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Arbeitsmaterial

Berufsschule - duale Berufsausbildung

Bautechnischer Konstrukteur / Bautechnische Konstrukteurin

2026

 

Impressum

Das Arbeitsmaterial ist ab 1. August 2026 freigegeben.

Das Arbeitsmaterial basiert auf dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Bautechnischer Konstrukteur und Bautechnische Konstrukteurin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 28.03.2025) und der Verordnung über die Berufsausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur und zur Bautechnischen Konstrukteurin (BautechKonAusbV) vom 8. September 2025 (BGBl. I Nr. 203).

 

Das Arbeitsmaterial wurde am

 

Landesamt für Schule und Bildung
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c
01445 Radebeul

https://www.lasub.smk.sachsen.de

 

unter Mitwirkung von

 

Susann Barthel   Chemnitz
Erik Dostmann    Chemnitz 
Erik Herrmann Chemnitz

 

2025 und 2026 erarbeitet.

 

HERAUSGEBER

Sächsisches Staatsministerium für Kultus 
Carolaplatz 1
01097 Dresden

https://www.smk.sachsen.de

Vorbemerkungen

Die Verfassung des Freistaates Sachsen fordert in Artikel 101 für das gesamte Bildungswesen:

„(1) Die Jugend ist zur Ehrfurcht vor allem Lebendigen, zur Nächstenliebe, zum Frieden und zur Erhaltung der Umwelt, zur Heimatliebe, zu sittlichem und politischem Verantwortungsbewusstsein, zu Gerechtigkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zu beruflichem Können, zu sozialem Handeln und zu freiheitlicher demokratischer Haltung zu erziehen.“

Das Sächsische Schulgesetz legt in § 1 fest:

„(2) Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht eines jeden jungen Menschen auf eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage.

(3) Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. …“

Für die Berufsschule gilt gemäß § 8 Abs. 1 des Sächsischen Schulgesetzes:

„Die Berufsschule hat die Aufgabe, im Rahmen der Berufsvorbereitung, der Berufsausbildung oder Berufsausübung vor allem berufsbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln und die allgemeine Bildung zu vertiefen und zu erweitern. Sie führt als gleichberechtigter Partner gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben und anderen an der Berufsausbildung Beteiligten zu berufsqualifizierenden Abschlüssen.“

Neben diesen landesspezifischen gesetzlichen Grundlagen sind die in der „Rahmenvereinbarung über die Berufsschule“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12. März 2015 in der jeweils geltenden Fassung) festgeschriebenen Ziele umzusetzen.

Kurzcharakteristik des Bildungsganges

Technologische, wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen erforderten die Neuordnung des vormaligen Ausbildungsberufes Bauzeichner/Bauzeichnerin. Das Berufsbild erfuhr eine Wandlung vor allem durch die Einführung von Building Information Modeling (BIM) und die damit verbundene Art und Weise, wie Bauprojekte geplant und umgesetzt werden. Die neugeordnete Berufsausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur und zur Bautechnischen Konstrukteurin bezieht Möglichkeiten der kooperativen und kollaborativen Zusammenarbeit aller Beteiligten an einem integrierten 3D-Modell ein und berücksichtigt den verstärkten Einsatz unterschiedlicher digitaler  Medien. Darüber hinaus werden Aspekte der Nachhaltigkeit bei Baustoffauswahl, Konstruktionsentscheidungen und Planungsbewertungen integriert. 

Vergleichbar zum Vorgängerberuf Bauzeichner/Bauzeichnerin erfolgt die Berufsausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur und zur Bautechnischen Konstrukteurin in den drei Fachrichtungen

  • Architektur,
  • Ingenieurbau,
  • Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau.

Die Differenzierung in die drei Fachrichtungen beginnt mit dem dritten Ausbildungsjahr.

Bautechnische Konstrukteure und Bautechnische Konstrukteurinnen aller drei Fach­richtungen finden ihren Einsatz in Planungsbüros, Unternehmen und Verwal­tungen mit den jeweiligen Spezialisierungen.

Die berufliche Tätigkeit des Bautechnischen Konstrukteurs und der Bautechnischen Konstrukteurin erfordert neben einer hohen Allgemeinbildung räumliches Vorstellungsvermögen, umfassendes technisches und technologisches Wissen in Verbindung mit Aufgeschlossenheit gegenüber Innovationen sowie Sorgfalt, Belastbarkeit und die Bereitschaft zur fachbezogenen Fort- und Weiterbildung.

Bautechnische Konstrukteure und Bautechnische Konstrukteurinnen aller Fachrichtungen erwerben im Rahmen ihrer Ausbildung folgende berufliche Qualifikationen:

  • Bestandsaufnahmen durchführen
  • Kreislaufwirtschaft im Planungsprozess berücksichtigen
  • Bauteile und Bauwerke konstruieren
  • Bauprozesse in digitalen Informationsmodellen modellieren
  • technische Zeichnungen anfertigen
  • technische Dokumenten erstellen
  • qualitätssichernde Maßnahmen durchführen

Im Rahmen der Ausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur und zur Bautechnischen Konstrukteurin werden weitere fachrichtungsbezogene Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erworben:

Fachrichtung Architektur

  • Bauteile und Bauwerke konstruieren
  • technische Dokumente für die Planungs- und die Ausführungsphase sowie die Objektbetreuung erstellen

Fachrichtung Ingenieurbau sowie Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau

  • Bauteile und Bauwerke konstruieren
  • technische Dokumente für die Planungs- und die Ausführungsphase erstellen

Darüber hinaus werden folgende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten fachrichtungsübergreifend und integrativ vermittelt:

  • Organisation des Ausbildungsbetriebes und der Berufsbildung sowie Bedeutung, Funktion und Inhalte des Arbeits- und Tarifrechts erläutern
  • Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit gewährleisten
  • zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit beitragen
  • Chancen und Risiken bei der Nutzung von digitalen Medien und informationstechnischen Systemen einschätzen und bei deren Nutzung betriebliche Regelungen sowie Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
  • kollaborative Arbeitsweisen mit am Projekt Beteiligten anwenden

Die Realisierung der Bildungs- und Erziehungsziele der Berufsschule ist auf den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz gerichtet. Diese entfaltet sich in den Dimensionen von Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie in Methoden- und Lernkompetenz. Den Ausgangspunkt des Unterrichts und des Lernens der Schülerinnen und Schüler bilden berufliche Handlungen. Diese Handlungen sollen im Unterricht didaktisch reflektiert als Lernhandlungen gedanklich nachvollzogen oder exemplarisch ausgeführt, selbstständig geplant, durchgeführt, überprüft, ggf. korrigiert und schließlich bewertet werden. Damit fördern sie ein ganzheitliches Erfassen der beruflichen Wirklichkeit und integrieren technische, sicherheits­technische, ökonomische, ökologische und rechtliche Aspekte, nutzen die berufs­praktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und berücksichtigen soziale Prozesse, z. B. der Interessenklärung oder der Konfliktbewältigung.

Der KMK-Rahmenlehrplan des Ausbildungsberufes ist vor diesem Hintergrund nach Lernfeldern strukturiert. Die Stundentafel des Bildungsganges gliedert sich in den Pflichtbereich mit dem berufsübergreifenden Bereich und dem berufsbezogenen Bereich sowie den Wahlbereich.

Die Lernfelder der sächsischen Stundentafel sind mit den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplanes weitestgehend identisch. Zur fachlichen Vertiefung wurde im 1. Ausbildungsjahr der Stundenumfang der Lernfelder 1 und 5 um jeweils 20 Unterrichtsstunden erhöht.

Für die vom Blockunterricht abweichenden Organisationsformen ist die Stundentafel für den berufsbezogenen Bereich basierend auf der VwV Stundentafeln bbS in der jeweils geltenden Fassung von den Schulen in eigener Verantwortung anzupassen.

Die Struktur der Lernfelder orientiert sich in Aufbau und Zielsetzung an Arbeits- und Geschäftsprozessen eines Bauplanungsunternehmens. Die Zielformulierungen innerhalb der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes beschreiben den Qualifikationsstand und die Kompetenzen am Ende des Lernprozesses. Ergänzt durch die Inhalte umfassen sie den Mindestumfang zu vermittelnder Kompetenzen. 

Auf Grund der sich schnell entwickelnden beruflichen Anforderungen sind die Inhalte weitgehend offen formuliert. Diese Struktur fördert und fordert die Einbeziehung neuer Entwicklungen und Tendenzen in den Unterricht.

Die Lernfelder sind logisch angeordnet und bauen spiralcurricular aufeinander auf. Die Umsetzung sowie die zeitliche Abfolge der Lernfelder sind unter Beachtung des spiralcurricularen Aufbaus im Lehrerteam abzustimmen. 

Kommunikative und fremdsprachliche Kompetenzen werden integrativ in den Lernfeldern entwickelt.

Die Ausbildung wird durch die Zwischenprüfung in zwei Ausbildungsphasen gliedert. Die Lernfelder 1 bis 7 sind Grundlage für die Zwischenprüfung. Die Abgrenzung zwischen den Ausbildungsjahren ist hinsichtlich der zeitlichen Planung in der Ausbildungsordnung und in Bezug auf die Prüfungen einzuhalten.

Die Ausgestaltung und Umsetzung der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes ist in den Schulen vor Ort zu leisten. Die Lernfelder sind für den Unterricht durch Lernsituatio­nen, die exemplarisch für berufliche Handlungssituationen stehen, zu untersetzen. Die Branchenvielfalt sollte dabei Berücksichtigung finden. Lernsituationen konkretisieren die Vorgaben des Lernfeldes und werden mittels curricularer Analyse aus diesen abgeleitet.

Der berufsbezogene Unterricht knüpft an das Alltagswissen und an die Erfahrungen des Lebensumfeldes an und bezieht die Aspekte der Medienbildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie der politischen Bildung ein. Die Lernfelder bieten umfassende Möglichkeiten, den sicheren, sachgerechten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit traditionellen und digitalen Medien zu thematisieren. Sie beinhalten vielfältige, unmittelbare Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit globalen, gesellschaftlichen und politischen Themen, deren sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie Bezüge zur eigenen Lebens- und Arbeitswelt. Die Umsetzung der Lernsituationen unter Einbeziehung dieser Perspektiven trägt aktiv zur weiteren Lebensorientierung, zur Entwicklung der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler, zum selbstbestimmten Handeln und damit zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei. 

Inhalte mit politischem Gehalt werden mit den damit in Verbindung stehenden fachspezifischen Arbeitsmethoden der politischen Bildung umgesetzt. Dafür eignen sich u. a. Rollen- und Planspiele, Streitgespräche, Pro- und Kontra-Debatten, Podiumsdiskussionen oder kriterienorientierte Fall-, Konflikt- und Problemanalysen. 

