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Fortbildung im Detail

 

Die maximale Teilnehmerzahl ist noch nicht erreicht.B04248: Im Fachunterricht bildungssprachliche Kompetenzen fördern - Beispiel Naturwissenschaften/Chemie
vom 25.02.2020 bis 26.02.2020Anmeldeschluss: 14.01.2020  

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Ansprechpartner inhaltlich: Seiler, Maud; +49 3591 621-143
Ansprechpartner organisatorisch: Seiler, Maud; +49 3591 621-143

Beschreibung

An sächsischen Schulen dient Deutsch als Kommunikationsmedium im Unterricht. Allerdings setzt sich die Sprache der Schule aus einer Vielzahl von Registern, darunter auch der Bildungssprache, zusammen. Dieser Begriff bezeichnet ein Sprachregister mit besonderen Merkmalen. Dieses Sprachregister erlernen die Schüler/innen hauptsächlich im Unterrichtskontext via schriftlicher und mündlicher Rezeption und Produktion von Fachtexten. Schüler/innen, die sich auch mit der Bildungssprache im Elternhaus auseinandersetzen können, haben einen erleichterten Zugang zu diesem Register, im Vergleich zu Schüler/innen aus Familien, in denen in alltäglichen Interaktionen auf kaum oder gar keine Elemente der Bildungssprache zurückgegriffen oder eine andere Familiensprache als Deutsch benutzt wird. Diese Schüler/innen sind auf eine bildungssprachförderliche Unterrichtspraxis stark angewiesen. Fachlehrer stehen aktuell vor der Herausforderung ihre Fachstunden so zu gestalten, dass sie der Forderung der sprachlichen Bildung gerecht werden. Zu diesem Thema scheinen viele angebotenen Weiterbildungen häufig sehr theorielastig zu sein, wo Merkmale der Bildungssprache, Prinzipien der sprachsensiblen Unterrichtsplanung und in den verschiedenen Fächern nie erprobte Methoden und Techniken vorgestellt werden. Die geplante Fortbildung möchte die Fachlehrer/innen von naturwissenschaftlichen Fächern, darunter vor allem die Chemielehrer/innen ansprechen und eine praxisnahe Fortbildung zu diesem Themenbereich

durchführen. Die Fortbildung bietet nur eine knappe wiederholende Einführung in die Thematik: Warum ist die bildungssprachförderliche Unterrichtspraxis heutzutage unabdingbar geworden? Warum bedeutet diese keine Zusatzarbeit, sondern die gleiche Arbeit, aber anders gestaltet? Warum sind die Fachlehrer/innen die zentralen Akteure der sprachlichen Bildung? Warum ist bildungssprachförderlicher Unterricht auch ohne tiefe sprachwissenschaftliche Kenntnisse realisierbar?

Im Hauptteil werden beispielhafte Unterrichtssequenzen, Aufgaben, und Lehr- und Lernmittel aus dem Chemieunterricht im Sekundarbereich gezeigt, in denen die Prinzipien, Methoden und Strategien des sprachsensiblen Fachunterrichts gelungen umgesetzt wurden. Während der Auseinandersetzung mit diesen konkreten Beispielen entwickeln die Teilnehmer/innen ein Bewusstsein für die sprachlichen Anforderungen ihres Faches. Zusätzlich erarbeiten sie eine individuelle Liste von Strategien, wie sie ihre Fachtexte analysieren, ihren Unterricht planen und welchen Methoden sie anwenden wollen.

Ziel der Veranstaltung ist es, dass die Teilnehmer/innen die aktuellen Anforderungen, die mit der sprachlichen Bildung im Fachunterricht verknüpft sind, nicht mehr als Belastung, sondern als ein interessantes Gebiet der persönlichen und professionellen Weiterentwicklung sehen.


Ziele

Die Teilnehmer/innen haben sich mit sprachlichen Aspekten von (schriftlichen und mündlichen) Fachtexten auseinandergesetzt und für sich einen individuellen Ablaufplan entwickelt, wie sie diese auch selbständig und effektiv analysieren können.

Die Teilnehmer/innen haben sich mit Prinzipien des sprachsensiblen Fachunterrichts unter Einbeziehung ihrer eigenen fachdidaktischen Prinzipien befasst mit dem Ziel, dass sie ihre Fachstunden sprachförderlich planen können.

Sie haben Methoden und Werkzeuge kennengelernt, mit welchen sie ihren Fachunterricht sprachförderlich gestalten können.

Die Teilnehmer/innen haben Einblicke in die konkrete Umsetzung sprachförderlicher Methoden und Techniken im Fach Chemie bekommen und diskutiert.

Die Teilnehmer/innen erarbeiten eine individuelle Liste von Strategien, wie sie ihre Fachtexte analysieren, ihren Unterricht planen und welchen Methoden sie anwenden wollen.

Möglichkeiten für den Transfer in andere naturwissenschaftliche Fächer (Physik, Biologie) wurden aufgezeigt und diskutiert.


Inhalte

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  • Analyse mündlicher und schriftlicher Fachtexte, Identifizierung der Merkmale der Bildungssprache
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  • Verzahnung fachdidaktischer Prinzipien und Prinzipien des sprachsensiblen Fachunterrichts und Einbeziehung in die Stundenplanung
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  • Diskussion bereits ausprobierter Methoden und Aktivitäten aus sprachförderlich gestalteten Chemiestunden
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  • Entwicklung eines einfachen Leitfaden, womit ohne besonderen Aufwand sprachförderlicher Unterricht gestaltet werden kann

Zielgruppe

Lehrkräfte in diversen naturwissenschaftlichen Fächern an allgemeinbildenden Schulen außer Grundschule und Förderschule, Fachberater für die diversen naturwissenschaftlichen Fächern, Deutsch als Zweitsprache Betreuungslehrkräfte, Fachberater für Deutsch als Zweitsprache


Hinweise

Die Teilnehmenden sollten ihre eigenen Lehrpläne und Beispiele von Sachtexten und mündlichen Texten mitbringen, die sie in ihrem Fachunterricht mit ihren Schüler/innen benutzen.


Veranstaltungstermine

am von bis
25.02.2020 10:00 17:30
26.02.2020 09:00 16:30

Anmeldeschluss

14.01.2020

Dozenten

Name von
Bukus, Beatrix 16. Schule - Oberschule der Stadt Leipzig, Leipzig
Petruschke, Berit Nachbarschaftsschule Leipzig, Leipzig

Veranstaltungsort


Direktlink auf diese Veranstaltungsdetailansicht: https://www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen/detail/B04248