnen die kostenrechnerische Korrekturen und ergänzen diese in der Ergebnistabelle

Zusatzkosten
Anderskosten

kalkulatorischer Unternehmerlohn

kalkulatorische Abschreibungen

Sie ermitteln aus dem Ergebnis der unternehmensbezogenen Abgrenzungen und dem Ergebnis aus kostenrechnerischen Korrekturen das neutrale Ergebnis.

Sie bestimmen im Rechnungskreis II der Ergebnistabelle das Betriebsergebnis als Saldo von Kosten und Leistungen und im Rechnungskreis I das Gesamtergebnis.

Sie interpretieren Betriebsergebnis, Gesamtergebnis sowie neutrales Ergebnis.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen die ermittelten Kosten für die Kostenstellenrechnung und führen diese auf der Grundlage des einfachen Betriebsabrechnungsbogens durch.

Die Schülerinnen und Schüler übertragen die Gemeinkosten aus der Betriebsergebnisrechnung in den analogen oder digitalen Betriebsabrechnungsbogen (BAB)

10 Ustd.
10.2

Tabellenkalkulation
Einfacher BAB I

Gemeinkostenart

Betrag

Verteilungsschlüssel

Sie bilden entsprechend den Funktionsbereichen im Industriebetrieb die Kostenstellen

Material

Fertigung

Verwaltung

Vertrieb

Sie verteilen die Gemeinkosten im einfachen BAB nach einem vorgegebenen Verteilungsschlüssel auf die einzelnen Kostenstellen. 

Verteilungsrechnen

Sie berechnen die Zuschlagssätze zur Verteilung der Gemeinkosten unter Verwendung der jeweiligen Zuschlagsgrundlage für 

Herstellkosten des Umsatzes

Materialgemeinkosten

Fertigungsgemeinkosten

Verwaltungsgemeinkosten

Vertriebsgemeinkosten

Sie errechnen im Rahmen einer Kostenträgerrechnung auf Vollkostenbasis Selbstkosten und kalkulieren Angebotspreise für die Produkte und Dienstleistungen ihres Betriebes (einfache Zuschlagskalkulation, Kalkulation von Handelswaren in Form der Vorwärts- und Rückwärtskalkulation). Dabei nutzen sie die Tabellenkalkulation.

Die Schülerinnen und Schüler ordnen die Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten den jeweiligen Kostenträgern zu.

16 Ustd.
10.4

Kostenträgerstückrechnung

Sie recherchieren das Kalkulationsschema für die einfache differenzierte Zuschlagskalkulation. 

2 Ustd.
10.2

Sie übertragen das Kalkulationsschema in eine Tabellenkalkulation.

10 Ustd.
10.3

Sie ermitteln auf Grundlage der errechneten Zuschlagssätze aus dem BAB im Kalkulationsschema analog und digital die Selbstkosten.

Barverkaufspreis
Zielverkaufspreis

Sie erweitern das Kalkulationsschema und berechnen den Angebotspreis.

freibleibender Angebotspreis

Sie grenzen Handelswaren von selbst hergestellten Artikeln ab.

Die Schülerinnen und Schüler kalkulieren in analoger und digitaler Form mittels Vorwärtskalkulation Angebotspreise für Handelswaren auf Grundlage vorgegebener Handlungsgemeinkosten.

Kalkulationsfaktor
Kalkulationszuschlagssatz

Sie vergleichen den errechneten Angebotspreis mit den Preisen der Konkurrenz, um seine Marktfähigkeit zu prüfen.

LF 5

Sie machen sich die Bedeutung von Marktpreisen der Konkurrenz für die eigene Preisgestaltung bewusst.

Preispolitik

Sie berechnen mit der Rückwärtskalkulation bei marktseitig fest gegebenen Angebotspreisen für Handelswaren den maximalen Listeneinkaufspreis.

Tabellenkalkulation
Handelsspanne

Sie arbeiten bei den Berechnungen sorgfältig und überprüfen ihre Ergebnisse auf Plausibilität.

Selbstreflektion

Sie wenden die einstufige Deckungsbeitragsrechnung zur Ermittlung der Gewinnschwelle, einer Preisuntergrenze sowie zur Entscheidung über die Annahme eines Zusatzauftrages an.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen den Konkurrenzvergleich zur Prüfung der eigenen Marktfähigkeit des ermittelten Angebotspreises.

4 Ustd.
10.4

Sie verschaffen sich einen Überblick über die grundlegenden Unterschiede zwischen der Vollkosten- und Teilkostenrechnung. 

12 Ustd.
10.5

Sie realisieren die betriebswirtschaftlichen Vorteile der Deckungsbeitragsrechnung als Entscheidungsgrundlage.

Teilkostenrechnung

Sie ermitteln für ihr Produkt die variablen Stückkosten und den Stückdeckungsbeitrag.

Sie identifizieren die variablen Stückkosten als mögliche Preisuntergrenze. 

Sie erschließen Gründe für den Verkauf ihres Produktes an der Preisuntergrenze. 

LF 5 

Sie bestimmen rechnerisch und grafisch die Gewinnschwelle für ihr Produkt.

Tabellenkalkulation
Break-Even-Point

Sie eruieren die Anwendung der Deckungsbeitragsrechnung bei der Entscheidung über die Annahme eines Zusatzauftrags.

Sie prüfen die Entstehung zusätzlicher Fixkosten bei Annahme eines Zusatzauftrages.

Sie berechnen den Gesamtdeckungsbeitrag des Zusatzauftrages.

Sie entscheiden begründet über die Annahme des Zusatzauftrages auf Grundlage des ermittelten und beurteilten Gesamtdeckungsbeitrages.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die ermittelten Daten im Rahmen einer Nachkalkulation sowie durch den Vergleich von Normal- und Ist-Kosten (Kostenüber- und -unterdeckung).

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die ermittelten Ist-Kosten aus dem BAB mit den Normal-Kosten der Angebotskalkulation.

10 Ustd.
10.6

Kostenträgerzeitrechnung

Sie machen sich die Notwendigkeit der regelmäßigen Kosten­überwachung durch den Vergleich von Ist- und Normal-Kosten bewusst.

2 Ustd.
10.2

Sie identifizieren Abweichungen zwischen Ist- und Normal-Kosten

Kostenüberdeckung

Kostenunterdeckung

Sie ermitteln mögliche Ursachen für Kostenabweichungen.

Sie schlagen im Fall einer Kostenunterdeckung geeignete Maßnahmen zur Kostensenkung vor.

LF 5

Sie diskutieren den betrieblichen Umgang mit einer Kostenüberdeckung

Zuschlagssätze anpassen

Zuschlagsätze beibehalten

Sie machen sich die Notwendigkeit der stetigen Kostenkontrolle bewusst.

Sie realisieren, welchen Einfluss der Beschäftigungsgrad ihres Betriebes auf die Kosten (Gesetz der Massenproduktion) hat.

Die Schülerinnen und Schüler berechnen die Stückkosten eines Produktes für verschiedene Produktionsmengen.

2 Ustd.
10.1

Tabellenkalkulation
Umlage Gesamtkosten

Sie schlussfolgern, dass mit steigendem Beschäftigungsgrad die Stückkosten sinken und leiten damit das Gesetz der Massenproduktion ab.

Fallbeispiele
Stückkostenkurve

Sie hinterfragen die eigene Einstellung zur Arbeit und reflektieren die Vorstellungen anderer.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen ihre eigene Einstellung zur Arbeit ein und gleichen diese mit der der Kollegen ab, z. B.

LF 7
Aktives Zuhören

Motivation

Zuverlässigkeit

Sorgfalt

Verantwortungsbewusstsein

Sie ziehen Schlussfolgerungen daraus für ihre persönliche Entwicklung.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen ihre Verantwortung für die Kosten und Leistungen des Betriebes und überprüfen ihre Einflussmöglichkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Arbeitsergebnisse in der Kosten- und Leistungsrechnung als einen Beitrag zum Erfolg des Betriebes.

Selbstkritik

Sie machen sich ihren persönlichen Anteil am Erfolg des Unternehmens bewusst und berücksichtigen zukünftig ihre Einflussmöglichkeiten. 

