Zugriff auf die fachspezifischen Materialien nur nach Anmeldung im Schulportal!

 

Arbeitsmaterial

Berufsschule - duale Berufsausbildung

Florist / Floristin

2025

 

Impressum

Das Arbeitsmaterial ist ab 1. August 2025 freigegeben.

Das Arbeitsmaterial basiert auf dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Florist und Floristin (Beschluss der Bildungsministerkonferenz vom 27.02.2025 für die Kultusministerkonferenz) und der Verordnung über die Berufsausbildung zum Florist und zur Floristin (FloristAusbV) vom 31.01.2025 (BGBl. I Nr. 30).

 

Das Arbeitsmaterial wurde am

Landesamt für Schule und Bildung
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c
01445 Radebeul

https://www.lasub.smk.sachsen.de

unter Mitwirkung von

Hanka Bochmann  Wurzen
Kathrein Kuhnert Dresden
Katja Maroldt Dresden
Lucie Seelig  Dresden
   

2025 erarbeitet.

 

HERAUSGEBER

Sächsisches Staatsministerium für Kultus 
Carolaplatz 1
01097 Dresden

https://www.smk.sachsen.de

Vorbemerkungen

Die Verfassung des Freistaates Sachsen fordert in Artikel 101 für das gesamte Bildungswesen:

„(1) Die Jugend ist zur Ehrfurcht vor allem Lebendigen, zur Nächstenliebe, zum Frieden und zur Erhaltung der Umwelt, zur Heimatliebe, zu sittlichem und politischem Verantwortungsbewusstsein, zu Gerechtigkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zu beruflichem Können, zu sozialem Handeln und zu freiheitlicher demokratischer Haltung zu erziehen.“

Das Sächsische Schulgesetz legt in § 1 fest:

„(2) Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht eines jeden jungen Menschen auf eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage.

(3) Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. …“

Für die Berufsschule gilt gemäß § 8 Abs. 1 des Sächsischen Schulgesetzes:

„Die Berufsschule hat die Aufgabe, im Rahmen der Berufsvorbereitung, der Berufsausbildung oder Berufsausübung vor allem berufsbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln und die allgemeine Bildung zu vertiefen und zu erweitern. Sie führt als gleichberechtigter Partner gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben und anderen an der Berufsausbildung Beteiligten zu berufsqualifizierenden Abschlüssen.“

Neben diesen landesspezifischen gesetzlichen Grundlagen sind die in der „Rahmenvereinbarung über die Berufsschule“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12. März 2015 in der jeweils geltenden Fassung) festgeschriebenen Ziele umzusetzen.

Kurzcharakteristik des Bildungsganges

Technologische, wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen erforderten die Neuordnung des dreijährigen Ausbildungsberufes Florist und Floristin. In den letzten Jahren hatte sich das Berufsbild im Hinblick auf Dienstleistungsorientierung und Kommunikation sowie Digitalisierung und Nachhaltigkeit beständig weiterentwickelt. Ebenso kamen betriebswirtschaftlichen Grundkompetenzen eine wachsende Bedeutung zu. Um diesen veränderten beruflichen Anforderungen gerecht zu werden, wurden die hierfür erforderlichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Ausbildungsinhalten stärker verankert sowie ergänzend die modernisierten Standardberufsbildpositionen integriert.

 

Floristen und Floristinnen werden bei der Anfertigung, Präsentation und dem Verkauf von floristischen Werkstücken, der Beratung von Kunden und Kundinnen sowie in der Pflege von Pflanzen eingesetzt.

 

Floristen und Floristinnen können sowohl selbstständig als auch in Unternehmen tätig sein, die floristische Werkstücke sowie umfangreiche Dienstleistungen anlassbezogen und kundenorientiert anbieten. Sie werden beispielsweise beschäftigt:

  • in Floristikfachgeschäften
  • in Gartencentern und Baumärkten mit Floristikabteilung
  • in Beherbergungsbetrieben
  • im Einzelhandel/ambulanten Handel
  • in Erwerbsgärtnereien und
  • auf Kreuzfahrtschiffen.

Die berufliche Tätigkeit des Floristen und der Floristin erfordert handwerkliches und künstlerisch-gestalterisches Geschick, Fantasie und Kreativität sowie betriebswirtschaftlich-kaufmännische Grundkompetenzen. Ebenso notwendig sind Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Beschaffung, Pflege und Versorgung unter den Aspekten der Nachhaltigkeit in den Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Floristen und Floristinnen handeln selbstständig und lösungsorientiert in berufsspezifischen Situationen unter Berücksichtigung saisonaler Anlässe, Trends und Kundenwünsche. Sie sind körperlich belastbar, ausdauernd und flexibel bezüglich der sich wandelnden Anforderungen der Arbeits- und Lebenswelt sowie der Arbeitszeiten und der beruflichen Mobilität.

Eine solide Allgemeinbildung sowie ausbaufähiges und anwendungsbereites Wissen in mathematisch-naturwissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sprachlichen Bereichen bilden die Grundlage für die floristische Ausbildung. Sie sind naturverbunden und einfühlsam im Umgang mit der Kundschaft.

Floristinnen und Floristen zeigen Bereitschaft, im Team zu arbeiten sowie sich fort- und weiterzubilden. Darüber hinaus erfordert das Arbeiten in Projekten auch die Fähigkeit mit nationalen und internationalen Partnern zu kooperieren. Fremdsprachenkompetenzen erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

 

Im Rahmen der Ausbildung zum Florist/zur Floristin werden insbesondere folgende berufliche Qualifikationen erworben:

  • Pflanzen- und Blumenschmuck anlassbezogen gestalten und betriebliche Standards zur Qualitätssicherung einhalten
  • Pflanzen pflegen und Pflanzenteile versorgen sowie Maßnahmen zum Pflanzenschutz ergreifen
  • Kunden und Kundinnen serviceorientiert beraten
  • Kalkulationen durchführen
  • Produkte und Dienstleistungen verkaufen
  • Marketingmaßnahmen planen und umsetzen
  • Waren präsentieren, beschaffen, annehmen und lagern sowie Warenbestände überwachen
  • Arbeitsabläufe planen, steuern und optimieren
  • Werkstoffe und Betriebsmittel bereitstellen
  • Geschäftserfolg auf Grundlage kaufmännischer Steuerung und Kontrolle sicherstellen
  • Maßnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz festlegen und anwenden
  • Maßnahmen zur Wirtschaftlichkeit, zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit ergreifen
  • digitale Medien unter Einhaltung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit und Vorgaben des Arbeits- und Tarifrechts anwenden

 

Die Realisierung der Bildungs- und Erziehungsziele der Berufsschule ist auf den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz gerichtet. Diese entfaltet sich in den Dimensionen von Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie in Methoden- und Lernkompetenz. Den Ausgangspunkt des Unterrichts und des Lernens der Schülerinnen und Schüler bilden berufliche Handlungen. Diese Handlungen sollen im Unterricht didaktisch reflektiert als Lernhandlungen gedanklich nachvollzogen oder exemplarisch ausgeführt, selbstständig geplant, durchgeführt, überprüft, ggf. korrigiert und schließlich bewertet werden. Damit fördern sie ein ganzheitliches Erfassen der beruflichen Wirklichkeit und integrieren technische, sicherheitstechnische, ökonomische, ökologische und rechtliche Aspekte, nutzen die berufspraktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und berücksichtigen soziale Prozesse, z. B. der Interessenklärung oder der Konfliktbewältigung.

 

Der KMK-Rahmenlehrplan des Ausbildungsberufes ist vor diesem Hintergrund nach Lernfeldern strukturiert. Die Stundentafel des Bildungsganges gliedert sich in den Pflichtbereich mit dem berufsübergreifenden Bereich und dem berufsbezogenen Bereich sowie den Wahlbereich.

 

Die Lernfelder der sächsischen Stundentafel sind mit den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplanes weitestgehend identisch. Zur fachlichen Vertiefung wurde im 1. Ausbildungsjahr der Stundenumfang der Lernfelder 1 und 4 um jeweils 20 Unterrichtsstunden erhöht.

 

Für die vom Blockunterricht abweichenden Organisationsformen ist die Stundentafel für den berufsbezogenen Bereich basierend auf der VwV Stundentafeln bbS in der jeweils geltenden Fassung von den Schulen in eigener Verantwortung anzupassen.

 

Die Struktur der Lernfelder orientiert sich in Aufbau und Zielsetzung an Arbeits- und Geschäftsprozessen eines Fachgeschäftes als auch eines Unternehmens der Branche. Die Zielformulierungen innerhalb der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes beschreiben den Qualifikationsstand und die Kompetenzen am Ende des Lernprozesses. Ergänzt durch die Inhalte umfassen sie den Mindestumfang zu vermittelnder Kompetenzen.

 

Auf Grund der sich schnell entwickelnden beruflichen Anforderungen sind die Inhalte weitgehend offen formuliert. Diese Struktur fördert und fordert die Einbeziehung neuer Entwicklungen und Tendenzen in den Unterricht.

 

Die Lernfelder sind logisch angeordnet und bauen spiralcurricular aufeinander auf. Die Umsetzung sowie die zeitliche Abfolge der Lernfelder sind unter Beachtung des spiralcurricularen Aufbaus im Lehrerteam abzustimmen.

 

Kommunikative und fremdsprachliche Kompetenzen werden integrativ in den Lernfeldern entwickelt.

 

Die Ausbildung wird durch die gestreckte Abschlussprüfung in zwei Ausbildungsphasen gegliedert. Die Lernfelder 1 bis 7 sind Grundlage für den Teil 1 der Abschlussprüfung. Die Abgrenzung zwischen den Ausbildungsjahren ist hinsichtlich der zeitlichen Planung in der Ausbildungsordnung und in Bezug auf die Prüfungen einzuhalten.

 

Die Ausgestaltung und Umsetzung der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes ist in den Schulen vor Ort zu leisten. Die Lernfelder sind für den Unterricht durch Lernsituationen, die exemplarisch für berufliche Handlungssituationen stehen, zu untersetzen. Die Branchenvielfalt sollte dabei Berücksichtigung finden. Lernsituationen konkretisieren die Vorgaben des Lernfeldes und werden mittels curricularer Analyse aus diesen abgeleitet. Dabei ist das floristische Werkstück als Handlungsprodukt, je nach Möglichkeiten der unterrichtlichen Umsetzung, skizzenhaft planerisch oder praktisch anzufertigen. Das komplexe berufliche Handeln der Auszubildenden erfordert das Arbeiten in Projekten auch in Kooperation mit nationalen und internationalen Lernortpartnern. Hierfür ist eine intensive Lernortkooperation nötig.

 

Der berufsbezogene Unterricht knüpft an das Alltagswissen und an die Erfahrungen des Lebensumfeldes an und bezieht die Aspekte der Medienbildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie der politischen Bildung ein. Die Lernfelder bieten umfassende Möglichkeiten, den sicheren, sachgerechten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit traditionellen und digitalen Medien zu thematisieren. Sie beinhalten vielfältige, unmittelbare Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit globalen, gesellschaftlichen und politischen Themen, deren sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie Bezüge zur eigenen Lebens- und Arbeitswelt. Die Umsetzung der Lernsituationen unter Einbeziehung dieser Perspektiven trägt aktiv zur weiteren Lebensorientierung, zur Entwicklung der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler, zum selbstbestimmten Handeln und damit zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei.

 

Inhalte mit politischem Gehalt werden mit den damit in Verbindung stehenden fachspezifischen Arbeitsmethoden der politischen Bildung umgesetzt. Dafür eignen sich u. a. Rollen- und Planspiele, Streitgespräche, Pro- und Kontra-Debatten, Podiumsdiskussionen oder kriterienorientierte Fall-, Konflikt- und Problemanalysen.

 

Für Inhalte mit Anknüpfungspunkten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung eignen sich insbesondere die didaktischen Prinzipien der Visionsorientierung, des Vernetzenden Lernens sowie der Partizipation. Vernetztes Denken bedeutet hier die Verbindung von Gegenwart und Zukunft einerseits und ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen des eigenen Handelns andererseits.

 

Die Digitalisierung und der mit ihr verbundene gesellschaftliche Wandel erfordern eine Vertiefung der informatischen Bildung. Ausgehend von den Besonderheiten des Bildungsganges begründet der Charakter der beruflichen Qualifikationen einen permanenten Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie berufsbezogener Software, die zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz erforderlich sind.

 

Unter Beachtung digitaler Arbeits- und Geschäftsprozesse ergibt sich die Notwendigkeit einer angemessenen Hard- und Softwareausstattung und entsprechender schulorganisatorischer Regelungen. Bis zu 25 % der Unterrichtsstunden des berufsbezogenen Unterrichtes in jedem Ausbildungsjahr können für den anwendungsbezogenen gerätegestützten Unterricht genutzt werden, wobei eine Klassenteilung möglich ist. Die konkrete Planung obliegt der Schule.

 

Die Ausprägung beruflicher Handlungskompetenz wird durch handlungsorientierten Unterricht gefördert. Dabei werden beispielhafte Aufgabenstellungen aus der beruflichen Praxis im Unterricht aufgegriffen. Das Lernen erfolgt in vollständigen Handlungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler das Vorgehen selbstständig planen, durchführen, überprüfen, gegebenenfalls korrigieren und schließlich bewerten.

 

Dieses Unterrichten erfordert vielfältige Sozialformen und Methoden, insbesondere den Einsatz komplexer Lehr-/Lernarrangements wie Projektarbeit oder kooperatives Lernen. Des Weiteren ist eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den beteiligten Lehrkräften des berufsübergreifenden und berufsbezogenen Bereiches sowie der in einem Lernfeld unterrichtenden Lehrkräfte notwendig.

 

Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Lern- und Arbeitstechniken anzuwenden und selbstständig weiterzuentwickeln sowie Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und zu bewerten. Darüber hinaus ist bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein zu entwickeln, dass Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstständigen und lebenslangen Lernen wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben sind.

Stundentafel

Unterricht Wochenstunden in der Klassenstufe
1 2 3
Pflichtbereich 37 37 37
Berufsübergreifender Bereich 13 13 13
Deutsch/Kommunikation 3 3 3
Englisch 2 1 -
Gemeinschaftskunde 2 2 3
Wirtschaftskunde 3 3 3
Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik 2 2 2
Sport 1 2 2
Berufsbezogener Bereich1 24 24 24
1 Betrieb und Sortiment analysieren und präsentieren 4,5 - -
2 Schnittware annehmen, versorgen und lagern 4,5 - -
3 Pflanzen pflegen 4,5 - -
4 Sträuße gestalten und Preise berechnen 7,5 - -
5 Im Kassenbereich arbeiten 3 - -
6 Trauer- und Gedenkfloristik gestalten - 6 -
7 Pflanzungen gestalten - 4,5 -
8 Kundenorientierte Beratungs- und Verkaufsgespräche führen - 3 -
9 Saisonale Waren und Werkstücke präsentieren - 3 -
10 Gesteckte Gefäßfüllungen gestalten und kalkulieren - 4,5 -
11 Kunden und Kundinnen binden und gewinnen - - 3
12 Hochzeitsfloristik gestalten und kalkulieren - - 6
13 Raumfloristik gestalten und kalkulieren - - 6
14 Tischfloristik gestalten und kalkulieren - - 6
Wahlbereich 2 2 2
 
  • 1
    Es obliegt den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung, in welchen Lernfeldern des berufsbezogenen Bereiches in den Klassenstufen 2, 3 und ggf. 4 unter Beachtung der personellen und sächlichen Ressourcen der Unterricht um jeweils drei Wochenstunden erhöht wird.
  • 2
    Ergänzend zu den Vorgaben des KMK-Rahmenlehrplanes erfolgt eine Erhöhung der Stundenzahl.
  • 3
    Ergänzend zu den Vorgaben des KMK-Rahmenlehrplanes erfolgt eine Erhöhung der Stundenzahl.
  • 4
    Der Wahlbereich steht den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung zur Vertiefung der berufsbezogenen Inhalte sowie weiteren Spezialisierung und Förderung zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Fach Sport im Wahlbereich der Klassenstufe 1 anzubieten, ist ebenso gegeben.

Hinweise zur Umsetzung

In diesem Kontext wird auf die Handreichung „Umsetzung lernfeldstrukturierter Lehr­pläne“ (LaSuB 2022) verwiesen.

Diese Handreichung bezieht sich auf die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes in den Schul­arten Berufsschule, Berufsfachschule und Fachschule und enthält u. a. Ausführungen

  1. zum Lernfeldkonzept,
  2. zu Aufgaben der Schulleitung bei der Umsetzung des Lernfeldkonzeptes, wie
    • Information der Lehrkräfte über das Lernfeldkonzept und über die Ausbildungsdokumente,
    • Bildung von Lehrerteams,
    • Gestaltung der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen,
  3. zu Anforderungen an die Gestaltung des Unterrichts, insbesondere zur
    • kompetenzorientierten Planung des Unterrichts,
    • Auswahl der Unterrichtsmethoden und Sozialformen

sowie das Glossar.

Darüber hinaus wird die Verwendung der Handreichung „Operatoren in der beruflichen Bildung“ (LaSuB 2021) empfohlen. Das Material unterstützt die Standardisierung von Operatoren in Aufträgen und Aufgaben sowie die Transparenz in den Anforderungen bei der Umsetzung von beruflichen Handlungssituationen im Unterricht und bei der Leistungsbewertung.

Sächsische Lehrkräfte können in der dynamischen Lehrplandatenbank ergänzend zu den Lehrplänen und Arbeitsmaterialien auf eine vielfältige Auswahl von Dokumenten und Web-Links sowohl für die Unterrichtsgestaltung als auch für das Selbstlernen der Schülerinnen und Schüler zurückgreifen. 

Ansicht der Dynamischen Lehrplandatenbank

Die Verfügbarkeit dieser Materialien in den Lehrplänen, Arbeitsmaterialien und Stundentafeln ist durch ein Symbol gekennzeichnet, welches sich rechts neben den Lehrplanzielen und -inhalten oder Lernfeldern befindet. Das Materialangebot ist ausschließlich nach der Anmeldung im Schulportal für sächsische Lehrkräfte abrufbar. Es wird sukzessive erweitert.

Ein wichtiges Unterstützungsmaterial stellen die verknüpften curricularen Analysen und exemplarischen Lernsituationen dar. Die Mitglieder der sächsischen Lehrplankommissionen leiten aus dem Rahmenlehrplan detaillierte curriculare Analysen ab, die die im Rahmenlehrplan festgelegten Kompetenzen konkretisieren. Die zu entwickelnden Teilkompetenzen sowie die zu unterrichtenden Inhalte der Lernfelder sind präzisiert und mit Zeitrichtwerten versehen.

Auf der Grundlage der curricularen Analysen werden didaktisch aufbereitete exemplarische Lernsituationen entwickelt. Ausgangspunkte dieser Lernsituationen sind geeignete Aufträge und Handlungsergebnisse unter Beachtung der Abläufe von Arbeits- bzw. Geschäftsprozessen. 

Für die Lernfelder, die Kompetenzbeschreibungen zum berufsbezogenen Fremdsprachenerwerb enthalten, haben die Lehrplankommissionen Hinweise zur Umsetzung entwickelt, die ebenfalls in der Lehrplandatenbank zur Verfügung gestellt werden.

Hinweise zum berufsbezogenen Englisch

Berufsbezogenes Englisch bildet die Integration der Fremdsprache in die Lernfelder ab. 

Der Englischunterricht im berufsübergreifenden Bereich gemäß den Vorgaben der Stundentafel und der Unterricht im berufsbezogenen Englisch stellen eine Einheit dar. Es werden gezielt Kompetenzen entwickelt, die die berufliche Mobilität der Schülerinnen und Schüler in Europa und in einer globalisierten Lebens- und Arbeitswelt unterstützen.

Der Englischunterricht orientiert auf eine weitgehend selbstständige Sprachverwendung mindestens auf dem Niveau B1 des KMK-Fremdsprachenzertifikats8, das sich an den Referenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GeR) orientiert. Dabei werden die vorhandenen fremdsprachlichen Kompetenzen in den Bereichen Rezeption, Produktion, Mediation und Interaktion um berufliche Handlungssituationen erweitert. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollten motiviert werden, sich den Anforderungen des Niveaus B2 zu stellen.

Grundlage für den berufsbezogenen Englischunterricht bilden die in den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplans formulierten fremdsprachlichen Aspekte. Der in den Lernfeldern integrativ erworbene Fachwortschatz wird in vielfältigen Kommunikationssituationen angewandt sowie orthografisch und phonetisch gesichert. Relevante grammatische Strukturen werden aktiviert. Der Unterricht strebt den Erwerb grundlegender interkultureller Handlungsfähigkeit mit dem Ziel an, mehr Sicherheit im Umgang mit fremdsprachigen Kommunikationspartnern zu entwickeln. Damit werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, im beruflichen Kontext erfolgreich zu kommunizieren.

Der Unterricht im berufsbezogenen Englisch ist weitgehend in der Fremdsprache zu führen und handlungsorientiert auszurichten. Dies kann u. a. durch Projektarbeit, Gruppenarbeit und Rollenspiele geschehen. Dazu sind die Simulation wirklichkeitsnaher Situationen im Unterricht, die Nutzung von Medien und moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Einüben und Anwenden von Lern- und Arbeitstechniken eine wesentliche Voraussetzung. 

Vertiefend kann berufsbezogenes Englisch im Wahlbereich angeboten werden. Empfehlungen dazu werden in den berufsgruppenbezogenen Modulen des Lehrplans Englisch für die Berufsschule/Berufsfachschule gegeben.

Die Teilnahme an den Prüfungen zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen Niveau B1 oder Niveau B2 in der beruflichen Bildung in einem berufsrelevanten Bereich kann von den Schülerinnen und Schülern in Abstimmung mit der Lehrkraft für Fremdsprachen individuell entschieden werden.

Die Niveaubeschreibung des KMK-Fremdsprachenzertifikats weist folgende Anforderungen in den einzelnen Kompetenzbereichen aus:

Rezeption:  Gesprochenen und geschriebenen fremdsprachigen Texten Informationen entnehmen

Hör- und Hörsehverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen Texten in berufstypischen Situationen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen, wenn deutlich und in Standard­sprache gesprochen wird. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexere berufstypische Texte global, selektiv und detailliert verstehen, wenn in natürlichem Tempo und in Standardsprache gesprochen wird, auch wenn diese leichte Akzentfärbungen aufweist. 

Leseverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen berufstypischen Texten zu teilweise weniger vertrauten Themen aus bekannten Themenbereichen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexe berufstypische Texte, auch zu wenig vertrauten und abstrakten Themen aus bekannten Themenbereichen, global, selektiv und detailliert verstehen. 

Produktion:  Fremdsprachige Texte erstellen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufstypische Texte zu vertrauten Themen verfassen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufstypische Texte aus bekannten Themenbereichen verfassen. 

Mediation:  Textinhalte in die jeweilige Sprache übertragen und in zweisprachigen Situationen vermitteln

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können fremdsprachlich dargestellte berufliche Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch wiedergeben. Sie können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel in deutscher Sprache dargestellte Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache übertragen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können den Inhalt komplexer fremdsprachlicher berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch sowohl wiedergeben als auch zusammenfassen. Sie können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel den Inhalt komplexer berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen in deutscher Sprache sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache sowohl übertragen als auch zusammenfassen. 

Interaktion:  Gespräche in der Fremdsprache führen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um vertraute Themen geht, in der Fremdsprache weitgehend sicher bewältigen, sofern die am Gespräch Beteiligten kooperieren, dabei auch eigene Meinungen sowie Pläne erklären und begründen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um komplexe Themen aus bekannten Themenbereichen geht, in der Fremdsprache sicher bewältigen, dabei das Gespräch aufrechterhalten, Sachverhalte ausführlich erläutern und Standpunkte verteidigen. 

___________________________
8 Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung unter https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/1998/1998_11_20-Fremdsprachen-berufliche-Bildung.pdf

Unterstützungsmaterialien

Übersicht Lernfelder

Lernfeld 1 Betrieb und Sortiment analysieren und präsentieren 60 Ustd.
Lernfeld 2 Schnittware annehmen, versorgen und lagern 60 Ustd.
Lernfeld 3 Pflanzen pflegen 60 Ustd.
Lernfeld 4 Sträuße gestalten und Preise berechnen 100 Ustd.
Lernfeld 5 Im Kassenbereich arbeiten 40 Ustd.
Lernfeld 6 Trauer- und Gedenkfloristik gestalten 80 Ustd.
Lernfeld 7 Pflanzungen gestalten 60 Ustd.
Lernfeld 8 Kundenorientierte Beratungs- und Verkaufsgespräche führen 40 Ustd.
Lernfeld 9 Saisonale Waren und Werkstücke präsentieren 40 Ustd.
Lernfeld 10 Gesteckte Gefäßfüllungen gestalten und kalkulieren 60 Ustd.
Lernfeld 11 Kunden und Kundinnen binden und gewinnen 40 Ustd.
Lernfeld 12 Hochzeitsfloristik gestalten und kalkulieren 80 Ustd.
Lernfeld 13 Raumfloristikgestalten und kalkulieren 80 Ustd.
Lernfeld 14 Tischfloristik gestalten und kalkulieren 80 Ustd.