Für Inhalte mit Anknüpfungspunkten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung eignen sich insbesondere die didaktischen Prinzipien der Visionsorientierung, des Vernetzenden Lernens sowie der Partizipation. Vernetztes Denken bedeutet hier die Verbindung von Gegenwart und Zukunft einerseits und ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen des eigenen Handelns andererseits.

Die Digitalisierung und der mit ihr verbundene gesellschaftliche Wandel erfordern eine Vertiefung der informatischen Bildung. Ausgehend von den Besonderheiten des Bildungsganges begründet der Charakter der beruflichen Qualifikationen einen permanenten Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie berufsbezogener Software, die zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz erforderlich sind.

Unter Beachtung digitaler Arbeits- und Geschäftsprozesse ergibt sich die Notwendigkeit einer angemessenen Hard- und Softwareausstattung und entsprechender schulorganisatorischer Regelungen. Bis zu 25 % der Unterrichtsstunden des berufsbezogenen Unterrichtes in jedem Ausbildungsjahr können für den anwendungsbezogenen gerätegestützten Unterricht genutzt werden, wobei eine Klassenteilung möglich ist. Die konkrete Planung obliegt der Schule.

Die Ausprägung beruflicher Handlungskompetenz wird durch handlungsorientierten Unterricht gefördert. Dabei werden beispielhafte Aufgabenstellungen aus der beruflichen Praxis im Unterricht aufgegriffen. Das Lernen erfolgt in vollständigen Handlungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler das Vorgehen selbstständig planen, durchführen, überprüfen, gegebenenfalls korrigieren und schließlich bewerten. 

Dieses Unterrichten erfordert vielfältige Sozialformen und Methoden, insbesondere den Einsatz komplexer Lehr-/Lernarrangements wie Projektarbeit oder kooperatives Lernen. Des Weiteren ist eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den beteiligten Lehrkräften des berufsübergreifenden und berufsbezogenen Bereiches sowie der in einem Lernfeld unterrichtenden Lehrkräfte notwendig. 

Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Lern- und Arbeitstechniken anzuwenden und selbstständig weiterzuentwickeln sowie Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und zu bewerten. Darüber hinaus ist bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein zu entwickeln, dass Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstständigen und lebenslangen Lernen wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben sind.

Stundentafeln

Fachrichtung Architektur

Unterricht Wochenstunden in der Klassenstufe
1 2 3
Pflichtbereich 37 37 37
Berufsübergreifender Bereich 13 13 13
Deutsch/Kommunikation 3 3 3
Englisch 2 1 -
Gemeinschaftskunde 2 2 3
Wirtschaftskunde 3 3 3
Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik 2 2 2
Sport 1 2 2
Berufsbezogener Bereich1 24 24 24
1 Lagepläne erstellen 62 - -
2 Baugruben planen 4,5 - -
3 Zufahrten und Wege planen 3 - -
4 Bauwerke im Bestand dokumentieren 3 - -
5 Grundrisse von Bauwerken konstruieren 7,52 - -
6 Erdberührende Bauteile konstruieren - 6 -
7 Wand- und Dachtragwerke aus Holz modellbasiert konstruieren - 6 -
8 Stahlbetonbalken konstruieren - 6 -
9 Treppen und Rampen modellbasiert konstruieren - 3 -
10 A Bauanträge erstellen - - 4,5
11 A Wände und Decken in Massivbauweise planen - - 6
12 A Skelettbauten modellbasiert konstruieren - - 3
13 A Innenausbau von Bauwerken planen - - 4,5
14 A Dachaufbau von Bauwerken planen - - 3
Wahlbereich3, 3 2 2 2
 
  • 1
    Es obliegt den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung, in welchem Fach des berufsübergreifenden Bereiches in der Klassenstufe 1 unter Beachtung der personellen und sächlichen Ressourcen der Unterricht um eine Wochenstunde gekürzt wird. In Abhängigkeit von der vorgenommenen Kürzung verringert sich die Anzahl der Gesamtausbildungsstunden nach Dauer der Ausbildung in dem jeweiligen Fach. In der Summe der Ausbildungsstunden aller Fächer im berufsübergreifenden Bereich ist dies bereits berücksichtigt. Eine Reduzierung in den Fächern Englisch und Gemeinschaftskunde soll nicht erfolgen. Des Weiteren ist sicherzustellen, dass die zum Bestehen der Abschlussprüfung im Fach Wirtschafts- und Sozialkunde notwendigen Inhalte im Unterricht vermittelt werden.
  • 2
    Ergänzend zu den Vorgaben des KMK-Rahmenlehrplanes wurde die Anzahl der Unterrichtsstunden erhöht.
  • 3
    Der Wahlbereich steht den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung zur Vertiefung der berufsbezogenen Inhalte sowie weiteren Spezialisierung und Förderung zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Fach Sport im Wahlbereich der Klassenstufe 1 anzubieten, ist ebenso gegeben.

Fachrichtung Ingenieurbau

Unterricht Wochenstunden in der Klassenstufe
1 2 3
Pflichtbereich 37 37 37
Berufsübergreifender Bereich 13 13 13
Deutsch/Kommunikation 3 3 3
Englisch 2 1 -
Gemeinschaftskunde 2 2 3
Wirtschaftskunde 3 3 3
Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik 2 2 2
Sport 1 2 2
Berufsbezogener Bereich4 24 24 24
1 Lagepläne erstellen 65 - -
2 Baugruben planen 4,5 - -
3 Zufahrten und Wege planen 3 - -
4 Bauwerke im Bestand dokumentieren 3 - -
5 Grundrisse von Bauwerken konstruieren 7,55 - -
6 Erdberührende Bauteile konstruieren - 6 -
7 Wand- und Dachtragwerke aus Holz modellbasiert konstruieren - 6 -
8 Stahlbetonbalken konstruieren - 6 -
9 Treppen und Rampen modellbasiert konstruieren - 3 -
10 I Stahlbetonbalken dimensionieren - - 3
11 I Wände und Stützen aus Stahlbeton modellbasiert konstruieren - - 6
12 I Decken und Treppen aus Stahlbeton modellbasiert konstruieren - - 6
13 I Tragwerke aus Stahl und Holz planen - - 6
Wahlbereich6 2 2 2
 
  • 4
    Es obliegt den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung, in welchen Lernfeldern des berufsbezogenen Bereiches in den Klassenstufen 2, 3 und ggf. 4 unter Beachtung der personellen und sächlichen Ressourcen der Unterricht um jeweils drei Wochenstunden erhöht wird.
  • 5
    Ergänzend zu den Vorgaben des KMK-Rahmenlehrplanes wurde die Anzahl der Unterrichtsstunden erhöht.
  • 6
    Der Wahlbereich steht den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung zur Vertiefung der berufsbezogenen Inhalte sowie zur weiteren Spezialisierung und Förderung zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Fach Sport im Wahlbereich der Klassenstufe 1 anzubieten, ist ebenso gegeben.

Fachrichtung Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau

Unterricht Wochenstunden in der Klassenstufe
1 2 3
Pflichtbereich 37 37 37
Berufsübergreifender Bereich 13 13 13
Deutsch/Kommunikation 3 3 3
Englisch 2 1 -
Gemeinschaftskunde 2 2 3
Wirtschaftskunde 3 3 3
Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik 2 2 2
Sport 1 2 2
Berufsbezogener Bereich7 24 24 24
1 Lagepläne erstellen 68 - -
2 Baugruben planen 4,5 - -
3 Zufahrten und Wege planen 3 - -
4 Bauwerke im Bestand dokumentieren 3 - -
5 Grundrisse von Bauwerken konstruieren 7,58 - -
6 Erdberührende Bauteile konstruieren - 6 -
7 Wand- und Dachtragwerke aus Holz modellbasiert konstruieren - 6 -
8 Stahlbetonbalken konstruieren - 6 -
9 Treppen und Rampen modellbasiert konstruieren - 3 -
10 TVL Verkehrswege planen - - 6
11 TVL Oberbau von Verkehrswegen konstruieren - - 4,5
12 TVL Infrastrukturleitungen und Bauwerke der Siedlungswasserwirtschaft planen - - 6
13 TVL Außenanlagen planen - - 4,5
Wahlbereich9 2 2 2
 
  • 7
    Es obliegt den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung, in welchen Lernfeldern des berufsbezogenen Bereiches in den Klassenstufen 2, 3 und ggf. 4 unter Beachtung der personellen und sächlichen Ressourcen der Unterricht um jeweils drei Wochenstunden erhöht wird.
  • 8
    Ergänzend zu den Vorgaben des KMK-Rahmenlehrplanes wurde die Anzahl der Unterrichtsstunden erhöht.
  • 9
    Der Wahlbereich steht den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung zur Vertiefung der berufsbezogenen Inhalte sowie zur weiteren Spezialisierung und Förderung zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Fach Sport im Wahlbereich der Klassenstufe 1 anzubieten, ist ebenso gegeben.

Hinweise zur Umsetzung

In diesem Kontext wird auf die Handreichung „Umsetzung lernfeldstrukturierter Lehr­pläne“ (LaSuB 2022) verwiesen.

Diese Handreichung bezieht sich auf die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes in den Schul­arten Berufsschule, Berufsfachschule und Fachschule und enthält u. a. Ausführungen

  1. zum Lernfeldkonzept,
  2. zu Aufgaben der Schulleitung bei der Umsetzung des Lernfeldkonzeptes, wie
    • Information der Lehrkräfte über das Lernfeldkonzept und über die Ausbildungsdokumente,
    • Bildung von Lehrerteams,
    • Gestaltung der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen,
  3. zu Anforderungen an die Gestaltung des Unterrichts, insbesondere zur
    • kompetenzorientierten Planung des Unterrichts,
    • Auswahl der Unterrichtsmethoden und Sozialformen

sowie das Glossar.

Darüber hinaus wird die Verwendung der Handreichung „Operatoren in der beruflichen Bildung“ (LaSuB 2021) empfohlen. Das Material unterstützt die Standardisierung von Operatoren in Aufträgen und Aufgaben sowie die Transparenz in den Anforderungen bei der Umsetzung von beruflichen Handlungssituationen im Unterricht und bei der Leistungsbewertung.

Sächsische Lehrkräfte können in der dynamischen Lehrplandatenbank ergänzend zu den Lehrplänen und Arbeitsmaterialien auf eine vielfältige Auswahl von Dokumenten und Web-Links sowohl für die Unterrichtsgestaltung als auch für das Selbstlernen der Schülerinnen und Schüler zurückgreifen. 

