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Arbeitsmaterial

Berufsschule - duale Berufsausbildung

Verfahrensmechaniker Glastechnik / Verfahrensmechanikerin Glastechnik

2026

 

Impressum

Das Arbeitsmaterial ist ab 1. August 2026  freigegeben.

Das Arbeitsmaterial basiert auf dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker Glastechnik und Verfahrensmechanikerin Glastechnik (Beschluss der Bildungsministerkonferenz vom 12.12.2025 für die Kultusministerkonferenz) und der Verordnung über die Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker Glastechnik und zur Verfahrensmechanikerin Glastechnik (VerfGlasAusbV) vom 16.12.2025 (BGBl. I Nr. 336).

 

Das Arbeitsmaterial wurde am

 

Landesamt für Schule und Bildung
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c
01445 Radebeul

https://www.lasub.smk.sachsen.de

 

unter Mitwirkung von 

 

Michael Fischer  Torgau
Janett Griethe  Torgau

 

2026 erarbeitet.

 

HERAUSGEBER

Sächsisches Staatsministerium für Kultus 
Carolaplatz 1
01097 Dresden

https://www.smk.sachsen.de

Vorbemerkungen

Die Verfassung des Freistaates Sachsen fordert in Artikel 101 für das gesamte Bildungswesen:

„(1) Die Jugend ist zur Ehrfurcht vor allem Lebendigen, zur Nächstenliebe, zum Frieden und zur Erhaltung der Umwelt, zur Heimatliebe, zu sittlichem und politischem Verantwortungsbewusstsein, zu Gerechtigkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zu beruflichem Können, zu sozialem Handeln und zu freiheitlicher demokratischer Haltung zu erziehen.“

Das Sächsische Schulgesetz legt in § 1 fest:

„(2) Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht eines jeden jungen Menschen auf eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage.

(3) Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. …“

Für die Berufsschule gilt gemäß § 8 Abs. 1 des Sächsischen Schulgesetzes:

„Die Berufsschule hat die Aufgabe, im Rahmen der Berufsvorbereitung, der Berufsausbildung oder Berufsausübung vor allem berufsbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln und die allgemeine Bildung zu vertiefen und zu erweitern. Sie führt als gleichberechtigter Partner gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben und anderen an der Berufsausbildung Beteiligten zu berufsqualifizierenden Abschlüssen.“

Neben diesen landesspezifischen gesetzlichen Grundlagen sind die in der „Rahmenvereinbarung über die Berufsschule“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12. März 2015 in der jeweils geltenden Fassung) festgeschriebenen Ziele umzusetzen.

Kurzcharakteristik des Bildungsganges

Technologische, wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen erforderten die Neuordnung des dreijährigen Ausbildungsberufes Verfahrensmechaniker Glastechnik und Verfahrensmechanikerin Glastechnik. Das Berufsbild entwickelte sich in Richtung Produktionsprozesse und Prozesssteuerung weiter. In den Mittelpunkt der beruflichen Praxis rücken der Prozess der Steuerung der Glasherstellung sowohl von Flachglas als auch von Hohlglas, die Analyse von Störungen und Produktfehlern sowie die Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen. 

Verfahrensmechaniker Glastechnik und Verfahrensmechanikerinnen Glastechnik werden in industriellen Unternehmen oder Glashütten eingesetzt. Sie programmieren und bedienen halb- und vollautomatische Maschinen und Anlagen und nutzen Messgeräte zur Prozess- und Qualitätskontrolle.

Die berufliche Tätigkeit des Verfahrensmechanikers Glastechnik und der Verfahrensmechanikerin Glastechnik erfordert neben technischem Verständnis, handwerklichem Geschick und logischem Denken vor allem Sorgfalt, Genauigkeit und Aufmerksamkeit. Daneben sind Eigenschaften wie Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Flexibilität, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit sowie die Fähigkeit, das eigene Entscheiden und Handeln reflektieren und weiterentwickeln zu können, Voraussetzung für die berufliche Tätigkeit von Verfahrensmechanikern Glastechnik und Verfahrensmechanikerinnen Glastechnik.

Im Rahmen der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Glastechnik und zur Verfahrensmechanikerin Glastechnik werden insbesondere folgende berufliche Qualifikationen erworben:

  • Arbeits- und Prozessabläufe planen, steuern, begleiten und optimieren, Auftragsdurchführung dokumentieren
  • Verfahren der Glaserzeugung, -herstellung und -weiterverarbeitung nutzen, überwachen und sicherstellen
  • Roh- und Hilfsstoffe sowie Glaserzeugnisse transportieren und lagern
  • Betriebsmittel bereitstellen, im Wartungszustand prüfen sowie in der laufenden Produktion warten und pflegen, Instandhaltungsarbeiten veranlassen
  • manuelle und maschinelle Verfahren zur Metallbearbeitung anwenden, Bauteile und Baugruppen herstellen
  • elektrotechnische Grundlagen anwenden, elektrische Gefahren erkennen und Maßnahmen einleiten 
  • Baugruppen und Komponenten montieren sowie deren Funktion prüfen
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik einsetzen
  • berufsübliche Werkzeuge, Maschinen, Formen und Peripheriegeräte gezielt einsetzen
  • Betriebsmittel einrichten, umrüsten und prüfen, Betriebsbereitschaft herstellen und Produktionsanlagen in Betrieb nehmen
  • Produktionsanlagen bedienen, steuern und regeln
  • Automatisierungstechniken nutzen und prüfen
  • Glasfehler analysieren und Maßnahmen zur Fehlervermeidung einleiten, Qualitätsmanagement anwenden
  • Materialeinsatz und Energienutzung hinsichtlich der Aspekte der Nachhaltigkeit prüfen
  • grundlegende Berechnungen unter Beachtung technischer und betriebswirtschaft­licher Größen durchführen 
  • bei der Organisation und Durchführung der Arbeit ergonomische, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Aspekte beachten
  • allgemeine und berufsspezifische Vorschriften von Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Sicherheitsregeln und Unfallverhütungsvorschriften einhalten
  • Informations- und Kommunikationssysteme zur Beschaffung von Informationen, zur Bearbeitung von Aufträgen, zur Dokumentation und zur Präsentation von Arbeitsergebnissen nutzen, Informationen prüfen und bewerten
  • betriebliche und technische Kommunikation zielgerichtet anwenden, in der Berufs- und Fachsprache adressatengerecht und teamorientiert kommunizieren
  • technische Unterlagen in deutscher Sprache und in der Fremdsprache auswerten
  • Möglichkeiten der digitalisierten Arbeitswelt gezielt nutzen 
  • Vorschriften zu Datenschutz, Datensicherheit und Urheberrecht beachten

Die Realisierung der Bildungs- und Erziehungsziele der Berufsschule ist auf den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz gerichtet. Diese entfaltet sich in den Dimensionen von Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie in Methoden- und Lernkompetenz. Den Ausgangspunkt des Unterrichts und des Lernens der Schülerinnen und Schüler bilden berufliche Handlungen. Diese Handlungen sollen im Unterricht didaktisch reflektiert als Lernhandlungen gedanklich nachvollzogen oder exemplarisch ausgeführt, selbstständig geplant, durchgeführt, überprüft, ggf. korrigiert und schließlich bewertet werden. Damit fördern sie ein ganzheitliches Erfassen der beruflichen Wirklichkeit und integrieren technische, sicherheits­technische, ökonomische, ökologische und rechtliche Aspekte, nutzen die berufs­praktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und berücksichtigen soziale Prozesse, z. B. der Interessenklärung oder der Konfliktbewältigung.

Der KMK-Rahmenlehrplan des Ausbildungsberufes ist vor diesem Hintergrund nach Lernfeldern strukturiert. Die Stundentafel des Bildungsganges gliedert sich in den Pflichtbereich mit dem berufsübergreifenden Bereich und dem berufsbezogenen Bereich sowie den Wahlbereich.

Die Lernfelder der sächsischen Stundentafel sind mit den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplanes weitestgehend identisch. Zur fachlichen Vertiefung wurde im 1. Ausbildungsjahr der Stundenumfang des Lernfeldes 2 „Roh-, Werk- und Hilfsstoffe annehmen, transportieren und lagern sowie Gemenge herstellen“ um 40 Unterrichtsstunden erhöht.

Für die vom Blockunterricht abweichenden Organisationsformen ist die Stundentafel für den berufsbezogenen Bereich basierend auf der VwV Stundentafeln bbS in der jeweils geltenden Fassung von den Schulen in eigener Verantwortung anzupassen.

Die Struktur der Lernfelder orientiert sich in Aufbau und Zielsetzung an Arbeits- und Geschäftsprozessen eines glaserzeugenden Unternehmens mit den Einsatzgebieten Flachglas- und Hohlglaserzeugung. Die Zielformulierungen innerhalb der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes beschreiben den Qualifikationsstand und die Kompetenzen am Ende des Lernprozesses. Ergänzt durch die Inhalte umfassen sie den Mindestumfang zu vermittelnder Kompetenzen. 

Auf Grund der sich schnell entwickelnden beruflichen Anforderungen sind die Inhalte weitgehend offen formuliert. Diese Struktur fördert und fordert die Einbeziehung neuer Entwicklungen und Tendenzen in den Unterricht.

Die Lernfelder sind logisch angeordnet und bauen spiralcurricular aufeinander auf. Die Umsetzung sowie die zeitliche Abfolge der Lernfelder sind unter Beachtung des spiralcurricularen Aufbaus im Lehrerteam abzustimmen. 

Kommunikative und fremdsprachliche Kompetenzen werden integrativ in den Lernfeldern entwickelt.

