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Zentraler E-Mail Zugang für Fragen und Probleme: fortbildung@lasub.smk.sachsen.de

 

Fortbildung im Detail

 

R04106: Fachbezogene Fortbildung Geschichte
Auf welche Weise kann der Holocaust angemessen erinnert werden?
am 12.12.2023Anmeldeschluss: 14.11.2023

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Ansprechpartner inhaltlich:
Wohlfarth, Angela; +49 (351) 84 39 833
Ansprechpartner organisatorisch:
Müller, Petra; (0 35 21) 41 27 21
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fortbildung@lasub.smk.sachsen.de
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Beschreibung

Während der nationalsozialistischen Herrschaft führten rassistischer Wahn und aggressiver Nationalismus zu Krieg und Genozid. Der Massenmord an den europäischen Juden erfolgte aus einem einzigen Grund - weil sie Juden waren. Das Konzentrationslager war das eigentliche Laboratorium totalitärer Herrschaft, indem nicht nur alles erlaubt, sondern sprichwörtlich alles möglich war.
Der Name „Auschwitz“ ist wie kein anderer zum Synonym für das Menschheitsverbrechen des Holocaust geworden.

Die Debatte darüber, was dieses Ereignis für die moderne Zivilisation bedeutet, haben bis heute kein Ende gefunden: Ist „Auschwitz“ als zeitweilige „Umnachtung der Vernunft“ (Max Horkheimer) zu verstehen, oder ist es, ohne selbstimmunisierende Scheuklappen betrachtet, nichts anderes als der extreme Normalfall der modernen Zivilisation (Zygmunt Baumann)?

Das Seminar verfolgt nicht nur die Absicht, die Hintergründe und Konsequenzen des Holocaust zu beleuchten, sondern darüber hinaus auch die Frage zu diskutieren, auf welche Weise angemessen an dieses Menschheitsverbrechen erinnert werden kann.

Ziele

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich mit den Charakteristika des NS-Staates auseinander gesetzt.

Sie haben die historischen Formen der Judenfeindschaft, den Antijudaismus und den Rassenantisemitismus analysiert.

Sie haben die Perversion der deutschen Konzentrationslager reflektiert, ihre Opfer und nationalsozialistische Täter näher beleuchtet.

Die Teilnehmenden haben sich zu Zeugen und Zeugnissen des Holocaust informiert.

Sie haben in einem Exkurs Erkenntnisse zur Rolle Ungarns in der Judenverfolgung des Zweiten Weltkrieges und zu aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus in der ungarischen Bevölkerung und Politik gewonnen.

Sie haben die Frage erörtert, wie Erinnerung an den Holocaust angemessen erfolgen kann.

Inhalte

· Charakteristik des NS-Staates

· Historische Formen der Judenfeindschaft: Antijudaismus und Rassenantisemitismus

· Das Konzentrationslager als Bestandteil des nationalsozialistischen Terrors

· Opfer der deutschen Konzentrationslager

· Nationalsozialistische Täter und deren "Begründung" von Massenmord

· Zeugen und Zeugnisse des Holocaust: Imre Kertesz, Primo Levi, Jean Amery

· Ungarns Anteil an der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg

· Aktuelle Rolle des Antisemitismus in der ungarischen Bevölkerung und Politik

· Holocaust erinnern in Deutschland und Ungarn

· Bedeutung von "Auschwitz" für die europäische Kultur und Zivilisation

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Zielgruppe

Lehrkräfte im Fach Geschichte an Oberschulen und Gymnasien sowie Führungskräfte, die in diesem Fach und diesen Schularten unterrichten



Hinweise

In der Veranstaltung wirkt Alfred György Dalos, ein ungarischer Schriftsteller und Historiker, mit.

Veranstaltungstermine

am von bis
12.12.2023 09:30 16:30

Anmeldeschluss

14.11.2023

Veranstaltungsort

Direktlink auf diese Veranstaltungsdetailansicht: https://www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen/detail/R04106