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Arbeitsmaterial

Berufsschule - duale Berufsausbildung

Berufsfeld Bautechnik

1. Ausbildungsjahr

2026

 

Impressum

Das Arbeitsmaterial ist ab 1. August 2026 freigegeben.


Das Arbeitsmaterial basiert auf den Rahmenlehrplänen für die Berufsausbildung in Tief-, Hoch- und Ausbauberufen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.09.2023) und der Verordnung zur Neuordnung der Ausbildung in der Bauwirtschaft vom 3. Juni 2024 (BGBl. Teil I, Nr. 179 vom 6. Juni 2024).

Es gilt für folgende Ausbildungsberufe:

  • Tiefbaufacharbeiter/Tiefbaufacharbeiterin
  • Straßenbauer/Straßenbauerin
  • Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik/ Leitungsbauerin für Infrastrukturtechnik
  • Kanalbauer für Infrastrukturtechnik/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik
  • Brunnenbauer/Brunnenbauerin
  • Spezialtiefbauer/Spezialtiefbauerin
  • Gleisbauer/Gleisbauerin
  • Hochbaufacharbeiter/Hochbaufacharbeiterin
  • Maurer/Maurerin
  • Beton- und Stahlbetonbauer/Beton- und Stahlbetonbauerin
  • Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin
  • Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik/ Bauwerksmechanikerin für Abbruch und Betontrenntechnik
  • Ausbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin
  • Zimmerer/Zimmerin
  • Stuckateur/Stuckateurin
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin
  • Wärme-, Kälte-, Schallschutzisolierer/ Wärme-, Kälte-, Schallschutzisoliererin
  • Estrichleger/Estrichlegerin
  • Trockenbaumonteur/Trockenbaumonteurin

 

Das Arbeitsmaterial wurde am

 

Landesamt für Schule und Bildung
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c
01445 Radebeul

https://www.lasub.smk.sachsen.de


unter Mitwirkung von

 

Susanne Flade Dresden
Verena Gerstmann Leipzig
Marie Guder-Seifert Zwickau
Antje Klein Dresden
Tina Linke Eilenburg
Jana Poike Pirna
Sophie Porst Eilenburg
Sandra Puschmann Oelsnitz/Erzgebirge
Thomas  Rehm Zwickau
Andreas Rhein Zwickau
Hans-Ullrich Schornick  Freiberg
Udo Schuster Leipzig
Andreas Zimmermann Löbau

 

2024/2025 erarbeitet.

 

HERAUSGEBER

Sächsisches Staatsministerium für Kultus 
Carolaplatz 1
01097 Dresden

https://www.smk.sachsen.de

Vorbemerkungen

Die Verfassung des Freistaates Sachsen fordert in Artikel 101 für das gesamte Bildungswesen:

„(1) Die Jugend ist zur Ehrfurcht vor allem Lebendigen, zur Nächstenliebe, zum Frieden und zur Erhaltung der Umwelt, zur Heimatliebe, zu sittlichem und politischem Verantwortungsbewusstsein, zu Gerechtigkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zu beruflichem Können, zu sozialem Handeln und zu freiheitlicher demokratischer Haltung zu erziehen.“

Das Sächsische Schulgesetz legt in § 1 fest:

„(2) Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht eines jeden jungen Menschen auf eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage.

(3) Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. …“

Für die Berufsschule gilt gemäß § 8 Abs. 1 des Sächsischen Schulgesetzes:

„Die Berufsschule hat die Aufgabe, im Rahmen der Berufsvorbereitung, der Berufsausbildung oder Berufsausübung vor allem berufsbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln und die allgemeine Bildung zu vertiefen und zu erweitern. Sie führt als gleichberechtigter Partner gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben und anderen an der Berufsausbildung Beteiligten zu berufsqualifizierenden Abschlüssen.“

Neben diesen landesspezifischen gesetzlichen Grundlagen sind die in der „Rahmenvereinbarung über die Berufsschule“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12. März 2015 in der jeweils geltenden Fassung) festgeschriebenen Ziele umzusetzen.

Kurzcharakteristik des Bildungsganges

Technologische, wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen erforderten die Neuordnung der Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft. Die insgesamt 19 Ausbildungsberufe umfassen eine Vielfalt an Tätigkeiten sowohl im Neubau von Gebäuden oder von Infrastruktur als auch in der Sanierung, Modernisierung, Instandsetzung und Denkmalpflege, im privaten oder öffentlichen Bereich, im Wohnungsbau oder im Gewerbe-, Industrie- und Anlagenbau. Mit der Neuordnung finden neue Bautechniken, Bauprodukte und  -stoffe, Anwendungstechniken Berücksichtigung. Darüber hinaus wurden Themen des ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Bauens sowie die Anwendung digitaler Methoden und Techniken integriert.

Die Berufsausbildungen in der Bauwirtschaft gliedern sich in die drei Bereiche Tief-, Hoch- und Ausbau. Innerhalb der Bereiche gibt es zweijährige Ausbildungsberufe (Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin, Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterin, Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin) mit berufsspezifischen Schwerpunkten sowie die jeweiligen dreijährigen Ausbildungsberufe. Die Rahmenlehrpläne für die Berufsausbildungen des Tief-, Hoch- und Ausbaus bilden diese Struktur ab, sind aber im ersten Ausbildungsjahr über alle Bauberufe hinweg identisch. Im zweiten Ausbildungsjahr sind sie entsprechend der Schwerpunkte sowie im dritten Ausbildungsjahr nach den jeweiligen Berufen differenziert.

Die Ausbildungsstruktur der zweijährigen Ausbildungsberufe teilt sich in zwei Ausbildungsphasen jeweils vor und nach der Zwischenprüfung. Die in den Lernfeldern des ersten Ausbildungsjahres beschriebenen Kompetenzen entsprechen den bereichsübergreifenden Berufsbildpositionen der ersten 12 Monate des Ausbildungsrahmenplans für die betriebliche Ausbildung und sind Grundlage für die Zwischenprüfung. Die berufsbezogenen Prüfungsbereiche für die Abschlussprüfung der zweijährigen Ausbildungsberufe sind im Schwerpunkt identisch mit den Prüfungsbereichen des Teil 1 der Gesellen- oder Abschlussprüfung des entsprechenden dreijährigen Ausbildungsberufes. Die Gesellen- oder Abschlussprüfung findet am Ende der Berufsausbildung statt.

Die Ausbildungsstruktur der dreijährigen Ausbildungsberufe gliedert sich in zwei Ausbildungsphasen jeweils vor und nach Teil 1 der gestreckten Gesellen- oder Abschlussprüfung. Die in den Lernfeldern des ersten und zweiten Ausbildungsjahres beschriebenen Kompetenzen entsprechen den Berufsbildpositionen der ersten 24 Monate des Ausbildungsrahmenplans für die betriebliche Ausbildung und sind Grundlage für Teil 1 der Gesellen- oder Abschlussprüfung. Die Gesellen- oder Abschlussprüfung findet am Ende der Berufsausbildung statt.

Die Ausbildungszeiten der zweijährigen Berufsausbildung sowie die damit verbundene Gesellen- oder Abschlussprüfung werden bei einer anschließenden Berufsausbildung anerkannt. 

In allen Ausbildungsberufen der Bauwirtschaft sind folgende übergreifende Kompetenzen von Bedeutung:

  • Informations- und Kommunikationssysteme sowie digitale Medien unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit zielgerichtet nutzen
  • im Rahmen der beruflichen Tätigkeit inner- und außerbetrieblich sowie interdisziplinär mit anderen Personen unter Berücksichtigung interkultureller Unterschiede und der Inklusion zusammenarbeiten und adressatengerecht kommunizieren
  • mit allen Projektbeteiligten in Berufs- und Fachsprache kommunizieren
  • mathematische, physikalische und technische Sachverhalte anwenden
  • Maschinen, Materialien und Energie unter den Aspekten der Nachhaltigkeit einsetzen
  • Vorschriften und Maßnahmen zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz umsetzen

Die am Bau Beteiligten müssen in der Lage sein, komplexe Bauabläufe zu erfassen, mit verschiedenen Gewerken und Personengruppen wie z. B. Auftraggebenden, Planenden und Bauaufsicht zu kooperieren, Vorleistungen anderer Gewerke einzuschätzen, Aufträge fachgerecht auszuführen und die Arbeitsergebnisse des eigenen Gewerkes an nachfolgende Gewerke zu übergeben. Die Zusammenarbeit der am Bau Beteiligten erfordert hohe kommunikative Kompetenzen und Teamfähigkeit. In allen Ausbildungsberufen werden deshalb die übergreifenden Kompetenzen in berufliche Handlungen integriert und folgende Qualifikationen erworben und fortlaufend vertieft:

  • Übernehmen von Arbeitsaufträgen und kundenorientierte Kommunikation
  • Planen, Vorbereiten und Organisieren von Arbeitsaufgaben
  • Einrichten, Sichern, Unterhalten und Räumen von Baustellen
  • Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen
  • Prüfen, Lagern und Auswählen von Baustoffen und Bauhilfsstoffen
  • Lesen und Anwenden von Plänen und Zeichnungen, Anfertigen von Skizzen, auch digital
  • Durchführen von Messungen mittels analoger und digitaler Messgeräte
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen und Übergeben der Leistungen

Resultierend aus den Anforderungen der Bauwirtschaft durchlaufen Auszubildende in den Bauberufen im ersten Ausbildungsjahr die Grundstufe und erwerben unabhängig von ihrem Ausbildungsberuf grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen Tief-, Hoch-, und Ausbau:

  • Bearbeiten von Holz und Holzwerkstoffen sowie Herstellen von Holzbauteilen
  • Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton
  • Herstellen von Baukörpern aus Steinen
  • Herstellen von Baugruben und Gräben sowie Durchführen von Verbauarbeiten und Wasserhaltung
  • Herstellen von Verkehrswegen
  • Herstellen von Infrastrukturleitungen und Bohrungen
  • Umbauen und Rückbauen von Baukörpern

Zweijährige Ausbildungsberufe

Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin

Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin ist ein zweijähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk. Eine Ausbildung kann in den Schwerpunkten Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten, Gleisbauarbeiten, Kanalbauarbeiten, Leitungsbauarbeiten und Straßenbauarbeiten absolviert werden.

Nach dem gemeinsamen ersten Ausbildungsjahr werden an beruflichen Schulzentren in Sachsen Auszubildende mit den Schwerpunkten Straßenbauarbeiten, Leitungsbauarbeiten, Kanalbauarbeiten und Gleisbauarbeiten unterrichtet.

Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterinnen stellen Baugruben und Gräben her. Sie führen Verbauarbeiten und Wasserhaltungen durch, um eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten und den Baugrund zu stabilisieren. Darüber hinaus sind sie für die Herstellung von Verkehrswegen wie Pflaster- und Plattenbelägen sowie den Einbau von Asphalt nach Aufgrabungen zuständig. Zudem gehören auch das Verlegen von Infrastrukturleitungen wie Rohre und Kabel zu ihren Aufgaben.

Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterinnen werden vor allem in Betrieben des Bauhauptgewerbes beschäftigt. Je nach Ausbildungsschwerpunkt sind sie in den verschiedenen Bereichen des Tiefbaugewerbes tätig.  

Im zweiten Ausbildungsjahr werden in den Schwerpunkten Straßenbau, Leitungsbauarbeiten für Infrastrukturtechnik sowie Kanalbauarbeiten für Infrastrukturtechnik in folgenden Berufsbildpositionen vertiefte Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erworben:

  • Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton
  • Herstellen von Baukörpern aus Steinen
  • Herstellen von Baugruben und Gräben sowie Durchführen von Verbauarbeiten und Wasserhaltungen
  • Herstellen von Verkehrswegen
  • Herstellen von Infrastrukturleitungen und Bohrungen
  • Umbauen und Rückbauen von Baukörpern

Im Schwerpunkt Gleisbauarbeiten werden in folgenden Berufsbildpositionen vertiefte Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erworben:

  • Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton
  • Herstellen von Baugruben und Gräben sowie Durchführen von Verbauarbeiten und Wasserhaltungen
  • Herstellen von Verkehrswegen
  • Herstellen von Infrastrukturleitungen und Bohrungen
  • Umbauen und Rückbauen von Baukörpern

Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterin

Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterin ist ein zweijähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk. Eine Ausbildung kann in den Schwerpunkten Beton- und Stahlbetonbauarbeiten, Maurerarbeiten sowie Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten absolviert werden.

Nach dem gemeinsamen ersten Ausbildungsjahr werden an beruflichen Schulzentren in Sachsen Auszubildende mit den Schwerpunkten Maurerarbeiten sowie Beton- und Stahlbetonbauarbeiten unterrichtet.

Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterinnen führen grundlegende Arbeiten in verschiedenen Schwerpunktbereichen aus. Dazu gehören das Herstellen von Baukörpern aus Steinen, Bauteilen aus Beton und Stahlbeton, feuerfesten Konstruktionen und Schornsteintragrohren sowie das Durchführen von Bohr- und Trennverfahren und Abbruchverfahren. Zusätzlich setzen sie Energieeffizienzmaßnahmen um und ergreifen Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz. Dazu gehören auch das Umbauen und Rückbauen von Baukörpern. Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterinnen übernehmen Aufträge, planen die Arbeiten, richten Baustellen ein und unterhalten diese, wählen Baustoffe aus und verarbeiten sie, erstellen Zeichnungen, führen Messungen durch, prüfen Untergründe, setzen Maschinen und Anlagen ein und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch.

Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterinnen werden vornehmlich in Betrieben des Bauhauptgewerbes beschäftigt. Je nach Ausbildungsschwerpunkt sind sie in den verschiedenen Bereichen des Hochbaugewerbes tätig.

Im zweiten Ausbildungsjahr werden in folgenden Berufsbildpositionen vertiefte Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Schwerpunkten Maurerarbeiten sowie Beton- und Stahlbetonbauarbeiten erworben:

  • Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton
  • Herstellen von Baukörpern aus Steinen
  • Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen
  • Herstellen von Putzen
  • Herstellen von Estrichen
  • Umbauen und Rückbauen von Baukörpern

Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin

Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin ist ein zweijähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie und im Handwerk. Eine Ausbildung kann in den Schwerpunkten Zimmerarbeiten, Stuckateurarbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten, Estricharbeiten, Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten oder Trockenbauarbeiten absolviert werden.

Nach dem gemeinsamen ersten Ausbildungsjahr werden an beruflichen Schulzentren in Sachsen Auszubildende in den Schwerpunkten Zimmerarbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten sowie Trockenbauarbeiten unterrichtet.

Zu den Aufgaben von Ausbaufacharbeitern und Ausbaufacharbeiterinnen gehören das Herstellen von Holzbauteilen, Putzen, Estrichen sowie das Ansetzen und Verlegen von Fliesen, Platten und Mosaiken. Auch für das Herstellen von Bauteilen im Trockenbau sind sie verantwortlich. Sie setzen Energieeffizienzmaßnahmen um und ergreifen Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz. Darüber hinaus führen sie Umbau- und Rückbauarbeiten von Bauteilen durch, um bestehende Strukturen an neue Anforderungen anzupassen oder zu entfernen. Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterinnen übernehmen Aufträge, planen die Arbeiten, richten Baustellen ein und unterhalten diese, wählen Baustoffe aus und verarbeiten sie, erstellen Zeichnungen, führen Messungen durch, prüfen Untergründe, setzen Maschinen und Anlagen ein und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterinnen vor allem in Betrieben des Bauhauptgewerbes. Je nach Ausbildungsschwerpunkt sind sie in den verschiedenen Bereichen des Ausbaugewerbes tätig.

Im zweiten Ausbildungsjahr werden in folgenden Berufsbildpositionen weitere Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Schwerpunkten erworben.