Lernfeld 10 Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern
3. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
10.1
Kosten und Leistungen des Betriebes identifizieren sowie das Betriebsergebnis bestimmen
14 Ustd.
10.2
Gemeinkostenzuschlagssätze für die Preiskalkulation ermitteln
14 Ustd.
10.3
Angebotspreise für Handelswaren kalkulieren
10 Ustd.
10.4
Angebotspreise für Produkte und Dienstleistungen auf der Basis der Vollkostenrechnung kalkulieren
20 Ustd.
10.5
Die Deckungsbeitragsrechnung für produktpolitische Entscheidungen nutzen
12 Ustd.
10.6
Normal- und Ist-Kosten vergleichen und betriebliche Maßnahmen ableiten
10 Ustd.
Lernsituation
10.3
Angebotspreise für Handelswaren kalkulieren
10 Ustd.
Auftrag

Sie sind in der Buchhaltung eingesetzt. Dort erhalten Sie den Auftrag, für eine neue Handelsware den Angebotspreis zu kalkulieren. Prüfen Sie den ermittelten Angebotspreis auf Marktfähigkeit und geben Sie ggf. Empfehlungen für Preisanpassungen an die aktuelle Marktsituation.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
10.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

2

Unterrichtsgespräch

Handelswaren als fertige zugekaufte Produkte zuordnen

Kalkulationsschema der Vorwärtskalkulation zur Ermittlung des Angebotspreises recherchieren

Ausbildungsbetrieb

Vorgegebene Handlungsgemeinkosten identifizieren

Beispiele Gemeinkosten für Waren

Informationen für die Ermittlung des Angebotspreises beschaffen

FiBu
Ergebnistabelle
BAB

Einkaufspreis

LS 10.1 
Aufwendungen für Waren

Liefererrabatt

Liefererskonto

Bezugskosten

Handlungskosten

Kalkulationsfaktor
Kalkulationszuschlagssatz

Gewinnzuschlag

Kundenskonto

Vertreterprovision

Kundenrabatt

Realisierbaren Marktpreis für die Handelsware eruieren

LF 5

Ausgehend vom vorgegebenen Marktpreis die Möglichkeiten der Rückwärtskalkulation recherchieren

10.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Kalkulationsschema bereitlegen und Werte einsetzen

6

Tabellenkalkulation

Angebotspreis mit Hilfe der Vorwärtskalkulation ermitteln

Tabellenkalkulation

Kalkulierten Angebotspreis mit Preisen der Konkurrenzprodukte vergleichen

Möglichen Verkaufspreis diskutieren

Plenum

Den maximalen Einkaufspreis mittels Rückwärtskalkulation berechnen

Tabellenkalkulation
Handelsspanne

Maßnahmen zur Anpassung des Angebotspreises bei Bedarf vorschlagen

Brainstorming
Preispolitik

Konsequenzen für das Unternehmen abwägen und Empfehlungen formulieren

LF 5
LS 10.5

Sorgfältig arbeiten und Plausibilität der Ergebnisse regelmäßig prüfen

Selbstkontrolle

10.3.3 Bewerten/
Reflektieren

Arbeitsergebnisse und vorgeschlagene Maßnahmen diskutieren und beurteilen

2

Plenum
Deutsch/Kommunikation

Konstruktives Feedback zur Arbeitsweise bei der Kalkulation geben

Feedbackregeln

Feedback zum eigenen Arbeitsprozess einholen

LF 7
Aktives Zuhören

Persönlichen Anteil am Erfolg des Unternehmens einschätzen und zukünftig berücksichtigen

Selbstreflektion

Lernfeld 11

Lernfeld 11: Geschäftsprozesse darstellen und optimieren

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, die Arbeits- und Geschäftsprozesse des Betriebes darzustellen, zu optimieren und zur Qualitätssicherung sowie zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsprozessen beizutragen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler differenzieren die Geschäftsprozesse (Kern- und Unterstützungsprozesse) des Betriebes.

Die Schülerinnen und Schüler benennen die Arbeits- und Geschäftsprozesse an ihrem Arbeitsplatz und in ihrem Betrieb.

6 Ustd.
11.1

Ausbildungsbetrieb

Sie unterscheiden und ordnen betriebliche Teilprozesse z. B. in der 

Teilprozesse Beispielsammlung

Kundenauftragsbearbeitung

Produktion

Buchhaltung

Personalverwaltung

Sie grenzen die Kernprozesse von den Unterstützungsprozessen ab.

betriebliche Zielorientierung
vgl. LF 1 

Sie analysieren den betrieblichen Wertefluss, dabei unterscheiden sie direkt und indirekt wertschöpfende Prozesse für den Betrieb und diskutieren deren Bedeutung.

Visualisierung

Sie informieren sich über die Bedeutung von Schnittstellen bei der Vorgangsbearbeitung und Informationsweitergabe.

Die Schülerinnen und Schüler erkunden Schnittstellen für Informationsübergaben bei der Vorgangsbearbeitung in ihrem Betrieb.

2 Ustd.
11.1

Informationsfluss
Kundenauftragsbearbeitung, LF 4

Sie recherchieren die betrieblichen Informationsmittel der Vorgangsbearbeitung, z. B.

2 Ustd.
11.2

LF 2
analog und digital

Handbuch

Verfahrensanweisung

Formular

E-Mail

ERP-System

Datenbank

Kollaborationstool

Checkliste

Sie setzen sich mit den Anforderungen an Informationsschnittstellen auseinander

Funktionsfähigkeit

Bedienbarkeit

Zugänglichkeit

Sicherheit

Sie machen sich die Bedeutung von Informationsschnittstellen bewusst, z. B.

Fallbeispiele

Fehlervermeidung

Zeiteinsparung

Kundenzufriedenheit

Transparenz 

Sie identifizieren Schnittstellen zwischen den Prozessen. Dabei nutzen sie Handbücher, Verfahrensanweisungen und digitale Leitfäden.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren Prozessübergänge.

2 Ustd.
11.1

Beispiel Kundenauftragsbearbeitung
Visualisierung

Sie nutzen dafür 

4 Ustd.
11.2

Schnittstellenmanagement

Handbücher

Verfahrensanweisungen

digitale Leitfäden

Checklisten in Apps

Workflow-Anleitungen im EPR-System

Tutorials

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Möglichkeiten und dem Ablauf externer Zertifizierungen im Rahmen des Qualitäts- und Umweltmanagements auseinander, z. B. 

Zertifizierungs-Audit

DIN EN ISO 9001

Total Quality Management (TQM)

DIN EN ISO 9004

DIN EN ISO 14001

DIN EN ISO 50001

Eco-Management and Audit Scheme (EMAS)

Sie diskutieren betriebliche Gründe für eine Zertifizierung, z. B. 

Kundenanforderung

Wettbewerbsvorteil

öffentliche Ausschreibungen

rechtliche Anforderung

interne Prozessverbesserung

Sie recherchieren mögliche Darstellungsformen von Geschäfts- und Arbeitsprozessen.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit alternativen Darstellungsformen von Geschäfts- und Arbeitsprozessen vertraut

2 Ustd.
11.1

Workflow-Software

Arbeitsablaufdiagramm

Flussdiagramm

Prozesslandkarte

Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)

Swimlane-Diagramm

erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette (eEPK)

Die Schülerinnen und Schüler stellen den organisatorischen Aufbau des Betriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten und dessen Leitungssystem dar.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem organisatorischen Aufbau von Betrieben auseinander.

Sie grenzen Leitungssysteme voneinander ab

3 Ustd.
11.1

Aufbauorganisation
Stellenbildung
Anwendungsbeispiele

Einliniensystem

Mehrliniensystem

Stabliniensystem

Spartenorganisation

Matrixorganisation

Sie leiten die Vor- und Nachteile der Leitungssysteme für den Betrieb ab.

Die Schülerinnen und Schüler stellen das Leitungssystem ihres Betriebes grafisch dar.

Sie beurteilen die Aussagekraft von Organigrammen.

Sie fertigen eine Ist-Aufnahme der Prozesse an, um die Geschäfts- und Arbeitsprozesse (Ablaufdiagramme, ereignisgesteuerte Prozesskette) darzustellen und identifizieren Schwachstellen.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen unterschiedliche Erhebungsmethoden zur Erfassung betrieblicher Abläufe, z. B.

2 Ustd.
11.1

LF 4
Auftragsbearbeitungsprozess

Dokumentenanalyse

2 Ustd.
11.2

Interview

Beobachtung

Textverarbeitung

Fragebogen

Tabellenkalkulation

Laufzettelverfahren

Multimomentaufnahme

eigene Dokumentation

Sie identifizieren einzelne Vorgänge in ausgewählten Prozessen und beschreiben die Teilprozesse. 

Ist-Aufnahme

Sie nutzen zur Dokumentation unterschiedliche Arten der Darstellung von betrieblichen Prozessen

Workflow-Software

Arbeitsablaufdiagramm

Flussdiagramm

EPK

eEPK

Sie eruieren Erfolgs- und Einflussfaktoren auf Prozesse, z. B. 

Fallbeispiele

Kommunikationswege

Führungsstil

Kundenorientierung

Transparenz

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln potentielle Schwachstellen in Prozessabläufen, z. B.

Fallbeispiele

lange Durchlaufzeiten 

überflüssige Prozessschritte

Systembrüche

Doppelarbeiten

Informationsverluste

hohe Fehlerquote

Sie schätzen die Aussagekraft verschiedener Darstellungsformen der Ablauforganisation ein.