Lernfeld 1: Betrieb und Sortiment analysieren und präsentieren

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die Betriebs- und Vertriebsstrukturen ihres Betriebes und dessen Sortiments unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Aspekte zu analysieren und zu präsentieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Betriebs- und Vertriebsstrukturen (Historie, Gebäude, Lager, Personal, Vertriebswege, außer- und innerbetriebliche Rahmenbedingung, Verkehrs- und Marktlage, Online-Handel, Social Media) ihres Betriebs. 

Die SuS informieren sich über die Gründung und historische Entwicklung ihres Betriebes.

6 Ustd.

analog, digital 

Betriebskonzepte,  Betriebsgeheimnisse

Sie analysieren die innerbetrieblichen Rahmenbedingungen 

Ausbildungsbetrieb

Rechtsform

Wirtschaftskunde, 2. Aj., LB 2, WTH OS Kl. 8, LB 2

Bereiche/Abteilungen und Personalstellen

Aufbauorganisation, Organigramm, Stellenbezeichnungen

Aufgaben in den Bereichen/Abteilungen

Kommunikationswege, Arbeitsabläufe

Ablauforganisation

Intranet

Vertriebswege

direkter, indirekter, hybrider Vertrieb

Gebäude, Verkaufsflächen und Lagerräume 

Größe, Grundriss

Sie erkunden die außerbetrieblichen Rahmenbedingungen 

Betriebserkundung,  Ausbildungsbetrieb

Marktlage

Nachfrage, Trends

andere Anbieter

Verkehrslage

Infrastruktur

Sie berücksichtigen dabei die besondere Rolle von Onlinehandel und Social Media.

Anhand der Standortfaktoren (Infrastruktur, Wettbewerbssituation, Absatzmöglichkeiten, Kundenstruktur) verschaffen sie sich einen Überblick über das betriebliche Warensortiment  (Kern- und Randsortiment) und Dienstleistungen, auch in Hinblick auf saisonale Unterschiede.

Die SuS recherchieren und systematisieren das Warensortiment und weitere Leistungen ihres Betriebes

5 Ustd.

Angebotsprofil, Portfolio

Sortimentstiefe, -breite

Kern- und Randsortiment

Trends

Dienstleistungen und Kundendienste

Pflegeverträge,  Frei-Haus-Lieferung, Sonderveranstaltungen

Sie vergleichen die Standortfaktoren unterschiedlicher Betriebe

Groß-, Einzelhandel

Infrastruktur

Verkehrslage

Wettbewerbssituation

Marktlage 

Absatzmöglichkeiten

Kundenstruktur

Sie leiten den Zusammenhang zwischen Standortfaktoren und betrieblichem Warensortiment sowie weiterer Leistungen unter Beachtung der Saison her.

Sie lokalisieren Produktionsstandorte von Pflanzensortimenten, bestimmen die dazugehörigen Lieferketten und leiten daraus Bezugsquellen ab. 

Die SuS ermitteln Produktionsstandorte von Pflanzensortimenten.

2 Ustd.

regional, national, international

Sie leiten die erforderlichen Lieferketten und Bezugsquellen ab.

LF 2, 4, 8, 10, 13

Sie erschließen aktuelle Entwicklungen zu den Aspekten der Nachhaltigkeit und untersuchen dabei Auswirkungen auf ökonomisches und ökologisches betriebliches Handeln. Sie akzeptieren Regeln und Normen und hinterfragen dabei die eigene Wertvorstellung.

Die SuS recherchieren aktuelle Entwicklungen in der Branche als Beitrag zu Artenschutz und -vielfalt.

6 Ustd.

ökologischer Anbau von Pflanzen, Bioverbände,  -label, Pflanzenpass

Sie erfassen und prüfen betriebliche Maßnahmen zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen in ihrem Betrieb aus ökologischer und ökonomischer Sicht

exemplarisch

Betriebsanweisungen

ökologischer Fußabdruck

BNE-Portal Sachsen

nachhaltiges Wirtschaften

Einkauf von regionalen und saisonalen Waren sowie Bio-Produkten

Zier- und Gartenpflanzen, Bio-Düngemittel

fairer Handel

Müllvermeidung, Verwendung recycelbarer Verpackungen

  LF 2

Möglichkeiten zur Senkung der Betriebskosten

ressourcenschonender Umgang mit Reinigungsmitteln 

Wiederverwendung von Wasser

nachhaltige Mobilität

Sie akzeptieren betriebliche Regeln und Normen zum Umweltschutz, pflegen einen respektvollen Umgang im Team und hinterfragen dabei die eigene Rolle und Wertvorstellung.

Leitbild, Unternehmenskultur

Sie recherchieren Fort-, Weiterbildungsmöglichkeiten und Austauschprogramme in der Floristik und leiten anhand der eigenen Biografie erreichbare Ziele ab.  Dabei nutzen sie digitale Medien, auch in einer fremden Sprache, beachten den Umgang mit sensiblen Daten und definieren Grundsätze der betrieblichen Geheimhaltung. 

Die SuS erkunden mithilfe digitaler Medien Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung und leiten daraus eigene Entwicklungsziele realistisch ab, auch in einer Fremdsprache.

10 Ustd.

Wirtschaftskunde 1. Aj., LB 1

Fachverband Deutscher Floristen

berufsbezogenes Englisch

Aufstiegschancen

Fort-, Weiterbildung, Zusatzqualifikationen

Meisterlehrgang, Hochschulreife, duales Studium, Fachschulen, unternehmerische Selbstständigkeit

https://www.fma.fm/de/live

Berufswettbewerbe

regional, national, international

internationale Austauschprogramme in der Floristik

Auslandspraktikum, Erasmus+ Programm

Sie prüfen die digitalen Quellen auf Zuverlässigkeit hinsichtlich folgender Kriterien:

Medienkompetenz

Informationsgehalt

Sachlichkeit, Objektivität, Seriosität

Aktualität

Urheberrecht

Urheberrechtsgesetz (UrhG) 

Sie beachten bei der Internetrecherche die Vorschriften zum Datenschutz und Datensicherheit sowie die betrieblichen Regelungen zum Umgang mit sensiblen und geheimen Daten.

Bundesdatenschutzgesetz (BSDG), Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der betrieblichen Ausstattung auseinander und beziehen hierbei die nötigen Maßnahmen zur Sicherstellung des innerbetrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes (Ergonomie, Gestaltung des Arbeitsplatzes, Arbeitsabläufe) ein. 

Die SuS erfassen die Ausstattung ihres Betriebes

10 Ustd.

Überblick für Präsentation

Mobiliar

florale und nonflorale Werkstoffe

technische Hilfsmittel

Werkzeuge, Geräte und Maschinen

Sie machen sich mit ausgewählten Werkzeugen, Geräten und Maschinen unter Berücksichtigung von Bedienungsanleitungen vertraut.

gerätegestützter Unterricht

analoge und digitale Visualisierung

Sie beziehen Maßnahmen zur Einhaltung des berufsbezogenen Arbeitsschutzes ein.

Unfall- und Brandschutz Sicherheitsvorschriften 

Die SuS setzen sich mit persönlichen Gesundheitsrisiken auseinander

Berufsgenossenschaften

JArbSchG

physische und psychische Belastungen

Allergien

Unfälle

Sie leiten Maßnahmen zum Gesundheitsschutz ab 

Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)

ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsabläufe

Prävention/Vorsorge 

Erste Hilfe

Lehrgang

Zur Reflexion legen sie sich Präsentations- und Feedbackregeln zurecht.

Die SuS sammeln mögliche Kriterien zur Bewertung einer Präsentation.

2 Ustd.

Deutsch/Kommunikation

Sie erstellen einen Bewertungsbogen auf der Grundlage der ausgewählten Kriterien

Umfang, Reduktion des Inhalts

Aufbau, Gliederung

Fachlichkeit, Qualität

Fachtermini

Quellenangaben

Vortragsweise, Rhetorik, Körpersprache

Veranschaulichung, Medieneinsatz

Fachgespräch, Diskussion

Sie legen geeignete Kriterien für die Präsentation fest.

Sie einigen sich im Team auf gemeinsam Feedbackregeln zur Reflexion der Ergebnisse.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Präsentation des Betriebs und des Sortiments unter  Berücksichtigung der außer- und innerbetrieblichen Rahmenbedingungen, dabei beachten sie die rechtlichen Regelungen zum  Daten- und Urheberschutz. 

Die SuS wählen geeignete Präsentationsmedien aus.

4 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie entwickeln eine Präsentation über die Struktur und das Warensortiment ihres Betriebes unter Berücksichtigung der außer- und innerbetrieblichen Rahmenbedingungen.

Sie berücksichtigen bei der Vorbereitung der Präsentation die Rechtsvorschriften zum Datenschutz sowie die Urheber- und Persönlichkeitsrechte.

BDSG

DSGVO

UrhG

Für die Darstellung des Betriebs berechnen sie die Verkaufsflächen maßstabsgetreu (Umrechnungen, Längen-, Flächen-, Maßstabsberechnung).

Die SuS ermitteln rechnerisch die Größe der Verkaufsflächen für die Darstellung ihres Betriebes unter Anwendung der Längen- und Flächenberechnungen. Sie rechnen verschiedene Maßeinheiten und Maßstäbe um.

6 Ustd.

bemaßter Grundriss

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihren Betrieb adressatengerecht. Dabei erklären sie auch die Arbeitsorganisation des skizzierten Betriebs und vergleichen unterschiedliche Unternehmenskulturen.

Die SuS schaffen Voraussetzungen für die Durchführung der Präsentation

6 Ustd.

Bereitstellen der Technik und Prüfen auf Funktionstüchtigkeit 

Vorbereiten der Präsentationsmedien 

Zurechtlegen der Hilfsmittel

Sie präsentieren ihren Betrieb adressatengerecht und erklären die Arbeitsorganisation anhand des Grundrisses. Sie beachten dabei die Präsentationskriterien.

Alleinstellungsmerkmal

Auf fachliche Fragen antworten die SuS sachlich und kompetent. 

Sie gehen professionell mit Widerständen und emotionalen Reaktionen des Publikums um.

Die SuS vergleichen unterschiedliche Betriebskonzepte und Unternehmenskulturen hinsichtlich

Gemeinsamkeiten, Unterschiede 

Ausstattung und Warensortiment,

standortgerecht 

Nachhaltigkeit,

Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Präsentation und unterschiedliche Betriebskonzepte sowie Nachhaltigkeitsstrategien. Dabei kommunizieren sie konstruktiv und wertschätzend miteinander und akzeptieren die Grundsätze zur Geheimhaltung von Betriebsdaten. Sie erkennen abweichende betriebliche Herangehensweisen an.

Die SuS schätzen ihre eigene Präsentationsleistung anhand der Bewertungskriterien ein.

3 Ustd.

Ergebnisbewertung

Selbstreflexion

Sie erkennen technische und kommunikative Probleme in der Zusammenarbeit.

Prozessbewertung

Die SuS kommunizieren die Bewertung der Präsentationen wertschätzend, wenden die Feedbackregeln an und geben konstruktive Rückmeldungen.

Sie nehmen die Einschätzungen anderer entgegen und diskutieren diese lösungsorientiert.

integrativ

Sie stellen Stärken und Schwächen unterschiedlicher Betriebskonzepte sowie Nachhaltigkeitsstrategien gegenüber. Dabei akzeptieren sie die Grundsätze zur Geheimhaltung von Betriebsdaten sowie abweichende betriebliche Vorgehensweisen. 

SWOT-Analyse

Sie reflektieren die Bedeutung betrieblicher Maßnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Lernfeld 1 Betrieb und Sortiment analysieren und präsentieren
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
1.1
Struktur und Sortiment des Betriebes präsentieren und eigene Rolle reflektieren
36 Ustd.
1.2
Betriebskonzepte aus ökologischer und ökonomischer Sicht analysieren und auswerten
14 Ustd.
1.3
Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb sicherstellen
10 Ustd.
Lernsituation
1.1
Struktur und Sortiment des Betriebes präsentieren und eigene Rolle reflektieren
36 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten die Aufgabe, im Rahmen einer Ausbildungsmesse Ihren Betrieb für zukünftige Auszubildende digital zu präsentieren. Sie informieren die Messebesucher über Aufbau und Angebotsprofil Ihres Betriebes. In Vorbereitung auf Ihre Präsentation analysieren Sie die Betriebsstruktur und das Sortiment Ihres Betriebes sowie die geltenden Rechtsvorschriften. Des Weiteren erkunden Sie Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung. Sie werten Ihre Präsentation im Team aus.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
1.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

21

Sich über die Gründung und historische Entwicklung ihres Betriebes  informieren

analog, digital 

Betriebskonzepte, Betriebsgeheimnisse

Innerbetriebliche Rahmenbedingungen analysieren

Ausbildungsbetrieb

Rechtsform

Wirtschaftskunde, 2. Aj., LB 2, WTH OS, Kl. 8, LB 2

Bereiche/Abteilungen und Personalstellen

Aufbauorganisation, Organigramm, Stellenbezeichnungen

Aufgaben in den Bereichen/Abteilungen

Kommunikationswege/Arbeitsabläufe

Ablauforganisation

Intranet

Vertriebswege

direkter, indirekter, hybrider Vertrieb

Gebäude, Verkaufsflächen und Lagerräume 

Größe, Grundriss

Außerbetriebliche Rahmenbedingungen erkunden

Betriebserkundung, Ausbildungsbetrieb

Marktlage

Nachfrage, Trends

andere Anbieter

Verkehrslage

Infrastruktur

Dabei die besondere Rolle von Onlinehandel und Social Media  berücksichtigen

Warensortiment und weitere Leistungen ihres Betriebes recherchieren und systematisieren

Angebotsprofil, Portfolio Sortimentstiefe, -breite

Kern- und Randsortiment

Trends

Dienstleistungen und Kundendienste

Pflegeverträge, Frei-Haus-Lieferung, Sonderveranstaltungen

Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung mithilfe digitaler Medien erkunden und daraus eigene Entwicklungsziele realistisch ableiten, auch in einer Fremdsprache

Wirtschaftskunde 1. Aj.,  LB 1

Fachverband Deutscher Floristen

berufsbezogenes Englisch

Aufstiegschancen

Fort-, Weiterbildung, Zusatzqualifikationen

Meisterlehrgang, Hochschulreife, duales Studium, Fachschulen, unternehmerische Selbstständigkeit

Berufswettbewerbe

regional, national, international

internationale Austauschprogramme in der Floristik

Auslandspraktikum,

Erasmus+ Programm

Digitale Quellen auf Zuverlässigkeit hinsichtlich folgender Kriterien prüfen

Medienkompetenz

Informationsgehalt

Sachlichkeit, Objektivität, 

Seriosität

Aktualität

Urheberrecht

Urheberrechtsgesetz (UrhG) 

Bei der Internetrecherche die Vorschriften zum Datenschutz und Datensicherheit sowie die betrieblichen Regelungen zum Umgang mit sensiblen und geheimen Daten beachten

Bundesdatenschutzgesetz (BSDG), Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Ausstattung des eigenen Betriebes erfassen

Überblick für Präsentation

Mobiliar

florale und nonflorale Werkstoffe

technische Hilfsmittel

Werkzeuge, Geräte und Maschinen

Mögliche Kriterien zur Bewertung einer Präsentation sammeln

Deutsch/Kommunikation

Einen Bewertungsbogen auf der Grundlage der ausgewählten Kriterien erstellen

Umfang, Reduktion des Inhalts

Aufbau, Gliederung

Fachlichkeit, Qualität

Fachtermini

Quellenangaben

Vortragsweise, Rhetorik, Körpersprache

Veranschaulichung, Medieneinsatz

Fachgespräch, Diskussion

Geeignete Kriterien für die Präsentation festlegen

Sich im Team auf gemeinsame Feedbackregeln zur Reflexion der Ergebnisse einigen

1.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Geeignete Präsentationsmedien auswählen

14

gerätegestützter Unterricht

Eine Präsentation über die Struktur und das Warensortiment des eigenen Betriebes unter Berücksichtigung der außer- und innerbetrieblichen Rahmenbedingungen entwickeln

Bei der Vorbereitung der Präsentation die Rechtsvorschriften zum Datenschutz sowie die Urheber- und Persönlichkeitsrechte berücksichtigen

BDSG

DSGVO

UrhG

Größe der Verkaufsflächen für die Darstellung des eigenen Betriebes unter Anwendung der Längen- und Flächenberechnungen rechnerisch ermitteln, verschiedene Maßeinheiten und Maßstäbe umrechnen

bemaßter Grundriss

Voraussetzungen für die Durchführung der Präsentation schaffen 

Technik bereitstellen und auf Funktionstüchtigkeit prüfen

Präsentationsmedien vorbereiten

Hilfsmittel zurechtlegen

Betrieb adressatengerecht präsentieren und die Arbeitsorganisation anhand des Grundrisses erklären, dabei die Präsentationskriterien beachten

Alleinstellungsmerkmal

Auf fachliche Fragen sachlich und kompetent antworten 

Mit Widerständen und emotionalen Reaktionen des Publikums professionell umgehen

1.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Eigene Präsentationsleistung anhand der Bewertungskriterien einschätzen

1

Ergebnisbewertung

Selbstreflexion

Technische und kommunikative Probleme in der Zusammenarbeit erkennen

Prozessbewertung

Bewertung der Präsentationen wertschätzend kommunizieren, die Feedbackregeln anwenden und konstruktive Rückmeldungen geben

Einschätzungen anderer entgegennehmen und lösungsorientiert diskutieren

Berufsbezogenes Englisch mit Bezug zu
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 10 Ustd.
Lernfeld 1 Betrieb und Sortiment analysieren und präsentieren

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Austauschprogramme in der Floristik und leiten anhand der eigenen Biografie erreichbare Ziele ab. Dabei nutzen sie digitale Medien, vorrangig in der englischen Sprache. Sie erläutern die Bedeutung beruflicher Wettbewerbe und floristischer Veranstaltungen.

Didaktisch-methodische Hinweise:

Die Schülerinnen und Schüler können in Gruppen zusammenarbeiten und sich in einem Brainstorming über ihre bereits vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen austauschen. Sie sollten sich relevantes berufsspezifisches Fachvokabular erarbeiten und aneignen. Dazu kann ein Glossar mit den wichtigsten englischen Fachbegriffen zur Thematik in Gruppenarbeit erstellt werden.

Bei der Präsentation der Rechercheergebnisse sowie bei der Erläuterung der Bedeutung beruflicher Wettbewerbe und floristischer Veranstaltungen können sie angewendet und gefestigt werden.

Im Vordergrund sollte die Entwicklung des Sprechens stehen. Es ist empfehlenswert, wichtige grammatische Grundlagen wie Zeitformen und Satzbildung zu wiederholen, zu festigen und zu vertiefen.

Lernfeld 2: Schnittware annehmen, versorgen und lagern

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schnittware bei der Annahme zu kontrollieren, diese zu versorgen und zu lagern.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die notwendigen Warenbegleitpapiere (Lieferschein) bei der Annahme von Schnittware (Schnittblumen, Schnittgrün, Pflanzenteile).

Die SuS informieren sich über den ordnungsgemäßen Ablauf der Warenannahme 

6 Ustd.

Überblick, Instrumente der Dokumentation

vorschriftsmäßige Annahme der Ware und Kontrolle der Warenbegleitpapiere

Dokumentieren der Wareneingänge

Sie unterscheiden Schnittware in 

Schnittblumen

Schnittgrün

Pflanzenteile 

Fruchtstände, Früchte, Zweige

Sie recherchieren die dazu notwendigen Warenbegleitpapiere

Lieferschein/Rechnung

Frachtbrief

Zolldokumente

Verzollung von Waren aus  Nicht-EU-Ländern

Sie analysieren das Vorgehen bei der Warenannahme (sofortige und unverzügliche Prüfung, Mängel, Wareneingangsbuch, Geschäftstagebuch)

Die SuS erkundigen sich über das Vorgehen zur sofortigen und unverzüglichen Prüfung der Schnittware

4 Ustd.

quantitativ – Menge, Länge/Größe

qualitativ – Art, Aussehen, Unversehrtheit

Sie charakterisieren verschiedene Mängel, deren Protokollierung und anschließendes Verfahren zum Reklamieren der Ware unter Beachtung betrieblicher Standards

offene, verdeckte Mängel

äußere Prüfung – sofort, Mängelprotokoll

innere Prüfung – unverzüglich, Mängelrüge

Sie informieren sich über Möglichkeiten der Dokumentation der Wareneingänge

Wareneingangsbuch

Geschäftstagebuch

Darüber hinaus recherchieren sie die Ansprüche an die Versorgung (Wasser, Frischhaltemittel) und die Behandlung der Schnittware sowie die Lagerung (Kühlung).

Die SuS recherchieren über Maßnahmen zur optimalen Versorgung und Behandlung unterschiedlicher Schnittware 

4 Ustd.

Schnittblumen, Schnittgrün, Pflanzenteile

Zufuhr von Wasser

Einsatz von Frischhaltemitteln

Schnittwarenpflege 

Anschnitt, Reduzierung der Verdunstungsfläche

Sie charakterisieren die verschiedenen Lagerarten zur Gewährleistung der Haltbarkeit von Schnittware

Lagertemperaturen, Luftfeuchte, Licht, räumliche Anforderungen

Normallager

Trockenlager

Kühllager

Sie erkundigen sich über Qualitätsstandards (Ernte, Lagerung, Aufbereitung, Transport), ergründen pflanzentypische Merkmale (Morphologie, Anatomie, Physiologie) und erschließen sich die botanischen Namen (Systematik, Nomenklatur, Sorte). Sie verwenden auch digitale Medien und überprüfen deren Verlässlichkeit.

Die SuS erkunden die Vielfalt von Schnittware anhand der typischen Anatomie unter Verwendung digitaler Medien. Dabei prüfen sie die Verlässlichkeit der digitalen Quellen. 

16 Ustd.

exemplarisch

Internetrecherche

Visualisierung

Sie bestimmen daraufhin deren Gattungen, Arten, Sorten sowie Herkunft und ordnen diese unter Berücksichtigung der Nomenklatur ins botanische System ein.

Apps zur Pflanzenbestimmung, Bestimmungsbücher

Sie machen sich mit den physiologischen und morphologischen Prozessen der Schnittware vertraut

Aufnahme, Transport und Abgabe von Wasser Transpiration

Fotosynthese 

LF 3

Atmung

Nährstoff- und Wasserhaushalt der Pflanzen

Welken und Verblühen

Sie leiten daraus Maßnahmen zur Qualitätssicherung für den Zeitpunkt der Ernte sowie für die Lagerung, Aufbereitung und für den Transport der Pflanzen ab.

Qualitätsstandards

LS 2.3

Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Versorgung von Schnittware vor und überprüfen Liefertermin, Qualität und Menge.

Die SuS wählen geeignete Maßnahmen zur Versorgung in Abhängigkeit der bestellten Schnittware aus. Dabei wenden Sie ihr Wissen über die Pflanzenphysiologie und Pflegeansprüche von Schnittware an.

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie richten ihren Arbeitsplatz ein und stellen Gefäße, Wasser sowie Werkzeuge unter Beachtung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bereit.

LF 1 Unfallverhütung

Die SuS überprüfen die gelieferte Schnittware auf sichtbare Mängel wie

Abgleich Bestellschein mit Lieferschein

Beschaffenheit/Qualität

Menge

und kontrollieren den Liefertermin und Preise.

Sie grenzen die Möglichkeiten der Versorgung und Lagerung von Schnittware ein. Dabei bedenken sie die Weiterverwendung der Schnittreste (Anstecker).

In Bezug auf die Pflanzenphysiologie berücksichtigen die SuS die zeitnahe Verwendung der Schnittware sowie die begrenzte Lagerfähigkeit und -kapazität. 

6 Ustd.

LF 1 Betriebsgröße

Sie beziehen zusätzlich Möglichkeiten der Weiterverwendung von Pflanzenteilen bzw. Schnittresten in ihre Überlegungen ein

Nachhaltigkeit 

Anfertigen von Ansteckern

gerätegestützter Unterricht

Konservieren 

präparieren, trocknen, pressen

Für die Versorgung legen sie sich Werkzeuge und Maschinen zurecht und überprüfen diese auf Hygiene und Funktionalität. Hier arbeiten sie eigenverantwortlich und selbstständig.

Sie wählen geeignete Werkzeuge für die Versorgung der Schnittwaren aus und überprüfen die Hygienemaßnahmen.

1 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sauberkeit und Funktionstüchtigkeit der Messer und Scheren

Desinfektion und Auswahl geeigneter Gefäße 

Größe, Art, Material

Sie berücksichtigen die Qualität und die Menge an Wasser.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Schnittware an und versorgen diese, indem sie Hygienemaßnahmen ergreifen. 

Nach ordnungsgemäßer Prüfung nehmen die SuS die Schnittware an und dokumentieren den Wareneingang nach betrieblichen Vorgaben.

4 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Wareneingangsbuch, Geschäftstagebuch

Sie versorgen die angenommene Schnittware nach hygienischen Standards. 

Versorgungskette, Wasser, Frischhaltemittel

Für eine optimale Qualität und Haltbarkeit lagern sie die Schnittware ihren Ansprüchen entsprechend. Hierbei gehen sie strukturiert und zügig vor.

Unter Beachtung der Pflanzenphysiologie und Pflegeansprüche lagern die SuS die Schnittware strukturiert und zügig ein. 

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie kontrollieren die Lagerbedingungen regelmäßig und steuern diese bei Abweichungen. 

