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Arbeitsmaterial

Berufsschule - duale Berufsausbildung

Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice / Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice

2026

 

Impressum

Das Arbeitsmaterial ist ab 1. August 2026 freigegeben.

Das Arbeitsmaterial basiert auf dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice und Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice (Beschluss der Bildungsministerkonferenz vom 12.12.2025 für die Kultusministerkonferenz) und der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Mobilität und Verkehrsservice und zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice (MobVerkKflAusbV) vom 14.01.2026 (BGBl. I Nr. 15).

Das Arbeitsmaterial wurde am

Landesamt für Schule und Bildung
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c
01445 Radebeul

https://www.lasub.smk.sachsen.de

unter Mitwirkung von

Susann Kühn Schkeuditz
Doreen Oertel Schkeuditz
Michael Schüler Schkeuditz

 

 

 

 

2026 erarbeitet.

 

HERAUSGEBER

Sächsisches Staatsministerium für Kultus 
Carolaplatz 1
01097 Dresden

https://www.smk.sachsen.de

Vorbemerkungen

Die Verfassung des Freistaates Sachsen fordert in Artikel 101 für das gesamte Bildungswesen:

„(1) Die Jugend ist zur Ehrfurcht vor allem Lebendigen, zur Nächstenliebe, zum Frieden und zur Erhaltung der Umwelt, zur Heimatliebe, zu sittlichem und politischem Verantwortungsbewusstsein, zu Gerechtigkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zu beruflichem Können, zu sozialem Handeln und zu freiheitlicher demokratischer Haltung zu erziehen.“

Das Sächsische Schulgesetz legt in § 1 fest:

„(2) Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht eines jeden jungen Menschen auf eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage.

(3) Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. …“

Für die Berufsschule gilt gemäß § 8 Abs. 1 des Sächsischen Schulgesetzes:

„Die Berufsschule hat die Aufgabe, im Rahmen der Berufsvorbereitung, der Berufsausbildung oder Berufsausübung vor allem berufsbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln und die allgemeine Bildung zu vertiefen und zu erweitern. Sie führt als gleichberechtigter Partner gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben und anderen an der Berufsausbildung Beteiligten zu berufsqualifizierenden Abschlüssen.“

Neben diesen landesspezifischen gesetzlichen Grundlagen sind die in der „Rahmenvereinbarung über die Berufsschule“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12. März 2015 in der jeweils geltenden Fassung) festgeschriebenen Ziele umzusetzen.

Kurzcharakteristik des Bildungsganges

Technologische, wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen im Verkehrssektor führen zu veränderten Anforderungen an die Arbeitsabläufe und Aufgaben im Bereich des Verkehrsservice. Eine der wichtigsten Neuerungen ist das moderne Verständnis von Multimodalität und Intermodalität. Multimodalität bezieht sich auf die Vielfalt der genutzten Verkehrsmittel über einen bestimmten Zeitraum hinweg, ohne dass diese zwingend miteinander verknüpft sein müssen. Intermodalität beschreibt die geplante Verknüpfung und Nutzung verschiedener Verkehrsmittel für einen zusammenhängenden Weg, um effiziente und umweltfreundliche Reiseketten entsprechend der Kundenwünsche zu schaffen. Intermodalität ist somit als eine Unterform der Multimodalität zu verstehen. Insbesondere die zunehmende Multimodalität im Verkehr sowie die fortschreitende Digitalisierung der Branche verändern die Organisation von Mobilitätsangeboten und den Kundenservice. Zunehmend an Bedeutung gewinnen digitale Systeme, vernetzte Mobilitätsangebote sowie neue Vertriebs- und Informationswege, die den Nutzern eine flexible Auswahl und Kombination unterschiedlicher Transportmittel ermöglichen. Durch diese Entwicklungen werden von den Beschäftigten erweiterte Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erwartet, unter anderem im Umgang mit digitalen Endgeräten, in der Nutzung digitaler Angebote, in der Anwendung von Fremdsprachen sowie im professionellen Umgang mit Konfliktsituationen. Um den Ausbildungsberuf zukunftsfähig zu gestalten, trägt die Neuordnung des Ausbildungsberufes Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice insbesondere der Digitalisierung, der zunehmenden Vernetzung verschiedener Verkehrsträger sowie den veränderten Anforderungen an Service- und Beratungskompetenzen Rechnung. Zudem wird ein besonderer Fokus auf projektorientiertes Arbeiten gelegt, um universell einsetzbare, methodische Kompetenzen zu entwickeln. Es werden aktuelle Standardberufsbildpositionen sowie das Kompetenzverständnis des Deutschen Qualifikationsrahmens stärker in der Ausbildungsordnung berücksichtigt.

Kaufleute für Mobilität und Verkehrsservice werden in öffentlichen und privaten Schienen- und Straßenpersonenverkehrsunternehmen, in Verkehrsinfrastrukturunternehmen, bei Verkehrsverbünden sowie bei Reiseveranstaltern eingesetzt. Die Einsatzgebiete liegen sowohl im operativen Bereich mit direktem Kundenkontakt als auch im Backoffice mit administrativen und organisatorischen Aufgaben.

Sie beraten und betreuen Kundinnen und Kunden zu Mobilitäts- und Verkehrsangeboten und gestalten die Kommunikation serviceorientiert und situationsgerecht. Darüber hinaus stellen sie die Funktionsfähigkeit technischer Service- und Notfalleinrichtungen sicher und ergreifen Maßnahmen bei Not- und Zwischenfällen. Außerdem arbeiten sie projektorientiert, unterstützen personalwirtschaftliche Prozesse und nutzen Instrumente der kaufmännischen Steuerung. Sie beraten und betreuen Reisende, verkaufen Fahrkarten und Dienstleistungen und bearbeiten Reklamationen.

Die berufliche Tätigkeit der Kaufleute für Mobilität und Verkehrsservice erfordert ausgeprägte Kundenorientierung, Kommunikationsfähigkeit, vernetztes zukunftsorientiertes Denken, Eigeninitiative, Servicebereitschaft sowie Teamfähigkeit und Flexibilität. Das kultursensible und inklusive Handeln im Arbeitskontext ist wahrscheinlich ein zentraler Erfolgsfaktor, um den vielfältigen Bedürfnissen der Reisenden gerecht zu werden.

Sie gestalten ihre Kommunikation adressaten- und situationsgerecht, bei Bedarf auch in einer Fremdsprache.

Sie verfügen über Kenntnisse zu verschiedenen Verkehrsträgern und zu multimodalen Mobilitätskonzepten und wirken an der Entwicklung und Umsetzung verknüpfter Mobilitätsangebote mit. Zur Planung, Organisation und Steuerung von Dienstleistungen wenden sie kaufmännische Instrumente an und nutzen betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme.

Zur Beschaffung von Informationen, zur Bearbeitung von Kundenanfragen, zum Vertrieb von Mobilitätsangeboten sowie zur Dokumentation und Auswertung von Arbeitsprozessen setzen sie digitale Medien und IT-Systeme ein. 

Im Rahmen der Ausbildung zum Kaufmann und zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice werden insbesondere folgende berufliche Qualifikationen erworben:

  • eigene Rolle im Unternehmen selbstverantwortlich wahrnehmen und mitgestalten 
  • neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen während der Einführungsphase im Unternehmen unterstützen
  • im Beratungsgespräch Kundinnen und Kunden des Verkehrsbereiches professionell über Angebote und Leistungen informieren und beraten
  • Verkaufsgespräche kundenorientiert planen, durchführen und reflektieren 
  • Mobilitätsangebote kundenadäquat verkaufen sowie Vertragsabschlüsse abwickeln
  • betriebliche Beschaffungsprozesse wirtschaftlich, rechtssicher, nachhaltig und digital gestützt planen, durchführen, überwachen sowie optimieren
  • betriebliche Wertströme rechtssicher erfassen, Geschäftsvorfälle buchen, Jahresabschlussbestandteile beurteilen
  • die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens analysieren und bewerten
  • bei der Planung, Gewinnung, Einsatzgestaltung und Entwicklung von Personal unter Berücksichtigung rechtlicher, wirtschaftlicher und sozialer Aspekte mitwirken
  • Kundinnen und Kunden mit und ohne Mobilitätseinschränkung beraten sowie im Rahmen der Mobilitätsdienstleistung betreuen
  • Konflikte situationsgerecht unter Berücksichtigung der eigenen Resilienz bewältigen
  • unternehmensorientierte Konfliktlösungsstrategien wie standardisierte Reklamationsgespräche und Deeskalationsstrategien adressatengerecht einsetzen
  • Kundenzufriedenheit auswerten und Ergebnisse für zukünftige Tätigkeit berücksichtigen
  • gesamtwirtschaftliche Einflüsse auf die Entwicklung des Unternehmens erschließen und Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Unternehmens insbesondere Kooperationen vorbereiten
  • die Sicherheit in Verkehrsmitteln und Infrastruktureinrichtungen vorausschauend in Alltagssituationen gewährleisten und Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen planen und einsetzen
  • Not- und Zwischenfälle erkennen, einordnen und mit rechtssicheren Maßnahmen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit agieren
  • Marketingkonzepte für Mobilitätsdienstleistungen mitgestalten und adressatengerecht präsentieren
  • Ergebnisse aus der Marktforschung interpretieren und darauf basierend projektorientiert Konzepte für multimodale Mobilitätsdienstleistungen im Team erstellen
  • Wertschöpfungsprozesse in der betrieblichen Leistungserstellung kosten- und leistungsbewusst beurteilen
  • Kosten- und Leistungsrechnung durchführen und die Ergebnisse zur Vorbereitung unternehmerischer Entscheidungen nutzen
  • Kunden zu grenzüberschreitenden Reisen situationsangemessen beraten
  • Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und politischen Entscheidungen auf Mobilitätsdienstleister bewerten und Geschäftsprozesse daran ausrichten
  • kooperativ im Team arbeiten
  • in einer Fremdsprache adressatengerecht kommunizieren und internationale Handlungskompetenz entwickeln

Die Realisierung der Bildungs- und Erziehungsziele der Berufsschule ist auf den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz gerichtet. Diese entfaltet sich in den Dimensionen von Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie in Methoden- und Lernkompetenz. Den Ausgangspunkt des Unterrichts und des Lernens der Schülerinnen und Schüler bilden berufliche Handlungen. Diese Handlungen sollen im Unterricht didaktisch reflektiert als Lernhandlungen gedanklich nachvollzogen oder exemplarisch ausge­führt, selbstständig geplant, durchgeführt, überprüft, ggf. korrigiert und schließlich bewertet werden. Damit fördern sie ein ganzheitliches Erfassen der beruflichen Wirk­lichkeit und integrieren technische, sicherheitstechnische, ökonomische, ökologische und rechtliche Aspekte, nutzen die berufspraktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und berücksichtigen soziale Prozesse, z. B. der Interessenklärung oder der Konfliktbewältigung.