Schwerpunkt Zimmerarbeiten:

  • Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen
  • Bearbeiten von Holz und Holzwerkstoffen sowie Herstellen von Holzbauteilen
  • Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen
  • Herstellen von Bauteilen im Trockenbau
  • Umbauen und Rückbauen von Baukörpern

Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten:

  • Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen
  • Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen
  • Herstellen von Estrichen
  • Ansetzen und Verlegen von Fliesen, Platten und Mosaiken
  • Herstellen von Bauteilen im Trockenbau
  • Umbauen und Rückbauen von Baukörpern

Schwerpunkt Trockenbauarbeiten:

  • Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen
  • Bearbeiten von Holz und Holzwerkstoffen sowie Herstellen von Holzbauteilen
  • Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen
  • Herstellen von Putzen
  • Herstellen von Bauteilen im Trockenbau
  • Umbauen und Rückbauen von Baukörpern

Dreijährige Ausbildungsberufe

Die dreijährigen Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft bauen auf der Ausbildung zum Tief-, Hoch- bzw. Ausbaufacharbeiter und zur Tief-, Hoch- bzw. Ausbaufacharbeiterin auf. An beruflichen Schulzentren in Sachsen werden Auszubildende in den Tiefbauberufen Straßenbauer und Straßenbauerin, Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik und Leitungsbauerin für Infrastrukturtechnik, Kanalbauer für Infrastrukturtechnik und Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik sowie Gleisbauer und Gleisbauerin unterrichtet. In den Hochbauberufen werden Auszubildende in den Berufen Maurer und Maurerin sowie Beton- und Stahlbetonbauer und Beton- und Stahlbetonbauerin ausgebildet. In den Ausbauberufen werden Auszubildende in den Berufen Fliesen-, Platten- und Mosaikleger und Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin, Trockenbaumonteur und Trockenbaumonteurin sowie Zimmerer und Zimmerin unterrichtet.

Berufsbereich Tiefbau

Straßenbauer und Straßenbauerinnen stellen Verkehrswege her und halten diese instand. Dazu gehören die Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen sowie Belägen aus Asphalt und Beton. Zu ihren Aufgaben gehört auch das Ausheben von Baugruben und Gräben, deren Sicherung durch Verbau sowie das Verfüllen und Verdichten, um eine solide Grundlage für die Straßen zu schaffen. Sie stellen das Planum her und bauen Tragschichten ein, um eine ebene und stabile Fahrbahnoberfläche zu gewährleisten. Des Weiteren stellen sie Erdbauwerke her. Nach Aufgrabungen stellen sie den Oberbau wieder her, um die Fahrbahn in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Darüber hinaus sind sie für das Herstellen von Schacht- und Sonderbauwerken aus Beton, Stahlbeton, Steinen und Fertigteilen sowie von Infrastrukturleitungen zuständig.

Ihre Tätigkeit üben Straßenbauer und Straßenbauerinnen vor allem in Betrieben des Bauhauptgewerbes, z. B. bei Straßenbauunternehmen und anderen Tiefbauunternehmen aus.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter und zur Tiefbaufacharbeiterin mit Schwerpunkt Straßenbau erwerben Straßenbauer und Straßenbauerinnen vertiefte berufliche Qualifikationen in folgenden Bereichen:

  • Herstellen der Entwässerung von Verkehrsflächen
  • Herstellen von Pflasterdecken und Plattenbelägen
  • Herstellen von Asphaltschichten
  • Herstellen von Fahrbahnbelägen aus Beton
  • Einbauen von Fertigteilen

Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik und Leitungsbauerinnen für Infrastrukturtechnik bauen Leitungssysteme zur Versorgung mit flüssigen und gasförmigen Medien. Sie verlegen Elektro- und Kommunikationsleitungen und halten diese instand. Ihre Aufgaben umfassen das Einbauen und Ausrichten von Druckrohrleitungen sowie Armaturen und Formstücken. Darüber hinaus stellen sie Hausanschlüsse her und führen offene und geschlossene Wasserhaltung durch. Zu ihren Tätigkeiten gehört auch das Prüfen und Desinfizieren von Rohrleitungen sowie das Bearbeiten von Druckrohren aus verschiedenen Materialien. Sie sind zudem für Aushubarbeiten, das Verbauen von Baugruben und Gräben sowie das Verfüllen und Verdichten von Böden zuständig.

Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik und Leitungsbauerinnen für Infrastrukturtechnik sind vor allem in Tiefbauindustrieunternehmen, aber auch bei Unternehmen der Energiegewinnung und -verteilung bzw. der Energieversorgung tätig.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter und zur Tiefbaufacharbeiterin mit Schwerpunkt Leitungsbauarbeiten für Infrastrukturtechnik erwerben Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik und Leitungsbauerinnen für Infrastrukturtechnik vertiefte berufliche Qualifikationen in folgenden Bereichen:

  • Herstellen von Baugruben und Gräben sowie Durchführen von Verbauarbeiten und Wasserhaltungen
  • Einbauen von Druckrohrleitungen
  • Einbauen von Elektro- und Kommunikationsleitungen
  • Instandhalten von Leitungen und Kabelschächten

Kanalbauer für Infrastrukturtechnik und Kanalbauerinnen für Infrastrukturtechnik bauen und sanieren Kanalsysteme und dazugehörige Infrastruktur. Sie bauen Druckrohr- und Abwasserleitungen ein, prüfen Kanalsysteme und schützen sie vor Korrosion und chemischen Einflüssen. Des Weiteren führen sie Aus- und Umbauarbeiten an Schachtbauwerken durch und kümmern sich um Aushubarbeiten, das Verbauen von Baugruben und Gräben sowie das Verfüllen und Verdichten von Bodenmassen und das Anlegen von Böschungen, um die Stabilität der Infrastruktur zu gewährleisten. Sie stellen auch Kabelschächte her und legen Kabel und Kabelschutzrohre aus.

Kanalbauer für Infrastrukturtechnik und Kanalbauerinnen für Infrastrukturtechnik sind in Betrieben des Bauhauptgewerbes, z. B. in Tiefbau- und Kanalbauunternehmen oder kommunalen Betrieben, beschäftigt.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Kanalbauarbeiten für Infrastrukturtechnik erwerben Kanalbauer für Infrastrukturtechnik und Kanalbauerinnen für Infrastrukturtechnik vertiefte berufliche Qualifikationen in folgenden Bereichen:

  • Herstellen von Schachtbauwerken und Sonderbauwerken
  • Herstellen von Baugruben und Gräben sowie Durchführen von Verbauarbeiten und Wasserhaltungen
  • Einbauen von Abwasserleitungen als Freispiegel- und Druckrohrleitung
  • Sanieren und Instandhalten von Kanälen

Gleisbauer und Gleisbauerinnen bauen Bahngleise und halten diese instand. Zu ihren Aufgaben gehören das Durchführen von spezifischen Messungen und das Anwenden von Lage- und Höhenplänen für Gleisanlagen. Sie verlegen und befestigen Schwellen und Schienen. Zudem sind sie verantwortlich für das Einschottern, Heben, Richten und Stopfen der Gleise. Die Instandhaltung der Gleisanlagen sowie das Montieren, Verlegen und Instandhalten von Weichen gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Darüber hinaus stellen sie Bahnübergänge her, installieren Oberflächenentwässerungen und sichern Baugruben und Gräben.

Gleisbauer und Gleisbauerinnen werden beispielsweise beschäftigt in Gleisbaubetrieben und Verkehrsinfrastrukturunternehmen.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter und zur Tiefbaufacharbeiterin mit Schwerpunkt Gleisbauarbeiten erwerben Gleisbauer und Gleisbauerinnen vertiefte berufliche Qualifikationen in den Bereichen:

  • Herstellen von Bahnübergängen
  • Einbauen und Montieren von Gleisen und Weichen
  • Instandhalten von Gleisen und Weichen

Berufsbereich Hochbau

Maurer und Maurerinnen führen eine Vielzahl von Aufgaben beim Bau von Gebäuden und Bauwerken aus. Ihre Tätigkeiten umfassen das Herstellen von ein- und mehrschaligen Wänden mit unterschiedlichen Steinen in verschiedenen Verbandsarten sowie das Errichten von Mauerwerk mit Pfeilern und Vorlagen, um stabile und dauerhafte Strukturen zu schaffen. Sie fertigen Wände, Stürze und Außenmauerwerk an und überdecken Öffnungen im Mauerwerk mit künstlichen Steinen oder Fertigteilen. Des Weiteren gehören das Herstellen von Schalungen, das Einbauen von Bewehrungen und das Einbringen sowie Verdichten von Beton zu ihren Aufgaben, um solide Betonstrukturen an Fundamenten, Stützen, Balken, Wänden und Decken zu schaffen. Maurer und Maurerinnen führen auch Energieeffizienzmaßnahmen durch, wie das Herstellen von Wärmedämmverbundsystemen und das Einbauen von Dämmstoffen für Wärme-, Schall- und Brandschutz. Darüber hinaus sind sie für das Instandhalten von Mauerwerken aus natürlichen und künstlichen Steinen, von Putzen, Estrichen, Beton- und Stahlbetonteilen sowie Wärmedämmsystemen verantwortlich.

Maurer und Maurerinnen werden in Betrieben des Bauhauptgewerbes beschäftigt, z. B. Hochbauunternehmen, Sanierungs- und Modernisierungsunternehmen oder Unternehmen des Fertighausbaus.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter und zur Hochbaufacharbeiterin mit Schwerpunkt Maurerarbeiten erwerben Maurer und Maurerinnen vertiefte berufliche Qualifikationen in folgenden Bereichen:

  • Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton
  • Herstellen von Baukörpern aus Steinen
  • Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen
  • Herstellen von Putzen
  • Instandhalten und Sichern von Baukörpern

Beton- und Stahlbetonbauer sowie Beton- und Stahlbetonbauerinnen übernehmen Aufgaben im Bereich der Beton- und Stahlbetonkonstruktionen, z. B. das Herstellen von Rahmen-, Großflächen- und Sonderschalungen für Fundamente, Stützen, Balken, Wände und Decken. Sie bauen Schalungen auf, versteifen und spannen sie ab. Sie fertigen Schalungen für sichtbaren Beton, konische Formen, Stützenköpfe, Podeste sowie gerade und gewendelte Treppenläufe an, auch unter Verwendung von Systemschalungen. Zudem stellen sie Bewehrungen her. Das Fördern, Einbringen, Verdichten und Nachbehandeln von Beton gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie das Bearbeiten der Betonoberfläche von Hand oder mit Maschinen, um eine gleichmäßige Oberfläche zu erzielen. Sie bearbeiten Betonoberflächen auch nach gestalterischen Gesichtspunkten. Zusätzlich zu ihrer Hauptaufgabe sind Beton- und Stahlbetonbauer sowie Beton- und Stahlbetonbauerinnen auch für die Herstellung von Baukörpern aus Steinen sowie für Energieeffizienzmaßnahmen und Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz zuständig. Darüber hinaus prüfen sie Betonoberflächen auf Schäden und führen Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an Beton- und Stahlbetonbauteilen durch.

Beton- und Stahlbetonbauer sowie Beton- und Stahlbetonbauerinnen arbeiten in Baubetrieben im Hochbau oder Fertigteilbau, z. B. für den Wohnungs-, Büro-, Verwaltungs‑, Gewerbe- und Industrie- sowie Infrastrukturbau. Sie können auch in Betrieben für Beton- und Fertigteilherstellung beschäftigt sein.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter und zur Hochbaufacharbeiterin mit Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten erwerben Beton- und Stahlbetonbauer sowie Beton- und Stahlbetonbauerinnen vertiefte berufliche Qualifikationen in folgenden Bereichen:

  • Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton
  • Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen
  • Instandhalten und Sanieren von Beton- und Stahlbetonbauteilen

Berufsbereich Ausbau

Zimmerer und Zimmerinnen sind auf die Bearbeitung und Behandlung von Holzkonstruktionen spezialisiert. Ihr tägliches Arbeitsfeld reicht von der Vorbereitung von Holzoberflächen bis hin zur Sanierung von historischen Holzkonstruktionen. Sie haben damit eine unverzichtbare Rolle in der Bauwirtschaft, indem sie ihr Fachwissen und ihre handwerklichen Fähigkeiten einsetzen, um die Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit des Baustoffes Holz optimal zu nutzen. Sie bearbeiten und behandeln Holzoberflächen, um sie gegen äußere Einflüsse zu schützen und ihnen ein ansprechendes Aussehen zu verleihen. Zimmerer und Zimmerinnen planen und führen Maßnahmen zum konstruktiven Holzschutz durch. Sie wenden verschiedene Methoden an, um Holz vor Feuchtigkeit, Insektenbefall und andere Schäden zu schützen. Ein weiterer wichtiger Bereich ihrer Tätigkeit ist das Abbinden und Montieren von Holzkonstruktionen mit mobilen oder stationären Holzbearbeitungsmaschinen. Neben der Errichtung neuer Holzkonstruktionen spielen auch Energieeffizienzmaßnahmen zunehmend eine wichtige Rolle im Arbeitsalltag, um den Energieverbrauch von Gebäuden zu reduzieren und zur Nachhaltigkeit beizutragen. Zu den wesentlichen Fähigkeiten von Zimmerern und Zimmerinnen zählen auch, erhaltenswerte historische Bausubstanz zu erkennen, zu erhalten und zu schützen.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden Zimmerer und Zimmerinnen in Zimmereibetrieben, Dachdeckerbetrieben und anderen Betrieben des Bauhauptgewerbes.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter und zur Ausbaufacharbeiterin mit Schwerpunkt Zimmerarbeiten erwerben Zimmerer und Zimmerinnen vertiefte berufliche Qualifikationen in folgenden Bereichen:

  • Berücksichtigen von Zunft und Brauchtümern
  • Herstellen von Holzkonstruktionen
  • Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen
  • Herstellen von Unterkonstruktionen und Bekleidungen
  • Herstellen, Einbauen und Befestigen von Bauteilen
  • Sanieren und Instandhalten von Holzkonstruktionen

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger und Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerinnen gestalten mit Fliesen, Platten, Mosaiken, Natursteinen und Werksteinen funktionale und ansprechende Oberflächen in Wohn-, Gewerbe- und Industriebereichen. Sie bauen Dämmstoffe ein, um Wärme-, Schall- und Brandschutz an Böden und Wänden zu gewährleisten. Zusätzlich stellen sie Ummantelungen und Verkleidungen her und montieren vorgefertigte Bauteile wie Sanitärsystembauteile, Tragkonstruktionen und Montagewände. Ein weiterer wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist das Herstellen von Abdichtungen sowie Bodenabläufen und -rinnen im Verbund mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen, Platten und Mosaiken. Sie verlegen auch dünnschichtige Boden- und Wandheizungssysteme für zusätzlichen Komfort. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Sanierung und Instandhaltung von Bekleidungen und Belägen aus Fliesen, Platten, Mosaiken und Werksteinen.

Ihren Arbeitsplatz haben Fliesen-, Platten- und Mosaikleger sowie Fliesen-, Platten und Mosaiklegerinnen in Betrieben des Ausbaus und des Hochbaus.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter und zur Ausbaufacharbeiterin mit Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten erwerben Fliesen-, Platten- und Mosaikleger sowie Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerinnen vertiefte berufliche Qualifikationen in folgenden Bereichen:

  • Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen
  • Ansetzen und Verlegen von Fliesen, Platten und Mosaiken
  • Herstellen von Abdichtungen sowie Bodenabläufen und Bodenrinnen
  • Sanieren und Instandhalten von Bekleidungen und Belägen aus Fliesen, Platten, Mosaiken und Werksteinen

Trockenbaumonteure und Trockenbaumonteurinnen sind Fachleute für die Errichtung und Gestaltung von Innenräumen durch Trockenbauverfahren. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, indem sie Dämmstoffe für den Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz einbauen. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst das Herstellen von Montagewänden, Abschottungen, Bekleidungen und Unterdecken sowie das Montieren von Unterkonstruktionen für Wand- und Deckenkonstruktionen. Darüber hinaus führen sie den Ausbau von Feuchträumen und Dachgeschossen durch und errichten Brandschutzkonstruktionen sowie Sonderdecken wie Akustik-, Heiz-, Kühl- und Klimadecken sowie Strahlenschutzkonstruktionen. Sanierung und Instandhaltung von Trockenbaukonstruktionen gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Ihren Arbeitsplatz haben Trockenbaumonteure und Trockenbaumonteurinnen in Trockenbau- und Stuckateurbetrieben, in Spezialbetrieben für Akustikbau und Objektausbau sowie in anderen Betrieben des Bauhauptgewerbes.