Sie entwickeln im Team Vorschläge zur Optimierung der Abläufe im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung von Kern- und Unterstützungsprozessen und dokumentieren diese.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren im Team Optimierungsmöglichkeiten für ausgewählte Prozesse.

4 Ustd.
11.3

Brainstorming
Benchmarking
Lean Methoden

Sie dokumentieren und kommunizieren ihre Vorschläge zur Optimierung der Prozesse, z. B. 

überarbeitete Arbeitsablaufdiagramme

überarbeitete EPK

erwartete Effekte

Sie simulieren alternative Arbeitsprozesse und kontrollieren deren Effizienz, z. B. 

Kennzahlenvergleich intern und extern

Durchlaufzeit

Fehlerquote

Erfolgsindikatoren

Kosten 

Ressourceneinsatz

Dabei berücksichtigen sie die Informations- und Entscheidungswege sowie Schnittstellen.

Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich bewusst am kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und beziehen 

1 Ustd.
11.1

Zertifizierungs-Audit

Informationswege

2 Ustd.
11.2

Entscheidungsprozesse

Schnittstellen 

ein.

Sie dokumentieren ihre Verbesserungsvorschläge.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen die Realisierbarkeit und Akzeptanz ihrer unterbreiteten Vorschläge ein.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren im Team die Effekte der Optimierungsmaßnahmen auf Prozesseffizienz und Unternehmensziele.

2 Ustd.
11.3

Deutsch/Kommunikation
Erfolgsindikatoren

Sie prüfen die Umsetzbarkeit und die Zustimmung zu ihren Vorschlägen. 

Feedbackregeln

Sie beurteilen diese im Hinblick auf die Kosteneinsparung, den Ressourceneinsatz, die Arbeitsplatzsicherheit sowie auf die Kundenzufriedenheit.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die vorgeschlagenen Maßnahmen kritisch hinsichtlich

2 Ustd.
11.3

Kundenorientierung

Mitarbeiterzufriedenheit

Ressourcenschonung

Kosteneinsparung

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Stärken und Schwächen sowie ihre Leistungen im Team und treffen Maßnahmen zur Optimierung ihrer Arbeitsweise.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich kritisch mit ihrem eigenen Anteil an der Verbesserung des Geschäftsprozesses auseinander. 

2 Ustd.
11.1

Deutsch/Kommunikation

Sie beurteilen die Zusammenarbeit im Team sowie ihre eigene Arbeit im Team.

2 Ustd.
11.3

Feedbackregeln

Sie nutzen diese Ergebnisse zur Optimierung ihrer künftigen Arbeitsabläufe.

Lernfeld 11 Geschäftsprozesse darstellen und optimieren
3. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
11.1
Die Arbeits- und Geschäftsprozesse des Betriebes darstellen
20 Ustd.
11.2
Schwachstellen identifizieren und Optimierungsvorschläge dokumentieren
10 Ustd.
11.3
Die Realisierbarkeit und Akzeptanz der Optimierungsvorschläge beurteilen
10 Ustd.
Lernsituation
11.1
Die Arbeits- und Geschäftsprozesse des Betriebes darstellen
20 Ustd.
Auftrag

Die Geschäftsleitung Ihres Betriebes möchte das Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 zertifizieren lassen. In diesem Rahmen werden Sie beauftragt, die bestehenden Arbeits- und Geschäftsprozesse Ihres Betriebes zu erfassen und zu dokumentieren. Berücksichtigen Sie dabei auch den organisatorischen Aufbau Ihres Betriebes. Informieren Sie sich zunächst umfassend zur Zertifizierung, stellen Sie die geforderte Dokumentation zusammen und präsentieren Sie diese der Geschäftsleitung. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
11.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

11

Betriebliche Zertifizierungsgründe zusammentragen und diskutieren

Brainstorming

Kundenanforderung

Wettbewerbsvorteil

rechtliche Anforderung

interne Prozessverbesserung

Möglichkeiten und Abläufe externer Zertifizierungen eruieren

Zertifizierungs-Audit
Total Quality Management (TQM)

Qualitätsmanagement

ISO Normen

Umweltmanagement

EMAS

Arbeits- und Geschäftsprozesse des Betriebes ermitteln

Ausbildungsbetrieb 
LF 1 

Betriebliche Teilprozesse unterscheiden und den Unternehmensbereichen zuordnen

Beispielsammlung

Kundenauftragsbearbeitung

Produktion

Buchhaltung

Personalverwaltung

Kern- und Unterstützungsprozesse differenzieren 

betriebliche Zielorientierung
LF 1

Betrieblichen Wertefluss erfassen und dabei direkt und indirekt wertschöpfende Prozesse unterscheiden

Visualisierung

Bedeutung wertschöpfender Prozesse diskutieren

Schnittstellen bei der Vorgangsbearbeitung und der Informationsweitergabe erkunden

LF 4 
Kundenauftragsbearbeitung
Prozessübergänge

Innerbetriebliche Informationsmittel der Vorgangsbearbeitung recherchieren 

Ausbildungsbetrieb 
analog und digital
LF 2

Handbuch

Verfahrensanweisung 

Formular

E-Mail

ERP-System

Datenbank

Kollaborationstool

Checkliste

Anforderungen an Informationsschnittstellen eruieren

Funktionsfähigkeit

Bedienbarkeit

Zugänglichkeit

Sicherheit

Sich die Bedeutung von Informationsschnittstellen bewusst machen

Fallbeispiele

Organisatorischen Aufbau von Betrieben erfassen

Aufbauorganisation
Stellenbildung

Leitungssysteme unterscheiden

Anwendungsbeispiele

Einliniensystem 

Mehrliniensystem

Stabliniensystem 

Spartenorganisation

Matrixorganisation

Vor- und Nachteile der Leitungssysteme für den Betrieb ableiten

Leitungssystem des Betriebes ermitteln und darstellen

Ausbildungsbetrieb

Sich mit der Aussagekraft von Organigrammen auseinandersetzen

Alternative Darstellungsformen von Geschäfts- und Arbeitsprozessen recherchieren

Gruppenarbeit 
Ausbildungsbetrieb
Workflow-Software
Prozesslandkarte

Arbeitsablaufdiagramm

Flussdiagramm

EPK 

eEPK

Verschiedene Erhebungsmethoden zur Erfassung betrieblicher Abläufe zusammentragen

LF 4
Textverarbeitung
Tabellenkalkulation

Dokumentenanalyse

Interview

Beobachtung

Fragebogen

Laufzettelverfahren

Multimomentaufnahme 

eigene Dokumentation

Bewertungskriterien für die Prozess-darstellung und Präsentation festlegen 

11.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Arbeits- und Geschäftsprozesse des Betriebes erfassen

6

Teilprozesse 
Gruppenarbeit 

Einzelne betriebliche Vorgänge identifizieren und Teilprozesse beschreiben

Ist-Aufnahme 

Aussagekraft verschiedener Prozessdarstellungsformen beurteilen

Geeignete Darstellungs- und Präsentationsform auswählen 

Gruppenarbeit
analog oder digital
Workflow-Software

Arbeits- und Geschäftsprozesse dokumentieren

Textverarbeitung
Tabellenkalkulation 
Workflow-Software

Erfolgs- und Einflussfaktoren auf Prozesse eruieren

Fallbeispiele

Informations- und Entscheidungswege sowie Schnittstellen bewusst nutzen 

Schnittstellenmanagement

Arbeitsergebnisse präsentieren 

Plenum
analog oder digital

Prozessdarstellung und Präsentation beurteilen

Bewertungskriterien 

11.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Konstruktives Feedback geben

3

Feedbackregeln

Aussagekraft der Prozessdarstellung einschätzen

Diskussion 
Fallbeispiele
Zertifizierungs-Audit

Stärken und Schwächen sowie eigene Leistung im Team kritisch einschätzen 

Kritik und Selbstkritik 

Schlussfolgerungen für zukünftige Arbeitsabläufe ableiten

Stärken-Schwächen-Profil

Lernfeld 12

Lernfeld 12: Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Veranstaltungen und Geschäftsreisen eigenverantwortlich und effizient zu planen, mit zu gestalten und zu dokumentieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler zeigen Bereitschaft und Flexibilität, Veranstaltungen und Geschäftsreisen engagiert und verantwortungsbewusst zu organisieren.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich die Verantwortung bei der Organisation von Veranstaltungen und Geschäftsreisen bewusst und sind bereit, diese zu übernehmen.

1 Ustd.
12.1

Sie besitzen die Fähigkeit, sich bei situativen Veränderungen flexibel und anpassungsfähig zu verhalten. Dabei zeigen sie persönlichen Einsatz.

Organisations- und Improvisationsfähigkeit

Sie agieren zuverlässig, gewissenhaft und effizient unter Beachtung ökonomischer, ökologischer sowie rechtlicher Grundlagen.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Zielsetzungen und Anforderungen ihrer jeweiligen Veranstaltungsart (Sitzung, Konferenz, Videokonferenz, Kongress, Messe, Seminar, Webinar, Tagung).