Die Ausbildung wird durch die gestreckte Abschlussprüfung in zwei Ausbildungsphasen gegliedert. Die Lernfelder 1 bis 6 sind Grundlage für den Teil 1 der Abschlussprüfung. Die Abgrenzung zwischen den Ausbildungsjahren ist hinsichtlich der zeitlichen Planung in der Ausbildungsordnung und in Bezug auf die Prüfungen einzuhalten.

Die Ausgestaltung und Umsetzung der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes ist in den Schulen vor Ort zu leisten. Die Lernfelder sind für den Unterricht durch Lernsituatio­nen, die exemplarisch für berufliche Handlungssituationen stehen, zu untersetzen. Die Branchenvielfalt sollte dabei Berücksichtigung finden. Lernsituationen konkretisieren die Vorgaben des Lernfeldes und werden mittels curricularer Analyse aus diesen abgeleitet.

Der berufsbezogene Unterricht knüpft an das Alltagswissen und an die Erfahrungen des Lebensumfeldes an und bezieht die Aspekte der Medienbildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie der politischen Bildung ein. Die Lernfelder bieten umfassende Möglichkeiten, den sicheren, sachgerechten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit traditionellen und digitalen Medien zu thematisieren. Sie beinhalten vielfältige, unmittelbare Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit globalen, gesellschaftlichen und politischen Themen, deren sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie Bezüge zur eigenen Lebens- und Arbeitswelt. Die Umsetzung der Lernsituationen unter Einbeziehung dieser Perspektiven trägt aktiv zur weiteren Lebensorientierung, zur Entwicklung der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler, zum selbstbestimmten Handeln und damit zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei. 

Inhalte mit politischem Gehalt werden mit den damit in Verbindung stehenden fachspezifischen Arbeitsmethoden der politischen Bildung umgesetzt. Dafür eignen sich u. a. Rollen- und Planspiele, Streitgespräche, Pro- und Kontra-Debatten, Podiumsdiskussionen oder kriterienorientierte Fall-, Konflikt- und Problemanalysen. 

Für Inhalte mit Anknüpfungspunkten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung eignen sich insbesondere die didaktischen Prinzipien der Visionsorientierung, des Vernetzenden Lernens sowie der Partizipation. Vernetztes Denken bedeutet hier die Verbindung von Gegenwart und Zukunft einerseits und ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen des eigenen Handelns andererseits.

Die Digitalisierung und der mit ihr verbundene gesellschaftliche Wandel erfordern eine Vertiefung der informatischen Bildung. Ausgehend von den Besonderheiten des Bildungsganges begründet der Charakter der beruflichen Qualifikationen einen permanenten Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie berufsbezogener Software, die zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz erforderlich sind.

Unter Beachtung digitaler Arbeits- und Geschäftsprozesse ergibt sich die Notwendigkeit einer angemessenen Hard- und Softwareausstattung und entsprechender schulorganisatorischer Regelungen. Bis zu 25 % der Unterrichtsstunden des berufsbezogenen Unterrichtes in jedem Ausbildungsjahr können für den anwendungsbezogenen gerätegestützten Unterricht genutzt werden, wobei eine Klassenteilung möglich ist. Die konkrete Planung obliegt der Schule.

Die Ausprägung beruflicher Handlungskompetenz wird durch handlungsorientierten Unterricht gefördert. Dabei werden beispielhafte Aufgabenstellungen aus der beruflichen Praxis im Unterricht aufgegriffen. Das Lernen erfolgt in vollständigen Handlungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler das Vorgehen selbstständig planen, durchführen, überprüfen, gegebenenfalls korrigieren und schließlich bewerten. 

Dieses Unterrichten erfordert vielfältige Sozialformen und Methoden, insbesondere den Einsatz komplexer Lehr-/Lernarrangements wie Projektarbeit oder kooperatives Lernen. Des Weiteren ist eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den beteiligten Lehrkräften des berufsübergreifenden und berufsbezogenen Bereiches sowie der in einem Lernfeld unterrichtenden Lehrkräfte notwendig. 

Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Lern- und Arbeitstechniken anzuwenden und selbstständig weiterzuentwickeln sowie Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und zu bewerten. Darüber hinaus ist bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein zu entwickeln, dass Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstständigen und lebenslangen Lernen wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben sind.

Stundentafel

Unterrichtsfächer und Lernfelder Wochenstunden in der Klassenstufe
1 2 3
Pflichtbereich 37 37 37
Berufsübergreifender Bereich 13 13 13
Deutsch/Kommunikation 3 3 3
Englisch 2 1 -
Gemeinschaftskunde 2 2 3
Wirtschaftskunde 3 3 3
Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik 2 2 2
Sport 1 2 2
Berufsbezogener Bereich1 24 24 24
1 Prozess- und Arbeitsabläufe für die Glaserzeugung planen 3 - -
2 Roh-, Werk- und Hilfsstoffe annehmen, transportieren und lagern sowie Gemenge herstellen 92 - -
3 Glaserzeugung überwachen 6 - -
4 Bauteile aus Metall für die Glaserzeugung herstellen 6 - -
5 Schmelzaggregate und -anlagen überwachen, reinigen und warten - 6 -
6 Pneumatische steuer- und regelungstechnische Elemente einbauen, erweitern und prüfen - 4,5 -
7 Produktionsanlagen für die Herstellung von industriellen Glasprodukten vorbereiten - 6 -
8 Produktionsanlagen für die Herstellung von industriellen Glasprodukten in Betrieb nehmen - 4,5 -
9 Industrielle Glasprodukte anwendungsbezogen herstellen - - 7,5
10 Maschinen und Anlagen für die Glasherstellung instand halten - - 6
11 Gläser entspannen, prüfen, nachverarbeiten, verpacken und lagern - - 7,5
Wahlbereich3 2 2 2
 
  • 1
    Es obliegt den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung, in welchen Lernfeldern des berufsbezogenen Bereiches in den Klassenstufen 2und 3 unter Beachtung der personellen und sächlichen Ressourcen der Unterricht um jeweils drei Wochenstunden erhöht wird.
  • 2
    Ergänzend zu den Vorgaben des KMK-Rahmenlehrplanes wurde die Anzahl der Unterrichtsstunden erhöht.
  • 3
    Der Wahlbereich steht den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung zur Vertiefung der berufsbezogenen Inhalte sowie zur weiteren Spezialisierung und Förderung zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Fach Sport im Wahlbereich der Klassenstufe 1 anzubieten, ist ebenso gegeben.

Hinweise zur Umsetzung

In diesem Kontext wird auf die Handreichung „Umsetzung lernfeldstrukturierter Lehr­pläne“ (LaSuB 2022) verwiesen.

Diese Handreichung bezieht sich auf die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes in den Schul­arten Berufsschule, Berufsfachschule und Fachschule und enthält u. a. Ausführungen

  1. zum Lernfeldkonzept,
  2. zu Aufgaben der Schulleitung bei der Umsetzung des Lernfeldkonzeptes, wie
    • Information der Lehrkräfte über das Lernfeldkonzept und über die Ausbildungsdokumente,
    • Bildung von Lehrerteams,
    • Gestaltung der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen,
  3. zu Anforderungen an die Gestaltung des Unterrichts, insbesondere zur
    • kompetenzorientierten Planung des Unterrichts,
    • Auswahl der Unterrichtsmethoden und Sozialformen

sowie das Glossar.

Darüber hinaus wird die Verwendung der Handreichung „Operatoren in der beruflichen Bildung“ (LaSuB 2021) empfohlen. Das Material unterstützt die Standardisierung von Operatoren in Aufträgen und Aufgaben sowie die Transparenz in den Anforderungen bei der Umsetzung von beruflichen Handlungssituationen im Unterricht und bei der Leistungsbewertung.

Sächsische Lehrkräfte können in der dynamischen Lehrplandatenbank ergänzend zu den Lehrplänen und Arbeitsmaterialien auf eine vielfältige Auswahl von Dokumenten und Web-Links sowohl für die Unterrichtsgestaltung als auch für das Selbstlernen der Schülerinnen und Schüler zurückgreifen. 

Ansicht der Dynamischen Lehrplandatenbank

Die Verfügbarkeit dieser Materialien in den Lehrplänen, Arbeitsmaterialien und Stundentafeln ist durch ein Symbol gekennzeichnet, welches sich rechts neben den Lehrplanzielen und -inhalten oder Lernfeldern befindet. Das Materialangebot ist ausschließlich nach der Anmeldung im Schulportal für sächsische Lehrkräfte abrufbar. Es wird sukzessive erweitert.

Ein wichtiges Unterstützungsmaterial stellen die verknüpften curricularen Analysen und exemplarischen Lernsituationen dar. Die Mitglieder der sächsischen Lehrplankommissionen leiten aus dem Rahmenlehrplan detaillierte curriculare Analysen ab, die die im Rahmenlehrplan festgelegten Kompetenzen konkretisieren. Die zu entwickelnden Teilkompetenzen sowie die zu unterrichtenden Inhalte der Lernfelder sind präzisiert und mit Zeitrichtwerten versehen.

Auf der Grundlage der curricularen Analysen werden didaktisch aufbereitete exemplarische Lernsituationen entwickelt. Ausgangspunkte dieser Lernsituationen sind geeignete Aufträge und Handlungsergebnisse unter Beachtung der Abläufe von Arbeits- bzw. Geschäftsprozessen. 

Für die Lernfelder, die Kompetenzbeschreibungen zum berufsbezogenen Fremdsprachenerwerb enthalten, haben die Lehrplankommissionen Hinweise zur Umsetzung entwickelt, die ebenfalls in der Lehrplandatenbank zur Verfügung gestellt werden.