Aufbauend auf die Inhalte der zweijährigen Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter und zur Ausbaufacharbeiterin mit Schwerpunkt Trockenbauarbeiten erwerben Trockenbaumonteure und Trockenbaumonteurinnen vertiefte berufliche Qualifikationen in folgenden Bereichen:

  • Ausbauen von Feuchträumen
  • Ausbauen von Dachgeschossen
  • Herstellen von Sonderdecken
  • Herstellen von Brandschutzkonstruktionen
  • Herstellen von Strahlenschutzkonstruktionen
  • Herstellen von Bauteilen und Sonderkonstruktionen im Trockenbau
  • Sanieren und Instandhalten von Trockenbaukonstruktionen

Die Realisierung der Bildungs- und Erziehungsziele der Berufsschule ist auf den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz gerichtet. Diese entfaltet sich in den Dimensionen von Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie in Methoden- und Lernkompetenz. Den Ausgangspunkt des Unterrichts und des Lernens der Schülerinnen und Schüler bilden berufliche Handlungen. Diese Handlungen sollen im Unterricht didaktisch reflektiert als Lernhandlungen gedanklich nachvollzogen oder exemplarisch ausgeführt, selbstständig geplant, durchgeführt, überprüft, ggf. korrigiert und schließlich bewertet werden. Damit fördern sie ein ganzheitliches Erfassen der beruflichen Wirklichkeit und integrieren technische, sicherheitstechnische, ökonomische, ökologische und rechtliche Aspekte, nutzen die berufspraktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und berücksichtigen soziale Prozesse, z. B. der Interessenklärung oder der Konfliktbewältigung.

Die KMK-Rahmenlehrpläne der Ausbildungsberufe sind vor diesem Hintergrund nach Lernfeldern gegliedert. Die Stundentafeln der Bildungsgänge gliedern sich in den Pflichtbereich mit dem berufsübergreifenden Bereich und dem berufsbezogenen Bereich sowie den Wahlbereich.

Die Lernfelder der sächsischen Stundentafeln sind mit den Lernfeldern der KMK-Rah­men­lehrpläne weitgehend identisch.

Für die vom Blockunterricht abweichenden Organisationsformen sind die Stundentafeln für den berufsbezogenen Bereich basierend auf der VwV Stundentafeln bbS in der jeweils geltenden Fassung von den Schulen in eigener Verantwortung anzupassen.

Die Struktur der Lernfelder orientiert sich in Aufbau und Zielsetzung an Arbeitsprozessen der Branche. Die Zielformulierungen innerhalb der Lernfelder der KMK-Rahmen­lehrpläne beschreiben den Qualifikationsstand und die Kompetenzen am Ende des Lern­prozesses. Ergänzt durch die Inhalte umfassen sie den Mindestumfang zu vermittelnder Kompetenzen.

Auf Grund der sich schnell entwickelnden beruflichen Anforderungen sind die Inhalte weitgehend offen formuliert. Diese Struktur fördert und fordert die Einbeziehung neuer Entwicklungen und Tendenzen der Baubranche in den Unterricht.

Die Lernfelder des ersten Ausbildungsjahres der Berufsausbildungen in der Bauwirtschaft (Bereiche Tiefbau, Hochbau, Ausbau) sind identisch. Eine gemeinsame Beschulung ist im ersten Ausbildungsjahr möglich, berufsspezifische Lernsituationen können berücksichtigt werden.

Die Lernfelder sind logisch angeordnet und bauen spiralcurricular aufeinander auf. Die Umsetzung sowie die zeitliche Abfolge der Lernfelder sind unter Beachtung des spiralcurricularen Aufbaus im Lehrerteam abzustimmen.

Kommunikative und fremdsprachliche Kompetenzen werden integrativ in den Lernfeldern entwickelt.

Die Abgrenzung zwischen den Ausbildungsjahren ist hinsichtlich der zeitlichen Planung in den Ausbildungsordnungen und in Bezug auf die Prüfungen einzuhalten.

Die Ausgestaltung und Umsetzung der Lernfelder der KMK-Rahmenlehrpläne sind in den Schulen vor Ort zu leisten. Die Lernfelder sind für den Unterricht durch Lernsituationen, die exemplarisch für berufliche Handlungssituationen stehen, zu untersetzen. Lernsituationen konkretisieren die Vorgaben des Lernfeldes und werden mittels curricularer Analyse aus diesen abgeleitet.

Der berufsbezogene Unterricht knüpft an das Alltagswissen und an die Erfahrungen des Lebensumfeldes an und bezieht die Aspekte der Medienbildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie der politischen Bildung ein. Die Lernfelder bieten umfassende Möglichkeiten, den sicheren, sachgerechten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit traditionellen und digitalen Medien zu thematisieren. Sie beinhalten vielfältige, unmittelbare Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit globalen, gesellschaftlichen und politischen Themen, deren sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie Bezügen zur eigenen Lebens- und Arbeitswelt. Die Umsetzung der Lernsituationen unter Einbeziehung dieser Perspektiven trägt aktiv zur weiteren Lebensorientierung, zur Entwicklung der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler, zum selbstbestimmten Handeln und damit zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei.

Inhalte mit politischem Gehalt werden mit den damit in Verbindung stehenden fachspezifischen Arbeitsmethoden der politischen Bildung umgesetzt. Dafür eignen sich u. a. Rollen- und Planspiele, Streitgespräche, Pro- und Kontra-Debatten, Podiumsdiskussionen oder kriterienorientierte Fall-, Konflikt- und Problemanalysen.

Bei Inhalten mit Anknüpfungspunkten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung eignen sich insbesondere die didaktischen Prinzipien der Visionsorientierung, des Vernetzenden Lernens sowie der Partizipation. Vernetztes Denken bedeutet hier die Verbindung von Gegenwart und Zukunft einerseits und ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen des eigenen Handelns andererseits.

Die Digitalisierung und der mit ihr verbundene gesellschaftliche Wandel erfordern eine Vertiefung der informatischen Bildung. Ausgehend von den Besonderheiten der Bildungsgänge begründet der Charakter der beruflichen Qualifikationen einen permanenten Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie berufs­bezogener Software, die zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz erforderlich sind. 

Unter Beachtung digitaler Arbeits- und Geschäftsprozesse ergibt sich die Notwendigkeit einer angemessenen Hard- und Softwareausstattung und entsprechender schulorganisatorischer Regelungen. Bis zu 25 % der Unterrichtsstunden des berufsbezogenen Unterrichtes in jedem Ausbildungsjahr können für den anwendungsbezogenen gerätegestützten Unterricht genutzt werden, wobei eine Klassenteilung möglich ist. Die konkrete Planung obliegt der Schule.

Die Ausprägung beruflicher Handlungskompetenz wird durch handlungsorientierten Unterricht gefördert. Dabei werden beispielhafte Aufgabenstellungen aus der beruflichen Praxis im Unterricht aufgegriffen. Das Lernen erfolgt in vollständigen Handlungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler das Vorgehen selbstständig planen, durchführen, überprüfen, gegebenenfalls korrigieren und schließlich bewerten.

Dieses Unterrichten erfordert vielfältige Sozialformen und Methoden, insbesondere den Einsatz komplexer Lehr-/Lernarrangements wie Projektarbeit oder kooperatives Lernen. Des Weiteren ist eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den beteiligten Lehrkräften des berufsübergreifenden und berufsbezogenen Bereiches sowie der in einem Lernfeld unterrichtenden Lehrkräfte notwendig.

Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Lern- und Arbeitstechniken anzuwenden und selbstständig weiterzuentwickeln sowie Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und zu bewerten. Darüber hinaus ist bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein zu entwickeln, dass Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstständigen und lebenslangen Lernen wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben sind.

Stundentafel

Berufliche Grundbildung im 1. Ausbildungsjahr

Unterrichtsfächer und Lernfelder Wochenstunden in der Klassenstufe
Pflichtbereich 37
Berufsübergreifender Bereich 13
Deutsch/Kommunikation 3
Englisch 2
Gemeinschaftskunde 2
Wirtschaftskunde 3
Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik 2
Sport 1
Berufsbezogener Bereich1 24
1 Baustellen einrichten 1,5
2 Bauwerke erschließen und gründen 4,5
3 Einschalige Baukörper mauern 4,5
4 Stahlbetonbauteile herstellen 4,5
5 Holzkonstruktionen herstellen 4,5
6 Bauteile beschichten und bekleiden 4,5
Wahlbereich2 2
 
  • 1
    Es obliegt den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung, in welchen Lernfeldern des berufsbezogenen Bereiches in den Klassenstufen 2, 3 und ggf. 4 unter Beachtung der personellen und sächlichen Ressourcen der Unterricht um jeweils drei Wochenstunden erhöht wird.
  • 2
    Der Wahlbereich steht den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung zur Vertiefung der berufsbezogenen Inhalte sowie zur weiteren Spezialisierung und Förderung zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Fach Sport im Wahlbereich der Klassenstufe 1 anzubieten, ist ebenso gegeben.

Hinweise zur Umsetzung

In diesem Kontext wird auf die Handreichung „Umsetzung lernfeldstrukturierter Lehr­pläne“ (LaSuB 2022) verwiesen.

Diese Handreichung bezieht sich auf die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes in den Schul­arten Berufsschule, Berufsfachschule und Fachschule und enthält u. a. Ausführungen

  1. zum Lernfeldkonzept,
  2. zu Aufgaben der Schulleitung bei der Umsetzung des Lernfeldkonzeptes, wie
    • Information der Lehrkräfte über das Lernfeldkonzept und über die Ausbildungsdokumente,
    • Bildung von Lehrerteams,
    • Gestaltung der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen,
  3. zu Anforderungen an die Gestaltung des Unterrichts, insbesondere zur
    • kompetenzorientierten Planung des Unterrichts,
    • Auswahl der Unterrichtsmethoden und Sozialformen

sowie das Glossar.

Darüber hinaus wird die Verwendung der Handreichung „Operatoren in der beruflichen Bildung“ (LaSuB 2021) empfohlen. Das Material unterstützt die Standardisierung von Operatoren in Aufträgen und Aufgaben sowie die Transparenz in den Anforderungen bei der Umsetzung von beruflichen Handlungssituationen im Unterricht und bei der Leistungsbewertung.

Sächsische Lehrkräfte können in der dynamischen Lehrplandatenbank ergänzend zu den Lehrplänen und Arbeitsmaterialien auf eine vielfältige Auswahl von Dokumenten und Web-Links sowohl für die Unterrichtsgestaltung als auch für das Selbstlernen der Schülerinnen und Schüler zurückgreifen. 

Ansicht der Dynamischen Lehrplandatenbank

Die Verfügbarkeit dieser Materialien in den Lehrplänen, Arbeitsmaterialien und Stundentafeln ist durch ein Symbol gekennzeichnet, welches sich rechts neben den Lehrplanzielen und -inhalten oder Lernfeldern befindet. Das Materialangebot ist ausschließlich nach der Anmeldung im Schulportal für sächsische Lehrkräfte abrufbar. Es wird sukzessive erweitert.

Ein wichtiges Unterstützungsmaterial stellen die verknüpften curricularen Analysen und exemplarischen Lernsituationen dar. Die Mitglieder der sächsischen Lehrplankommissionen leiten aus dem Rahmenlehrplan detaillierte curriculare Analysen ab, die die im Rahmenlehrplan festgelegten Kompetenzen konkretisieren. Die zu entwickelnden Teilkompetenzen sowie die zu unterrichtenden Inhalte der Lernfelder sind präzisiert und mit Zeitrichtwerten versehen.

Auf der Grundlage der curricularen Analysen werden didaktisch aufbereitete exemplarische Lernsituationen entwickelt. Ausgangspunkte dieser Lernsituationen sind geeignete Aufträge und Handlungsergebnisse unter Beachtung der Abläufe von Arbeits- bzw. Geschäftsprozessen. 

Für die Lernfelder, die Kompetenzbeschreibungen zum berufsbezogenen Fremdsprachenerwerb enthalten, haben die Lehrplankommissionen Hinweise zur Umsetzung entwickelt, die ebenfalls in der Lehrplandatenbank zur Verfügung gestellt werden.

Hinweise zum berufsbezogenen Englisch

Berufsbezogenes Englisch bildet die Integration der Fremdsprache in die Lernfelder ab. 

Der Englischunterricht im berufsübergreifenden Bereich gemäß den Vorgaben der Stundentafel und der Unterricht im berufsbezogenen Englisch stellen eine Einheit dar. Es werden gezielt Kompetenzen entwickelt, die die berufliche Mobilität der Schülerinnen und Schüler in Europa und in einer globalisierten Lebens- und Arbeitswelt unterstützen.

Der Englischunterricht orientiert auf eine weitgehend selbstständige Sprachverwendung mindestens auf dem Niveau B1 des KMK-Fremdsprachenzertifikats13, das sich an den Referenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GeR) orientiert. Dabei werden die vorhandenen fremdsprachlichen Kompetenzen in den Bereichen Rezeption, Produktion, Mediation und Interaktion um berufliche Handlungssituationen erweitert. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollten motiviert werden, sich den Anforderungen des Niveaus B2 zu stellen.

Grundlage für den berufsbezogenen Englischunterricht bilden die in den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplans formulierten fremdsprachlichen Aspekte. Der in den Lernfeldern integrativ erworbene Fachwortschatz wird in vielfältigen Kommunikationssituationen angewandt sowie orthografisch und phonetisch gesichert. Relevante grammatische Strukturen werden aktiviert. Der Unterricht strebt den Erwerb grundlegender interkultureller Handlungsfähigkeit mit dem Ziel an, mehr Sicherheit im Umgang mit fremdsprachigen Kommunikationspartnern zu entwickeln. Damit werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, im beruflichen Kontext erfolgreich zu kommunizieren.

Der Unterricht im berufsbezogenen Englisch ist weitgehend in der Fremdsprache zu führen und handlungsorientiert auszurichten. Dies kann u. a. durch Projektarbeit, Gruppenarbeit und Rollenspiele geschehen. Dazu sind die Simulation wirklichkeitsnaher Situationen im Unterricht, die Nutzung von Medien und moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Einüben und Anwenden von Lern- und Arbeitstechniken eine wesentliche Voraussetzung. 

Vertiefend kann berufsbezogenes Englisch im Wahlbereich angeboten werden. Empfehlungen dazu werden in den berufsgruppenbezogenen Modulen des Lehrplans Englisch für die Berufsschule/Berufsfachschule gegeben.

Die Teilnahme an den Prüfungen zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen Niveau B1 oder Niveau B2 in der beruflichen Bildung in einem berufsrelevanten Bereich kann von den Schülerinnen und Schülern in Abstimmung mit der Lehrkraft für Fremdsprachen individuell entschieden werden.

Die Niveaubeschreibung des KMK-Fremdsprachenzertifikats weist folgende Anforderungen in den einzelnen Kompetenzbereichen aus:

Rezeption:  Gesprochenen und geschriebenen fremdsprachigen Texten Informationen entnehmen

Hör- und Hörsehverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen Texten in berufstypischen Situationen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen, wenn deutlich und in Standard­sprache gesprochen wird. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexere berufstypische Texte global, selektiv und detailliert verstehen, wenn in natürlichem Tempo und in Standardsprache gesprochen wird, auch wenn diese leichte Akzentfärbungen aufweist. 

Leseverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen berufstypischen Texten zu teilweise weniger vertrauten Themen aus bekannten Themenbereichen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexe berufstypische Texte, auch zu wenig vertrauten und abstrakten Themen aus bekannten Themenbereichen, global, selektiv und detailliert verstehen. 

Produktion:  Fremdsprachige Texte erstellen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufstypische Texte zu vertrauten Themen verfassen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufstypische Texte aus bekannten Themenbereichen verfassen. 

Mediation:  Textinhalte in die jeweilige Sprache übertragen und in zweisprachigen Situationen vermitteln

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können fremdsprachlich dargestellte berufliche Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch wiedergeben. Sie können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel in deutscher Sprache dargestellte Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache übertragen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können den Inhalt komplexer fremdsprachlicher berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch sowohl wiedergeben als auch zusammenfassen. Sie können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel den Inhalt komplexer berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen in deutscher Sprache sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache sowohl übertragen als auch zusammenfassen. 

Interaktion:  Gespräche in der Fremdsprache führen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um vertraute Themen geht, in der Fremdsprache weitgehend sicher bewältigen, sofern die am Gespräch Beteiligten kooperieren, dabei auch eigene Meinungen sowie Pläne erklären und begründen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um komplexe Themen aus bekannten Themenbereichen geht, in der Fremdsprache sicher bewältigen, dabei das Gespräch aufrechterhalten, Sachverhalte ausführlich erläutern und Standpunkte verteidigen. 

______________________________
13   Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung unter https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/1998/1998_11_20-Fremdsprachen-berufliche-Bildung.pdf 

Unterstützungsmaterialien

Übersicht

Lernfeld 1 Baustellen einrichten 20 Ustd.
Lernfeld 2 Bauwerke erschließen und gründen 60 Ustd.
Lernfeld 3 Einschalige Baukörper mauern 60 Ustd.
Lernfeld 4 Stahlbetonbauteile herstellen 60 Ustd.
Lernfeld 5 Holzkonstruktionen herstellen 60 Ustd.
Lernfeld 6 Bauteile beschichten und bekleiden 60 Ustd.

Curriculare Analysen, exemplarische Lernsituationen und Hinweise zum berufsbezogenen Englisch für das 1. Ausbildungsjahr

Lernfeld 1: Baustellen einrichten

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Baustellen auftragsbezogen unter Berücksichtigung des eigenen Berufes, anderer Gewerke und der örtlichen Gegebenheiten einzurichten.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die örtliche Situation für die auftragsbezogene Einrichtung einer Baustelle unter Beachtung der Besonderheiten des eigenen Berufes, rationeller Arbeitsabläufe, der geplanten Maßnahmen zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag.

3 Ustd.

Sie verschaffen sich anhand der Bauplanungsunterlagen einen Überblick zur örtlichen Situation und zum geplanten Bauvorhaben.

Lageplan

Bauzeitenplan

Sie erfassen die Aufgaben ihres Berufes im Zusammenwirken der Arbeitsabläufe mit den anderen Gewerken.

Sie identifizieren ihr eigenes Gewerk im Bauzeitenplan.

Wirtschaftskunde, 1. Aj., LB 1 – Berufsbilder BBIG

Präsentation des Ausbildungsberufes und Betriebes

Sie tragen aus den Auftrags- und Bauplanungsunterlagen Informationen zu den geplanten Maßnahmen zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz zusammen.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über weitere am Bau Beteiligte und deren Verantwortungsbereiche (Bauberufe, Bauherr, Planungsbüros, Baufirmen, Bauaufsichtsbehörden).

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Aufgaben und Abläufe der verschiedenen Beteiligten von der Planung bis zur Fertigstellung des Bauvorhabens

1 Ustd.

Bauherren

Planungsbüros

Bauberufe und Baufirmen

Bauaufsichtsbehörden

Sie lesen Baustelleneinrichtungspläne auch in einer fremden Sprache (Planbestandteile, Einrichtungsgegenstände, Platzbedarf, Symbole, Maßstab) und Bauzeitenpläne und ziehen Schlussfolgerungen zur Abfolge der Gewerke und der Arbeitsabschnitte.

Die Schülerinnen und Schüler erklären die Bedeutung von Darstellungselementen in Baustelleneinrichtungsplänen auch in anderer Sprache

2 Ustd.

berufsbezogenes Englisch

Planbestandteile

Einrichtungsgegenstände

Symbole

Platzbedarf

Sie ermitteln aus der Maßstabsangabe Größenverhältnisse.

Maßstabsberechnung

Sie entnehmen dem Bauzeitenplan die Chronologie der Gewerke und Arbeitsabschnitte unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte.

Sie informieren sich über das Verhalten auf Baustellen (Kommunikationsregeln, Weisungsbefugnis, Unfallmeldung, Erste Hilfe) und Unfallverhütungsmaßnahmen (persönliche Schutzausrüstung, Gefahrensymbole, Arbeits- und Schutzgerüste, Leitern, Verkehrssicherungsmaßnahmen, vorbeugender Brandschutz, Umgang mit elektrischem Strom) und über Maßnahmen des Umweltschutzes (Lagerung umwelt-kritischer Stoffe, Abfallentsorgung, Gewässerschutz).

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Regeln der Kommunikation auf der Baustelle vertraut

4 Ustd.

Deutsch/Kommunikation

Internetrecherche

Rangordnung

Weisungsbefugnisse

Notfallsituationen

Unfallmeldungen

Sie ermitteln die Gefahren für Gesundheit und Leben. Sie leiten daraus entsprechende Unfallverhütungsmaßnahmen und die Notwendigkeit zum Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung ab. Sie leisten bei Unfällen Erste Hilfe und holen weitere Hilfe hinzu.

Unfallverhütungsvorschriften (UVV)

Sie unterscheiden Schutz- und Arbeitsgerüste und bestimmen den Einsatz von Leitern.

Sie erfassen Gefahrensymbole und deren Bedeutung

sicherer Umgang mit Gerüsten und Leitern

vorbeugender Brandschutz

Umgang mit elektrischem Strom

Sie machen sich mit Verkehrssicherungsmaßnahmen für einen störungsfreien Bauablauf vertraut. 

Sie recherchieren Maßnahmen des Umweltschutzes

Lagerung umweltkritischer Stoffe

Abfallentsorgung

Gewässerschutz

Die Schülerinnen und Schüler planen die Einrichtung der Arbeitsplätze für ihr Gewerk auf Basis von Baustelleneinrichtungsplänen und unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen, der auftragsspezifischen Anforderungen und Arbeitsabläufe (Ergonomie, Lichtquellen)

Dazu fertigen sie kommentierte Skizzen an, auch mit Hilfe digitaler Medien.

Die Schülerinnen und Schüler entwerfen für eine Baumaßnahme, ihrem Tätigkeitsfeld entsprechend, einen Baustelleneinrichtungsplan. 

2 Ustd.

Lageplan

Gruppenarbeit

Sie beachten hierbei die örtlichen Baustellensituationen

Lage

Größe

Witterung

Sie legen den Standort der baulich relevanten Flächen fest.

Sie achten auf problemlose und hindernisfreie Arbeits- und Bauabläufe sowie eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzeinrichtung

Ergonomie

Lichtquellen

Wegeverhältnisse

Sie erstellen Skizzen analog oder digital und erklären diese.

CAD-Programme

Sie präsentieren ihre Arbeitsergebnisse im Kontext ihres Berufsbildes und stimmen ihre Planungen miteinander ab. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht.

Die Schülerinnen und Schüler tragen ihre Ergebnisse zusammen, vergleichen ihre berufsbildbezogenen Planungen und stimmen diese aufeinander ab.

1 Ustd.

kooperatives Lernen

Sie informieren sich über rechtliche Vorschriften zum Umgang mit personen- und unternehmensbezogenen Daten, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht. Sie berücksichtigen diese bei der Speicherung und bei der Dokumentation der Arbeitsergebnisse.

Wahlpflicht Computertechnik

Die Schülerinnen und Schüler richten die Arbeitsplätze für ihr Gewerk auf der Grundlage des Bauzeitenplanes, des Baustelleneinrichtungsplanes und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen ein. Dazu beachten sie Lager- und Stellflächen sowie Arbeits- und Parkflächen und bereiten den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen vor.

Die Schülerinnen und Schüler richten ihren Arbeitsplatz nach Vorgaben des Bauzeiten- und Baustelleneinrichtungsplanes mit allen notwendigen Materialien und Werkzeugen ein.

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie setzen die Unfallverhütungsmaßnahmen um.

Sie messen Lager- und Stellflächen sowie Arbeits- und Parkflächen ein und kennzeichnen diese.

Sie nehmen die Werkzeuge und Maschinen in Betrieb. Bei Mängeln an Maschinen oder bei fehlenden Sicherheitseinrichtungen melden sie diese unverzüglich bzw. beseitigen die Gefährdung.

Betriebsanleitungen

Sie treffen Vorsorge für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz für sich und andere. Sie prüfen Gerüste und Leitern, stellen Absperrungen auf und setzen vorgegebene Verkehrssicherheitsmaßnahmen um.

Die Schülerinnen und Schüler tragen für ein sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten Sorge.

1 Ustd.

Sie setzen Schutz- und Arbeitsgerüste nach den Erfordernissen ein und prüfen diese auf Sicht.

Sie benutzen Leitern nach den Unfallverhütungsvorschriften.

Sie sperren die Baustelle gegen Zutritt Unbefugter ab.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Vollständigkeit der Baustelleneinrichtung sowie die Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen und der Vorschriften zum Umweltschutz.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Kriterien zur Überprüfung der Baustelleneinrichtung, der Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften und Umweltschutzmaßnahmen.

1 Ustd.

Check-Liste

Sie kontrollieren sowohl die Lage und Größe der eingemessenen Flächen als auch die Anordnung der Verkehrswege.

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren sowohl die Lage und Größe der eingemessenen Flächen als auch die Anordnung der Verkehrswege mit geeigneten Messgeräten.

1 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie gleichen die Messergebnisse mit dem Baustelleneinrichtungsplan ab und bewerten die Ergebnisse.

Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Planungen hinsichtlich der Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit, reflektieren ihre Vorgehensweise, ihre Rolle im Betrieb und diskutieren eine mögliche Optimierung der Baustelleneinrichtung ihres Arbeitsplatzes.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen kriteriengeleitet ihre ergriffenen Maßnahmen hinsichtlich

1 Ustd.

Vollständigkeit

Durchführbarkeit

Wirtschaftlichkeit

Sie leiten optimierte Abläufe für zukünftige Vorgehensweisen bei der Baustelleneinrichtung ab. Dabei analysieren Sie ihre Rolle im Betrieb.

In der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten wenden sie Berufssprache adressatengerecht an.

Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren Wortschatz in der berufsbezogenen Fachsprache und wenden diesen bei der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten an.

1 Ustd.

Deutsch/Kommunikation

Lernfeld 1 Baustellen einrichten
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 20 Ustd.
Lernsituationen
1.1
Zusammenwirken der am Bau Beteiligten erkunden
5 Ustd.
1.2
Eine Baustelle einrichten
15 Ustd.
Lernsituation
1.1
Zusammenwirken der am Bau Beteiligten erkunden
5 Ustd.
Auftrag

Sie sind als Auszubildender das erste Mal mit Ihrem Bauleiter auf der Baustelle. Das Einfamilienhaus steht im Rohbau, der Dachstuhl ist gerichtet. Vor dem Gebäude ist ein offener Graben zu sehen, in dem Rohre liegen. Viele Personen arbeiten auf der Baustelle. Für Sie wirkt es sehr unübersichtlich. Ihr Bauleiter händigt Ihnen zur Orientierung einen Bauzeitenplan aus. Ihr Mitauszubildender Karl startet krankheitsbedingt später seine Ausbildung.

Ihr Bauleiter beauftragt Sie, für Karl eine Übersicht zu den am Bau Beteiligten und den einzelnen Gewerken zu erstellen. Achten Sie hierbei auf die berufsbezogene Fachsprache. Geben Sie ihm Hinweise zu den Kommunikationsregeln auf der Baustelle. Beschreiben Sie Karl die Aufgaben Ihres Berufes im Zusammenwirken mit den verschiedenen Gewerken.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
1.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

2,5

Eigenes Gewerk im Bauzeitenplan identifizieren

Sich einen Überblick über Aufgaben und Abläufe der verschiedenen Beteiligten von der Planung bis zur Fertigstellung des Bauvorhabens verschaffen

Bauherren

Planungsbüros

Bauberufe und Baufirmen

Bauaufsichtsbehörden

Erfahrungen zu den Regeln der Kommunikation auf der Baustelle austauschen

Deutsch/Kommunikation

Brainstorming, Unterrichtsgespräch 

Rangordnung 

Weisungsbefugnisse

Notfallsituationen

Unfallmeldungen

Aufgaben des eigenen Berufes im Zusammenwirken der Arbeitsabläufe mit den anderen Gewerken erfassen

Wirtschaftskunde, 1. Aj., LB 1 – Berufsbilder BBIG

Internetrecherche

1.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Aufgaben und Abläufe der am Bau Beteiligten und der einzelnen Gewerke visualisieren

2

Infografik

Hinweise zu den Kommunikationsregeln auf der Baustelle zusammenstellen 

Eigenen Beruf und dessen Aufgaben im Zusammenwirken mit den verschiedenen Gewerken beschreiben

1.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Eigenes Vorgehen zur Erstellung der Übersicht und zur Einführung des Kollegen reflektieren

0,5

Selbstkritik

Berufsbezogenes Englisch mit Bezug zu
Lernfeld 1 Baustellen einrichten

Die Schülerinnen und Schüler fertigen ein bautechnisches Glossar mit Bezeichnungen für Einrichtungsgegenstände sowie Planbestandteile und Symbole von Baustelleneinrichtungsplänen an. Sie beschreiben die Einrichtungsgegenstände einer Baustelle sowie deren Platzbedarfe und berücksichtigen hierbei den Maßstab des Baustelleneinrichtungsplans. 

Didaktisch-methodische Hinweise::

Die Aneignung einer fachbezogenen Lexik hat zur Erweiterung des Grundvokabulars eine große Relevanz. Anknüpfungspunkt bildet vor allem die Kommunikation und Kooperation in internationalen Teams und mit anderen Gewerken auf der Baustelle.

Zum Erwerb des fachspezifischen Sprachschatzes sind Fach­wörterbücher, Lehrbücher und Arbeitshefte sowie Software und Internetquellen dienlich.

Für die Festigung der Fachtermini zur Beschreibung der Baustelleneinrichtung empfiehlt es sich diese mittels vielfältigen Übungen in mündlicher sowie schriftlicher Form durchzuführen.

Lernfeld 2: Bauwerke erschließen und gründen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauwerke auftragsbezogen nach örtlichen Gegebenheiten zu erschließen und zu gründen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Erschließung und Gründung eines Bauwerks.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag.

1 Ustd.

Bauplanungsunterlagen LF 1

Sie informieren sich zur Infrastruktur sowie Lage und Größe des Grundstücks.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Verfahren der Baugrunderkundung und Eigenschaften des Baugrundes (Bodenarten, Tragfähigkeit, Wassereinfluss).

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren analog und digital die Verfahren zur Baugrunderkundung

3 Ustd.

Internetrecherche

Gruppenarbeit

Schürfungen

Baugrundgutachten

Sondierungen

Bohrungen

Sie benennen die Bodenarten und unterscheiden diese nach Tragfähigkeit, Setzungsverhalten und Frostverhalten.

Sie ermitteln den Einfluss von Wasser auf den Baugrund.

Sie unterscheiden Baugruben und Gräben sowie Gründungsarten (Einzel-, Streifen-, Plattenfundament).

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Baugruben und Gräben.