Der KMK-Rahmenlehrplan des Ausbildungsberufes ist vor diesem Hintergrund nach Lernfeldern gegliedert. Die Stundentafel des Bildungsganges gliedert sich in den Pflichtbereich mit dem berufsübergreifenden und dem berufsbezogenen Bereich sowie den Wahlbereich. 

Die Lernfelder der sächsischen Stundentafel sind mit den abgebildeten Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplanes weitgehend identisch. Zur fachlichen Vertiefung wurde im 1. Ausbildungsjahr der Stundenumfang der Lernfelder 1, 2 und 4 um jeweils eine Unterrichtsstunde erhöht.

Für die vom Blockunterricht abweichenden Organisationsformen ist die Stundentafel für den berufsbezogenen Bereich basierend auf der VwV Stundentafeln bbS in der jeweils geltenden Fassung von den Schulen in eigener Verantwortung anzupassen.

Die Struktur der Lernfelder orientiert sich in Aufbau und Zielsetzung an Arbeitsprozessen in der Branche der Personenbeförderung. Die Zielformulierungen innerhalb der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes beschreiben den Qualifikationsstand und die Kompetenzen am Ende des Lernprozesses. Ergänzt durch die Inhalte umfassen sie den Mindestumfang zu vermittelnder Kompetenzen.

Auf Grund der sich schnell entwickelnden beruflichen Anforderungen sind die Inhalte weitgehend offen formuliert. Diese Struktur fördert und fordert die Einbeziehung neuer Entwicklungen und Tendenzen in den Unterricht.

Die Lernfelder sind logisch angeordnet und bauen spiralcurricular aufeinander auf. Die Umsetzung sowie die zeitliche Abfolge der Lernfelder sind unter Beachtung des spiralcurricularen Aufbaus im Lehrerteam abzustimmen.

Kommunikative und fremdsprachliche Kompetenzen werden integrativ in den Lernfeldern entwickelt.

Die Ausbildung wird durch die gestreckte Abschlussprüfung in zwei Ausbildungsphasen gegliedert. Die Lernfelder 1 bis 5 sind Grundlage für den Teil 1 der Abschlussprüfung. Die Abgrenzung zwischen den Ausbildungsjahren ist hinsichtlich der zeitlichen Planung in der Ausbildungsordnung und in Bezug auf die Prüfungen einzuhalten.

Die Ausgestaltung und Umsetzung der Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplanes sind in den Schulen vor Ort zu leisten. Die Lernfelder sind für den Unterricht durch Lernsituationen, die exemplarisch für berufliche Handlungssituationen stehen, zu untersetzen. Lernsituationen konkretisieren die Vorgaben des Lernfeldes und werden mittels curricularer Analyse aus diesen abgeleitet. 

Der berufsbezogene Unterricht knüpft an das Alltagswissen und an die Erfahrungen des Lebensumfeldes an und bezieht die Aspekte der Medienbildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie der politischen Bildung ein. Die Lernfelder bieten umfassende Möglichkeiten, den sicheren, sachgerechten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit traditionellen und digitalen Medien zu thematisieren. Sie beinhalten vielfältige, unmittelbare Möglichkeiten zur Auseinander­setzung mit globalen, gesellschaftlichen und politischen Themen, deren sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie Bezüge zur eigenen Lebens- und Arbeitswelt. Die Umsetzung der Lernsituationen unter Einbeziehung dieser Perspektiven trägt aktiv zur weiteren Lebensorientierung, zur Entwicklung der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler, zum selbstbestimmten Handeln und damit zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei. 

Inhalte mit politischem Gehalt werden mit den damit in Verbindung stehenden fachspezifischen Arbeitsmethoden der politischen Bildung umgesetzt. Dafür eignen sich u. a. Rollen- und Planspiele, Streitgespräche, Pro- und Kontra-Debatten, Podiumsdiskussionen oder kriterienorientierte Fall-, Konflikt- und Problemanalysen. 

Bei Inhalten mit Anknüpfungspunkten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung eignen sich insbesondere die didaktischen Prinzipien der Visionsorientierung, des Vernetzenden Lernens sowie der Partizipation. Vernetztes Denken bedeutet hier die Verbindung von Gegenwart und Zukunft einerseits und ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen des eigenen Handelns andererseits.

Die Digitalisierung und der mit ihr verbundene gesellschaftliche Wandel erfordern eine Vertiefung der informatischen Bildung. Ausgehend von den Besonderheiten des Bildungsganges begründet der Charakter der beruflichen Qualifikationen einen permanenten Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie berufsbezogener Software, die zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz erforderlich sind. 

Unter Beachtung digitaler Arbeits- und Geschäftsprozesse ergibt sich die Notwen­digkeit einer angemessenen Hard- und Softwareausstattung und entsprechender schulorganisatorischer Regelungen. Bis zu 25 % der Unterrichtsstunden des berufs­bezogenen Unterrichtes in jedem Ausbildungsjahr können für den anwendungs­bezogenen gerätegestützten Unterricht genutzt werden, wobei eine Klassenteilung möglich ist. Die konkrete Planung obliegt der Schule.

Die Ausprägung beruflicher Handlungskompetenz wird durch handlungsorientierten Unterricht gefördert. Dabei werden beispielhafte Aufgabenstellungen aus der beruflichen Praxis im Unterricht aufgegriffen. Das Lernen erfolgt in vollständigen Handlungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler das Vorgehen selbstständig planen, durchführen, überprüfen, gegebenenfalls korrigieren und schließlich bewerten.

Dieses Unterrichten erfordert vielfältige Sozialformen und Methoden, insbesondere den Einsatz komplexer Lehr-/Lernarrangements wie Projektarbeit oder kooperatives Lernen. Des Weiteren ist eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den beteiligten Lehrkräften des berufsübergreifenden und berufsbezogenen Bereiches sowie der in einem Lernfeld unterrichtenden Lehrkräfte notwendig. 

Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Lern- und Arbeitstechniken anzuwenden und selbstständig weiterzuentwickeln sowie Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und zu bewerten. Demnach soll selbstständiges und vernetztes Denken sowie die Fähigkeit, Probleme zu erkennen und zu lösen, unterstützt werden. Darüber hinaus ist bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein zu entwickeln, dass Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstständigen und lebenslangen Lernen wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben sind.

Stundentafel

Unterrichtsfächer und Lernfelder Wochenstunden in den Klassenstufen
1 2 3
Pflichtbereich 37 37 37
Berufsübergreifender Bereich 13 13 13
Deutsch/Kommunikation 3 3 3
Englisch 4 4 4
Gemeinschaftskunde 3 2 2
Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik 2 2 2
Sport 1 2 2
Berufsbezogener Bereich 1 24 24 24
1 Die Rolle als Arbeitnehmende annehmen und neue Mitarbeitende begleiten 72 - -
2 Kunden zu Produkten und Dienstleistungen beraten und Abschlüsse generieren 72 - -
3 Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen 6 - -
4 Wertströme und Geschäftsprozesse erfassen und dokumentieren 42 - -
5 Personalwirtschaftliche Prozesse begleiten - 3 -
6 Service und Betreuung im Rahmen der Mobilitätsdienstleistung durchführen - 3 -
7 In herausfordernden Situationen mit Kunden umgehen - 3 -
8 Organisation im Betrieb und Kooperationen mitgestalten - 6 -
9 Sicherheit in Verkehrsmitteln und Infrastruktureinrichtungen gewährleisten - 6 -
10 Am Dienstleistungsmarketing des Unternehmens mitwirken - - 3
11 Maßnahmen in Not- und Zwischenfällen ergreifen - - 3
12 Multimodale Mobilitätsdienstleistungen planen - - 6
13 Angebotskalkulation durchführen - - 3
14 Kunden zu grenzüberschreitenden Reisen beraten - - 3
15 Externe Einflüsse auf die wirtschaftliche Situation analysieren - - 3
Wahlbereich3 2 2 2
 
  • 1
    Es obliegt den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung, in welchen Lernfeldern des berufsbezogenen Bereiches in den Klassenstufen 2 und 3 unter Beachtung der personellen und sächlichen Ressourcen der Unterricht um jeweils drei Wochenstunden erhöht wird.
  • 2
    Ergänzend zu den Vorgaben des KMK-Rahmenlehrplanes erfolgt eine Erhöhung der Stundenzahl.
  • 3
    Der Wahlbereich steht den Schulen im Rahmen ihrer Eigenverantwortung zur Vertiefung der berufsbezogenen Inhalte sowie weiteren Spezialisierung und Förderung zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Fach Sport im Wahlbereich der Klassenstufe 1 anzubieten, ist ebenso gegeben.

Hinweise zur Umsetzung

In diesem Kontext wird auf die Handreichung „Umsetzung lernfeldstrukturierter Lehr­pläne“ (LaSuB 2022) verwiesen.

Diese Handreichung bezieht sich auf die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes in den Schul­arten Berufsschule, Berufsfachschule und Fachschule und enthält u. a. Ausführungen

  1. zum Lernfeldkonzept,
  2. zu Aufgaben der Schulleitung bei der Umsetzung des Lernfeldkonzeptes, wie
    • Information der Lehrkräfte über das Lernfeldkonzept und über die Ausbildungsdokumente,
    • Bildung von Lehrerteams,
    • Gestaltung der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen,
  3. zu Anforderungen an die Gestaltung des Unterrichts, insbesondere zur
    • kompetenzorientierten Planung des Unterrichts,
    • Auswahl der Unterrichtsmethoden und Sozialformen

sowie das Glossar.

Darüber hinaus wird die Verwendung der Handreichung „Operatoren in der beruflichen Bildung“ (LaSuB 2021) empfohlen. Das Material unterstützt die Standardisierung von Operatoren in Aufträgen und Aufgaben sowie die Transparenz in den Anforderungen bei der Umsetzung von beruflichen Handlungssituationen im Unterricht und bei der Leistungsbewertung.

Sächsische Lehrkräfte können in der dynamischen Lehrplandatenbank ergänzend zu den Lehrplänen und Arbeitsmaterialien auf eine vielfältige Auswahl von Dokumenten und Web-Links sowohl für die Unterrichtsgestaltung als auch für das Selbstlernen der Schülerinnen und Schüler zurückgreifen. 

Ansicht der Dynamischen Lehrplandatenbank

Die Verfügbarkeit dieser Materialien in den Lehrplänen, Arbeitsmaterialien und Stundentafeln ist durch ein Symbol gekennzeichnet, welches sich rechts neben den Lehrplanzielen und -inhalten oder Lernfeldern befindet. Das Materialangebot ist ausschließlich nach der Anmeldung im Schulportal für sächsische Lehrkräfte abrufbar. Es wird sukzessive erweitert.