Ansicht der Dynamischen Lehrplandatenbank

Die Verfügbarkeit dieser Materialien in den Lehrplänen, Arbeitsmaterialien und Stundentafeln ist durch ein Symbol gekennzeichnet, welches sich rechts neben den Lehrplanzielen und -inhalten oder Lernfeldern befindet. Das Materialangebot ist ausschließlich nach der Anmeldung im Schulportal für sächsische Lehrkräfte abrufbar. Es wird sukzessive erweitert.

Ein wichtiges Unterstützungsmaterial stellen die verknüpften curricularen Analysen und exemplarischen Lernsituationen dar. Die Mitglieder der sächsischen Lehrplankommissionen leiten aus dem Rahmenlehrplan detaillierte curriculare Analysen ab, die die im Rahmenlehrplan festgelegten Kompetenzen konkretisieren. Die zu entwickelnden Teilkompetenzen sowie die zu unterrichtenden Inhalte der Lernfelder sind präzisiert und mit Zeitrichtwerten versehen.

Auf der Grundlage der curricularen Analysen werden didaktisch aufbereitete exemplarische Lernsituationen entwickelt. Ausgangspunkte dieser Lernsituationen sind geeignete Aufträge und Handlungsergebnisse unter Beachtung der Abläufe von Arbeits- bzw. Geschäftsprozessen. 

Für die Lernfelder, die Kompetenzbeschreibungen zum berufsbezogenen Fremdsprachenerwerb enthalten, haben die Lehrplankommissionen Hinweise zur Umsetzung entwickelt, die ebenfalls in der Lehrplandatenbank zur Verfügung gestellt werden.

Hinweise zum berufsbezogenen Englisch

Berufsbezogenes Englisch bildet die Integration der Fremdsprache in die Lernfelder ab. 

Der Englischunterricht im berufsübergreifenden Bereich gemäß den Vorgaben der Stundentafel und der Unterricht im berufsbezogenen Englisch stellen eine Einheit dar. Es werden gezielt Kompetenzen entwickelt, die die berufliche Mobilität der Schülerinnen und Schüler in Europa und in einer globalisierten Lebens- und Arbeitswelt unterstützen.

Der Englischunterricht orientiert auf eine weitgehend selbstständige Sprachverwendung mindestens auf dem Niveau B1 des KMK-Fremdsprachenzertifikats[1], das sich an den Referenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GeR) orientiert. Dabei werden die vorhandenen fremdsprachlichen Kompetenzen in den Bereichen Rezeption, Produktion, Mediation und Interaktion um berufliche Handlungssituationen erweitert. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollten motiviert werden, sich den Anforderungen des Niveaus B2 zu stellen.

Grundlage für den berufsbezogenen Englischunterricht bilden die in den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplans formulierten fremdsprachlichen Aspekte. Der in den Lernfeldern integrativ erworbene Fachwortschatz wird in vielfältigen Kommunikationssituationen angewandt sowie orthografisch und phonetisch gesichert. Relevante grammatische Strukturen werden aktiviert. Der Unterricht strebt den Erwerb grundlegender interkultureller Handlungsfähigkeit mit dem Ziel an, mehr Sicherheit im Umgang mit fremdsprachigen Kommunikationspartnern zu entwickeln. Damit werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, im beruflichen Kontext erfolgreich zu kommunizieren.

Der Unterricht im berufsbezogenen Englisch ist weitgehend in der Fremdsprache zu führen und handlungsorientiert auszurichten. Dies kann u. a. durch Projektarbeit, Gruppenarbeit und Rollenspiele geschehen. Dazu sind die Simulation wirklichkeitsnaher Situationen im Unterricht, die Nutzung von Medien und moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Einüben und Anwenden von Lern- und Arbeitstechniken eine wesentliche Voraussetzung. 

Vertiefend kann berufsbezogenes Englisch im Wahlbereich angeboten werden. Empfehlungen dazu werden in den berufsgruppenbezogenen Modulen des Lehrplans Englisch für die Berufsschule/Berufsfachschule gegeben.

Die Teilnahme an den Prüfungen zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen Niveau B1 oder Niveau B2 in der beruflichen Bildung in einem berufsrelevanten Bereich kann von den Schülerinnen und Schülern in Abstimmung mit der Lehrkraft für Fremdsprachen individuell entschieden werden.

Die Niveaubeschreibung des KMK-Fremdsprachenzertifikats weist folgende Anforderungen in den einzelnen Kompetenzbereichen aus:

Rezeption:  Gesprochenen und geschriebenen fremdsprachigen Texten Informationen entnehmen

Hör- und Hörsehverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen Texten in berufstypischen Situationen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen, wenn deutlich und in Standard­sprache gesprochen wird. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexere berufstypische Texte global, selektiv und detailliert verstehen, wenn in natürlichem Tempo und in Standardsprache gesprochen wird, auch wenn diese leichte Akzentfärbungen aufweist. 

Leseverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen berufstypischen Texten zu teilweise weniger vertrauten Themen aus bekannten Themenbereichen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexe berufstypische Texte, auch zu wenig vertrauten und abstrakten Themen aus bekannten Themenbereichen, global, selektiv und detailliert verstehen. 

Produktion:  Fremdsprachige Texte erstellen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufstypische Texte zu vertrauten Themen verfassen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufstypische Texte aus bekannten Themenbereichen verfassen. 

Mediation:  Textinhalte in die jeweilige Sprache übertragen und in zweisprachigen Situationen vermitteln

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können fremdsprachlich dargestellte berufliche Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch wiedergeben. Sie können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel in deutscher Sprache dargestellte Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache übertragen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können den Inhalt komplexer fremdsprachlicher berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch sowohl wiedergeben als auch zusammenfassen. Sie können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel den Inhalt komplexer berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen in deutscher Sprache sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache sowohl übertragen als auch zusammenfassen. 

Interaktion:  Gespräche in der Fremdsprache führen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um vertraute Themen geht, in der Fremdsprache weitgehend sicher bewältigen, sofern die am Gespräch Beteiligten kooperieren, dabei auch eigene Meinungen sowie Pläne erklären und begründen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um komplexe Themen aus bekannten Themenbereichen geht, in der Fremdsprache sicher bewältigen, dabei das Gespräch aufrechterhalten, Sachverhalte ausführlich erläutern und Standpunkte verteidigen. 

  [1]   Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung unter https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/1998/1998_11_20-Fremdsprachen-berufliche-Bildung.pdf 

Unterstützungsmaterialien

1. und 2. Ausbildungsjahr

Lernfeld 1 Lagepläne erstellen 60 Ustd.
Lernfeld 2 Baugruben planen 60 Ustd.
Lernfeld 3 Zufahrten und Wege planen 40 Ustd.
Lernfeld 4 Bauwerke im Bestand dokumentieren 40 Ustd.
Lernfeld 5 Grundrisse von Bauwerken konstruieren 80 Ustd.
Lernfeld 6 Erdberührende Bauteile konstruieren 80 Ustd.
Lernfeld 7 Wand- und Dachtragwerke aus Holz modellbasiert konstruieren 80 Ustd.
Lernfeld 8 Stahlbetonbalken konstruieren 80 Ustd.
Lernfeld 9 Treppen und Rampen modellbasiert konstruieren 40 Ustd.

3. Ausbildungsjahr

Fachrichtung Architektur

Lernfeld 10 A Bauanträge erstellen 60 Ustd.
Lernfeld 11 A Wände und Decken in Massivbauweise planen 80 Ustd.
Lernfeld 12 A Skelettbauten modellbasiert konstruieren 40 Ustd.
Lernfeld 13 A Innenausbau von Bauwerken planen 60 Ustd.
Lernfeld 14 A Dachaufbau von Bauwerken planen 40 Ustd.

Fachrichtung Ingenieurbau

Lernfeld 10 I Stahlbetonbalken dimensionieren 40 Ustd.
Lernfeld 11 I Wände und Stützen aus Stahlbeton modellbasiert konstruieren 80 Ustd.
Lernfeld 12 I Decken und Treppen aus Stahlbeton modellbasiert konstruieren 80 Ustd.
Lernfeld 13 I Tragwerke aus Stahl und Holz planen 80 Ustd.

Fachrichtung Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau

Lernfeld 10 TVL Verkehrswege planen 80 Ustd.
Lernfeld 11 TVL Oberbau von Verkehrswegen konstruieren 60 Ustd.
Lernfeld 12 TVL Infrastrukturleitungen und Bauwerke der Siedlungswasserwirtschaft planen 80 Ustd.
Lernfeld 13 TVL Außenanlagen planen 60 Ustd.

Lernfeld 1

Lernfeld 1: Lagepläne erstellen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Lagepläne unter Berücksichtigung der Bauleitplanung zu erstel-len.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag und ordnen ihre Rolle im Bauplanungsprozess ein.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag.

4 Ustd.
1.1

Sie verschaffen sich einen Überblick über die Bauplanungsunterlagen

Flurkartenauszug

amtlicher Lageplan

Vermessungsplan

Grundrisse

Schnitte

Bestandspläne Medien

Sie erfassen die Aufgaben ihres Berufes im Zusammenwirken mit den am Bau Beteiligten

Bauherren

Planungsbüros

Bauberufe und Bauunternehmen

Baubehörden

Ver- und Entsorgungsbetriebe

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Zeichnungsnormen (Maßstab, Linienstärken, Linienarten, Schraffuren, Bemaßungsregeln, Planlayout) in Bauzeichnungen, über Inhalte und die Darstellung von Lageplänen (Planzeichenverordnung, Farbcodes) und die Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan).

Die Schülerinnen und Schüler tragen die notwendigen Inhalte eines Lageplans zusammen

17 Ustd.
1.2

Durchführungsverordnung zur Sächsischen Bauordnung (DVOSächsBO)

Gebäude

Grundstücksgrenze

Bezeichnungen

Erschließung – Wege und Medien

Maße, Flächen- und Höhenangaben

Vegetation

Sie machen sich mit deren Darstellung vertraut und ermitteln die Anforderungen an eine normgerechte Bauzeichnung 

DIN 1356-1 | 2024-04
Bauzeichnungen – Teil 1: Grundregeln der Darstellung

Planlayout 

Maßstäbe

Linienstärken

Linienarten

Schraffuren

Bemaßung

Legende

Sie setzen sich mit den Instrumenten der Bauleitplanung auseinander

Flächennutzungsplan

Bebauungsplan

digitale Bebauungspläne

Ortssatzung

Sie stellen die Zusammenhänge zwischen Bauleitplanung und Lageplan heraus und lesen die Zeichnungen

Planzeichenverordnung (PlanZV)

Planzeichen

Farbcodes

Sie recherchieren, auch mit Hilfe digitaler Medien, die unterschiedlichen Entwässerungssysteme (Mischsystem, Trennsystem) und bewerten die Plausibilität der recherchierten Ergebnisse.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Erschließung des Baugrundstücks

6 Ustd.
1.2

PlanZV

Ver- und Entsorgung

Zuwegung

Sie recherchieren die unterschiedlichen Entwässerungssysteme und deren Darstellung 

Mischsystem

Trennsystem

Sie erschließen sich auch mit Hilfe digitaler Medien deren Funktionsweise und wägen Vor- und Nachteile ab.

