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Fortbildung im Detail

 

Die maximale Teilnehmerzahl ist noch nicht erreicht.R01243: Projekttag 9. November - Kein Projekttag wie jeder andere
"Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren" -Fachübergreifende Projektarbeit zum 9. November 1967
vom 24.09.2020 bis 25.09.2020Anmeldeschluss: 27.08.2020  

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Ansprechpartner inhaltlich: Wohlfarth, Angela; (03 51) 83 24 378
Ansprechpartner organisatorisch: Handrack, Ute; (0 35 21) 41 27 22

Beschreibung

Am 9. November 1967 störten die Studenten Detlev Albers und Gert Hinnerk Behmler mit ihren Kommilitonen im Audimax der Hamburger Universität die traditionelle Rektoratsübergabe zu Beginn des Semesters. Während der Übergabe des Rektorats zeigten sie ein Spruchband mit den Worten „Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren!. Der Slogan der Studentenbewegung war geboren. Die Auflehnung der Studenten gegen verkrustete Strukturen in den Universitäten und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Autoritäten, verbunden mit Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen in den sechziger und siebziger Jahren, dokumentieren, dass der politische Konsens bei einem Teil der bundesrepublikanischen Gesellschaft nicht mehr gegeben war.

Die Konfrontationen zwischen Anhängern der Protestbewegung und Repräsentanten sowie Institutionen des Staates hatten zur Folge, dass um die Legitimität von Gewaltanwendung gestritten wurde. Ein Schlüsselereignis stellte die Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 durch den Polizisten Karl-Heinz Kurras dar. Die Grenzen zwischen symbolischen Formen des Protestes, begrenzten Regelverletzungen und gewaltsamen Konfrontationen lösten sich auf. Die Bundesrepublik Deutschland erlebte durch die Bildung der Roten-Armee-Fraktion Anfang der siebziger Jahre eine massive Herausforderung. Die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen erreichten ihren Höhepunkt mit dem "Deutschen Herbst" im Jahre 1977, wobei sich die Kontroverse um die "Innere Sicherheit" immer stärker zum innenpolitischen Topos und zur Richtschnur für staatliches Handeln entwickelte.

In der Veranstaltung werden die historischen Ereignisse rekapituliert sowie die literarische und filmische Mythenbildung um diese Ereignisse analysiert. Ein theaterpädagogischer Workshop rund um die Inszenierung am Kleinen Haus Dresden nach Christoph Hein "In seiner frühen Kindheit ein Garten" bietet Anregungen für fachübergreifendes Arbeiten am Thema.


Ziele

Die Teilnehmer/innen haben die historischen Ereignisse der sechziger und siebziger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland reflektiert.

Sie haben Impulse für die Unterrichtsarbeit zur filmischen und literarischen Mythenbildung um diese Ereignisse erhalten.

Sie haben anhand der Inszenierung nach Christoph Hein "In seiner frühen Kindheit ein Garten" Anregungen für die theaterpädagogische Aufbereitung des Themas im Fächerverbund Deutsch-Geschichte erhalten.


Inhalte

  • Rückblick auf die historischen Phänomene der sechziger/siebziger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland: Studentenbewegung, Außerparlamentarische Opposition, Rote-Armee-Fraktion
  • Kulturgeschichte der Rote-Armee-Fraktion
  • Filmische und literarische Mythenbildung
  • Christoph Hein - Inszenierung "In seiner frühen Kindheit ein Garten"
  • Theaterpädagogische Aufbereitung

Zielgruppe

Lehrkräfte der Fächer Deutsch und Geschichte an weiterführenden Schularten


Hinweise

Am Abend des ersten Kurstages findet ein Besuch der Inszenierung des Kleinen Hauses Dresden "In seiner frühen Kindheit ein Garten" statt. Dafür wird die Bildung von Fahrgemeinschaften empfohlen. Am Nachmittag des Folgetages wird die Veranstaltung am Kleinen Haus Mitte Dresden mit einem theaterpädagogischen Workshop in Auswertung der Inszenierung abgeschlossen.

Diese Inhalte hängen vom noch nicht bestätigten Spielplan 2020 am Kleinen Haus Dresden ab, sodass Änderungen vorbehalten sind!


Veranstaltungstermine

am von bis
24.09.2020 10:00 17:30
25.09.2020 09:00 16:30

Anmeldeschluss

27.08.2020

Veranstaltungsort


Direktlink auf diese Veranstaltungsdetailansicht: https://www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen/detail/R01243