Ein wichtiges Unterstützungsmaterial stellen die verknüpften curricularen Analysen und exemplarischen Lernsituationen dar. Die Mitglieder der sächsischen Lehrplankommissionen leiten aus dem Rahmenlehrplan detaillierte curriculare Analysen ab, die die im Rahmenlehrplan festgelegten Kompetenzen konkretisieren. Die zu entwickelnden Teilkompetenzen sowie die zu unterrichtenden Inhalte der Lernfelder sind präzisiert und mit Zeitrichtwerten versehen.

Auf der Grundlage der curricularen Analysen werden didaktisch aufbereitete exemplarische Lernsituationen entwickelt. Ausgangspunkte dieser Lernsituationen sind geeignete Aufträge und Handlungsergebnisse unter Beachtung der Abläufe von Arbeits- bzw. Geschäftsprozessen. 

Für die Lernfelder, die Kompetenzbeschreibungen zum berufsbezogenen Fremdsprachenerwerb enthalten, haben die Lehrplankommissionen Hinweise zur Umsetzung entwickelt, die ebenfalls in der Lehrplandatenbank zur Verfügung gestellt werden.

Hinweise zum berufsbezogenen Englisch

Berufsbezogenes Englisch bildet die Integration der Fremdsprache in die Lernfelder ab. Der Englischunterricht im berufsübergreifenden Bereich gemäß den Vorgaben der Stundentafel und der Unterricht im berufsbezogenen Englisch stellen eine Einheit dar. Es werden gezielt Kompetenzen entwickelt, die die berufliche Mobilität der Schülerinnen und Schüler in Europa und in einer globalisierten Lebens- und Arbeitswelt unterstützen.

Der Englischunterricht orientiert auf eine weitgehend selbstständige Sprachverwendung mindestens auf dem Niveau B1 des KMK-Fremdsprachenzertifikats[1], das sich an den Referenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GeR) orientiert. Dabei werden die vorhandenen fremdsprachlichen Kompetenzen in den Bereichen Rezeption, Produktion, Mediation und Interaktion um berufliche Handlungssituationen erweitert. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollten motiviert werden, sich den Anforderungen des Niveaus B2 zu stellen.

Grundlage für den berufsbezogenen Englischunterricht bilden die in den Lernfeldern des KMK-Rahmenlehrplans formulierten fremdsprachlichen Aspekte. Der in den Lernfeldern integrativ erworbene Fachwortschatz wird in vielfältigen Kommunikationssituationen angewandt sowie orthografisch und phonetisch gesichert. Relevante grammatische Strukturen werden aktiviert. Der Unterricht strebt den Erwerb grundlegender interkultureller Handlungsfähigkeit mit dem Ziel an, mehr Sicherheit im Umgang mit fremdsprachigen Kommunikationspartnern zu entwickeln. Damit werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, im beruflichen Kontext erfolgreich zu kommunizieren.

Der Unterricht im berufsbezogenen Englisch ist weitgehend in der Fremdsprache zu führen und handlungsorientiert auszurichten. Dies kann u. a. durch Projektarbeit, Gruppenarbeit und Rollenspiele geschehen. Dazu sind die Simulation wirklichkeitsnaher Situationen im Unterricht, die Nutzung von Medien und moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Einüben und Anwenden von Lern- und Arbeitstechniken eine wesentliche Voraussetzung. 

Vertiefend kann berufsbezogenes Englisch im Wahlbereich angeboten werden. Empfehlungen dazu werden in den berufsgruppenbezogenen Modulen des Lehrplans Englisch für die Berufsschule/Berufsfachschule gegeben.

Die Teilnahme an den Prüfungen zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen Niveau B1 oder Niveau B2 in der beruflichen Bildung in einem berufsrelevanten Bereich kann von den Schülerinnen und Schülern in Abstimmung mit der Lehrkraft für Fremdsprachen individuell entschieden werden.

Die Niveaubeschreibung des KMK-Fremdsprachenzertifikats weist folgende Anforderungen in den einzelnen Kompetenzbereichen aus:

Rezeption:  Gesprochenen und geschriebenen fremdsprachigen Texten Informationen entnehmen

Hör- und Hörsehverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen Texten in berufstypischen Situationen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen, wenn deutlich und in Standard­sprache gesprochen wird. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexere berufstypische Texte global, selektiv und detailliert verstehen, wenn in natürlichem Tempo und in Standardsprache gesprochen wird, auch wenn diese leichte Akzentfärbungen aufweist. 

Leseverstehen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können geläufigen berufstypischen Texten zu teilweise weniger vertrauten Themen aus bekannten Themenbereichen Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können komplexe berufstypische Texte, auch zu wenig vertrauten und abstrakten Themen aus bekannten Themenbereichen, global, selektiv und detailliert verstehen. 

Produktion:  Fremdsprachige Texte erstellen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufstypische Texte zu vertrauten Themen verfassen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufstypische Texte aus bekannten Themenbereichen verfassen. 

Mediation:  Textinhalte in die jeweilige Sprache übertragen und in zweisprachigen Situationen vermitteln

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können fremdsprachlich dargestellte berufliche Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch wiedergeben. Sie können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel in deutscher Sprache dargestellte Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache übertragen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können den Inhalt komplexer fremdsprachlicher berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und adressatengerecht auf Deutsch sowohl wiedergeben als auch zusammenfassen. Sie können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel den Inhalt komplexer berufsrelevanter Texte aus bekannten Themenbereichen in deutscher Sprache sinngemäß und adressatengerecht in die Fremdsprache sowohl übertragen als auch zusammenfassen. 

Interaktion:  Gespräche in der Fremdsprache führen

Niveau B1

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung elementarer und auch komplexer sprachlicher Mittel geläufige berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um vertraute Themen geht, in der Fremdsprache weitgehend sicher bewältigen, sofern die am Gespräch Beteiligten kooperieren, dabei auch eigene Meinungen sowie Pläne erklären und begründen. 

Niveau B2

Die Schülerinnen und Schüler können unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer sprachlicher Mittel berufsrelevante Gesprächssituationen, in denen es um komplexe Themen aus bekannten Themenbereichen geht, in der Fremdsprache sicher bewältigen, dabei das Gespräch aufrechterhalten, Sachverhalte ausführlich erläutern und Standpunkte verteidigen. 

 

[1] Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung unter https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/1998/1998_11_20-Fremdsprachen-berufliche-Bildung.pdf 

Unterstützungsmaterialien

1. Ausbildungsjahr – Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice

Lernfeld 1 Die Rolle als Arbeitnehmende annehmen und neue Mitarbeitende begleiten 80 Ustd.
Lernfeld 2 Kunden zu Produkten und Dienstleistungen beraten und Abschlüsse generieren 80 Ustd.
Lernfeld 3 Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen 80 Ustd.
Lernfeld 4 Wertströme und Geschäftsprozesse erfassen und dokumentieren 40 Ustd.

2. Ausbildungsjahr – Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice

Lernfeld 5 Personalwirtschaftliche Prozesse begleiten 40 Ustd.
Lernfeld 6 Service und Betreuung im Rahmen der Mobilitätsdienstleistung durchführen 40 Ustd.
Lernfeld 7 In herausfordernden Situationen mit Kunden umgehen 40 Ustd.
Lernfeld 8 Organisation im Betrieb und Kooperationen mitgestalten 80 Ustd.
Lernfeld 9 Sicherheit in Verkehrsmitteln und Infrastruktureinrichtungen gewährleisten 80 Ustd.

3. Ausbildungsjahr – Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice

Lernfeld 10 Am Dienstleistungsmarketing des Unternehmens mitwirken 40 Ustd.
Lernfeld 11 Maßnahmen in Not- und Zwischenfällen ergreifen 40 Ustd.
Lernfeld 12 Multimodale Mobilitätsdienstleistungen planen 80 Ustd.
Lernfeld 13 Angebotskalkulation durchführen 40 Ustd.
Lernfeld 14 Kunden zu grenzüberschreitenden Reisen beraten 40 Ustd.
Lernfeld 15 Externe Einflüsse auf die wirtschaftliche Situation analysieren 40 Ustd.

Lernfeld 1

Lernfeld 1: Die Rolle als Arbeitnehmende annehmen und neue Mitarbeitende begleiten

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, ihre Rolle als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb aktiv wahrzunehmen und die Einführung im Betrieb zu begleiten.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihre Rolle im Betrieb. 

Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich im Verkehrsbetrieb und erkunden ihre derzeitige Stellung als Auszubildende im Unternehmen. 

4 Ustd.
LS 1.1

Ausbildungsbetrieb

Sie ermitteln den Aufbau und die grundlegenden Arbeits- und Geschäftsprozesse ihres Verkehrsbetriebes.

Sie verschaffen sich einen Überblick über ihre Aufgaben und Kompetenzbereiche im Verkehrsbetrieb. 

Dabei berücksichtigen sie ihre Rechte und Pflichten als Auszubildende und zukünftige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Die Schülerinnen und Schüler tragen Informationen über die duale Berufsausbildung und die rechtlichen Grundlagen zusammen.

6 Ustd.
LS 1.1

Berufsbildungsgesetz (BBiG)
Ausbildungsordnung (AO)
Rahmenlehrplan
Arbeit mit Gesetzestexten
IHK

Sie leiten aus den relevanten gesetzlichen Grundlagen ihre Rechte und Pflichten als Auszubildende im Betrieb ab. Sie werden sich ihrer Plichten aus dem Ausbildungsvertrag bewusst.

Ausbildungsvertrag

Sie gleichen die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit denen der Auszubildenden ab.

Arbeitsvertrag
BGB

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über ihre Mitbestimmungsrechte, bringen ihre Interessen klar und präzise zum Ausdruck und untersuchen die Bedeutung von Tarifverträgen sowie die Rolle der Sozialpartner. 

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Möglichkeiten der betrieblichen Mitbestimmung und Mitwirkung im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG). 

10 Ustd.
LS 1.1

JAV
Betriebsrat

Sie vergleichen ihre eigene Berufsausbildungssituation mit den rechtlichen Grundlagen. Sie wägen ab, in welchen Fällen sie sich an die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bzw. den Betriebsrat (BR) wenden. 

Fallbeispiele

Sie erkunden ihre Mitbestimmungsrechte durch die JAV. Sie tragen im Bedarfsfall ihre Interessen bei der JAV oder dem BR vor. Sie formulieren ihre Position dabei klar und eindeutig.

BetrVG

Sie setzen sich mit dem für sie geltenden Tarifrecht als Teil des Kollektivarbeitsrechts auseinander. 
Sie analysieren tarifvertragliche Regelungen und eruieren den Tarifvertrag, der für ihr Ausbildungsverhältnis Gültigkeit besitzt. Sie recherchieren die Rolle der Sozialpartner im Tarifrecht. 