Sie beurteilen die Plausibilität der recherchierten Ergebnisse.

Die Schülerinnen und Schüler planen nach Vorgabe die Lage und Größe eines Bauwerks (Nutzungsschablone, Baugrenze, Baulinie).

Die Schülerinnen und Schüler leiten aus den Vorgaben die Größe und Lage des geplanten Gebäudes ab

16 Ustd.
1.3

Bebauungsplan

Nutzungsschablone

Baugebiet

Anzahl der Vollgeschosse

Grundflächenzahl

Berechnung von Flächen und Volumen

Geschossflächenzahl

Bauweise

Dachform und -neigung

Baugrenze

Baulinie

Abstandsflächen

Sie schätzen Möglichkeiten zur Erweiterung des Gebäudes in Fläche und Volumen ein und fertigen Entwurfsskizzen an.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen den Lageplan mit Hilfe digitaler Medien auf Basis externer Flurstücksdaten sowie Daten aus Geoinformationssystemen und nehmen die Zeichnungseinstellungen vor.

Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Grundfunktionen des digitalen Zeichenprogramms und nehmen die Zeichnungseinstellungen vor.

30 Ustd.
1.3

gerätegestützter Unterricht
CAD

Sie erstellen den Lageplan unter Beachtung der Normen. 

Dabei leiten sie aus dem amtlichen Lageplan auf Grundlage externer Flurstücksdaten sowie Daten aus Geoinformationssystemen Informationen zu Höhen und Grundstücksgröße ab.

Sie stimmen ihre Planungen miteinander ab und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse (Pläne).

Sie präsentieren ihre Entwürfe zum Lageplan und begründen ihre Entscheidungen unter Verwendung der Fachsprache

2 Ustd.
1.3

Deutsch/Kommunikation, 
LB 1

Berechnungen

Zeichnungen

Sie vergleichen die Entwürfe miteinander, stellen Vor- und Nachteile heraus und stimmen sich zur Einhaltung der Vorgaben ab.

Skizzen

Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht.

Sie achten bei der Speicherung und Übermittlung von Daten auf die Einhaltung der Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht.

1 Ustd.
1.3

Deutsch/Kommunikation, 
LB 1

Sie kennzeichnen in ihren Plänen die verwendeten Quellen. 

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Planung im Hinblick auf die Einhaltung der zeichnerischen, betrieblichen und bauplanerischen Vorgaben und bewerten die gewonnenen Informationen sowie deren Quellen und überprüfen die Validität der Informationen.

Sie überprüfen den Lageplan hinsichtlich Einhaltung der betrieblichen und bauplanerischen Vorgaben 

2 Ustd.
1.3

Wünsche des Auftraggebers

Bebauungsplan

baurechtliche Anforderungen

Erschließung

Sie kontrollieren die zeichnerischen Vorgaben

Planlayout

Maßstab

Linienstärken

Linienarten

Schraffuren

Bemaßung

Legende

Sie tragen entlang der gewonnenen Informationen die Quellen zusammen und prüfen deren Herkunft, Inhalt und Aktualität.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Mitwirken beim Erstellen baurechtlicher Unterlagen.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich die Verbindlichkeit der von ihnen erstellten Lagepläne als Kommunikationsmittel und Planungsgrundlage bewusst.

2 Ustd.
1.3

Sie analysieren rückblickend ihre Rolle und beurteilen ihr Mitwirken im Bauplanungsprozess

Zusammenarbeit im Team

Kommunikation 

Vorgehensweise und Ergebnisorientierung

Sie leiten Schlussfolgerungen für die Umsetzung zukünftiger Aufträge ab.

Lernfeld 1 Lagepläne erstellen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
1.1
Bauberatung vorbereiten
4 Ustd.
1.2
Inhalte des Lageplans erfassen und Zusammenhänge zwischen Bauleitplanung und Lageplan herausstellen
23 Ustd.
1.3
Lageplan nach Vorgaben erstellen und kontrollieren
53 Ustd.
Lernsituation
1.1
Bauberatung vorbereiten
4 Ustd.
Auftrag

Ihr Ausbildungsbetrieb plant eine Bauberatung zu einem neuen Projekt. Sie werden beauftragt, die Bauplanungsunterlagen für diese Beratung zu ordnen sowie eine Übersicht der am Bau Beteiligten und deren Aufgaben zusammenzustellen.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
1.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

2

Sich einen Überblick über die Bauplanungsunterlagen verschaffen

Flurkartenauszug

amtlicher Lageplan

Vermessungsplan

Grundrisse

Schnitte

Bestandspläne Medien

Aufgaben ihres Berufes im Zusammenwirken mit den am Bau Beteiligten erfassen

Bauherren

Planungsbüros

Bauberufe und Bauunternehmen

Baubehörden

Ver- und Entsorgungsbetriebe

1.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Am Bau Beteiligte auflisten und Aufgaben zuordnen

1,5

Übersicht zu den Bauplanungsunterlagen erstellen

1.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Eigenes Vorgehen zur Erstellung der Übersichten reflektieren

0,5
Lernsituation
1.2
Inhalte des Lageplans erfassen und Zusammenhänge zwischen Bauleitplanung und Lageplan herausstellen
23 Ustd.
Auftrag

Sie sind Teil des Planungsteams für das neue Bauplanungsprojekt. Sie werden beauftragt, sich auf die Erstellung des Lageplans vorzubereiten und mit den zu Grunde liegenden Informationen vertraut zu machen.

Fassen Sie dazu die Inhalte des Lageplans zusammen und stellen Sie Zusammenhänge zwischen Bauleitplanung und Lageplan heraus.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
1.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

21

Notwendige Inhalte eines Lageplans zusammentragen

Durchführungsverordnung zur Sächsischen Bauordnung (DVOSächsBO)

Gebäude

Grundstücksgrenze

Bezeichnungen

Erschließung – Wege und Medien

Maße, Flächen- und Höhenangaben

Vegetation

Sich mit deren Darstellung vertraut machen und die Anforderungen an eine normgerechte Bauzeichnung ermitteln

DIN 1356-1 | 2024-04
Bauzeichnungen – Teil 1: Grundregeln der Darstellung

Planlayout 

Maßstäbe

Linienstärken

Linienarten

Schraffuren

Bemaßung

Legende

Sich mit den Instrumenten der Bauleitplanung auseinandersetzen

Flächennutzungsplan

Bebauungsplan

digitale Bebauungspläne

Ortssatzung

Zeichnungen lesen

Planzeichenverordnung (PlanZV)

Planzeichen

Farbcodes

Sich über die Erschließung des Baugrundstücks informieren

PlanZV

Ver- und Entsorgung

Zuwegung

Unterschiedliche Entwässerungssysteme, deren Darstellung und Funktionsweise auch mit Hilfe digitaler Medien recherchieren

Internetrecherche

Mischsystem

Trennsystem

1.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Inhalte des Lageplans zusammenfassen

1

Zusammenhänge zwischen Bauleitplanung und Lageplan herausstellen

1.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Plausibilität der recherchierten Ergebnisse beurteilen

1

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Entwässerungssysteme abwägen

Lernsituation
1.3
Lageplan nach Vorgaben erstellen und kontrollieren
53 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, für das neue Bauprojekt einen Lageplan zu erstellen.

Machen Sie sich dazu mit den auftragsbezogenen Vorgaben vertraut, entwickeln Sie Vorschläge zur Lage, Größe und Ausrichtung des Gebäudes und wählen Sie einen geeigneten Vorschlag aus.

Erstellen Sie mit Hilfe eines digitalen Zeichenprogramms unter Beachtung der baurechtlichen und zeichnerischen Vorgaben den Lageplan.

Kontrollieren und präsentieren Sie das Arbeitsergebnis. Reflektieren Sie abschließend Ihre Rolle bei der Mitwirkung im Bauplanungsprozess.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
1.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

18

Größe und Lage des geplanten Gebäudes aus den Vorgaben ableiten

Bebauungsplan

Nutzungsschablone  

Baugebiet

Anzahl der Vollgeschosse

Grundflächenzahl

Berechnung von Flächen und Volumen

Geschossflächenzahl

Bauweise

Dachform und -neigung

Baugrenze

Baulinie

Abstandsflächen

Auf Grundlage externer Flurstücksdaten sowie Daten aus Geoinformations-systemen Informationen zu Höhen und Grundstücksgröße aus dem amtlichen Lageplan ableiten

Möglichkeiten zur Erweiterung des Gebäudes in Fläche und Volumen einschätzen und Entwurfsskizzen anfertigen

1.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Entwürfe miteinander vergleichen, Vor- und Nachteile herausstellen und sich zur Einhaltung der Vorgaben abstimmen

33

Skizzen

Grundfunktionen des digitalen Zeichenprogramms erfassen

gerätegestützter Unterricht
CAD

Zeichnungseinstellungen vornehmen

Lageplan unter Beachtung der Normen erstellen

Entwürfe zum Lageplan präsentieren und Entscheidungen unter Verwendung der Fachsprache begründen

Deutsch/Kommunikation,
LB 1

Berechnungen

Zeichnungen

Informationsquellen strukturiert zusammentragen und deren Herkunft, Inhalt und Aktualität prüfen 

externe Flurstücksdaten
Geoinformationssysteme

Verwendete Quellen in den Plänen kennzeichnen

Bei der Speicherung und Übermittlung von Daten auf die Einhaltung der Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht achten

Deutsch/Kommunikation,
LB 1

Lageplan hinsichtlich Einhaltung der betrieblichen und bauplanerischen Vorgaben überprüfen

Wünsche des Auftraggebers  

Bebauungsplan

baurechtliche Anforderungen

Erschließung

Zeichnerische Vorgaben kontrollieren

Planlayout 

Maßstab  

Linienstärken

Linienarten

Schraffuren

Bemaßung

Legende

Arbeitsergebnis präsentieren

1.3.3 Bewerten/
Reflektieren

Sich die Verbindlichkeit der erstellten Lagepläne als Kommunikationsmittel und Planungsgrundlage bewusst machen

2

Rückblickend die eigene Rolle analysieren und das Mitwirken im Bauplanungsprozess beurteilen

Zusammenarbeit im Team

Kommunikation 

Vorgehensweise und Ergebnisorientierung

Schlussfolgerungen für die Umsetzung zukünftiger Aufträge ableiten

Lernfeld 2

Lernfeld 2: Baugruben planen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung von Baugruben mitzuwirken und diese darzustellen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben für die Baugrube.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben für die Baugrube

2 Ustd.
2.1

Lageplan

Lage des Grundstücks

Erschließung

Grundstückszuschnitt

benachbarte Bebauung

Abmessungen des geplanten Bauwerks

Sie erfassen weitere Informationen zu

anstehenden Böden

vorhandenen Wassereinwirkungen

Dabei berücksichtigen sie die Informationen von Bodengutachten über die untersuchten anstehenden Böden (Sondierung, Bohrung, Schürfe) und die vorhandene Wassereinwirkung.