Temperatur, Luftfeuchte, Licht, Hygiene

analog der Herkunft der Pflanzen

Sie dokumentieren Mängel, reklamieren diese adressatengerecht und leiten bei Bedarf Maßnahmen (Rückgabe, alternative Verwendung) ein.

Die SuS erfassen und dokumentieren Art und Menge der mangelhaften Schnittware. 

4 Ustd.

Mängelprotokoll oder Vermerk auf Lieferschein/Frachtbrief 

Sie beurteilen sichtbare Mängel und leiten Maßnahmen zu deren Behebung ein. 

Aussortieren mangelhafter Schnittware

Sie erkennen alternative Verwendungsmöglichkeiten und separieren diese Ware.

abgebrochene Teile, kurze Schnittblume, Knospen, Seitentriebe, Blätter von Schnittgrün

Bei Bedarf reklamieren sie die mangelhafte Schnittware adressatengerecht und geben diese ggf. zurück.

Mängelrüge

Anschließend prüfen sie die Wiederverwendbarkeit von Verpackungen, trennen die Wertstoffe und entsorgen diese nach rechtlichen Regelungen. 

Die SuS identifizieren unterschiedliche Verpackungsmaterialien und sortieren diese nach Wertstoffgruppen. 

6 Ustd.

Nachhaltigkeit

Mülltrennung

Wertstoffdeklarierung

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Sie differenzieren die Möglichkeiten der Wiederverwendbarkeit sowie deren fachgerechte Entsorgung nach ökologischen und rechtlichen Gesichtspunkten

Betriebsanweisungen

Abfall- und Recycling-Systeme, Upcycling

Bioabfälle 

Bioabfallverordnung (BioAbfV)

Verpackungen

Rücknahme und Verwertung laut Verpackungsgesetz (VerpackG)

Papier, Kartonagen, Folien, Kunststoffe, Etiketten

Restmüll

Sie beachten dabei die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz und stellen die Funktionalität von Werkzeugen und Maschinen sicher.

Die SuS setzen dabei die Vorschriften der Unfallverhütung und des Arbeitsschutzes um

2 Ustd.

LF 1

Arbeitsplatzgestaltung

Rutschgefahr durch Schnittabfälle (Blätter, Stiele)

Verletzungsgefahr beim Umgang mit Schnittwerkzeugen

Sie überprüfen die Werkzeuge am Arbeitsplatz auf Funktionalität. Bei Defekten veranlassen sie Reparaturen.

gerätegestützter Unterricht

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihren Arbeitsprozess. Sie hinterfragen unterschiedliche Herangehensweisen und korrigieren eigene Handlungen.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihren Arbeitsprozess.

3 Ustd.

Prozessauswertung und Prozessbewertung

Die SuS vergleichen ihr eigenes Handeln mit anderen Herangehensweisen und ziehen Schlussfolgerungen daraus.

Reflexion

Feedback-Methoden

Sie erkennen Fehler und korrigieren ihre Vorgehensweise bei der Schnittwarenannahme, -versorgung und -lagerung.

Prozessoptimierung

Anschnitte, Techniken 

Hygiene

Lernfeld 2 Schnittware annehmen, versorgen und lagern
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
2.1
Schnittware botanisch unterscheiden
19 Ustd.
2.2
Schnittware überprüfen und annehmen
17 Ustd.
2.3
Schnittware fachgerecht versorgen und lagern
24 Ustd.
Lernsituation
2.3
Schnittware fachgerecht versorgen und lagern
24 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, die Schnittware nach der Anlieferung unter Berücksichtigung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unverzüglich und fachgerecht zu versorgen und einzulagern. Sie entsorgen und recyceln Verpackungen unter Beachtung der rechtlichen, ökologischen und ökonomischen Aspekte.

Im Vorfeld recherchieren Sie geeignete Methoden zur Versorgung, Behandlung und Lagerung verschiedener Schnittwaren, einschließlich Wasserzufuhr, Frischhaltemitteln und spezifischer Pflegehinweise. Sie charakterisieren die verschiedenen Lagerarten und deren Bedingungen.

Im Team reflektieren Sie den Prozess. Sie vergleichen und diskutieren andere Herangehensweisen und leiten daraus Verbesserungen ab.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren

4

Maßnahmen zur optimalen Versorgung und Behandlung unterschiedlicher Schnittware recherchieren

LS 2.1 Schnittblumen, Schnittgrün, Pflanzenteile

Zufuhr von Wasser

Einsatz von Frischhaltemitteln

Schnittwarenpflege 

Anschnitt, Reduzierung der Verdunstungsfläche

Die verschiedenen Lagerarten zur Gewährleistung der Haltbarkeit von Schnittware charakterisieren

Lagertemperaturen, Luftfeuchte, Licht, räumliche Anforderungen

Normallager

Trockenlager

Kühllager

2.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Geeignete Maßnahmen zur Versorgung in Abhängigkeit der bestellten Schnittware auswählen, dabei das Wissen über die Pflanzenphysiologie und Pflegeansprüche von Schnittware anwenden

19

gerätegestützter Unterricht

In Bezug auf die Pflanzenphysiologie die zeitnahe Verwendung der Schnittware sowie die begrenzte Lagerfähigkeit und -kapazität berücksichtigen

LF 1 Betriebsgröße

Zusätzliche Möglichkeiten der Weiterverwendung von Pflanzenteilen bzw. Schnittresten in die Überlegungen einbeziehen

Nachhaltigkeit 

Anfertigen von Ansteckern

gerätegestützter Unterricht

Konservieren 

präparieren, trocknen, pressen

Geeignete Werkzeuge bei der Versorgung der Schnittwaren auswählen und die Hygienemaßnahmen überprüfen

gerätegestützter Unterricht

Sauberkeit und Funktionstüchtigkeit der Messer und Scheren

Desinfektion und Auswahl geeigneter Gefäße 

Größe, Art, Material

Qualität und Menge an Wasser berücksichtigen

Arbeitsplatz einrichten und Gefäße, Wasser sowie Werkzeuge unter Beachtung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bereitstellen

LF 1 Unfallverhütung

Die angenommene Schnittware nach hygienischen Standards versorgen

Beachten der Versorgungskette, Wasser, Frischhaltemittel

Unter Beachtung der Pflanzenphysiologie und Pflegeansprüche die Schnittware strukturiert und zügig einlagern

gerätegestützter Unterricht

Lagerbedingungen regelmäßig kontrollieren und bei Abweichungen steuern

Temperatur, Luftfeuchte, Licht, Hygiene

analog der Herkunft der Pflanzen

Die unterschiedlichen Verpackungsmaterialien identifizieren und nach Wertstoffgruppen sortieren 

Nachhaltigkeit

Mülltrennung

Wertstoffdeklarierung

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Möglichkeiten der Wiederverwendbarkeit sowie deren fachgerechte Entsorgung nach ökologischen und rechtlichen Gesichtspunkten differenzieren

Betriebsanweisungen

Abfall- und Recycling-Systeme, Upcycling

Bioabfälle 

Bioabfallverordnung (BioAbfV)

Verpackungen

Rücknahme und Verwertung laut Verpackungsgesetz (VerpackG)

Papier, Kartonage Folie, Kunststoffe, Etiketten

Restmüll

Vorschriften der Unfallverhütung und des Arbeitsschutzes umsetzen

LF 1 

Arbeitsplatzgestaltung

Rutschgefahr durch Schnittabfälle 

Blätter, Stiele

Verletzungsgefahr beim Umgang mit Schnittwerkzeugen

Werkzeuge auf Funktionalität am Arbeitsplatz überprüfen, bei Defekten Reparaturen veranlassen

gerätegestützter Unterricht

2.3.3 Bewerten/
Reflektieren

Arbeitsprozess beurteilen

1

Prozessauswertung und Prozessbewertung

Eigenes Handeln mit anderen Herangehensweisen vergleichen und Schlussfolgerungen daraus ziehen

Reflexion

Fehler erkennen und Vorgehensweise bei der Schnittwarenversorgung und -lagerung korrigieren

Prozessoptimierung

Anschnitte, Techniken, Hygiene

Lernfeld 3: Pflanzen pflegen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, wechselnde Pflanzsortimente des Betriebs zu pflegen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler erschließen das Pflanzensortiment ihres Betriebs. 

Die SuS analysieren das betriebliche Pflanzensortiment

6 Ustd.

LF 1 

Anschauungsmaterial 

Trends

Saisonalität

Zimmerpflanzen

Beet- und Balkonpflanzen

Kübelpflanzen

Wild- und Küchenkräuter

Stauden

Laubgehölze

Nadelgehölze

Sie ordnen die Pflanzen unter Berücksichtigung der Nomenklatur ins botanische System ein. Sie unterscheiden diese nach 

Pflanzensammlung,

Pflanzenkartei Bestimmungsübungen

Familien,

Gattungen,

Arten und

Sorten.

Sie informieren sich über die Herkunft von Pflanzen (Vegetations- und Klimazonen, autochthon, Transportwege, Artenschutz), deren Ansprüche sowie Wuchs- und Lebensformen (Lebensdauer, Überdauerungsorgane)

Die SuS erkundigen sich über die Herkunft von Pflanzen hinsichtlich 

35 Ustd.

Soziologie der Pflanzen: natürliche Pflanzengemeinschaften typische Pflanzensortimente in der Floristik

Fachexkursion „Botanischer Garten“

der Vegetations- und Klimazonen der Erde,

Geographie OS, Klst. 10, LB 1

des autochthonen (gebietsheimischen) Ursprungs sowie 

des Artenschutzes.

Rote Liste, invasive Pflanzen

Sie recherchieren die Transportwege von Pflanzen ausgehend von ihren Herkunftsländern. 

Sie informieren sich zu Aufbau und Funktion der Pflanzenorgane sowie zu deren Überdauerungsorganen

Bestimmungsübungen von Pflanzenorganen

Einsatz analoger und digitale Medien

Wurzel, Spross, Blatt und deren Metamorphosen

Blüte

Frucht und Samen

Aus Herkunft, Wuchs- und Lebensformen der Pflanzen leiten sie deren Verwendung und Lebensdauer ab.

Die SuS erstellen und vergleichen Werkstoffkalender, insbesondere saisonale Werkstoffkalender, unter Berücksichtigung von botanischen Bezeichnungen und Handelsbezeichnungen der Pflanzen.

exemplarisch für Pflanzungen

Dabei identifizieren sie Wachstumsfaktoren (Licht, Wasser, Nährstoffe, Temperatur, Boden) als Ausgangspunkt für die Pflanzenpflege (Pflanzenschutz, Düngung).

Zur Optimierung der Lebensvorgänge von Pflanzen und Pflanzungen identifizieren sie folgende Wachstumsfaktoren:

gerätegestützter Unterricht

Versuchsreihe als Projekt

Licht

Wasser

Nährstoffe

Temperatur

Boden

Die SuS ermitteln auf Grundlage der Wachstumsfaktoren spezifische Maßnahmen zur Pflanzenpflege und Düngung für den Innen- und Außenbereich

Topfpflanzenpflege: Kulturgefäße, Erden, Substrate

Pflegefibel

LF 2

Kultur- und Pflegemaßnahmen

integrierter Pflanzenschutz

LS 3.3

Pflanzenhygiene

Sie setzen sich intensiver mit den Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes, insbesondere des biologischen Pflanzenschutzes, auseinander

Nachhaltigkeit

prophylaktische Maßnahmen

Bodengesundheit, Hygienemaßnahmen

biologische Maßnahmen

Einsatz und Förderung von Nützlingen

biotechnische Maßnahmen

physikalische/mechanische Maßnahmen

chemische Maßnahmen

Die SuS machen sich mit folgenden Aspekten im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln vertraut:

Rechtsvorschriften

Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung (PflSchSachkV), Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PflSchAnwV)

Kennzeichnung

Gefahrensymbole

Lagerung

Abgabe

LF 8: Beratung und Verkauf

Anwendung

Entsorgung

Sie unterscheiden Schadbilder und deren Ursachen. Sie nutzen dabei auch digitale Medien.

Die SuS unterscheiden Pflanzenkrankheiten und Schädlinge unter Anwendung analoger und digitaler Medien.

6 Ustd.

Schadbilder

Originale

Internetrecherche, branchentypische Software

Sie identifizieren anhand von Schadbildern abiotische und biotische Schadursachen.

Wachstumsfaktoren, Folgen falscher Pflege

Die Schülerinnen und Schüler planen die Pflege von Pflanzen für den Innen- und Außenbereich (ganzjährig, saisonal) und beachten hierbei die Herkunft sowie die standortspezifischen Unterschiede. Sie verknüpfen diese mit den physiologischen Vorgängen in der Pflanze, um  ein optimales Wachstum zu gewährleisten und abiotischen und biotischen Schäden vorzubeugen.

Die SuS legen die Arbeitsschritte für die saisonale und ganzjährige Pflege von Pflanzen für den Innen- und Außenbereich zur Gewährleistung eines optimalen Wachstums und zur Vorbeugung von abiotischen und biotischen Schäden fest.

3 Ustd.

Pflegefibel

Pflegeplan

Dabei beachten sie 

physiologische Vorgänge in der Pflanze,

Herkunft der Pflanzen und

standortspezifische Unterschiede.

Sie stellen Werkstoffe, Betriebsmittel sowie Werkzeuge bereit und richten ihren Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der geplanten Arbeitsabläufe ein.

LS 3.1 Werkstoffkalender

Im Umgang mit Pflanzenschutzmittel wählen die SuS persönliche Schutzausrüstung aus. 

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Sie passen Düngemaßnahmen den Pflanzensortimenten sowie den spezifischen Anforderungen an Qualität und Haltbarkeit an.

Die SuS sichten die Pflanzen und legen entsprechende Düngemaßnahmen gemäß der spezifischen Anforderungen an Qualität und Haltbarkeit fest.

1 Ustd.

Die Schülerinnen und Schüler pflegen Pflanzen für den Innen- und Außenbereich, setzen verantwortungsbewusst Pflanzenschutzmittel nach den Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes (Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung) ein.

Die SuS setzen die geplanten Maßnahmen zur Pflege von Pflanzen im Innen- und Außenbereich nach den Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes um.

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie wenden die Vorschriften für Einsatz, Abgabe und Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln gemäß Pflanzenschutzgesetz und Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung verantwortungsvoll an. Sie dokumentieren alle notwendige Daten.

Gesundheits- und Umweltschutz

Sie führen Berechnungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch (Dreisatz, Prozent, Promille).

Laut Hinweisen des Herstellers ermitteln die SuS die Menge, Dosierung und Konzentration für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unter Anwendung von Dreisatz-, Prozent- und Promilleberechnungen.

3 Ustd.

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Pflanzen auf Verkaufsfähigkeit und diskutieren Maßnahmen zur Optimierung der Pflege. 

Die SuS kontrollieren regelmäßig die Gesundheit und  Qualität der Pflanzen in Hinblick auf ihre Verkaufsfähigkeit. 

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Sie schätzen die festgelegten Arbeitsschritte der Pflanzenpflege ein und reflektieren deren Umsetzung.

Sie unterbreiten und diskutieren Vorschläge und Maßnahmen zur Optimierung der Pflanzenpflege.

Gruppendiskussion

Im Team reflektieren sie ihre Maßnahmen nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten.

Die SuS reflektieren ihre Maßnahmen, insbesondere zum Pflanzenschutz, und werten diese im Team nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten aus. 

2 Ustd.

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Feedback

Sie machen sich die Bedeutung und das Ziel des integrierten Pflanzenschutzes bewusst. 

Vermeidung von Pflanzenschäden

LS 3.2 Schadbilder

Biodiversität

Umweltschutz

Lernfeld 3 Pflanzen pflegen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
3.1
Pflanzen botanisch unterscheiden
21 Ustd.
3.2
Pflanzen versorgen und pflegen
20 Ustd.
3.3
Pflanzenschutz umsetzen und kontrollieren
19 Ustd.
Lernsituation
3.1
Pflanzen botanisch unterscheiden
21 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, Pflanzungen in einer Empfangshalle und auf der Frühstücksterrasse eines Unternehmens vorzunehmen. 

Dabei verschaffen Sie sich in Begleitung Ihrer Vorgesetzten einen Überblick über die Standortbedingungen. Sie entwickeln einen saisonalen Vorschlag für Pflanzungen.  Dafür erstellen Sie digital einen exemplarischen Werkstoffkalender unter Einbezug der botanischen Nomenklatur und Handelsbezeichnungen der Pflanzen. Sie vergleichen Ihr Arbeitsergebnis mit anderen Vorschlägen und werten dieses kriteriengeleitet im Team aus.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
3.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren 

17

Betriebliches Pflanzensortiment  analysieren

LF 1 

Anschauungsmaterial 

Trends

Saisonalität

Zimmerpflanzen

Beet- und Balkonpflanzen

Kübelpflanzen

Wild- und Küchenkräuter

Stauden

Laubgehölze

Nadelgehölze

Pflanzen unter Berücksichtigung der Nomenklatur ins botanische System einordnen und unterscheiden nach

Pflanzensammlung

Pflanzenkartei  Bestimmungsübungen

Familien,

Gattungen, 

Arten und

Sorten

Sich über die Herkunft von Pflanzen erkundigen hinsichtlich 

Soziologie der Pflanzen:  natürliche Pflanzengemeinschaften

typische Pflanzensortimente in der Floristik 

Fachexkursion „Botanischer Garten“

der Vegetations- und Klimazonen der Erde

Geographie OS, Klst. 10,  LB 1

des autochthonen (gebietsheimischen) Ursprungs sowie 

des Artenschutzes

Rote Liste, invasive Pflanzen

Transportwege von Pflanzen ausgehend von ihren Herkunftsländern recherchieren

Sich zu Aufbau und Funktion der Pflanzenorgane sowie zu deren Überdauerungsorganen informieren

Bestimmungsübungen von Pflanzenorganen

Einsatz analoger und digitale Medien

Wurzel, Spross, Blatt und deren Metamorphosen

Blüte

Frucht und Samen

Deren Verwendung und Lebensdauer aus Herkunft, Wuchs- und  Lebensformen der Pflanzen ableiten

Kriterien für den Werkstoffkalender festlegen

3.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Werkstoffkalender, insbesondere saisonale Werkstoffkalender, unter Berücksichtigung von botanischen Bezeichnungen und Handelsbezeichnungen der Pflanzen erstellen

2

exemplarisch für Pflanzungen

3.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Verschiedene saisonale Werkstoffkalender vergleichen und kriteriengeleitet im Team auswerten

1
Lernfeld 3 Pflanzen pflegen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
3.1
Pflanzen botanisch unterscheiden
21 Ustd.
3.2
Pflanzen versorgen und pflegen
20 Ustd.
3.3
Pflanzenschutz umsetzen und kontrollieren
19 Ustd.
Lernsituation
3.2
Pflanzen versorgen und pflegen
20 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, Pflanzen in einer Empfangshalle und auf der Frühstücksterrasse eines Unternehmens zu pflegen. 

Dabei verschaffen Sie sich in Begleitung Ihrer Vorgesetzten einen Überblick über das Pflanzensortiment, den Zustand der Pflanzen und deren Pflegeansprüche.

Sie legen gemeinsam Arbeitsschritte für die saisonale und ganzjährige Pflege von Pflanzen für den Innen- und Außenbereich zur Gewährleistung eines optimalen Wachstums und der Pflanzengesundheit in einem Pflegeplan fest. Dafür ermitteln Sie Herkunft, Wachstumsfaktoren und Standortbedingungen der jeweiligen Pflanzen.

Sie setzen Ihre geplanten Pflegemaßnahmen für die Pflanzen im Innen- und Außenbereich um. Sie überprüfen die Gesundheit und Qualität der Pflanzen regelmäßig, diskutieren im Team Abweichungen und leiten Maßnahmen zur Optimierung der Pflege ab.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
3.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren 

17

Zur Optimierung der Lebensvorgänge von Pflanzen und Pflanzungen Wachstumsfaktoren identifizieren

gerätegestützter Unterricht

Versuchsreihe als  Projekt

Licht

Wasser

Nährstoffe

Temperatur

Boden

Auf Grundlage der Wachstumsfaktoren spezifische Maßnahmen zur Pflanzenpflege und Düngung für den Innen- und Außenbereich ermitteln

Topfpflanzenpflege: Kulturgefäße, Erden, Substrate

Pflegefibel

LF 2

Kultur- und Pflegemaßnahmen

integrierter Pflanzenschutz

LS 3.3

Pflanzenhygiene

Pflanzenkrankheiten und Schädlinge unter Anwendung analoger und digitaler Medien unterscheiden

Schadbilder

Originale

Internetrecherche, branchentypische Software

Abiotische und biotische Schadursachen anhand von Schadbildern identifizieren

Wachstumsfaktoren, Folgen falscher Pflege

Arbeitsschritte für die saisonale und ganzjährige Pflege von Pflanzen für den Innen- und Außenbereich zur Gewährleistung eines optimalen Wachstums und zur Vorbeugung von abiotischen und biotischen Schäden festlegen

Pflegefibel

Pflegeplan

Dabei physiologische Vorgänge in der Pflanze, Herkunft der Pflanzen und standortspezifische Unterschiede beachten

3.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Werkstoffe, Betriebsmittel sowie Werkzeuge bereitstellen 

2

LS 3.1 Werkstoffkalender

Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der geplanten Arbeitsabläufe einrichten

Pflanzen sichten und entsprechende Düngemaßnahmen gemäß der spezifischen Anforderungen an Qualität und Haltbarkeit festlegen

gerätegestützter Unterricht

Geplante Maßnahmen zur Pflege von Pflanzen im Innen- und Außenbereich umsetzen

Gesundheits- und Umweltschutz

LS 3.3 integrierter Pflanzenschutz

Gesundheit und Qualität der Pflanzen regelmäßig kontrollieren

gerätegestützter Unterricht

3.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Festgelegte Arbeitsschritte zur Pflanzenpflege einschätzen 

1

Umsetzung der Pflanzenpflege reflektieren

Vorschläge und Maßnahmen zur Optimierung der Pflanzenpflege unterbreiten und diskutieren

Gruppendiskussion

Lernfeld 4: Sträuße gestalten und Preise berechnen

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Sträuße nach Auftrag zu gestalten und Preise zu berechnen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag.

Die SuS analysieren den Auftrag der Kundin bzw. des Kunden nach folgenden Aspekten:

3 Ustd.

Anlass 

öffentlich, privat, Feiertagsbezug, Tradition

Art des Straußes

Menge

ggf. Liefertermin

ggf. Preisvorgabe/-vorstellung

Dafür verschaffen sie sich einen Überblick über die verschiedenen Straußformen.

Sie erkundigen sich über die verschiedenen Straußformen mit einer Bindestelle

3 Ustd.

analog, digital

dekorativer Strauß

rund gebunden, flach gebunden, kompakt, gestaffelt, in Grundform/Grundgerüst, Strukturstrauß

formal-linearer/grafischer Strauß

historische Straußformen

Entwicklung Optik und Technik

Sie leiten die zugrundeliegenden Gestaltungsprinzipien (Gestaltungs-, Ordnungs-, Anordnungsarten, Formenlehre, Farbenlehre) ab.

Die SuS setzen sich mit den wesentlichen Gestaltungsprinzipien der Floristik auseinander. 

21 Ustd.

Visualisierungen, Skizzierübungen

Die SuS analysieren die Systematik der Ordnung und Anordnung in der Floristik

Reihungen – stetige, abgestufte, rhythmische Reihe

Oberflächengestaltung – Streuungen, Flächengliederungen, Struktur

Gruppen – geschlossen, aufgelockert

Sie informieren sich über die Ordnungs- und Anordnungsarten von Werkstoffen in der Floristik

Visualisierungen

Ordnungsarten – symmetrisch, asymmetrisch

Naturbeobachtungen

Wirkung des Hebelgesetzes in floristischen Werkstücken

Anordnungsarten – parallel, radial, frei

Proportionen – Goldener Schnitt als optischer Maßstab

Anschauungsmaterialien

Die SuS ermitteln wesentliche Grundlagen zur Formenlehre in der Floristik

Form – konstruiert, frei, geometrisch

Bewegung – aktiv, passiv

Bewegungsformen des einzelnen Werkstoffes

Struktur

Textur – Arten, Harmonien

Charakter – Persönlichkeit der Pflanze

Charaktergruppen: Herrschafts-, Prunk-, Gemeinschaftsform

Die SuS recherchieren zu Grundlagen der Farbenlehre

Galeriebesuch, Exkursion

Fachtermini

Überblick verschiedener Farbenlehren

Farbordnungssysteme nach Itten, Küppers, Goethe, Natural Color System (NCS)

Farbharmonien - Harmonien kleiner und großer Abstände

Farbexperimente, -collagen

Farbkontraste

Wirkung von Farben/Symbolik

Bezug zu Traditionen, Bräuchen, Formen, Stimmungen

Mengenverteilung

Sie informieren sich zu technischen Anforderungen (Anordnung der Werkstoffe, technische Hilfsmittel) und Maßnahmen, die die Haltbarkeit des Werkstücks beeinflussen (Anschnitt, Festigkeit und Sauberkeit der Bindestelle), auch mit Hilfe digitaler Medien

Die SuS erkundigen sich über florale und nonflorale Werkstoffe in Sträußen unter Einsatz analoger und digitaler Medien.