Tarifvertragsrecht (TVG)
Tarifvertrag
Betriebsvereinbarung
Ausbildungsvertrag
Arbeitsvertrag
Arbeitgeberverbände
Gewerkschaften

Sie erkennen die Wichtigkeit der sozialen Sicherung und der privaten Vorsorge. 

Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich die Säulen der Sozialversicherung. 

10 Ustd.
LS 1.2

Bundeszentrale für politische Bildung
Verbraucherzentrale Sachsen
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Fallbeispiele

Sie ermitteln die aktuellen Beitragssätze zur Sozialversicherung für Beschäftigte und Arbeitgebende. 

Sie tragen die derzeitigen Leistungen der Sozialversicherung zusammen.

Sie leiten die Bedeutung der sozialen Absicherung im Erwerbsleben ab. 

Sie setzen sich mit der Notwendigkeit der privaten Vorsorge auseinander. 

Sie recherchieren und bewerten Informationen und deren Quellen, auch mit digitalen Medien, und überprüfen die Validität der Informationen. 

Die Schülerinnen und Schüler suchen gezielt auch mit digitalen Medien nach Informationen, erschließen sich deren Inhalte und bewerten die Zuverlässigkeit der jeweiligen Quellen. 

2 Ustd.
LS 1.1

Gemeinschaftskunde
Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Sie beurteilen die Glaubwürdigkeit dieser Informationen. Sie diskutieren in diesem Kontext den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

2 Ustd.
LS 1.3

Landeszentrale für Politische Bildung „Informationsmündigkeit“

Sie schätzen die Risiken bei der Nutzung von digitalen Medien sowie informationstechnischen Systemen ein und halten bei deren Nutzung betriebliche Regelungen ein.

DSGVO
Datensicherheit
interne Richtlinien
betriebliche IT-Systeme

Sie ermitteln arbeitsvertragliche Regelungen und setzen sich mit den sozialen Schutzvorschriften für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auseinander. 

Die Schülerinnen und Schüler analysieren einen Arbeitsvertrag (AV) und leiten daraus dessen rechtliche Anforderungen ab:

7 Ustd.
LS 1.1

BGB
Nachweisgesetz (NachwG)
Tarifverträge
Betriebsvereinbarungen

Formvorschriften

verpflichtende Inhalte des AV

7 Ustd.
LS 1.3

Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Tarifbindung

Sie eruieren die grundlegenden Vorschriften zum sozialen Arbeitsschutz auf Basis der entsprechenden rechtlichen Grundlagen:

Berufsgenossenschaften

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Bundesurlaubsgesetz (BurlG)

Mutterschutzgesetz (MuSchG)

Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG)

Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)

Schwerbehindertenschutz des Sozialgesetzbuchs (SGB IX) 

Integrationsamt
Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Sie machen sich mit ihrer Entgeltabrechnung vertraut. 

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrer Entgeltabrechnung auseinander.

8 Ustd.
LS 1.2

berufsbezogene Fallbeispiele
Lohnsteuerklassen
Vermögenswirksame Leistungen
Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit
Einkommenssteuergesetz (EStG)
Solidaritätszuschlag

Sie erschließen sich deren Aufbau und gewinnen ein grundlegendes Verständnis für die einzelnen Bestandteile ihrer Entgeltabrechnung

Lohnsteuer

Sozialversicherungsbeiträge

Kirchensteuer

Die Schülerinnen und Schüler planen die Erstellung einer Willkommensmappe für neue Mitarbeitende.

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Maßnahmen zur Einführung neuer Mitarbeiter.

8 Ustd.
LS 1.3

Ausbildungsbetrieb
Onboardingprozess
Ausbildungsplan
Checkliste
Gruppenarbeit

Sie recherchieren mögliche Inhalte einer Willkommensmappe, die neuen Mitarbeitenden eine Orientierung im Betrieb und zu betrieblichen Abläufen, Ansprechpartnern sowie wichtigen Regelungen geben.

Sie wählen geeignete Informationen für die analoge oder digitale Willkommensmappe für neue Mitarbeitende aus. 

interne Berichte und Vorgaben

Dabei berücksichtigen sie deren Rechte und Pflichten und stellen unternehmensspezifische Maßnahmen zur Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit dar. 

Die Schülerinnen und Schüler beachten bei der Erstellung der Willkommensmappe: 

4 Ustd.
LS 1.3

Ausbildungsbetrieb
interne Berichte und Vorgaben
Checkliste
Gruppenarbeit

Rechte und Pflichten von Mitarbeitenden

Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen 

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Willkommensmappe, auch mit Hilfe digitaler Medien.

Die Schülerinnen und Schüler fertigen eine analoge oder digitale Willkommensmappe adressatengerecht an.

10 Ustd.
LS 1.3

Gruppenarbeit
Checkliste
Text- und Datenverarbeitung
IT-Systeme

Dabei halten sie Vorschriften zum Datenschutz und Urheberrecht ein. 

Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich die rechtlichen Vorschriften zum Datenschutz personenbezogener Daten und beachten diese.

2 Ustd.
LS 1.3

DSGVO
BDSG

Sie berücksichtigen bei der Nutzung innerbetrieblicher Informationen das Urheberrecht und geben die Informationsquellen korrekt an.

Ausbildungsbetrieb
interne Berichte und Vorgaben

Sie begleiten die Einführung neuer Mitarbeitende und agieren dabei als Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen empathisch und kultursensibel.

Die Schülerinnen und Schüler beraten unter Verwendung der Willkommensmappe neue Mitarbeitende während der Einarbeitungsphase bei der Orientierung im Betrieb und bei Fragen zum Arbeitsalltag.

4 Ustd.
LS 1.3

Ausbildungsbetrieb

Sie recherchieren die Merkmale und Vorteile eines empathischen sowie kultursensiblen Verhaltens im eigenen beruflichen Kontext.

Ausbildungsbetrieb
Fallbeispiele

Fahrgäste

Kolleginnen und Kollegen

Sie handeln empathisch und kultursensibel während der beruflichen Einführung der neuen Mitarbeitenden.  

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Willkommensmappe in Bezug auf Vollständigkeit und Verständlichkeit sowie die Einhaltung der gesetzlichen und betriebsinternen Vorgaben.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die angefertigte Willkommensmappe hinsichtlich

4 Ustd.
LS 1.3

Checkliste

Vollständigkeit

Verständlichkeit

gesetzlicher Vorgaben

betrieblicher Vorgaben

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Herausforderungen sich vollziehender Transformationsprozesse und leiten daraus die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens für sich und andere ab. 

Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich zu technischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Trends und Entwicklungen in der Personenbeförderung aus. 

2 Ustd.
LS 1.1

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Dabei diskutieren sie aktuell notwendige Veränderungen.

Sie schätzen die Auswirkungen dieser Transformationsprozesse auf ihre Arbeitsprozesse und Tätigkeitsfelder ein.

Sie erschließen veränderte Anforderungen für künftig geforderte Kompetenzen in ihrem Beruf und ihrem Arbeitsumfeld ab.

Sie machen sich die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens bewusst und akzeptieren diese.

Außerdem machen sie sich die Notwendigkeit der Erhaltung ihrer physischen und psychischen Gesundheit bewusst. 

Die Schülerinnen und Schüler realisieren die Bedeutung der Erhaltung ihrer physischen und psychischen Gesundheit. Sie leiten daraus für sich gesundheitsförderliches Verhalten im Arbeitsalltag ab, z. B.

4 Ustd.
LS 1.1

Brainstorming
Mind-Map

ergonomisches Arbeiten

Bewegungsausgleich

ausgewogene Ernährung

mentale Entlastung

Arbeitsorganisation

Konfliktbewältigung

Suchtprävention

Lernfeld 1 Die Rolle als Arbeitnehmende annehmen und neue Mitarbeitende begleiten
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 94 Ustd.
Lernsituationen
1.1
Sich mit der eigenen Rolle im Betrieb auseinandersetzen
35 Ustd.
1.2
Sich mit der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung vertraut machen
18 Ustd.
1.3
Die Einführung neuer Mitarbeitender im Betrieb mit einer Willkommensmappe begleiten
41 Ustd.
Lernsituation
1.1
Sich mit der eigenen Rolle im Betrieb auseinandersetzen
35 Ustd.
Auftrag

In Ihrem Betrieb haben Auszubildende mit der Ausbildung Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice begonnen. Als Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin erhalten Sie den Auftrag, die neuen Auszubildenden zum Kaufmann und zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice im Betrieb zu begrüßen. Bereiten Sie im Rahmen des Onboardings für eine Veranstaltung Begleitmaterial vor, in dem Sie die Auszubildenden mit ihren Rechten und Pflichten als Auszubildende/r und den geltenden rechtlichen Regelungen der Berufsausbildung vertraut machen. Berücksichtigen Sie dabei auch die Mitbestimmungsrechte durch die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV), das Tarifvertragsrecht und Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
1.1.1 Analysieren /
Informieren /
Planen

Auftrag analysieren

20

Sich im Verkehrsbetrieb orientieren und die Stellung von Auszubildenden im Unternehmen erkunden

Ausbildungsbetrieb

Sich über den Aufbau und die grundlegenden Arbeits- und Geschäftsprozesse im Betrieb informieren

Sich einen Überblick über die eigenen Aufgaben und Kompetenzbereiche verschaffen 

Informationen über die duale Berufsausbildung und deren rechtliche Grundlagen eruieren

Berufsbildungsgesetz (BBiG)
Ausbildungsordnung (AO)
Rahmenlehrplan
Arbeit mit Gesetzestexten
IHK

Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Grundlagen ableiten

Ausbildungsvertrag analysieren

Sich mit den Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag auseinandersetzen 

Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bestimmen

Arbeitsvertrag
BGB
gesetzliche Schutzvorschriften
betriebliche Regelungen

Rechte und Pflichten von Arbeitnehmenden und Auszubildenden gegenüberstellen

Möglichkeiten der betrieblichen Mitbestimmung und Mitwirkung im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) zusammentragen

JAV
Betriebsrat

Eigene Ausbildungssituation mit den rechtlichen Grundlagen abgleichen

Fallbeispiele

Fallentscheidungen hinsichtlich einer Kontaktaufnahme mit der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) oder dem Betriebsrat (BR) sinnvoll treffen

Fallbeispiele

Im Bedarfsfall Interessen bei der JAV oder dem BR sachlich formulieren

Deutsch/Kommunikation

Den für sie geltenden Tarifvertrag bestimmen

Tarifvertragsrecht (TVG)
Tarifvertrag

Sich mit dem für sie geltenden Tarifrecht und dem Tarifvertrag auseinandersetzen

Tarifvertragsrecht (TVG)
Tarifvertrag
Betriebsvereinbarung
Ausbildungsvertrag
Arbeitsvertrag

