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Fortbildung im Detail

 

Die maximale Teilnehmerzahl ist noch nicht erreicht.C05009: Traumatisierung und Traumafolgestörungen bei jugendlichen Flüchtlingen
am 17.04.2018Anmeldeschluss: 06.03.2018  

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Ansprechpartner inhaltlich: Smykalla, Steffen; +49 371 5366-422
Ansprechpartner organisatorisch: Buschbeck, Jennifer; +49 371 5366-423

Beschreibung

»

Immer wieder hörten wir nachts Schüsse, bis sie eines Tages bei uns ins Haus eindrangen und meinen Vater mitnahmen. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen«. Junge aus Afghanistan, 17 Jahre1

Viele Menschen mussten sich in den vergangenen Monaten und Jahren dazu entschließen, ihre Heimat, ihre Familie und ihr Zuhause zu verlassen. Auch das mediale Interesse am Thema Migration in Deutschland ist allgegenwärtig. Viele der geflüchteten Kinder und Jugendliche werden in das deutsche Schulsystem integriert und müssen sich dem Alltag stellen. An diesem Punkt endet meist das Interesse der Öffentlichkeit. Diese Kinder und Jugendlichen haben teilweise den weiten Weg ohne ihre Eltern auf sich genommen und waren einer Vielzahl von traumatischen Erlebnissen ausgesetzt. Versorgung und Integration ist in diesen Fällen nicht mit einem Platz zum Lernen und Wohnen getan. Damit es jeder Lehrkraft gelingt den Anforderungen des sächsischen Konzeptes der Integration gerecht zu werden, dürfen der besondere Hintergrund und die möglichen psychischen Folgen der Flucht jedes Kindes und jeden Jugendlichen nicht außer Acht gelassen werden. Diesem sollte mit entsprechendem Hintergrundwissen und adäquatem Verhalten Rechnung getragen werden.

<http://www.tdh.de/was-wir-tun/arbeitsfelder/fluechtlingskinder/meldungen/zitate-von-fluechtlingskindern.html> [17.02.2016]


Ziele

Die Teilnehmer sollen ein Verständnis zum Thema Trauma und Traumatisierung erhalten: Was ist ein Trauma? Welche (kurz-, mittel- und langfristigen) Folgen hat das für Psyche der Betroffenen?

Wichtig ist dabei das Verstehen der Besonderheiten von Trauma im Kontext von Flucht und Migration, da vor allem der Nachmigrationszeitraum entscheidend die Entstehung von Folgeerkrankungen begünstigen oder verhindern kann. Für diese Prozesse soll sensibilisiert werden.

Die Teilnehmer sollen geschult und motiviert werden die Symptomatiken von Traumafolgestörungen, dabei vor allem die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) erkennen und einordnen zu können.

Die Teilnehmer sollen konkrete Strategien und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit psychisch auffälligen minderjährigen Flüchtlingen vermittelt bekommen.


Inhalte

  • Grundlagen: Trauma und Traumatisierung
    • Trauma im Zusammenhang mit Flucht, Migration und dem Nachmigrationsprozess
    • Einhaltung und Verletzung von Kinderrechten in Deutschland und weltweit (z.B. soziale Ungleichheit in Deutschland/Kinderarbeit und Straßenkinder in Ländern des Süden)
    • Posttraumatischer Stress und Folgestörungen mit dem Fokus Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
    • Umgang mit minderjährigen, traumatisierten Flüchtlingen

Zielgruppe

Lehrkräfte aller Schularten


Hinweise

Kosten für Lehrkräfte von Schulen in freier Trägerschaft können von der Sächsischen Bildungsagentur nicht übernommen werden. Es wird empfohlen, die Kostenübernahme vor Anmeldung mit dem jeweiligen Schulträger abzustimmen.

Sollten Sie konkrete Fragen haben, können Sie diese vorab an die Dozentin schicken: denise.winkler@psychinfo.eu

Vorrangig für Betreuungslehrer und Lehrkräfte im Fach Deutsch als Zweitsprache und all jenen, die Migrationskinder unterrichten und am Thema interessiert sind.


Veranstaltungstermine

am von bis
17.04.2018 14:30 17:00

Anmeldeschluss

06.03.2018

Dozenten

Name von
Winkler, Denise Technische Universität Chemnitz, Chemnitz

Veranstaltungsort

  • Oberschule "Am Flughafen", Straße Usti nad Labem 277, 09119 Chemnitz Route zum Veranstaltungsort planen
     

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