10 Ustd.

Internetrecherche

nachhaltige Materialien

Sie recherchieren zu technischen Hilfsmitteln sowie Möglichkeiten der technischen Umsetzung bei der Anordnung und Gestaltung des Werkstücks Strauß.

drahten, stützen, Anfertigen von Grundformen/Gerüste

Sie informieren sich über Maßnahmen zur Gewährleistung der Haltbarkeit des floralen Werkstücks hinsichtlich 

LF 2

Anschnitt, 

Reinigung und Desinfektion der Werkzeuge und Gefäße

Frischhaltemittel

Festigkeit und 

Sauberkeit der Bindestelle.

technische Anforderungen

Dabei sondieren sie Bezugsquellen für ihr Material (florale und nonflorale Werkstoffe, technische Hilfsmittel, Lieferzeiten, Bezugspreise) und ermitteln den Bedarf. 

Die SuS recherchieren Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten nonfloraler Werkstoffe.

10 Ustd.

Papier

Übung zu Texturen

Holz- und Korbwaren

Vergleich Texturen floral mit 

Metall

nonfloral

Natur- und Kunstfaser

Wachse

Kunststoffe

Sie ermitteln Bezugsquellen, vergleichen Lieferzeiten und Bezugspreise für florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel. 

Sie kalkulieren den Warenbedarf und holen Angebote unter Berücksichtigung von ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, insbesondere Saisonalität, Regionalität und Lieferketten sowie Qualitäts- und Gütesiegeln ein.

Menge, Art, Qualität

Sie entwickeln eine Vorstellung von Material- und Arbeitskosten, konkretisieren ihre Ideen und entwickeln Qualitätskriterien für Sträuße.

Die SuS informieren sich über Material- und Arbeitskosten in der Floristikbranche. 

4 Ustd.

Im Abgleich mit den Preisvorstellungen der Kunden und Kundinnen konkretisieren sie ihre Ideen zur Gestaltung der Sträuße.

Kundenauftrag

Sie stellen Qualitätskriterien für ihre Sträuße/Werkstücke auf.

Qualitätsstandards

Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Aufträge Sträuße und tauschen sich hierüber im Team aus. Sie wählen die Werkstoffe entsprechend der technischen Anforderungen aus und entscheiden sich für Gestaltungsprinzipien. 

Die SuS entwickeln auftragsbezogen Ideen zur Gestaltung von Sträußen unter Einbezug der Gestaltungsprinzipien 

4 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Gestaltungsart

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse

Sie tauschen sich im Team über verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten aus und berücksichtigen Trends.

Die SuS wählen florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel aus. Sie bestimmen die handwerklichen Fertigungstechniken.

Werkstoffkalender als Unterstützungsmittel

Die SuS legen Arbeitsschritte fest sowie leiten ihre individuellen Arbeitskosten ab. 

Auf dieser Grundlage entwerfen sie ihren Strauß und überschlagen den Preis. 

Die SuS entwerfen und skizzieren ihren Strauß. 

3 Ustd.

Sie überschlagen den Preis anhand der Auswahl an floralen und nonfloralen Werkstoffen sowie technischen Hilfsmitteln und der persönlichen Arbeitsleistung.

Sie organisieren eine fachgerechte und kundenorientierte Abwicklung des Auftrages. Sie berücksichtigen dabei die Interessen des Betriebs, die Bedürfnisse der Kunden und Kundinnen sowie die Aspekte der Nachhaltigkeit.

Zur Erfüllung des Kundenauftrages kommunizieren die SuS die erforderlichen Aufgaben, Zuständigkeiten und Zeitvorgaben im Team.

4 Ustd.

Arbeitsablaufplan, Checklisten für exemplarischen Großauftrag

Dabei beachten sie die Personalressourcen und betriebliche Qualitätsstandards sowie einen schonenden Material- und Energieverbrauch. 

Dienstplan

Betriebsbudget/Betriebserfolg

Die SuS prüfen die Verfügbarkeit von Werkstoffen und technischen Hilfsstoffen. Bei Bedarf bestellen sie fehlende Materialien und behalten die Liefertermine im Blick. 

Für zusätzliche Serviceleistungen kooperieren sie mit anderen Anbietern. Dafür nutzen sie externe und betriebsinterne Informations- und Kommunikationssysteme.

Kundenauftrag

Anlieferung

Die Schülerinnen und Schüler gestalten Sträuße und dokumentieren diese in Werkstofflisten. Dabei beachten sie die zugrundeliegenden Gestaltungsprinzipien, setzen die technischen Kriterien um und gleichen ihr Werkstück mit den Kundenwünschen ab.

Die SuS stellen Werkstoffe, technische Hilfsmittel sowie Betriebsmittel bereit und richten die Arbeitsplätze unter Berücksichtigung von Arbeitsabläufen ein.

20 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Bei defekten Werkzeugen oder Geräten veranlassen sie Reparaturen.

Die SuS gestalten die Sträuße/Werkstücke nach ihrem Entwurf/Skizze. 

Dabei setzen sie die Gestaltungselemente, insbesondere Gestaltungsart, Ordnungsart, Anordnungsart, Farbe und Textur, um und wenden geeignete Fertigungstechniken an. 

Ggf. präparieren und stabilisieren die SuS florale und nonflorale Werkstoffe.

LF 2

Drahten, Wachsen, Erhitzen

Die SuS dokumentieren verwendete florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel in Werkstofflisten.

Werkstoffkalender

Bei Einsatz von Werkzeugen und Geräten nutzen sie Bedienungsanleitungen und berücksichtigen den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

LF 1/LS 1.3 Unfallverhütung

Die SuS überprüfen jeweils ihre Sträuße/Werkstücke in Bezug auf die Kundenwünsche.

Sie vergleichen ihre Werkstücke in Bezug auf Wirkung, Handwerklichkeit und Preisgestaltung. Dabei akzeptieren sie Kritik an ihrer Vorgehensweise.

Die SuS vergleichen ihre Sträuße/ihre Werkstücke kriteriengeleitet im Team hinsichtlich folgender Aspekte: 

3 Ustd.

gerätegestützter Unterricht

Wirkung

Fertigungstechnik

Qualitätskriterien, Auswahl, Umsetzung

Preisgestaltung

Sie nehmen andere Meinung an und akzeptieren kritische Einschätzungen an ihrem Vorgehen. 

integrativ

konstruktives Feedback

Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Werkstücke anhand der technischen und gestalterischen Kriterien sowie der Kundenwünsche. 

Die SuS schätzen ihren Strauß/ihr Werkstück unter Einbeziehen gestalterischer und technischer Kriterien ein

2 Ustd.

Ergebnisbewertung

Gestaltungsart

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse

Fertigungstechniken

Ausgehend vom Kundenwunsch beurteilen sie ihren Strauß/Werkstück 

Anlass - Wirkung

Haltbarkeit

Preisvorstellung

Sie kalkulieren den Preis (Handelskalkulation) und erläutern diese den Kunden und Kundinnen.

Die SuS kalkulieren den Bruttoverkaufspreis für ihren Strauß/ihr Werkstück unter Anwendung der Handelskalkulation. 

8 Ustd.

branchentypische Software

Kalkulationsschema

Kalkulationsfaktor 

Kalkulationszuschlag

Sie erläutern den Kunden und Kundinnen die Preiskalkulation und gehen auf die Kosten, insbesondere für ökologisch und sozial nachhaltige Produkte, ein.

Transparenz

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Ergebnisse, ihren Umgang mit den Kunden und Kundinnen und ihre Rolle als Dienstleister. 

Die SuS überprüfen die Erwartungen an die Gestaltung des Straußes/Werkstückes aus eigener und Sicht der Kundschaft.

2 Ustd.

Kundenzufriedenheit

Sie nehmen ihre Rolle als Dienstleister wahr und reflektieren ihr Verhalten in Verkaufssituationen gegenüber den Kunden und Kundinnen.

Selbst- und Fremdwahrnehmung 

Sie diskutieren die Abwicklung des Auftrages und schlagen anhand von Qualitätskriterien Verbesserungsmaßnahmen vor.

Die SuS setzen sich im Team kritisch mit ihrem Arbeitsprozess zur Auftragsabwicklung anhand der betrieblichen Qualitätsvorgaben, insbesondere zum nachhaltigen Handeln, auseinander.

3 Ustd.

Arbeitsablaufpläne

Kommunikation

Prozessbewertung

Pro-Contra-Diskussion

Im Anschluss beurteilen sie die Auswirkungen des eigenen Handelns auf folgende Faktoren:

Warenbeststände

Kalkulation von Kosten und Verkaufspreisen 

Betriebsergebnis/Betriebserfolg

Die SuS leiten Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitsprozesse ab.

integrativ
Lernfeld 4 Sträuße gestalten und Preise berechnen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 100 Ustd.
Lernsituationen
4.1
Sich mit den Grundlagen der Gestaltungslehre für Sträuße auseinandersetzen
38 Ustd.
4.2
Sträuße anlass- und kundenorientiert gestalten und bewerten
40 Ustd.
4.3
Verkaufspreise für Sträuße kalkulieren und beurteilen
22 Ustd.
Lernsituation
4.2
Sträuße anlass- und kundenorientiert gestalten und bewerten
40 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, einen saisonalen Strauß für ein Event zu gestalten.

Sie recherchieren saisonal verfügbare Schnittblumen und Pflanzen.

Im Team ermitteln Sie die Preisvorstellungen und führen eine Marktanalyse durch, um Konkurrenzpreise einzuschätzen.

Sie erarbeiten einen Arbeitsablaufplan und skizzieren Ihren Strauß, erstellen eine Werkstoffliste und wählen entsprechende Werkzeuge aus.

Sie übernehmen unterschiedliche Rollen (z. B. Einkauf, Design, Verkauf) und führen die notwendigen floristischen Arbeitsschritte durch, um die Sträuße zu gestalten.

Nach der Simulation der Verkaufspräsentation reflektieren Sie über Ihre Erfahrungen im Kundenkontakt. Sie bewerten Ihren Strauß im Hinblick auf Wirkung und Kundenwünsche. Sie diskutieren im Team Verbesserungsvorschläge für den Arbeitsprozess. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag der Kundin bzw. des Kunden nach folgenden Aspekten analysieren:

14

Anlass 

Art des Straußes

Form, Farbe, Saison, Trends

Werkstoffmenge

ggf. Liefertermin

ggf. Preisvorgabe/-vorstellung

Im Abgleich mit den Preisvorstellungen der Kunden und Kundinnen Ideen zur Gestaltung der Sträuße konkretisieren

Kundenauftrag

Qualitätskriterien für Sträuße/Werkstücke aufstellen

Qualitätsstandards

Ideen zur Gestaltung von Sträußen unter Einbezug der Gestaltungsprinzipien auftragsbezogen entwickeln

gerätegestützter Unterricht

Gestaltungsart

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung 

Geltungs- und Bewegungsform

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse

Sich im Team über verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten austauschen und Trends berücksichtigen

Florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel auswählen und dokumentieren

Werkstoffkalender als Unterstützungsmittel
Entwurf einer Werkstoffliste

Handwerkliche Fertigungstechniken bestimmen

Strauß entwerfen und skizzieren

Zur Erfüllung des Kundenauftrages die erforderlichen Aufgaben, Zuständigkeiten und Zeitvorgaben im Team kommunizieren

Arbeitsablaufplan, Checklisten für exemplarischen Großauftrag

Dabei die Personalressourcen und betriebliche Qualitätsstandards sowie einen schonenden Material- und Energieverbrauch beachten 

Dienstplan
Betriebsbudget/Betriebserfolg

Verfügbarkeit von Werkstoffen und technischen Hilfsstoffen prüfen

Bei Bedarf fehlende Materialien bestellen und die Liefertermine im Blick behalten

Für zusätzliche Serviceleistungen mit anderen Anbietern kooperieren 

Kundenauftrag
Anlieferung

Dafür externe und betriebsinterne Informations- und Kommunikationssysteme nutzen

4.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Werkstoffe, technische Hilfsmittel sowie Betriebsmittel bereitstellen und die Arbeitsplätze unter Berücksichtigung von Arbeitsabläufen einrichten

20

gerätegestützter Unterricht

Bei defekten Werkzeugen oder Geräten Reparaturen veranlassen

Sträuße/Werkstücke nach Entwurf/Skizze gestalten

Dabei die Gestaltungselemente, insbesondere Gestaltungsart, Ordnungsart, Anordnungsart, Farbe und Textur, umsetzen und geeignete Fertigungstechniken anwenden

Florale und nonflorale Werkstoffe ggf. präparieren und stabilisieren

Verwendete florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel in Werkstofflisten auf Vollständigkeit prüfen und ggf. ergänzen

Bei Einsatz von Werkzeugen und Geräten Bedienungsanleitungen  nutzen sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz berücksichtigen

LF 1/LS 1.3 Unfallverhütung

Sträuße/Werkstücke überprüfen

4.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Im Team verschiedene Sträuße/Werkstücke kriteriengeleitet nach folgenden Aspekten vergleichen: 

6

gerätegestützter Unterricht

Wirkung

adressatengerecht, anlassbezogen

Fertigungstechnik

Qualitätskriterien, Auswahl, Umsetzung

Andere Meinung annehmen und  kritische Einschätzungen am Vorgehen akzeptieren

Strauß/Werkstück unter Einbeziehen gestalterischer und technischer Kriterien einschätzen

Ergebnisbewertung

Gestaltungsart

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse

Fertigungstechniken

Ausgehend vom Kundenwunsch Strauß/Werkstück beurteilen

Anlass – Wirkung

Haltbarkeit

Erwartungen an die Gestaltung des Straußes/Werkstückes aus eigener und Sicht der Kundschaft überprüfen

Kundenzufriedenheit

Rolle als Dienstleister wahrnehmen und Verhalten in Verkaufssituationen gegenüber den Kunden und Kundinnen reflektieren

Selbst- und Fremdwahrnehmung 

Sich im Team kritisch mit dem Arbeitsprozess zur Auftragsabwicklung anhand der betrieblichen Qualitätsvorgaben, insbesondere zum nachhaltigen Handeln, auseinandersetzen

Arbeitsablaufpläne, Zeitmanagement, Kommunikation
Prozessbewertung
Pro-Contra-Diskussion

Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitsprozesse ableiten

Lernfeld 5: Im Kassenbereich arbeiten

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Kunden und Kundinnen zu bedienen, Waren zu verpacken und zu kassieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Kassenbereich und die Bedienung der Kasse. 

Die SuS analysieren wichtige Aufgaben im Kassenbereich

3 Ustd.

Überblick, Mindmap

Bedienen der Kunden und Kundinnen 

Beratungs- und Verkaufsgespräch

Verpacken und Aushändigen der Waren 

Abkassieren der floraler und nonfloraler Ware 

Bearbeiten von Reklamationen 

Erstellen von Tagesabschlüssen

Sie erkunden betriebliche Zahlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Betriebsart.

Brainstorming

Betriebserkundung

analoge und digitale Bezahlsysteme

Sie informieren sich über Kassensysteme in Ausbildungsbetrieben und vergleichen deren Vor- und Nachteile.

Sie verschaffen sich einen Überblick über Boni- und Rabattsysteme. 

Die SuS ermitteln Boni- und Rabattsysteme.

1 Ustd.

Skonto

Kunden-/Treue-, Mengenrabatt, Saisonrabatt

Im Umgang mit Kundendaten beachten sie die rechtlichen Regelungen zum Datenschutz und zur Datensicherheit.

Sie berücksichtigen den Umgang personenbezogener Daten sowie die gültigen Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit.

1 Ustd.

Kundendaten

Sie recherchieren Methoden des analogen und digitalen Zahlungsverkehrs (Zahlungsarten, Quittung, Bon, Sicherheitsmerkmale Zahlungsmittel, Kassensysteme)

Die SuS recherchieren Methoden des analogen und digitalen Zahlungsverkehrs hinsichtlich folgender Zahlungsarten:

7 Ustd.

Internetrecherche

Wirtschaftskunde, 1. Aj., LBW 2

Barzahlung

halbbare Zahlung

Girokonto

SWIFT-Zahlungsverkehr

bargeldlose Zahlung

einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum, SEPA

IBAN, BIC

Kartenzahlung

e-Payment

Sie erkundigen sich über Sicherheitsmerkmale von Zahlungsmitteln.

Bargeld

Banknoten:

Falschgelderkennung

Bank- und Kreditkarten

Gültigkeit, Kontrolle des Namens und Unterschrift des Karteninhabers

Die SuS informieren sich zu Bestandteilen von Rechnungsbelegen, insbesondere von Bon und Quittung.

Visualisierung, Originalbelege

Die SuS unterscheiden Bestell- und Kassensysteme

branchentypische Software

Expertenvortrag, Exkursion

Boniersysteme

Bonbuch, Registrierkasse, Computerkassen, Tablet-Kassen

Handhelds

Online-Bestell- und Kassensysteme

Point-of-Sale-System (POS) für eigene Website und App, Bestell-Apps von Drittanbieter, mobile POS-Tablets, Bestellsysteme für kontaktlose Abholung

Sie beachten die Grundlagen zur Abwicklung von Kaufverträgen (Rechts- und Geschäftsfähigkeit) im Kundenkontakt.

Die SuS informieren sich über Grundlagen des Kaufvertrages als Verpflichtungs- und Erfüllungsgeschäft

4 Ustd.

Wirtschaftskunde, 1. Aj., LB 3 Kaufvertrag

BGB

WTH OS Kl. 9, LB 2

Voraussetzungen für Rechts- und Geschäftsfähigkeit

Zustandekommen eines Kaufvertrages

Besonderheit: mündlicher Kaufvertrag

Rechte und Pflichten der Vertragspartner 

Inhalt eines Kaufvertrages

Sie verschaffen sich einen Überblick über ausgewählte Kaufvertragsstörungen

BGB, HGB, AGB

Wirtschaftskunde, 1. Aj., LB 3

WTH OS Kl. 9, LB 2

mangelhafte Lieferung

Lieferverzug

Zahlungsverzug

Annahmeverzug

Sie informieren sich zu aktuellen Umsatzsteuersätzen für Warenverkauf und kundenorientierte Dienstleistungen, zum Umgang mit Trinkgeld sowie zur Belegausgabepflicht.

Wirtschaftskunde, 3. Aj., LB 3 Steuern

Gewerbeordnung

EstG, KassenSichV

Die SuS klassifizieren Reklamationsgründe bei der Zahlungsabwicklung in berechtigte und unberechtigte sowie nicht geäußerte Reklamationen.

Fallbeispiele aus der Praxis

Sie machen sich mit den Grundregeln der Kommunikation vertraut und identifizieren Stressoren im Kassenbereich.

Die SuS ermitteln Bedürfnisse und Kaufmotive der Kundinnen und Kunden.

5 Ustd.

Wirtschaftskunde 1. Aj., LB 3

Bedürfnisarten

Sie stellen Regeln für die Kommunikation mit Kunden und Kundinnen auf unter Beachtung von

Deutsch/Kommunikation

verbale, nonverbale Kommunikation

analog, digital

Rollenspiele, Fallbeispiele

Körpersprache, Mimik und Gestik,

Stimme und Sprache sowie

Fragetechniken.

Sie machen sich mit Kommunikationsmodellen vertraut.

4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun

Die SuS identifizieren mögliche Stressfaktoren im Kassenbereich.

Verkaufsstörungen

Zur Sicherstellung der Kundenzufriedenheit setzen sie sich kritisch mit Verpackungsarten (Schutz-, Schmuckverpackung) auseinander.

Die SuS informieren sich über Verpackungen für nonflorale und florale Waren und hinterfragen deren Einsatz aus ökonomischer und ökologischer Sicht kritisch.

1 Ustd.

LS 2.3 Wiederverwendbarkeit von Verpackungen

Ressourcenschonung

Verpackungskosten

Schutzverpackung 

Transportverpackung

Schmuckverpackung

Die Schülerinnen und Schüler planen für Verkaufssituationen kundenorientierte Kommunikationsbausteine und leiten Verhaltensweisen für unterschiedliche Situationen ab. 

Die SuS analysieren Persönlichkeitsmerkmale von Kunden und Kundinnen sowie deren typische Verhaltensweisen.

4 Ustd.

Kundentypen, Stereotype, sonstige Kundschaft wie Geschäftsleute, Senioren 

analoge und digitale Visualisierung von exemplarischen Verkaufsgesprächen

Sie entwickeln kundenorientierte Kommunikationsstrategien für das Verkaufsgespräch unter Berücksichtigung von Anlass, Kaufmotiv, Saison und Trends.

Verkaufsargumente

Rollenspiele

LF 8 Beratungs- und Verkaufsgespräche

Bei der Planung beachten sie die Grundsätze und die Vorschriften zur Hygiene, zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie ökonomische und ökologische Vorgaben des Betriebes.

Standards 

Sie integrieren Zusatzverkäufe in die Vorüberlegungen. 

Angebote, Aktionen

Verkaufsförderung

Sie sammeln Möglichkeiten für den Umgang mit Reklamationen unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben

LF 8 Reklamationsmanagement

Deutsch/Kommunikation

Annahme

Verständnis

Konkretisieren

Konfliktlösungen, Kulanz

Entschuldigung

Dank

Nachbearbeitung

Follow-up-Gespräche

Sie listen die Schritte des Kassiervorgangs auf.

Die SuS legen die Arbeitsschritte zum Kassieren mit verschiedenen Zahlungsmitteln fest.

1 Ustd.

Gruppenarbeit

Zahlung mit Bargeld

Zahlung mit Debit-/EC-Karte

Zahlung mit Kreditkarte

Zahlung mit Online-Bezahldiensten 

e-Payment

Dabei berücksichtigen Sie die gültige Umsatzsteuer, aktuelle Boni- und Rabattsysteme sowie betriebliche Vorgaben.  

Sicherheitsvorschriften zur Betrugsvermeidung

Für die Verkäufe wählen sie gezielt Verpackungsarten aus. Dabei klassifizieren sie umweltgerechte Möglichkeiten der Verpackung und denken zukünftige Rücknahmesysteme an.

Die SuS wählen warenspezifisch und anlassbezogen Verpackungen aus. 

1 Ustd.

Dabei sondieren sie umweltgerechte Verpackungsarten und berücksichtigen zukünftige Rücknahmesysteme.

LF 2

Die Schülerinnen und Schüler kassieren florale und nonflorale Waren. Sie setzen Methoden des Zahlungsverkehrs um, wenden kaufmännische und rechtliche Regelungen (Umsatzsteuer, Rabatt) an und bereiten den Kassenabschluss vor.

Die SuS erstellen die Rechnung und beachten dabei die Angebote des Hauses.

8 Ustd.

branchentypische Hard- und Software

gerätegestützter Unterricht

Sie berechnen und berücksichtigen

Prozentrechnung

Dreisatz

Preisnachlässe

Skonto, Rabatt, Bonus

Netto- und Bruttopreise

Umsatzsteuer

UStG

Die SuS erfragen die gewünschte Zahlungsform und erstellen die Rechnung.

gerätegestützter Unterricht

Rollenspiel

Sie gleichen die Rechnung mit dem Kunden bzw. der Kundin auf sachliche Richtigkeit ab.

Sie veranlassen die Begleichung der Rechnung mit unterschiedlichen Zahlungsmitteln.

gerätegestützter Unterricht

Dabei machen sie sich die Risiken bei der Annahme der Zahlungsmittel bewusst und halten Vorsichtsmaßnahmen ein.

Falschgeld, Kartenbetrug

technische Voraussetzungen

Expertenvortrag

Sie bedienen betriebliche Kassensysteme.

Die SuS berechnen die einzelnen Positionen des Kassenabschlusses

analog, digital

Kassenumsatz

Stornobons

Gutscheine

Restanten

Kreditkarten

Wechselgeld

Trinkgeld

Sie decken Kassendifferenzen und deren Ursachen auf.

Sie gestalten die Verpackung anlassgerecht.

Die SuS verpacken die Waren produkt- und anlassbezogen. Dabei beachten Sie den Schutz der Ware vor Transportschäden und Witterungseinflüssen.

1 Ustd.

Bei Bedarf erläutern Sie den Kunden und Kundinnen Alternativen der Warenzustellung.

Für ein kundenorientiertes Verhalten zeigen sie sich aufgeschlossen, wertschätzend und entwickeln Resilienz.

Die SuS verhalten sich kundenorientiert, aufgeschlossen, wertschätzend und entwickeln Strategien mit herausfordernden Situationen.

1 Ustd.

Resilienz

Sie nehmen Rückmeldungen der Kundschaft, insbesondere Reklamationen entgegen, ordnen sie situationsbezogen ein und reagieren kundenorientiert und konstruktiv. Sie bieten Lösungen an.

gerätegestützter Unterricht

Rollenspiel

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Arbeiten im Kassenbereich. 

Die SuS schätzen den Kassiervorgang ein und berücksichtigen dabei ökonomische Gesichtspunkte.

1 Ustd.

Sie erkennen fachliche Fehler und Störungen im Kommunikationsprozess mit den Kunden und Kundinnen im Team.

integrativ

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Sie leiten Maßnahmen zur Verbesserung des Abrechnungs- und Kommunikationsprozesses ab.

Sie vergegenwärtigen sich die eigenen Verhaltensweisen und überprüfen die Wirksamkeit der identifizierten Strategien zur Stressbewältigung.

Die SuS reflektieren ihr eigenes Auftreten als Beitrag zur Zufriedenheit und Bindung von Kunden und Kundinnen und ziehen Schlussfolgerungen daraus.