Die Rolle der Sozialpartner im Tarifrecht eruieren

Arbeitgeberverbände
Gewerkschaften

Vorgaben für das Begleitmaterial abstimmen

Plenum

Bewertungskriterien festlegen

1.1.2 Entscheiden /
Durchführen

Geeignete Medien und Informationsquellen recherchieren, deren Inhalte erschließen und die Zuverlässigkeit sowie Glaubwürdigkeit kritisch prüfen

9

Gemeinschaftskunde
Berufsbezogene Informationsverarbeitung
Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
interne Richtlinien
Landeszentrale für Politische Bildung 
„Informationsmündigkeit“

Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Recherche und Planung reflektieren und diskutieren

Chancen und Risiken 
interne Richtlinien

Inhalte und Layout für das Begleitmaterial zum Onboarding festlegen

Gruppenarbeit

Aus einem Arbeitsvertrag rechtliche Anforderungen ableiten

BGB

Formvorschriften

Nachweisgesetz (NachwG)

verpflichtende Inhalte des AV

Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Tarifbindung 

Tarifverträge
Betriebsvereinbarungen

Grundlegende Vorschriften zum sozialen Arbeitsschutz ermitteln

Arbeit mit Gesetzestexten
Berufsgenossenschaften

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Bundesurlaubsgesetz (BurlG)

Mutterschutzgesetz (MuSchG)

Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG)

Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)

Schwerbehindertenschutz des Sozialgesetzbuchs (SGB IX) 

Integrationsamt
Bundesteilhabegesetz

Sich die Bedeutung der physischen und psychischen Gesunderhaltung bewusst machen

Gruppenarbeit

Gesundheitsförderliches Verhalten für den Arbeitsalltag ableiten

Gruppenarbeit

Informationen zum Begleitmaterial zusammentragen und strukturieren

Berufsbezogene Informationsverarbeitung

Begleitmaterial erstellen

1.1.3 Bewerten /
Reflektieren

Begleitmaterial vorstellen

6

Plenum

Arbeitsprozess und Begleitmaterial auswerten 

Bewertungskriterien

Sich zu technischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen austauschen 

Plenum

Sich verändernde Kompetenzanforderungen für den Beruf und das Arbeitsumfeld ableiten

Die Bedeutung des lebenslangen Lernens und der Gesunderhaltung verinnerlichen

Lernfeld 2

Lernfeld 2: Kunden zu Produkten und Dienstleistungen beraten und Abschlüsse generieren

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Kunden und Kundinnen über Angebote und Leistungen von Verkehrsunternehmen zu informieren und zu beraten sowie die Vertragsabschlüsse abzuwickeln.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Kundenwünsche in Anbetracht der Dienstleistungen und Angebote verschiedener Verkehrsunternehmen. 

Die Schülerinnen und Schüler tragen Beförderungs- und Dienstleistungsbedarfe von Kundinnen und Kunden verschiedener Verkehrsunternehmen zusammen. 

4 Ustd.
LS 2.1

Ausbildungsbetrieb
Brainstorming
Fallbeispiele

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Produkte und Dienstleistungsangebote des Betriebs und erkunden geografische und verkehrsinfrastrukturelle Gegebenheiten (Schienennetz, Autobahnen, Wasserwege im Binnenverkehr) im Inland.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Produkte und Dienstleistungsangebote ihres Betriebes.

24 Ustd.
LS 2.2

Beförderungsleistungen Ticketsystem Fahrgastinformation
Serviceleistungen am Bahnhof/im Fahrzeug
Intermodalität 
On-Demand 
Car-/Bikesharing

Sie eruieren die geografischen Grundlagen Deutschlands, z. B.

Sehenswürdigkeiten
Wachstumsmetropolen 

Bundesländer

Ballungsgebiete

Binnengewässer

Gebirge

Inseln

Halbinseln

Sie ermitteln verkehrsinfrastrukturelle Gegebenheiten im Inland, z. B.

Fallbeispiele
ICE-/IC-Netz
Hauptautobahnen
Fährverkehr zu den Nord- und Ostseeinseln sowie auf Flüssen und Seen
Inlandsflugverkehr

Schienennetz

Autobahnen

Wasserwege im Binnenverkehr

Sie differenzieren die ermittelten Produkt- und Dienstleistungsangebote nach Ballungsgebieten und weniger dicht besiedelten Räumen in Deutschland. 

Entwicklungstendenzen

Sie verschaffen sich einen Überblick über analoge und digitale Kommunikationswege ihres Betriebes sowie rechtliche und betriebliche Regelungen.

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden verschiedene Zielgruppen der Kommunikation, z. B. 

8 Ustd.
LS 2.3

DSGVO
BDSG
i. V. m. LF 1 Fahrgast-informationssystem vor, während und nach der Reise

Kollegen

Fahrgäste

potentielle Kunden

Sie tragen verschiedene Kommunikationsanlässe zusammen, z. B.

Informationsweitergabe

Erklärungen

Beziehungsaufbau

Konfliktklärung

Entscheidungsfindung

Sie erschließen sich die analogen und digitalen Kommunikationswege ihres Betriebes, z. B.

Ausbildungsbetrieb

Serviceportal

Kundenportal

Social Media

Aushang

App

Homepage

Ansagen

Anzeigetafeln

Sie recherchieren die rechtlichen sowie betriebsinternen Vorschriften zur analogen und digitalen Kommunikation

Fallbeispiele 
Ausbildungsbetrieb

Datenschutz

private Nutzung von Dienstgeräten

Sie beschreiben die Phasen des Verkaufsgesprächs, unterscheiden verschiedene Kundentypen und verschaffen sich einen Überblick über Kommunikationstechniken.  

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Phasen und Inhalten eines Verkaufsgesprächs auseinander.

6 Ustd.
LS 2.3

Fallbeispiele

Sie identifizieren unterschiedliche Kundentypen, z. B.

verbale und nonverbale Signale

Kritiker

Skeptiker

Besserwisser

Unentschlossene

Sie verschaffen sich einen Überblick über verschiedene Kommunikationstechniken, z. B.

Aktives Zuhören

Ich-Botschaften

Fragetechniken

Sie nutzen geeignete Kommunikationstechniken, um Kundenbedürfnisse zu ermitteln und gezielt auf diese einzugehen. 

Sie identifizieren Vertragsarten und relevante Zahlungsmöglichkeiten. 

Die Schülerinnen und Schüler tragen für das Verkaufsgespräch relevante Vertragsarten und deren Inhalte zusammen, z. B. 

6 Ustd.
LS 2.1

BGB
aktuelle Entwicklungen

Kaufvertrag

Beförderungsvertrag

Mietvertrag

Leihvertrag

Dienstvertrag

Versicherungsvertrag

Sie ermitteln aktuelle Zahlungsmöglichkeiten und diskutieren deren Vor- und Nachteile aus der Sicht des Fahrgastes und des Betriebes.

www.bundesbank.de
www.destatis.de

Sie tauschen sich zu Entwicklungen in diesem Bereich aus.

Die Schülerinnen und Schüler planen ein Informations- und Verkaufsgespräch adressaten- und situationsgerecht. 

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Gesprächsarten nach ihrem Zweck:

4 Ustd.
LS 2.3

Fallbeispiele
i. V. m. LF 3

Information

Akquise

Beratung

Verkauf

Die Schülerinnen und Schüler eruieren im Informationsgespräch mögliche Kundenwünsche, z. B.

Reiseziel

Zeit

Budget

Komfortwunsch

Sie bereiten unter Berücksichtigung der ermittelten Bedürfnisse und Erwartungen des Kunden ein Verkaufsgespräch vor, z. B. 

passende Angebote auswählen

Verbindungen

Tarife

Rabatte

Zusatzleistungen

Argumente festhalten

schnellste Verbindung

günstigster Preis

höchster Komfort

Servicepakete berücksichtigen

Freundlichkeit

Verständlichkeit

Adressatenorientierung

Sie erarbeiten einen Gesprächsablauf und erstellen einen Kriterienkatalog zur Reflexion des Beratungsgesprächs. 

Die Schülerinnen und Schüler konzipieren den Ablauf für ein Beratungsgespräch, z. B.

8 Ustd.
LS 2.3

Gesprächsleitfaden

Gesprächseröffnung

Bedarfsermittlung

Angebotspräsentation 

Gesprächsabschluss 

Sie fertigen einen Kriterienkatalog zur Reflexion des Beratungsgesprächs an.

Beobachtungsbogen
Selbst- und Fremdkritik
Deutsch/Kommunikation

Die Schülerinnen und Schüler führen das Beratungs- und Verkaufsgespräch situationsgerecht, auch in einer Fremdsprache, durch

Die Schülerinnen und Schüler setzen ein Beratungs- und Verkaufsgespräch um. 

6 Ustd.
LS 2.3

Rollenspiel
Deutsch/Kommunikation
berufsbezogenes Englisch

Sie berücksichtigen im Rahmen ihrer Gesprächsführung die Regeln der Kommunikation, z. B.

Klarheit

Verständlichkeit

Adressatengerechtigkeit

Sie ermitteln dabei die Wünsche, Emotionen und Interessen der Kunden und Kundinnen durch aktives Zuhören und gezielte Fragestellung sowie durch die Analyse von Äußerungen und Verhalten.

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen im Verkaufsgespräch die Wünsche, Emotionen und Interessen der Kundinnen und Kunden, indem sie aktiv zuhören und gezielte, offene Fragen stellen. 

4 Ustd.
LS 2.3

Gesprächsleitfaden
Deutsch/Kommunikation

Sie berücksichtigen dabei sowohl verbale Äußerungen wie auch nonverbale Signale.

paraverbale Signale

Sie konkretisieren durch strukturiertes Nachfragen und das Aufgreifen von Aussagen die Erwartungen und bieten individuelle Lösungen an. 

Fragetechniken

Im Gespräch setzen sie analoge und digitale Kommunikationssysteme situationsgerecht und ressourcenschonend ein. 

Die Schülerinnen und Schüler wählen im Kundengespräch situationsangemessen analoge oder digitale Kommunikationsmittel aus.

2 Ustd.
LS 2.3

Video-Reisezentrum
Chat-Möglichkeiten

Sie nutzen diese effizient sowie ressourcenschonend. 

Kosten Nutzen Analyse
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Sie informieren die Kunden und Kundinnen dabei über relevante Vertragsbedingungen und Zahlungsmöglichkeiten. 

Die Schülerinnen und Schüler erläutern Kundinnen und Kunden unter Berücksichtigung der Kommunikationstechniken und -regeln relevante Vertragsbedingungen. 

4 Ustd.
LS 2.1

Deutsch/Kommunikation
Ausbildungsbetrieb

Sie informieren ihre Kundschaft über verfügbare Zahlungsmöglichkeiten.

2 Ustd.
LS 2.3

Auf Kundeneinwände reagieren sie situationsgerecht und weisen auf ergänzende Serviceangebote hin. 