3 Ustd.

Sie unterscheiden die Gründungsarten

Flachgründungen

Einzelfundamente

Streifenfundamente

Plattenfundamente

Tiefgründungen

Sie informieren sich über Infrastrukturleitungen (Entwässerung, elektrischer Strom, Kommunikation, flüssige und gasförmige Medien) und unterscheiden Schächte nach Lage, Material und Funktion.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über Infrastrukturleitungen für das geplante Bauwerk

2 Ustd.

kooperatives Lernen

Entwässerung

elektrischer Strom

Kommunikation

flüssige und gasförmige Medien

Sie recherchieren die Arten von Schächten in Abhängigkeit vom Medium.

Deutsch/Kommunikation

LB 3 – Sachtexte

Sie unterscheiden Schächte nach Lage, Material und Funktion.

Sie informieren sich über den Schichtenaufbau von Zufahrten sowie über Beläge und Möglichkeiten der Einfassung von gepflasterten Verkehrsflächen.

Die Schülerinnen und Schüler erkunden die Bauweisen von Verkehrsflächen und sichten unterschiedliche Beläge

2 Ustd.

SOL

Beton

Asphalt

Pflaster und Platten

Sie verschaffen sich einen Überblick über mögliche Einfassungen von gepflasterten Verkehrsflächen.

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen dem Fundamentplan Abmessungen und Lage der Fundamente und planen unter Berücksichtigung von Unfallverhütungsmaßnahmen und ergonomischen Arbeitsweisen die Abmessungen von Baugruben (Baugrubensicherung, Böschungswinkel) und Gräben (Grabenformen, Grabenverbaugeräte) und fertigen Zeichnungen (Draufsichten, Schnittzeichnungen) an.

Die Schülerinnen und Schüler lesen Fundamentpläne und erkennen die Abmessungen und die Lage der Fundamente. 

19 Ustd.

Sie informieren sich mithilfe der Vorschriften zur Unfallverhütung und gültiger Normen über Vorgaben zu den Abmessungen und Formen von Baugruben und Gräben

Regeln BG BAU, DGUV 

DIN 4124 - Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten

Sicherung nach der Tiefe

senkrechte Wände

geböschte Wände

Verbau und Grabenverbaugeräte

Böschungswinkel

Schutzstreifen und Arbeitsraum

Sie legen die Sicherung der Baugrube fest und berechnen die Abmessungen

Baugrubensohle mit Arbeitsraum und ggf. Verbau

Böschungswinkel und Böschungsbreite

Baugrubenoberseite mit Schutzstreifen

Sie fertigen Zeichnungen der Baugruben und Gräben unter Berücksichtigung von Zeichnungsgrundlagen an

DIN 1356-1 – Bauzeichnungen - Teil 1: Arten, Inhalte und Grundregeln der Darstellung

Linienarten und Linienstärken

Schraffuren

Normschrift

Bemaßungsrichtlinien

Draufsichten

Schnittzeichnungen

Sie entscheiden anhand der Bodenverhältnisse und des Wasserandrangs über die Notwendigkeit einer offenen oder geschlossenen Wasserhaltung.

Die Schülerinnen und Schüler leiten in Abhängigkeit des anstehenden Bodens sowie der Art und Menge des anfallenden Wassers in der Baugrube eine geeignete Wasserhaltung ab.

2 Ustd.

Sie legen eine offene oder geschlossene Wasserhaltung fest.

Sie berechnen den Oberbodenabtrag und die Erdmassen des Aushubs (Fläche, Volumen, Auflockerung, Dichte von Böden).

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln für die geplante Baumaßnahme den Abtrag des Oberbodens und die Massen zum Aushub des Erdbauwerkes

3 Ustd.

Fläche

Volumen

Auflockerung

Dichte von Böden

Sie lesen die Leitungsführung aus einem Entwässerungsplan (Mischsystem, Trennsystem, Rohrwerkstoffe, Schächte) und verorten Durchführungen und Bohrungen.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Misch- und Trennsystem und entnehmen dem Entwässerungsplan die auftragsbezogenen Angaben

3 Ustd.

Zeichnungslesen

Entwässerungssystem

Rohrwerkstoffe

Gefälle

Nennweiten

Schächte

Sie bestimmen in Abhängigkeit von der Lage und der Art des Leitungssystems notwendige Durchbrüche oder Bohrungen.

Für die gepflasterten Verkehrsflächen ermitteln sie den Baustoffbedarf auch mit Hilfe digitaler Medien.

Die Schülerinnen und Schüler planen Verkehrsflächen in Pflasterbauweise und kalkulieren für die einzelnen Schichten den Bedarf der notwendigen Baustoffe.

2 Ustd.

Internetrecherche 

Tabellenkalkulation

Die Schülerinnen und Schüler führen Vermessungsarbeiten (Fluchten, Höhen, Schnurgerüst) durch und setzen unter Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen für die Erdarbeiten (Bodenaushub, Einbau von Tragschichten, Planum, Verdichtung) Baumaschinen ein.

Die Schülerinnen und Schüler messen Objekte in Flächen ein.

Sie fluchten Messpunkte in Strecken ein, bestimmen Höhenunterschiede und sichern die erhaltenen Eckpunkte mittels Schnurgerüsten.

4 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie setzen Baumaschinen für die Bodenbearbeitung und den Transport des Bodens ein

Bodenaushub

Lagerung des Bodens

Einbau von Tragschichten

Planum

Verdichtung

Sie halten die Unfallverhütungsvorschriften ein.

Sie heben Baugruben aus, stellen den Fundamentaushub her und bereiten die Sohle für die Herstellung der Fundamente vor (Kraft, Sohldruck, Druckzwiebel) und beurteilen die Tragfähigkeit des Untergrundes.

Die Schülerinnen und Schüler heben Baugruben und Fundamentgräben aus.

4 Ustd.

Sie beurteilen die Tragfähigkeit des anstehenden Baugrundes

Bodenuntersuchung im gerätegestützten Unterricht

Kraft

Sohldruck

Druckzwiebel

Sie bereiten die Fundamentsohle vor.

Sie verlegen die Leitungen, stellen die Fundamente her, verfüllen die Baugruben und Gräben und legen Verkehrsflächen an. 

Sie entsorgen belasteten Aushub umweltgerecht.

Die Schülerinnen und Schüler verlegen Leitungen der entsprechenden Medien und kennzeichnen die Einbindungen.

6 Ustd.

koordinierte Leitungspläne

gerätegestützter Unterricht

Sie stellen Fundamente auftragsbezogen her

Einzelfundamente

Streifenfundamente

Bodenplatten

Sie verfüllen die Baugruben und Gräben.

Sie befestigen die Oberflächen

Straßen

begehbare Flächen

Parkflächen

Sie entsorgen belasteten Aushub umweltgerecht.

LF 1

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Baugruben und Gräben auf Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und zur Größe des Arbeitsraumes.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die Abmessungen der Baugrube bzw. des Grabens.

2 Ustd.

Sie vergleichen ihre Ergebnisse mit den Vorgaben aus der Planung nach der Normung und den Vorgaben zur Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen. 

DIN 4124 – Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten

Sie prüfen das Gefälle der Leitungen und die Abmessungen und Lage der Fundamente entsprechend den Planvorgaben.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen auf Grundlage der Planvorgaben das Gefälle der Leitungen sowie Abmessungen und Lage der Fundamente mit geeigneten Werkzeugen

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Gliedermaßstab

Wasserwaage 

Nivelliergerät

Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Vorgehensweise hinsichtlich des Flächenverbrauchs beim Aushub und der Wirtschaftlichkeit bei der Wiederverwertung der Erdmassen im Hinblick auf einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre Vorgehensweise 

2 Ustd.

Flächenverbrauch für die Lagerung des Aushubs

Wirtschaftlichkeit bei der Wiederverwertung

Sie zeigen Möglichkeiten der Wiederverwertung von Erdmassen auf, um einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden zu gewährleisten

Lagerung und Wiedereinbau von Oberboden 

Recycling

Aufbereitung kontaminierter Böden

Lernfeld 2 Bauwerke erschließen und gründen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
2.1
Den Baugrund erkunden
6 Ustd.
2.2
Einen Graben für Leitungen herstellen
25 Ustd.
2.3
Eine Gründung herstellen
23 Ustd.
2.4
Eine Verkehrsfläche anlegen
6 Ustd.
Lernsituation
2.1
Den Baugrund erkunden
6 Ustd.
Auftrag

Sie sind Auszubildender im ersten Ausbildungsjahr in einem Bauunternehmen, welches beauftragt wurde, ein Einfamilienhaus für die Familie Fröhlich zu errichten. Das Einfamilienhaus soll mit einer Bodenplatte gegründet werden. 

Sie erhalten von Ihrem Ausbilder den Auftrag, den Baugrund des Grundstückes zu erkunden.

Wählen Sie im Vorfeld eine geeignete Bodenerkundung aus. Fertigen Sie hierfür einen technologischen Arbeitsablauf an und erstellen Sie eine Auflistung der notwendigen Werkzeug und Hilfsmittel. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

3

Bauplanungsunterlagen  LF 1

Sich zur Infrastruktur sowie Lage und Größe des Grundstücks informieren

Verfahren zur Baugrunderkundung analog und digital recherchieren Schürfungen

Internetrecherche

Gruppenarbeit

Sondierungen

Bohrungen

Die Bodenarten benennen und nach Tragfähigkeit, Setzungsverhalten und Frostverhalten unterscheiden

Bohrkerne

Den Einfluss von Wasser auf den Baugrund ermitteln

2.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Geeignetes Verfahren zur Baugrunderkundung auswählen 

2

Den technologischen Ablauf zur Baugrunderkundung erstellen 

Werkzeuge und Hilfsmittel auflisten

Verfahren zur Baugrunderkundung anwenden und Werkzeuge sowie Hilfsmittel einsetzen

Bodenuntersuchung im gerätegestützten Unterricht

Bodenarten identifizieren

2.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Tragfähigkeit und Eignung des anstehenden Baugrundes beurteilen

1

Kraft

Sohldruck

Druckzwiebel

Technologischen Arbeitsablauf zum Verfahren zur Baugrunderkundung reflektieren

Lernfeld 3: Einschalige Baukörper mauern

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, einschaliges Mauerwerk
auftragsbezogen herzustellen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der auftragsbezogenen Anforderungen an den einschaligen Baukörper und der örtlichen Gegebenheiten.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag.

2 Ustd.

Bauplanungsunterlagen

Zeichnungslesen

Sie verschaffen sich anhand der Bauplanungsunterlagen einen Überblick zur örtlichen Situation

Lage

Baustellenzufahrt

vorhandene Baustelleneinrichtungen und Lagerflächen

vorhandene Stellfläche Gerüst

erforderliche Einhaltung von Ruhezeiten

Die Schülerinnen und Schüler tragen die auftragsbezogenen Anforderungen an den einschaligen Baukörper zusammen

Abmessungen

Neubau/Bestand

Außenwand/Innenwand

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Funktionen von gemauerten Baukörpern (Wandarten und -aufgaben) und verschaffen sich einen Überblick über künstliche Mauersteine (Arten, Rohdichte, Druckfestigkeit) sowie Mauermörtel (Mörtelarten, Mörtelklassen) und deren Verarbeitung.

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren analog und digital die Aufgaben einer gemauerten Wand

10 Ustd.

Lastabtragung

Aussteifung

Wärmeschutz

Schallschutz

Brandschutz

Raumabgrenzung

Sie unterscheiden verschiedene Wandarten nach

Bauzeichnungen

Lage im Gebäude

Wandaufbau

Belastung

tragende Wände

nicht tragende Wände

aussteifende Wände

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Arten künstlicher Mauersteine

Anschauungsmaterial

Herstellerinformationen

Mauerziegel

Exkursion Hersteller

Kalksandsteine

Leichtbetonsteine

Porenbetonsteine

Sie erfassen den Zusammenhang zwischen Rohdichte und Druckfestigkeit der künstlichen Mauersteine und ziehen Rückschlüsse auf die Verwendung

gerätegestützter Unterricht

Herstellerinformationen

Fachliteratur

Wärmeschutz

Tabellenbuch Bau

Schallschutz

Belastbarkeit

Masse

Sie unterscheiden Mörtelarten und Mörtelklassen nach 

DIN 998-2

Bindemittel

Druckfestigkeit

und ordnen diese als Gefahrenstoff ein.

Gefahrensymbole

Sicherheitsdatenblätter technische Merkblätter

Sie informieren sich über die Verarbeitung von künstlichen Mauersteinen und Mauermörtel

Werkzeuge

Maschinen

Arbeitsgerüste

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des einschaligen gemauerten Baukörpers unter Beachtung der Mauerverbände (Läufer-, Block-, Kreuzverband) und der Maßordnung im Hochbau sowie der wirtschaftlichen Verwendung von Mauersteinen in unterschiedlichen Formaten.

Die Schülerinnen und Schüler tragen Informationen über die verschiedenen Mauerverbände und deren Verbandsregeln für die Herstellung eines einschaligen Baukörpers zusammen

16 Ustd.

Mauerschichten

Läuferverband

Binderverband

Blockverband

Kreuzverband

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen auftragsbezogen die Bauricht- bzw. Baunennmaße.

Bauzeichnungen

Maßordnung

Sie ermitteln die erforderlichen Abmessungen des Baukörpers

Mauerlängen 

Anbau-/Vorlagenmaß

Innen-/Öffnungsmaß

Außenmaß

Mauerdicken

Mauerhöhen

Sie vergleichen den Einsatz verschiedener Formate in Hinblick auf eine wirtschaftliche Verwendung.

Mit Hilfe von Tabellen ermitteln sie den Baustoffbedarf. Sie entwerfen und zeichnen den Baukörper (Skizzen, Ausführungszeichnungen) auch mit Hilfe digitaler Medien, wählen Werkzeuge, Maschinen und Hilfsmittel (Messgeräte, Prüfmittel) aus und planen den Arbeitsablauf.

Die Schülerinnen und Schüler berechnen mit Hilfe von Tabellen den Stein- und Mörtelbedarf.

10 Ustd.

Sie fertigen Skizzen an.

Sie zeichnen per Hand und mit Hilfe digitaler Medien Ausführungszeichnungen verbandsgerecht und bemaßen diese normgerecht

Grundrisse, Ansichten

Maßordnung

freistehende Wand

Mauerecken

Maueranschlüsse

Mauerkreuzungen

Sie formulieren den Arbeitsablauf und legen geeignete Werkzeuge, Maschinen, Messgeräte und Prüfmittel fest.

Deutsch/Kommunikation

Im Planungskonzept berücksichtigen sie den Schutz des Baukörpers vor Feuchtigkeit (horizontale und vertikale Abdichtungen, Dränung) und Witterung.

Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen die verschiedenen Witterungseinflüsse, die auf einen Baukörper einwirken und leiten daraus Schutzmaßnahmen ab.

2 Ustd.

Sie recherchieren die verschiedenen Möglichkeiten des Feuchtigkeitsschutzes

Schnittzeichnung mit Abdichtung

horizontale Abdichtung

vertikale Abdichtung

Dränung

Sie erstellen und präsentieren die Dokumentation ihrer Vorgehensweise unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Aspekten.

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren und präsentieren ihre Vorgehensweise.

6 Ustd.

Deutsch/Kommunikation

Sie legen Kriterien für die Beurteilung des fertigen Bauwerks fest.

Beurteilungsbogen

Sie diskutieren Handlungsalternativen hinsichtlich

Wirtschaftlichkeit

Ökologie

Zusammenarbeit im Team

Die Schülerinnen und Schüler messen den Baukörper ein, erstellen ihn unter Beachtung der Verbandsregeln und dichten ihn gegen Feuchtigkeit ab. Dabei berücksichtigen sie die örtlichen Gegebenheiten (Anschlussflächen, Leistungen der Vorgewerke), vorgesehene Öffnungen und Vorlagen.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die örtlichen Gegebenheiten

3 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Anschlussflächen

Leistungen der Vorgewerke

Sie mauern verbandsgerecht den Baukörper

Arbeitsplatz einrichten 

Baukörper einmessen

Mörtel anmachen

Schichten mit vorgesehenen Öffnungen und Vorlagen herstellen

fachgerecht abdichten

Sie erstellen Arbeitsgerüste nach den Vorschriften zum Arbeitsschutz. Sie achten auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheits-schutz, Umwelteinflüsse, Entsorgung) und ergonomische Arbeitsabläufe.