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren die Verfahren zur Baugrunderkundung

8 Ustd.
2.1

Sondierung

Bohrung

Schürfe

Sie erschließen sich die daraus gewonnenen Kennwerte im Bodengutachten

Schichtenfolge

Bodenarten

Wasser im Boden

Schadstoffe im Boden

Homogenbereiche

Sie informieren sich über den Einfluss von Wasser auf den Baugrund und recherchieren Maßnahmen zur Wasserhaltung

offene Wasserhaltung

geschlossene Wasserhaltung

Grundwasserabsenkung 

Sie setzen sich mit möglichen Einflüssen des Grundwasserstandes auf die geplante Bebauung auseinander

drückendes Wasser

nichtdrückendes Wasser

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Bodenarten (bindiger und nichtbindiger Boden, Homogenbereiche) und vergleichen deren Eigenschaften (Tragfähigkeit, Setzungsverhalten, Frostempfindlichkeit).

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Homogenbereiche und die darin enthaltenen Bodenarten sowie deren Klassifikation

4 Ustd.
2.1

DIN 18300 „Erdarbeiten“ 
Sonderfall: Kontamination

bindiger Boden

nichtbindiger Boden 

Sie vergleichen die Eigenschaften der Bodenarten

Tragfähigkeit

Setzungsverhalten

Frostempfindlichkeit

Sie recherchieren die für die Planung der Baugrube erforderlichen Maßnahmen (Böschungswinkel, Winkelfunktionen, Arbeitsraum, Grabenverbau, Trägerbohlwand, offene und geschlossene Wasserhaltung) und informieren sich über die Darstellung einer Baugrube (Schnitt, Draufsicht).

Sie recherchieren Maßnahmen zur Sicherung der Baugrube

8 Ustd.

BG BAU, DGUV

Böschungswinkel

Winkelfunktionen

Neigungsverhältnis

Verbau

Grabenverbau

Trägerbohlwand

Spundwand

Schlitzwand

Bohrpfahlwand

Arbeitsraum

Schutzstreifen

Sie beschreiben Maßnahmen der Wasserhaltung

offene Wasserhaltung

geschlossene Wasserhaltung

Sie informieren sich über die Darstellung einer Baugrube 

Draufsicht

Schnitt

Die Schülerinnen und Schüler planen die Dimensionierung und Ausführung der Baugrube. 

Sie wählen die Art des Verbaus und beschreiben Maßnahmen der Wasserhaltung. 

Die Schülerinnen und Schüler konstruieren den Grundriss und Schnitt der Baugrube und berechnen die Bodenaushubmengen (Simpsonformel).

Die Schülerinnen und Schüler legen die Maßnahmen zur Sicherung der Baugrube fest und berechnen die Abmessungen

28 Ustd.
2.3

Baugrubensohle mit Arbeitsraum und ggf. Verbau

Böschungswinkel und Böschungsbreite

Baugrubenoberseite mit Schutzstreifen

Sie wählen auftragsbezogen eine geeignete Form der Wasserhaltung aus.

Sie konstruieren den Grundriss und Schnitt der Baugrube. Sie fertigen Zeichnungen der Baugruben und Gräben unter Berücksichtigung von Zeichnungsgrundlagen an.

CAD

Sie ermitteln für die geplante Baumaßnahme die Mengen zum Abtrag des Oberbodens und zum Aushub

verschiedene Geometrien

Fläche

Volumen – Simpsonformel 

Auflockerung

Dichte von Böden

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Baugrubenplanung auf Vollständigkeit und Richtigkeit und vergleichen ihre berechneten Bodenaushubmengen mit dreidimensional ermittelten Ergebnissen. Sie beseitigen Qualitätsmängel und Fehler.

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Baugrubenplanung auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

6 Ustd.
2.3

Sie wenden die 3-D-Funktion des Zeichenprogramms an, um die Bodenaushubmenge des Volumenkörpers zu ermitteln. Die Ergebnisse vergleichen sie mit ihren berechneten Bodenaushubmengen.

Sie erkennen und korrigieren Qualitätsmängel und Fehler.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise und ihre Rolle bei der Planung von Baugruben und Gräben.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise und ihre Rolle bei der Planung von Baugruben und Gräben.

2 Ustd.
2.3

LF 1

In der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten wenden sie Berufssprache adressatengerecht an.

In der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten wenden sie Berufssprache adressatengerecht an.

2 Ustd.

Teambesprechung, Bauberatung, E-Mail

Lernfeld 2 Baugruben planen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
2.1
Ausgangsbedingungen erschließen
15 Ustd.
2.2
Maßnahmen zur Sicherung der Baugrube zusammenstellen
8 Ustd.
2.3
Zeichnungen und Berechnungen zur Herstellung der Baugrube erstellen
37 Ustd.
Lernsituation
2.1
Ausgangsbedingungen erschließen
15 Ustd.
Auftrag

Für ein Bauprojekt im städtischen Raum liegt ein Lageplan vor. Der Baugrund wurde im Bereich des geplanten Bauvorhabens untersucht.

Analysieren Sie Lageplan und Bodengutachten, erschließen Sie sich die Verfahren und Begriffe zur Einordnung des Bodens und fassen Sie die wesentlichen Informationen unter Verwendung der Fachbegriffe adressatengerecht zusammen.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

13

Auftragsbezogene Vorgaben für die Baugrube analysieren

Lageplan

Lage des Grundstücks

Erschließung

Grundstückszuschnitt

benachbarte Bebauung

Abmessungen des geplanten Bauwerks

Weitere Informationen erfassen

anstehende Böden

vorhandene Wassereinwirkung

Sich einen Überblick über den Inhalt des Bodengutachtens verschaffen

Verfahren zur Baugrunderkundung recherchieren

Sondierung

Bohrung

Schürfe

Sich die daraus gewonnenen Kennwerte im Bodengutachten erschließen

Schichtenfolge

Bodenarten

Wasser im Boden

Schadstoffe im Boden

Homogenbereiche

Sich Informationen über den Einfluss von Wasser auf den Baugrund beschaffen und Maßnahmen zur Wasserhaltung recherchieren

offene Wasserhaltung

geschlossene Wasserhaltung

Grundwasserabsenkung

Sich mit möglichen Einflüssen des Grundwasserstandes auf die geplante Bebauung auseinandersetzen

drückendes Wasser

nichtdrückendes Wasser

Sich über Homogenbereiche und die darin enthaltenen Bodenarten sowie deren Klassifikation informieren

DIN 18300 „Erdarbeiten“
Sonderfall: Kontamination

bindiger Boden

nichtbindiger Boden 

Eigenschaften der Bodenarten vergleichen

Tragfähigkeit

Setzungsverhalten

Frostempfindlichkeit

2.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Zusammenfassung der vorliegenden Parameter anhand des auftragsbezogenen Bodengutachtens formulieren

1,5

Teambesprechung, Bauberatung, E-Mail

Berufssprache in der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten adressatengerecht einsetzen

2.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Eigenes Vorgehen zur Erstellung der Zusammenfassung reflektieren

0,5

Lernfeld 3

Lernfeld 3: Zufahrten und Wege planen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung von Zufahrten und Wegen für Bauwerke mitzuwirken und diese zeichnerisch darzustellen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag hinsichtlich vorhandener Planungsunterlagen, des Bebauungsplans sowie des vorhandenen Geländes (Topografie).

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag.

2 Ustd.
3.1

Sie sichten die Planungsunterlagen

Lageplan

Bebauungsplan

Ortssatzungen

Grundrisse und Schnitte

Höhenplan

Sie informieren sich über die Topografie. Dazu lesen sie aus dem Höhenplan den Geländeverlauf ab.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Möglichkeiten zur Ausführung befestigter Flächen (Platten- und Pflasterbeläge, Randeinfassung) und deren Aufbau.

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen dem Auftrag die Anforderungen zur Ausführung der befestigten Flächen

5 Ustd.
3.1

geplante Nutzung

Bodenbeschaffenheit

Maße für Zufahrten, Wege und Stellplätze

Sie leiten aus den Angaben die Belastungsklasse ab.

Belastungsklassen nach RStO 12, Tabellenbuch

Sie informieren sich über Möglichkeiten zur Ausführung befestigter Flächen und Regelquerschnitte 

Tabellenbuch

Aufbau

Materialarten und Materialdicken

Plattenbeläge

Pflasterbeläge

Sie recherchieren Varianten zur Gestaltung der Oberflächen und Abschlüsse

Verbände

Randeinfassungen

Rinnen und Mulden

Sie berücksichtigen dabei den Einsatz wiederverwertbarer und recycelter Baustoffe.

Sie informieren sich über die Arten von wiederverwertbaren und recycelten Materialien, die Möglichkeiten für den Einsatz und deren Eignung.

2 Ustd.
3.1

Die Schülerinnen und Schüler planen die Befestigung und deren Entwässerung (Gefälle, Gefälleberechnung, Linien- und Punktentwässerung) und ordnen Stellplätze nach Vorgabe des Bebauungsplans an.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich bei der Baubehörde über die Stellplatzsatzung und leiten daraus die notwendige Anzahl der Stellplätze ab. 

10 Ustd.
3.2

Sie ordnen unter Berücksichtigung des Bebauungsplans und der Bauherrenwünsche die Lage der Zufahrten und Stellplätze auf dem Grundstück an. Dabei berücksichtigen sie die notwendigen Maße für Zufahrten, Wege und Stellplätze.

Skizze

Sie wählen geeignete Materialien und Aufbauten für die Befestigung der Zufahrten, Wege und Stellplätze aus.

Sie entnehmen den Planungsunterlagen die Geländehöhen und vorhandene Anschlussmöglichkeiten für die Entwässerung.

Sie entwerfen entsprechend des Höhenprofils Ausführungsvarianten zur Ausprägung des Gefälles der Oberfläche und der Entwässerungsleitungen 

anerkannte Regeln der Technik 
Gruppenarbeit

sinnvolle Nutzbarkeit 

Gefälleberechnung

Mindestgefälle

Sie informieren sich über Möglichkeiten zur Einleitung des Oberflächenwassers in die Abwasserleitungen

Punktentwässerung

Linienentwässerung

Dabei halten sie den Grad der Versiegelung so gering wie möglich.