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Zielsetzungen, wie z. B.

2 Ustd.
12.1

quantitative, qualitative

Kommunikation bzw. Austausch herbeiführen

Informationen vermitteln 

Weiterbildung anbieten

Kundenbeziehung aufbauen und pflegen

Image und Bekanntheitsgrad des Betriebes fördern

sowie über die Anforderungen an die jeweilige Veranstaltungsart, z. B.

Sitzung

Konferenz

Videokonferenz

Kongress

Messe

Seminar

Webinar

Tagung

Sie erfassen die Rahmenbedingungen und Wünsche der Reisenden an die Geschäftsreisen und sondieren Angebote für die Verkehrsmittel sowie die Unterkunft für die Reise.

Die Schülerinnen und Schüler agieren selbstständig im Rahmen ihres Verantwortungsbereichs bei der Organisation von Geschäftsreisen, wie z. B.

4 Ustd.
12.3

Dienstleister- und Partnerunternehmen recherchieren

betriebsinterne Kartei

Angebote einholen

LF 4

Sie beachten betriebsinterne Richtlinien zur Organisation von Geschäftsreisen auch unter ökologischen Aspekten.

Sie erfassen die Rahmenbedingungen sowie Wünsche der Reiseteilnehmenden, z. B.

Reiseanlass

Reiseziel

Reisetermin

Reisedauer

Zeitverschiebung

Präferenzen Transportmittel

Flugangst, Reiseübelkeit

weitere Termine vor Ort

Geschäftspartner, Besichtigungen/Begehungen

Sie holen Angebote für die Wahl des Verkehrsmittels ein und sondieren diese, wie z. B.

betriebsinterne Vorgaben und Partnerprogramme

Mietwagen, Dienstfahrzeuge, privater PKW

Bahn

Flugzeug

Schiff

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren geeignete Unterkünfte. Dabei achten sie z. B. auf:

kollaboratives Arbeiten

Leistungsangebot und Preis

Rabatte, Sonderkonditionen, Stornierungsmöglichkeit

Lage 

Entfernung zum Veranstaltungsort

Anreisemöglichkeiten

Ausstattung der Unterkunft

örtliche Gegebenheiten

Inklusion, Barrierefreiheit

betriebliche Stellung der Geschäftsreisenden

persönliche Vorstellungen der Geschäftsreisenden

Nachhaltigkeit

Sie berücksichtigen die Wünsche der Geschäftsreisenden im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten angemessen.

interkulturelle Bildung

Sie formulieren Anfragen mittels digitaler Medien für Verkehrsmittel und Unterkünfte und holen Angebote ein.

Deutsch/Kommunikation
berufsbezogenes Englisch

Die Schülerinnen und Schüler bereiten Veranstaltungen vor. 

Die Schülerinnen und Schüler grenzen Verantwortungsbereiche bei der Vorbereitung von Veranstaltungen ab und identifizieren ihren eigenen Verantwortungsbereich.

Sie erkennen die Relevanz der Veranstaltung für den Betrieb und die eigene Rolle für die Zielerreichung.

3 Ustd.
12.1

Sie informieren sich über die Vor- und Nachteile von internen und externen Dienstleistungen für Veranstaltungen.

Sie berücksichtigen diese und nutzen dazu betriebsinterne Vorbereitungsunterlagen für Veranstaltungen.

Sie erkunden bei der Vorbereitung der Veranstaltung z. B.

Funktion der Teilnehmenden im Betrieb

Sitten und Gebräuche der Teilnehmenden und am Veranstaltungsort

interkulturelle Bildung

kulturelle Besonderheiten der Teilnehmenden

Ernährung, Religion

Sie wirken bei organisatorischen Aufgaben mit, wie z. B.

kollaboratives Arbeiten

Konzeption der Veranstaltung erstellen

Dienstleistungen und Anbieter recherchieren

Vorauswahl geeigneter Orte und Dienstleister treffen

Angebote einholen und vergleichen

Sie berücksichtigen bei der Vorbereitung der Veranstaltung Zielsetzung und Anforderungen sowie betriebliche Budgetvorgaben. 

SMARTe Ziele

Sie bestimmen Termin sowie Veranstaltungsort unter Beachtung von

Verpflichtungen der internen Teilnehmenden

innerbetrieblichen Terminen

betrieblichen Messeterminen

Veranstaltungen am Veranstaltungsort

Feiertagen (regional und national) 

Ferienzeitpunkten der Bundesländer

Urlaube der Teilnehmenden

Barrierefreiheit 

Inklusion

Sie beachten bei der Vorbereitung die für Veranstaltung erforderlichen gesetzlichen Vorschriften und Genehmigungen, z. B.: 

Anmeldepflicht bei den zuständigen Behörden

Lärmschutzverordnung

Versammlungsstättenverordnung

Veranstaltungshaftpflicht

Veranstaltungsausfallversicherung

Brand- und Diebstahlversicherung

Sie eruieren ggf. anfallende Gebühren, Beiträge oder Entgelte 

Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA)

Lizenzen und Verwertungsrechte

Künstlersozialkasse

Sie treffen Entscheidungen zu Veranstaltungsort, Raum- und Geräteausstattung

Tischordnung

Sitzordnung, Bestuhlung

technische Ausstattung

Sie organisieren dem Anlass entsprechend die Gästebewirtung und berücksichtigen dabei kulturelle Besonderheiten

Ernährungsgewohnheiten
Budgetplan

Angebote einholen und vergleichen

Bestellung aufgeben

Anlieferung und Aufbau koordinieren

Sie erstellen Namensschilder sowie Sitzungsmappen und bereiten die Anwesenheitsliste vor.

Sie fertigen Hinweise für den Weg zur Veranstaltung an.

Sie stimmen Festlegungen zur Dokumentation der Veranstaltung in Bezug zur Zielsetzung ab und setzen diese um, z. B. mittels:

Dossier

DSGVO

Foto-/Videoaufnahmen

Urheberrecht

externer Berichtserstattung

Sie berücksichtigen bei ihrer Planung zeitliche Reserven und Alternativen, um auf mögliche unerwartete Umstände flexibel reagieren zu können.

Sie stellen gemäß dem Anlass das Programm und die Tagesordnung zusammen. 

Die Schülerinnen und Schüler erstellen selbstständig im Rahmen ihres Verantwortungsbereichs das Programm und die Tagesordnung.

Sie achten bei der Erstellung des Programms auf übersichtliche Gestaltung

1 Ustd.
12.1

kohärenter Aufbau der Tagesordnung

Zeitbedarfe der einzelnen Veranstaltungspunkte

Zeiträume für Diskussionen, Austausche und Pausen

interkulturelle Besonderheiten und Bedürfnisse der Teilnehmenden

Sie gliedern die Tagesordnung in eine sinnvolle Reihenfolge und berücksichtigen dafür u. a.: 

Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung

Feststellung der Anwesenheit und ggf. Beschlussfähigkeit

Protokollführende

Berichte

Diskussionen/Themen

Anträge

Sie sorgen für die notwendigen Ressourcen, wie die Bereitstellung der Räume, der Medien und des Caterings. 

Die Schülerinnen und Schüler sichern die Bereitstellung und geplante Umsetzung von Vorgaben für die Veranstaltungsräume

1 Ustd.
12.1

Tisch- und Sitzordnungen

Bestuhlung

Namensschildern

Konferenzmappen

Raumausstattung

Beschilderungen

Dekoration

Sie überprüfen den Veranstaltungsraum auf benötigte technische Ausstattung und Hilfsmittel sowie deren Funktionsfähigkeit

Technikcheck

Beamer 

Smartboard und Bildschirm

Mikrofon und Lautsprecher

Flipchart und Moderationsmaterial

Internetzugang und WLAN

Laserpointer Klasse 1

Sie verfassen Einladungsschreiben, auch in einer Fremdsprache.

Die Schülerinnen und Schüler formulieren Einladungsschreiben mit den relevanten Informationen zur Veranstaltung sowie der Anmeldung für die Teilnehmenden und Referierenden

1 Ustd.
12.1

Bezeichnung, Anlass und Thema 

Datum und zeitlicher Rahmen

Tagesordnung und Rahmenprogramm

Adresse, Telefonnummer, Veranstaltungsort und Tagungsraum

Anfahrt zum Veranstaltungsort 

ÖPNV, Parkmöglichkeiten

Referenten- und Teilnehmendenliste

Unterkunftsregelungen

Informationen zur Kostenübernahme

Teilnahmegebühren und Bezahlung

Anmeldeprocedere und Anmeldeschluss

Sie verfassen Einladungsschreiben und Informationen auch in einer fremden Sprache.

berufsbezogenes Englisch

Sie erstellen Zeit- und Arbeitspläne ihrer Veranstaltung. 