1 Ustd.

Sie identifizierten unterschiedliche Strategien zur Stressbewältigung und überprüfen deren Wirksamkeit.

integrativ
Lernfeld 5 Im Kassenbereich arbeiten
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
5.1
Kundinnen und Kunden (adressaten- und situationsgerecht) bedienen
14 Ustd.
5.2
Waren (spezifisch und nachhaltig) verpacken und kassieren
26 Ustd.
Lernsituation
5.2
Waren (spezifisch und nachhaltig) verpacken und kassieren
26 Ustd.
Auftrag

Sie werden beauftragt, ein Konzept für ein nachhaltiges Blumengeschenk aus umweltfreundlichen Materialien zu erstellen.

Recherchieren Sie geeignete, nachhaltige Verpackungsmaterialien für Blumengeschenke und analysieren Sie deren Vor- und Nachteile. Planen Sie ein kreatives Blumengeschenk und berücksichtigen Sie zudem die Preisgestaltung, indem Sie die Kosten für Material und Arbeitsaufwand kalkulieren. Führen Sie die Gestaltung und Verpackung des Geschenks durch und dokumentieren Sie die verwendeten Materialien sowie den Gesamtpreis. Danach simulieren Sie den Kassenvorgang, indem Sie eine Rechnung für das Produkt erstellen und die gewünschte Zahlungsart abfragen. Reflektieren Sie abschließend den gesamten Prozess des Verpackens, der Preisgestaltung und des Kassierens. Diskutieren Sie in der Gruppe, wie Sie die Kommunikation mit der Kundschaft verbessern können.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
5.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren 

15

Betriebliche Zahlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Betriebsart erkunden

Brainstorming
Betriebserkundung
analoge und digitale Bezahlsysteme

Sich über Kassensysteme in Ausbildungsbetrieben informieren und deren Vor- und Nachteile vergleichen

Boni- und Rabattsysteme ermitteln

Skonto

Kunden-/Treue-, Mengenrabatt, Saisonrabatt

Umgang personenbezogener Daten sowie die gültigen Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit berücksichtigen

Kundendaten

Methoden des analogen und digitalen Zahlungsverkehrs hinsichtlich folgender Zahlungsarten recherchieren:

Internetrecherche
Wirtschaftskunde,
1. Aj., LBW 2

Barzahlung

halbbare Zahlung

Girokonto
SWIFT-Zahlungsverkehr

bargeldlose Zahlung

einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum, SEPA
IBAN, BIC
Kartenzahlung
e-Payment

Sich über Sicherheitsmerkmale von Zahlungsmitteln erkundigen

Bargeld

Banknoten:
Falschgelderkennung

Bank- und Kreditkarten

Gültigkeit, Kontrolle des  Namens und Unterschrift des Karteninhabers

Sich zu Bestandteilen von Rechnungsbelegen, insbesondere von Bon und Quittung informieren

Visualisierung, Originalbelege

Bestell- und Kassensysteme unterscheiden

branchentypische Software
Expertenvortrag, Exkursion

Boniersysteme

Bonbuch, Registrierkasse, Computerkassen, Tablet-Kassen
Handhelds

Online-Bestell- und Kassensysteme

Point-of-Sale-System (POS) für eigene Website und App, Bestell-Apps von Drittanbieter, mobile POS-Tablets, Bestellsysteme für kontaktlose Abholung

Sich zu aktuellen Umsatzsteuersätzen für Warenverkauf und kundenorientierte Dienstleistungen, zum Umgang mit Trinkgeld sowie zur Belegausgabepflicht informieren

Wirtschaftskunde, 3. Aj., 
LB 3 Steuern
Gewerbeordnung
EstG, KassenSichV

Mögliche Stressfaktoren im Kassenbereich identifizieren

Verkaufsstörungen

Sich über Verpackungen für nonflorale und florale Waren informieren und deren Einsatz aus ökonomischer und ökologischer Sicht kritisch hinterfragen

LS 2.3 Wiederverwendbarkeit von Verpackungen
Ressourcenschonung
Verpackungskosten

Schutzverpackung 

Transportverpackung

Schmuckverpackung

Arbeitsschritte zum Kassieren mit verschiedenen Zahlungsmitteln festlegen

Gruppenarbeit

Zahlung mit Bargeld

Zahlung mit Debit-/EC-Karte

Zahlung mit Kreditkarte

Zahlung mit Online-Bezahldiensten 

e-Payment

Dabei die gültige Umsatzsteuer,  aktuelle Boni- und Rabattsysteme sowie betriebliche Vorgaben berücksichtigen

Sicherheitsvorschriften zur Betrugsvermeidung

5.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Verpackungen warenspezifisch und anlassbezogen auswählen

10

Dabei umweltgerechte Verpackungsarten sondieren und zukünftige Rücknahmesysteme berücksichtigen

LF 2

Rechnung erstellen und die Angebote des Hauses beachten

branchentypische Hard- und Software
gerätegestützter Unterricht

Preisnachlässe, Netto- und Bruttopreise sowie Umsatzsteuer berechnen und berücksichtigen

Prozentrechnung
Dreisatz 
Skonto, Rabatt, Bonus UStG 

Gewünschte Zahlungsform erfragen und Rechnung erstellen

gerätegestützter Unterricht
Rollenspiel

Rechnung mit dem Kunden bzw. der Kundin auf sachliche Richtigkeit abgleichen

Begleichung der Rechnung mit unterschiedlichen Zahlungsmitteln veranlassen

gerätegestützter Unterricht

Dabei sich die Risiken bei der Annahme der Zahlungsmittel bewusstmachen und Vorsichtsmaßnahmen einhalten

Falschgeld, Kartenbetrug
technische Voraussetzungen
Expertenvortrag

Betriebliche Kassensysteme bedienen

Einzelne Positionen des Kassenabschlusses berechnen

analog, digital

Kassenumsatz

Stornobons

Gutscheine

Restanten

Kreditkarten

Wechselgeld

Trinkgeld

Kassendifferenzen und deren Ursachen aufdecken

Waren produkt- und anlassbezogen verpacken, Schutz der Ware vor Transportschäden und Witterungseinflüssen dabei beachten

Bei Bedarf Alternativen der Warenzustellung den Kunden und Kundinnen erläutern

5.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Kassiervorgang einschätzen und dabei ökonomische Gesichtspunkte berücksichtigen

1

Fachliche Fehler und Störungen im Kommunikationsprozess mit den Kunden und Kundinnen im Team erkennen

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Maßnahmen zur Verbesserung des Abrechnungs- und Kommunikationsprozesses ableiten

Unterschiedliche Strategien zur Stressbewältigung identifizierten und deren Wirksamkeit überprüfen

Lernfeld 6: Trauer- und Gedenkfloristik gestalten

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Werkstücke für einen Trauer- und Gedenkanlass zu gestalten.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren Bestattungsarten (Feuer-, Erd-, Wasserbestattung, sarglose Bestattung).

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) informieren sich zu Bedeutung und Merkmalen verschiedener Bestattungsarten und Grabstätten

4 Ustd.
6.1

Weltreligionen und deren Bestattungsvorschriften, religiöse und weltanschauliche Symbolik, Rituale
Ethik 
Lernstationen zu Religionen und Ritualen

Feuerbestattung

Erdbestattung

Wasserbestattung

sarglose Bestattung

Grabarten

Wahlgrab, Urnengrab, Urnenwand (Kolumbarium),
Gemeinschaftsgräber, 
Friedwald, Bestattungswälder, Familiengräber, Gruft,
Bestattungsgärten

Darüber hinaus informieren sie sich über die Veränderung der Trauerkultur und die damit verbundenen Kundenbedürfnisse.

Sie erkundigen sich über kulturelle, religiöse und regionale Unterschiede in der Trauer- und Gedenkfloristik als Symbolelement bei Bestattungen und Gedenkfeiern.

6 Ustd.
6.1

historisch
Tradition/Bräuche

Sie recherchieren aktuelle Entwicklungen in der Trauerkultur. Dabei vergleichen sie traditionelle und moderne Trauer- und Gedenkfloristik

Einsatz analoger, digitaler Medien

Farbsymbolik

Pflanzensymbolik

Traditionsgebinde

Gebindearten

Daraus leiten sie spezifische Kundenbedürfnisse ab.

Trauerkultur, Form des Gedenkens

Sie analysieren die Trauersymbolik und verschaffen sich einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten an Trauer- und Gedenkfloristik.

Die SuS identifizieren typische Werkformen der Trauerfloristik und deren jeweilige symbolische Aussage. 

6 Ustd.
6.1

LF 1, 4
Materialkoffer: Symbolkarten mit Symbolwirkung, Farben, Formen, Pflanzen

Sie sondieren florale und nonflorale Werkstoffe sowie Accessoires hinsichtlich ihrer Symbolik und Eignung unter Berücksichtigung ökologischer, saisonaler und ökonomischer Rahmenbedingungen.

Werkstofflisten

Sie strukturieren Trauer- und Gedenkwerkstücke in folgende Kategorien:

Überblick

Kränze

Sträuße

LF 4
Kondolenzstrauß, Grabstrauß

Buketts

Formgebinde/Gesteck

Urnenschmuck

Sargschmuck

Tischschmuck

LF 14

Raumschmuck

LF 13

Grabschmuck

Dabei unterscheiden sie Gestaltungsmöglichkeiten für Werkstücke.

Die SuS charakterisieren Möglichkeiten der Gestaltung von Trauerwerkstücken

8 Ustd.

LF 4 Gestaltungsprinzipien
Mindmap, Moodboard

Kranzarten

Kranzformen, -profile

Kranzschmuckarten

Bukettformen

Formgebinde

Urnenschmuckarten

Sargschmuckarten

typische Straußformen

Möglichkeiten der Raumgestaltung

Sie recherchieren unterschiedliche Herstellungstechniken von Trauerwerkstücken.

LF 2, 4 
Binden, Flechten, Winden, Stecken, Drahten, Haften, Nadeln/Pinnen, Kleben, Pflanzen
Kombinationstechniken

Sie stellen, auch in digitaler Form, Trauergrüße zusammen. In ihren Überlegungen beziehen sie rechtliche Vorschriften (Friedhofsordnungen, Friedhofssatzungen), auch zum Umweltschutz mit ein (Rücknahme, Recycling). 

Die SuS recherchieren rechtliche Vorgaben zu Werkstoffen, geltenden Größen, möglichen Platzierungen sowie Angaben zur Haltbarkeit und Verweildauer von Trauergrüßen laut

4 Ustd.
6.1

LF 4

Friedhofsordnungen und

Friedhofssatzungen.

standortgebundene Besonderheiten

Sie erkunden umweltrelevante Aspekte wie:

Rücknahme 

Leihausstattung: Gestelle, Schalen, Mietpflanzen, Sockel, Säulen

Recycling/Wiederverwendbarkeit

Grabvasen, Grablichter, Pflanzschalen

Kompostierbarkeit

kompostierbare Materialien 

nachhaltige Alternativen

LF 10
alternative Steckmasse, Steckhilfsmittel

Sie sammeln Beispiele traditioneller und moderner Trauergrüße sowohl analog als auch digital. 

QR-Codes
digitale Kondolenzseiten 

Sie sondieren geeignete Schleifenarten, Schleifenfarben, Schriftarten und digitale Darstellungsformen. Die gewonnenen Informationen strukturieren sie in Bezug auf technische, stilistische und rechtliche Anforderungen.

Schleifenkatalog zu Farben und Ausführungen
Schriftartenkatalog

Sie setzen sich mit der emotionalen Lage von Trauernden auseinander und erfragen besondere Wünsche der Hinterbliebenen. Dabei nehmen sie gestalterische Herausforderungen an.

Die SuS nehmen die Perspektive der Trauernden ein und erfassen die Lebensgeschichte der verstorbenen Person.

4 Ustd.
6.1

Erkennen der emotionalen Situation, Empathie

Sie erfragen die Wünsche der Hinterbliebenen für einen individuellen Trauerschmuck und berücksichtigen dabei das Wesen der verstorbenen Person

LF 8 Kommunikation 
Fragekatalog, Gesprächsleitfaden konzeptionelle Beratungen
Beratungs-/Verkaufsgespräch zur Gestaltung einer Grabschale

Symbole

Farben

Formen

florale und nonflorale Werkstoffe

Trauergrüße

Präsentationsort

Sonderwünsche

Sie bieten die Möglichkeit der Trauergrüße an.

analog und digital

Sie leiten die technischen und gestalterischen Herausforderungen für die praktische Umsetzung ab.

Sonderwünsche

Die Schülerinnen und Schüler planen Werkstücke und wählen Werkstoffe und technische Hilfsmittel aus. Dabei berücksichtigen sie deren Haltbarkeit. In ihren Überlegungen beziehen sie technische und gestalterische Aspekte mit ein und berücksichtigen die Bedürfnisse der Hinterbliebenen.

Die SuS analysieren den Kundenwunsch und bestimmen Art und Menge der anzufertigenden Werkstücke unter Berücksichtigung der Friedhofssatzungen.

10 Ustd.

Fallbeispiele 
Grab-, Urnen- und Sargschmuck 
Kränze und Kranzkörper, Besonderheit: Kleinstwerkstücke

Sie entscheiden sich für geeignete florale und nonflorale Werkstoffe nach folgenden Gesichtspunkten: 

LF 4 Farbe, Form, Symbolik

Verfügbarkeit

saisonal, regional, nachhaltig

Haltbarkeit

LF 2, 3

Einsatzmöglichkeit

Wirkung und Symbolik

Farbe 

Struktur und Textur

Die SuS skizzieren Entwürfe für die Gestaltung der Werkstücke und beziehen die Bedürfnisse der Hinterbliebenen ein. Dabei wenden sie Gestaltungsprinzipien und Stilkunde unter Beachtung des Traueranlasses an.

LF 4 Gestaltungsart, Ordnungs-, Anordnungsart, Farbe, Textur
Berechnungen von Proportion und Maßstab

Sie diskutieren verschiedene Gestaltungsideen im Team und entscheiden sich für einen individuellen Trauerschmuck.

Sie legen entsprechend des ausgewählten Werkstückes die Arbeitsschritte für die handwerkliche Fertigungstechnik und die benötigten technischen Hilfsmittel sowie Werkzeuge fest. 

Ablaufplan, Checkliste 

Dabei berücksichtigen sie die betrieblichen Standards zur Qualitätssicherung, die Schonung von Ressourcen und die terminlichen Vorgaben.

Bei Bedarf dokumentieren sie die fehlenden Werkstoffe und Hilfsmittel und veranlassen deren Beschaffung.

LF 4 Bezugsquellen, Bezugspreise, Angebotserstellung, Warenbestellung

Sie ermitteln die Preise der Werkstoffe und bieten Dienst- und Serviceleistungen mit an. In ihren Planungen präzisieren sie umweltschonende Alternativen.

Die SuS erfassen aktuelle Preisübersichten zu den benötigten Werkstoffen.

4 Ustd.

analog, digital
Preislisten, Preiskataloge

Sie beziehen in ihre Planung geeignete, umweltschonende Alternativen zu herkömmlichen Werkstoffen mit ein. 

Werkstofflisten

Sie stellen Informationen und Übersichten zu Dienst- und Serviceleistungen, die die Ausführung und die Kundenwünsche komplettieren, für die Kundenpräsentation zusammen.

Katalog 
Lieferservice, Ausleihservice,
Pflege und Entsorgung von Trauerwerkstücken

Sie entwerfen eine von Empathie geprägte situationsgerechte Kommunikationsstrategie.

Entsprechend der jeweiligen Situation bereiten sie einen Leitfaden für die Beratung hinsichtlich der Trauer- und Gedenkfloristik vor. Sie vergleichen verschiedene Kommunikationsstrategien.

2 Ustd.
6.1

LF 8

Für eventuell auftretende Konfliktsituationen entwickeln Sie Vorschläge für einen würdevollen und respektvollen Umgang mit den Hinterbliebenen.

Die Schülerinnen und Schüler gestalten Werkstücke unter Berücksichtigung der Proportionen, der technischen Aspekte und des Umweltschutzes.

Die SuS stellen die Werkstoffe sowie Betriebsmittel bereit und richten ihre Arbeitsplätze unter Berücksichtigung von Arbeitsabläufen ein.

18 Ustd.

gerätegestützter Unterricht
Ablaufpläne, Checklisten

Sie tragen Arbeitsschutzkleidung und prüfen die Werkzeuge und Geräte auf Funktionalität.

Arbeitsschutz

Die SuS fertigen die geplanten Werkstücke an. Dabei beachten sie die folgenden Gestaltungsprinzipien:

Gestaltungsart 

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse 

Bei der Umsetzung berücksichtigen sie die korrekte Anwendung von handwerklichen Fertigungstechniken.

Dabei halten sie die Rechtsvorschriften und die Regeln des Umweltschutzes ein.

Friedhofsordnungen, Friedhofssatzungen
Müllentsorgung
Kompostierbarkeit

Sie erstellen Kalkulations- und Werkstofflisten.

Die SuS dokumentieren die verwendeten floralen und nonfloralen Werkstoffe sowie technischen Hilfsstoffe für die gefertigten Werkstücke in Werkstofflisten. 

4 Ustd.

LF 4 Material- und Arbeitskosten

Sie erfassen die benötigte Arbeitszeit sowie die Kosten für den Verbrauch an Materialien und Betriebsmitteln. Die Ergebnisse dokumentieren sie in Kalkulationslisten.

Abschließend kalkulieren die SuS die Verkaufspreise für ihre Werkstücke unter Berücksichtigung von Mehrwertsteuersätzen, Rabattsystemen und ggf. Leihgebühren. 

LF 4, 5
Berechnungen mithilfe der Werkstoff- und Kalkulationslisten

Sie erläutern die Symbolik und die Gestaltung ihres Werkstücks.

Sie präsentieren ihr Werkstück und erläutern die bei der Gestaltung eingesetzte Symbolik ausgehend von den Wünschen der Hinterbliebenen und dem Bezug zur verstorbenen Person. 

2 Ustd.

LF 4 Gestaltungsprinzipien

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre Arbeitsergebnisse und reflektieren den eigenen Umgang mit Tod und Trauer. 

Die SuS überprüfen und beurteilen fachlich ihre Arbeitsergebnisse im Team. 

5 Ustd.

Ergebnisbewertung

Sie analysieren ihre eigene Arbeitsweise und geben Teammitgliedern konstruktives Feedback zu ihrem Vorgehen. Die SuS leiten Vorschläge zur Optimierung von Arbeitsabläufen und Arbeitszeiten ab.

Prozessbewertung
Selbst- und Fremdwahrnehmung
Feedback: WWW-Methode

Sie entwickeln eine empathische, respektvolle, würdevolle Haltung zum Tod und zur Trauer, um Betroffene kompetent beraten zu können.

Sie vergegenwärtigen sich ihren Beitrag und die Bedeutung ihrer Werkstücke für die Bewältigung der individuellen Trauerarbeit.

Die SuS reflektieren, wie ihr Handeln die individuelle Trauerarbeit unterstützt. 

3 Ustd.

Symbolträger
Haltgeber
Würdigung
Atmosphäre
nonverbale Kommunikation

Sie diskutieren konkrete Situationen mit Hinterbliebenen aus ihrem Arbeitsalltag. Dabei machen sie sich die Bedeutung ihrer Werkstücke in der Trauerarbeit bewusst.

Erfahrungsaustausch

Lernfeld 6 Trauer- und Gedenkfloristik gestalten
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
6.1
Bestattungsarten und Trauerkultur charakterisieren sowie kundenorientiert beraten
28 Ustd.
6.2
Kränze und Kranzkörper fertigen und kalkulieren
24 Ustd.
6.3
Urnen-, Sarg-, Grab- und Trauerschmuck fertigen und kalkulieren
28 Ustd.
Lernsituation
6.3
Urnen-, Sarg-, Grab- und Trauerschmuck fertigen und kalkulieren
28 Ustd.
Auftrag

Ihr Betrieb beauftragt Sie, ein Werkstück für einen (imaginären) Trauerfall zu entwerfen. Dabei handelt es sich um eine Erdbestattung.

Sie stellen vorab sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten von Trauerfloristik zusammen und informieren sich über wichtige Trauersymbole.

Sie nehmen die Perspektive der Trauernden ein, erfassen die Lebensgeschichte der verstorbenen Person und diskutieren verschiedene Gestaltungsideen für einen individuellen Trauerschmuck. Unter Beachtung der rechtlichen Vorschriften entscheiden Sie sich für ein Werkstück und erweitern Ihren Gestaltungsvorschlag um umweltschonende Alternativen.

Sie skizzieren das fallbezogene Werkstück, fügen ggf. einen Trauergruß an und berechnen den Verkaufspreis.

Sie präsentieren Ihre Arbeitsergebnisse und gehen dabei auf die Bedeutung Ihres Werkstückes in der Trauerarbeit ein. Sie erläutern Ihre Berechnungen und ergänzen diese um mögliche Dienst- und Serviceleistungen. Im Anschluss werten Sie qualitativ Ihr Trauerwerkstück, Ihre Arbeitsweise und Ihren Umgang mit den Hinterbliebenen aus.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
6.3.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren 

12

Möglichkeiten der Gestaltung von Trauerwerkstücken charakterisieren

LF 4 Gestaltungsprinzipien
Mindmap, Moodboard

Bukettformen

Formgebinde

Urnenschmuckarten

Sargschmuckarten

typische Straußformen

typische Straußformen

Unterschiedliche Herstellungstechniken von Trauerwerkstücken recherchieren

LF 2, 4 
Binden, Flechten, Winden, Stecken, Drahten, Haften, Nadeln/Pinnen, Kleben, Pflanzen
Kombinationstechniken

Kundenwunsch analysieren und Art und Menge der anzufertigenden Werkstücke unter Berücksichtigung der Friedhofssatzungen bestimmen

Fallbeispiele 
Grab-, Urnen- und Sargschmuck 
Besonderheit: Kleinstwerkstücke

Sich für geeignete florale und nonflorale Werkstoffe nach folgenden Gesichtspunkten entscheiden 

LF 4 Farbe, Form, Symbolik

Verfügbarkeit

saisonal, regional, nachhaltig

Haltbarkeit

LF 2, 3

Einsatzmöglichkeit

Wirkung und Symbolik

Farbe 

Struktur und Textur

Entwürfe für die Gestaltung der Werkstücke skizzieren und die Bedürfnisse der Hinterbliebenen einbeziehen, dabei Gestaltungsprinzipien und Stilkunde unter Beachtung des Traueranlasses anwenden

LF 4 Gestaltungsart, 
Ordnungs-, Anordnungsart, Farbe, Textur
Berechnungen von  Proportion und Maßstab

Verschiedene Gestaltungsideen im Team diskutieren und sich für einen individuellen Trauerschmuck entscheiden

Arbeitsschritte für die handwerkliche Fertigungstechnik und die benötigten technischen Hilfsmittel sowie Werkzeuge entsprechend des ausgewählten Werkstückes festlegen

Ablaufplan, Checkliste 

Dabei die betrieblichen Standards zur Qualitätssicherung, die Schonung von Ressourcen und terminliche Vorgaben berücksichtigen

Bei Bedarf die fehlenden Werkstoffe und Hilfsmittel dokumentieren und deren Beschaffung veranlassen

LF 4 Bezugsquellen,  Bezugspreise, Angebotserstellung, Warenbestellung

Aktuelle Preisübersichten zu den benötigten Werkstoffen erfassen

analog, digital
Preislisten, Preiskataloge

In die Planung geeignete, umweltschonende Alternativen zu herkömmlichen Werkstoffen mit einbeziehen

Werkstofflisten

Informationen und Übersichten von Dienst- und Serviceleistungen, die die Ausführung und die Kundenwünsche komplettieren, für die Kundenpräsentation zusammenstellen

Katalog 
Lieferservice,  Ausleihservice, Pflege und Entsorgung von Trauerwerkstücken

6.3.2 Entscheiden/
Durchführen

Werkstoffe und Betriebsmittel bereitstellen sowie Arbeitsplätze unter Berücksichtigung von Arbeitsabläufen einrichten

13

gerätegestützter Unterricht
Ablaufpläne, Checklisten

Arbeitsschutzkleidung tragen sowie Werkzeuge und Geräte auf Funktionalität prüfen

Arbeitsschutz

Geplante Werkstücke anfertigen, dabei die Gestaltungsprinzipien beachten 

Gestaltungsart 

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse 

Bei der Umsetzung die korrekte  Anwendung von handwerklichen Fertigungstechniken berücksichtigen

Dabei die Rechtsvorschriften und  die Regeln des Umweltschutzes  einhalten

Friedhofsordnungen, Friedhofssatzungen
Müllentsorgung
Kompostierbarkeit

Die verwendeten floralen und nonfloralen Werkstoffe sowie technischen Hilfsstoffe für die gefertigten Werkstücke in Werkstofflisten dokumentieren

LF 4 Material- und Arbeitskosten

Die benötigte Arbeitszeit sowie die Kosten für den Verbrauch an Materialien und Betriebsmitteln erfassen, Ergebnisse in Kalkulationslisten dokumentieren

Abschließend die Verkaufspreise für die Werkstücke unter Berücksichtigung von Mehrwertsteuersätzen, Rabattsystemen und ggf. Leihgebühren kalkulieren

LF 4, 5
Berechnungen mithilfe der Werkstoff- und Kalkulationslisten

Eigenes Werkstück präsentieren und die bei der Gestaltung eingesetzte Symbolik ausgehend von den Wünschen der Hinterbliebenen und dem Bezug zur verstorbenen Person erläutern

LF 4 Gestaltungsprinzipien

6.3.3 Bewerten/
Reflektieren

Arbeitsergebnisse im Team fachlich überprüfen und beurteilen 

3

Ergebnisbewertung

Eigene Arbeitsweise analysieren und den Teammitgliedern konstruktives Feedback zu ihrem Vorgehen geben

Prozessbewertung
Selbst- und Fremdwahrnehmung
Feedback: WWW-Methode

Vorschläge zur Optimierung von  Arbeitsabläufen und Arbeitszeiten ableiten

Konkrete Situationen mit Hinterbliebenen aus dem Arbeitsalltag diskutieren und sich dabei der Bedeutung der eigenen Werkstücke in der Trauerarbeit bewusst werden

Erfahrungsaustausch

Lernfeld 7: Pflanzungen gestalten

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Pflanzungen zu gestalten.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich Pflanzengesellschaften verschiedener Ökosysteme (Pflanzensoziologie). Dabei identifizieren sie Besonderheiten von Pflanzen in Bezug auf deren Auswirkungen auf die Umwelt und das menschliche Umfeld. 