Hinweise zum berufsbezogenen Englisch

Berufsbezogenes Englisch bildet die Integration der Fremdsprache in die Lernfelder ab. 

Der Englischunterricht im berufsübergreifenden Bereich gemäß den Vorgaben der Stundentafel und der Unterricht im berufsbezogenen Englisch stellen eine Einheit dar. Es werden gezielt Kompetenzen entwickelt, die die berufliche Mobilität der Schülerinnen und Schüler in Europa und in einer globalisierten Lebens- und Arbeitswelt unterstützen.

Der Englischunterricht orientiert auf eine weitgehend selbstständige Sprachverwendung mindestens auf dem Niveau B1 des KMK-Fremdsprachenzertifikats[1], das sich an den Referenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GeR) orientiert. Dabei werden die vorhandenen fremdsprachlichen Kompetenzen in den Bereichen Rezeption, Produktion, Mediation und Interaktion um berufliche Handlungssituationen erweitert. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollten motiviert werden, sich den Anforderungen des Niveaus B2 zu stellen.

Grundlage für den berufsbezogenen Englischunterricht bilden die in den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplans formulierten fremdsprachlichen Aspekte. Der in den Lernfeldern integrativ erworbene Fachwortschatz wird in vielfältigen Kommunikationssituationen angewandt sowie orthografisch und phonetisch gesichert. Relevante grammatische Strukturen werden aktiviert. Der Unterricht strebt den Erwerb grundlegender interkultureller Handlungsfähigkeit mit dem Ziel an, mehr Sicherheit im Umgang mit fremdsprachigen Kommunikationspartnern zu entwickeln. Damit werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, im beruflichen Kontext erfolgreich zu kommunizieren.

Der Unterricht im berufsbezogenen Englisch ist weitgehend in der Fremdsprache zu führen und handlungsorientiert auszurichten. Dies kann u. a. durch Projektarbeit, Gruppenarbeit und Rollenspiele geschehen. Dazu sind die Simulation wirklichkeitsnaher Situationen im Unterricht, die Nutzung von Medien und moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Einüben und Anwenden von Lern- und Arbeitstechniken eine wesentliche Voraussetzung. 

Vertiefend kann berufsbezogenes Englisch im Wahlbereich angeboten werden. Empfehlungen dazu werden in den berufsgruppenbezogenen Modulen des Lehrplans Englisch für die Berufsschule/Berufsfachschule gegeben.

Die Teilnahme an den Prüfungen zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen Niveau B1 oder Niveau B2 in der beruflichen Bildung in einem berufsrelevanten Bereich kann von den Schülerinnen und Schülern in Abstimmung mit der Lehrkraft für Fremdsprachen individuell entschieden werden.

Die Niveaubeschreibung des KMK-Fremdsprachenzertifikats weist folgende Anforderungen in den einzelnen Kompetenzbereichen aus:

Rezeption:  Gesprochenen und geschriebenen fremdsprachigen Texten Informationen entnehmen

Hör- und Hörsehverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen Texten in berufstypischen Situationen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen, wenn deutlich und in Standard­sprache gesprochen wird. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexere berufstypische Texte global, selektiv und detailliert verstehen, wenn in natürlichem Tempo und in Standardsprache gesprochen wird, auch wenn diese leichte Akzentfärbungen aufweist. 

Leseverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen berufstypischen Texten zu teilweise weniger vertrauten Themen aus bekannten Themenbereichen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexe berufstypische Texte, auch zu wenig vertrauten und abstrakten Themen aus bekannten Themenbereichen, global, selektiv und detailliert verstehen. 

Produktion:  Fremdsprachige Texte erstellen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufstypische Texte zu vertrauten Themen verfassen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufstypische Texte aus bekannten Themenbereichen verfassen. 

Mediation:  Textinhalte in die jeweilige Sprache übertragen und in zweisprachigen Situationen vermitteln

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können fremdsprachlich dargestellte berufliche Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch wiedergeben. Sie können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel in deutscher Sprache dargestellte Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache übertragen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können den Inhalt komplexer fremdsprachlicher berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch sowohl wiedergeben als auch zusammenfassen. Sie können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel den Inhalt komplexer berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen in deutscher Sprache sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache sowohl übertragen als auch zusammenfassen. 

Interaktion:  Gespräche in der Fremdsprache führen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um vertraute Themen geht, in der Fremdsprache weitgehend sicher bewältigen, sofern die am Gespräch Beteiligten kooperieren, dabei auch eigene Meinungen sowie Pläne erklären und begründen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um komplexe Themen aus bekannten Themenbereichen geht, in der Fremdsprache sicher bewältigen, dabei das Gespräch aufrechterhalten, Sachverhalte ausführlich erläutern und Standpunkte verteidigen. 

  [1]   Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung unter https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/1998/1998_11_20-Fremdsprachen-berufliche-Bildung.pdf 

Unterstützungsmaterialien

Übersicht Lernfelder

Lernfeld 1 Prozess- und Arbeitsabläufe für die Glaserzeugung planen
Lernfeld 2 Roh-, Werk- und Hilfsstoffe annehmen, transportieren und lagern sowie Gemenge herstellen
Lernfeld 3 Glaserzeugung überwachen
Lernfeld 4 Bauteile aus Metall für die Glaserzeugung herstellen
Lernfeld 5 Schmelzaggregate und -anlagen überwachen, reinigen und warten
Lernfeld 6 Pneumatische steuer- und regelungs-technische Elemente einbauen, erweitern und prüfen
Lernfeld 7 Produktionsanlagen für die Herstellung von industriellen Glasprodukten vorbereiten
Lernfeld 8 Produktionsanlagen für die Herstellung von industriellen Glasprodukten in Betrieb nehmen
Lernfeld 9 Industrielle Glasprodukte anwendungsbezogen herstellen
Lernfeld 10 Maschinen und Anlagen für die Glasherstellung instand halten
Lernfeld 11 Gläser entspannen, prüfen, nachverarbeiten, verpacken und lagern

Lernfeld 1

Lernfeld 1: Prozess- und Arbeitsabläufe für die Glaserzeugung planen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Prozess- und Arbeitsabläufe für die Glaserzeugung zu planen und darzustellen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren anhand eines Arbeits­auftrags die betriebliche Struktur. 

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag zur betrieblichen Struktur.

4 Ustd.

Arbeitsauftrag zur konkreten Erkundung des Betriebes 

Sie beschaffen sich Informationen bei einem Betriebsrundgang sowie aus analogen und digitalen Medien:

Flyer

Organigramme

Sie beschreiben die betriebliche Struktur und berücksichtigen dabei

betriebliche Funktionsbereiche

Verwaltung

Lager

Wareneingang

Produktion

Qualitätskontrolle

Versand

Sozialräume

Arbeits- und Materialfluss

Workflow

Zusammenhang der betrieblichen Funktionsbereiche 

Orientierung und Sicherheit

typische Tätigkeiten

Für die Arbeitsprozesse der Glas­erzeugung erfassen sie die Sicher­heitsaspekte und die Maßnahmen für den Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz.

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln spezifische Sicherheits­aspekte innerhalb der Arbeitsprozesse der Glaserzeugung:

1 Ustd.
1.2

Lernfeld (LF) 2 und LF 4: Arbeitsschutz 

Hitzeschutz

Schutz vor Schnittverletzungen

Ordnung und Sauberkeit

Verhalten in Notfällen

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über relevante Vorschriften, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsaspekte (Betriebs­anweisungen, Sicherheitszeichen und Gefahrstoffsymbole, Sicher­heitsdatenblätter, Arbeits- und Umweltschutz, persönliche Schutz­ausrüstung) sowie allgemeine und betriebliche Qualitätsstandards auch mit Hilfe digitaler Medien.

Sie erfragen allgemeine und spezifische Maßnahmen des Gesund­heits-, Arbeits- und Umweltschutzes:

3 Ustd.
1.2

betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

betriebliche Vorsorge, Betriebsarzt

betriebliche Gesundheitsförderung

betriebliches Eingliederungsmanagement

Einhaltung der Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheits­schutzes, Fachkraft für Arbeitssicherheit

Auslage relevanter rechtlicher Regelungen und betrieblicher Verfahrensanweisungen

regelmäßige Schulungen

Bereitstellung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) 

Einhaltung der Umweltmanagementnorm 

ISO 14001

Aufsichts- und Kontrollpflicht des Betriebsrates über die Durch­führung der Vorschriften des Arbeitsschutzes und die Unfall­verhütung

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit relevanten rechtlichen Regelungen, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsaspekten auseinander:

5 Ustd.
1.1

i. V. m. Wirtschaftskunde

Gesetze:

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) 

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Verordnungen:

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)

Unfallverhütungsvorschriften (UVV), Regelwerke der DGUV

Sicherheitsdatenblätter

Betriebsanweisungen

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnungen

Sicherheitszeichen

Gefahrstoffsymbole

Gefahrenpiktogramme

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den allgemeinen und betrieblichen Qualitätsstandards vertraut:

Qualitätsmanagementhandbuch

einschlägige Normen

DIN EN, ISO

Sie nutzen analoge Medien

Schulungsunterlagen

Fachliteratur

Verfahrensanweisungen

Bedienungsanleitungen

Gespräche

sowie digitale Quellen

Internet

Wissensdatenbanken

Social Media

Filme

Grafiken

Videoportale

Sie bewerten die Informationen und deren Quellen und überprüfen die Validität der Informationen. Für die Präsentation der Ergebnisse ver­gleichen sie Präsentationstechni­ken. 