Die Schülerinnen und Schüler erstellen zur zeitlichen und organisatorischen Überprüfung der Veranstaltung Checklisten mithilfe digitaler Medien

1 Ustd.
12.1

Veranstaltungsvorbereitung und Aufbau

Veranstaltungsbeginn, -ablauf und -ende 

Abbau und Veranstaltungsnachbereitung

Sie erstellen mittels Standardsoftware digitale Zeit- und Arbeitspläne für die Veranstaltung, z. B. 

kollaboratives Arbeiten

Aufgaben/Tätigkeiten

Zuständigkeiten

Start- und Endzeit

Sie achten auf Klarheit und Übersichtlichkeit sowie auf mögliche äußere und innere Störungen.

Zeitfallen, Zeitdiebe
Zeitfenster für Unvorhergesehenes

Sie gehen bei der Erstellung systematisch nach Prioritäten vor, z. B. 

Pareto-Prinzip

Eisenhower-Prinzip

ABC-Analyse

ALPEN-Methode

Sie nutzen digitale inner- und außerbetriebliche Kommunikationssysteme.

Sie übermitteln die Zeit- und Arbeitspläne adressatengerecht mittels Kommunikationssystemen.

digitale Veranstaltungsmappe

Die Schülerinnen und Schüler wählen Verkehrswege, -mittel und Übernachtungsmöglichkeiten für die Geschäftsreise. 

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich unter Berücksichtigung der Vorstellung der Reisenden für mögliche Verkehrsmittel und -wege für die Geschäftsreise.

4 Ustd.
12.3

Sie vergleichen Preise und Leistungen verschiedener Anbieter und entscheiden sich für die passende Option bspw. mittels vorhandener Bonusprogramme.

Nutzwertanalyse
Pareto-Prinzip

Sie berücksichtigen dabei auch Aspekte der Nachhaltigkeit.

Sie beachten dabei die Dauer, Entfernungen und örtliche Gegebenheiten des Reiseziels und den Aspekt der Nachhaltigkeit.

Sie beachten und erledigen vor der Geschäftsreise alle erforderlichen Formalitäten für die Reise, wie z. B.

gültiges Personaldokument

gültiges Visum 

gültiger Führerschein

Auslandskrankenversicherung

Auslandsreiseversicherung

Gepäckversicherung

Flugticket/Fahrkarte 

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Entscheidungstabelle für die Auswahl der Unterkunft mit selbst gewählten Kriterien und entscheiden sich unter Abwägung verschiedener Interessen für eine geeignete Unterkunft.

Kriterienranking

Die Schülerinnen und Schüler wirken bei der Durchführung einer Veranstaltung mit. 

Die Schülerinnen und Schüler setzen die Veranstaltung zielorientiert und betriebsinteressengeleitet im Rahmen ihrer Verantwortung um. 

1 Ustd.
12.2

Sie begrüßen die Teilnehmenden, erteilen Auskünfte und weisen ggf. Plätze zu. 

Sie stellen die vorbereiteten Veranstaltungsunterlagen bereit 

LS 12.2
digitale Veranstaltungsmappe

Tagungsprogramm

Teilnehmendenliste

Arbeitsmaterialien

Prospekte

Papier und Schreibgeräte

WLAN-Zugang

Sie führen während der Veranstaltung Protokoll und erfassen situativ notwendige und geeignete Inhalte

LF 2

Verlaufsprotokoll

Ergebnisprotokoll

Sie achten im Rahmen ihrer Verantwortung auf die Versorgung mit Getränken und Speisen sowie ein gutes Raumklima (Belüftung). 

Sie organisieren und gewährleisten nach der Veranstaltung z. B.:

Checkliste

Verabschiedung der Teilnehmenden

Abbau/Rückbau von Installationen

Schäden oder Verluste an Technik oder Ausstattung

Rücktransport des Materials/der Ausstattung oder Technik

Wiederherstellung des ordnungsmäßen Zustandes und Endreinigung des Veranstaltungsraumes

Sie kommunizieren bei Bedarf in einer fremden Sprache.

Die Schülerinnen und Schüler sind im Rahmen ihrer Tätigkeit thematisch gut auf Gespräche vorbereitet und kommunizieren mündlich sowie schriftlich strukturiert und angemessen.

1 Ustd.
12.2

Berufsbezogenes Englisch

Sie nutzen gezielt Frage- und Gesprächstechniken für z. B.:

Deutsch/Kommunikation

Gespräche annehmen, weiterleiten und beenden 

Auskünfte erteilen

Nachrichten hinterlassen oder weiterleiten

Termine absprechen 

Sie nutzen bei Verhandlungen mit Geschäftspartnerinnen und -partnern sowie anderen Teilnehmenden Verhandlungsstile (distributiv, integrativ).

LF 3, 4

Sie agieren in schwierigen Gesprächssituationen souverän und betriebsinteressengeleitet.

Sie kommunizieren im Rahmen der Veranstaltung mit Teilnehmenden situationsgemäß in einer fremden Sprache, z. B.:

interkulturelle Bildung

Gäste empfangen, begrüßen, vorstellen, Small Talk, verabschieden

Teilnehmende bekanntmachen

Auskünfte erteilen

fachliche Gespräche führen

Informationen vermitteln

Sie achten auf die Einhaltung der Planungen und finden bei Abweichungen kreative Lösungen.

Die Schülerinnen und Schüler halten Zeit- und Arbeitspläne ein.

1 Ustd.
12.1

Sie identifizieren Planabweichungen sowie unerwartete Faktoren frühzeitig und finden situativ angemessene Lösungen.

Sie vermerken Planabweichungen und reflektieren diese nach der Veranstaltung.

Sie agieren als Ansprechpartnerin und Ansprechpartner gegenüber den Teilnehmenden und gehen konstruktiv mit Kritik um.

Die Schülerinnen und Schüler sind freundlich, hilfsbereit und wertschätzend im Umgang mit den Teilnehmenden.

1 Ustd.
12.2

Sie agieren dabei als Ansprechpartnerinnen und -partner bezüglich

Veranstaltungsablauf

Verantwortlichkeiten

teilnehmende Personen

örtliche Gegebenheiten

Maßnahmen bei unerwarteten Faktoren/Situationen

Beschwerden während der Veranstaltung

Sie sind sich dabei der verschiedenen Kommunikationsebenen bewusst.

Deutsch/Kommunikation
LF 7 Vier-Ohren-Modell
LF 2 Gesprächsregeln

Sie nehmen Kritik situationsadäquat im Rahmen ihrer Rolle an und geben selbst konstruktives Feedback.

Konfliktmanagement

Sie ermöglichen ein Feedback der Teilnehmenden zur Veranstaltung  und vergleichen es mit den zuvor gesetzten Zielen.

digitale Umfragetools
LF 5 Fragebogen

Sie berücksichtigen kulturelle Gewohnheiten, Sitten und Gebräuche. 

Die Schülerinnen und Schüler achten bei der Organisation der Veranstaltung auf kulturelle Besonderheiten der Teilnehmenden.

1 Ustd.
12.1

interkulturelle Bildung

Sie berücksichtigen länderspezifische Gepflogenheiten der Geschäftspartnerinnen und -partner sowie Teilnehmenden. 

Sie achten auf ihr Auftreten und ihr äußeres Erscheinungsbild.

Die Schülerinnen und Schüler sind sich ihrer repräsentativen Rolle bewusst und achten auf angemessene Umgangsformen bei z. B.:

1 Ustd.
12.2

Empfang und Begrüßung

Bekanntmachung

Gesprächen

Verabschiedung

Sie tragen auf die Veranstaltung abgestimmte Kleidung und achten auf ihr äußeres Erscheinungsbild.

Sie bereiten Veranstaltungen nach und dokumentieren diese.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten zur Dokumentation das erstellte Protokoll auf. Sie berücksichtigen dabei den Aufbau und die sprachliche Gestaltung.

1 Ustd.
12.2

LF 2
LS 12.2 

Sie erfassen Beschlüsse, dokumentieren die Ergebnisse und leiten diese den Verantwortlichen ggf. zu.

Organigramm

Sie legen Protokolle zur Unterschrift vor und archivieren sie.

Sie erstellen den Abschlussbericht und die Dokumentation der Veranstaltung, leiten diese an die Vorgesetzten weiter, archivieren und stellen sie als Vorbereitungsgrundlage für weitere Veranstaltungen zur Verfügung.

Sie stellen relevante Informationen den Teilnehmenden im Anschluss bereit.

Aktensysteme
LF 2
Aufbewahrungsfristen
HGB

Sie erstellen die Abrechnung der Veranstaltung für z. B.:

Honorare

Fahrtkosten

Übernachtungskosten

Bewirtungskosten

Raummieten

Warenlieferungen und Dienstleistungen

Sie formulieren, erstellen und versenden Dankschreiben an Referenten und Sponsoren. 