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) setzen sich mit dem Begriff der Pflanzensoziologie auseinander.

12 Ustd.
7.1

Definition

In dem Zusammenhang informieren sie sich über verschiedene Ökosysteme. Dabei identifizieren sie entsprechende Pflanzengesellschaften.

LF 3
Werkstoffkalender

Sie ordnen die charakteristischen Pflanzen unter Berücksichtigung der Nomenklatur ins botanische System ein und beschreiben deren botanische Merkmale unter folgenden Aspekten:

LF 1 Bezug zum betrieblichen Pflanzensortiment
Steckbrief
LF 3/LS 3.1 Nomenklatur nach Familien, Gattungen, Arten und Sorten 
Exkursion
Botanischer Garten

Vegetations- und Klimazonen

Umwelteinflüsse, -anpassungen

Herkunftsländer ausgewählter Pflanzen

Pflanzenpass Anbauformen, Zertifizierung

Geselligkeitsstufen

Lebensbereiche

Standortbedingungen
botanische Symbole

Die SuS recherchieren artenschutzrechtliche Bestimmungen bei Pflanzungen.

Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV), Washingtoner Arten-schutzübereinkommen/CITES
Rote Liste/Bundesamt für Naturschutz

Sie untersuchen die Wirkung von Pflanzen auf die Umwelt und im Lebensumfeld der Menschen.

positiv, negativ 
Nachhaltigkeit 
toxische Wirkung von Pflanzen 
Deutsches Ärzteblatt 

Sie erkundigen sich anhand des Kundenwunsches nach Einsatzbereichen von Pflanzungen (innen, außen, saisonal, dauerhaft, nicht dauerhaft).

Ausgehend vom Kundenwunsch unterscheiden die SuS mögliche Einsatzbereiche von Pflanzungen nach Verfügbarkeit der Pflanzen, Standortbedingungen, Nutzungsdauer und Nachhaltigkeit

2 Ustd.
7.2

LF 8 Kundengespräch
LF 11 Kundenbindung
Standortanalyse zu Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffansprüchen
saisonale und regionale Verfügbarkeit von Pflanzen

innen, außen

saisonal

nicht dauerhaft, dauerhaft

Sie recherchieren Pflanzgefäße, Drainagematerialien, Substrate  und verschiedene Bewässerungssysteme.

Sie informieren sich über geeignete Gefäße zur Pflanzung

4 Ustd.
7.2

Einsatz analoger und/oder digitaler Medien
Recherche im Onlinehandel, Kataloge verschiedener Anbieter/ Großhändler, aktuelle Angebote im regionalen Großhandel

Material

LF 4 Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten nonfloraler Werkstoffe

Größe/Gewicht 

Volumen

Beschaffenheit 

Stabilität/Funktionalität

Ästhetik/Trends

LF 13 Stilkunde

Nachhaltigkeit 

Recycling, Wiederverwendung, Lebensdauer

Als Grundlage für eine Gefäßbepflanzung erkundigen sich die SuS in Abhängigkeit der Einsatzbereiche über

Unterscheidung Innen- und Außenbereich

Drainagematerialien,

Substrate und

Bewässerungssysteme.

Die Schülerinnen und Schüler planen eine Pflanzung unter Berücksichtigung der Gestaltungsart, der Pflanzensoziologie und des Kundenwunsches.

Die SuS analysieren den Kundenwunsch/-auftrag.

4 Ustd.
7.2

Einsatzbereich

Für die Planung einer Pflanzung beachten sie die Gestaltungsprinzipien

LF 4 Gestaltungsprinzipien

Ordnungsarten und

Asymmetrie, Symmetrie

Gestaltungsarten.

vegetativ, dekorativ

Bei der Auswahl der Pflanzen berücksichtigen sie die Regeln der Farbenlehre sowie die Herkunft der Pflanzen und die damit verbundenen Pflanzengesellschaften

LF 3 Pflanzenkenntnisse, Sortimente 

Lebensdauer

Lebensbereiche 

Standortbedingungen

Geselligkeitsstufen

Je nach Kundenwunsch visualisieren sie ihre Pflanzung und erstellen einen Vorschlag, der sowohl ästhetische als auch ökologische Anforderungen erfüllt.

Erstellen von Skizzen
Moodboard
analog, digital

Daraus leiten die SuS die Arbeitsabläufe unter Beachtung von Qualitätsvorgaben, Ressourcenschonung, terminlicher und betrieblicher Vorgaben ab und legen Arbeitsschritte fest.

Ablaufpläne, Checklisten
personell, zeitlich, räumlich

Die SuS recherchieren Materialpreise für die ausgewählten Pflanzen und Pflanzengefäße unter Beachtung des Kunden- und Betriebsbudgets.

In Abhängigkeit der gewählten Pflanzen entscheiden sie sich für ein Pflanzgefäß und integrieren Substrat und Drainagematerial.

Die SuS wählen je nach Pflanzenart geeignete Pflanzgefäße aus

4 Ustd.
7.2

LF 4 Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten nonfloraler Werkstoffe

Größe/Material/Farbe

Standort

Einsatzbereich

Je nach Ansprüchen und Einsatzbereichen entscheiden sie sich für

LF 1 Betriebsausstattung

Substrate,

Drainagematerial,

nonflorale Gestaltungsmittel und

Accessoires, Stäbe, Rank- und Kletterhilfen

Hilfsmittel.

Darüber hinaus legen sie sich Materialien für die Bodengestaltung und -modellierung zurecht. 

Sie legen geeignete Materialien für die Bodengestaltung und -modellierung entsprechend den Lebensbereichen und Vegetationszonen der Pflanzen fest 

2 Ustd.
7.2

gerätegestützter Unterricht

typische Gesteinsarten

Moose und Flechten

Wurzeln und Hölzer

Gräser

Laub

Saaten

Schüttung aus Samen

Trockenfrüchte, Zapfen

Eicheln, Bucheckern etc.

Sie berechnen den Bedarf an Werkstoffen und technischen Hilfsmitteln (Mengen, Volumen) sowie der Arbeitszeit für die Anfertigung der Pflanzung.

Die SuS berechnen die für die Pflanzung erforderlichen floralen und nonfloralen Werkstoffe sowie die technischen Hilfsmittel

8 Ustd.
7.2

Werkstofflisten
Pflanzgefäße, Drainagematerial, Zubehör 
Umrechnen von Maßeinheiten

Flächenberechnung

Mengenberechnungen

Stückzahl, Gebindegröße

Volumenberechnungen

Substrat, Fassungsvolumen von Gefäßen

Sie berechnen die Materialkosten und kalkulieren die notwendige Arbeitszeit für die Anfertigung der Pflanzung sowie den Verkaufspreis.

LF 4, 10, 12, 13, 14 Preiskalkulation

Sie dokumentieren ihre Ergebnisse, auch mit Hilfe digitaler Medien. Hierbei gehen sie begründet vor und entscheiden sich im Team für eine optimale Lösung im Sinne der Aspekte der Nachhaltigkeit.

Die SuS dokumentieren ihre Ergebnisse mit Hilfe analoger und digitaler Medien. 

2 Ustd.
7.2

Werkstofflisten

Sie wählen florale und nonflorale Werkstoffe und technische Hilfsmittel aus und entscheiden sich gemeinsam im Team für eine nachhaltige Variante zur Umsetzung des Kundenwunsches.

Transportwege, Umwelt- und Nachhaltigkeitskennzahlen (CO2-Fußabdruck, lokale Alternativen)

Die Schülerinnen und Schüler gestalten eine Pflanzung unter Beachtung der Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. 

Die SuS fertigen eine Pflanzung unter Beachtung der Gestaltungselemente an.

10 Ustd.
7.2

gerätegestützter Unterricht 
Gestaltungsart, Ordnungsart, Anordnungsart, Farbe  und Textur 
LF 4

Sie beachten bei der Durchführung der Pflanzung die Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

LF 1 
Sächsische Unfallkasse, Berufsgenossenschaften

Tragen geeigneter Arbeits- und Schutzkleidung 

ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsabläufe

Pflanztisch
rücken-/knieschonende Haltung, Nutzen von Transporthilfen beim Bewegen/Heben von Lasten 

Sauberkeit, Hygiene 

Pflanzenhygiene, Personalhygiene

Unfallverhütung

Sie dokumentieren den Pflegeanspruch als Kundeninformation, leiten Verkaufsargumente ab und bestätigen die Kaufentscheidung des Kunden.

Die SuS fassen die Pflegemaßnahmen für die entsprechende Pflanzung zur Kundeninformation schriftlich zusammen.

6 Ustd.
7.2

Einnsatz digitaler Medien 
Pflegefibel/Merkblatt/Handout unter Angabe handelsüblicher Pflegesymbole mit QR-Code 
LF 3 Pflanzenschutz, PflSchG, PflSchSachkV

Sie beraten den Kunden oder die Kundin zum Pflegebedarf in Abhängigkeit der Pflanzung und des Einsatzbereiches und bieten Zusatzleistungen an.

Pflegeverträge

Die SuS argumentieren zu Gunsten einer positiven Kaufentscheidung mit Hilfe folgender Aspekte:

verkaufsfördernd, fachgerecht

Einzigartigkeit

Qualität der verwendeten Pflanzen und Gefäße

fachgerechte Ausführung

Nachhaltigkeit

Regionalität/Saisonalität 

Pflegeanspruch

Abschließend bestätigen Sie die Kaufentscheidung des Kunden oder der Kundin.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Wirkung von Pflanzungen auf berufliche und private Lebensräume. 

Die SuS setzen sich im Team mit der Wirkung von Pflanzen auf den Menschen in den verschiedenen Lebensräumen auseinander und tauschen ihre Erfahrungen im privaten und beruflichen Umfeld aus.

2 Ustd.
7.2

Pro-Contra-Diskussion
Raumklima, psychische und physische Auswirkungen, Luftveränderung, Ästhetik

Sie hinterfragen, inwieweit diese zu einem respektvollen und bewussten Umgang mit der Umwelt beitragen können.

Die SuS setzen sich kritisch mit der Nachhaltigkeit von Produktion und Transportwegen von Pflanzen im menschlichen Umfeld auseinander. 

2 Ustd.
7.1

Sie diskutieren den Einsatz von Pflanzen im öffentlichen Raum und tragen dazu Beispiele zusammen

Funktion und Nutzen

öffentliche Grünanlagen

Kübelbepflanzungen, Pflanzenampeln „hanging baskets“

Innenraumbegrünung

Dach- und Fassadenbegrünung

Dabei vergegenwärtigen sie sich ihrer Verantwortung als Verkäufer und Verkäuferinnen (Kundenbindung, ökologisch, ökonomisch, sozial).

Die SuS machen sich bewusst, dass durch eine erfolgreiche und fachgerechte Beratung eine Kundenbindung erreicht werden kann.

2 Ustd.
7.2

LF 8 Beratungs- und Verkaufsgespräch
LF 11 Kundenbindung

Sie vertreten dabei eine ökologische, ökonomische und soziale Vorgehensweise gegenüber der Kundschaft.

Sie identifizieren sich mit ihrer Pflanzarbeit hinsichtlich folgender Aspekte: 

Auswahl der floralen und nonfloralen Werkstoffe 

Pflanzen, Substrate, Drainagematerial, Bewässerung, Gefäße

Erläuterung der Arbeitsprozesse

Qualitätsgarantie

betriebliche Standards

Dienstleistungsangebote

Pflege

Begründung des Verkaufspreises

Lernfeld 7 Pflanzungen gestalten
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
7.1
Pflanzengesellschaften unterscheiden und ihre Wirkung auf Lebensräume diskutieren
16 Ustd.
7.2
Pflanzungen anlass- und kundenorientiert fertigen, kalkulieren und pflegen
44 Ustd.
Lernsituation
7.2
Pflanzungen anlass- und kundenorientiert fertigen, kalkulieren und pflegen
44 Ustd.
Auftrag

Ihr Betrieb erhält die Anfrage, für das neue Gebäude eines Unternehmens umfangreiche Pflanzungen zu erstellen. Das Gebäude ist in grau/weiß gehalten und hat  futuristische Stahlelemente in den Bau integriert. Das Logo des Unternehmens beinhaltet folgende geometrische Formen: ein Quadrat, ein Dreieck und einen Kreis.

Für das Angebotsverfahren wird Ihr Betrieb beauftragt, vegetative Pflanzungen für die vorgegebenen Flächen zu erstellen. Folgende Bereiche sind für die Pflanzungen vorgesehen:

I.   Treppenhaus: ca. 1 m x 1 m Pflanzfläche (Quadrat) – hell

II.  Foyer: Durchmesser 90 cm (Kreis) – halbschattig

III.  Eingangsbereich: außen (Dreieck) – saisonal/sonnig

Dem Unternehmen liegt das „Employee Wellbeing“ (Mitarbeiterwohlbefinden) und die Identifikation mit ihm besonders am Herzen. Dementsprechend sollen die Pflanzungen einen Beitrag zur psychischen und körperlichen Gesunderhaltung der Mitarbeitenden leisten.

Sie werden beauftragt, jeweils eine (Probe)Pflanzung für die gewünschten Einsatzbereiche I bis III unter Berücksichtigung der Gestaltungselemente, der Pflanzensoziologie, der Nachhaltigkeit und des Kundenwunsches zu planen und umzusetzen. Kalkulieren Sie alle Material- und Betriebskosten sowie den Verkaufspreis. Leiten Sie die Pflegehinweise als Kundeninformation ab.

Dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse, die Sie im Vorfeld des Angebotsverfahrens  Ihrem Vorgesetzen präsentieren und begründen. Dabei beziehen Sie die Wirkung von Pflanzungen auf berufliche und private Lebensräume in Ihre Argumentation ein.

Reflektieren Sie im Team Ihre jeweilige Pflanzarbeit hinsichtlich der Auswahl der  floralen und nonfloralen Werkstoffe, des Vorgehens und der Qualität.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
7.2.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren 

26

Ausgehend vom Kundenwunsch die möglichen Einsatzbereiche von Pflanzungen nach Verfügbarkeit der Pflanzen, Standortbedingungen, Nutzungsdauer und Nachhaltigkeit unterscheiden

LF 8 Kundengespräch
LF 11 Kundenbindung
Standortanalyse zu Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffansprüchen
saisonale und regionale Verfügbarkeit von Pflanzen

innen, außen

saisonal

nicht dauerhaft, dauerhaft

Sich über geeignete Gefäße zur Pflanzung informieren

Einsatz analoger und/oder digitaler Medien
Recherche im Onlinehandel, Kataloge verschiedener Anbieter/Großhändler, aktuelle Angebote im regionalen Großhandel

Material

LF 4 Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten nonfloraler Werkstoffe

Größe/Gewicht 

Volumen

Beschaffenheit 

Stabilität/Funktionalität

Ästhetik/Trends

LF 13 Stilkunde

Nachhaltigkeit 

Recycling, Wiederverwendung, Lebensdauer

Sich in Abhängigkeit der Einsatzbereiche erkundigen über

Unterscheidung Innen- und Außenbereich

Drainagematerialien,

Substrate,

Bewässerungssysteme

Den Kundenwunsch/-auftrag analysieren

Einsatzbereich

Für die Planung einer Pflanzung die Gestaltungsprinzipien beachten

LF 4 Gestaltungsprinzipien

Ordnungsarten

Asymmetrie, Symmetrie

Gestaltungsarten

vegetativ, dekorativ

Bei der Auswahl der Pflanzen die Regeln der Farbenlehre sowie die Herkunft der Pflanzen und die damit verbundenen Pflanzengesellschaften berücksichtigen

LF 3 Pflanzenkenntnisse, Sortimente 

Lebensdauer

Lebensbereiche 

Standortbedingungen

Geselligkeitsstufen

Je nach Kundenwunsch die Pflanzung visualisieren und einen Vorschlag, der sowohl ästhetische als auch ökologische Anforderungen erfüllt, erstellen

Erstellen von Skizzen
Moodboard
analog, digital

Daraus die Arbeitsabläufe unter Beachtung von Qualitätsvorgaben, Ressourcenschonung, terminlicher und betrieblicher Vorgaben ableiten und Arbeitsschritte festlegen

Ablaufpläne, Checklisten
personell, zeitlich, räumlich

Materialpreise für die ausgewählten Pflanzen und Pflanzengefäße unter Beachtung des Kunden- und Betriebsbudgets recherchieren

Je nach Pflanzenart geeignete Pflanzgefäße auswählen

LF 4 Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten nonfloraler Werkstoffe

Größe/Material/Farbe

Standort

Einsatzbereich

Je nach Ansprüchen und Einsatz­bereichen sich entscheiden für

LF 1 Betriebsausstattung

Substrate,

Drainagematerial,

nonflorale Gestaltungsmittel und

Accessoires, Stäbe, Rank- und Kletterhilfen

Hilfsmittel

Geeignete Materialien für die Bodengestaltung und -modellierung entsprechend den Lebensbereichen und Vegetationszonen der Pflanzen festlegen 

gerätegestützter Unterricht

typische Gesteinsarten

Moose und Flechten

Wurzeln und Hölzer

Gräser

Laub

Saaten

Schüttung aus Samen

Trockenfrüchte, Zapfen

Eicheln, Bucheckern etc.

Die für die Pflanzung erforderlichen floralen und nonfloralen Werkstoffe sowie die technischen Hilfsmittel berechnen

Werkstofflisten
Pflanzgefäße, Drainage­material, Zubehör 
Umrechnen von Maßein­heiten

Flächenberechnung

Mengenberechnungen

Stückzahl, Gebindegröße

Volumenberechnungen

Substrat, Fassungsvolumen von Gefäßen

Materialkosten berechnen und notwendige Arbeitszeit für die Anfertigung der Pflanzung sowie den Verkaufspreis kalkulieren

LF 4, 10, 12, 13, 14 Preis­kalkulation

Ergebnisse mit Hilfe analoger und digitaler Medien dokumentieren 

Werkstofflisten

Florale und nonflorale Werkstoffe und technische Hilfsmittel auswählen und sich gemeinsam im Team für eine nachhaltige Variante zur Umsetzung des Kundenwunsches entscheiden

Transportwege, Umwelt- und Nachhaltigkeitskennzahlen (CO2-Fußabdruck, lokale Alternativen)

7.2.2 Entscheiden/
Durchführen

Eine Pflanzung unter Beachtung der Gestaltungselemente anfertigen

16

gerätegestützter Unterricht 
Gestaltungsart, Ordnungsart, Anordnungsart, Farbe und Textur 
LF 4

Bei der Durchführung der Pflanzung die Vorgaben zum Arbeits- und  Gesundheitsschutz beachten

LF 1 
Sächsische Unfallkasse, Berufsgenossenschaften

Tragen geeigneter Arbeits- und Schutzkleidung 

ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeits­abläufe

Pflanztisch
rücken-/knieschonende Haltung, Nutzen von Transporthilfen beim Bewegen/Heben von Lasten 

Sauberkeit, Hygiene 

Pflanzenhygiene, Personalhygiene

Unfallverhütung

Pflegemaßnahmen für die entsprechende Pflanzung zur Kundeninformation schriftlich zusammenfassen

Einsatz digitaler Medien 
Pflegefibel/Merkblatt/ Handout unter Angabe handelsüblicher Pflegesymbole mit QR-Code 
LF 3 Pflanzenschutz, PflSchG, PflSchSachkV

Den Kunden oder die Kundin zum Pflegebedarf in Abhängigkeit der Pflanzung und des Einsatzbereiches beraten und Zusatzleistungen anbieten

Pflegeverträge

Zu Gunsten einer positiven Kauf­entscheidung mit Hilfe folgender Aspekte argumentieren:

verkaufsfördernd, fachgerecht

Einzigartigkeit

Qualität der verwendeten Pflanzen und Gefäße

fachgerechte Ausführung

Nachhaltigkeit

Regionalität/Saisonalität 

Pflegeanspruch

Abschließend die Kaufentscheidung des Kunden oder der Kundin bestätigen

7.2.3 Bewerten/
Reflektieren

Sich bewusst machen, dass durch eine erfolgreiche und fachgerechte Beratung eine Kundenbindung erreicht werden kann

2

LF 8 Beratungs- und Verkaufsgespräch
LF 11 Kundenbindung

Dabei eine ökologische, ökonomische und soziale Vorgehensweise gegenüber der Kundschaft vertreten

Sich mit der eigenen Pflanzarbeit hinsichtlich folgender Aspekte identifizieren: 

Auswahl der floralen und nonfloralen Werkstoffe 

Pflanzen, Substrate, Drainagematerial, Bewässerung, Gefäße

Erläuterung der Arbeitsprozesse

Qualitätsgarantie

betriebliche Standards

Dienstleistungsangebote

Pflege

Begründung des Verkaufspreises

Lernfeld 8: Kundenorientierte Beratungs- und Verkaufsgespräche führen

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, kundenorientierte Beratungs- und Verkaufsgespräche zu führen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über die Phasen von Beratungs- und Verkaufsgesprächen.

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) informieren sich über Grundlagen einer erfolgreichen Gesprächsführung

4 Ustd.
8.1

Kommunikationsmodelle

Deutsch/Kommunikation: Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
Sender-Empfänger-Modell

aktives Zuhören

kundenspezifische Verkaufsargumente

LF 5 Kundentypen 

Sie recherchieren die Phasen von Beratungs- und Verkaufsgesprächen und nutzen dafür auch digitale Medien

Überblick
Schulungsplattformen Websites der IHK und des Floristenverbandes

Gesprächsvorbereitung 

Recherchieren, Orientieren, Kennenlernen

Gesprächseröffnung

Begrüßung, aktive Anrede, Beziehungsaufbau

Bedarfsermittlung

Kundenbedürfnisse, -erwartungen

Angebotspräsentation und Vereinbarungen

Beratung, Einwandbehandlung

Gesprächsabschluss

Kaufentscheidung, Zusammenfassen, Vertragsabschluss, Danken, Verabschieden

Gesprächsnachbereitung

Dokumentation, Nachbetreuung, Nachfolgegeschäft

Sie erfragen Bedürfnisse und  Erwartungen von Kunden und  Kundinnen auch in einer fremden Sprache, leiten daraus Aspekte für anlassbezogene Gespräche ab (Beratung, Verkauf, Umtausch,  Reklamation) und beachten die rechtlichen Grundlagen.

Die SuS erkundigen sich zu Kundenbedürfnissen und -erwartungen, auch in der Fremdsprache.

10 Ustd.

berufsbezogenes Englisch
LF 5 Kundentypen
Kaufmotive

Sie charakterisieren anlassbezogene Arten von Kundengesprächen

Beratung

LF 5 Kundentypen 
individuell 
Trends, Saison

Verkauf

Telefon-, Onlineverkauf

Umtausch 

Ablauf, betriebliche Regelungen

Reklamation 

Kundeneinwände, Ablauf nach betrieblichen Richtlinien

Sie setzen sich mit den rechtlichen Vorschriften, die es für die Gesprächsführung zu beachten gilt, auseinander

Kundenbindung

Datenschutz/-sicherheit

personenbezogene Daten der Stammkundschaft

Verbraucherschutz

Widerrufsrecht

Rückgaberecht

Reklamationsrecht

berechtigte und unberechtigte Reklamationen
Kulanz 

Die SuS setzen sich situationsbezogen mit den Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes auseinander, um den Kunden und Kundinnen in Beratungs- und Verkaufsgesprächen die Eigenschaften und Anwendungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln erläutern zu können

LF 3/LS 3.3, LF 7
Pflanzenschutzgesetz (PflSchG)

Sortiment an Pflanzenschutzmitteln im Floristikfachgeschäft/Betrieb

Vorschriften für die Kennzeichnung, Lagerung, Abgabe und Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln

Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung, (PflSchSachkV): Sachkundenachweis LfULG, Gefahrensymbole

Sie beschreiben nonverbale und verbale Kommunikationsformen und -techniken. Dabei vergegenwärtigen sie sich eigene Verhaltensweisen.

Sie charakterisieren verschiedene nonverbale und verbale Kommunikationsformen und -techniken

4 Ustd.
8.1

Erscheinungsbild

Körpersprache

Mimik und Gestik

Rhetorik

Sprachtempo

Aussprache

Lautstärke

Sie halten eigene Verhaltensweisen in der Gesprächsführung fest und leiten davon gängige Regeln für eine nonverbale und verbale Kommunikation ab.