Die Schülerinnen und Schüler ordnen Informationsquellen nach Art und Herkunft ein. Dabei prüfen sie die Informationen auf Validität und entscheiden hinsichtlich Eignung für die Präsentation.

3 Ustd.
1.2

Sie wählen die für die Präsentation relevanten Sachverhalte aus und bereiten diese in geeigneter Art und Weise auf.

Sie beschaffen Informationen zu rechtlichen Regelungen:

Datenschutz

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Urheberrecht

Urheberrechtsgesetz (UrhG)

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Präsentationsformen und -techniken und stellen deren Vor- und Nachteile zusammen.

Vortrag

Plakat

softwareunterstützte Präsentation

Sie entscheiden sich für die Zielgruppe geeignete Präsen­tationsform sowie den Medieneinsatz.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen einen strukturierten Betriebsplan (Organigramme, Skiz­zen, Zeichnungen) und setzen hier­zu auch digitale Werkzeuge ein. Sie berücksichtigen dabei Arbeits­sicherheit, Vorschriften, Nachhaltig­keit sowie Qualitätsanforderungen. 

Die Schülerinnen und Schüler visualisieren einen strukturierten Betriebsplan: 

6 Ustd.
1.1

LF 3

Organigramme

Skizzen und Zeichnungen des Betriebes mit Darstellung der Abteilungen

Flussdiagramme

Dabei nutzen sie vorhandene Software-Anwendungen.

Die Schülerinnen und Schüler stellen in den grafischen Übersichten auch die jeweiligen Aspekte der Arbeitssicherheit, der Nachhaltigkeit sowie speziell geltender Vorschriften und Qualitätsstandards in den verschiedenen Abteilungen dar.

Sie erstellen eine aussagekräftige Präsentation und beachten Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge.

Sie betrachten sowohl den gesamten Glaserzeugungsprozess als auch Teilbereiche der einzelnen Prozessschritte. Sie ordnen Werk­zeuge, Prüf- und Hilfsmittel dem Betriebsplan zu.

Die Schülerinnen und Schüler veranschaulichen:

10 Ustd.
1.2

den gesamten Glaserzeugungsprozess

Teilbereiche der einzelnen Prozessschritte

Anlieferung, Gemengehaus, Lagerung

Glaserzeugung, Glasherstellung

Entspannung, Qualitätssicherung

Instandhaltung, Rüstung

Verpackung, Lagerung, Versand

Sie integrieren Werkzeuge, Prüf- und Hilfsmittel in die Darstellungen des Betriebsplans.

Die Schülerinnen und Schüler achten bei der Erstellung der Präsentation auf die Einhaltung der Vorschriften zum Datenschutz und Urheberrecht.

Die Schüler und Schülerinnen präsentieren den erarbeiteten Betriebsplan unter Einsatz von Präsentationstechniken, auch mit Hilfe digitaler Medien, und berück­sichtigen dabei die Rahmen­bedingungen und Präsentations­regeln sowie die Vorschriften zum Datenschutz und zum Urheber­recht. 

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für geeignete Präsen­tationstechniken und setzen diese zielgerichtet und adressatengerecht ein.

4 Ustd.

Sie stellen den Betriebsplan vor.

Dabei beachten sie die Einhaltung der betrieblichen Vereinbarungen zur Vertraulichkeit und Geheimhaltung.

Auf sachliche Fragen antworten sie kompetent.

Im Team vergleichen und disku­tieren sie die erstellten Betriebs­pläne und arbeiten Unterschiede heraus.

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen und diskutieren ihre Ergeb­nisse.

2 Ustd.

Sie heben Unterschiede in den erstellten Betriebsplänen hervor und beraten im Team darüber.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und reflektieren im kooperativen Austausch ihre Ergeb­nisse. Sie korrigieren Fehler sowohl im Betriebsplan als auch in der Präsentation. Sie entwickeln ein Verständnis für adressatengerechte Präsentationen und eine wert­schätzende Kommunikation.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Ergebnisse und positionieren sich im Team dazu.

2 Ustd.

Sie überarbeiten fehlerhafte Inhalte in den Darstellungen und in der Präsentation.

Sie diskutieren Gesichtspunkte für eine adressatengerechte Kommu­nikation und passen ihre Präsentation an.

Die Schülerinnen und Schüler holen sich konstruktives Feedback ein und argumentieren wertschätzend.

Lernfeld 2

Lernfeld 2: Roh-, Werk- und Hilfsstoffe annehmen, transportieren und lagern sowie Gemenge herstellen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Roh-, Werk- und Hilfsstoffe anzunehmen, zu transportieren und zu lagern sowie Rohstoffgemenge nach Auftrag herzustellen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag zur Herstellung eines homogenen Gemenges unter Verwendung tech­nischer Dokumente, auch in einer fremden Sprache. 

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag. 

6 Ustd.

Sie erfragen Eigenschaften eines homogenen Gemenges.

Sie beschaffen technische Dokumente in deutscher und englischer Sprache: 

berufsbezogenes Englisch

Sicherheitsdatenblätter

Rezepturen

Dabei verschaffen sie sich einen Überblick über die technische Aus­stattung eines Gemengehauses sowie über die Prozessabläufe. 

Die Schülerinnen und Schüler erkunden die technische Ausstattung des Gemengehauses:

14 Ustd.

Lager- und Siloanlagen für Rohstoffe

Transportmittel

Dosiereinrichtungen

Mischanlagen

Steuerungs- und Kontrollsysteme

Sie ordnen Prozessabläufe in einem Gemengehaus ein:

Rohstoffannahme

Rohstofflagerung

Dosieren

Mischen

Gemengebevorratung

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Flurförderzeugen aus­einander:

Gabelstapler

Schlepper

Transpalette, Handhubwagen

Vier-Wege-Stapler

autonom fahrende Flurförderzeuge

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich im Team über die Schritte zur Herstellung von Gemengesätzen für verschiedene Glasarten (Kalk-Natron-Silikatglas, Borosilikatglas, Quarzglas) auch mit Hilfe digitaler Medien. 

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Glasarten:

8 Ustd.
2.2

Kalk-Natron-Silikatglas

Borosilikatglas

Quarzglas

Sie informieren sich arbeitsteilig im Team über die Zusammensetzung der Glasarten sowie über die Schritte zur Herstellung von Gemenge­sätzen.

Sie charakterisieren die Eigenschaften der Glasarten:

i. V. m. Lernfeld (LF) 3

mechanische Eigenschaften

chemische Eigenschaften

thermische Eigenschaften

optische Eigenschaften

elektrische Eigenschaften

Die Schülerinnen und Schüler ordnen den Glasarten Anwendungs­gebiete zu.

Sie recherchieren zur Herstellung von Rezepturen für die verschie­denen Glasarten mithilfe analoger und digitaler Medien.

Sie verschaffen sich einen Über­blick über die benötigten Rohstoffe einschließlich Scherben …

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln Rohstoffe zur Herstellung von Kalk-Natron-Silikatglas, Borosilikatglas und Quarzglas:

10 Ustd.
2.2

Quarzsand

Borsäure

Soda

Pottasche

Kalk

Dolomit

Feldspat

Natriumsulfat

Arsenik

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen Anforderungen an Rohstoffe und begründen diese:

Korngröße

Feuchte

chemische Zusammensetzung

Verunreinigungen

Dabei sichten sie technische Unterlagen:

Sicherheitsdatenblätter

Produktspezifikationen

interne Qualitätsstandards

Sie machen sich mit den Vorkommen und der Aufbereitung der Rohstoffe vertraut.

Sie setzen sich mit den Eigenschaftsänderungen der verschiedenen Rohstoffe bei der Zusammensetzung des Gemenges auseinander.

i. V. m. LF 3

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren zum Einsatz von Scherben bei der Gemengeherstellung:

6 Ustd.
2.3

Umweltschutz

Rohstoffeinsparung

Recycling

Minimierung von Abgas, Logistik

Schmelzbeschleuniger

Energieeinsparung

Sie unterscheiden interne und externe Scherben und informieren sich über deren

Aufbereitung

Transport

Sie schätzen den prozentualen Einsatz von Scherben bei der Glas­herstellung von Hohl- und Flachglas ein. Dabei differenzieren sie zwischen den Anteilen von Eigen- und Fremdscherben.

… und informieren sich über den Aufbau von Gemengeanlagen für verschiedene Produktionsmengen.

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen den Aufbau von Gemenge­anlagen für verschiedene Produktionsmengen:

5 Ustd.
2.2

Lagersysteme

Masseflusssilos

Kernflusssilos

Transportmittel

pneumatische Systeme

mechanische Systeme

Mischanlagen 

Zwangsmischer

Freifallmischer

Tonnagen

Glaserzeugnisse

Flachglas

Behälterglas

Sie setzen sich mit Unfallverhütungsmaßnahmen (persönliche Schutzausrüstung und Gefahrstoff­symbole) … 

Die Schülerinnen und Schüler tragen Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) in der Glasherstellung zusammen:

2 Ustd.
2.3

LF 1: PSA, Gefahrstoff­symbole

Atemschutz

Schutzbrille

Schutzhandschuhe

Sicherheitsschuhe

Schutzhelm, Anstoßkappe

Gehörschutz

Arbeitskleidung

Sie begründen die Notwendigkeit des Einsatzes der PSA.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Gefahrstoffsymbolen auseinander. Dabei nutzen sie: 

Kennzeichnungen 

Piktogramme

Sicherheitsdatenblätter

Arbeitsanweisungen

Betriebsanweisungen

Prüfanweisungen

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die Gefährdungen durch spezielle Gefahrstoffe:

Läutermittel

Farbstoffe (Metalloxide)

… sowie mit umweltschützenden Maßnahmen auseinander.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren und diskutieren Maßnah­men zum Umweltschutz im Gemengehaus:

6 Ustd.
2.3

Vermeidung von Staubemissionen

geschlossene Anlagen 

Absaugungen 

sachgerechte Lagerung von Rohstoffen

Feuchtigkeit

Schmutz

sparsamer und effizienter Einsatz von Materialien 

Vermeidung von Verlusten und Verunreinigungen 

fachgerechte Entsorgung von Reststoffen

Reinigung und Rückführung von Stäuben (Recycling)

Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsabläufe innerhalb des Gemengehauses unter Berück­sichtigung der Qualitätsanforde­rungen der Rohstoffe sowie der ört­lichen Gegebenheiten. 