Die Schülerinnen und Schüler organisieren Geschäftsreisen, nehmen entsprechende Buchungen vor und fertigen Dokumente (Reiseplan, Reiseunterlagen) an.

Die Schülerinnen und Schüler organisieren Geschäftsreisen effizient, buchen die ausgewählte Unterkunft und organisieren die Anreise.

4 Ustd.
12.3

Sie erstellen einen Reiseplan mit allen für die Geschäftsreise relevanten Informationen und Materialien, wie z. B.:

Reisemappe, ggf. digital
LS 12.3 

Reisezeitraum und Ablaufplan

Reiseanlass

Reiseziel

Teilnehmende

Reiseunterlagen

Bemerkungen

Sie entwerfen Alternativszenarien für die Anreise bei eventuellen Störungen und Problemen.

Sie buchen im Rahmen ihrer Befugnisse 

LF 1 Vollmachten

Fahrtkarten/Flugtickets

Transfer/Mietwagen

Unterkunft

und nutzen ggf. vorhandene Bonusprogramme.

Sie achten auf eine vollständige Dokumentation der Buchungen.

Buchungsbestätigungen, Mietverträge

Sie stellen die Reiseunterlagen für die verschiedenen Verkehrsmittel sowie die Unterkunft zusammen, z. B.

Fahrkarten und Platzreservierungen

Flugplan und Flugticket

Hotelbestätigung

Kopien wichtiger Unterlagen

Sie organisieren die Zahlungsmittel für die Geschäftsreise, wie z. B.: 

betriebseigene Kreditkarte

Bankkarte

Bargeld

Sie erstellen die Reisekostenabrechnung auch unter Beachtung betriebsinterner Anweisungen. Dabei nutzen sie digitale Medien.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Reisekostenabrechnungen mit Hilfe von Abrechnungsvordrucken oder eines betriebsinternen Abrechnungsprogramms.

3 Ustd.
12.4

Tabellenkalkulationsprogramm

Sie unterscheiden private und geschäftliche Belege und berücksichtigen sie entsprechend.

Sie differenzieren bei den abzugsfähigen Reisekosten zwischen 

Einkommenssteuergesetz (EStG)

Fahrtkosten 

Verpflegungskosten

Übernachtungskosten

Reisenebenkosten.

und ordnen die Belege den Reisekosten entsprechend zu.

Sie wenden aktuelle gesetzliche Regelungen und Lohnsteuerrichtlinien sowie betriebsinterne Anweisungen bei der Erstellung der Reisekostenabrechnung an. 

Sie prüfen für die Abrechnung die Vollständigkeit der Belege, wie z. B. für Nebenkosten:

Gepäckbeförderung und -aufbewahrung

dienstliche Kosten für Telefon und Telefax

Gebühren für Parkplatz, Garage

Schadenersatzleistungen infolge eines Verkehrsunfalls

Repräsentationskosten

Trinkgelder, Eintrittskarten

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten im Team und verhalten sich im Umgang miteinander kooperationsbereit und wertschätzend.

Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Bedeutung der Arbeit im Team für das Arbeitsergebnis sowie den Erfolg des Betriebes und organisieren entsprechend die Zusammenarbeit eigenverantwortlich.

2 Ustd.
12.3

kollaboratives Arbeiten

Sie arbeiten gemeinsam zielgerichtet, eigeninitiativ und effizient an der Aufgabenerfüllung.

Sie erkennen ihre Rolle im Team an und verhalten sich entsprechend den an sie geknüpften Erwartungen. Dabei beachten sie auch die Kommunikationsregeln.

 

Deutsch/Kommunikation

Sie wenden zur Konfliktlösung allgemeine Konfliktlösungsstrategien an und nehmen Kritik an bzw. formulieren sie der Situation entsprechend konstruktiv.

Kritikfähigkeit

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Verlauf von Veranstaltungen und Geschäftsreisen und reflektieren die Auswirkungen ihrer Planungen und Vorbereitungen auf das Ergebnis der Veranstaltung. 

 

Sie setzen den Organisationsaufwand in Relation zum Erfolg der Veranstaltung unter Beachtung der Aspekte der Nachhaltigkeit.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen mit Hilfe eines Soll-Ist-Vergleichs die Umsetzung der im Vorfeld festgelegten 

2 Ustd.
12.4

Veranstaltungsziele

Zeit- und Ablaufpläne

Sie werten zusätzlich die Feedbackbögen der Teilnehmenden aus. 

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren eigenen Beitrag zu Planung, Durchführung und Dokumentation der Veranstaltung.

Sie setzen den Aufwand und Erfolg der Veranstaltung in Relation.

Dabei berücksichtigen sie Aspekte der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Nutzwertanalyse
Kosten-Nutzen-Analyse, Rentabilität

Sie hinterfragen ihr Handeln kritisch und identifizieren mögliche Schwächen und Fehler bei Planung, Durchführung sowie Dokumentation. 

Die Schülerinnen und Schüler leiten aus der Evaluation der Planung, Durchführung und Dokumentation von Veranstaltungen und Geschäftsreisen neue Handlungsmuster für ihr künftiges Handeln ab.

Die Schülerinnen und Schüler leiten aus der Reflexion der festgestellten Abweichungen im Soll-Ist-Vergleich bei Zielen der Planung, Durchführung und Dokumentation Optimierungsvorschläge für die Organisation zukünftiger Veranstaltungen und Geschäftsreisen ab.

3 Ustd.
12.2, 12.4

Sie diskutieren Handlungsalternativen und unterbreiten sie ihren Vorgesetzten.

Lernfeld 12 Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren
3. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
12.1
Veranstaltungen vorbereiten
12 Ustd.
12.2
Die Durchführung von Veranstaltungen managen und nachbereiten
8 Ustd.
12.3
Geschäftsreisen vorbereiten
14 Ustd.
12.4
Geschäftsreisen nachbereiten
6 Ustd.
Lernsituation
12.3
Geschäftsreisen vorbereiten
14 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, für eine mehrtägige Geschäftsreise Ihrer Vorgesetzten zu einer Fachtagung im Inland alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Stellen Sie dafür die Unterlagen für die Geschäftsreise in einer Reisemappe zusammen. Besprechen Sie diese vor der Abreise mit Ihrer Vorgesetzten.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
12.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

6

Rahmenbedingungen sowie Wünsche der Reiseteilnehmenden erfassen

Reiseanlass

Reiseziel

Reisetermin

Reisedauer

Präferenzen Transportmittel

Flugangst, Reiseübelkeit

weitere Termine vor Ort

Geschäftspartner, Besichtigungen/Begehungen

Alle erforderlichen Formalitäten für das Reiseziel berücksichtigen 

gültiges Personaldokument

Personalausweis

gültiger Führerschein

Gepäckversicherung

vorhandene Bonusprogramme

Flugticket/Fahrkarte 

Betriebsinterne Richtlinien zur Organisation von Geschäftsreisen auch unter ökologischen Aspekten beachten

Mögliche Verkehrsmittel sondieren

kollaboratives Arbeiten
LF 4

Mietwagen

Dienstfahrzeuge, privater PKW

Bahn

betriebsinterne Vorgaben und Partnerprogramme

Flugzeug

Geeignete Unterkünfte recherchieren unter Beachtung von

kollaboratives Arbeiten
Bewertungsbogen

Leistungsangebot und Preis

Rabatte, Sonderkonditionen, Stornierungsmöglichkeit

Lage 

Entfernung zum Veranstaltungsort 

Anreisemöglichkeiten

Ausstattung der Unterkunft

örtliche Gegebenheiten

Inklusion, Barrierefreiheit

betriebliche Stellung der Geschäftsreisenden

persönliche Vorstellungen der Geschäftsreisenden

Nachhaltigkeit

Sich über die Inhalte einer Reisemappe informieren

analog oder digital

Bewertungskriterien festlegen und Entscheidungstabelle erstellen

Kriterienranking

12.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Anfragen mittels digitaler Medien für Verkehrsmittel und Unterkünfte formulieren und Angebote einholen

6

Deutsch/Kommunikation
berufsbezogenes Englisch

Verkehrsmittel, -wege sowie Unterkünfte unter Berücksichtigung der Vorstellung der Reisenden sondieren

Preise und Leistungen verschiedener Anbieter vergleichen und sich unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten für eine Option entscheiden

Nutzwertanalyse
Pareto-Prinzip

Buchungen im Rahmen ihrer Befugnisse vornehmen sowie Anreise organisieren und ggf. vorhandene Bonusprogramme nutzen

LF 1 Vollmachten

Fahrkarten/Flugticket

Transfer/Mietwagen

Unterkunft

Auf eine vollständige Dokumentation der Buchungen achten

Buchungsbestätigungen, Mietverträge

Reiseplan mit allen für die Geschäftsreise relevanten Informationen und Materialien erstellen, wie z. B.:

Reisemappe, ggf. digital

Reisezeitraum und Ablaufplan

Reiseanlass

Reiseziel 

Teilnehmende

Reiseunterlagen

Bemerkungen

Reiseunterlagen für die verschiedenen Verkehrsmittel und Unterkunft zusammenstellen sowie Reisemappe anlegen

analog oder digital

Fahrkarten und Platzreservierung

Flugplan und Flugticket

Hotelbestätigung

Kopien wichtiger Unterlagen

Alternativszenarien für die Anreise bei eventuellen Störungen und Problemen entwerfen

Zahlungsmittel für die Geschäftsreise organisieren, wie z. B.:

betriebseigene Kreditkarte

Bankkarte

Bargeld

Reisemappe mit der Vorgesetzten abstimmen

Deutsch/Kommunikation

12.3.3 Bewerten/
Reflektieren

Reisemappe vorstellen und beurteilen

2

Bewertungsbogen
Plenum

Bedeutung der Arbeit im Team für das Arbeitsergebnis sowie den Erfolg des Betriebes erfassen 

Kritik annehmen bzw. der Situation entsprechend konstruktiv formulieren

Kritikfähigkeit

Eigenes Arbeitsverhalten einschätzen

Lernfeld 13

Lernfeld 13: Ein Projekt planen und durchführen

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, selbstständig und eigenverantwortlich ein branchenbezogenes Projekt von der Projektidee bis zur Projektauswertung zu realisieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler formulieren aus einem gegebenen Anlass heraus die Projektziele. Zur Ideenfindung wenden sie Kreativitätstechniken an.

Die Schülerinnen und Schüler klären die Begriffe Projekt und Projektmanagement. 

6 Ustd.

DIN 69901

Sie bilden Projektteams und machen sich mit möglichen Projektanlässen vertraut. 

Ausbildungsbetrieb
Kreativitätstechniken

Sie nutzen für die Projektzielfindung in ihrem Projektteam ausgewählte Kreativitätstechniken, wie z. B. 

analoge und digitale Visualisierungshilfen
Ideen-Protokollierung
offene Teamkultur

Brainstorming

Brainwriting

Mind-mapping

6-3-5 Methode

Sie diskutieren im Projektteam und entscheiden sich für geeignete Projektziele unter Berücksichtigung der Vorgaben zu Zeit, Kosten und Leistung.

Magisches Dreieck der Projektmanagementziele

Sie formulieren gemeinsam smarte Projektziele

Leitfaden Zielformulierung
Textverarbeitung

spezifisch

messbar

akzeptiert

realistisch

terminiert

Sie erstellen eine Projektskizze, z. B. 

Template 
Textverarbeitung

Anlass

Leitung

Teammitglieder

Maßnahmen

Budget

Sie informieren sich über die für das Projekt erforderliche Projektorganisation (Struktur, Gestaltung, systematische Durchführung, Hilfsmittel), sondieren zielorientierte Maßnahmen, entscheiden sich für eine Projektmanagementmethode und leiten daraus die notwendigen Arbeitspakete ab.

Die Schülerinnen und Schüler formulieren einen eindeutigen Projektauftrag.

5 Ustd.

Template Projektauftrag
Textverarbeitung

Sie verschaffen sich einen Überblick über die zielorientierte Organisation des Projekts, z. B. 

analog oder digital Projektmanagement-Tool 

Struktur

Gestaltung 

systematische Durchführung

Hilfsmittel

Sie eruieren verschiedene Phasenmodelle der Projektorganisation, z. B. 

4-Phasen-Modell

Wasserfall-Modell

und entscheiden sich im Team begründet für ein Modell.

Sie diskutieren detailliert den Projektauftrag im Team und stimmen die erforderlichen Maßnahmen für die Zielerreichung gemeinsam ab.

Deutsch/Kommunikation
Aktivitätenliste

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Projektmanagementmethoden und unterscheiden

Projektstrukturplan
Meilensteinplanung
Kanban
Scrum

klassische Projektmanagementmethoden

agile Projektmanagementmethoden

hybride Projektmanagementmethoden

Sie verwenden für die Umsetzung des Projektes den Projektstrukturplan als Projektmanagementmethode.

Sie eruieren Möglichkeiten des Informationsaustausches und der Kommunikation bei der Verwendung des Projektstrukturplans.

Deutsch/Kommunikation
analoges Meeting
digitale Plattform

Sie strukturieren die erforderlichen Projektmaßnahmen, indem sie Teilaufgaben bilden und diese zu Arbeitspaketen zusammenstellen. 

Die Schülerinnen und Schüler formulieren operationalisierbare Kriterien für die Zielerreichung. 

Qualitätsplanung

Sie bereiten die Projektevaluation und deren Dokumentation vor.

analoger oder digitaler Bewertungsbogen

Sie überprüfen die Realisierbarkeit der Projektziele.

Magisches Dreieck der Projektmanagementziele

Die Schülerinnen und Schüler organisieren sich selbstständig in einem Projektteam und erstellen einen Projektstrukturplan sowie Projektablauf- und Terminpläne, Kapazitäts- und Qualitätspläne.

Die Schülerinnen und Schüler organisieren sich selbständig entsprechend der vorgegebenen Projektziele in ihrem Projektteam und legen ihre Rollen sowie ihre Verantwortlichkeiten fest.

4 Ustd.

Projektinformationssystem 
Phasen der Teamarbeit
LF 2

Sie diskutieren und vereinbaren Kommunikationsregeln für ihr Team und legen die Struktur von Sitzungsprotokollen fest.

Deutsch/Kommunikation
Textverarbeitung 
LF 4 und 7

Sie bilden die geplanten Arbeitspakete in einem Projektstrukturplan ab.

Projektmanagement-Tool

Sie legen im Rahmen der Projektablauforganisation die einzelnen Schritte der Projektdurchführung fest.

Projektablaufplan

Beschreibung und Planung der einzelnen Aufgaben

Meilensteine

Aufstellung eines Zeitplans 

Gantt-Diagramm

Planung von Ressourcen

Finanzierungs- und Kostenplanung

Sie berücksichtigen dabei die Sicherstellung der Qualität der Projektergebnisse.

smarte Projektziele
Projektsteuerung
Projekt-Statusbericht

Sie visualisieren ihre Planungen und Festlegungen in einer analogen oder digitalen Projektmappe.

Sie argumentieren überzeugend für den Plan, stellen sich möglicher Kritik und gewinnen das Team für die Umsetzung des Plans.

Die Schülerinnen und Schüler setzen im Team das Projekt entsprechend den zuvor festgelegten Rollen zielorientiert und eigenverantwortlich um.

6 Ustd.

Deutsch/Kommunikation
Protokoll
Textverarbeitung LF 4

Sie kommunizieren im Team respektvoll und lösungsorientiert.

Kommunikationsregeln

Sie setzen sich mit möglicher Kritik auseinander und überzeugen das Team von der Umsetzung der Projektplanung.

Sie legen Regeln insbesondere zur Konfliktlösung und das Projektinformationssystem fest.

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen für ihr Team die Regeln des Informationsaustausches im Projekt

2 Ustd.

Projektinformationssystem
DIN 69901
analog oder digital
Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Erfassung

Weiterleitung

Bearbeitung

Verarbeitung

Auswertung

Speicherung

Sie machen sich mit Regeln zur Konfliktlösung vertraut, treffen Festlegungen dazu im Team und dokumentieren diese.

Protokoll

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren den Projektstatus, erstellen Abweichungsanalysen und setzen notwendige Korrekturen um. 

Sie stellen den Projektfortschritt übersichtlich in einem Statusbericht dar.

Sie gleichen die Ergebnisse am Ende einer Projektphase mit den geplanten Meilensteinen ab und ermitteln ggf. Abweichungen.

4 Ustd.

Projektmanagement-Tool

Bei Abweichungen eruieren sie mögliche Ursachen und diskutieren Maßnahmen zur Anpassung des Prozesses. Sie entscheiden operativ und passen den Prozess an.

Deutsch/Kommunikation

Sie dokumentieren die Ergebnisse und Arbeitsaufträge jeder Projektsitzung.

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren mittels Protokollvorlage die Ergebnisse jeder Projektsitzung sowie die erteilten Arbeitsaufträge.

2 Ustd.

Textverarbeitung

Sie nutzen digitale Medien, arbeiten strukturiert und sorgfältig und haben einen maßgeblichen Anteil am Erfolg des Projekts.

Sie nutzen digitale Tools zur sorgfältigen Dokumentation der jeweiligen Arbeitsschritte.

2 Ustd.

Sie agieren während der gesamten Projektarbeit strukturiert, zielorientiert und zuverlässig.

Sie übernehmen Verantwortung in der Gruppe, halten sich an Vereinbarungen und kommunizieren angemessen.

Sie erfüllen die Anforderungen innerhalb ihres Verantwortungsbereiches entsprechend ihrer Projektteamrolle.

Sie diskutieren im Team sachlich und entwickeln daraus zielführende Lösungen.