Verkäuferprofil

Sie machen sich bewusst, welchen Einfluss die Verkäuferpersönlichkeit auf den Verkaufserfolg bei Waren und Dienstleistungen hat.

Einstellung zum Beruf  und zur Kundschaft,
Charaktereigenschaften,
Bedeutung von Allgemein- und Fachwissen beim Umgang mit Kunden und Kundinnen

Die Schülerinnen und Schüler planen Beratungs- und Verkaufsgespräche, indem sie Kommunikationsstrategien für unterschiedliche Gesprächssituationen entwerfen. Hierbei beziehen sie digitale Medien unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben zum Datenschutz und der Datensicherheit mit ein. Sie berücksichtigen die Interessen der Kunden und Kundinnen und des Unternehmens.

Die SuS entwerfen anlassbezogene und kundenspezifische Kommunikationsstrategien für unterschiedliche Gesprächssituationen. Dabei beziehen sie die Interessen der Kundschaft und des Betriebes bzw. Unternehmens ein und nutzen auch digitale Medien.

2 Ustd.
8.1

exemplarisch 
Kaufmotive, Kundenerwartungen, Kundenverhalten
Verkäuferreaktion 
Frage-Antwortkombination oder Aktion-Reaktionsstrategien

Sie berücksichtigen rechtliche Vorgaben zu Datenschutz und -sicherheit.

LF 1, 5, 9, 11 Datenschutz, DSGVO

In Konfliktsituationen nehmen sie Spannungen und Meinungsverschiedenheiten wahr und präzisieren Problemlösungsstrategien.

Die SuS eruieren besondere Gesprächssituationen und diskutieren deren Ursachen.

2 Ustd.
8.2

Sie simulieren mögliche Spannungen sowie Meinungs-verschiedenheiten und entwickeln Strategien zu Konflikt- und Problemlösungen für Kundengespräche

mögliche Antwortvarianten

nutzbare Wortgruppen

wertschätzende Formulierungen

Sie kooperieren im Team, übernehmen Verantwortung und zielen auf eine hohe Serviceorientierung ab.

Sie stimmen sich im Team ab, übernehmen Verantwortung bei Problemen, gehen wertschätzend miteinander um und orientieren sich gezielt an betriebliche Standards im Service.

2 Ustd.
8.1

Aufgabenverteilung

Die Schülerinnen und Schüler führen Beratungs- und Verkaufsgespräche mit Kunden und Kundinnen durch, indem sie deren Wünsche präzise erfassen, die eigenen Ideen klar und verständlich darstellen und mit diesen abstimmen. 

Die SuS führen Beratungs- und Verkaufsgespräche anlassbezogen, adressatengerecht und zielorientiert, auch in einer Fremdsprache

8 Ustd.

berufsbezogenes Englisch
gerätegestützter Unterricht
Rollenspiel, Partnerinterview
Einsatz von verbalen  und nonverbalen Kommunikationsformen

Erfragen der Wünsche der Kunden und Kundinnen

klare und verständliche Darstellung der eigenen Beratungsideen 

Erstellen und Präsentieren von Entwürfen und Angeboten unter Berücksichtigung analoger und digitaler Medien

Präsentationstechniken

Anbieten von Dienstleistungen des Betriebes

Abstimmen der Vorschläge mit dem Kunden oder der Kundin

Umgang mit Reklamationen und Umtausch

Dabei informieren sie über nachhaltiges floristisches Handeln und begründen Qualitäts- und Preisunterschiede. 

In Kundengesprächen beziehen die SuS ihr Wissen über unterschiedliche Qualitätsmerkmale und zur Nachhaltigkeit von floristischen Werkstücken und nonfloralen Waren ein. 

2 Ustd.
8.1

Haltbarkeit von Werkstücken,
Lebensdauer von Pflanzen
Zusatzartikel,
Frostsicherheit bei Topfwaren und Vasen

Sie begründen auf dieser Grundlage Qualitäts- und Preisunterschiede.

Bei Bedarf beraten sie fachkundig zu Pflanzenschutzmitteln und verkaufen diese unter Beachtung der rechtlichen Vorschriften.

Im Gespräch nehmen sie durch aktives Zuhören zusätzliche Wünsche wahr und bieten den Kunden und Kundinnen Waren und Dienstleitungen des Betriebes an. Dabei erkennen sie Emotionen von Kunden und Kundinnen und zeigen Empathie und Mitgefühl. 

Sie nehmen persönliche und zusätzliche Wünsche des Kunden bzw. der Kundin durch aktives Zuhören und gezieltes Nachfragen wahr. 

2 Ustd.
8.1

berufsbezogenes Englisch

Sie bieten weitere Waren und hauseigene Dienstleistungen an.

Zusatzverkäufe

Auf Emotionen und Bedürfnisse des Kunden bzw. der Kundin reagieren die SuS angemessen und empathisch. Dafür gestalten sie ihr Umfeld passend zur jeweiligen Gesprächssituation

Einfühlungsvermögen

Beratungsecke

Tresen

Verkaufsraum

Telefon

Informations-/Reklamationsschalter

Sie präsentieren eine positive Haltung in der Kundenberatung auch in schwierigen Verkaufssituationen.

Die SuS binden den Kunden bzw. die Kundin in die Auswahl von Waren, Werkstoffen und Dienstleistungen mit ein. 

Sie gewähren Pausen und lassen genug Raum für die Reaktion des Kunden bzw. der Kundin.

Sie aktivieren positive Erinnerungen und Assoziationen durch die angebotene Auswahl an Werkstoffen, Werkstücken und Dienstleistungen und drücken dies durch eine bewusste Sprachauswahl aus.

Sie treten auch in schwierigen Beratungs- und Verkaufssituationen positiv auf.

Die SuS nehmen Reklamationen entgegen und bieten kundenorientierte Lösungen unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben an.

berufsbezogenes Englisch

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Gesprächsführung, deren Wirkung und ziehen Rückschlüsse auf ihr eigenes Auftreten als Beitrag zur Zufriedenheit und Bindung von Kunden und Kundinnen.

Die SuS überprüfen ihre Gesprächsführung. Dabei beobachten und reflektieren Sie den Gesprächsverlauf und die Kundenreaktion

4 Ustd.

Selbst- und Fremdwahrnehmung
Team-Feedback
Feedbackkultur

Überprüfung der Umsetzung der Kundenwünsche

Prüfung der Gesprächsergebnisse auf Wirksamkeit

Einhaltung der Regeln der Gesprächsführung 

Sicherstellung der Einhaltung rechtlicher Vorgaben

Kontrolle des Umgangs mit Reklamation und Konflikten

rechtlich, ökonomisch: Betriebserfolg

Sie leiten Rückschlüsse auf ihr eigenes Verhalten in Bezug auf die Kundenzufriedenheit sowie -bindung ab.

Lernfeld 8 Kundenorientierte Beratungs- und Verkaufsgespräche führen
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
8.1
Beratungs- und Verkaufsgespräch kundenorientiert vorbereiten, führen und reflektieren
32 Ustd.
8.2
Reklamationsgespräch erfolgreich gestalten und betriebsintern auswerten
8 Ustd.
Lernsituation
8.1
Beratungs- und Verkaufsgespräch kundenorientiert vorbereiten, führen und reflektieren
32 Ustd.
Auftrag

Ihr Betrieb möchte die Zufriedenheit der Kunden und Kundinnen durch die Verbesserung der Verkaufsgespräche erhöhen. Sie erhalten den Auftrag, kundenspezifische Beratungskonzepte für wiederkehrende Anlässe zu entwickeln.

Recherchieren Sie dazu die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse in der Floristik. Setzen Sie sich mit den nonverbalen und verbalen Kommunikationsformen und -techniken im Umgang mit der Kundschaft auseinander.

Entwickeln Sie im Team anlassbezogene Beratungskonzepte, die kundenspezifische Aspekte und passende Produkte enthalten. Entwerfen Sie gezielte Fragen, die in typischen Gesprächssituationen angewendet werden können, um die Wünsche der Kunden und Kundinnen besser zu erfassen. Nutzen Sie dazu digitale Medien und beachten Sie rechtliche Vorschriften in Beratung und Verkauf.

Erstellen Sie jeweils einen strukturieren Gesprächsverlauf für die Phasen von der Begrüßung bis zum Abschluss. Simulieren und reflektieren Sie exemplarisch verschiedene anlassbezogene Kundengespräche. Dokumentieren Sie die Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge schriftlich und präsentieren Sie Ihre kundenspezifischen Beratungskonzepte.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
8.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren 

20

Sich über Grundlagen einer erfolg­reichen Gesprächsführung informieren

Kommunikationsmodelle

Deutsch/Kommunikation: Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
Sender-Empfänger-Modell

aktives Zuhören

kundenspezifische Verkaufsargumente

LF 5 Kundentypen 

Phasen von Beratungs- und Verkaufsgesprächen recherchieren und dafür auch digitale Medien nutzen

Überblick
Schulungsplattformen Websites

Gesprächsvorbereitung 

Recherchieren, Orientieren, Kennenlernen

Gesprächseröffnung

Begrüßung, aktive Anrede, Beziehungsaufbau

Bedarfsermittlung

Kundenbedürfnisse, -erwartungen

Angebotspräsentation und  Vereinbarungen

Beratung, Einwandbehandlung

Gesprächsabschluss

Kaufentscheidung, Zusammenfassen, Vertragsabschluss, Danken, Verabschieden

Gesprächsnachbereitung

Dokumentation, Nachbetreuung, Nachfolgegeschäft

Sich zu Kundenbedürfnissen und -erwartungen, auch in der Fremdsprache Englisch, erkundigen

berufsbezogenes Englisch
LF 5 Kundentypen
Kaufmotive

Anlassbezogene Arten von Kundengesprächen charakterisieren

Beratung

LF 5 Kundentypen 
individuell 
Trends, Saison

Verkauf

Telefon-, Onlineverkauf

Sich mit den rechtlichen Vorschriften, die es für die Gesprächsführung zu beachten gilt, auseinandersetzen

Datenschutz/-sicherheit

personenbezogene Daten der Stammkundschaft

Verbraucherschutz

Widerrufsrecht

Sich situationsbezogen mit den Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes auseinandersetzen, um den Kunden und Kundinnen in Beratungs- und Verkaufsgesprächen die Eigenschaften und Anwendungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln erläutern zu können

LF 3/LS 3.3, LF 7
Pflanzenschutzgesetz 

Sortiment an Pflanzenschutzmitteln im Floristikfachgeschäft/Betrieb

Vorschriften für die Kennzeichnung, Lagerung, Abgabe und Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln

Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung: Sachkundenachweis LfULG, Gefahrensymbole

Verschiedene nonverbale und verbale Kommunikationsformen und -techniken charakterisieren

Erscheinungsbild

Körpersprache

Mimik und Gestik

Rhetorik

Sprachtempo

Aussprache

Lautstärke

Eigene Verhaltensweisen in der Gesprächsführung festhalten und davon gängige Regeln für eine nonverbale und verbale Kommu­nikation ableiten

Verkäuferprofil

Sich bewusst machen, welchen Einfluss die Verkäuferpersönlichkeit auf den Verkaufserfolg bei Waren und Dienstleistungen hat

Einstellung zum Beruf und zur Kundschaft,
Charaktereigenschaften, 
Bedeutung von Allgemein- und Fachwissen beim Umgang mit Kunden und Kundinnen

Anlassbezogene und kundenspezifische Kommunikationsstrategien für unterschiedliche Gesprächssituationen entwerfen, dabei die Interessen der Kundschaft und des Betriebes bzw. Unternehmens einbeziehen und auch digitale Medien nutzen

exemplarisch 
Kaufmotive, Kundenerwartungen, Kundenverhalten
Verkäuferreaktion
Frage-Antwortkombination oder Aktion-Reaktions­strategien

Rechtliche Vorgaben zu Datenschutz und -sicherheit berücksichtigen

LF 1, 5, 9, 11 Datenschutz, DSGVO

Sich im Team abstimmen, Verantwortung bei Problemen übernehmen, wertschätzend miteinander umgehen und sich gezielt an betrieblichen Standards im Service orientieren

Aufgabenverteilung

8.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Beratungs- und Verkaufsgespräche anlassbezogen, adressatengerecht und zielorientiert, auch in einer Fremdsprache, führen

9

berufsbezogenes Englisch
gerätegestützter Unterricht
Rollenspiel, Partnerinterview
Einsatz von verbalen und nonverbalen Kommunikationsformen

Erfragen der Wünsche der Kunden und Kundinnen

klare und verständliche Darstellung der eigenen Beratungsideen

Erstellen und Präsentieren von Entwürfen und Angeboten unter Berücksichtigung von analogen und digitalen Medien

Präsentationstechniken

Anbieten von Dienstleistungen des Betriebes

Abstimmen der Vorschläge mit dem Kunden oder der Kundin

Das Wissen über die unterschiedlichen Qualitätsmerkmale und die Nachhaltigkeit von floristischen Werkstücken und nonfloralen Waren in Kundengesprächen einbeziehen

Haltbarkeit von Werkstücken, Lebensdauer von Pflanzen
Zusatzartikel,
Frostsicherheit bei Topfwaren und Vasen

Auf dieser Grundlage Qualitäts- und Preisunterschiede begründen

Bei Bedarf zu Pflanzenschutzmitteln fachkundig beraten und diese unter Beachtung der rechtlichen Vorschriften verkaufen

Persönliche und zusätzliche Wünsche des Kunden bzw. der Kundin durch aktives Zuhören und gezieltes Nachfragen wahrnehmen

berufsbezogenes Englisch

Weitere Waren und hauseigene Dienstleistungen anbieten

Zusatzverkäufe

Auf Emotionen und Bedürfnisse des Kunden bzw. der Kundin angemessen und empathisch reagieren

Einfühlungsvermögen

Dafür das Umfeld passend zur jeweiligen Gesprächssituation gestalten

Beratungsecke

Tresen

Verkaufsraum

Telefon

Informationsschalter

Den Kunden bzw. die Kundin in die Auswahl von Waren, Werkstoffen und Dienstleistungen mit einbinden 

Pausen gewähren und genug Raum für die Reaktion des Kunden bzw. der Kundin lassen

Positive Erinnerungen und Assoziationen durch die angebotene Auswahl an Werkstoffen, Werkstücken und Dienstleistungen aktivieren und dies durch eine bewusste Sprachauswahl ausdrücken

Auch in schwierigen Beratungs- und Verkaufssituationen positiv auftreten

8.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Gesprächsführung überprüfen, dabei den Gesprächsverlauf und die Kundenreaktion beobachten und reflektieren

3

Selbst- und Fremdwahr­nehmung
Team-Feedback
Feedbackkultur

Überprüfung der Umsetzung der Kundenwünsche

Prüfung der Gesprächsergebnisse auf Wirksamkeit

Einhaltung der Regeln der Gesprächsführung

Sicherstellung der Einhaltung rechtlicher Vorgaben

Rückschlüsse auf eigenes Verhalten in Bezug auf die Kundenzufriedenheit sowie -bindung ableiten

Berufsbezogenes Englisch mit Bezug zu
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 10 Ustd.
Lernfeld 8 Kundenorientierte Beratungs- und Verkaufsgespräche führen

Die Schülerinnen und Schüler erfragen Bedürfnisse und Erwartungen von Kunden und Kundinnen auch in einer fremden Sprache, leiten daraus Aspekte für anlassbezogene Gespräche ab (Beratung, Verkauf, Umtausch, Reklamation) und beachten die rechtlichen Grundlagen.

Didaktisch-methodische Hinweise:

Um das verstehende Hören sowie Lesen zu fördern, bieten sich Übungen unter Verwendung mündlicher und schriftlicher Anfragen bzw. Bestellungen von internationalen Kunden und Kundinnen an. 

Zum anderen empfiehlt es sich, das Sprechen anzuregen, um Kunden und Kundinnen anlassbezogen zu beraten, Fragen zum Pflanzensortiment zu beantworten oder Erläuterungen zur Pflege zu geben. Ein Schwerpunkt sollte das Üben der korrekten Aussprache berufsbezogener Begriffe sein.

Ratsam ist es, die herausfordernden Gesprächsthemen wie Umtausch oder Reklamation von Ware unter Beachtung der rechtlichen Grundlagen in englischer Sprache zu trainieren. Dabei sind landestypische Umgangsformen in der Gesprächsführung wie Handzeichen und andere nonverbale Äußerungen internationaler Kunden und Kundinnen zu berücksichtigen. Vorbereitend können sich Schülerinnen und Schüler im Team durch Brainstorming über ihre bereits vorhandenen Kenntnisse dazu austauschen.

Für die Führung von Kundenberatungsgesprächen kann die Erstellung eines Gesprächsleitfadens und einer Checkliste dienlich sein.

In Reklamationsgesprächen ist die sichere Verwendung vertragsrechtlicher Fachtermini von besonderer Bedeutung. Hörtexte und Videobeiträge können in fachsprachlichen Übungen zur Vorbereitung eingesetzt werden, die adressatengerechte Gestaltung von Gesprächen steht anschließend im Fokus der Festigung. 

Die Simulation von Beratungsgesprächen oder einzelner Phasen eines Beratungsgespräches kann auf der Grundlage von Rollenkarten erfolgen. Begleitend dazu können die Schülerinnen und Schüler eine Übersicht zu allgemeinen sowie lernfeldspezifischen Fachbegriffen erstellen und zielgerichtet nach weiterer notwendiger fremdsprachlicher Lexik recherchieren.

In den verschiedenen Phasen der Vorbereitung einer anlassbezogenen, kundenorientierten Kommunikation ist es empfehlenswert, dass die Schülerinnen und Schüler Satzbildung, Zeitformen, Fragestellungen bzw. Verneinung, modale Hilfsverben, Adjektive und Steigerung sowie den Imperativ zur Kundenlenkung wiederholen, festigen und vertiefen. Sie sammeln und strukturieren die erworbene Fachlexik und ordnen diese den thematischen Schwerpunkten in der Floristikbranche zu.

Lernfeld 9: Saisonale Waren und Werkstücke präsentieren

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, saisonale Waren und Werkstücke verkaufsfördernd zu präsentieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler lokalisieren Präsentationsbereiche (lokal, digital) für saisonale und jahreszeitliche Sortimente, die auf Verkaufsförderung zielen und gleichzeitig die Haltbarkeit von Waren und Werkstücken gewährleisten.

Die SuS erkunden unterschiedliche Präsentationsbereiche im lokalen Verkaufsraum sowie in digitalen Vertriebskanälen für saisonale und jahreszeitliche Sortimente.

4 Ustd.
9.1

Betriebsexkursion/Markterkundung 
Einsatz digitaler Medien LF 1, 2, 3, 4, 7

Sie recherchieren deren Lage, Funktion und Wirkung im Hinblick auf Verkaufsförderung und Haltbarkeit von Waren und Werkstücken.

LF 8

Dabei untersuchen sie die Grundsätze der Präsentation und Platzierung

warengerecht

Besonderheit: Lagerung und Präsentationbereiche von Pflanzenschutzmitteln
gemäß Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung, 
Pflanzenschutzgesetz 
LF 3, 7, 8

kundengerecht

verkaufsgerecht

verkäufergerecht

Die SuS ermitteln deren Einfluss auf die Qualität und Haltbarkeit von Waren und Werkstücken.

Sie vergleichen analoge und digitale Präsentationsbereiche, leiten geeignete Kriterien für eine verkaufswirksame und warengerechte Platzierung ab.

Dabei erfragen sie das Präsentationskonzept des Betriebs (Präsentationsflächen, Schaufenster, Laufwege, Preisauszeichnungen, Produktinformationen, Social Media) und beziehen in ihre Überlegungen die rechtlichen Regelungen zum Datenschutz mit ein.

Die SuS informieren sich über das betriebliche Präsentationskonzept zur Gestaltung und Nutzung von

7 Ustd.

Gruppenarbeit: 
tabellarische Dokumentation Informationsaustausch Blickpunkte und ihre Wirkung und Funktion

Präsentationsflächen

Wareninseln, Aktions- und Funktionsflächen

Schaufenster

Anfertigen eines betrieblichen Schaufensterplans

Laufwege 

Wegeführung und Blickachsengestaltung 
Unterscheidung aus Sicht der Kundschaft und des Fachpersonals

Verweil- und Beratungsecken

LF 8

Preisauszeichnungen

kreative Preisschildergestaltung, Preisangabenverordnung (PangV)

Produktinformationen/Warenauszeichnung

analog, digital

Sie recherchieren die Einbindung digitaler Präsentationsformen, insbesondere über Social Media-Kanäle und analysieren deren Bedeutung für die Verkaufsförderung saisonaler und jahreszeitlicher Warensortimente. 

Sie unterscheiden Arten der Präsentation und Platzierung von Waren und Werkstücken

warengruppenorientiert

zweckorientiert

zielgruppenorientiert

erlebnisorientiert

Im Rahmen ihrer Informationsbeschaffung setzen sie sich mit den geltenden rechtlichen Regelungen zum Datenschutz auseinander und prüfen die Relevanz dieser Vorgaben für die jeweiligen Präsentationsbereiche.

LF 5, 8, 11 Datenschutz, DSGVO

Sie sammeln verkaufsfördernde Aspekte der Warenpräsentation.

Die SuS leiten aus den betrieblichen Präsentationskonzepten verkaufsfördernde Maßnahmen der Warenpräsentation ab.

2 Ustd.
9.1

Erkenntnisse der Verkaufspsychologie
LF 8

Die Schülerinnen und Schüler planen saisonale Warenpräsentationen unter Berücksichtigung gestalterischer Prinzipien, Brauchtum und aktueller Trends.

Die SuS entwickeln Ideen für saisonale Warenpräsentationen. Dabei berücksichtigen sie in ihrer Planung folgende Aspekte:

6 Ustd.
9.1

Brainstorming, -writing
Gruppenarbeit

Erscheinungsbild des Verkaufsraumes

Fotodokumentation
Point of Sale (POS)

Raum- und Flächenkapazitäten des Verkaufsraumes

Regeln zur Gestaltung von Verkaufsräumen und Warenträgern 

Faszinationspunkte

Regeln der Warenpräsentation nach Gestaltungsprinzipien 

LF 4, 6, 7, 10, 12, 13, 14 Ordnungen, Gruppierungen, Freiräume, Gliederungen

Bei ihrer Planung beachten sie Trends der Branche und regionales bis überregionales Brauchtum.

LF 4
exemplarisch
Lifestyle, Stilepoche
Rituale/Feste des Kirchenjahres
Einsatz digitale Medien

Auf dieser Grundlage entwerfen sie einen skizzierten Arbeitsplan für ihre saisonalen, zielgerichteten und adressatengerechten Warenpräsentationen

Moodboard

Fixieren des Themas 

Festschreiben des saisonalen Zeitraumes/Anlasses

Festlegen der Warengruppen 

florale und nonflorale Werkstoffe

Angeben der Gestaltungsprinzipien

Bestimmen der Farben, Mengen und Größen

Festlegen der Arbeitsschritte

Arbeitsablaufplan 
digitale Plantafel

Benennen der technischen Hilfsmittel sowie Werkzeuge, Geräte und Maschinen

Die SuS prüfen ihr Warensortiment auf Vollständigkeit und Qualität und veranlassen Bestellungen bei Bedarf.

Dabei beziehen sie Hinweise zur Pflege, Versorgung und Lagerung sowie nachhaltige Aspekte in die Beschreibung der Produktinformationen mit ein.

Die SuS beziehen folgende Hinweise in die Beschreibung der analogen und digitalen Produktinformationen ein

3 Ustd.
9.2

LF 2, 3 
Zeichen und Symbole
Besonderheit: Pflanzenschutzmitteln gemäß PflSchG und PflSchSachkV

Pflegehinweise

Versorgungshinweise

Lagerungshinweise

Herkunft/Produktionsstätte

regional, Fair Trade

Nachhaltigkeit 

Entsorgung, Recycling

Sie beachten die rechtlichen Vorgaben bei der Preisauszeichnung und der Verkaufsförderung.

Im Rahmen ihrer Warenpräsentation integrieren die SuS rechtliche Bestimmungen hinsichtlich 

3 Ustd.
9.2

Preisauszeichnung

PAngV 
Transparenzgebot

Verkaufsförderung

Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG), 
Genehmigungspflicht für öffentlichen Raum

Im Team tauschen sie Ideen auf der Grundlage eines skizzierten Arbeitsplanes aus, priorisieren verkaufsfördernde Aspekte und entscheiden sich begründet für einen Präsentationsentwurf.

Die SuS bringen ihre Ideen der Warenpräsentation auf Grundlage eines skizzierten Arbeitsplanes in den Teamprozess ein.

2 Ustd.
9.1

Sie vergleichen verschiedene Präsentationsentwürfe und diskutieren kriteriengeleitet deren verkaufsfördernde Wirkung.

Im Team priorisieren sie verkaufsfördernde Aspekte, treffen begründete Entscheidungen und wählen einen geeigneten Präsentationsentwurf aus.

Die Schülerinnen und Schüler setzen eine Warenpräsentation unter Berücksichtigung des Arbeitsplanes um, indem sie saisonale Waren und Werkstücke auch im digitalen Raum in Szene setzen.

Auf Grundlage des skizzierten Arbeitsplanes stellen die SuS technische Hilfsmittel, Werkzeuge und Geräte bereit und nutzen saisonale Waren und Werkstücke für die Warenpräsentation.