Sie diskutieren unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte den Grad der Versiegelung.

2 Ustd.
3.2

Sie finden Möglichkeiten zur Herstellung gering versiegelter Flächen und schätzen die Auswirkungen auf Kosten und Umwelt ab.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für einen Entwurf nach nachhaltigen Gesichtspunkten.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für einen Entwurf nach nachhaltigen Gesichtspunkten.

1 Ustd.
3.2

Die Schülerinnen und Schüler führen die planerische Darstellung aus. Hierzu erstellen sie einen Lageplan der Außenanlage unter Beachtung geltender Normen.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen einen Lageplan der Außenanlage unter Beachtung geltender Normen.

6 Ustd.
3.2

CAD

Den Wegeaufbau zeichnen sie im Regelquerschnitt.

Sie zeichnen den Regelquerschnitt des Wegeaufbaus im Detail.

4 Ustd.
3.2

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse (editiert, geplottet) im Plenum und kontrollieren ihre Planung. 

Sie diskutieren diese und gehen dabei wertschätzend und respektvoll miteinander um.

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Ausführung der Planung.

5 Ustd.
3.1, 3.2

Sie korrigieren Fehler, editieren und plotten den Plan.

Sie präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum. 

Sie diskutieren die Ergebnisse und gehen dabei wertschätzend und respektvoll miteinander um.

Deutsch/Kommunikation
LB 1

Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ergebnisse unter den Aspekten der Nachhaltigkeit.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre Ergebnisse unter den Aspekten der Nachhaltigkeit

2 Ustd.
3.2

Einsatz wiederverwertbarer und recycelter Materialien

geringe Versiegelung der Oberfläche

Förderung von Verdunstung und Mikroklima

Erhalt des Grundwasserspiegels

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Rolle als Teil des Teams.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Rolle als Teil des Teams.

1 Ustd.
3.2

Deutsch/Kommunikation
LB 1

Lernfeld 3 Zufahrten und Wege planen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
3.1
Planungsgrundlagen ermitteln
11 Ustd.
3.2
Zufahrten, Stellplätze und Wege planen
29 Ustd.
Lernsituation
3.1
Planungsgrundlagen ermitteln
11 Ustd.
Auftrag

Ihr Auftraggeber hat ein Baugrundstück erworben. Er beabsichtigt ein Wohnhaus und die entsprechenden Stellplätze, Zufahrten und Wege zu errichten.

Informieren Sie sich über die rechtlichen und technischen Regelungen zur Ausführung der befestigten Flächen auch unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit. 

Stellen Sie die Informationen als Entscheidungsgrundlage für ihr Team zusammen und präsentieren Sie diese.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
3.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

6

Planungsunterlagen sichten

Hinweis auf Gestaltungssatzung, Stellplatzsatzung, Geoinformationsdaten

Lageplan

Bebauungsplan

Ortssatzungen 

Grundrisse und Schnitte

Höhenplan

Sich über die Topografie informieren

Aus dem Höhenplan den Geländeverlauf ablesen

Dem Auftrag die Anforderungen zur Ausführung der befestigten Flächen entnehmen

geplante Nutzung

Bodenbeschaffenheit

Maße für Zufahrten, Wege und Stellplätze

Aus den Angaben die Belastungsklasse ableiten

Belastungsklassen nach RStO 12, Tabellenbuch

Sich über Möglichkeiten zur Ausführung befestigter Flächen und Regelquerschnitte informieren

Tabellenbuch

Aufbau

Materialarten und Materialdicken

Plattenbeläge

Pflasterbeläge

Varianten zur Gestaltung der Oberflächen und Abschlüsse recherchieren

Verbände

Randeinfassungen

Rinnen und Mulden

Sich über die Arten von recycelten Materialien, die Möglichkeiten für den Einsatz und deren Eignung informieren

3.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Informationen zusammenstellen

4

Daraus die für das Bauvorhaben relevanten Inhalte ableiten und aufbereiten

Präsentation erstellen

Layout-Vorlage

3.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Ergebnisse im Plenum präsentieren

1

Ergebnisse diskutieren und dabei wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen

Lernfeld 4

Lernfeld 4: Bauwerke im Bestand dokumentieren

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, ein Bauwerk im Bestand aufzunehmen und zu dokumentieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag zur Aufnahme und Dokumentation eines bestehenden Bauwerkes.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag und erfassen die geforderte Detaillierungsstufe des Aufmaßes.

2 Ustd.
4.1

Sie sichten die Bestandsunterlagen

aktueller Flurkartenauszug

Grundbuchauszug

Lageplan

Grundrisse, Schnitte, Ansichten

Bauwerksbeschreibung

Fotos

Gegebenenfalls scannen, skalieren und drucken sie Bestandspläne als Arbeitsgrundlage für das Aufmaß.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Lebenszyklus von Bauwerken. 

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die einzelnen Phasen im Lebenszyklus von Bauwerken und damit verbundenen Aspekten der Nachhaltigkeit

Verweis auf BIM – Building Information Modeling
Nachhaltiges Bauen
DIN EN 15978 – Nachhaltigkeit von Bauwerken – Bewertung der Umweltleistung von Gebäuden

Herstellung 

Roh- und Baustoffe

Potenzial für Wiederverwertung, Rückgewinnung und Recycling

Errichtung

Transport und Einbau

Nutzung

Energie- und Wasserverbrauch im Betrieb

Instandhaltung, Austausch und Modernisierung

Entsorgung

Rückbau des Bauwerks und Transport des Abbruchs

Abfallbewirtschaftung, Wiederverwertung, Rückgewinnung und Recycling

Deponierung

Sie recherchieren analoge Aufmaßmethoden (Aufmaßskizze, Maßband, Laser-Entfernungsmesser), digitale Aufmaßmethoden (Punktwolke), Fotodokumentation und Bauwerksbeschreibung (Bauwerksart und -struktur, Baustoffe) zur Erfassung von Bestandsbauwerken, auch mit Hilfe fremdsprachiger Medien.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick zu Aufmaßmethoden, deren Ergebnissen und Werkzeugen bzw. Hilfsmitteln

8 Ustd.
4.1

analoge Aufmaßmethoden

Aufmaßskizze

Maßband

Gliedermaßstab

Laser-Entfernungsmesser

Werkzeug zum Freilegen von Konstruktionen

digitale Aufmaßmethoden

LiDAR
Smartphone-Kamera

Punktwolken mithilfe 3D-Laserscanner

Fotodokumentation

Drohnen 

Sie informieren sich über archivierte Grundlagen für das Aufmaß eines Bestandsbauwerks

Bilder und Zeichnungen

Bauwerksbeschreibungen

Bauwerksart und -struktur

Statik und Wärmeschutz 

verwendete Baustoffe

Dafür nutzen sie auch fremdsprachige Medien.

berufsbezogenes Englisch

Die Schülerinnen und Schüler planen die Aufnahme eines Bauwerks im Bestand. 

Sie diskutieren und entscheiden sich im Team für Messinstrumente und Aufmaßmethoden.

Dabei verhalten sie sich im Umgang miteinander kooperationsbereit und wertschätzend.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren auftragsbezogen verschiedene Methoden zur Bestandsdokumentation. Dabei verhalten sie sich im Umgang miteinander kooperationsbereit und wertschätzend.

3 Ustd.
4.1

Sie informieren sich über rechtliche Rahmenbedingungen für die Begehung, Fotodokumentation und Speicherung von Aufnahmen

Datenschutz

DSGVO

Einwilligung für Aufnahmen in Privatbereichen

Aufnahmen ohne Abbildung von Personen

Anonymisieren sensibler Informationen

Urheberrecht

UrhG

Zulässigkeit von Aufnahmen öffentlich zugänglicher Plätze

Genehmigungspflicht für Aufnahmen im Innenbereich 

Datensicherheit

betriebliche IT-Richtlinien

Sichere Speicherung – Passwortschutz, verschlüsselte Übertragung

keine Nutzung privater Cloud-Dienste ohne Freigabe

Sie entscheiden sich für eine Aufmaßmethode und listen den Arbeitsablauf sowie das auf die Baustelle mitzunehmende Equipment auf

Festlegung der zu dokumentierenden Bauteile und Bereiche

Skizze oder Grundriss 

Packliste für das Equipment

Klärung der Speicherorte, Planung der Dateiablage

Ordnerstruktur, Dateibenennungskonvention

Sie erfassen die Anforderungen des Arbeits- und Unfallschutzes und integrieren entsprechende Maßnahmen bei Arbeitsablauf und Equipment.

Die Schülerinnen und Schüler führen ein Aufmaß durch, halten dieses mit Hilfe von Aufmaßskizzen fest … 

Die Schülerinnen und Schüler führen ein systematisches Aufmaß durch

4 Ustd.
4.1

Baustellenbesuch oder Aufmaß im Schulgebäude
Gruppenarbeit

analoge Aufmaßmethoden

digitale Aufmaßmethoden

Dabei erfassen und dokumentieren sie das Bestandsbauwerk 

Aufmaßskizzen

Protokoll 

Fotostandorte dokumentieren

Sie beachten dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Anforderungen des Arbeits- und Unfallschutzes.

… und bereiten die Daten digital auf.

Sie wenden beim Erstellen der Bauzeichnungen Vorschriften und Richtlinien an, insbesondere Symbole, Zeichen, Schriften und Schraffuren.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Daten digital auf

4 Ustd.
4.2

verschlüsselte Übertragung 

Anlegen der Ordnerstruktur

sichere Speicherung

Benennung nach Dateibenennungskonvention

Sie erstellen oder ergänzen die Bestandspläne in digitaler Form.

CAD-Software

Dabei beachten sie die geltenden Vorschriften und Richtlinien zur Darstellung von Grundrissen und Schnitten

LF 1, 2

Symbole

Zeichen

Schraffuren

Beschriftung

Bemaßung

Anordnung und erweiterte Inhalte der Maßketten

Sie erstellen eine Fotodokumentation und Bauwerksbeschreibung unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht.

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren den Bestand mit einer Fotodokumentation und Baubeschreibung.

8 Ustd.
4.2

Textverarbeitungs- und KI-Software

Hierbei achten sie auf eine logische Gliederung und ein übersichtliches Layout.

Vorlage

Sie berücksichtigen die Grundlagen zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht

Anonymisieren sensibler Informationen auf Fotos

sichere Speicherung und Übermittlung 

Quellenangaben

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Pläne auf Plausibilität und ihre Dokumentation auf Vollständigkeit und Richtigkeit und nehmen Verbesserungen vor.