Die Schülerinnen und Schüler errichten ein Bockgerüst nach den Vorschriften des Arbeitsschutzes.

3 Ustd.

UVV der BG Bau

LF 1

DIN EN 12811 Temporäre Konstruktionen für Bauwerke

Sie richten ihren Arbeitsplatz auf dem Bockgerüst ein und beachten die Verhaltensregeln auf Arbeitsgerüsten, um Unfallgefahren für sich und andere zu vermeiden.

LF 1

Die Schülerinnen und Schüler achten auf ergonomische Arbeitsabläufe und den sicheren Umgang mit Materialien

Gesundheitsschutz

Heben und Tragen

Sport, LB Tätigkeitsspezifisches gesundheitsorientiertes Muskeltraining für tragende und hebende berufliche Tätigkeiten

Persönliche Schutzausrüstung

LF 1

sichere Lagerung von Baustoffen und Werkzeugen

Schutz vor Umwelteinflüssen

umweltgerechte Entsorgung

Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Waagerechte, das Lot und die Herstellungsmaße und vergleichen die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten in der Ausführungszeichnung.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen anhand der zuvor festgelegten Kriterien den gemauerten Baukörper

4 Ustd.

Beurteilungsbogen

gerätegestützter Unterricht

Lot

Flucht

Waage

Maße

Schichtenhöhe

Fugenbild

Verbandslösung

Sie vergleichen ihr Arbeitsergebnis mit den Anforderungen der Ausführungszeichnung.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und stellen ihre Arbeitsergebnisse, auch mit Hilfe digitaler Medien, vor.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungs- und Herstellungsprozess und schätzen die eigene Arbeitsweise ein.

2 Ustd.

Sie dokumentieren ihre Ergebnisse und präsentieren diese auch mit Hilfe digitaler Medien.

Sie vergleichen und bewerten ihre Ergebnisse und diskutieren Möglichkeiten von Verbesserungen. Dabei argumentieren sie sachlich und präzise und wenden Berufssprache adressatengerecht an.

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen ihre Ergebnisse miteinander und diskutieren diese hinsichtlich möglicher Verbesserungen.

2 Ustd.

Kritikfähigkeit

Deutsch/Kommunikation

Dabei tauschen sie sich unter Verwendung von Feedbackregeln aus und bringen Verbesserungsvorschläge konstruktiv ein.

Sie argumentieren sachlich und präzise und wenden die Berufssprache adressatengerecht an.

Lernfeld 3 Einschalige Baukörper mauern
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
3.1
Den Kundenauftrag analysieren und die Gegebenheiten vor Ort prüfen
3 Ustd.
3.2
Einen Baukörper planen, zeichnen und den Materialbedarf ermitteln
39 Ustd.
3.3
Einen Baukörper herstellen und das Ergebnis beurteilen
18 Ustd.
Lernsituation
3.2
Einen Baukörper planen, zeichnen und den Materialbedarf ermitteln
39 Ustd.
Auftrag

Sie sind Mitarbeiter eines Bauunternehmens, das den Auftrag zum Bau einer Einzelgarage erhalten hat. Neben dem auf dem Grundstück befindlichen Einfamilienhaus wünscht sich der Bauherr die Errichtung des Rohbaus einer Garage mit Abstellraum aus kleinformatigen künstlichen Mauersteinen. Die Bodenplatte für die Garage ist bereits vorhanden. In Absprache mit dem Kunden sollen die Außenwände 24 cm und die Trennwand 11,5 cm dick sein. Die Abmessungen sowie mögliche Mauerwerksöffnungen besprechen Sie mit dem Bauherrn bei einem Vororttermin. 

Planen Sie für die anstehenden Arbeiten den technologischen Arbeitsablauf. Erstellen Sie eine Auflistung der notwendigen Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel. Berechnen Sie den Materialbedarf und fertigen Sie Planungszeichnungen an. Überprüfen Sie abschließend Ihr Arbeitsergebnis.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
3.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

19

Aufgaben einer gemauerten Wand analog und digital recherchieren

Lastabtragung

Aussteifung

Wärmeschutz

Schallschutz

Brandschutz

Raumabgrenzung

Wandarten unterscheiden nach

Bauzeichnungen

Lage im Gebäude

Wandaufbau

Belastung

Wandarten nach ihrer Funktion einordnen

tragende Wände

nicht tragende Wände

aussteifende Wände

Sich einen Überblick zu den Arten künstlicher Mauersteine verschaffen

Anschauungsmaterial

Herstellerinformationen

Exkursion Hersteller

Mauerziegel

Kalksandsteine

Leichtbetonsteine

Porenbetonsteine

Mörtelarten und Mörtelklassen unterscheiden nach 

DIN 998-2

Bindemittel

Druckfestigkeit

Mörtel als Gefahrenstoff einordnen

Gefahrensymbole

Sicherheitsdatenblätter technische Merkblätter

Sich über die Verarbeitung von künstlichen Mauersteinen und Mauermörtel informieren

Werkzeuge

Maschinen

Arbeitsgerüste

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Informationen über die verschiedenen Mauerverbände und deren Verbandsregeln für die Herstellung eines einschaligen Baukörpers zusammentragen

Mauerschichten

Läuferverband

Binderverband

Blockverband

Kreuzverband

3.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Zusammenhang zwischen Rohdichte und Druckfestigkeit der künstlichen Mauersteine erfassen und Rückschlüsse auf die Verwendung ziehen

19

gerätegestützter Unterricht

Herstellerinformationen

Fachliteratur

Tabellenbuch Bau

Wärmeschutz

Schallschutz

Belastbarkeit

Masse

Auftragsbezogen die Bauricht- bzw. Baunennmaße bestimmen

Bauzeichnungen

Maßordnung

Anbau-/Vorlagenmaß

Innen-/Öffnungsmaß

Außenmaß

Erforderliche Abmessungen des Baukörpers ermitteln 

Mauerlängen 

Mauerdicken

Mauerhöhen

Einsatz verschiedener Formate in Hinblick auf eine wirtschaftliche Verwendung vergleichen

Mit Hilfe von Tabellen den Stein- und Mörtelbedarf berechnen

Skizzen anfertigen

Per Hand und mit Hilfe von digitalen Programmen Ausführungszeichnungen verbandsgerecht zeichnen und normgerecht bemaßen 

Grundrisse, Ansichten

Maßordnung

freistehende Wand

Mauerecken

Maueranschlüsse

Mauerkreuzungen

Witterungseinflüsse, die auf einen Baukörper einwirken, berücksichtigen und Schutzmaßnahmen daraus ableiten

Schnittzeichnungen mit Abdichtungen

horizontale Abdichtung

vertikale Abdichtung

Dränung

3.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Arbeitsergebnis auf Umsetzung der Kundenvorgaben überprüfen

1

Planungsprozess reflektieren und die eigene Arbeitsweise einschätzen

Lernfeld 4: Stahlbetonbauteile herstellen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stahlbetonbauteile auftragsbezogen herzustellen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Funktion des Bauteils, der örtlichen Gegebenheiten sowie der Leistungen der Vorgewerke und beschreiben die daraus abzuleitenden Eigenschaften des Stahlbetonbauteils. Dabei berücksichtigen sie den Um- und Rückbau vorhandener Bauteile.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag.

3 Ustd.

Bauplanungsunterlagen

Sie verschaffen sich einen Überblick zu Stahlbetonbauteilen und deren Funktionen im Gebäude

Sturz

Balken

Stütze

Sie schätzen die örtlichen Gegebenheiten und die Leistungen der Vorgewerke ein.

LF 1, 3

Sie tragen die auftragsbezogenen Eigenschaften des Stahlbetonbauteils zusammen

Abmessungen

Tragfähigkeit

bauphysikalische Anforderungen

Sichtbeton/verputzter Beton

Betonfertigteil/Ortbeton

Sie berücksichtigen die Anbindung an vorhandene Bauteile und evtl. notwendige Um- und Rückbaumaßnahmen.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Betonausgangsstoffe (Zemente, Gesteinskörnungen, Wasser), Bewehrungen (Betonstabstahl, Betonstahlmatten) und Schalungen (Brett-, Systemschalung).

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Betonausgangsstoffe 

12 Ustd.

Anschauungsmaterial

Herstellerinformationen

Exkursion Hersteller

Zemente

Gesteinskörnungen

Wasser

Sie recherchieren Eigenschaften und Funktionen des Betonstahls und unterscheiden Betonstabstahl und Betonstahlmatten.

Anschauungsmaterial

Sie verschaffen sich einen Überblick zu verschiedenen Schalungsbauarten, deren Funktionen und konstruktiven Aufbau

Brettschalung

Systemschalung

Sie unterscheiden Beton nach der Druckfestigkeit, der Bewehrung, der Rohdichte, dem Erhärtungszustand (Frisch-, Festbeton) und dem Ort der Herstellung (Baustellenbeton, Transportbeton).

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Betonarten nach

3 Ustd.

Mindmap, Strukturlegen

Druckfestigkeit

Bewehrung

Rohdichte

Erhärtungszustand 

Frischbeton 

Junger Beton

Festbeton

Ort der Einbringung

Ortbeton

Betonfertigteile

Ort der Herstellung 

Baustellenbeton

Transportbeton

Sie berücksichtigen die auf das Bauteil wirkenden Kräfte, die im Bauteil auftretenden Spannungen (Zug, Druck), die Lage der Bewehrung und das Zusammenwirken von Betonstahl und Beton (Verbund, Längenausdehnung, Betondeckung).

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren das Tragverhalten eines Stahlbetonbauteils.

3 Ustd.

Modell zum Tragverhalten

Sie informieren sich anhand der im Bauteil auftretenden Spannungen 

Zugspannung

Druckspannung

Schubspannung

über die notwendige Lage der Bewehrung

Sie vollziehen das Zusammenwirken von Betonstahl und Beton nach

Verbund

Längenausdehnung

Betondeckung

Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des Stahlbetonbauteiles. Dazu bestimmen sie anhand von Tabellen die Zusammensetzung des Betons unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen (Expositionsklassen) sowie der Konsistenz, der Druckfestigkeit und der Sieblinie der Gesteinskörnung.

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen anhand von Tabellen die Zusammensetzung von Standardbeton unter Berücksichtigung der Konsistenz und der Druckfestigkeit.

5 Ustd.

DIN EN 206

Sie analysieren die Umweltbedingungen und leiten daraus die notwendige Expositionsklasse ab.

Sie ermitteln mithilfe von Siebliniendiagrammen die Brauchbarkeit der Gesteinskörnung und ziehen Rückschlüsse auf die Qualität des Betons.

Sie führen Berechnungen (Flächen, Volumen, Materialbedarfe, Wasserzementwert) durch und erstellen Zeichnungen (Schalungs-, Bewehrungszeichnungen) sowie Materiallisten (Holzlisten, Stahllisten) auch mit Hilfe digitaler Medien.

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen Flächen und Volumen von Stahlbetonkörpern.

14 Ustd.

Sie berechnen das Verhältnis der Masse des Wassers zur Masse des Zements. 

Sie leiten die Brauchbarkeit des Frischbetons anhand des berechneten Wasserzementwerts ab.

Sie berechnen den Materialbedarf für die einzelnen Bestandteile des Betons

Zement

Gesteinskörnung

Wasser

Sie fertigen Schalungszeichnungen an und erstellen anhand des abgelesenen Materialbedarfs Holzlisten.

computergestützter Unterricht

Sie zeichnen Bewehrungspläne, analysieren diese und leiten daraus den Materialbedarf an Bewehrung ab. 

Sie fertigen Stahllisten auch mit Hilfe digitaler Medien an.

Sie wählen Werkzeuge und Maschinen aus und planen die Arbeitsschritte zur Herstellung und zum Einbau des Stahlbetonbauteils.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick zu den Arbeitsschritten zur Herstellung eines Stahlbetonbauteils

4 Ustd.

Schalung erstellen

Bewehrung einbauen

Beton einbringen

Beton nachbehandeln

Bauteil ausschalen 

DBV-Merkblatt "Betonschalungen und Ausschalfristen"

Sie ordnen die benötigten Werkzeuge und Maschinen den jeweiligen Arbeitsschritten zu.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Schalung sowie die Hilfs- und Tragkonstruktionen. 

Die Schülerinnen und Schüler fertigen die Schalung sowie die Hilfs- und Tragkonstruktion mit Hilfe der erstellten Pläne an.

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie fertigen die Bewehrung an und bauen sie ein.

Die Schülerinnen und Schüler stellen die Bewehrung nach Bewehrungsplan her und bauen diese ein.

2 Ustd.

Sie mischen den Beton, prüfen die Konsistenz (Ausbreitversuch) und betonieren das Bauteil (Betonverarbeitung, Nachbehandlung).

Die Schülerinnen und Schüler stellen den Beton her.

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie prüfen die Verarbeitbarkeit des Betons mit Hilfe des Ausbreit- und Verdichtungsversuchs.

Sie ziehen Rückschlüsse auf die Konsistenzklassen und auf die Eignung des Betons für das Bauteil

Normtabellen

Ausbreitmaß

Verdichtungsmaß

Sie verarbeiten den Beton 

Fördern

Transportieren

Einbringen

Verdichten

Sie wenden Maßnahmen zur Nachbehandlung an.

Sie reinigen, prüfen und warten Maschinen, Werkzeuge und Schalungen.

Die Schülerinnen und Schüler reinigen die Werkzeuge und Maschinen.

1 Ustd.

Technischer Überwachungsverein (TÜV)

Sie schalen das Bauteil aus, reinigen und pflegen die Schalungsteile. 

Sie prüfen diese auf Mängel und entscheiden über die Wiederverwendung.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten Maschinen für die Wartung durch Fachpersonal vor. 

Sie achten auf die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und die Vorschriften zum Gesundheitsschutz (Hautschutz, Augenschutz), ergonomische Arbeitsabläufe sowie Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich (Entsorgung, Recycling).

Die Schülerinnen und Schüler achten auf Unfallverhütungsmaßnahmen und die Vorschriften zum Gesundheitsschutz

2 Ustd.

LF 1

Berufsgenossenschaft, UVV

Hautschutz

Augenschutz

persönliche Schutzausrüstung

Sie berücksichtigen ergonomische Arbeitsabläufe.

Die Schülerinnen und Schüler setzen Vorgaben zum Umweltschutz während der Arbeiten am Bauteil um

fachgerechte Entsorgung von Schmutzwasser

sorgfältiger Umgang mit Trennmitteln

Wiederverwendung von Schalungsteilen

schonender Umgang mit Ressourcen

Sie entsorgen Abfälle ordnungsgemäß oder führen diese dem Recyclingkreislauf zu.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen das Stahlbetonbauteil hinsichtlich Tragfähigkeit, Maßgenauigkeit und Oberflächenbeschaffenheit und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Die Schülerinnen und Schüler prüfen und bewerten das Stahlbetonbauteil hinsichtlich

2 Ustd.

Druck- und Zugversuche im gerätegestützten Unterricht

Tragfähigkeit

Maßgenauigkeit

Oberflächenbeschaffenheit

Sie wenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung an 

Beschichtung

Feuchtigkeitsschutz

Schutz vor chemischen Angriffen

Sie dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern.

Die Schülerinnen und Schüler notieren ihre Ergebnisse, vergleichen sie mit den vorgegebenen Parametern und präsentieren die Ergebnisse dem Plenum.

