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Lehrerfortbildung unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Regelungen

Seit März führt das Landesamt für Schule und Bildung Veranstaltungen der staatlichen Lehrkräftefortbildung vermehrt wieder im Präsenzformat durch. Für die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen ist eine Vorlage von Nachweisen (z. B. Impfstatus) seit dem 04.04.2022 nicht mehr erforderlich. Das Tragen eines medizinischen bzw. FFP2-Mund-Nasen-Schutzes sowie das Einhalten der allgemeinen Hygieneregeln (Abstandsregeln, Husten- und Niesetikette, Händewaschen, Desinfektion) werden empfohlen.

Einschränkung: Eine Teilnahme an Präsenzveranstaltungen der Lehrkräftefortbildung ist nicht gestattet, wenn Sie mindestens eines der folgenden Symptome zeigen: Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust. Gleiches gilt, wenn Sie sich aufgrund einer Infektion mit SARS-CoV-2 oder des engen Kontakts zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person absondern müssen (vgl. SchulKitaCoVO § 3 Absatz 3 vom 30.03.2022).

Nach wie vor kann es im Zusammenhang mit der Pandemie SARS-CoV-2 zu Absagen von Fortbildungsveranstaltungen kommen. Sollten Sie zu einer bestimmten Veranstaltung angemeldet sein, erhalten Sie über das Schulportal eine entsprechende Mitteilung. Bitte informieren Sie sich auch selbst.

Das Landesamt bietet eine Reihe von Fortbildungen weiterhin im Online-Format an. Unsere Angebote dazu finden Sie wie gewohnt im Fortbildungskatalog.

Fortbildung im Detail

 

Z04091: Zu Unschuld und Schuld literarischer Frauenfiguren
am 30.11.2022Anmeldeschluss: 19.10.2022  

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Ansprechpartner inhaltlich: Paris, Annett; +49 375 4444-311
Ansprechpartner organisatorisch: Wolf, Martina; +49 351 83 24 382

Beschreibung

Das Bild der Frau hat sich im Verlaufe der europäischen Kulturgeschichte stark gewandelt; zunächst geprägt von Maßgaben des Alten Testaments und der christlichen Kirchen sowie - seit dem 18. Jahrhundert - von bürgerlichen Leitbildern (z. B. der Unschuld), die die Frau festlegten auf ihre Rolle in der Familie, erfolgte dann im 20. Jahrhundert allmählich eine Emanzipation von diesen beschränkenden Vorgaben. In zahlreichen Werken der neueren deutschen Literatur spiegelt sich dieser Prozess, er zeigt sich zunächst in den zumeist zaghaften Bemühungen, als Frau eigenverantwortlich und selbstständig (wie z. B. Gretchen im Faust), ja selbstbewusst (wie z. B. Iphiginie) zu agieren, später dann darin, dass sie aufschließt zu der männlich dominierten Welt und sich ihr (erfolgreich) widersetzt (wie z. B. Claire im Besuch der alten Dame). Und so kann es sein, dass Frauen, die für ihre Eigenständigkeit kämpften (wie z. B. Effi Briest), im Sinne der poetischen Gerechtigkeit ihrer Zeit als schuldig galten, heute jedoch umso mehr als vorbildhaft erscheinen.


Ziele

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen sich mit der Geschichte des Frauenbildes bekannt.

Sie diskutieren den Begriff „poetische Gerechtigkeit (sowie "Schuld", "Strafe" usw.) in seinem je eigenen historischen Zusammenhang.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besprechen anhand ausgewählter Texte Grenzen und Möglichkeiten der Emanzipation der Frau zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert.


Inhalte

  • Geschichte des Frauenbildes
  • Beispielinterpretationen:
  • Emilia Galotti, Minna von Barnhelm, Maria Stuart, Undine usw.

Zielgruppe

Lehrkräfte im Fach Deutsch an Gymnasien


Hinweise

Eine Handreichung wird erstellt.

Diese Fortbildung findet online statt. Den Link und Hinweise zu Ihrer Fortbildung rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail im Schulportal.

Bitte melden Sie sich deshalb auch vorzugsweise online an. Lehrkräfte ohne Zugang zum Schulportal tragen bitte auf ihrer Papieranmeldung eine gültige E-Mailadresse ein.


Veranstaltungstermine

am von bis
30.11.2022 09:00 15:00

Anmeldeschluss

19.10.2022

Dozenten

Name von
Hentschel Prof. Dr. habil., Uwe Technische Universität Chemnitz, Chemnitz

Direktlink auf diese Veranstaltungsdetailansicht: https://www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen/detail/Z04091