Die Schülerinnen und Schüler nehmen Rückfragen oder Einwände angemessen entgegen. Sie reagieren inhaltlich adäquat sowie adressatengerecht in verschiedenen Gesprächssituationen.

2 Ustd.
LS 2.3

Sie unterbreiten den Kundinnen und Kunden zusätzlich passende Serviceangebote.

4 Ustd.
LS 2.2

Cross-Selling
Up-Selling

Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Erfolg des Beratungs- und Verkaufsgesprächs mit Hilfe von Kundenfeedbacks und des Kriterienkatalogs.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen mit Hilfe ihres Kriterienkatalogs und des Kundenfeedbacks den Erfolg ihres Beratungs- und Verkaufsgespräches.

4 Ustd.
LS 2.3

Beobachtungsbogen
Feedbacktool
Selbst- und Fremdkritik
Deutsch/Kommunikation
Feedbackregeln

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren Gesprächsvorbereitung und -durchführung sowie die Nutzung der eingesetzten Kommunikationssysteme und ziehen Rückschlüsse für eine stetige Verbesserung ihrer Kompetenz in Beratung und Verkauf.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen die Gesprächsvorbereitung, den Gesprächsverlauf sowie den Einsatz der eingesetzten Kommunikationsmittel kritisch ein.

4 Ustd.
LS 2.3

Sie leiten daraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen für künftige Beratungs- und Verkaufsgespräche ab.

Lebenslanges Lernen

Sie verhalten sich im Umgang miteinander kooperationsbereit und wertschätzend.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konstruktiv und lösungsorientiert zusammen. Sie verhalten sich im Umgang miteinander kooperationsbereit und wertschätzend.

2 Ustd.
LS 2.3

Deutsch/Kommunikation
Feedbackregeln

Lernfeld 2 Kunden zu Produkten und Dienstleistungen beraten und Abschlüsse generieren
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 94 Ustd.
Lernsituationen
2.1
Sich mit rechtlichen und betrieblichen Grundlagen von Verträgen und Zahlungsmöglichkeiten im Verkehrsbetrieb auseinandersetzen
14 Ustd.
2.2
Sich mit Produkten und Dienstleistungen im Verkehrsbetrieb vertraut machen
28 Ustd.
2.3
Beratungs- und Verkaufsgespräche planen und durchführen
52 Ustd.
Lernsituation
2.1
Sich mit rechtlichen und betrieblichen Grundlagen von Verträgen und Zahlungsmöglichkeiten im Verkehrsbetrieb auseinandersetzen
14 Ustd.
Auftrag

Als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter im Verkehrsbetrieb sind Sie mit der Bearbeitung von Kundenanfragen sowie der Abwicklung von Verträgen und Zahlungsprozessen beauftragt. Im Rahmen seiner Ausbildung ist Ihrer Abteilung ein Auszubildender zugeteilt worden. Erstellen Sie für diesen eine Info-Pinnwand, die einen Überblick über die rechtlichen und betrieblichen Grundlagen von Verträgen sowie die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten im Verkehrsbetrieb gibt. 

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
2.1.1 Analysieren /
Informieren /
Planen

Auftrag analysieren

10

Rechtliche und betriebliche Grundlagen zu Verträgen und Zahlungsmöglichkeiten recherchieren

Ausbildungsbetrieb

Beförderungs- und Dienstleistungsbedarfe von Kundinnen und Kunden verschiedener Verkehrsunternehmen eruieren

Brainstorming
Fallbeispiele

Für das Verkaufsgespräch relevante Vertragsarten ermitteln

BGB
aktuelle Entwicklungen

Kaufvertrag

Beförderungsvertrag 

Mietvertrag 

Leihvertrag 

Dienstvertrag 

Versicherungsvertrag

Inhalte bzw. Bedingungen der Vertragsarten zusammentragen

Aktuelle Zahlungsmöglichkeiten bestimmen

www.bundesbank.de
www.destatis.de

Vor- und Nachteile der Zahlungsmöglichkeiten aus Sicht des Fahrgastes und des Betriebes diskutieren

Plenum

Sich zu Entwicklungstendenzen der Zahlungsmöglichkeiten austauschen

Struktur und Inhalt der analogen oder digitalen Info-Pinnwand abstimmen

Bewertungskriterien festlegen

Bewertungsbogen

2.1.2 Entscheiden /
Durchführen

Informationen auswählen und für die Info-Pinnwand strukturieren

3

Gruppenarbeit

Info-Pinnwand als Unterstützung zur Bearbeitung von Kundenanfragen erstellen

berufsbezogene Informationsverarbeitung

2.1.3 Bewerten /
Reflektieren

Arbeitsergebnis vorstellen und Feedback einholen

1

Bewertungsbogen
Plenum

Arbeitsprozess und Arbeit im Team kritisch reflektieren

Selbstkritik
Kooperationsbereitschaft

Bedeutung der rechtlichen und betrieblichen Grundlagen von Verträgen sowie der relevanten Zahlungsmöglichkeiten für das Verkaufsgespräch diskutieren

Deutsch/Kommunikation

Lernfeld 3

Lernfeld 3: Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, betriebliche Bedarfe zu erkennen und darauf basierend einen nachhaltigen und kostenorientierten Beschaffungsprozess abzuleiten, durchzuführen und zu überwachen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Bedarf an betriebsnotwendigen Sachgütern und Dienstleistungen. 

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über benötigte Sachgüter und Dienstleistungen im Betrieb. 

6 Ustd.
LS 3.1

Ausbildungsbetrieb

Die Schülerinnen und Schüler klassifizieren die verschiedenen Güterarten. Sie ordnen verschiedene Güter den jeweiligen Güterarten zu.

Beispiele

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden die Begriffe Bestand und Bedarf.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die verschiedenen Aspekte des Beschaffungsprozesses (Bestandsarten, Vertragsgestaltung, Zahlungsbedingungen)

Die Schülerinnen und Schüler strukturieren den Ablauf des Beschaffungsprozesses

6 Ustd.
LS 3.1

Bedarfsermittlung

Bezugsquellenermittlung

Angebotseinholung

Lieferantenauswahl

Bestellung

Auftragsbestätigung und Lieferung 

Rechnungsprüfung

Bezahlung

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden in diesem Kontext Bestandsarten, z. B.

§ 433 BGB
optimale Bestellmenge

verfügbarer Bestand

Sicherheitsbestand

Meldebestand

Höchstbestand

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren die rechtlichen Grundlagen des Kaufvertrages.

Verpflichtungsgeschäft
Erfüllungsgeschäft
Fernabsatzvertrag
Bindungsfristen

Sie leiten ab, dass der Kaufvertrag ein Teil des Beschaffungsprozesses ist, zu dessen Abschluss Antrag und Annahme vorliegen müssen. Sie identifizieren die Rechte und Pflichten der Vertragspartner. 

Die Schülerinnen und Schüler eruieren die inhaltliche Vertragsgestaltung des Kaufvertrages:

2 Ustd.
LS 3.2

Vertragsparteien

Art, Beschaffenheit, Qualität der Ware

Warenmenge

Warenpreis und Preisnachlässe

Erfüllungsort

Gerichtsstand

Beförderungskosten

Verpackungskosten

Lieferbedingungen

Konventionalstrafe

Zahlungsbedingungen

Eigentumsvorbehalt

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Sie recherchieren Bezugsquellen unter Verwendung verschiedener Kommunikationswege und Datenquellen. 

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden interne Bezugsquellen für Sachgüter und Dienstleistungen, z. B. 

4 Ustd.
LS 3.1

Ausbildungsbetrieb
interne Datenbanken

Lieferantendatei

Artikeldatei

interne Berichte 

externe Bezugsquellen, z. B.

Internetrecherche
Online-Datenbanken

Messen und Ausstellungen

Fachzeitschriften, Kataloge, Prospekte, Preislisten

Online-Handelsplätze

professionelle B2B-Verzeichnisse

Sie suchen gezielt nach geeigneten Lieferanten für Sachgüter oder Dienstleistungen, indem sie unterschiedliche Kommunikationswege sowie vielfältige interne und externe Datenquellen zielgerichtet nutzen und die Rechercheergebnisse dokumentieren.

E-Mail, Telefon, Plattformen

Sie identifizieren rechtliche und ökonomische Handlungsspielräume sowie rechtliche und betriebliche Vorgaben bei Kaufvertragsstörungen. 

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über mögliche Kaufvertragsstörungen: 

6 Ustd.
LS 3.4

BGB
Fallbeispiele

Schlechtleistung

Nicht-Rechtzeitig-Zahlung

Nicht-Rechtzeitig-Lieferung

Annahmeverzug

Im Falle einer Schlechtleistung und Nicht-Rechtzeitig-Lieferung machen sie abhängig vom jeweiligen Vertrag die Rechte als Käufer geltend. 

Fallbeispiele

Sie berücksichtigen dabei wirtschaftliche Gesichtspunkte und betriebliche Vorgaben, z. B.

Einkaufsrichtlinien

Freigabeprozesse

Preisnachlässe

Die Schülerinnen und Schüler machen sich bewusst, dass bei Nicht-Rechtzeitig-Zahlung Mahnverfahren eingeleitet werden. Sie leiten sich die Bedeutung der Überwachung der betrieblichen Zahlungsverpflichtungen ab. 

Fallbeispiele
Verpflichtungsgeschäft
Erfüllungsgeschäft
Fälligkeiten
Verzug

Sie grenzen in die Begriffe Kulanz, Garantie und Gewährleistung voneinander ab.

Sie wägen vor der Geltendmachung ihrer Ansprüche aus den Kaufvertragsstörungen ab, welche Rechte sie geltend machen. 

Die Schülerinnen und Schüler planen entsprechend den ermittelten Bedarfen den Bestellvorgang sowie die Kauf- und Zahlungsabwicklung. 

Die Schülerinnen und Schüler strukturieren den zeitlichen Ablauf der Kauf- und Zahlungsabwicklung für den Bestellvorgang unter Berücksichtigung betriebsspezifischer Bedarfe.

4 Ustd.
LS 3.1

Dabei berücksichtigen sie qualitative und quantitative Kriterien sowie Aspekte der Nachhaltigkeit. 

Dabei berücksichtigen sie qualitative und quantitative Kriterien sowie Aspekte der Nachhaltigkeit.

4 Ustd.
LS 3.1

ggf. Kriterienkatalog
Tabellenkalkulation

Die Schülerinnen und Schüler erstellen Anfragen und vergleichen und bewerten vorliegende Angebote. 

Die Schülerinnen und Schüler formulieren Anfragen an potentielle Lieferanten.

6 Ustd.
LS 3.1

Textverarbeitung
Tabellenkalkulation

Sie führen einen quantitativen und qualitativen Vergleich der vorliegenden Angebote durch.

Sie treffen eine begründete Auswahlentscheidung auf Grundlage der berücksichtigten Kriterien. 