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln zur Planung der Arbeitsabläufe die Reihenfolge der Produktionsschritte. 

8 Ustd.
2.1

LF 1: örtliche Gegeben­heiten des Betriebes

Sie beachten dabei den Arbeitsauftrag zur Herstellung eines homo­genen Gemenges und die örtlichen Gegebenheiten.

Sie stellen ihre Planung grafisch dar:

Flussdiagramme

Arbeitspläne

Sie eruieren unterschiedliche Qualitätsanforderungen der Rohstoffe.

Sie integrieren die Anforderungen an Lagerung und Transport der Rohstoffe in Bezug auf deren geforderte Qualität.  

Sie wählen Transportmittel (pneu­matische Systeme, mechanische Systeme) sowie Lagersysteme (Massefluss-, Kernflusssilos) aus. Sie entscheiden sich für Dosier- und Mischanlagen (Zwangsmischer, Freifallmischer) und wählen Betriebs- und Hilfsstoffe aus.

Die Schülerinnen und Schüler stellen Transportsysteme gegenüber:

12 Ustd.
2.1

pneumatische Systeme

mechanische Systeme

sowie Lagersysteme 

Masseflusssilos

Kernflusssilos

Sie unterscheiden

Zwangsmischer

Freifallmischer

und entscheiden sich für geeignete Dosier- und Mischanlagen. Sie begründen ihre Auswahl.

Sie wählen Betriebs- und Hilfsstoffe aus:

Betriebsstoffe

Druckluft

Strom

Wasser

Hilfsstoffe

Schmiermittel

Kühlmittel

Kleber

Trennmittel

Verpackungsmaterial

Reinigungsmittel

Mittel zur Heiß- und Kaltendvergütung

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren den Rohstoff­eingang und überprüfen die Rohstoffe hinsichtlich verschiedener Kriterien (Masse, Farbe, Feuchtig­keit, Reinheit, Korngröße) sowie die Gemengefeuchte. 

Die Schülerinnen und Schüler nehmen Rohstoffe an und dokumen­tieren den Rohstoffeingang. 

3 Ustd.
2.2

Sie sichten Lieferscheine und Produktspezifikationen.

Sie führen stichprobenartige Kontrollen der Rohstoffe durch:

Masse

Farbe

Feuchtigkeit

Reinheit

Korngröße

Sie bestimmen die Gemengefeuchte und gleichen diese mit den internen Qualitätsstandards ab.

Sie halten ihre Ergebnisse in Protokollen fest.

Formblätter, Prüfproto­kolle

Die Schülerinnen und Schüler reagieren bei Unstimmigkeiten gemäß den betrieblichen Vorgaben und melden diese an die entsprechenden Stellen.

Sie kontrollieren und reinigen die Rohstoffsilos, Waagen, Dosier­einheiten, Mischer und Transport­mittel. 

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren:

6 Ustd.
2.1

Rohstoffsilos

Waagen

Misch- und Dosiereinheiten

Transportmittel

Sie prüfen diese auf

Sauberkeit

Produktreste 

Verstopfungen

Korrosion

äußere Schäden

Undichtigkeiten, Verschleiß

Bei Bedarf reinigen sie die Anlagen. Dabei beachten sie den Arbeits- und Gesundheitsschutz. 

Die Schülerinnen und Schüler testen die korrekte Funktion der Sicherheitseinrichtungen.

Sie dokumentieren ihre Tätigkeiten und die Ergebnisse in betriebs­internen Protokollen.

Sie kommunizieren mit den entsprechenden Stellen: 

Schichtleiter 

Instandhaltungsabteilung

Sie führen Berechnungen (Rohstoffmengen, -verhältnisse, Rohstofffeuchte) durch. Sie doku­mentieren ihre Ergebnisse in einem Prüfprotokoll und stellen die Qualität des Gemenges nachhaltig sicher.

Die Schülerinnen und Schüler berechnen entsprechend dem Arbeits­auftrag:

10 Ustd.
2.2

Rohstoffmengen

Rohstoffverhältnisse

Rohstofffeuchte

Scherbenanteil

Sie ermitteln deren prozentuale Anteile und veranschaulichen ihre Ergebnisse unter Verwendung digitaler Medien in Wertetabellen und in Diagrammen.

Sie schätzen die Plausibilität der Ergebnisse kritisch ein.

Sie dokumentieren ihre Ergebnisse und stellen die gleichbleibende Qualität durch systematisches Prüfen, Überwachen und Nachsteuern sicher.

Bei Bedarf leiten sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung ab.

Die Schülerinnen und Schüler stellen das Rohstoffgemenge gemäß dem Gemengesatz und unter Beachtung der vorgegebenen Qualitätsstandards her

Die Schülerinnen und Schüler stellen das Rohstoffgemenge auf der Grundlage ihrer Berechnungen her.

2 Ustd.
2.2

Sie beachten die internen Qualitätsstandards:

Arbeitsanweisungen

Prüfanweisungen

aktuelle Normen

betriebsinternes Qualitätsmanagement

Sie verwenden auch pneumatische Steuerungen (logisch UND und ODER, doppeltwirkender Zylinder) zur Gewährleistung des Material­flusses. 

Die Schülerinnen und Schüler sichern den Materialfluss und über­prüfen dessen Steuerungen.

10 Ustd.
2.1

Die Schülerinnen und Schüler lesen Schaltpläne und beschreiben die Funktion pneumatischer Steuerketten und von deren Bauteilen:

Ventile 

Wegeventil

Druckventile

Sperrventile

Zylinder 

einfachwirkend

doppeltwirkend

Sie unterscheiden die Ansteuerung von Wegeventilen nach deren Betätigung

mechanisch

pneumatisch

elektrisch

Sie berechnen Kolbenkräfte entsprechend dem benötigten Material­fluss.

Sie nutzen die grafischen Symbole der Bauelemente und stellen pneu­matische Steuerungen normgerecht dar.

Die Schülerinnen und Schüler benennen die Wirkungsweise logischer Grundverknüpfungen in pneumatischen Steuerungen:

LF 6

Identität

NICHT

UND

ODER

Die Schülerinnen und Schüler entwerfen pneumatische Steuerungen zur Steuerung des Materialflusses.

Sie erstellen Schaltpläne und Funktionsdiagramme mittels software­gestützten Simulationen für:

Ablaufsteuerungen

Verknüpfungssteuerungen

Dabei berücksichtigen sie die geltenden Normen.

DIN/EN/ISO

Sie bauen die Schaltungen modellhaft auf und testen deren Funktion. 

Sie beachten die Unfallverhütungsvorschriften sowie die Vorschriften zum Gesundheitsschutz (Atem­schutz und Schutzbrille) und gehen vorschriftsmäßig mit Gefahrstoffen (Läuterungsmittel und Farbstoffe) um. 

Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen bei der Herstellung des Gemenges die Vorschriften zum Gesundheitsschutz und zur Unfall­verhütung.

3 Ustd.
2.1

Sie legen anhand von Unfallverhütungsvorschriften (UVV) und Arbeits­anweisungen die persönliche Schutzausrüstung fest und nutzen diese.

Die Schülerinnen und Schüler werten Kennzeichnungen und Pikto­gramme an der Verpackung, Arbeitsanweisungen und Sicherheits­datenblätter aus und leiten Gefahren beim Umgang mit den eingesetz­ten Läutermitteln und Farbstoffen ab.

Sie lagern, dosieren, mischen und entsorgen die Gefahrstoffe fach­gerecht.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Arbeitsergeb­nisse, auch mit Hilfe digitaler Medien und reflektieren den Gemengeherstellungsprozess. Sie vergleichen und bewerten ihre Ergebnisse und diskutieren mög­liche Verbesserungen. Dabei argu­mentieren sie sachlich und präzise und wenden Berufssprache adres­satengerecht an. 

Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Ergebnisse zur Herstellung eines Gemenges vor. Sie begründen ihre Entscheidungen und bewerten diese:

9 Ustd.

Ergebnispräsentation

analog, digital

Fehleranalyse

Sie diskutieren mögliche Verbesserungen und leiten Optimierungs­ansätze für zukünftige Prozesse ab.

Die Schülerinnen und Schüler argumentieren sachlich und präzise.

Sie verwenden eine adressatengerechte Berufssprache.