6 Ustd.
9.1

gerätegestützter Unterricht

Diese platzieren sie entsprechend ihres Präsentationsentwurfes im lokalen Verkaufsraum sowie in digitalen Vertriebskanälen.

Sie berechnen den nötigen Platzbedarf (Länge, Fläche), nehmen Preisauszeichnungen vor und stellen Produktinformationen zur Verfügung.

Die SuS ermitteln auf Grundlage ihrer Planung den erforderlichen Platzbedarf, indem sie benötigte Längen und Flächen berechnen und die Präsentationsbereiche entsprechend anpassen.

4 Ustd.

Sie nehmen Preisauszeichnungen unter Einhaltung rechtlicher Regelungen vor.

Die SuS stellen die Produktinformationen analog und digital bereit und setzen diese zur Verkaufsförderung ein.

Die Schülerinnen und Schüler bewerten auf Grundlage der gefundenen verkaufsfördernden Aspekte ihre Warenpräsentationen und diskutieren Optimierungspotential.

Die SuS überprüfen ihre umgesetzte Warenpräsentation anhand der verkaufsfördernden, rechtlichen sowie ökonomischen und ökologischen Aspekte.

2 Ustd.

gerätegestützter Unterricht
Ergebnisbewertung

Sie beurteilen die Umsetzung ihres Präsentationsentwurfes unter Berücksichtigung der Gestaltungsprinzipien und identifizieren Stärken sowie Optimierungspotentiale.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren im Team ihre Vorgehensweise anhand des erstellten Arbeitsplanes, hinterfragen den Arbeitsprozess und ziehen Konsequenzen für ihr eigenes Vorgehen.

Die SuS reflektieren im Team ihre Vorgehensweise anhand des skizzierten Arbeitsplanes für die umgesetzte Warenpräsentation. 

1 Ustd.

gerätegestützter Unterricht
Prozessbewertung
Selbst- und Fremdwahrnehmung

Einhaltung der Arbeitsschritte

Zusammenarbeit

Zeit- und Konfliktmanagement

Sie zeigen die im Arbeitsprozess aufgetretenen Herausforderungen auf und hinterfragen diese. 

Daraufhin ziehen die SuS Konsequenzen für ihr weiteres Handeln und korrigieren ihren Arbeitsplan.

Lernfeld 9 Saisonale Waren und Werkstücke präsentieren
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 40 Ustd.
Lernsituationen
9.1
Präsentationsentwurf für saisonale Waren und Werkstücke entwickeln, umsetzen und reflektieren
28 Ustd.
9.2
Produktinformationen und Preisauszeichnungen unter Beachtung rechtlicher Vorgaben erstellen
12 Ustd.
Lernsituation
9.1
Präsentationsentwurf für saisonale Waren und Werkstücke entwickeln, umsetzen und reflektieren
28 Ustd.
Auftrag

Stellen Sie sich vor, es ist der Beginn der Frühlingszeit. Für das saisonale Warenangebot wurden frische Schnittblumen, Pflanzen sowie nonflorale Waren angeliefert. 

Sie werden beauftragt, diese Waren und bereits angefertigte Werkstücke in Ihrem Floristikfachgeschäft verkaufsfördernd der Kundschaft zu präsentieren.

Analysieren und vergleichen Sie die unterschiedlichen Präsentationsbereiche in Ihrem Verkaufsraum sowie die Möglichkeiten digitaler Vertriebskanäle für saisonale Waren.

Untersuchen Sie die Grundsätze einer verkaufsfördernden Präsentation und lokalen Platzierung. 

Entwickeln Sie Ideen für die saisonale Warenpräsentation unter Berücksichtigung des Themas, der Raumkapazitäten und Gestaltungsprinzipien. Erstellen Sie einen skizzierten Arbeitsplan für Ihren Entwurf zur Warenpräsentation. Diskutieren Sie im Team verschiedene Ideen für die Frühlingszeit. Entscheiden Sie sich für einen geeigneten Entwurf, der hohe verkaufswirksame Wirkung erzielen könnte und setzen Sie diesen lokal oder digital um. 

Beurteilen Sie die umgesetzte Warenpräsentation und reflektieren Sie Ihre Vorgehensweise. Identifizieren Sie Stärken sowie Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich der Zusammenarbeit und des Zeitmanagements.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
9.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren 

16

Unterschiedliche Präsentationsbereiche im lokalen Verkaufsraum sowie in digitalen Vertriebskanälen für saisonale und jahreszeitliche Sortimente erkunden

Betriebsexkursion/Markterkundung 
Einsatz digitaler Medien
LF 1, 2, 3, 4, 7

Deren Lage, Funktion und Wirkung im Hinblick auf Verkaufsförderung und Haltbarkeit von Waren und Werkstücken recherchieren

LF 8

Dabei die Grundsätze der Präsentation und Platzierung untersuchen

warengerecht

Besonderheit: Lagerung und Präsentationbereiche von Pflanzenschutzmitteln
gemäß Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung, Pflanzenschutzgesetz 
LF 3, 7, 8

kundengerecht

verkaufsgerecht

verkäufergerecht

Deren Einfluss auf die Qualität und Haltbarkeit von Waren und Werkstücken ermitteln

Analoge und digitale Präsentationsbereiche vergleichen, geeignete Kriterien für eine verkaufswirksame und warengerechte Platzierung ableiten

Sich informieren über das betriebliche Präsentationskonzept zur Gestaltung und Nutzung von

Gruppenarbeit: 
tabellarische Dokumentation Informationsaustausch Blickpunkte und ihre Wirkung und Funktion

Präsentationsflächen

Wareninseln, Aktions- und Funktionsflächen

Schaufenster

Anfertigen eines betrieblichen Schaufensterplans

Laufwege 

Wegeführung und Blickachsengestaltung 
Unterscheidung aus Sicht der Kundschaft und des Fachpersonals

Verweil- und Beratungsecken

LF 8

Die Einbindung digitaler Präsentationsformen, insbesondere über Social Media-Kanäle recherchieren und deren Bedeutung für die Verkaufsförderung saisonaler und  jahreszeitlicher Warensortimente analysieren 

Arten der Präsentation und Platzierung von Waren und Werkstücken unterscheiden

warengruppenorientiert

zweckorientiert

zielgruppenorientiert

erlebnisorientiert

Aus den betrieblichen Präsentationskonzepten verkaufsfördernde Maßnahmen der Warenpräsentation ableiten

Erkenntnisse der Verkaufspsychologie
LF 8

Ideen für saisonale Warenpräsentationen entwickeln, dabei folgende Aspekte in der Planung berücksichtigen:

Brainstorming, -writing
Gruppenarbeit

Erscheinungsbild des Verkaufsraumes

Fotodokumentation
Point of Sale (POS)

Raum- und Flächenkapazitäten des Verkaufsraumes

Regeln zur Gestaltung von Verkaufsräumen und Warenträgern 

Faszinationspunkte

Regeln der Warenpräsentation nach Gestaltungsprinzipien 

LF 4, 6, 7, 10, 12, 13, 14
Ordnungen, Gruppierungen, Freiräume, Gliederungen

Trends der Branche und regionales bis überregionales Brauchtum bei der Planung beachten

LF 4
exemplarisch
Lifestyle, Stilepoche
Rituale/Feste des Kirchenjahres
Einsatz digitale Medien

Auf dieser Grundlage einen skizzierten Arbeitsplan für die saisonalen, zielgerichteten und adressatengerechten Warenpräsentationen  entwerfen

Moodboard

Fixieren des Themas 

Festschreiben des saisonalen Zeitraumes/Anlasses

Festlegen der Warengruppen 

florale und nonflorale Werkstoffe

Angeben der Gestaltungsprinzipien

Bestimmen der Farben, Mengen und Größen

Festlegen der Arbeitsschritte

Arbeitsablaufplan 
digitale Plantafel

Benennen der technischen Hilfsmittel sowie Werkzeuge, Geräte und Maschinen

Das Warensortiment auf Vollständigkeit und Qualität prüfen und bei Bedarf Bestellungen veranlassen

9.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Die Ideen der Warenpräsentation auf Grundlage eines skizzierten Arbeitsplanes in den Teamprozess einbringen

10

Verschiedene Präsentationsentwürfe vergleichen und deren verkaufsfördernde Wirkung kriteriengeleitet diskutieren

Im Team verkaufsfördernde Aspekte priorisieren, begründete Entscheidungen treffen und einen geeigneten Präsentationsentwurf auswählen

Auf Grundlage des skizzierten Arbeitsplanes technische Hilfsmittel, Werkzeuge und Geräte bereitstellen und saisonale Waren und Werkstücke für die Warenpräsentation nutzen

gerätegestützter Unterricht

Diese entsprechend des Präsentationsentwurfes im lokalen Verkaufsraum sowie in digitalen Vertriebskanälen platzieren

Auf Grundlage der Planung den erforderlichen Platzbedarf ermitteln, indem benötigte Längen und Flächen berechnet und die Präsentations-bereiche entsprechend angepasst werden

9.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Die umgesetzte Warenpräsentation anhand der verkaufsfördernden, rechtlichen sowie ökonomischen und ökologischen Aspekte überprüfen

2

gerätegestützter Unterricht
Ergebnisbewertung

Die Umsetzung des Präsentationsentwurfes unter Berücksichtigung  der Gestaltungsprinzipien beurteilen und Stärken sowie Optimierungspotentiale identifizieren

Die Vorgehensweise anhand des skizzierten Arbeitsplanes für die umgesetzte Warenpräsentation im Team reflektieren

gerätegestützter Unterricht
Prozessbewertung
Selbst- und Fremdwahrnehmung

Einhaltung der Arbeitsschritte

Zusammenarbeit

Zeit- und Konfliktmanagement

Die im Arbeitsprozess aufgetretenen Herausforderungen aufzeigen und hinterfragen

Daraufhin Konsequenzen für das weitere Handeln ziehen und den  Arbeitsplan korrigieren

Lernfeld 10: Gesteckte Gefäßfüllungen gestalten und kalkulieren

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, gesteckte Gefäßfüllungen zu gestalten und zu kalkulieren.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kundenwünsche und Einsatzbereiche für gesteckte Gefäßfüllungen.

Die SuS analysieren kriteriengeleitet Kundenwünsche nach folgenden Gesichtspunkten:

4 Ustd.
10.1

Anlass

Liefertermin

Preisvorgaben, -vorstellungen

Art der gesteckten Gefäßfüllung

gesteckte Gefäßfüllung, Tisch- und Tafelschmuck, florale Füllungen, 
Buffetschmuck, 
gepflanzte Gefäßfüllung mit gesteckter kombiniert

Anzahl/Menge

Farbwunsch

Werkstoffe

Textur

Größe und Umfang

Präsentationsort, -räumlichkeiten

Platzierung

Zweck der gesteckten Gefäßfüllung

Trend

Ausgehend vom Kundenwunsch unterscheiden sie mögliche Einsatzbereiche für gesteckte Gefäßfüllungen nach Verfügbarkeit der Pflanzen, Standortbedingungen, Nutzungsdauer und Nachhaltigkeit

innen, außen

Tischgesteck

saisonal

nicht dauerhaft, dauerhaft

Dafür charakterisieren sie Materialeigenschaften und Formen von Gefäßen.

Die SuS beschreiben die wichtigsten Materialien und Eigenschaften der jeweiligen Gefäße sowie deren Auswirkungen im Gebrauch.

5 Ustd.
10.1

LF 4 Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten nonfloraler Werkstoffe
LF 7 Gefäße
Gruppenarbeit
Vor- und Nachteile

Herstellung

industriell und individuell hergestellte Gefäße

Anforderungen an das Material

Materialkombinationen
frost-, bruchsicher, wasserfest, farbecht, feuerfest, stabil, funktional

Größe/Gewicht

Volumen

Ästhetik

Nachhaltigkeit

Rohstoffgewinnung, Recycling, Wiederverwendung, Lebensdauer

Sie recherchieren über folgende Gefäßformen und deren Auswirkung auf den Gebrauch:

LF 7 Gefäßformen
analog, digital
Betriebsrecherche, 
Internetnutzung 
industriell vs. individuell hergestellte Gefäße
Skizzen, Zeichnungen, Abbildungen
Proportionen

historische Gefäße

LF 13 Stilkunde

traditionelle Gefäße

moderne Gefäße

Trends

Für die Gefäßfüllung informieren sie sich über Werkstoffe, technische Hilfsmittel, die zugrundeliegenden Gestaltungsprinzipien und die technischen Anforderungen.

Für die Gefäßfüllungen beschaffen sich die SuS Informationen über florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel in Abhängigkeit der Einsatzbereiche.

8 Ustd.
10.1

Einsatz analoger und/oder digitaler Medien
LF 4, 7

Sie setzen sich mit den Gestaltungsprinzipien auseinander 

LF 4 Gestaltungs-, Ordnungs-, Anordnungs-arten, Formenlehre, Farbenlehre

Gestaltungsart 

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse

Sie stellen die Notwendigkeit technischer Anforderungen an eine gesteckte Gefäßfüllung dar

Nasssteckmasse, Trockensteckmasse

Ton u. a. verformbaren Steckmassen

Maschendrahttechniken

florale Halterungssysteme

Internodien, Äste

Kenzan

Sie erfragen Bezugspreise und -quellen für die Vorbereitung von Angebotsvergleichen. Dabei berücksichtigen sie die Aspekte der Nachhaltigkeit.

Die SuS ermitteln Bezugsquellen, vergleichen Lieferzeiten und Bezugspreise für Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel. 

5 Ustd.
10.3

LF 4
analog, digital
Preislisten verschiedener Anbieter, Fairtrade-Siegel, Verbraucherzentralen, Fachverband des Einzelhandels, Messen, Großmärkte, Fachzeit-schriften, Fachkataloge

Sie kalkulieren den Warenbedarf und holen Angebote unter Berücksichtigung von ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, insbesondere Saisonalität, Regionalität und Lieferketten sowie Qualitäts- und Gütesiegeln ein

Menge, Art, Qualität

ökonomische und ökologische Aspekte

Preis-Leistungs-Verhältnis

Transportwege und Verpackung

Nachhaltigkeit beim Anbau von Werkstoffen 

umweltgerechte und menschenwürdige Produktion

Mindestpreisgewährung

Güte und Qualität

Liefer- und Zahlungsbedingungen

Die Schülerinnen und Schüler planen gesteckte Gefäßfüllungen unter Einbezug der Gestaltungsprinzipien und der Werkstoffe für den entsprechenden Einsatzbereich. Dabei setzen sie sich mit alternativen Steckhilfsmitteln auseinander.

Die SuS entwickeln auftragsbezogen Ideen zur Gestaltung von gesteckten Gefäßfüllungen unter Einbezug der Gestaltungsprinzipien und fertigen Skizzen bzw. Teilskizzen an

6 Ustd.
10.2

gerätegestützter Unterricht
anlassbezogenes Konzept für eine gesteckte Gefäßfüllung

Gestaltungsart 

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse

Sie tauschen sich im Team über verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten aus und berücksichtigen Trends.

Die SuS wählen florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel unter Berücksichtigung des Einsatzbereiches aus. 

Werkstoffkalender als Unterstützungsmittel

Sie setzen sich mit alternativen Steckhilfsmitteln auseinander.

sichtbar, nichtsichtbar
moderne Steckhilfsmittel

Sie entscheiden sich für die erforderlichen Werkstoffe anhand der Bezugsquellenanalyse (quantitativer und qualitativer Vergleich) und legen die Arbeitsschritte für die Herstellung gesteckter Gefäßfüllungen fest.

Die SuS vergleichen verschiedene Angebote quantitativ sowie qualitativ und achten auf Materialpreise und Boni-/Rabattsysteme, Preis-Leistung-Verhältnis, Beschaffenheit, Qualitätsangaben, Service-/Dienstleistungen, Ressourcenschonung, Lieferketten, Lieferzeiten und Lieferkosten.

6 Ustd.

LF 5 Boni-/Rabatt-systeme
Lieferkettengesetz

Im Ergebnis der Bezugsquellenanalyse wählen sie die erforderlichen Werkstoffe und technischen Hilfsmittel aus.

Sie bestimmen die handwerklichen Fertigungstechniken und legen Arbeitsschritte für die Herstellung gesteckter Gefäßfüllungen fest.

Ablaufplan
zeitlich, personell, räumlich

Die Schülerinnen und Schüler gestalten unter Beachtung der geplanten Arbeitsschritte gesteckte Gefäßfüllungen. 

Die SuS stellen Werkstoffe, technische Hilfsmittel sowie Betriebsmittel bereit und richten die Arbeitsplätze unter Berücksichtigung von Arbeitsabläufen ein.

10 Ustd.
10.2

gerätegestützter Unterricht

Bei defekten Werkzeugen oder Geräten veranlassen sie Reparaturen.

Die SuS gestalten die gesteckten Gefäßfüllungen nach ihrem Entwurf/Skizze. 

Dabei setzen sie die Gestaltungselemente, insbesondere Anordnungen, Ordnungs- und Gestaltungsarten, Farben und Formen, Strukturen und Texturen, um und wenden geeignete Fertigungstechniken an. 

Ggf. präparieren und stabilisieren die SuS florale und nonflorale Werkstoffe.

LF 2
Drahten, Wachsen, Erhitzen

Bei Einsatz von Werkzeugen und Geräten nutzen sie Bedienungsanleitungen und berücksichtigen den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

LF 1/LS 1.3 Unfallverhütung

Die SuS dokumentieren verwendete florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel in Werkstofflisten.

Werkstoffkalender

Sie ermitteln den Verkaufspreis.

Sie berechnen die Material- und Betriebskosten und kalkulieren ihre notwendige Arbeitszeit für die Anfertigung der Gefäßfüllung sowie und den Verkaufspreis.

3 Ustd.
10.2

LF 4, 7, 12, 13, 14 Preiskalkulation

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Werkstücke anhand technischer und gestalterischer Anforderungen. 

Die SuS schätzen ihr Werkstück unter Einbeziehen technischer Kriterien ein

6 Ustd.
10.2

Ergebnisbewertung

Einhalten der Gesundheits- und Arbeitsschutzmaßnahmen

Unfallverhütung, Brandschutz

Steckmasse, Steckhilfsmittel

Festigkeit

Transportfähigkeit

Turgeszenz der Pflanzenteile

Haltbarkeit

Sie beurteilen ihr Werkstück unter Einbeziehen der Gestaltungsprinzipien und der Fertigkeitstechniken

stilgerechte Verarbeitung der floralen Werkstoffe im Gefäß 

ausgewogenes Verhältnis von Gefäß und Werkstoffmenge

klar erkennbare Gestaltungsart, konsequente Umsetzung

ausgewogene Proportion zwischen den Werkstoffen und dem Gefäß

fachgerechter Einsatz der Werkstoffe

Farbkombinationen, -kontrast, -harmonien, -verteilung

Anordnungs- und Ordnungsarten

Die Verkaufspreise setzen sie in Relation zur eigenen Arbeitszeit, dem Materialaufwand und dem geplanten Einsatzbereich. 

Die SuS vergleichen die eigene Arbeitszeit der Herstellung ihrer Werkstücke und setzen diese mit dem Verkaufspreis in Relation. 

Sie schätzen den tatsächlichen Materialaufwand ein und wichten den Preis ihrer Werkstücke.

4 Ustd.

Ergebnisbewertung
Soll-Ist-Vergleich 
Preis-Leistung-Verhältnis

Sie schätzen die Eignung ihres Werkstücks für den geplanten Präsentationsort ein.

Veranschaulichung/ Visualisierung

Dabei entwickeln sie ein nachhaltiges Bewusstsein über den Zusammenhang von Preisbildung, Qualität und Kundenbindung.

Sie entwickeln ein nachhaltiges Bewusstsein bzgl. dem Zusammenhang von Preisbildung, Qualität ihrer Werkstücke und einer möglichen Kundenbindung. 

3 Ustd.

ökologische und soziale Nachhaltigkeit
Qualitätsstandards
Betriebserfolg
LF 11 Kundenbindung

Lernfeld 10 Gesteckte Gefäßfüllungen gestalten und kalkulieren
2. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 60 Ustd.
Lernsituationen
10.1
Gesteckte Gefäßfüllungen in Abhängigkeit der Einsatzbereiche unterscheiden
18 Ustd.
10.2
Gesteckte Gefäßfüllungen anlass- und kundenorientiert fertigen
26 Ustd.
10.3
Materialkosten berechnen und Verkaufspreis kalkulieren
16 Ustd.
Lernsituation
10.1
Gesteckte Gefäßfüllungen in Abhängigkeit der Einsatzbereiche unterscheiden
18 Ustd.
Auftrag

Sie erhalten den Auftrag, eindrucksvolle Gefäßfüllungen für eine Veranstaltung in einem historischen Schloss zu gestalten. Der Kunde wünscht sich florale Arrangements für innen und außen, die nicht nur farblich harmonisch sind, sondern auch die Eleganz des Ortes unterstreichen.

Sie analysieren die Kundenwünsche und berücksichtigen dabei den Anlass, Liefertermin, Preisvorgaben sowie die Gefäßfüllung. Differenzieren Sie die möglichen Einsatzbereiche nach Innen- und Außenbereichen sowie nach Saisonalität und Zeitdauer. Beschreiben Sie die wichtigsten Materialien und Eigenschaften der Gefäße, die Sie verwenden möchten. Recherchieren Sie die unterschiedlichen Gefäßformen und deren Einfluss auf den Gebrauch. 

Beschaffen Sie sich analog und digital Informationen über florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel. Achten Sie dabei auf Gestaltungsprinzipien und technische Anforderungen von gesteckten Gefäßfüllungen. Erstellen Sie eine Werkstoffliste und prüfen Sie die Werk- und Hilfsstoffe  auf Wiederverwendbarkeit bzw. Recycling. Entwickeln Sie ein nachhaltiges Bewusstsein für die Qualität Ihrer Werkstücke.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
10.1.1 Analysieren/
Informieren/
Planen

Auftrag analysieren 

9

Kundenwünsche kriteriengeleitet nach folgenden Gesichtspunkten analysieren:

Anlass

Liefertermin

Preisvorgaben, -vorstellungen

Art der gesteckten Gefäßfüllung

gesteckte Gefäßfüllung, Tisch- und Tafelschmuck, florale Füllungen, Buffetschmuck, gepflanzte Gefäßfüllung mit gesteckter kombiniert

Anzahl/Menge

Farbwunsch

Werkstoffe

Textur

Größe und Umfang

Präsentationsort, -räumlichkeiten

Platzierung

Zweck der gesteckten Gefäßfüllung

Trend

Ausgehend vom Kundenwunsch mögliche Einsatzbereiche für  gesteckte Gefäßfüllungen nach  Verfügbarkeit der Pflanzen, Standortbedingungen, Nutzungsdauer und Nachhaltigkeit unterscheiden 

innen, außen

Tischgesteck

saisonal

nicht dauerhaft, dauerhaft

Die wichtigsten Materialien und  Eigenschaften der jeweiligen Gefäße sowie deren Auswirkungen im Gebrauch beschreiben

LF 4 Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten nonfloraler Werkstoffe
LF 7 Gefäße
Gruppenarbeit
Vor- und Nachteile

Herstellung

industriell und individuell hergestellte Gefäße

Anforderungen an das Material

Materialkombinationen
frost-, bruchsicher, wasserfest, farbecht, feuerfest, stabil, funktional

Größe/Gewicht

Volumen

Ästhetik

Nachhaltigkeit

Rohstoffgewinnung, Recycling, Wiederverwendung, Lebensdauer

Über folgende Gefäßformen und  deren Auswirkung auf den Gebrauch recherchieren:

LF 7 Gefäßformen
analog, digital
Betriebsrecherche, Internetnutzung 
industriell vs. individuell hergestellte Gefäße
Skizzen, Zeichnungen, Abbildungen
Proportionen

historische Gefäße

LF 13 Stilkunde

traditionelle Gefäße

moderne Gefäße

Trends

10.1.2 Entscheiden/
Durchführen

Sich Informationen über florale und nonflorale Werkstoffe sowie technische Hilfsmittel für die Gefäßfüllungen in Abhängigkeit der Einsatzbereiche beschaffen

8

Einsatz analoger und/oder digitaler Medien
LF 4, 7

Sich mit den Gestaltungsprinzipien auseinandersetzen

LF 4 Gestaltungs-, Ordnungs-, Anordnungsarten, Formenlehre, Farbenlehre

Gestaltungsart 

Ordnungsart

Anordnungsart

Form der Persönlichkeit und Bewegung

Texturen

Farbharmonien

Proportionen

Kontraste und Mengenverhältnisse

Die Notwendigkeit technischer Anforderungen an eine gesteckte Gefäßfüllung darstellen

Nasssteckmasse, Trockensteckmasse

Ton und andere verformbare Steckmassen

Maschendrahttechniken

florale Halterungssysteme

Internodien, Äste

Kenzan

Werkstoffliste für eine Gefäßfüllung erstellen

exemplarisch, ggf. in Vorbereitung auf LS 10.2

10.1.3 Bewerten/
Reflektieren

Werkstoffliste nach ökologischen  Aspekten prüfen

1

Wiederverwendung, Recycling

Ein nachhaltiges Bewusstsein bzgl. dem Zusammenhang von Einsatzbereichen und Qualität der Werkstoffe für die zu fertigen Werkstücke auf Grundlage der Kundenwünsche entwickeln

technische und gestalterische Anforderungen, betriebliche Qualitätsstandards

Zurück zum Seitenanfang