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Ergebnisse ihrer Bestandsdokumentation

2 Ustd.
4.2

Plausibilität

digital erfasste Maße und Kubaturen

Deutung von Einbauten und Konstruktionselementen

Vollständigkeit

Detailierungsstufe gem. Festlegung im Auftrag 

Richtigkeit

Sie nehmen ggf. Verbesserungen vor und korrigieren Fehler.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess und ihre Ergebnisse, auch im Hinblick auf den Ressourceneinsatz und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten im Team. 

Sie beurteilen selbstkritisch ihr Verhalten im Team und nehmen konstruktives Feedback an.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum. Dabei geben sie sich gegenseitig konstruktives Feedback.

5 Ustd.

Sie reflektieren ihren Arbeitsprozess, ihre Ergebnisse, auch im Hinblick auf den Ressourceneinsatz sowie ihre Fähigkeiten zum schnellen Erfassen der wesentlichen Bestandteile

Statik eines Gebäudes

gezieltes Vereinfachen der aufzunehmenden Konstruktion 

Sie diskutieren Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich

Ableiten einer Checkliste

Zeitaufwand

nötige Anzahl der am Aufmaß Beteiligten

Quantität

Qualität 

Sie schätzen ihre Rolle als Teil des Teams ein und sind sich ihrer Verantwortung bei der Schaffung der Grundlagen für die eigentliche Planung bewusst.

Lernfeld 4 Bauwerke im Bestand dokumentieren
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
4.1
Bestandsaufmaß vorbereiten und durchführen
23 Ustd.
4.2
Bestandsdokumentation erstellen
17 Ustd.
Lernsituation
4.1
Bestandsaufmaß vorbereiten und durchführen
23 Ustd.
Auftrag

Ihr Auftraggeber hat ein Baugrundstück mit einem Bestandsbauwerk erworben. Das Bauwerk soll umgebaut werden. 

Sie werden beauftragt, für die weitere Planung ein Aufmaß zu erstellen. Sichten Sie die Bestandsunterlagen und informieren Sie sich über die einzelnen Phasen im Lebenszyklus von Bauwerken und damit verbundenen Aspekten der Nachhaltigkeit. 

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Aufmaßmethoden und führen Sie das Aufmaß mit einer geeigneten Methode durch. Präsentieren Sie die Aufmaßskizzen bzw. die Punktwolke im Plenum.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Betrieblichen Auftrag analysieren

14

Geforderte Detaillierungsstufe des Aufmaßes erfassen

Bestandsunterlagen sichten

aktueller Flurkartenauszug

Grundbuchauszug

Lageplan

Grundrisse, Schnitte, Ansichten

Bauwerksbeschreibung

Fotos

Bestandspläne als Arbeitsgrundlage für das Aufmaß ggf. scannen, skalieren und drucken

Sich über die einzelnen Phasen im Lebenszyklus von Bauwerken und damit verbundenen Aspekten der Nachhaltigkeit informieren

BIM – Building Information Modeling
Nachhaltiges Bauen
DIN EN 15978 – Nachhaltigkeit von Bauwerken – Bewertung der Umweltleistung von Gebäuden

Herstellung 

Roh- und Baustoffe

Potenzial für Wiederverwertung, Rückgewinnung und Recycling

Errichtung

Transport und Einbau

Nutzung

Energie- und Wasserverbrauch im Betrieb

Instandhaltung, Austausch und Modernisierung

Entsorgung

Rückbau des Bauwerks und Transport des Abbruchs

Abfallbewirtschaftung, Wiederverwertung, Rückgewinnung und Recycling 

Deponierung

Sich einen Überblick zu Aufmaßmethoden, deren Ergebnissen und Werkzeugen bzw. Hilfsmitteln verschaffen

analoge Aufmaßmethoden

Aufmaßskizze

Maßband

Gliedermaßstab

Laser-Entfernungsmesser

Werkzeug zum Freilegen von Konstruktionen

digitale Aufmaßmethoden

LiDAR
Smartphone-Kamera

Punktwolken mithilfe 3D-Laserscanner

Fotodokumentation

Drohnen 

Sich über archivierte Grundlagen für das Aufmaß eines Bestandsbauwerks informieren

Bilder und Zeichnungen

Bauwerksbeschreibungen

Bauwerksart und -struktur

Statik und Wärmeschutz 

verwendete Baustoffe

Auch fremdsprachige Medien dafür nutzen

berufsbezogenes Englisch

Sich über rechtliche Rahmenbedingungen für die Begehung, Fotodokumentation und Speicherung von Aufnahmen informieren

Datenschutz

DSGVO

Einwilligung für Aufnahmen in Privatbereichen

Aufnahmen ohne Abbildung von Personen

Anonymisieren sensibler Informationen

Urheberrecht

UrhG

Zulässigkeit von Aufnahmen öffentlich zugänglicher Plätze

Genehmigungspflicht für Aufnahmen im Innenbereich 

Datensicherheit

betriebliche IT-Richtlinien

sichere Speicherung – Passwortschutz, verschlüsselte Übertragung

keine Nutzung privater Cloud-Dienste ohne Freigabe

4.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Auftragsbezogen verschiedene Methoden zur Bestandsdokumentation diskutieren

7

Sich dabei kooperationsbereit und wertschätzend miteinander verhalten

Sich für eine Aufmaßmethode entscheiden und den Arbeitsablauf sowie das auf die Baustelle mitzunehmende Equipment auflisten

Festlegung der zu dokumentierenden Bauteile und Bereiche

Skizze oder Grundriss 

Packliste für das Equipment

Klärung der Speicherorte, Planung der Dateiablage

Ordnerstruktur, Dateibenennungskonvention

Anforderungen des Arbeits- und Unfallschutzes erfassen und entsprechende Maßnahmen bei Arbeitsablauf und Equipment integrieren

Aufmaß systematisch durchführen

Baustellenbesuch oder Aufmaß im Schulgebäude
Gruppenarbeit

analoge Aufmaßmethoden

digitale Aufmaßmethoden

Bestandsbauwerk mit den ausgewählten Methoden erfassen und dokumentieren

Aufmaßskizzen

Protokoll

Fotostandorte dokumentieren

rechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen des Arbeits- und Unfallschutzes beachten

4.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Ergebnisse im Plenum präsentieren

2

manuell angefertigte Skizzen

digital angefertigte Punktwolken

Optimierungsmöglichkeiten diskutieren hinsichtlich

Ableiten einer Checkliste

Zeitaufwand

nötige Anzahl der am Aufmaß Beteiligten

Quantität

Qualität 

Bei der Präsentation und Diskussion wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen

Fähigkeiten zum schnellen Erfassen der wesentlichen Bestandteile reflektieren

Statik eines Gebäudes

gezieltes Vereinfachen der aufzunehmenden Konstruktion 

Eigene Rolle im Team einschätzen und sich der persönlichen Verantwortung bei der Schaffung der Grundlagen für die eigentliche Planung bewusst machen

Berufsbezogenes Englisch mit Bezug zu
Lernfeld 4 Bauwerke im Bestand dokumentieren

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Erstellung eines Aufmaßes (Methoden, Fachbegriffe digitaler Anwendungen, Werkzeuge) auch mit Hilfe fremdsprachiger Medien. Dabei fertigen sie ein bautechnisches Glossar mit Bezeichnungen in englischer und deutscher Sprache an. 

Sie erschließen sich auftragsbezogen die Bauwerksart und -struktur sowie Baustoffe im Bestandsbauwerk auch anhand englischsprachiger Exposés und erweitern mit den Fachbegriffen das Glossar.

Didaktisch-methodische Hinweise:

Die Aneignung einer fachbezogenen Lexik dient der Erweiterung des Grundvokabulars. Anknüpfungspunkte bilden vor allem die Anwendung englischsprachiger digitaler Anwendungen sowie die Kommunikation und Kooperation in internationalen Teams bei Bauprojekten.

Zum Erwerb des fachspezifischen Sprachschatzes sind Fachwörterbücher, Lehrbücher und Arbeitshefte sowie Software und Internetquellen dienlich.

Für die Festigung der Fachtermini zur Beschreibung der Bauwerke im Bestand empfiehlt es sich, diese mittels vielfältiger Übungen in mündlicher sowie schriftlicher Form durchzuführen.

Lernfeld 5

Lernfeld 5: Grundrisse von Bauwerken konstruieren

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Geschosse von Bauwerken in einschaligem Mauerwerk zu konstruieren und diese in Grundrissen darzustellen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen und konstruktiven Vorgaben eines betrieblichen Auftrags.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag.

2 Ustd.
5.1, 5.2

Sie sichten die planerischen Vorgaben

Ideensammlung, Skizzen aus dem Kundengespräch

Funktion und Standort des Bauwerks

Raumprogramm

Nutzflächen, Grundflächenzahl (GRZ),  Geschossflächenzahl (GFZ)

LF 1

Sie tragen die konstruktiven Vorgaben zusammen

Bauweise (einschalig)

Abmessungen

statische Anforderungen

bauphysikalische Anforderungen

Wärmeschutz

Schallschutz

Feuchteschutz

Brandschutz

Dazu erfassen sie auch die vorgegebene Arbeitsweise (zwei-, dreidimensionale Darstellung und modellbasiert).

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die Möglichkeiten der planerischen Darstellung 

2 Ustd.
5.2

Beispiele für Darstellungsformen

zweidimensional

dreidimensional

modellbasiert

Sie erfassen die vorgegebene Arbeitsweise.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Funktionen von einschalig gemauerten Bauwerken (Wandarten und Wandaufgaben), über anzuwendende technische Regeln und Vorschriften (Maßordnung im Hochbau, künstliche Mauersteine, Steinformate, normgerechte Mauersteinbezeichnung) und unterscheiden das Mauern im Normal- und Dünnbettverfahren.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Funktionen von einschalig gemauerten Bauwerken 

26 Ustd.
5.1, 5.2

berufsbezogenes Englisch

Raumabschluss

statische Funktion

tragend

nicht tragend

aussteifend

bauphysikalische Funktionen

Wärmeschutz

Schallschutz

Feuchteschutz

Brandschutz

Sie verschaffen sich einen Überblick über die Wandkonstruktionen

einschalig

mehrschalig

Sie recherchieren die Maßsysteme im Hochbau

Bauzeichnungen mit verschiedenen Beispielen

Dezimalsystem

Achtelmetersystem

Berechnungen

Baurichtmaß

Baunennmaß

Sie stellen eine Übersicht zu künstlichen Mauersteinen zusammen

Materialien, Eigenschaften, Einsatzfelder

Steinformate in Abhängigkeit von

Normalfuge

Dünnbettfuge

normgerechte Mauersteinbezeichnung

Sie recherchieren die für sie geltenden betrieblichen Vorgaben (Vorlagen, Templates), die Grundlagen der anzuwendenden Arbeitsweise (Auftraggeberinformationsanforderungen) sowie die Anforderungen an ihren Arbeitsplatz (Software, Systemanforderungen, Arbeitsschutz) mit Hilfe digitaler Medien, auch in einer Fremdsprache. Sie informieren sich über die Inhalte und Darstellung von Grundrissen und Modellen (Detaillierungsgrad).