Lernfeld 2 Roh-, Werk- und Hilfsstoffe annehmen, transportieren und lagern sowie Gemenge herstellen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 120 Ustd.
Lernsituationen
2.1
Materialfluss zu Beginn der Glaserzeugung planen
52 Ustd.
2.2
Getränkeflaschen aus Kalk-Natron-Silikatglas-Gemenge herstellen
48 Ustd.
2.3
Nachhaltigkeit in der Glasherstellung durch Verwendung von Scherben verbessern
20 Ustd.
Lernsituation
2.2
Getränkeflaschen aus Kalk-Natron-Silikatglas-Gemenge herstellen
48 Ustd.
Auftrag

Die Traditionsbrauerei in Ihrer Stadt möchte künftig auch die Getränkeflaschen regional herstellen lassen. Der Auftrag an Ihr glaserzeugendes Unternehmen umfasst die Produktion von zunächst 3.000 000 NRW-Flaschen für 0,5 l.

Ihr Team soll die Ausführbarkeit für diesen Auftrag prüfen. Ermitteln Sie die benötigten  Roh-, Werk- und Hilfsstoffe sowie deren Mengen für die Erfüllung des Auftrags und stellen Sie Regeln für den Umgang mit den Ausgangsstoffen zusammen. 

Präsentieren Sie Ihrem Vorgesetzen Ihre Planungen und gehen Sie mit begründeten Argumenten auf seine Fragen ein.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

31

Bezeichnung „NRW-Flasche“ erfragen

Anforderungen an Bierflaschen zusammentragen

Glasarten unterscheiden

Kalk-Natron-Silikatglas

Borosilikatglas

Quarzglas

Eigenschaften der Glasarten charakterisieren

mechanische Eigenschaften

chemische Eigenschaften

thermische Eigenschaften

optische Eigenschaften

elektrische Eigenschaften

Den Glasarten Anwendungsgebiete zuordnen

Zusammensetzung der Glasarten ermitteln

Informationen zu Rohstoffen für die  Herstellung von Kalk-Natron-Silikatglas, Borosilikatglas und Quarzglas zusammentragen

Quarzsand

Borsäure

Soda

Pottasche

Kalk

Dolomit

Feldspat

Natriumsulfat

Arsenik

Anforderungen an die Rohstoffe bestimmen und begründen 

Korngröße

Feuchte

chemische Zusammensetzung

Verunreinigungen

Sich mit Vorkommen und Aufbereitung der Rohstoffe vertraut machen

Zur Herstellung von Rezepturen für verschiedene Glasarten recherchieren und technische Dokumente zu geeigneten Rezepturen für Bierflaschen  beschaffen

analoge und  digitale Dokumente
berufsbezogene  Informationsverarbeitung

Technische Vorgaben aus den Unterlagen ableiten

Sicherheitsdatenblätter

Umgang mit den Ausgangsstoffen

Produktspezifikationen

interne Qualitätsstandards

Regeln für den Umgang mit den Ausgangsstoffen formulieren

Schritte zur Herstellung von Gemengesätzen erfragen

Eigenschaften eines homogenen Gemenges zusammenstellen

Sich mit den Eigenschaftsänderungen der verschiedenen Rohstoffe bei der Zusammensetzung des Gemenges auseinandersetzen

Prozessabläufe im Gemengehaus darstellen

Rohstoffannahme

Rohstofflagerung

Dosieren

Mischen

Gemengebevorratung

Aufbau von Gemenge­anlagen für  verschiedene Produktionsmengen vergleichen

Lagersysteme – Masseflusssilos, Kernflusssilos

Transportmittel – pneumatische Systeme, mechanische Systeme

Mischanlagen – Zwangsmischer, Freifallmischer

Tonnagen

Glaserzeugnisse – Flachglas, Behälterglas

2.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Rezeptur für den Auftrag auswählen

15

Realisierbarkeit des Auftrages einschätzen

Benötigte Roh-, Werk- und Hilfsstoffe entsprechend Auftrag zusammenstellen und berechnen

Prozentrechnung

Rohstoffmengen

Rohstoffverhältnisse

Rohstofffeuchte

Scherbenanteil

Ergebnisse dokumentieren und deren Plausibilität kritisch einschätzen 

Prozentuale Anteile der Ausgangsstoffe in Wertetabellen und in Diagrammen unter Verwendung digitaler Medien veranschaulichen

berufsbezogene Informationsverarbeitung

Rohstoffe annehmen und Rohstoff­eingang dokumentieren 

Formblätter, Prüfprotokolle

Lieferscheine und Produktspezifikationen sichten und mit den Vorgaben aus der gewählten Rezeptur abgleichen

Stichproben der Rohstoffe kontrollieren

Masse

Farbe

Feuchtigkeit

Reinheit

Korngröße

Regeln für den Umgang mit den Ausgangsstoffen einhalten

Rohstoffgemenge entsprechend den Berechnungen herstellen

Gemengefeuchte bestimmen

Interne Qualitätsstandards beachten

Arbeitsanweisungen

Prüfanweisungen

Formblätter, Prüfprotokolle

aktuelle Normen

betriebsinternes Qualitätsmanagement

Gleichbleibende Qualität durch systematisches Prüfen, Überwachen und Nachsteuern sicherstellen und bei Bedarf Maßnahmen zur Qualitätssicherung ableiten

Unstimmigkeiten zu den betrieblichen Vorgaben erkennen und an verantwortlichen Mitarbeiter melden

2.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Ergebnisse zur Herstellung eines Gemenges vorstellen und Entscheidungen begründen 

2

Fehler aufzeigen, mögliche Verbesserungen diskutieren und Optimierungsansätze für zukünftige Prozesse ableiten 

Umgang mit den Ausgangsstoffen

Sachlich und präzise in adressatengerechter Berufssprache argumentieren

Berufsbezogenes Englisch mit Bezug zu
Lernfeld 2 Roh-, Werk- und Hilfsstoffe annehmen, transportieren und lagern sowie Gemenge herstellen
Lernfeld 3 Glaserzeugung überwachen

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen aus englischsprachigen Quellen Informationen zu Roh-, Werk- und Hilfsstoffen zur Glaserzeugung. Sie leiten relevante englische Begriffe und Abkürzungen ab und stellen diese in einer Übersicht zusammen. Sie benennen wesentliche Angaben für die Herstellung homogener Gemenge und nutzen übliche Abkürzungen in der Fremdsprache fachlich korrekt.

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen Merkmale (Dichte, Viskositätsverhalten) und Einfluss der eingesetzten Rohstoffe auf den Schmelzprozess. Sie geben ihre Ergebnisse in kurzen fachlichen Vorträgen korrekt wieder. 

Didaktisch-methodische Hinweise:

Im Fokus steht der Aufbau eines Wortschatzes mit fachspezifischem Vokabular. Dieser kann durch die Arbeit mit englischsprachigen Dokumenten sowie durch kurze Beschreibungen üblicher Roh-, Werk- und Hilfsstoffe zur Glaserzeugung gefestigt werden. Neben dem Erwerb fachspezifischer Lexik bietet sich die Erarbeitung und Präsentation bilingualer Schautafeln an. Empfehlenswert ist das Erstellen eines Glossars, das fortwährend ergänzt wird. 

Lernfeld 3

Lernfeld 3: Glaserzeugung überwachen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Glasschmelzen zu erzeugen und den Schmelzprozess zu überwachen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Produktions­auftrag sowie dazugehörige tech­nische Dokumente hinsichtlich Rezeptur, Menge und Spezifikation des zu produzierenden Glases. Hierzu berücksichtigen sie die innerbetrieblichen analogen und digitalen Kommunikationswege.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Produktionsauftrag. 

7 Ustd.

Sie leiten daraus für das zu produzierende Glas ab: 

Menge

Spezifikation

i. V. m. Lernfeld (LF) 2

Sie beschaffen relevante technische Dokumente zu 

Rezepturen

Rohstoffen

über innerbetriebliche Kommunikationswege

analog

digital

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Struktur (kristalline und amorphe Stoffe, Glasnetzwerk) …

Die Schülerinnen und Schüler definieren den Begriff Glas.

7 Ustd.
3.2

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Netzwerktheorie auseinander. 

Struktur 

Glaskristallisation 

Glasbildung

Transformationsbereich

Viskosität

Sie unterscheiden kristalline und amorphe Stoffe.

… und die Zusammensetzung von Gläsern (Netzwerkbildner, Fluss­mittel und Stabilisatoren, Läuter­mittel, Färbe- und Entfärbemittel). 

Die Schülerinnen und Schüler konkretisieren die Funktionen der Rohstoffe: 

8 Ustd.
3.2

i. V. mit LF 2

Netzwerkbildner

Flussmittel

Stabilisatoren 

Läutermittel

Färbe- und Entfärbemittel

Reduktionsmittel

Sie benennen die chemischen Prozesse bei der Glaserzeugung.

4 Ustd.
3.3

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Periodensystem der Elemente (PSE) auseinander. 

Sie bilden zu den Glasoxiden chemische Reaktionsgleichungen:

Kalk-Natron-Silikatglas

Borosilikatglas

Sie bestimmen den Einfluss der Rohstoffe auf die Glaseigenschaften.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Begriffen

1 Ustd.
3.2

langes Glas

kurzes Glas

vertraut.

Sie verschaffen sich einen Über­blick über den Einfluss der einge­setzten Rohstoffe auf den Schmelz­prozess (Dichte, Viskositäts­verhalten), auch in einer Fremd­sprache.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Einfluss­möglichkeiten der Rohstoffe auf den Schmelzprozess. 