Die Schülerinnen und Schüler treffen eine begründete Auswahlentscheidung für einen Lieferanten auf Grundlage gewichteter Auswahlkriterien.

1 Ustd.
LS 3.1

Nutzwertanalyse

Sie bestellen Waren und Dienstleistungen und schließen Verträge im Namen des Betriebs ab. 

Die Schülerinnen und Schüler formulieren und übermitteln die Bestellungen für die benötigten Sachgüter und Dienstleistungen des Betriebes und schließen rechtssicher Verträge ab.

4 Ustd.
LS 3.2

Textverarbeitung
Fernabsatzverträge

Sie kommunizieren sowohl schriftlich als auch mündlich mit den Vertragspartnern und Vertragspartnerinnen, auch in einer Fremdsprache, und nutzen dabei digitale Medien. 

Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren mit Lieferanten bei Bedarf auch sicher in einer Fremdsprache.

2 Ustd.
LS 3.1

Textverarbeitung
i. V. m. Englisch

Dabei beachten sie ggf. interkulturelle Besonderheiten. 

1 Ustd.
LS 3.2

Situationsgerecht verwenden sie geeignete Formen der mündlichen und schriftlichen Kommunikation auch mit Hilfe digitaler Medien.

1 Ustd.
LS 3.4

Dabei halten sie die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit ein. 

Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich die rechtlichen Vorschriften zur Datensicherheit und zum Datenschutz bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und beachten diese.

1 Ustd.
LS 3.1

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
LF 1, LF 2

Sie beachten einschlägige Rechtsnormen und allgemeine Geschäftsbedingungen und überwachen den Wareneingang. 

Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen während des Beschaffungsprozesses Grundlagen des Vertragsrechts

6 Ustd.
LS 3.3

Fallbeispiele
BGB
HGB

Rechtsfähigkeit

Willenserklärungen

Geschäftsfähigkeit

AGB

Sie führen die Warenannahme, Wareneingangskontrolle und die Einlagerung durch und stellen ggf. Abweichungen fest, z. B.

Irrläufer

Lieferberechtigungsprüfung

Liefertermin

Transportschäden

Grobkontrolle

Sachmangel

Feinkontrolle

Sie prüfen die Erfüllung des Kaufvertrages auf mögliche Störungen (Schlechtleistung, Nicht-Rechtzeitig-Leistung) und Rechtsmängel (Nichtigkeit, Anfechtbarkeit) und leiten Maßnahmen zu ihrer Behebung ein. 

Die Schülerinnen und Schüler sichten vorliegende Kaufverträge auf Leistungsstörungen

2 Ustd.
LS 3.3

Fallbeispiele

Schlechtleistung

Sachmangel

6 Ustd.
LS 3.4

Rechtsmangel

Nicht-Rechtzeitig-Leistung

Nicht-Rechtzeitig-Lieferung

Nicht-Rechtzeitig-Zahlung

Bei Vorliegen einer Schlechtleistung machen sie Gewährleistungsansprüche frist- und adressatengerecht geltend.

Frachtführer
Lieferant

Sie unterscheiden rechtsgültige, nichtige und anfechtbare Rechtsgeschäfte.

Fallbeispiele

Dabei kommunizieren sie lösungsorientiert mit den Vertragspartnern und Vertragspartnerinnen. 

Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren in geeigneter Form mit Lieferanten, z. B.

4 Ustd.
LS 3.4

Kulanzregelungen

Mängelrüge

Nachfristsetzung

Mahnung

Sie prüfen Rechnungen und bereiten die Bezahlung unter Berücksichtigung der Zahlungsbedingungen vor (Nachlässe, Zahlungsfrist), wählen Zahlungsarten aus und wickeln die Zahlung ab.

Die Schülerinnen und Schüler führen die sachliche und rechnerische Rechnungsprüfung durch und nehmen mögliche Preisnachlässe in Anspruch

6 Ustd.
LS 3.3

§ 14 UStG 
Pflichtangaben Rechnung
E-Rechnungspflicht

Skonto

Bonus

Rabatt

Bei fehlerhaften Rechnungen kommunizieren sie mit dem Lieferanten und fordern eine korrigierte Rechnung ein.

Die Schülerinnen und Schüler eruieren verschiedene Zahlungsarten

www.bundesbank.de
aktuelle Zahlungsmethoden

bar

halbbar

bargeldlos

Unter Beachtung der Zahlungsbedingungen bereiten sie die Zahlungsanweisung nach erfolgreicher Rechnungsprüfung vor. 

Zahlungsziel

Sie bereiten die Belege für die Buchhaltung vor und erfassen diese.

Die Schülerinnen und Schüler vermerken die sachliche und rechnerische Rechnungsprüfung auf den Belegen.

1 Ustd.
LS 3.3

Sie erfassen die Belege für die Buchhaltung

sammeln

sortieren

dokumentieren

Enterprise Resource 

weiterleiten

Planning-System (ERP)

Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren den Ablauf des Beschaffungsprozesses auch in Bezug auf Aspekte der Nachhaltigkeit und zeigen Möglichkeiten der Optimierung auf.

Die Schülerinnen und Schüler führen einen Soll-Ist-Vergleich des Beschaffungsvorgangs durch. 

1 Ustd.
LS 3.1

Sie schätzen die Effizienz der Prozessabläufe auch unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten ein. Sie leiten daraus Maßnahmen für ihr zukünftiges Vorgehen bei der Beschaffung ab

1 Ustd.
LS 3.2

Lieferantenaudit
Rat für Nachhaltige Entwicklung 

ökologisch

Umweltschutz

Kreislaufwirtschaft

sozial

Betriebs- und Entsorgungskosten

faire Arbeitsbedingungen

regionale Beschaffung

wirtschaftlich

Kostenbetrachtung in Abhängigkeit vom Lebenszyklus

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Einflussmöglichkeiten auf den Beschaffungsprozess und den Umgang mit den Vertragspartnern.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Gestaltungsoptionen im Rahmen des Beschaffungsprozesses. 

1 Ustd.
LS 3.1

Plenum

Sie machen sich ihre Verantwortung innerhalb des Beschaffungsvorgangs bewusst und agieren insbesondere bei der Kommunikation mit Lieferanten und Frachtführern entsprechend.

1 Ustd.
LS 3.2

Deutsch/Kommunikation

Sie setzen sich mit ihrer Mitverantwortung für Menschen und Umwelt im Zusammenhang mit Beschaffungsprozessen auseinander.

Den Schülerinnen und Schülern übernehmen während der Beschaffung von Sachgütern und Dienstleistungen Verantwortung für Menschen und Umwelt, indem sie bewusst nachhaltige Entscheidungen treffen. 

1 Ustd.
LS 3.2

Drei Säulen-Modell der Nachhaltigkeit
Lieferkettengesetz

Lernfeld 3 Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Ustd.
Lernsituationen
3.1
Betriebliche Bedarfe von Sachgütern und Dienstleistungen ermitteln und deren Beschaffung planen
36 Ustd.
3.2
Sachgüter und Dienstleistungen bestellen sowie Verträge abschließen
12 Ustd.
3.3
Wareneingangs- und Rechnungsprüfung durchführen sowie Zahlungen veranlassen
15 Ustd.
3.4
Kaufvertragsstörungen identifizieren und lösungsorientiert agieren
17 Ustd.
Lernsituation
3.2
Sachgüter und Dienstleistungen bestellen sowie Verträge abschließen
12 Ustd.
Auftrag

Als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter in der Einkaufsabteilung Ihres Verkehrsbetriebes sind Sie mit der Bestellung von Sachgütern und Dienstleitungen beauftragt. Wählen Sie auf Basis der vorliegenden Ergebnisse eines Angebotsvergleiches einen Lieferanten aus und bestellen Sie die benötigten Sachgüter und Dienstleistungen. Schließen Sie dafür notwendige Verträge rechtskonform ab. Veranschaulichen Sie Ihr Vorgehen in einem Ablaufplan.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
3.2.1 Analysieren /
Informieren /
Planen

Auftrag analysieren

3

Ergebnisse des vorliegenden quantitativen und qualitativen Angebotsvergleichs nachvollziehen

LS 3.1
Nutzwertanalyse

Inhalte einer Bestellung von Waren und Dienstleistungen identifizieren

analog oder digital
Kaufvertragsinhalte

Rechtliche Grundlagen des Vertragsabschlusses thematisieren

Vorschriften zum Datenschutz und zu Datensicherheit recherchieren

Informationen zur Erstellung eines Ablaufplans für Bestellungen beschaffen

Bewertungskriterien für den Ablaufplan festlegen

Bewertungsbogen

3.2.2 Entscheiden /
Durchführen

Sich begründet für einen Lieferanten entscheiden

6

Bestellungen über benötigte Sachgüter und Dienstleistungen auslösen und rechtsicher Verträge abschließen

analog oder digital
Textverarbeitung
Fernabsatzverträge

Mit Lieferanten und Frachtführern bei Bedarf in einer Fremdsprache kommunizieren

mündlich, schriftlich

Vorschriften zum Datenschutz und zu Datensicherheit berücksichtigen

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)

Ablaufplan erstellen

3.2.3 Bewerten /
Reflektieren

Ablaufplan vorstellen und Feedback einholen

3

Bewertungsbogen Plenum

Gestaltungsoptionen im Rahmen des Beschaffungsprozesses im Hinblick auf eigene Gestaltungsspielräume diskutieren

Plenum
Deutsch/Kommunikation

Eigene Kommunikation mit Lieferanten und Frachtführern kritisch reflektieren und ggf. zukünftig anpassen

Selbstkritik

Die Bedeutung bewusst nachhaltiger Entscheidungen im Beschaffungsprozess thematisieren 

Plenum
Deutsch/Kommunikation
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Lieferkettengesetz

Lernfeld 4

Lernfeld 4: Wertströme und Geschäftsprozesse erfassen und dokumentieren

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Wertströme im Betrieb prozessbegleitend zu erfassen und unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben ordnungsmäßig zu dokumentieren sowie die Auswirkungen auf den Betriebserfolg zu beurteilen.

Kompetenz aus dem Lehrplan Berufliche Handlung Zeit-
richtwert
LS
Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die betriebliche Notwendigkeit und die rechtliche Relevanz einer ordnungsmäßigen Buchführung. 

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren anhand betrieblicher Wertströme wichtige Informationen, die die Buchführung dem Betrieb liefert, z. B. 

1 Ustd.
LS 4.1

Eigeninteresse
Ausbildungsbetrieb
Fahrpreisnacherhebung
E-Rechnung

Forderungen gegenüber Kunden

Kassenbestand

Einkäufe

Schulden gegenüber Lieferanten

Vermögenswerte

Schuldenwerte

Sie machen sich damit vertraut, dass mittels Buchführung alle Geschäftsfälle des Betriebes laufend, lückenlos und sachlich geordnet erfasst und aufgezeichnet werden. Dabei informieren sie sich zur Buchführungspflicht.

