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Fortbildung im Detail

 

Die maximale Teilnehmerzahl ist noch nicht erreicht.B03862: Die Bautzener Gefängnisse im Nationalsozialismus
am 20.03.2018Anmeldeschluss: 06.02.2018  

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Ansprechpartner inhaltlich: Seiler, Maud; +49 3591 621-143
Ansprechpartner organisatorisch: Seiler, Maud; +49 3591 621-143

Beschreibung

Für die Durchsetzung der nationalsozialistischen Diktatur waren die NS-Gefängnisse und Zuchthäuser von großer Bedeutung. Bis zum Kriegsanfang waren mehr Menschen in Strafanstalten eingesperrt als in SS-Konzentrationslagern. Die NS-Justiz spielte eine zentrale Rolle bei der Kriminalisierung von politisch Andersdenkenden oder rassisch und völkisch unerwünschten Personen. Auch die Bautzener Gefängnisse dienten dem Justizterror der Nationalsozialisten. Hier waren alle Verfolgtengruppen eingesperrt. 1933 wurde ein neuer Direktor eingesetzt und unliebsames Personal entfernt. Es erfolgte die Verschärfung und Verschlechterung des Haftalltags. Massive Repressionen waren an der Tagesordnung: Häftlinge wurden brutal verprügelt und der militärische Drill nahm Überhand. Entlassene Häftlinge wurden an die Gestapo gemeldet, die etliche sofort in KZs überstellte. Während des Zweiten Weltkrieges veränderte sich die Zusammensetzung der Gefangenen, da nun auch zahlreiche Häftlinge aus den eroberten Gebieten hinzukamen.

Ein Besuch in der neuen Ausstellung der Gedenkstätte Bautzen kann Schülern die schnelle und effektive Einsetzung des Repressionsapparates der NS-Diktatur verdeutlichen. Das passierte im unmittelbaren Umfeld der Bevölkerung. Durch den regionalen Bezug sind die Konsequenzen, die daraus für Menschen von 1933 bis 1945 erwachsen, Schülern besonders anschaulich vermitteln.


Ziele

Die Teilnehmer haben Kenntnisse zum Strafvollzug im Nationalsozialismus.

Die Teilnehmer kennen die neue Ausstellung inklusive Rundgang.

Die Teilnehmer transferieren ihr Wissen auf den entsprechenden Fachunterricht (Anknüpfungsmöglichkeiten).


Inhalte

  • Einbindung der Gefängnisse Bautzen I und Bautzen II in den Repressionsapparat der Nationalsozialisten
  • Biografien ehemaliger Häftlinge
  • Die Veränderung des Haftalltags ab 1933
  • Aufbereitung der Geschichte beider Gefängnisse nach 1945

Zielgruppe

Für Lehrkräfte, die in ihren Fächern folgende Inhalte vermitteln: Geschichte, Gesellschaftskunde, Politik, Deutsch, Ethik, Religion, ...


Hinweise

Bitte bringen Sie warme Kleidung mit.


Veranstaltungstermine

am von bis
20.03.2018 09:00 14:00

Anmeldeschluss

06.02.2018

Dozenten

Name von
Hattig, Susanne Gedenkstätte Bautzen, Bautzen
Warkus, Thomas Berufsbildende Schulen Christoph Lüders Berufliches Schulzentrum für Technik, Görlitz

Veranstaltungsort


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