4 Ustd.
3.4

LF 2

Sie eruieren deren Einfluss auf den Schmelzprozess:

Dichte der Schmelze

Temperaturabhängigkeit der Viskosität der Schmelze

Sie analysieren die Viskositäts-Temperatur-Kurve: 

unterer Kühlpunkt

Transformationsbereich

oberer Kühlpunkt

Erweichungspunkt

Einsinkpunkt

Gießpunkt

Sie nutzen analoge und digitale Informationsquellen in deutscher und englischer Sprache.

berufsbezogenes Englisch

Sie informieren sich über die Zuführung des Rohstoffgemenges zum Schmelzaggregat (Einlege­vorbau, Einlegemaschine), …

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Möglichkeiten zur Zuführung des Gemenges: 

6 Ustd.
3.1

Doghouse, Einlegevorbau

Einlegemaschinen

Schurreneinleger

Pusher mit Vibrationsrinne oder -rohr

Schneckeneinleger

XY-Einleger

Sie tragen Informationen zu den Einlegeparametern zusammen:

Gemengeteppichdicke

Gemengeteppichoberfläche

Gemengeteppichfläche

Sie stellen Vergleichsparameter gegenüber:

geschlossenes System gegenüber offenem System

Einsatz von Häufchenbildung gegenüber kontinuierlicher Zufuhr

Betrieb der Heizung mit fossilen Brennsoffen gegenüber elektrisch betriebener Heizung

Notwendigkeit des Vorwärmens

Bedeutung und Vorteile von vorgewärmten Gemenge

… chemische Reaktionen im Schmelzprozess (Zersetzungs- und Glasbildungsreaktionen, Schmelz­verlust), Phasen im Schmelz­prozess, Schmelzparameter (Tem­peraturprofile, Strömungsprofile, Tonnage) …

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den stattfindenden Prozessen in der Schmelze auseinander: 

5 Ustd.
3.4

Zersetzungs- und Glasbildungsreaktionen

Schmelzverlust

Sie stellen die Phasen der Glasschmelze dar: 

Rauschmelze

Silikatbildung

Glasbildung

Blankschmelze

Läuterung

Abstehen

Sie beschreiben das Strömungsverhalten von Partikeln in der Wanne.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit Temperaturprofilen, Strömungsprofilen und Tonnage vertraut.

Sie veranschaulichen die Schmelzparameter in Diagrammen:

Temperaturprofile

Strömungsprofile

Tonnage

… und Qualitätskontrollen während des Schmelzprozesses. 

Sie informieren sich über die laufenden Qualitätskontrollen während des Schmelzprozesses:

2 Ustd.
3.4

Glasstandmessung

Temperaturkontrolle

Messwarte

Sie stellen Arten von Glasfehlern zusammen.

Einschlüsse, Blasen und Gispen, Schlieren, Missfärbungen

Sie eruieren deren Ursachen und die Einflussgrößen bei der Entste­hung.

Die Schülerinnen und Schüler planen den Schmelzprozess. Hierzu wählen sie unter Berück­sichtigung von Rezeptur, Tonnage und Spezifikation des Glases Rohstoffe aus und berechnen die Glaszusammensetzung (Glas­faktoren, Glasberechnung). 

Die Schülerinnen und Schüler bereiten den Schmelzprozess vor.

9 Ustd.
3.3

Sie bestimmen gemäß dem Auftrag die Rohstoffe für die herzu­stellende Glasart.

Rezeptur, Tonnage und Spezifikation des Glases

Sie legen Art und Modalitäten der Gemengezufuhr fest.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen eine Gefährdungsbeurteilung vor und formulieren notwendige Arbeits- und Gesundheitsschutz­maßnahmen.

LF 1

Die Schülerinnen und Schüler führen Berechnungen zur Glas­zusammensetzung für den Auftrag durch:

Glasfaktoren

Glasberechnung

Schmelzverlust

Sie ermitteln prozentuale Anteile der Rohstoffe und prüfen die Plausibilität der errechneten Werte. 

i. V. m. LF 2

Sie veranschaulichen ihre Ergebnisse in Wertetabellen und geeig­neten Diagrammen.

Dabei berücksichtigen sie Quali­täts-, Kosten- und Nachhaltigkeits­aspekte. 

Die Schülerinnen und Schüler beachten die Qualitätsanforderungen an die Rohstoffe. 

1 Ustd.
3.3

i. V. m. LF 2

Sie beziehen ökonomische und ökologische Aspekte bei der Auswahl der Rohstoffe ein:

Einsatz von Scherben

LF 2

Wärmerückgewinnung

LF 5

Unter Berücksichtigung der Energie­effizienz legen sie Schmelz­parameter …

Die Schülerinnen und Schüler legen Schmelzparameter für den entsprechenden Auftrag fest:

2 Ustd.
3.4

Schmelztemperatur

Läutertemperatur

Schmelzdauer

Energieart und Brennstoffart

Luftvorwärmung

i. V. mit LF 5 

Durchsatzmenge

Gemengezusammensetzung

Scherbenanteil

… sowie Mess- und Prüfverfahren (Überprüfung der Viskosität, Dichte, Einschlüsse, Blasen und Gispen, Schlieren, Missfärbungen) zur Prozessüberwachung fest. 

Die Schülerinnen und Schüler wählen geeignete Mess- und Prüf­verfahren zur Bestimmung von Viskosität und Dichte der Schmelze aus.

3 Ustd.
3.4

Sie bestimmen Möglichkeiten zum Erkennen und Vermeiden von Glasfehlern:

Einschlüsse

Blasen und Gispen

Schlieren

Missfärbungen

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Notfallpläne und Maßnahmen zur Fehlerbehebung.

Die Schülerinnen und Schüler beschaffen Protokolle zur Doku­mentation des Schmelzprozesses und bereiten diese vor.

analog, digital

Die Schülerinnen und Schüler erzeugen eine Glasschmelze unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheits­schutz. 

Die Schülerinnen und Schüler stellen eine Glasschmelze her.

4 Ustd.
3.2

Sie berücksichtigen Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz:

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

LF 1

hitzebeständige Kleidung

Handschuhe

Schutzbrille

ggf. weitere Schutzmittel

Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV)

Sie führen das Rohstoffgemenge dem Schmelzofen zu (Vorwärmen, Einlegen), stellen Betriebsdaten ein, steuern Temperaturprofile (Temperatur-Viskositäts-Kurve) …

Die Schülerinnen und Schüler führen das Gemenge dem Schmelzofen zu.

2 Ustd.
3.1

Sie setzen die geeignete Einlegemaschine ein und veranlassen das Vorwärmen des Gemenges. 

Sie stellen die festgelegten Betriebsdaten ein und berücksichtigen betriebsinterne Vorgaben. 

1 Ustd.
3.4

Schmelzparameter

Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Temperatur-Viskositätskurve und passen die Parameter bei Bedarf an.

… und überwachen den Tempe­raturverlauf und den Läuterprozess. Sie dokumentieren Prozessdaten analog und digital und reagieren auf Abweichungen. 

Die Schülerinnen und Schüler überwachen den Temperaturverlauf und den Läuterprozess. Dabei reagieren sie auf Abweichungen und passen diese an.

4 Ustd.
3.2

Sie dokumentieren Prozessdaten in betriebsinternen digitalen und analogen Protokollen.

Die Schülerinnen und Schüler führen optische Kontrollen von Schmelzproben durch und messen die Dichte und die Viskosität. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse auch digital unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. 

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren optische Proben aus der Schmelze. 

2 Ustd.
3.4

Sie bestimmen Dichte und Viskosität der Schmelzproben und bedienen die Mess- und Prüfgeräte sachgerecht und sorgfältig. Sie gleichen die gemessenen Werte mit der Viskositäts-Temperatur-Kurve ab und ziehen Schlussfolgerungen auf die Qualität des hergestellten Glases.

Ihre Ergebnisse dokumentieren sie in analoger und digitaler Form. Sie berücksichtigen die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren im Team den Schmelz­prozess hinsichtlich der geforderten Spezifikationen. Sie diskutieren Ver­besserungsmöglichkeiten bezüglich technischer Durchführung, Errei­chen der vorgegebenen Schmelz­parameter, Qualität, Energie­effizienz und Ressourcenschonung und schlagen Maßnahmen zur Fehlervermeidung vor.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Schmelzprozess, bewerten im Team die hergestellte Schmelze hinsichtlich der geforderten Spezifikationen und leiten Schlussfolgerungen ab.

8 Ustd.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Verbesserungs­möglichkeiten. Dabei thematisieren sie 

die technische Durchführung

das Erreichen der vorgegebenen Schmelzparameter

die Qualität

die Energieeffizienz und die Ressourcenschonung

Nachhaltigkeit

Sie entwickeln Maßnahmen zur Fehlervermeidung und Prozess­optimierung.

Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren fachlich korrekt, adres­satengerecht und wertschätzend.

Lernfeld 4

Lernfeld 4: Bauteile aus Metall für die Glaserzeugung herstellen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauteile aus metallischen Werkstoffen herzustellen und zu Baugruppen zu montieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren innerbetriebliche Auf­träge zur Fehlerbehebung und Neu­installation von Bauteilen sowie die örtlichen Anforderungen. Dafür ver­wenden sie technische Dokumenta­tionen (Zeichnungen, Arbeitspläne, Installationsanweisungen) und ferti­gen Skizzen an. 

Die Schülerinnen und Schüler analysieren innerbetriebliche Aufträge. 

12 Ustd.
4.1

Sie unterscheiden Aufträge zum Austausch von Bauteilen 

vorbeugende Instandhaltung

Verschleiß

Instandsetzung

und zur Neuanfertigung.

Sie ermitteln aus dem Auftrag spezielle örtliche Anforderungen.

Lernfeld (LF) 1

Sie lesen

Zeichnungen

Arbeitspläne 

Installationsanweisungen

Sie prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen. Bei Bedarf fordern sie die fehlenden Dokumentationen an.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen Skizzen von einfachen Bau­teilen. 