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Planungsphasen nach Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI).

10 Ustd.
5.2

Sie recherchieren die Auftraggeberinformationsanforderungen (AIA)

Ziele der Anwendung

Projektphase

Detaillierungsgrad

LOIN-Stufen (Level of Information Need) 

Austauschformate und Softwarevorgaben 

Prozesse und Verantwortlichkeiten

Sie stellen anhand des geforderten Detaillierungsgrades notwendige Inhalte und die Darstellung in den Grundrissen und Modellen zusammen

Welche Informationen?

In welcher Qualität?

Zu welchem Zeitpunkt? 

Für welchen Zweck?

Sie machen sich mit den Anforderungen an ihren Arbeitsplatz vertraut

Software

Tutorials

Systemanforderungen

Arbeitsschutz 

DGUV Information 215-410: Bildschirm- und Büroarbeitsplätze 

Dafür recherchieren sie auch mit Hilfe digitaler Medien, auch in einer Fremdsprache.

Sie erfassen die für dieses Projekt anzuwendenden Vorlagen/Templates.

schulinterne Vorgaben

Die Schülerinnen und Schüler planen den Grundriss (Skizzen) und legen die Maße des Bauwerks fest.

Die Schülerinnen und Schüler skizzieren den Grundriss und legen die Maße des Bauwerkes fest

6 Ustd.
5.2

Raumgrößen

Wandstärken

Lage und Größe der Öffnungen

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich unter Berücksichtigung der bauphysikalischen Aspekte (Tragfähigkeit, Schall- und Wärmeschutz), der Wirtschaftlichkeit und der Aspekte der Nachhaltigkeit für eine Mauerwerkskonstruktion.

Die Schülerinnen und Schüler erfassen die auftragsbezogenen bauphysikalischen Anforderungen 

6 Ustd.
5.1

Tragfähigkeit

Wärmeschutz

Schallschutz

Feuchteschutz

Brandschutz

Sie diskutieren Aspekte der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit 

Einflussfaktoren auf Baukosten

Transportwege

Materialkosten

Energiekosten

Lohnkosten

Maschinenkosten

regionale Baustoffe

Wiederverwendbarkeit

Sie entscheiden sich unter Berücksichtigung aller Aspekte für eine einschalige Mauerwerkskonstruktion.

Die Schülerinnen und Schüler konstruieren ein Geschoss des Bauwerks und stellen dieses im dazugehörigen Grundriss in unterschiedlichen Planungsphasen (Entwurfsplanung, Ausführungsplanung) dar.

Die Schülerinnen und Schüler konstruieren modellbasiert ein Geschoss des Bauwerks und stellen dieses im dazugehörigen Grundriss in unterschiedlichen Planungsphasen dar

18 Ustd.
5.2, 5.3

Entwurfsplanung M 1:100

HOAI LPH 3

Raumbezeichnung

Raumflächen

feste Einbauten

Wandstärken

tragende Wände

Tür- und Fensteröffnung mit Anschlagsrichtung

Ausführungsplanung M 1:50

HOAI LPH 5

vollständige Maßketten

genaue Definition der Baustoffe

Positionierung von Fenstern, Türen und anderen festen Einbauten

Sie ermitteln Flächen und Volumen und bereiten diese für die Ausschreibung (Leistungsverzeichnis nach Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) vor.

Sie ermitteln rechnerisch und digital Flächen sowie Volumen

22 Ustd.
5.3, 5.4

Beispiele

Bodenfläche

Wandfläche

Raumvolumen

Abzug von Öffnungen 

Sie informieren sich über die Grundlagen der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen

Mengenermittlung, z. B. Mauerwerk

Leistungsverzeichnis (LV)

Submission 

Vergabearten

Sie bereiten die Ausschreibung vor. Dazu ermitteln sie die aus den Berechnungen in das LV aufzunehmenden Mengen.

Tabellenbuch: Baustoff- und Arbeitszeitbedarf

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und korrigieren ihre Planung hinsichtlich der Einhaltung der Maßordnung im Hochbau, der Modellierungsrichtlinien und der zeichnerischen Darstellung.

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Ergebnisse ihrer Planung hinsichtlich

2 Ustd.
5.2, 5.3

Plausibilität

Konstruktionsaufbau

Wärme-, Schall-, Brand- und Feuchteschutz

Vollständigkeit entsprechend der Modellierungsrichtlinien

geforderte Informationstiefe der entsprechenden Planungsphase 

geforderte Informationstiefe entsprechend AIA

Richtigkeit in Bezug auf die zeichnerische Darstellung

Bemaßungsrichtlinien

Einhaltung der Maßordnung im Hochbau

Linienstärken und Schraffuren

Sie nehmen ggf. Verbesserungen vor und korrigieren Fehler.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Konstruktionsprozess (zwei-, dreidimensional und modellbasiert) hinsichtlich Arbeitseffizienz auch bei Änderungen im Vergleich zu Mitlernenden.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum.

6 Ustd.
5.1 - 5.4

Reflexionsraster

Sie vergleichen die Ergebnisse und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten zwei-, dreidimensionaler und modellbasierter Planung hinsichtlich

Zeitaufwand und Arbeitseffizienz

Quantität

Qualität 

Sie gehen bei der Präsentation und Diskussion wertschätzend und respektvoll miteinander um.

Sie reflektieren ihre Fähigkeiten 

schnelles Erfassen der wesentlichen Bestandteile

Ableiten der Statik eines Gebäudes

gezieltes Vereinfachen der aufzunehmenden Konstruktion 

Sie schätzen ihre Rolle als Teil des Teams ein und sind sich ihrer Verantwortung bei der Schaffung der Grundlagen für die Planung bewusst.

Lernfeld 5 Grundrisse von Bauwerken konstruieren
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 100 Ustd.
Lernsituationen
5.1
Wandarten und Mauersteine auswählen
24 Ustd.
5.2
Entwurfspläne erstellen
42 Ustd.
5.3
Ausführungspläne erstellen
13 Ustd.
5.4
Auszug aus dem Leistungsverzeichnis erstellen
21 Ustd.
Lernsituation
5.1
Wandarten und Mauersteine auswählen
24 Ustd.
Auftrag

Das Architekturbüro, in dem Sie als Bautechnische Konstrukteurin bzw. Bautechnischer Konstrukteur tätig sind, erhält den Auftrag zur Planung eines zweigeschossigen Reihenhauses.

Ihr Vorgesetzter erteilt Ihnen die Aufgabe, einen Vorschlag für eine Außenwand aus künstlichen Mauersteinen als Entscheidungsgrundlage für die Bauherren zu erarbeiten.

Analysieren Sie die planerischen Vorgaben des Reihenhauses und informieren Sie sich über mögliche Wandkonstruktionen und Mauerwerksarten. Zu berücksichtigen ist, wie sich unterschiedliche Materialien auf den Schallschutz, die Wärmedämmung und die spätere Nutzung der Räume auswirken.

Präsentieren Sie die Informationen als Entscheidungsgrundlage, formulieren Sie eine Empfehlung und erläutern Sie diese.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
5.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

17

Planerische Vorgaben in Hinsicht auf Funktion und Standort des Bauwerks sichten

Ideensammlung, Skizzen aus dem Kundengespräch

Konstruktive Vorgaben zusammentragen

Bauweise (einschalig)

Abmessungen

statische Anforderungen

bauphysikalische Anforderungen

Wärmeschutz

Schallschutz

Feuchteschutz

Brandschutz

Sich über die Funktionen von einschalig gemauerten Bauwerken informieren

Raumabschluss

statische Funktion

tragend

nicht tragend

aussteifend

bauphysikalische Funktionen

Wärmeschutz

Schallschutz

Feuchteschutz

Brandschutz

Sich einen Überblick über die Wandkonstruktionen verschaffen

einschalig

mehrschalig

Sich zu künstlichen Mauersteinen informieren

Materialien, Eigenschaften, Einsatzfelder

Steinformate in Abhängigkeit von

Normalfuge

Dünnbettfuge

normgerechte Mauersteinbezeichnung

Auftragsbezogene bauphysikalische Anforderungen erfassen

Tragfähigkeit

Wärmeschutz

Schallschutz

Feuchteschutz

Brandschutz

Aspekte der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit diskutieren

Einflussfaktoren auf Baukosten

Transportwege

Materialkosten

Energiekosten

Lohnkosten

Maschinenkosten

regionale Baustoffe

Wiederverwendbarkeit

5.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Konstruktionsskizzen anfertigen und alle notwendigen Informationen zusammenstellen

6,5

Sich unter Berücksichtigung aller Aspekte für eine einschalige Mauerwerkskonstruktion entscheiden

Begründung zum Vorschlag formulieren

Ergebnisse präsentieren und Entscheidung erläutern, dabei fachsprachliche Begriffe verwenden

5.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Ergebnisse vergleichen und Optimierungsmöglichkeiten diskutieren 

0,5

Abgleich mit KI-generierten Übersichten und Vorschlägen

Bei der Präsentation und Diskussion wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen

Berufsbezogenes Englisch mit Bezug zu
Lernfeld 5 Grundrisse von Bauwerken konstruieren

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Herstellung einschalig gemauerter Bauwerke und anzuwendende technische Regeln (Funktionen, Konstruktionsvarianten, Materialien, Eigenschaften, Einsatzfelder, Steinformate, Mauersteinbezeichnungen). Sie geben wesentliche Punkte mündlich und schriftlich wieder.

Dazu nutzen sie auch englischsprachige Baubeschreibungen, erschließen sich die Fachbegriffe in der Fremdsprache und erweitern das Glossar. 

Didaktisch-methodische Hinweise:

Die Aneignung einer fachbezogenen Lexik dient der Erweiterung des Grundvokabulars. Anknüpfungspunkt bilden vor allem die Nutzung englischsprachiger digitaler Anwendungen sowie die Kommunikation und Kooperation in internationalen Teams bei Bauprojekten.

Zum Erwerb des fachspezifischen Sprachschatzes sind Fachwörterbücher, Lehrbücher und Arbeitshefte sowie Software und Internetquellen dienlich.

Für die Festigung der Fachtermini zur Beschreibung der Konstruktionsvarianten und Baumaterialien empfiehlt es sich, diese mittels vielfältigen Übungen in mündlicher sowie schriftlicher Form durchzuführen.

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