Sie berücksichtigen auch in schwierigen Gesprächssituationen die vereinbarten Kommunikationsregeln.

2 Ustd.

Deutsch/Kommunikation
Selbstmanagement

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre Planung der Arbeitsabläufe.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre Planung der Arbeitsabläufe während des Projektes kritisch.

1 Ustd.

Sie bewerten mit Hilfe eines Soll-Ist-Vergleichs die Durchführung des Projekts hinsichtlich der Einhaltung der Projektziele und des Zeit- und Arbeitsplans.

Sie stellen Abweichungen im Vergleich zur Projektplanung fest und setzen sich kritisch mit dem erzielten Projektergebnis auseinander.

1 Ustd.

Projektpräsentation

Die Schülerinnen und Schüler prüfen anhand der ursprünglich festgelegten Kriterien ihre Zielerreichung insbesondere hinsichtlich

Qualitätsplanung

Zeitmanagement

Ressourceneinsatz

Kosten

Sie entwickeln Strategien zur Optimierung der Projektabläufe. Sie stellen fest, welche Fehler durch ihr eigenes Handeln oder durch äußere Ursachen entstanden sind, und übernehmen Verantwortung für ihre eigenen Fehler.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren identifizierte Schwachstellen in der Teamarbeit und im Projektablauf hinsichtlich möglicher Ursachen.

Sie leiten daraus Vorschläge für die Optimierung zukünftiger Projektprozesse ab.

Sie schätzen ihren eigenen Beitrag während der Projektarbeit kritisch ein.

1 Ustd.

Reflexionsbogen
Projektmanagement-Tool

Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen ihr Vorgehen während des Projekts und beziehen dabei Verfahren der Fremdreflexion ein. 

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Arbeit ihres Teams in einer Projektabschlusssitzung.

Sie geben ein konstruktives Feedback zur Projektdurchführung und wenden dabei die vereinbarten Kommunikationsregeln an.

Sie holen sich von allen Beteiligten Feedback ein und nehmen es konstruktiv an.

2 Ustd.

Protokoll
Feedbackregeln

Sie berücksichtigen dabei auch ihr individuelles Verhalten und ihr Verhalten im Team.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen anhand des Feedbacks die Qualität ihrer eigenen Arbeit sowie die Wirkung ihres Verhaltens auf andere Projektbeteiligte.

Sie wägen denkbare Verhaltensalternativen im Projektverlauf ab und reflektieren diese im Team.

2 Ustd.

Selbst- und Fremdkritik

Lernfeld 13 Ein Projekt planen und durchführen
3. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituation
13.1
Ein branchenbezogenes Projekt managen
40 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, die selbstständige und eigenverantwortliche Umsetzung eines branchenbezogenen Projektes von der ersten Idee bis hin zur abschließenden Auswertung im Team zu übernehmen.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
13.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

15

Begriffe Projekt und Projektmanagement recherchieren

DIN 69901

Projektteams bilden

Gruppenarbeit

Projektanlässe aus dem Arbeitsumfeld zusammentragen und diskutieren

Kreativitätstechniken

Sich mit dem ausgewählten Projektanlass vertraut machen

Ausbildungsbetrieb

Projektziele im Team diskutieren

Kreativitätstechniken
Magisches Dreieck der Projektmanagementziele

Smarte Projektziele gemeinsam formulieren

Leitfaden Zielformulierung
Textverarbeitung

spezifisch

messbar

akzeptiert

realistisch

terminiert

Projektskizze erstellen

Template 

Anlass

Ziele

Leitung

Teammitglieder

Maßnahmen

Budget

Projektauftrag eindeutig formulieren

Template Projektauftrag
Textverarbeitung

Sich einen Überblick zu zielorientierter Projektorganisation verschaffen

analog oder digital Projektmanagement-Tool 

Struktur

Gestaltung 

systematische Durchführung 

Hilfsmittel 

Phasenmodelle der Projektorganisation eruieren

Sich im Team begründet für ein geeignetes Phasenmodell entscheiden

Projektauftrag detailliert im Team diskutieren und sich auf erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung des Projektes einigen

Deutsch/Kommunikation
Aktivitätenliste

Sich mit Projektmanagementmethoden auseinandersetzen

klassische 

Projektstrukturplan
Meilensteinplanung

agile

Kanban
Scrum

hybride 

Projektstrukturplan als Projektmanagementmethode verwenden

Möglichkeiten des Informationsaustausches und der Kommunikation beim Einsatz des Projektstrukturplans eruieren

analoges Meeting
digitale Plattform

Erforderliche Projektmaßnahmen strukturieren 

Aktivitätenliste

Aus der Aktivitätenliste Teilaufgaben bilden und diese zu Arbeitspaketen zusammenstellen

Operationalisierbare Kriterien für die Zielerreichung formulieren

Qualitätsplanung

Projektevaluation und deren Dokumentation vorbereiten

analoger oder digitaler Bewertungsbogen

Projektziele auf Realisierbarkeit prüfen

Magisches Dreieck der Projektmanagementziele

Sich selbstständig entsprechend den Projektzielen im Projektteam organisieren

Projektinformationssystem 
Phasen der Teamarbeit
LF 2

Projektrollen und Verantwortlichkeiten festlegen

Kommunikationsregeln für das Team diskutieren und vereinbaren

Deutsch/Kommunikation
LF 7

Struktur von Sitzungsprotokollen festlegen

Textverarbeitung 
LF 4

Arbeitspakete im Projektstrukturplan abbilden

Projektmanagement-Tool

Einzelne Schritte der Projektdurchführung festlegen

Projektablaufplan
Meilensteine
Gantt-Diagramm

Aufgabenplanung, Arbeitspakete

Zeitplan

Ressourcenplan

Finanzierungs- und Kostenplan

Sicherstellung der Qualität der Projektergebnisse berücksichtigen

SMARTe Projektziele
Projektsteuerung
Projekt-Statusbericht

Planungen und Festlegungen in einer digitalen oder anlogen Projektmappe visualisieren

Analogen oder digitalen Bewertungsbogen strukturieren 

Prozessbewertung

13.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Projekt im Team eigenverantwortlich zielorientiert umsetzen

20

Deutsch/Kommunikation

Respektvoll und lösungsorientiert im Team kommunizieren

Kommunikationsregeln

Sich mit möglicher Kritik auseinandersetzen und das Team von der Umsetzung der Projektpläne überzeugen

Deutsch/Kommunikation

Regeln des Informationsaustausches für das Team festlegen

Projektinformationssystem DIN 69901 analog oder digital
Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Sich mit Regelungen zur Konfliktlösung vertraut machen, Festlegungen dazu treffen und diese dokumentieren

Protokoll

Projektfortschritt übersichtlich in einem Statusbericht darstellen

Projektmanagement-Tool

Ergebnisse der jeweiligen Projektphase mit dem entsprechend geplanten Meilenstein abgleichen, ggf. Abweichungen kennzeichnen

Mögliche Ursachen für Abweichungen eruieren und Steuerungsmaßnahmen situationsgerecht zur Projektanpassung einleiten 

Deutsch/Kommunikation

Ergebnisse und erteilte Arbeitsaufträge der Projektsitzungen mittels Protokollvorlage dokumentieren

Textverarbeitung

Strukturiert, zielorientiert und zuverlässig im Projektteam arbeiten 

Digitale Tools zur Dokumentation der Arbeitsschritte nutzen

Verantwortung entsprechend der Projektteamrolle übernehmen

Vereinbarte Kommunikationsregeln einhalten und zielorientiert kommunizieren

Planung der Arbeitsabläufe während des Projektes kritisch beurteilen

Abweichungen im Vergleich zur Projektplanung ermitteln

Projektpräsentation

Projektzielerreichung anhand der festgelegten Kriterien prüfen

Qualitätsplanung

Zeitmanagement

Ressourceneinsatz

Kosten

Sich kritisch mit dem erzielten Projektergebnis auseinandersetzen

Deutsch/Kommunikation

13.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Arbeitsergebnisse diskutieren und anhand der festgelegten Ziele und Kriterien beurteilen

5

Feedbackregeln
Kritik und Selbstkritik
Qualitätsplanung
Projektevaluation

In der Projektabschlusssitzung Projektprozesse reflektieren 

Protokoll
Feedbackregeln
Reflexionsbogen
Projektmanagement-Tool

Schwachstellen in der Teamarbeit und dem Projektablauf identifizieren und diskutieren

analoger oder digitaler Bewertungsbogen

Konstruktives Feedback zur Projektdurchführung geben und annehmen

Feedbackregeln

Eigenen Beitrag während der Projektarbeit kritisch einschätzen

Reflexionsbogen
Selbst- und Fremdkritik

Verhaltensalternativen im Projektablauf abwägen und im Team reflektieren

Optimierungsvorschläge für zukünftige Projekte gemeinsam im Team ableiten

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