Linienarten

Bemaßungsgrundsätze

Maßeintragungen

Maßstäbe

Sie achten auf Lesbarkeit und Verständlichkeit.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die benötig­ten Materialeigenschaften der Bau­teile. 

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen dem Auftrag Anforderungen an das Material des Bauteils.

6 Ustd.
4.2

Sie beschaffen sich einen Überblick zu mechanischen, chemischen sowie technologischen Eigenschaften von Werkstoffen.

Dichte, Längenausdehnung, Zugfestigkeit, Härte, Wärmeleitfähigkeit, Wärmebeständigkeit, Korrosion, Umformbarkeit, Spanbarkeit, Schweißbarkeit 

Sie ermitteln anhand von techni­schen Unterlagen, Zeichnungen und Skizzen, auch in fremder Sprache, Fertigungsverfahren zur Herstellung und Instandsetzung der Bauteile. 

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Einteilung der Fertigungsverfahren nach DIN 8580.

12 Ustd.
4.1

Sie leiten aus Zeichnungen und Skizzen die benötigten Fertigungs­verfahren ab:

Umformen

Trennen

Fügen

Sie tragen Grundlagen der spanenden Bearbeitung zusammen:

Feilen

Sägen

Bohren

Gewindeschneiden

Sie beschaffen Informationen zu lösbaren Verbindungen für Kraft- und Formschluss mittels Schrauben. 

Sie informieren sich zum Kaltumformen unterschiedlicher Profile durch:

Kantbiegen

Rundbiegen

Sie nutzen technische Unterlagen in deutscher und englischer Sprache.

berufsbezogenes Englisch

Sie recherchieren mit Hilfe analoger und digitaler Medien den Einsatz von Hilfs- und Betriebsstoffen auch zur Wartung und Pflege der ver­wendeten Maschinen. Die Schüle­rinnen und Schüler verwenden auch fremdsprachige Unterlagen und berücksichtigen die Aspekte der Nachhaltigkeit. 

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit Hilfs- und Betriebs­stoffen vertraut:

6 Ustd.
4.1

LF 2: Pneumatik

Schmierstoffe

Kühl- und Schmierstoffe (KSS)

Reinigungsmittel

Druckluft

Strom

Sie ordnen den Fertigungsverfahren geeignete Hilfs- und Betriebs­stoffe zu.

Sie setzen sich mit Aspekten der Nachhaltigkeit beim Einsatz von Hilfs- und Betriebsstoffen auseinander:

LF 1: Sicherheits­datenblätter

sparsamer Umgang mit Ressourcen

Minimalmengenschmierung

Leerlauf-Vermeidung

Wiederverwendung von Materialien

Entsorgung

Sie sichten technische Unterlagen in deutscher und englischer Sprache in analogen und digitalen Medien.

berufsbezogenes Englisch
berufsbezogene Informationsverarbeitung

Sie erkunden gesetzliche Vorschrif­ten zur Gestaltung des Arbeits­platzes und -raumes sowie ergono­mische und ökologische Erforder­nisse. Sie recherchieren Maßnah­men zur Erhaltung und Förderung ihrer Gesundheit. Sie entwickeln Strategien zur Bewältigung von Belastungen am Arbeitsplatz (Stress, Burnout) und Konflikten (Mobbing).

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren gesetzliche Vorschriften zur Gestaltung von Arbeitsplätzen: 

6 Ustd.
4.2

LF 1

Arbeitsschutzgesetz

Arbeitsstättenverordnung

5S-Methode

Sie ermitteln Hilfsmittel zur Vermeidung von Belastungen und Unfällen:

Antiermüdungsmatten

Hebehilfen

rutschfeste Matten

Sie verinnerlichen deren Bedeutung für 

Effizienz der Arbeit

Erhalt der Gesundheit

Sie setzen sich mit Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung ihrer Gesundheit auseinander:

Ernährung

Bewegung

betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln Faktoren für Belastungen und Konflikte am Arbeitsplatz und deren Folgen:

Stress

Burnout

Mobbing

Die Schülerinnen und Schüler eruieren Strategien zu deren Bewälti­gung:

Zeitmanagement, Pausenmanagement

Prioritätensetzung

Unterstützungssysteme

Null-Toleranz-Politik gegen Mobbing

Konfliktmanagement

Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellungsschritte und erstellen einen Arbeitsplan unter Einbeziehung aller vor- und nach­gelagerten Betriebsteile. Sie ent­scheiden sich für Fertigungs­verfahren (Feilen, Sägen, Bohren, Biegen, Gewindeschneiden) unter Berücksichtigung der Eigenschaf­ten des verwendeten Materials und wählen Werkzeuge und Prüfmittel aus. Dabei berechnen sie relevante Betriebsparameter (Drehzahl, Bohr­lochabstände, Verschnitt).

Die Schülerinnen und Schüler legen für den Auftrag geeignete Fertigungstechnologien fest:

8 Ustd.

Umformverfahren

Trennverfahren

Fügeverfahren

Sie beachten die Materialeigenschaften und entscheiden sich auf dieser Grundlage für mögliche Verfahren des Trennens

Feilen

Sägen

Bohren

Gewindeschneiden

des Kaltumformens

Rundbiegen

Kantbiegen 

und des Fügens

Schrauben

Normteile

Schrauben

Muttern

Unterlegscheiben

Nieten

Nietzange, Blindnieten

Sie bestimmen geeignete Werkzeuge zu den Verfahren.

Sie legen geeignete Herstellungsverfahren in der richtigen Reihen­folge fest. Sie dokumentieren diese im Arbeitsplan.

Sie berücksichtigen die Nachvollziehbarkeit der Abfolge der Arbeits­schritte:

Nummerierung der Arbeitsschritte

richtige und realitätsnahe Reihenfolge

benötigte Werkzeuge

Sicherheits- und Arbeitsplatzbestimmungen

Sie kommunizieren mit Schichtleitern und Vorgesetzten sowie den beteiligten Abteilungen:

Materiallager

Einkauf

Konstruktionsabteilung

Montageabteilung

Qualitätssicherung

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln notwendige Betriebs­parameter:

Drehzahl

Bohrlochabstände

gestreckte Länge 

Verschnitt

Die Schülerinnen und Schüler richten ihren Arbeitsplatz ein und beachten dabei die Auswirkungen auf ihre Leistungsfähigkeit sowie ihre Resilienz, auch als Team. Sie stellen das Bauteil unter Berück­sichtigung der Arbeitssicherheit nach Auftrag her. Dabei achten sie auf den schonenden Einsatz der Werkzeuge und Maschinen. Sie dokumentieren ihr Vorgehen und die verwendeten Werkzeuge in einem Protokoll. 

Die Schülerinnen und Schüler richten den Arbeitsplatz in Abhängigkeit vom herzustellenden Bauteil ein:

18 Ustd.

Werkzeug

Prüfmittel

Maschine

Sie stellen das Bauteil gemäß Auftrag her. Sie arbeiten im Team und kommunizieren fachsprachlich korrekt und angemessen.

Sie beachten Anforderungen von

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Ergonomie

schonender Einsatz der Betriebsmittel

Sauberkeit am Arbeitsplatz

Sie protokollieren ihre Arbeitsschritte gemäß Arbeitsplan.

Die Schülerinnen und Schüler kon­trollieren ihr Bauteil durch optische Sichtkontrollen (Passgenauigkeit, Funktionsfähigkeit, Sicherheit, Kan­tenqualität, Oberflächenbeschaf­fenheit). Sie überprüfen das Bauteil auf Maßhaltigkeit mit Hilfe von Mess- und Prüfmitteln (Mess­schieber, Lehre, Toleranzen). Sie achten auf Sauberkeit an der Maschine und an ihrem Arbeits­platz. Im Anschluss führen sie die Montage der Bauteile durch und berücksichtigen vor- und nachgelagerte Anbauteile.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden:

6 Ustd.

subjektives Prüfen

objektives Prüfen

Sie führen eine Sichtkontrolle durch:

Passgenauigkeit

Sicherheit, Kantenqualität, Gratfreiheit

Oberflächenbeschaffenheit

Die Schülerinnen und Schüler setzen Prüf- und Messmittel zum Prüfen der Maßhaltigkeit unter Beachtung der Toleranzen und Passungen ein:

Messschieber

Lehren

Sie bedienen diese fachgerecht.

Sie montieren die gefertigten Bauteile fachgerecht.

Sie prüfen die Funktionsfähigkeit im eingebauten Zustand.

Die Schülerinnen und Schüler ferti­gen Prüfprotokolle an, auch mit Hilfe digitaler Medien, und reflek­tieren ihre Ergebnisse im Hinblick auf den Arbeitsplan und die Quali­tätsanforderungen. Sie diskutieren Alternativen und Verbesserungs­vorschläge im Dialog und nehmen konstruktives Feedback an. Dabei achten sie auf die Verwendung der Fachsprache und die Regeln der Kommunikation.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen mit Hilfe digitaler Medien Prüfprotokolle. Sie dokumentieren darin die gemessenen Werte.

6 Ustd.

Sie schätzen den Herstellungsprozess ein hinsichtlich 

der gewünschten Qualität 

der Einhaltung der Vorgaben zu Toleranzen und Passungen

Durchführbarkeit des Arbeitsplans

ökologischer Aspekte

Sie leiten Verbesserungsmöglichkeiten ab und geben Alternativen an.

Sie diskutieren Möglichkeiten 

zum Ersatz von Materialien

zur Erhöhung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Sie diskutieren fachsprachlich korrekt, wertschätzend und konstruktiv.

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