1 Ustd.
LS 4.2

Handelsgesetzbuch (HGB)
Fremdinteresse
Interessengruppen
Abgabenordnung (AO)
Umsatzsteuergesetz (UStG)

Die Schülerinnen und Schüler realisieren die Bedeutung der Buchführung zur Steuerung eines Betriebes 

wertorientierte Finanzbuchhaltung

Kontrolle der Wirtschaftlichkeit

Grundlage der Kalkulation

Grundlage innerbetrieblicher und außerbetrieblicher Vergleiche

Beweismittel

Sie machen sich die Notwendigkeit der ordnungsmäßigen Buchführung sowohl aus betriebswirtschaftlicher als auch rechtlicher Sicht bewusst.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anforderungen an eine ordnungsmäßige Buchführung und machen sich systematisch über die Wertströme ihres Betriebs anhand von Belegen, die im Rahmen der Geschäftsprozesse entstehen, vertraut. 

Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich mit Hilfe von Belegen die zugrundeliegenden Güter- und Geldströme eines Betriebes

2 Ustd.
LS 4.1

Visualisierung

Eingangsrechnungen

Ausgangsrechnungen

Kontoauszüge

Sie unterscheiden dabei zwischen Eigen- und Fremdbelegen. Sie identifizieren Geschäftsprozesse mit Wertzuflüssen und -abflüssen.

5 Ustd.
LS 4.2

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren geltende Vorschriften für eine ordnungsmäßige Buchführung und tragen die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) zusammen.

Buchführungspflicht
HGB
AO
UStG

Sie stellen dabei die Notwendigkeit der ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) heraus. 

Bücher der Buchführung
Dokumentenmanagementsystem (DMS)
Aufbewahrungsfristen

Sie beschreiben den Aufbau der Bilanz sowie die Systematik der Buchführung und berücksichtigen dabei die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Behandlung der Umsatzsteuer. 

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Aufbau und Ordnungskriterien von Inventar und Bilanz. Sie erstellen eine Bilanz in vereinfachter Form. 

5 Ustd.
LS 4.1

Differenzierung Inventur
HGB

Ausgehend von der Bilanz eruieren sie die Begriffe aktive und passive Bilanzposten und bestimmen deren Merkmale. 

5 Ustd.
LS 4.1

Doppelte Buchführung

Sie identifizieren die Arten der Wertveränderung einer Bilanz

10 Ustd.
LS 4.3

Aktivtausch

Passivtausch

Aktiv-Passiv-Mehrung

Aktiv-Passiv-Minderung

Sie übertragen die Bilanzwerte in separate Bestandskonten und machen sich grundlegend mit dem Aufstellen von Buchungssätzen vertraut.

Die Schülerinnen und Schüler stellen Eigenkapitalveränderungen über einen bestimmten Zeitraum, z. B. ein Geschäftsjahr, fest.

Sie realisieren Erfolgsvorgänge als Ursache für Eigenkapitalveränderungen und bestimmen

Eigenkapitalminderung

Eigenkapitalmehrung

Sie unterscheiden Aufwendungen und Erträge, die auf Erfolgskonten, als Unterkonten des Eigenkapitalkontos (EK), erfasst werden. 

Sie verschaffen sich einen Überblick hinsichtlich der Buchung auf Bestands- und Erfolgskonten. 

Sie unterscheiden dabei Grund- und Hauptbuch. 

Sie erschließen sich die Zusammenhänge zwischen Erfolgskonten, GuV-Konto und Eigenkapitalkonto.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Umsatzsteuer als auszuweisenden Bestandteil einer Rechnung an Privatpersonen.

UStG
Darstellung Mehrwertprinzip
Elster-Software
www.bundesfinanzministerium.de

Sie unterscheiden zwischen Vor- und Umsatzsteuer und begreifen die Umsatzsteuer als durchlaufenden Posten für den Betrieb.

Die Schülerinnen und Schüler planen die zeitlichen und organisatorischen Abläufe zur Bearbeitung von Geschäftsvorfällen unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen. 

Die Schülerinnen und Schüler sichten vorliegende Belege und sortieren diese nach Belegarten.

1 Ustd.
LS 4.2

Eingangsrechnungen

Ausgangsrechnungen

Sie leiten ab, dass Belege die Grundlage jeder Buchung sind. 

Sie ermitteln die für die Buchung relevanten Daten aus den Belegen, z. B. 

2 Ustd.
LS 4.3

Offene-Posten-Liste
Debitoren und Kreditoren
LF 3 sachliche Rechnungsprüfung

Belegart

Belegnummer

Datum

Rechnungsbetrag

Fälligkeit

Sie konkretisieren die Bearbeitung der Belege in den Stufen Belegvorbereitung, Belegbuchung und Belegablage.

DMS
Aufbewahrungsfristen

Im Rahmen der Wertschöpfung erfassen die Schülerinnen und Schüler die Eingangs- und Ausgangsrechnungen und dokumentieren die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle. 

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen anhand von Ein- und Ausgangsrechnungen die betroffenen Konten. Sie buchen vorliegende Rechnungen und deren Begleichung im Grund- und Hauptbuch. 

8 Ustd.
LS 4.3

E-Rechnung

Sie berücksichtigen bei der Buchung die Umsatzsteuer. Dazu wenden sie die Prozentrechnung sicher an.

LF 3 - rechnerische Rechnungsprüfung

Mit Hilfe dieser Aufzeichnungen stellen sie die Vermögens- und Finanzlage des Verkehrsunternehmens dar, führen die Bestandteile des Jahresabschlusses auf und bestimmen wesentliche Größen des Erfolgs. 

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die Bestandteile des Jahresabschlusses

4 Ustd.
LS 4.4

Differenzierung
Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften
Lagebericht

Bilanz

GuV

Sie schätzen anhand der erstellten Bilanz die Vermögens- und Finanzsituation eines Betriebes ein. 

Ausbildungsbetrieb
Bundesanzeiger

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen aus der vorliegenden GuV den Erfolg des Betriebes und bestimmen dessen Auswirkungen auf das Eigenkapital. 

Sie diskutieren die Aussagekraft eines einzelnen Jahresabschlusses und erkennen die Notwendigkeit von Vergleichswerten.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Vermögens- und Kapitalstruktur, die Finanzlage sowie die Erfolgssituation des Verkehrsunternehmens anhand branchenüblicher Werte. 

Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Jahresabschluss anhand von Kennzahlen, z. B. 

6 Ustd.
LS 4.4

Vermögensaufbau

Kapitalaufbau

Investierung

Liquidität

Wirtschaftlichkeit

Rentabilität

Sie vergleichen die ermittelten Kennzahlen mit branchenüblichen Werten.

Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich Genauigkeit, Vollständigkeit und Korrektheit und ergreifen Maßnahmen zur Verbesserung. 

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich kritisch mit ihren Arbeitsergebnissen auseinander. 

1 Ustd.
LS 4.1

Deutsch/Kommunikation

Sie beurteilen die Erfassung der Geschäftsfälle hinsichtlich Genauigkeit, Vollständigkeit und Korrektheit. 

1 Ustd.
LS 4.2

Sie leiten Maßnahmen zur Optimierung künftiger buchhalterischer Tätigkeiten ab. 

1 Ustd.
LS 4.3

Sie reflektieren die Bedeutung der Finanzbuchhaltung als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen. 

Die Schülerinnen und Schüler machen sich die Bedeutung der Buchführung für betriebliche Entscheidungen bewusst. 

1 Ustd.
LS 4.3

Sie vollziehen nach, dass diese Informationen für Adressaten innerhalb und außerhalb des Betriebes zur Verfügung stehen müssen.

2 Ustd.
LS 4.4

Sie reflektieren ihre Arbeitsweise und schlussfolgern, dass die Finanzbuchhaltung nur mit der ordnungsmäßigen Erfassung der Geschäftsfälle ihrer Dokumentationsfunktion gerecht wird. 

In diesem Zusammenhang diskutieren sie ihren Beitrag innerhalb der Finanzbuchhaltung des Betriebes, insbesondere hinsichtlich Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. 

Sie machen sich ihre Verantwortung in diesem Kontext bewusst.

Lernfeld 4 Wertströme und Geschäftsprozesse erfassen und dokumentieren
1. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 52 Ustd.
Lernsituationen
4.1
Einführung in die Buchführung – vom Inventar zur Bilanz
10 Ustd.
4.2
Sich über die Organisation der Buchführung informieren
8 Ustd.
4.3
Aufbereitung und Buchung von Belegen im Verkehrsbetrieb
22 Ustd.
4.4
Analyse des Jahresabschlusses eines Verkehrsbetriebes
12 Ustd.
Lernsituation
4.1
Einführung in die Buchführung – vom Inventar zur Bilanz
10 Ustd.
Auftrag

Sie arbeiten in der Buchhaltung eines mittelständischen Verkehrsbetriebes. Zum Geschäftsjahresende muss der Betrieb seine Vermögenswerte und Schulden genau, lückenlos und sachlich geordnet erfassen, um den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) zu entsprechen. Die Geschäftsführung bittet Sie, das Inventar zu sichten und daraus folgend die Bilanz aufzustellen.

Nr. Handlung Kompetenzentwicklung Ustd. Hinweise
4.1.1 Analysieren /
Informieren /
Planen

Auftrag analysieren

4

Im Verkehrsbetrieb Wertströme identifizieren

Ausbildungsbetrieb

Aus Belegen wichtige Informationen für den Betrieb entnehmen

Fahrpreisnacherhebung
E-Rechnung

Forderungen gegenüber Kunden

Kassenbestand

Einkäufe

Schulden gegenüber Lieferanten

Vermögenswerte

Schuldenwerte

Anhand von Belegen zugrundeliegende Geld- und Güterströme ermitteln

Ausbildungsbetrieb

Eingangsrechnungen

Ausgangsrechnungen

Kontoauszüge

Geschäftsprozesse mit Wertzu- und -abflüssen eruieren, beschreiben und visualisieren

Sich Informationen zu Aufbau und Ordnungskriterien von Inventar und Bilanz beschaffen

Abgrenzung zur Inventur
HGB

4.1.2 Entscheiden /
Durchführen

Vereinfachte Bilanz für einen mittelständischen Verkehrsbetrieb erstellen

5

HGB

Sich ausgehend von der Bilanz die Begriffe aktive und passive Bilanzposten erschließen und eine Zuordnung vornehmen 

Merkmale aktiver sowie passiver Bilanzposten bestimmen 

4.1.3 Bewerten /
Reflektieren

Erstellte Bilanz prüfen

1

HGB

Eigene Arbeitsergebnisse und Prozesse kritisch reflektieren

Selbstkritik

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