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Absage Lehrerfortbildung in den Monaten November und Dezember 2020

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen werden alle durch das Landesamt für Schule und Bildung für den Zeitraum 

vom 02.11.2020 bis zum 31.12. 2020

vorgesehenen Präsenzveranstaltungen der staatlichen Lehrerfortbildung abgesagt. 

Diese Entscheidung trägt der Situation steigender Infektionszahlen in Sachsen im Zusammenhang mit der  Pandemie SARS-CoV-2 Rechnung und soll vor allem das Risiko für alle an Lehrerfortbildung Beteiligten minimieren. 

Online-Fortbildungen finden i. d. R. wie geplant statt.

Weitere Informationen

Fortbildung im Detail

 

Die maximale Teilnehmerzahl ist noch nicht erreicht.Z03821: Interkulturelle Kommunikation- Teil II: Umgang mit Fremden und Diversitäten im normalen Schulalltag
am 25.02.2021Anmeldeschluss: 14.01.2021  

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Ansprechpartner inhaltlich: Paris, Annett; +49 375 4444-311
Ansprechpartner organisatorisch: Klier, Grit; +49 375 4444-310

Beschreibung

"Vielfalt gibts nicht umsonst..."

"Wir begegnen uns in den Gemeinsamkeiten und wachsen an unseren Unterschieden." Virginia Satir, Familientherapeutin

Modernes Leben findet in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft statt: Es ist normal, anders zu sein. Die Vielfalt unterschiedlicher Lebensformen, Familienmodelle, sozialer Zugehörigkeiten und kultureller Prägungen spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Lerneinrichtungen bzw. Schule wider.

Mit zunehmender Anzahl der neuankommenden Fremden in den Landkreisen, stellt sich die Frage nach der Vorbereitung der Lehrer und Lehrerinnen auf die neue Situation, in der sich Kommunikation nicht nur auf die Sprache beschränkt, sondern auch auf die kulturelle Ebene. Kinder kommen mit verschiedenen Erfahrungen und Erwartungen. Wissensvermittlung wird immer vielseitiger. Die Herausforderung umfasst nicht nur die sprachlichen Barrieren, sondern auch die kulturellen Unterschiede, welche uns Deutsche und unsere neuen Mitbürger prägen. Konflikte werden sich aufgrund unterschiedlich kultureller Hintergründe, sowie Sozialisierungsgefüge beider Akteure (Lehrer/innen und Fremden) ergeben. Was wir Deutsche als „normal" empfinden, kann von den neuen Mitbürgern als beleidigend oder bedrohlich aufgenommen werden. Manch selbstverständliche Geste im deutschen Kontext kann beim nichtdeutschen Gegenüber unnötigerweise ein Missverständnis, ja einen Konflikt provozieren. Das Gleiche gilt auch für den umgekehrten Fall. Was muss man tun, wenn Majib die Klassenlehrerin, Frau Müller, nicht ernst nimmt oder sogar missachtet? Was tun, wenn Assis im Unterricht nicht mitmacht, weil er zu Haus auch nichts mitmacht? Was tun, wenn die Eltern von Ibrahim auf Einladungen zu Elternabend und Schulgespräch nicht reagieren, sondern nur die Schwester Israa vorschicken? Was kann man tun, wenn die Eltern von Khaled der Lehrerin, Frau Berndt, keine Hand beim Begrüßen geben? Diese Themen u.a. werden praktisch im Fokus der Diskussion stehen. Also Genderaspekte aus verschiedenen Blickwinkeln werden beleuchtet. Um hier Abhilfe und Entlastung zu schaffen, bietet diese Fortbildung die Möglichkeit bei Alltagsproblematiken in der Schule als Lehrer/innen besser zu agieren. Es sind Aufklärungs-und Sensibilisierungsprozesse, welche in der Konfliktbearbeitung helfen.


Ziele

Die Teilnehmer erfahren die Einschätzung der eigenen kulturellen Orientierung und Reflexion der Prägung von Werten und Handlungen durch die eigene Herkunftskultur.

Sie lernen die wichtigsten Begriffe zur Beschreibung kultureller Gemeinsamkeiten und Unterschiede und Umgang mit Diversität kennen.

Die Lehrkräfte nehmen die kulturelle Bedingtheit von Wertesystemen und deren wertschätzenden Vergleich wahr.

Sie entwickeln ein Gespür für die Herausforderungen sowie Chancen interkultureller Situationen.


Inhalte

  • Verstehen der eigenen kulturellen Orientierung und Prägung (Werte, Normen, Selbstbild, Fremdbild)
  • Transfer von persönlichen Werten zu Kulturmustern (Kulturmodelle, kulturtheoretische Konzepte, Kritikmodelle)
  • Auseinandersetzung mit Besonderheiten interkultureller Kommunikation (verbal/nonverbal/paraverbal, direkt/indirekt, Kontextualisierung, Gesprächsorganisation) / Bearbeitung von eigenem Erlebten und Handeln der Teilnehmer (z.B. Umgang mit "Unzuverlässigkeit"/"Unpünktlichkeit"/Gender, Umgang mit unterschiedlicher interpersonaler Distanz und Umgang mit Kommunikationsfällen etc.)
  • Kennenlernen von Anpassungsverläufen (Anpassung versus Authentizität)

Zielgruppe

Lehrkräfte aller Schularten


Hinweise

Die Trainingsinhalte richten sich nach den oben aufgeführten Zielen sowie nach den individuellen Lernwünschen, -interessen und -bedürfnissen der Teilnehmer (praxisnah). Modelle, Theorien und kulturtheoretische Konzepte dienen der Veranschaulichung und stellen das Instrumentarium.

Die Veranstaltung Interkulturelle Kommunikation- Teil I ist nicht Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Fortbildung.


Veranstaltungstermine

am von bis
25.02.2021 09:00 16:00

Anmeldeschluss

14.01.2021

Dozenten

Name von
Nyirenda Dr., Kenneth AHB Außenhandels- und Wirtschaftsconsultants, Annaberg-Buchholz

Veranstaltungsort


Direktlink auf diese Veranstaltungsdetailansicht: https://www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen/detail/Z03821