2 Ustd.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und beschreiben die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Stahlbeton gegenüber anderen Baustoffen.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und schätzen ihre eigene Arbeitsweise ein.

2 Ustd.

Bewertungsbögen

Sie stellen Vor- und Nachteile des Einsatzes von Stahlbeton gegenüber und vergleichen diese mit anderen Baustoffen

Festigkeit

Einsatzmöglichkeit

bauphysikalische Eigenschaften

Umweltbelastung

Sie bewerten die Ausgangsmaterialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen auch alternative Ausgangsstoffe in Betracht.

Die Schülerinnen und Schüler positionieren sich zu den verwendeten Ausgangsmaterialien in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit

1 Ustd.

Ethik

UN Sustainable Development Goals (SDGs)

ökonomisch

ökologisch

sozial

Regionalität, Langlebigkeit, Gesundheitsschutz

Sie entwickeln begründete Vorschläge für mögliche alternative Ausgangsstoffe. 

Lernfeld 4 Stahlbetonbauteile herstellen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
4.1
Einen Kundenauftrag analysieren
3 Ustd.
4.2
Eine Schalung erstellen
12 Ustd.
4.3
Eine Bewehrung einbauen
12 Ustd.
4.4
Den Beton verarbeiten und das Bauteil bewerten
33 Ustd.
Lernsituation
4.4
Den Beton verarbeiten und das Bauteil bewerten
33 Ustd.
Auftrag

Sie sind Angestellter eines Bauunternehmens, das den Auftrag zum Bau einer Einzelgarage erhalten und die Maurerarbeiten durchgeführt hat. Nun soll über der Garageneinfahrt der Sturz betoniert werden. Die Schalung ist erstellt und die Bewehrung eingebaut. 

Planen Sie für das Betonieren den technologischen Arbeitsablauf. Erstellen Sie eine Auflistung der notwendigen Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel. Berechnen Sie den Materialbedarf. Stellen Sie den Frischbeton her, verarbeiten Sie diesen und ergreifen Sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Bewerten Sie abschließend das fertige Bauteil und reflektieren den gesamten Arbeitsprozess.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.4.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

24

Sich über Betonausgangsstoffe informieren

Anschauungsmaterial

Herstellerinformationen

Exkursion Hersteller

Zemente

Gesteinskörnungen

Wasser

Betonarten unterscheiden nach

Mindmap, Strukturlegen

Druckfestigkeit

Bewehrung

Rohdichte

Erhärtungszustand 

Frischbeton, Junger Beton, Festbeton

Ort der Einbringung

Ortbeton, Betonfertigteile

Ort der Herstellung

Baustellenbeton, Transportbeton

Anhand von Tabellen die Zusammensetzung von Standardbeton unter Berücksichtigung der Konsistenz und der Druckfestigkeit bestimmen

DIN EN 206

Umweltbedingungen analysieren und notwendige Expositionsklasse ableiten

Mit Hilfe von Siebliniendiagrammen die Brauchbarkeit der Gesteinskörnung ermitteln und Rückschlüsse auf die Qualität des Betons ziehen

Flächen und Volumen von Stahlbetonkörpern bestimmen

Verhältnis der Masse des Wassers zur Masse des Zements berechnen

Brauchbarkeit des Frischbetons anhand des berechneten Wasserzementwerts ableiten

Materialbedarf für die einzelnen Bestandteile des Betons berechnen

Zement

Gesteinskörnungen

Wasser

Überblick zu den Arbeitsschritten verschaffen

Schalung erstellen

LS 4.2

Bewehrung einbauen

LS 4.3

Beton verarbeiten

Beton nachbehandeln

Bauteil ausschalen

Benötigte Werkzeuge und Maschinen den jeweiligen Arbeitsschritten zu ordnen

4.4.2 Entscheiden/
Durchführen

Beton herstellen

2

gerätegestützter Unterricht

Verarbeitbarkeit des Betons mit Hilfe des Ausbreit- und Verdichtungsversuchs prüfen

Rückschlüsse auf die Konsistenzklassen und auf die Eignung des Betons für das Bauteil ziehen

Normtabellen

Ausbreitmaß

Verdichtungsmaß

Beton verarbeiten

Fördern

Transportieren

Einbringen

Verdichten

Maßnahmen zur Nachbehandlung anwenden

Ausschalen in LS 4.2

4.4.3 Bewerten/
Reflektieren

Stahlbetonbauteil prüfen und beurteilen hinsichtlich

7

Druck- und Zugversuche im gerätegestützten Unterricht

Tragfähigkeit

Maßgenauigkeit

Oberflächenbeschaffenheit

Maßnahmen zur Qualitätssicherung anwenden

Beschichtung

Feuchtigkeitsschutz

Schutz vor chemischen Angriffen

Ergebnisse notieren, mit den vorgegebenen Parametern vergleichen und dem Plenum präsentieren

Herstellungsprozess reflektieren und eigene Arbeitsweise einschätzen 

Bewertungsbögen

Vor- und Nachteile des Einsatzes von Stahlbeton gegenüberstellen und mit anderen Baustoffen vergleichen

Festigkeit

Einsatzmöglichkeit

bauphysikalische Eigenschaften

Umweltbelastung

Sich zu den verwendeten Ausgangsmaterialien positionieren 

Ethik

UN Sustainable Development Goals (SDGs)

ökonomisch

ökologisch

sozial

Regionalität, Langlebigkeit, Gesundheitsschutz

Begründete Vorschläge für mögliche alternative Ausgangsstoffe entwickeln

Lernfeld 5: Holzkonstruktionen herstellen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Holzkonstruktionen auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten herzustellen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben für die Holzkonstruktionen, die örtlichen Gegebenheiten, die Leistungen der Vorgewerke und erläutern die daraus abzuleitenden Eigenschaften der Konstruktion.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag für die Holzkonstruktionen.

5 Ustd.

Sie verschaffen sich einen Überblick zu den auftragsbezogenen Vorgaben, der örtlichen Situation und den Leistungen der Vorgewerke. 

LF 1 - LS 1.1

Sie leiten daraus die erforderlichen Eigenschaften für die Holzkonstruktionen selbst sowie deren Verbindung zu angrenzenden Konstruktionen ab

Kriterienkatalog

Befestigungen

Beanspruchung

Festigkeit, Lastabtragung, Aussteifung

Feuchte- und Witterungsbeständigkeit

Sie benennen die einzelnen Bauteile und verwenden dafür die Fachbegriffe.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über den Aufbau des Holzes, über Holzarten und das Arbeiten des Holzes sowie die gesellschaftliche und ökologische Bedeutung des Waldes.

Die Schülerinnen und Schüler beschaffen sich Informationen zur gesellschaftlichen und ökologischen Bedeutung des Waldes auch unter Nutzung digitaler Medien.

6 Ustd.

Internetrecherche

Sie machen sich mit den Holzarten vertraut

Holzproben

äußere Kennzeichen 

Eigenschaften

Verwendung

Sie setzen sich mit dem Aufbau und den damit verbundenen spezifischen anisotropen Eigenschaften des Holzes auseinander

gerätegestützter Unterricht

Anschauungsmaterial

mikroskopischer und makroskopischer Aufbau des Holzes

Festigkeitseigenschaften

Schwind- und Quellverhalten des Holzes

Sie vergleichen Maßnahmen zum Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall (Insekten, Pilze) der Konstruktion.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Auswirkungen von Feuchtigkeit und Schädlingsbefall auf die Belastbarkeit und Haltbarkeit der Holzkonstruktion.

3 Ustd.

Sie erstellen eine Übersicht zu verschiedenen Schadensbildern und Entwicklungsbedingungen

Proben von schadhaftem Material

 

Wachstumsfehler

Internetrecherche

holzzerstörende Pilze

holzzerstörende Insekten

Sie verschaffen sich einen Überblick über Maßnahmen zum Holzschutz und vergleichen diese nach ökonomischen und ökologischen Aspekten.

Sie unterscheiden die Bauschnitthölzer und die Holzwerkstoffe in ihren Eigenschaften, Qualitäten und Dimensionen und deren Lagerung.

Die Schülerinnen und Schüler klassifizieren Bauschnitthölzer nach ihren Eigenschaften, Qualitäten und Dimensionen 

4 Ustd.

Schnittholzeinteilung nach Querschnittsabmessungen

DIN 4074

Sortierverfahren, -merkmale und -klassen 

DIN EN 1912

Kenngrößen für Festigkeit, Steifigkeit und Rohdichte

DIN EN 338

Sie setzen sich mit der Trocknung und Lagerung von Holz auseinander

natürliche Trocknung

technische Trocknung

Sie informieren sich über Herstellung, Aufbau und Einsatz der verschiedenen Holzwerkstoffe.

Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen die Holzkonstruktionen. Bei der Holzauswahl berücksichtigen sie die auftragsspezifischen Vorgaben und Maßnahmen zum Holzschutz (konstruktiv, chemisch).

Sie berücksichtigen den Verlauf der Kräfte in der Holzkonstruktion und wählen Holzverbindungen (zimmermanns-, ingenieursmäßige Holzverbindungen) und die Verbindungsmittel aus.

Die Schülerinnen und Schüler visualisieren die Konstruktion und verdeutlichen den Verlauf und die Wirkungsweise der Kräfte.

8 Ustd.

Konstruktionsbeispiele, Modelle 

Sie recherchieren die Verbindungen im Fachwerk- und Ingenieurholzbau und wählen auftragsbezogen zimmermanns- und ingenieursmäßige Holzverbindungen sowie die Verbindungsmittel für die Konstruktion aus.

Sie beachten bei der Auswahl des Holzes dessen Dauerhaftigkeit gegenüber einem Angriff durch holzzerstörende Organismen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Lasteinwirkungen.

Dauerhaftigkeitsklasse

DIN EN 350 2016-12

Sie entwerfen nach auftragsspezifischen Vorgaben die Holzkonstruktion. Dabei berücksichtigen sie auch die technischen Eigenschaften des Holzes sowie Maßnahmen zum vorbeugenden Holzschutz 

Gestaltungsvorgaben des Kunden

Gebrauchsklassen

konstruktiver Holzschutz

chemischer Holzschutz

Sie erstellen Zeichnungen (Verbindungen, Konstruktionen).

Die Schülerinnen und Schüler zeichnen die Holzkonstruktionen in Ansicht und Schnitt.

7 Ustd.

LF 1 und 2

Darüber hinaus fertigen sie Detailzeichnungen zu den Holzverbindungen an

axonometrische Darstellungen

Verbindungen

Konstruktionen

Sie ermitteln den Materialbedarf (Verschnitt), erstellen Materiallisten (Holzlisten) auch mit digitalen Medien. 

Die Schülerinnen und Schüler kalkulieren das erforderliche Material und erarbeiten Holzlisten

5 Ustd.

Tabellenkalkulation

LF 4

Fertigholzmenge

Rohholzmenge

Verschnitt

Sie wählen Bearbeitungswerkzeuge und -maschinen aus und planen deren Einsatz. 

Die Schülerinnen und Schüler beschaffen sich Informationen über die Funktionsweisen von Holzbearbeitungswerkzeugen und wählen geeignete für die Umsetzung des Auftrags aus

2 Ustd.

Anschauungsmaterial

gerätegestützter Unterricht

Mess- und Anreißwerkzeuge

Stemmwerkzeuge

Hobelwerkzeuge

Sägen

Bohrer

Dabei achten sie auf eine wirtschaftliche Ausführung und entwickeln Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Arbeitsbereich.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Wirtschaftlichkeit der Ausführung

1 Ustd.

Fertigung im Betrieb oder auf der Baustelle

optimierte Arbeitsabläufe

Sie diskutieren ökologische Gesichtspunkte für den eigenen Arbeitsbereich und leiten Vorschläge ab

Vermeidung von Abfall 

umweltgerechte Entsorgung

Die Schülerinnen und Schüler fertigen und errichten Holzkonstruktionen und setzen Bearbeitungswerkzeuge und -maschinen ein.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Betriebssicherheit der Bearbeitungsmaschinen und nutzen Holzwerkzeuge und -maschinen fachgerecht.

10 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie erstellen die geplante Holzkonstruktion

Materialbereitstellung

Zuschnitt

Herstellen der Verbindungen

Montage der Konstruktion

Dabei achten sie auf ergonomische Arbeitsabläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Entsorgung).

Die Schülerinnen und Schüler achten auf ergonomische Arbeitsabläufe. 

5 Ustd.

Unfallverhütungsvorschriften

Sport 

Sie sorgen für die Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere unter Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen.

Sie berücksichtigen Sicherheitszeichen und deren Bedeutung sowie den Umgang mit Gefahrenstoffen

Gefahrenstoffverordnung

Gesundheitsschutz

Umweltschutz

Entsorgung

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Holzkonstruktionen (Tragfähigkeit, Maßhaltigkeit, Gestaltung, Beständigkeit)

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Kriterien zur Beurteilung der Qualität der Holzkonstruktion und bewerten die Ausführung

1 Ustd.

Tragfähigkeit

Maßhaltigkeit

Gestaltung

Beständigkeit

In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Ergebnisse im Übergabeprotokoll.

1 Ustd.

Fotodokumentation

Baustellenabnahme

Deutsch/Kommunikation

Sie leiten, wenn notwendig, für die Arbeiten der nachfolgenden Gewerke Maßnahmen zum Schutz der erstellten Konstruktion ein.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Verbindungen, die Materialauswahl sowie den Herstellungsprozess und beurteilen die Nachhaltigkeit der Holzkonstruktion.

Die Schülerinnen und Schüler gleichen die kundenspezifischen Vorgaben des Auftrages mit der Umsetzung ab und reflektieren ihre Vorgehensweise

2 Ustd.

Auswahl des Materials und der Verbindungen

Herstellungsprozess

Nachhaltigkeit der Holzkonstruktion

Lernfeld 5 Holzkonstruktionen herstellen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
5.1
Holz als Baustoff erfassen
15 Ustd.
5.2
Eine Fachwerkwand herstellen
30 Ustd.
5.3
Eine Holzbalkendecke herstellen
10 Ustd.
5.4
Eine Dachkonstruktion entwerfen
5 Ustd.
Lernsituation
5.2
Eine Fachwerkwand herstellen
30 Ustd.
Auftrag

Ihr Unternehmen wird mit der Errichtung einer Fachwerkwand als sichtbare Holzkonstruktion im Terrassenbereich beauftragt. Diese soll später überdacht werden. 

Sie erhalten den Auftrag, die Konstruktion zu planen und herzustellen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Wirkungsweise der Kräfte im Holz und in der Holzkonstruktion sowie die Verbindungen im Fachwerk- und Ingenieurholzbau.

Zeichnen Sie die Wandkonstruktion nach den Wünschen des Bauherrn, ermitteln Sie den Materialbedarf und stellen Sie die Konstruktion her.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
5.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

17

Sich einen Überblick zu den auftragsbezogenen Vorgaben, der örtlichen Situation und den Leistungen der Vorgewerke verschaffen

LF 1 - LS 1.1

LS 5.1

Erforderliche Eigenschaften für die Holzkonstruktion selbst sowie deren Verbindung zu angrenzenden Konstruktionen ableiten

Kriterienkatalog

Befestigungen

Beanspruchung

Festigkeit, Lastabtragung, Aussteifung

Feuchte- und Witterungsbeständigkeit

Einzelne Bauteile in der Fachsprache benennen 

Modelle

Sich einen Überblick über Maßnahmen zum Holzschutz verschaffen und diese nach ökonomischen und ökologischen Aspekten vergleichen

Verlauf und Wirkungsweise der Kräfte im Holz und in der Holzkonstruktion nachvollziehen

Konstruktionsbeispiele, Modelle 

Sich über Verbindungen im Fachwerk- und Ingenieurholzbau informieren 

Auftragsbezogen zimmermanns- und ingenieursmäßige Holzverbindungen sowie Verbindungsmittel für die Konstruktion auswählen

Bei der Holzauswahl dessen eigene Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Angriff durch holzzerstörende Organismen beachten

Dauerhaftigkeitsklasse

DIN EN 350 2016-12

Nach auftragsspezifischen Vorgaben die Holzkonstruktion entwerfen

Gestaltungsvorgaben des Kunden

Technische Eigenschaften des Holzes sowie Maßnahmen zum vorbeugenden Holzschutz berücksichtigen

LS 5.1

Gebrauchsklassen 

konstruktiver Holzschutz

chemischer Holzschutz

Holzkonstruktionen in Ansicht und Schnitt zeichnen

LF 1 und 2

Detailzeichnungen zu den Holzverbindungen anfertigen

axonometrische Darstellungen

Verbindungen

Konstruktionen

Erforderliches Material kalkulieren und Holzlisten erarbeiten

Tabellenkalkulation

LF 4

Fertigholzmenge

Rohholzmenge

Verschnitt

Informationen über die Funktionsweisen von Holzbearbeitungswerkzeugen beschaffen 

Geeignete Holzbearbeitungswerkzeuge für die Umsetzung des Auftrags auswählen

Anschauungsmaterial

gerätegestützter Unterricht

Mess- und Anreißwerkzeuge

Stemmwerkzeuge

Hobelwerkzeuge

Sägen

Bohrer

Wirtschaftlichkeit der Ausführung diskutieren

Fertigung im Betrieb oder auf der Baustelle

optimierte Arbeitsabläufe

Ökologische Gesichtspunkte für den eigenen Arbeitsbereich diskutieren und Vorschläge ableiten

Vermeidung von Abfall 

umweltgerechte Entsorgung

5.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Betriebssicherheit der Bearbeitungsmaschinen überprüfen 

11

gerätegestützter Unterricht

Holzwerkzeuge und -maschinen fachgerecht nutzen

Geplante Holzkonstruktion erstellen

Materialbereitstellung

Zuschnitt

Herstellen der Verbindungen

Montage der Konstruktion

Auf ergonomische Arbeitsabläufe achten

UVV 

Sport 

Für Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere unter Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen sorgen

UVV

Sicherheitszeichen und deren Bedeutung sowie den Umgang mit Gefahrenstoffen berücksichtigen

Gefahrenstoffverordnung 

LF 3

Gesundheitsschutz

Umweltschutz

Entsorgung

Lernfeld 6: Bauteile beschichten und bekleiden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauteile auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu beschichten und zu bekleiden.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der geforderten Eigenschaften der Bauteile und Vorgaben zur gestalterischen Ausführung.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten die gestellten Vorgaben des Auftrages heraus

2 Ustd.

Auftragsunterlagen

Nutzungskonzept

Gestaltungskonzept

Maße

Untergründe

Sie ermitteln die relevanten bauphysikalischen Eigenschaften der Untergründe.

Sie leiten daraus die erforderlichen Eigenschaften der Beschichtungen und Bekleidungen ab.

Sie dokumentieren, auch mit Hilfe digitaler Medien, und bewerten die örtlichen Gegebenheiten und Leistungen der Vorgewerke.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen die örtlichen Gegebenheiten ein 

3 Ustd.

LF 1, 3

vorhandene Arbeits- und Lagerflächen

Zugang zur Baustelle

erforderliche Einhaltung von Ruhezeiten

Sie schätzen die fachgerechte Ausführung der Leistungen der Vorgewerke ein.

Aufmaß

Sie dokumentieren die bauliche Situation.

Fotodokumentation

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Materialien (Bindemittel, Mörtel, Dämmstoffe, Abdichtungsstoffe, Putze, Plattenwerkstoffe, keramische Beläge) und die Konstruktionen (Unterkonstruktionen, Untergründe, Estriche, Haftgründe, Trennschichten, Abdichtungen).

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick zu Beschichtungsstoffen und Bekleidungsmaterialien

8 Ustd.

Abdichtungsstoffe

Dämmstoffe

Putzmörtel und weitere Putze

DIN EN 13914 (Kunstharzputze)

DIN 18550/1 u. 2 (Putze)

Plattenwerkstoffe

DIN EN 520 (Gipsplatten)

keramische Beläge 

DIN EN 14411 (Fliesen)

Sie informieren sich zu deren Hauptbestandteilen, Herstellung, Eigenschaften und Verwendung.

Bindemittel, Gesteinskörnung

Sie tragen Informationen zu Zusammensetzung, Aufbau, Aufgaben und Eigenschaften von Untergründen und Unterkonstruktionen zusammen

LF 3, 4, 5

Mauerwerk

Beton

Holz und Holzwerkstoffe

DIN 4074 (Holz)

Metall

Estriche

DIN EN 13813 (Estrich)

Haftgründe

Trennschichten

Abdichtungen

Sie erfassen die Zusammenhänge zwischen Rohdichte, Bearbeitbarkeit, Saugverhalten und Dämmverhalten.

Sie informieren sich über Gefährdungspotentiale (Asbest, Stäube) und über zu veranlassende Maßnahmen beim Um- und Rückbau von Bauteilen sowie der Bearbeitung von Materialien.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln Gefährdungspotentiale in Bezug auf vorhandene und aufzubringende Materialien. Daraus leiten sie den Umgang mit den Gefahrenstoffen ab

3 Ustd.

Gefahrenstoffverordnung 

Sicherheitsdatenblätter

Technische Datenblätter

ätzende Baustoffe

Stäube

Lösemitteldämpfe

Gifte

Asbestfasern

Baustoffe mit hohen Verarbeitungstemperaturen 

Sie setzen sich mit den zu veranlassenden Maßnahmen beim Um- und Rückbau von Bauteilen sowie der Be- und Verarbeitung von Materialien auseinander

Unfallverhütungsvorschriften

persönliche Schutzausrüstung

Gesundheitsschutz

LF 1

Umweltschutz

LF 1

Entsorgung

LF 2, 4

Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung und die Gestaltung der Beschichtungen und der Bekleidungen unter Beachtung der baulichen Gegebenheiten (Tragfähigkeit, Haftfähigkeit, Öffnungen, Anschlüsse) und bauphysikalischer Einflüsse (Wärme, Feuchtigkeit, Schall).

Die Schülerinnen und Schüler schätzen die baulichen Gegebenheiten vor Ort ein 

8 Ustd.

Tragfähigkeit des Untergrundes

Haftfähigkeit des Untergrundes

Öffnungen

Anschlüsse

Sie konzipieren den Aufbau der Beschichtungen und Bekleidungen sowie deren Gestaltung.

Dabei berücksichtigen sie bauphysikalische Gesichtspunkte

LF 4

Wärmeleitung und -speicherung

Feuchtigkeitseinflüsse

Schallentstehung und -ausbreitung 

Sie leiten entsprechend der geplanten Nutzung die erforderlichen baulichen Maßnahmen ab.

Sie wählen die Materialen nach den zu erwartenden Beanspruchungen, die Ausführungstechniken sowie den Werkzeug- und Maschineneinsatz aus.

Die Schülerinnen und Schüler stellen die erforderlichen Materialien zur Beschichtung des Bauteils zusammen. Dabei berücksichtigen sie die zu erwartenden Beanspruchungen.

4 Ustd.

Projektarbeit

Sie stimmen die Ausführungstechnik auf die zuvor getroffene Materialauswahl ab.

Sie wählen entsprechende Werkzeuge und Maschinen aus. 

Sie fertigen die Planungsunterlagen (Detailzeichnungen, Materiallisten, Arbeitsablaufpläne) auch mit Hilfe digitaler Medien an.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die für den Auftrag erforderlichen Planungsunterlagen.

8 Ustd.

Technische Datenblätter

Sie erstellen Skizzen und Detailzeichnungen

Schnitte

Schichtenaufbau

Sie kalkulieren das erforderliche Material und erarbeiten Materiallisten auch mit Hilfe digitaler Medien.

Tabellenkalkulation

LF 5

Sie erstellen einen Arbeitsablaufplan auch unter Beachtung der Vorschriften zur Unfallverhütung und ordnen den Arbeitsschritten die notwendigen Werkzeuge und Maschinen zu.

Dabei achten sie auf die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit.

Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen bei der Erstellung der Planungsunterlagen die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit.

2 Ustd.

Datenschutz-Grundverordnung

Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Untergrund und bereiten ihn vor.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Qualitätskriterien für den zu beschichtenden Untergrund.

7 Ustd.

Sie untersuchen die Untergründe vor der Beschichtung mit den entsprechenden Prüfmethoden und schätzen deren Qualität ein.

VOB C

gerätegestützter Unterricht

Sie benennen die Mängel und führen Maßnahmen zu deren Beseitigung durch.

Sie bereiten den Untergrund für die Beschichtung und Bekleidung vor.

Sie beschichten und bekleiden die Bauteile und stellen dabei Fugen und Anschlüsse her.

Die Schülerinnen und Schüler beschichten und bekleiden das Bauteil nach den Regeln der Technik.

4 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie stellen Fugen und Anschlüsse fachgerecht her.

Sie achten auf ergonomische Arbeitsabläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere und die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. 

Die Schülerinnen und Schüler halten bei den Arbeitsschritten die Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz und zur Unfallverhütung für sich und andere ein. 

2 Ustd.

Sie achten auf ergonomische Arbeitsabläufe.

Sie vermeiden Abfälle und führen Reststoffe einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Sie handeln beim Reinigen der Arbeitsmittel ökologisch verantwortlich.

Die Schülerinnen und Schüler vermeiden Abfälle und führen Reststoffe einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu.

2 Ustd.

Sie reinigen die Arbeitsmittel ökologisch verantwortlich.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Beschichtungen und die Bekleidungen hinsichtlich der Materialauswahl, der Ausführung (Maßhaltigkeit, Oberflächenqualität) und der Gestaltung.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Arbeitsergebnisse und gleichen diese mit den Vorgaben des Kunden und der Planung ab

2 Ustd.

Materialauswahl

Gestaltung

Maßhaltigkeit 

Oberflächenqualität 

Sie ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Die Schülerinnen und Schüler überarbeiten Mängel.

1 Ustd.

Sie erstellen Empfehlungen zur Wartung und benennen Maßnahmen zur Instandhaltung.

Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Arbeitsergebnisse zur Diskussion und vertreten ihre Entscheidungen.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Arbeitsergebnisse und erläutern ihre Entscheidungen.

1 Ustd.

Deutsch/Kommunikation

Sie reflektieren den Planungs- und Umsetzungsprozess sowie die Materialauswahl hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben sowie der Aspekte der Nachhaltigkeit.

Sie schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren rückblickend den Prozess der Planung und der Umsetzung. 

3 Ustd.

Sie beurteilen die getroffene Auswahl der Materialien hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben und schätzen den Erfolg des Arbeitsergebnisses ein.

Sie diskutieren die Materialauswahl unter den Aspekten der Nachhaltigkeit.

Die Schülerinnen und Schüler schlagen Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsergebnisse vor.

Sie entwickeln Alternativen für Materialauswahl und Vorgehensweisen und dokumentieren diese.

Lernfeld 6 Bauteile beschichten und bekleiden
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
6.1
Auftrag analysieren und örtliche Gegebenheiten dokumentieren
11 Ustd.
6.2
Oberflächen mit Innenputz beschichten
19 Ustd.
6.3
Estrichkonstruktion herstellen
14 Ustd.
6.4
Trockenbaukonstruktion mit Fliesen bekleiden
16 Ustd.
Lernsituation
6.2
Oberflächen mit Innenputz beschichten
19 Ustd.
Auftrag

Ihr Unternehmen erhält den Auftrag, im Foyer eines öffentlichen Gebäudes die erforderlichen Ausbauarbeiten durchzuführen. Dabei kommen neben Arbeiten aus den Bereichen Trockenbau, Fliesenarbeiten sowie Estricharbeiten auch Putzbeschichtungen zum Einsatz.

Beurteilen Sie die vorhandenen Untergründe und legen Sie die entsprechenden Materialien und Arbeitsabläufe für die Untergrundvorbereitung und Putzbeschichtung fest.

Stellen Sie die Planungsunterlagen zusammen.  

Bereiten Sie die vorhandenen Untergründe vor, beschichten Sie die Oberflächen mit einem Innenputz und präsentieren Sie das Ergebnis.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
6.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Sich einen Überblick zu Putzmörteln und weiteren Putzen sowie deren Aufgaben verschaffen

10

Gruppenarbeit

Kunstharzputze

Sich zu Hauptbestandteilen, Herstellung, Eigenschaften und Verwendung von Putzen informieren

Zusammenhänge zwischen Rohdichte, Bearbeitbarkeit, Saugverhalten und Dämmverhalten erfassen

Gefährdungspotentiale in Bezug auf vorhandene und aufzubringende Materialien ermitteln

Gefahrenstoffverordnung (GefStoffV) 

Sicherheitsdatenblätter

Technische Datenblätter

Umgang mit den Gefahrenstoffen ableiten

ätzende Baustoffe

Stäube

Aufbau der Beschichtung sowie deren Gestaltung konzipieren

Putzweise

Farbgestaltung

Dabei bauphysikalische Gesichtspunkte berücksichtigen

LF 4

Wärmeleitung und -speicherung

Feuchtigkeitseinflüsse

Schallentstehung und -ausbreitung

Aufgaben und Verhalten von Putz im Brandfall in Betracht ziehen

Entsprechend der geplanten Nutzung die erforderlichen Materialien zur Beschichtung des Bauteils zusammenstellen

Ausführungstechnik auf die zuvor getroffene Materialauswahl abstimmen

Werkzeuge und Maschinen auswählen

Putzaufbau skizzieren

Festlegen von Mörtelmischungen und erforderliches Material kalkulieren

LF 3

DIN 18550-2

Tabellenkalkulation

Ausgangsstoffe

Mörtelfaktor

Mischungsverhältnisse

Materiallisten auch mit Hilfe digitaler Medien erarbeiten

LF 5

Tabellenkalkulation

Flächenberechnungen

Abzüge

Putzvolumen

Arbeitsablaufplan auch unter Beachtung der Vorschriften zur Unfallverhütung erstellen 

Den Arbeitsschritten die notwendigen Werkzeuge und Maschinen zuordnen

6.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Qualitätskriterien für den zu beschichtenden Untergrund festlegen

6

lotrecht, fluchtrecht, waagerecht

staubfrei, keine losen Teile, rissfrei, fettfrei

frostfrei, mäßig saugend, einheitlich

Untergründe vor der Beschichtung mit den entsprechenden Prüfmethoden untersuchen und deren Qualität einschätzen

VOB C

gerätegestützter Unterricht

Inaugenscheinnahme

Klopfprobe

Kratzprobe

Wischprobe

Benetzungsprobe

Maßnahmen zur Untergrundvorbereitung festlegen und ausführen

Reinigung

Grundierung

Spritzbewurf

Putzträger

Bauteil nach den Regeln der Technik beschichten

Fugen und Anschlüsse fachgerecht herstellen

Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz und zur Unfallverhütung für sich und andere einhalten

LF 3 - Arbeitsgerüste

Auf ergonomische Arbeitsabläufe achten

Abfälle vermeiden und Reststoffe einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zuführen

Arbeitsmittel ökologisch verantwortlich reinigen

Arbeitsergebnisse präsentieren und Entscheidungen erläutern

Deutsch/Kommunikation

6.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Arbeitsergebnisse überprüfen und diese mit den Vorgaben des Kunden und der Planung abgleichen

3

Materialauswahl

Maßhaltigkeit 

Oberflächenqualität

Gestaltung

Rückblickend den Prozess der Planung und der Umsetzung analysieren 

Getroffene Auswahl der Materialien hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben beurteilen 

Erfolg des Arbeitsergebnisses einschätzen

Materialauswahl unter den Aspekten der Nachhaltigkeit diskutieren

Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsergebnisse vorschlagen

Alternativen für Materialauswahl und Vorgehensweisen entwickeln

Ergebnisse festhalten

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